DE2819883A1 - Beschleunigeranordnung fuer schwere ionen - Google Patents
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Description
COMMISSARIAT A L1ENERGIE ATOMIQUE, Paris Frankreich
Beschleunigeranordnung für schwere Ionen
Die Erfindung betrifft eine Beschleunigeranordnung für schwere Ionen und als Beispiel der Anwendung einen Linearbeschleuniger
für schwere Ionen.
Es gibt bereits Ionen-Beschleuniger, die durch in Resonanz
befindliche oder Resonanz-Anordnungen gebildet sind, die mit Schlupf- oder Gleitrohren oder Rohrlinsen versehen
sind und die von einem Hochfrequenzfeld versorgt sind. Derartige Anordnungen teilen sich in beschleunigende Zonen und
in Schlupfzonen auf. Die ersteren sind durch die Zwischenräume
gebildet, die die Rohrlinsen trennen, wo das elektrische Feld mit richtiger Phase auf die Ionen einwirkt, um
deren Geschwindigkeit zu erhöhen. Die letzteren entsprechen den Räumen innterhalb der Rohre, in denen die Ionen aus dem
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Feld entzogen werden, wenn dieses verzögernd ist.
Die Dimensionen in Querrichtung dieser Anordnungen sind in der Größenordnung der halben Wellenlänge der Hochfrequenzwelle,
wenn sie im Ε-Modus schwingen (das insbesondere bei sogenannten Alvarez-Anordnungen auftritt) und
einer Viertelwellenlänge, wenn sie im TE-Modus schwingen.
Sie genügen daher lediglich Bündeln, deren Energie ausreichend groß ist, in der Größenordnung einiger MeV/A (Mega-
difi elektronenvolt pro Nukleon), für die Hochfrequenz hoch ist,
was zu kurzen Wellenlängen führt. Für sehr viel niedrigere Energien, insbesondere für diejenigen, die sich in der Einführzone
der Ionen befinden, ist die Wellenlänge viel höher, und die enge Umgebung wirkt verbietend.
Aus diesem Grund wird am Eingang eines Ionenbeschleunigers häufig eine Anordnung aus Leitungen in Schirmform
oder koaxialer Art verwendet, Anordnungen, die Singularitäten in die Feldverteilung einführen, wodurch Resonanzen
mit den Querabmessungen erhalten werden können, die sehr viel kleiner sind als die Wellenlänge.
Ein wesentlicher Nachteil derartiger Anordnungen besteht darin, daß die Längsverteilung der beschleunigenden
Spannung zwischen den Rohrlinsen annähernd sinusförmig verläuft, wodurch einerseits die mittlere beschleunigende
Spannung in der Größenordnung von lediglich dem 2/^-fachen
der maximalen Spannung liegt und andererseits diese Verteilung ihrerseits selbst eine Funktion der Einsetzung der
Rohrlinsen ist, wobei der Aufbau einer derartigen Anordnung nur durch aufeinanderfolgende Annäherungen untersucht
werden kann.
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Deshalb werden im allgemeinen die Koaxialleitung oder die Leitung von Stelle zu Stelle getragen durch einen Kurzschluß-Sektor
einer Länge nahe Ä/h3 wodurch an jeder Stelle
Grenzbedingungen geschaffen werden können derart, daß die Verteilung der Spannung nahe einer Folge von Sinus-Bögen
wird. Der Nachteil dieser Vorgehensweise liegt darin, daß der Teil des Behälters, der für die Beschleunigung nützlich
ist, von seitlichen sperrigen Ansätzen begleitet ist, in denen sich der größte Teil der Energie zerstreut, da nämlich
an ihren kurzgeschlossenen Enden Intensitäts(schwingungs)bäuche
beobachtbar sind, ohne daß sie insoweit zur Beschleunigung der Ionen beitragen.
