DE2812563A1 - Vorrichtung zum foerdern von schuettgut - Google Patents
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Description
1846 WIENER BRÜCKENBAU- UND EISENKONSTRUKTIONS-AKTIENGESELLSCHAFT, Wien
Vorrichtung zum Fördern von Schüttgut
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Schüttgut,
insbesondere zum Entladen von Schiffen, mit einer endlosen Reihe von Eimern, die an im Abstand befindlichen Gliedern einer
umlaufend bewegbaren Ketteneinrichtung befestigt sind, welche über Umlenkrollen geführt ist, wobei die Eimer beim Passieren
einer oberen Umlenkrolle über Austragschurren entleerbar sind.
Derartige Vorrichtungen finden z.B. bei bekannten Eimerkettenbaggern
Verwendung· Hiebei beträgt der Eimerabstand im allgemeinen vier bis sechs Kettenteilungen, ist also relativ groß.
Der große Eimerabstand ergibt günstige Verhältnisse beim Entleervorgang, da das Entleeren des gerade die obere Umlenkrolle
passierenden Eimers durch den voranlaufenden, bereits entleerten Eimer nicht behindert wird.
Bei Schiffsentladeanlagen ist die Förderkapazität derartiger Vorrichtungen mit an einer umlaufenden Ketteneinrichtung befestigten
Eimern vielfach nicht ausreichend und die Eimer müssen daher in kleineren Abständen angeordnet werden. Ein
geringerer Eimerabstand ergibt jedoch Schwierigkeiten beim Entleervorgang, weil das aus dem eben kippenden Eimer auslaufende
Schüttgut auf den Rücken des voranlaufenden Eimers fällt. Dadurch streut das Schüttgut in unkontrollierbarer
Weise und kann, z.B. durch eine Schurre und ein Förderband, nicht vollständig aufgenommen werden.
Bei bekannten Vorrichtungen zum Entladen von Schiffen, mit an einer umlaufenden Ketteneinrichtung befestigten Eimern,
wie sie z.B. in der DL-PS 6 656, in der DT-PS 2 109 213 oder in der DT-OS 2 334 976 beschrieben sind, ist dieses Problem
nicht oder nur aufwendig gelöst. Es kann das Danebenfallen von Schüttgut nicht verhindert werden und es ist eine statisch
ungünstige Schräglage der Ketteneinrichtung und/oder eine komplizierte Führung der Ketteneinrichtung im oberen Bereich
mit groß dimensionierten Auffang= bzw. Fördereinrichtungen
notwendig, die das streuende Schüttgut auffangen und weiterleiten.
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Ein weiterer Nachteil bekannter Vorrichtungen mit an umlaufenden
Ketteneinrichtungen befestigten Eimern ist die diskontinuierliche Angabe des Schüttgutes aus den nacheinander kippenden Eimern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Vorrichtung zu schaffen, die diese Nachteile vermeidet und ein
besser kontrolliertes Entleeren der an einer oberen Umlenkrolle kippenden Eimer ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß die Austragschurren an der
oberen Umlenkrolle in Abständen entsprechend dem Abstand der Eimer verschwenkbar angelenkt sind.
Jede Austragschurre ist hierbei vorzugsweise zwischen einer Leerlaufstellung etwa tangential zur Umlenkrolle und einer
Arbeitsstellung etwa parallel zum nachlaufenden Glied der Förder- bzw. Ketteneinrichtung in Anlage an den jeweils ankommenden Eimer verschwenkbar.
Die Schwenkachse der Austragschurren ist vorteilhaft im Bereich von deren rückwärtiger Unterkante angeordnet. Diese
schwenkbare Lagerung der Austragschurren an der oberen Umlenkrolle ermöglicht ein stoßfreies und lückenloses "Einschlüpf en" der Austragschurren zwischen die einzelnen Eimer,
welche an der Ketteneinrichtung um die obere Umlenkrolle laufen. Es ist sogar erwünschtenfalls möglich, die Austragschurren mit einer Länge auszubilden, die nur wenig kleiner
ist als der Eimerabstand, ohne daß die Austragschurren beim Schwenken behindert werden.
