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Transportkasten aus Kunststoff
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Die Erfindung betrifft einen Transportkasten aus Kunststoff, bestehend
aus einem Boden und vier Seitenwänden.
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Zerbrechliches Gut, wie Gläser, Tassen, und dergleichen zerbrechliche
Gegenstände werden oftmals so verpackt, daß Einsätze aus Wellpappe, die eine Facheinteilung
bilden, in den Kasten gesetzt werden und in die einzelnen Fächer dann einzeln die
zerbrechliche Ware gesetzt wird. Obwohl Wellpappe sehr billig ist, ist diese Art
der Verpackung nicht billig, weil die Einsätze aus geschlitzten Wellpappteilen zuvor
von Hand zusammengesetzt werden müssen, was erhebliche Arbeitszeit beansprucht.
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Für den Transport von zerbrechlichen Massengütern, wie zum
Beispiel
Bierflaschen, sind Flaschenkästen aus Kunststoff bekanntgeworden, die direkt eine
Fachunterteilung aufweisen.
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Diese Unterteilung von Fachwänden ist fest mit dem Transportkasten
verbunden. Der Transportkasten ist zusammen mit den Fachwänden als ein einziges
stück im Spritzgußverfahren hergestellt. Diese Transportkästen finden aber nur dort
Verwendung, wo Massengüter in sie sowohl für den Hin- als auch für den Rücktransport
hineingestellt werden. Wegen der sehr hohen Kosten von Formen für die Herstellung
von Kunststoffkästen ist die Herstellung solcher Kästen mit einer festen Fachunterteilung
nur dort lohnend, wo mehr als 300 ooo oder 500 OQO Kästen dieser Art herzustellen
sind.
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Sind die benötigten otückzahlen an Transportkästen nicht derart groß,
so können zwar auch Transportkästen aus Kunststoff verwendet werden, in diese müssen
jedoch einzeln, .|7 teilweiseHandanfertigung hergestellte Einsätze eingesetzt
werden.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Benutzung genormter Transportkästen
aus Kunststoff ohne Fachunterteilung für zerbrehllches Gut durch relativ billig
herstellbare, schnell einsetzbare und wieder herausnehmbare, immer verwendbare Einsätze
möglich zu machen.
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Die Erfindung löst diese rufgabe durch mindestens einen Einsatz aus
einander kreuzenden Fachwänden, der nach außen vorstehende, in Ausnehmungen der
Seitenwände des Transportkastens eingreifende Vorsprünge aufweist.
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Durch einen derartigen Einsatz wird es möglich, jeden genormten Transportkasten
für die Versendung von zerbrechlichem Gut zu benutzen. Ein derartiger Einsatz ist
wegen seiner einfachen Form leicht und billig herstellbar. Durch die Möglichkeit,
ihn in verschiedenen Höhen innerhalb des Transportkastens anzuordnen, wird Material
eingespart, weil die Fachwände nicht von oben bis unten zu reichen brauchen, es
wird an Gewicht gespart und es wird die Möglichkeit geschaffen, beispielsweise zwei
Einsätze für hohe Gläser, wie dektgläser, zu verwenden, einen am Boden angeordneten
Einsatz und einen höher angeordneten Einsatz, wobei zwischen den beiden Einsätzen
nur Luft befindlich ist.
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Vorteilhaft ist es, wenn die Vorsprünge ij-förmig gestaltet sind,
der Größe der Grifflöcher des Transportkastens entsprechen und mit ihrer Grundseite
an dem Einsatz angebracht sind, während die beiden Schenkel an der Grundseite anhängen.
Ein derartiger Einsatz ist in die grifflöcher des Transportkastens leicht einsetzbar.
Er findet hier einen sehr guten Halt. Durch die besondere Ausbildung der Anbringung
der Grundseite an der AuBenwandung des Einsatzes wird eine hohe Stabilität erreicht.
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Wenn die Vorsprünge in Form von teilweise an der Seitenwand des Einsatzes
befestigten , teilweise frei über den Einsatz hinausstehenden Rippen von der Höhe
des Griffloches des Transportkastens gestaltet sind, ist es möglich, den Einsatz
in zwei verschiedenen Höhen im Transportkasten anzubringen, nämlich einer Höhe,
in der die Fachwände des Ei-nsatzes innerhalb des Transportkastens höher liegen
als in der anderen Stellung.