Es wurde auch schon angeregt, um diese Nachteile zu überwinden, Beschleunigungsanordnungen zu verwenden, die
durch einen Resonanz-Behälter gebildet sind, in dessen Innerem zwei längliche leitende Träger angeordnet sind, die
über eines ihrer Enden an der Eingangsseite bzw. der Ausgangsseite des Behälters befestigt sind, wobei die beiden
Träger auf diese Weise in Viertelwellenlängen-Resonanz und in Gegenphase sind. Die Rohrlinsen sind abwechselnd mit
dem einen oder dem anderen Träger elektrisch verbunden.
Diese Behälter führen zu Ausführungsschwierigkeiten und zu Zusammenbauschwierigkeiten, da ein Zugang zu den
Rohrlinsen sehr schwierig ist, wenn sie in einem derartigen Behälter befestigt sind, wobei der Behälter aufgrund
seines Aufbaus an seinen beiden Endflächen geschlossen ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Behälter dieser Art anzugeben, der diesen Nachteil nicht aufweist, d. h.
einen Behälter, der insbesondere einfach zusammenbaubar ist.
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Zu diesem Zweck sind die länglichen leitenden Träger nicht mehr mit den Endseiten, sondern mit den Seitenwänden
des Behälters verbunden.
Die Erfindung gibt somit eine Beschleunigungsanordnung an, die einen Resonanzbehälter besitzt, in dessen Innerem
zumindest zwei längliche leitende Träger angeordnet sind, die elektrisch über eines ihrer Enden mit dem Behälter so
verbunden sind, daß sie in Viertelwellenlängenresonanz und in Gegenphase sind, wobei die Rohrlinsen abwechselnd mit dem
einen oder dem anderen Träger elektrisch verbunden sind, die sich dadurch auszeichnet, daß die Träger elektrisch mit dem
einen bzw. dem anderen Ende mit der Seitenfläche oder Seitenwand des Behälters verbunden sind.
Gemäß einer ersten Weiterbildung enthält der Behälter nur zwei Träger, die symmetrisch gegenüber der Behälterachse
angeordnet sind.
Gemäß einer zweiten Ausbildungsform, die komplizierter ist, die jedoch zu einer größeren Steife führt, enthält der
Behälter zwei Paare von Trägern, wobei die Träger eines gleichen Paares symmetrisch gegenüber der Achse des Behälters angeordnet
sind, wobei jede Rohrlinse mit zwei Trägern des gleichen Paares verbunden ist.
Bei jeder dieser Ausführungsformen können die Träger entweder freitragend bzw. ausladend ausgebildet sein oder
mit der Seitenwand über einen Isolator verbunden sein.
Zusätzlich zu den Vorteilen in bezug auf den Zusammenbau besitzt eine derartige Anordnung noch den, daß sie für
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t.
eine Zusammenfügung mehrerer Anordnungen, die Stoß an Stoß
oder Stirn an Stirn liegen, geeignet ist. Darüber hinaus erleichtert die Kompaktheit der Anordnung die Verwirklichung
von supraleitenden Beschleunigungszellen.
Der erfindungsgemäße Aufbau ist auch für die Verwirklichung eines Ionenbeschleunigers mit einstellbarer Energie
geeignet. Dies berücksichtigend ist es bekannt, daß die Energie von durch einen Teilchenbeschleuniger gelieferten Ionen
von der Geometrie des Beschleunigers abhängt und den Eigenschaften des beschleunigenden Feldes (Frequenz und Feldstärke).
Verschiedene Verfahren wurden bisher angeregt, um eine einstellbare Energie zu erreichen, nämlich:
durch Regeln der Betriebsfrequenz, wodurch jedoch die Anordnung sehr kompliziert wird,
durch Verändern der Geometrie der Anordnung, was jedoch lange Betriebsunterbrechungen der Maschine bzw. der Anlage
erfordert,
durch Unterteilen des Beschleunigers oder zumindest eines Teils von diesem in eine so große Anzahl von Elementarabschnitten,
die jeweils einen einzigen Beschleunigungsabschnitt oder -Zwischenraum aufweisen (eine von UNILAC in Darmstadt
verwendete Lösung) oder eine einzige Rohrlinse aufweisen (eine in Heidelberg vorgeschlagene Lösung), wobei dann individuell
das Feld und die Phase eingestellt (gesteuert oder geregelt) werden kann. Letztere Vorgehensweise verkompliziert
einerseits den Aufbau der Anlage sehr stark und setzt andererseits
den Wirkungsgrad herab und erhöht folglich die Hochfrequenzleistung der Versorgung.