Vorteilhaft sind die Austragschurren durch eine Rückholeinrichtung, z.B. eine Feder, in Richtung der Leerlaufstellung
gespannt und mittels eines Steuerhebels durch den jeweils ankommenden Eimer entgegen der Kraft der Rückholeinrichtung in
die Arbeitsstellung schwenkbar.
Zweckmäßig ist an der oberen Umlenkrolle und/oder an der Austragschurre ein stoßdämpfendes Element angeordnet.
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Statt der z.B. als Feder ausgebildeten Rückholeinrichtung kann für das Verschwenken der Austragschurre eine daran angelenkte Hub-Zug-Einrichtung, z.B. eine Kolben-Zylinder-Einrichtung
vorgesehen sein.
Der über die erfindungsgemäß angeordneten Austragschurren erfolgende
Entleervorgang kann im weiteren dadurch vergleichmäßigt werden, daß die Eimer durch mindestens eine Zwischenwand
unterteilt sind, die zur Förder- bzw. Kettenrichtung geneigt ist, so daß der jeweils die obere Umlenkrolle passierende
Eimer zuerst über die Austragschurre und dann über die Zwischenwand und die Austragschurre entleerbar ist.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die eine Vorrichtung zum Aufnehmen und Fördern von Schüttgut zeigt,
wie sie zum Entladen von Schiffen gebaut wird.
Darin stellt dar:
Fig.l den oberen Teil einer solchen Vorrichtung in Seitenansicht,
Fig.2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig.l,
Fig.3 ein Detail der Vorrichtung in einer Ansicht entsprechend
Fig.l,
Fig.4 ein Detail der Vorrichtung analog wie in Fig.3,
jedoch in einer nächsten Phase des Entleervorganges ,
Fig.5 eine Ansicht des Details nach Fig.3 in Richtung
des Pfeiles A,
Fig.6 bis 9 die Funktion des Details nach Fig.3-5 in verschiedenen
Phasen in Ansichten analog wie in den Fig. 1,3 und 4.
Fig.l zeigt eine Übersicht über den oberen Teil einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Aufnehmen und Fördern von Schüttgut mit den für den Entleervorgang wichtigen Merkmalen. Der untere, in der
Zeichnung nicht dargestellte Abschnitt der Vorrichtung ist für die Erfindung nicht wesentlich und kann in üblicher Weise mit ein oder
mehreren Umlenkrollen ausgestattet sein«
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist als Gesamtheit mit 1 bezeichnet
und hängt beim dargestellten Ausführungsbeispiel an
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einem Träger 2, welcher an einem Ausleger einer nicht dargestellten
Schiffsentladeanlage heb- und senkbar, quer- und längsverfahrbar sowie dreh- und schwenkbar angeordnet ist.
Die gesamte Vorrichtung kann an beliebiger Stelle und in beliebiger Schräg- und Drehlage in den Laderaum eines Schiffes
abgesenkt werden. Der in der Zeichnung nicht dargestellte untere Abschnitt der Vorrichtung 1 fährt in das Schüttgut
ein und an einer Ketteneinrichtung 3 befestigte Eimer 4 nehmen das Schüttgut auf und fördern es bis in den in Fig. 1
gezeigten oberen Bereich.
Die Ketteneinrichtung 3 besteht aus zwei einzelnen endlosen Ketten, welche beiderseits der Eimer 4 angeordnet sind. An
jedem zweiten Kettenglied ist ein Eimer 4 befestigt. Eine obere Umlenkrolle ist als ganze mit 5 bezeichnet. Sie weist
für jede der beiden Ketten ein Kettenrad 6 auf, das etwa die Form eines Sechseckes hat.
An der Umlenkrolle 5 sind entsprechend dem Abstand der Eimer drei Austragschurren 7 angelenkt, wie insbesondere aus den
weiter unten erläuterten Fig. 3 und 5 näher ersichtlich ist. In der in Fig. 1 gezeigten Drehlage der Umlenkrolle 5 befinden
sich die Austragschurren 7 alle in einer lage etwa parallel zur Förder- bzw. Kettenrichtung, d.h. parallel zur Lage des
einzelnen Kettengliedes, an welchem der mit der jeweiligen Schurre 7 zusammenwirkende Eimer 4 jeweils befestigt ist.