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Das hat bedeutung dort,wo beispielsweise in einem Transportkasten
Sektgläser versandt werden sollen, bei denen es notwendig ist,
daß
ihr oberer Rand an den Fachwänden des Einsatzes anliegt, während mit dem gleichen
Einsatz auch nach Art von Flaschen gestaltete Gegenständen transportiert werden
können, bei denen es notwendig ist, daB die unterhalb des Flaschen-halses liegenden
Teile der Ware an den Fachwänden des Einsatzes anliegen, was dadurch erreicht wird,
daß dieser in der tiefer gesetzten Stellung in den Transportkasten eingesetzt ist.
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Die Vorsprünge zur Befestigung des Einsatzes im Transportkasten können
dadurch gebildet sein, daß einzelne Fachwände länger als benachbarte Fachwände sind.
Sie können aber auch dadurch gebildet sein, daß Rippen an der Außenseite des Einsatzes
angeordnet sind, die in ihrer Form dann zweckmäßig Löchern in den Seitenwänden des
Transportkastens angepaßt sind, beispielsweise den Grifflöchern oder Löchern, die
für einen Luftdurchtritt in den Seitenwänden des Transportkastens vorgesehen sind.
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Um Material zu sparen, ist es zweckmäßig, wenn die Breite der Fachwände
an Kreuzungsstellen schmaler als zwischen Kreuzungsstellen ist. So kann mindestens
die eine Kante der Fachwände sinusförmig gestaltet sein. Hierdurch wird erreicht,
daß die oft rotationssymmetrisch zur Längsachse gestaltete paare immer an dem Einsatz
anliegt, während im Kreuzungsbereich der Fachwände, wo die Ware nicht anliegt, Material
gespart ist.
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Wenn es darum geht, relativ niedrige Erzeugnisse in einem relativ
hohen Kasten unterzubringen, ist es zweckmäßig, wenn zwischen Je zwei Fachwänden
an der Unterkants des Einsatzes mindestens eine Bodenrippe verläuft. Durch Übereinandersetzen
derartiger mit Ware gefüllter Einsätze läßt sich dann die Ware in mehreren Etagen
im Transportkasten unterbringen. Hierbei
ist es zweckmäßig, wenn
die obere Kante der Fachwände Ausnehmungen aufweist, in die die Bodenrippen beim
Übereinandersetzen des darüber gestapelten Einsatzes hineinkommen.
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In ielen Fällen ist es zweckmäßig, wenn zwischen einem Einsatz und
dem Boden des Transportkastens eine Schaumstoffeinlage angeordnet ist. Vorteilhaft
kann es auch sein, wenn zwischen je zwei Einsätzen eine Schaumstoffeinlage angeordnet
ist.
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Um Einsätze leichter in Transportkästen einsetzen zu können, ist es
zweckmäßig, wenn die Teile des einstückig geformten Einsatzes so gestaltet wird,
daß federnd die Längen- und/oder Breitendimension um einige Millimeter verkürzbar
ist. Dann ist nämlich der Einsatz in sich etwas zusammendrückbar, kann leicht in
zusammengedrücktem Zustand in den Transportkasten eingesetzt werden und federd nach
dem Einsetzen wieder in die alte Stellung zurück, so daß er nunmehr fest im Transportkasten
sitzt.
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Eine Ausführungsmöglichkeit besteht darin, daß die AuBenwandungen
einzelner Facher des Einsatzes nach außen gewölbt sind. Hierbei kann es zweckmäßig
sein, wenn die nach auBen gewölbten Wandungen außen mindestens eine wippe tragen.
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Eine andere Ausführungsform besteht darin, daß die Breit-oder Längsseiten
des Einsatzes nach außen gewölbt sind und mittlere, senkrecht zu ihnen verlaufende
Wände Unterbrechungen aufweisen.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Wandungen jedes Faches eines
Einsatzes je ein Mittelloch aufweisen und rautenförmig,
quadratisch,
dreieckförmig, kreisförmig, ovel oder ähnlich geformt sind. Wann weist der gesamte
Einsatz eine innere Federungsmöglichkeit auf. Er weist weiter den Vorteil eines
besonders geringen Materialverbrauches zu seiner Herstellung auf.