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Der Beschleuniger gemäß der Erfindung überwindet diese Nachteile aufgrund seines Beschleunigungsaufbaus, den er
verwendet. Zu diesem Zweck ist er aus einer verringerten Anzahl von Sektionen gebildet, die wie folgt ausgebildet
sind: Wenn der n-te Abschnitt betrachtet wird, beschleunigen die η - 1 vorhergehenden Abschnitte die Teilchen bis
zu einer Geschwindigkeit ν _ .. . Der n-te Abschnitt ist so
ausgebildet, daß er das synchrone Teilchen der Geschwindigkeit V-1 auf eine höhere Geschwindigkeit ν beschleunigt.
Jedoch ist dieser Abschnitt ausreichend kurz, damit ein Teilchen beschleunigt werden kann.mittels einer Verringerung
des Hochfrequenzfeldes und einer geeigneten Einstellung dessen Phase gemäß einem nichtsynchronen Verfahren auf
eine Geschwindigkeit v1, die zwischen V-1 und ν ist, wobei
dieses Teilchen dem synchronen Teilchen am Eintritt des jeweiligen Abschnittes voreilt und nachher nacheilt. Beispielsweise
ist eine Anordnung mit einer Länge, die auf etwa höchstens 10 ßA begrenzt ist, mit ß = v/c, das Verhältnis
der Geschwindigkeit des Teilchens gegenüber der des Lichtes.und λ = Wellenlänge im Vakuum des beschleunigenden
Feldes, in der Lage, die Teilchen mit einer steuerbaren Energie so auf einfache Weise zu beschleunigen zwischen dem
Wert W und dem Wert 2W, wobei W die Energie pro erhaltenem
Nukleon ist.
Ein derart aufgebauter Beschleuniger besitzt sehr einfachen Aufbau und sehr wirtschaftlichen Aufbau, da er eine
verringerte Anzahl von beschleunigenden Abschnitten besitzt, wobei jeder Abschnitt einfachen Aufbau aufweist, da er ja
mit fester Frequenz arbeitet. Darüber hinaus ist der Wirkungsgrad, der durch den Wert der Nebenschlußimpedanz bestimmt
ist, dieser Abschnitte deutlich größer als im Fall
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von Behältern mit einer einzigen Rohrlinse oder mit einem einzigen Beschleunigungszwischenraum.
Die Erfindung betrifft auch Anwendungen der gerade erläuterten beschleunigenden Anordnung auf die Verwirklichung
eines Beschleunigers für schwere Ionen, insbesondere eines Beschleunigers mit einstellbarer Energie, wobei die letzte
betriebene beschleunigende Anordnung durch ein Hochfrequenzfeld mit einstellbarer Amplitude und Phase versorgt ist.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch im Schnitt die Anordnung gemäß der
Erfindung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel mit zwei Trägern,
Fig. 2 schematisch eine Einrichtung zur Verbindung des
Endes eines Trägers mit der Seitenwand,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem der Behälter
zwei Paare von Trägern enthält,
Fig. 4 schematisch und im Längsschnitt eine Anordnung
von drei beschleunigenden Anordnungen gemäß der Erfindung, die aneinander anstoßend befestigt
sind,
Fig. 5 eine Kurve, die die Entwicklung der Energie der Ionen am Ausgang von fünf beschleunigenden Abschnitten
einer Vorrichtung zeigt nach Vorbeschleunigung in Abschnitten gemäß der Erfindung.
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Gemäß Pig. 1, die ein Längsschnitt ist, weist die erfindungsgemäße
Anordnung einen Resonanzbehälter 14 auf, in dessen Innerem zwei längliche leitende Träger 16, 18 angeordnet
sind. Der Träger 16 ist elektrisch und mechanisch an einem seiner Enden mit dem Ende 20 der Seitenwand des Behälters
14 verbunden, und der Träger 18 ist mit dem entgegengesetzten
Ende 22 verbunden. Die anderen Enden der Träger 16, 18, nämlich die Enden 24 bzw. 26 sind nicht elektrisch mit dem
Behälter 14 verbunden, können jedoch mechanisch damit verbunden sein. Die Gleitrohre oder Rohrlinsen 28, 30 sind
elektrisch und mechanisch abwechselnd mit den beiden Trägern 16, 18 verbunden. Anders ausgedrückt sind die Rohrlinsen
28 mit dem Träger 16 und die Rohrlinsen 30 mit dem Träger 18 verbunden.
Unter diesen Bedingungen sind die Träger 16 und 18 in Viertelwellenlängenresonanz und in Gegenphase zueinander.
Die Spannung zwischen den Rohrlinsen 28, 30 schwankt relativ wenig von einem Zwischenraum zum anderen. Sie besitzt
ein Maximum in der Mitte des Behälters und ein Minimum, das um etwa 30 % niedriger ist, an jedem Ende.
Die Befestigungspunkte der Träger 16, 18 an der Seitenwand können von den Enden der Wand entfernt sein um einen
Abstand, der in der Größenordnung eines Bruchteils der Betriebs-Wellenlänge liegt, beispielsweise kleiner als λ/5·
Die Befestigung der Träger 16, 18 an zwei entgegengesetzten Enden der Wand des Behälters 14 hat zur Folge, daß
der einen Träger durchfließende Strom I fortschreitend zum anderen Träger abgezweigt ist über Kapazität aufgrund der
Rohrlinsen. Unter dieser Bedingung ist das Magnetfeld B im
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AA
wesentlichen quer zum Behälter 14. Dieser verhält sich in erster Annäherung wie eine Selbstinduktivität, die einer
Kapazität zugeordnet ist, die von den länglichen Leitern und den Rohrlinsen stammt, wobei die Anordnung auf diese
Weise einen Resonanzkreis bildet.
Dieser Aufbau gibt der Anordnung eine Induktivität erheblichen Wertes und damit eine relativ niedrige Resonanzfrequenz
trotz verringerter Querabmessungen und führt zu einer relativ homogenen Verteilung der Ströme, was mäßige
Hochfrequenzverluste zur Folge hat und damit eine annehmbare Nebenschlußimpedanz.
Die Träger der Rohrlinsen können entweder ausladend
ausgebildet sein, wie das in Fig. 1 dargestellt ist, oder
können auch an ihrem freien Ende, wie das in Fig. 2 dargestellt ist, gehalten sein. Ein Isolator 40 ist in Auflage
auf der Außenwand des Behälters 14 und unterstützt den Träger
18. Der dargestellte Isolator 40 ist hohl ausgebildet und kann gegebenenfalls durch Luft gekühlt sein.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform enthält der Behälter zwei Paare von Trägern anstelle je eines einzigen, wie
das in Fig. 3 dargestellt ist. Das erste Paar der Träger ist durch Leiter 16 a und 16 b gebildet, und das zweite
durch Leiter 18 a und I8"wobei die letzteren vorzugsweise
in einer Ebene senkrecht zu der der ersteren angeordnet sind. Die Rohrlinsen sind abwechselnd mit dem einen oder
dem anderen der Paare verbunden zur Bildung einer kreuzförmigen Anordnung erhöhter Steife.
Der Aufbau der beschleunigenden Anordnung gemäß der
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M5 ,
Erfindung eignet sich gut zur aneinander anstoßenden Zusammenfügung
mehrerer Abschnitte, wie das in Fig. 4 dargestellt
ist. In Fig. 4, die ein Längsschnitt ist, sind drei Beschleunigungszellen
A, B, C dargestellt, die jeweils zwei Träger 16, 18 aufweisen, mit denen jeweils die Rohrlinsen
28 und 30 verbunden sind.