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Das Wesen der Erfindung ist nachstshend anhand von in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Figur
1 einen Transportkasten mit zwei Einsätzen im Querschnitt, Figur 2 einen Transpsortkasten
mit zwei Einsätzen im Querschnitt, von denen der obere einer um 180 gegenüber der
Figur 1 gedrehten Stellung angeordnet ist, Figur 3 eine Stirnseitenansicht eines
Einsatzes, Figur 4 eine Stirnseitenansicht eines anderen Einsatzes, Figur 5 eine
Stirnseitenansicht eines weiteren Einsatzes, Figur 6 eine Seitenansicht eines weiteren
Einsatzes, Figur 7 eine Seitenansicht eines Einsatzes mit innerer Federung, Figur
8 eine Seitenansicht eines sehr materialsparend hergestellten Einsatzes, Figur 9
eine Ansicht auf einen Einsatz von oben, bei dem an der Außenseite angebrachte Vorsprünge
in Verlängerung von Fachwänden angeordnet sind, Figur lo eine Ansicht von oben auf
einen Einsatz, bei dem Vorsprünge an der Außenseite der Mitte von Fachwänden angeordnet
sind,
Figur 11 eine Ansicht von oben auf einen Einsatz, dessen
Breitseiten nach auBen gewölbt sind und bei dem mittlere, senkrecht zu ihnen verlaufende
Fachwände Unterbrechungen aufweisen.
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In Figur 1 ist ein Transportkasten 1 im Querschnitt dargestellt, in
dessen Grifflöcher 2 ein Einsatz 3 hineingestellt ist.
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Dieser Einsatz 3 besteht aus sich kreuzenden Fachwänden 4, deren eine
Kante in jedem Fach eine nach außen gerichtete kreisförmige Wölbung aufweist, während
an den Kreuzungsstellen dieser Tv Fachwändetbefindlich sind. An der Außenkante weist
dieser Einsatz 3 Vorsprünge 5 auf, die in die Grifflöcher 2 eingesetzt sind, so
daß der Einsatz 3 einen festen un--verrückbaren Halt im Inneren des Kastens 1 hat.
Neben dem Einsatz 3 ist noch ein weiterer Einsatz 6 am Boden des Kastens in diesen
eingestellt.
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Im ausführungsbeispiel der Figur 1 sind die über die Vorsprünge 5
vorragenden Teile der Fachwände 4 nach unten gerichtet. Auf diese Weise hängt der
Einsatz 3 relativ tief im Kasten 1. Im Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist das anders,
hier sind die über die Vorsprünge 5 herausragenden Teile der Fachwandungen 4 nach
oben gerichtet. Dadurch reichen die Fachwände 4 viel höher innerhalb des Kastens
und der Bereich zwischen den beiden Einsätzen 3 und 6 innerhalb des Kastens wird
weiter. Während bei der Anordnung des Einsatzes 3 im Transportkasten 1 gemäß Figur
1 gut Flaschen eingestellt werden können, die in einem mittleren Bereich erst die
volle Weite ihres Querschnittes erreichen, können in den Kasten der Figur 2 mit
der dort gezeigten Anordnung des Einsatzes 3 z. B. 6 Bläser hineingestellt werden,
die am oberen Ende die größte Breite ihres Querschnittes aufweisen. So kann auf
verschiedenartige Einsetzung des Einsatzes 3 ein- und derselbe
Transportkasten
mit ein- und demselben Einsatz für zwei verschiedene Verwendungszwecke hergerichtet
werden.
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In den Figuren 3 bis 6 sind verschiedene Seiten- bzw. Stirnseitenansichten
von Einsätzen gezeigt, deren AuBenwandung 4 A nicht dieselbe Höhe wie die der Innenfachwände
4 B aufweist, sondern aus Gründen der Materialersparnis niedriger ist.
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Wie man aus den Figur 3 bis 5 ersehen kann, kann der Vorsprung 5 U-förmig
ausgebildet sein, nämlich aus der Grundseite 5 A und den beiden Schenkeln 5 8 und
5 C. Die grundseite 5 A kann in verschiedenen Höhen an der Außenwandung 4 A angebracht
sein, in Figur 3 so, daß die beiden Schenkel 5 8, 5 C in ihrer vollen Länge an der
Außenwand 4 A des Einsatzes anliegen, in Figur 4 derart, daß die Schenkel 5 B und
5 C frei über den Hand der Außenwand 4 A hinausstehen, was das Einsetzen des Vorsprunges
5 in die Grifflöcher 2 des Kastens 1 erleichtert. In Figur 5 weisen die Schenkel
5 B und 5 C in dieselbe Richtung wie die über die Außenwände 4 A hinausstehenden
Teile der Fachwände 4 B, wodurch einerseits das Einsetzen in die Grifflöcher 2 erleichtert
ist, andererseits das Übereinanderstapeln nicht benutzter Einsätze außernhalb von
Kästen erleichtert wird.
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In Figur 6 ist eine Seitenansicht eines weiteren Einsatzes gezeigt,
der an seiner Außenseite Vorsprünge 7 in Form von kreissegmentförmigen Nocken aufweist.
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1n Figur 7 ist ein in sich federnder Einsatz gezeigt, dessen Fachwände
und Außenwände aus rautenförmig gestalteten Wänden
bestehen. Auch
dieser Einsatz ist als ein einziges Stück im Spritzgußverfahren hergestellt. Ergreift
man beim Einsetzen dieses Einsatz in einen Transportkasten den Einsatz an den nachst
den Außenwänden liegenden parallelen Fachwänden, so kann man den Mittelteil des
Einsatzes zusammendrücken und dadurch das Einsetzen erleichtern, Die Länge des Einsatzes
laßt sich auf diese Weise unter Druck vorübergehend etwas verkürzen, so daß die
in diesem Beispiel trapezförmig gestalteten Vorsprünge 8 sich leichter in die Wandungen
des Transportkastens einsetzen lassen.
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Dieser Einsatz weist darüber hinaus Bodenstege 9 auf. Diese verlaufen
lediglich parallel zu den Breitseiten. Damit in einem Transportkasten mehrere Einsätze
übereinandergestapelt werden können und dabei einen exakten Sitz erhalten, weisen
die Oberkanten der Fachwände trapezförmige Ausnehmungen lo auf, in die die Bodenstege
9 beim Übereinanderstapeln hineinfallen. Eine gleiche Ausbildungsform mit Bodenstegen
9 uind Ausnehmungen lo ist im Beispiel der Figur 8 gezeigt.
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Das Beispiel der Figur 8 zeigt einen Einsatz in Seitenansicht, dessen
Fachwände kreuzfürmig gebildet sind, was sehr materialsparend ist.
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In Figur 9 ist ein Einsatz in Ansicht von oben gezeigt, dessen nach
außen vorstehende Rippen 6 Verlängerungen von Fachwänden bilden. Im Ausführungsbeispiel
der Figur lo sind die Vorsprünge 6 in der Mitte eines Faches an die Außenseite der
Außenwand angebracht, wobei im Bereich dieses außen liegenden Faches die Außenwand
gewölbt ausgebildet ist, so daB beim Hineindrücken
eines Einsatzes
in den Kasten der Einsatz einen federnd gespannten Sitz erhält, wobei die gewölbten
AuBenwandteile in etwa in ihre gerade Lage zurückgebogen werden.
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In Figur 11 ist ein anderes Ausführungsbeispiel gezeigt.
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Der hier in Ansicht von oben gezeigte Einsatz weist parallel zu den
Breitseiten zwei Außenwände und jeweils eine parallel hierzu angeordnete Fachwand
auf, die nach außen gewölbt sind.
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An den stellen A sind die Fachwände unterbrochen. Wird dieser Einsatz
in den Kasten hineingesetzt, so ergreift man mit der Hand den Einsatz an den Stellen
8, verkürzt die Länge dieses Einsatzes durch Zusammendrücken derart, daß die Zwischenräume
A für die Zeit des Einsetzens verschwinden und SEtzt dann den Einsatz in den Kasten
herein, wonach sich durch den Einfluß der natürlichen Federung der Einsatz wieder
in seine ursprüngliche Stellung zurückzuwölben versucht und dadurch einen festen
Sitz im Inneren des Kastens erhält.