Beispielsweise sei ausgeführt, daß ein erfindungsgemäß ausgebildeter Behälter, der z. B. bei 100 MHz in Resonanz
ist, einen Durchmesser von etwa 20 cm und eine Länge von nahe 50 cm besitzt. Diese Eigenschaften eignen sich besonders
zur Verwirklichung eines supraleitenden Behälters, was zu einer viel steiferen Ausbildung führt als bei den im
allgemeinen verwendeten Wendeln und wodurch durch beschleunigende Abschnitte eine bessere Beschleunigung erreichbar
ist als mit üblicherweise verwendeten geschlitzten Ringen.
Für einen Behälter, der nahe 25 MHz in Resonanz ist, beträgt die annähernde Länge etwa 2 m bei einem Durchmesser
vcn 50 cm. Unter diesen Bedingungen liegt für Teilchen von 250 keV/A die Nebenschlußxmpedanz zwischen 50 und 100 MO/A,
abhängig vom Durchmesser der Rohrlinsen.
Als Anwendungsbeispiel wird im folgenden ein Linarbeschleuniger für schwere Ionen mit einstellbarer Energie erläutert.
Dieser Beschleuniger enthält einen Vorbeschleuniger und einen beschleunigenden Abschnitt mit einstellbarer Energie.
Am Eintritt des Vorbeschleunigers werden die Ionen, deren Verhältnis q/A deren Elektrodenladungszahl und deren Massenzahl
so gering wie beispielsweise 0,046 sein kann, durch einen
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• s
elektrostatischen Injektor mit einer Energie eingeführt, die so niedrig wie etwa 12 keV/A sein kann, in einen ersten beschleunigenden
Abschnitt, nach Durchsetzung einer Gruppierungseinrichtung .
Die niedrige Geschwindigkeit der Ionen hat zwei Konsequenzen zur Folge, nämlich:
die Notwendigkeit, in diesem Abschnitt eine relativ große Wellenlänge zu verwenden, beispielsweise 12 m, was einer
Frequenz von 25 MHz entspricht, und
die Schwierigkeit, das Bündel fokussiert zu halten, was die Verwendung einer internen Fokussierung zur Folge hat.
Um dies zu erleichtern, besteht dieser erste Abschnitt aus einer Koaxialleitung oder einer herkömmlichen, mit Viertelwellenlänge
schwingenden Leitung. Das Beschleunigungsfeld, das am Eintritt gering ist, an dem die Fokussierungsschwierigkeiten
am heftigsten sind, wird auf diese Weise größer.
Am Austritt dieses Abschnitts ist bei einer Wellenlänge von etwa 1,5 m die erreichte Energie etwa bei 50 keV/A. Es
ist noch notwendig, eine interne Fokussierung zu verwenden, jedoch kann das Feld im wesentlichen konstant sein. Dieser
Teil mit 8 m Länge, der noch bei 25 MHz arbeitet, ist zweckmäßigerweise in Form von kompakten Anordnungen ausgebildet
und erhöht die Energie der Ionen in die Gegend von 0,4 MeV/A.
Die Ionen können nun einer Auslese unterliegen, die deren Verhältnis q/A in die Gegend von 0,12 bringt. Deren
Geschwindigkeit ist nun ausreichend, um sie durch ein Feld
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Al+
14
der Frequenz 50 MHz beschleunigen zu können. Es ist nun
nicht mehr notwendig, eine interne Fokussierung durchzuführen. Die Anlage kann in kompakte Anordnungsabschnitte
aufgeteilt werden mit einer Länge in der Größenordnung einiger Meter, beispielsweise 3 m, die keine interne Fokussierung
besitzen, wobei die Fokussierungsoptiken außerhalb sind.
Eine Gesamtlänge von etwa 12 m für diesen zweiten Abschnitt ermöglicht es, die Energien auf eine Energie von
etwa 1,8 MeV/A zu bringen.
Nachdem sie einer Auslese unterlegen sind, die deren Verhältnis q/A auf zumindest 0,21 bringt, können die Ionen
in den eigentlichen Beschleuniger mit einstellbarer Energie eingeführt oder injiziert werden. Dieser besteht aus
einer Folge von beschleunigenden Anordnungen, beispielsweise fünf, wenn eine Energie von etwa 8 MeV/A erreicht
werden soll.
Die Anordnungen des eigentlichen Beschleunigers können entweder von bekannter Art oder von der weiter oben erläuterten
kompakten Art sein, insbesondere wenn sie im Supraleitbereich verwendet werden sollen. Beim erläuterten Ausführungsbeispiel
sind sie von bekanntem Aufbau.
Die Länge der kompakten Anordnungen muß daher sein:
1. ausreichend groß, um zu einer wirtschaftlichen und zuverlässigen Lösung zu führen und um eine unnütze Vervielfachung
der Anzahl der Abschnitte zu vermeiden,
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2. ausreichend kurz, um keine interne Fokussierung zu benötigen, wodurch der Aufbau vereinfacht wird und wodurch
in großem Maße die Nebenschlußimpedanz erhöht werden kann als Folge der Verkleinerung, die für den Durchmesser der
Rohrlinsen möglich geworden ist (einige Zentimeter),
3. ausreichend kurz, damit sie mit einer guten relativen Energieauflösung kompatibel sind (besser als beispielsweise
10 ), wobei die Einstellung (Regelung oder Steuerung) der Energie durch eine Hochfrequenz-Feldstärken-Steuerung
bzw.-Einstellung erhalten werden kann, was von einer Einstellung der Phase im letzten verwendeten Behälter begleitet
ist.
Diese Länge kann beispielsweise etwa 3 m betragen, wenn bei einer Frequenz von 100 MHz gearbeitet wird.
Fig. 5 zeigt die Entwicklung der Energie der Ionen (in diesem Fall Ca) in MeV/A am Austritt der verschiedenen
Abschnitte, die längs der Abszisse mit deren Rangzahl bezeichnet sind.
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Claims (8)
- AnsprücheBeschleunigende Anordnung für schwere Ionen mit einem Resonanzbehälterj in dessen Innerem zumindest zwei längliche leitende Träger angeordnet sind, die elektrisch über eines ihrer Enden mit dem Behälter so verbunden sind, daß sie in Viertellängenresonanz sind und in Gegenphase sind, wobei Rohrlinsen abwechselnd mit dem einen und dem anderen der beiden Träger elektrisch verbunden sind,dadurch gekennzeichnet,daß die Träger (16, 18) jeweils elektrisch mit dem einen bzw. dem anderen Ende (20, 22) der Seitenfläche des Behälters (14) elektrisch verbunden sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei symmetrisch gegenüber der Achse des Behälters (14) angeordnete Träger (16, 18) vorgesehen sind.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von Trägern (16 a, 16 b, 18 a, 18 b) vorge-410-(B 6157.3)-Me-r&Q9845/1063ORIGINAL INSPECTEDsehen sind, wobei die Träger des gleichen Paares symmetrisch zur Achse des Behälters (14) angeordnet sind, wobei jede Rohrlinse (28, 30) mit den beiden Träger (16 a, 16 b, 18 a, 18 b) des gleichen Paares verbunden ist (Fig. 3).
- 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 35 dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (16, 18, 16 a, 16 b, 18 a, 18 b) ausladend befestigt sind.
- 5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (16, 18, 16 a, 16 b, 18 a, 18 b) mit der Seitenwand des Behälters (14) über einen Isolator (40) verbunden sind, der an deren elektrisch freiem Ende (24, 26) angeordnet ist.
- 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 53 dadurch gekennzeichnet, daß mehrere derartige Anordnungen (A, B, C, D) aneinander anstoßend vorgesehen sind.
- 7. Verwendung der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bei einem Linearbeschleuniger für schwere Ionen.
- 8. Verwendung nach Anspruch 7j dadurch gekennzeichnet, daß die letzte beschleunigende Anordnung durch ein Hochfrequenzfeld einstellbarer Amplitude und Phase versorgt ist.809845/1063
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