Diese Lage ist die Arbeitsstellung 71 der Austragschurren 7
(vgl. Fig.9).
Mit 8 ist in Fig. 1 eine mit dem Träger 2 feste Schurre 8 bezeichnet.
In diese Schurre 8 fällt das aus den kippenden Eimern 4 beim Passieren der Umlenkrolle 5 auslaufende Schüttgut und
unterhalb der Schurre 8 ist eine weitere, nicht dargestellte Fördereinrichtung angeordnet, die das Schüttgut über ein ebenso
nicht gezeigtes Fördersystem zur gewünschten Lagerstelle befördert.
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Mit 9 ist ein Motor und mit 10 ein Getriebe bezeichnet, welches die obere Umlenkrolle 5 und damit die gesamte Ketteneinrichtung
3 mit den Eimern 4 antreibt.
Dieser Antrieb ist aus Pig. 2 näher ersichtlich. Vom Getriebe 10 sind die Wellen 11, 12, 13 angedeutet, wobei auf der Abtriebswelle
13 des Getriebes ein Ritzel 14 sitzt, welches mit einem Großrad 15 kämmt. Das Großrad 15 sitzt fest auf der
Welle 16 der oberen Umlenkrolle 5 und treibt diese an.
Aus den Fig. 3 und 5 ist die gelenkige Befestigung der Austragschurren
7 an der Umlenkrolle 5 und der Schwenkmechanismus für die Schurren 7 näher ersichtlich. Die Schurren 7 sind
an einem Arm 17 der Umlenkrolle 5 angelenkt, wobei sich die Schwenkachse 18 im Bereich der rückwärtigen Unterkante 19 der
Schurren 7 befindet. An jeder Austragschurre 7 greift bei 20 eine Feder 21 an, deren anderes Ende 22 an der Umlenkrolle 5
befestigt ist. Die Feder 21 spannt die Schurre 7 in Richtung
einer Leerlaufstellung, in der sich jedoch in Fig. 3 keine der
drei Austragschurren 7 befindet.
Mit jeder Austragschurre 7 ist ein Steuerhebel 23 fest, welcher an seinem Ende eine Steuerrolle 24 trägt. Die Steuerrolle
24 liegt in der Arbeitsstellung des Eimers 4 an diesem an, wie dies in Fig. 3 beim obersten Eimer deutlich zu sehen
ist. (Bei den übrigen in Fig. 3 sichtbaren Eimern 4 ist dieser
Mechanismus der besseren Übersicht halber weggelassen.)
Wie die Funktionsdarstellung der Fig. 6 bis 9 veranschaulicht (der Pfeil in Fig. 6 zeigt die Drehrichtung), läuft die in der
Leerlaufstellung 711 (Fig. 6) befindliche Schurre 7 zwischen
die beiden Eimer 4 an der Einlaufseite der Umlenkrolle 5 ein und verbleibt dabei solange in der Leerlaufstellung 711, bis
die Steuerrolle 24 in Anlage an den unten ankommenden Eimer 4 gelangt (Fig. 7). Dann schwenkt die Schurre 7 unter dem Druck
der Steuerrolle 24 fortschreitend (Fig. 8) in Richtung der Arbeitsstellung nach innen, welche Arbeitsstellung 7' in der
· 9 gezeigten Lage erreicht wird.
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Wenn der Eimer 4, der e"ben die Umlenkrolle 5 umlaufen hat,
diese verläßt und die Steuerrolle 24 von diesem Eimer freigegeben wird, zieht die Feder 21 die Austragschurre 7
wiederum in die Leerlaufstellung. Damit dabei ein stoßartiges
Aufschlagen verhindert wird, befinden sich an der oberen Umlenkrolle 5 stoßdämpfende Elemente 25.
Insbesondere aus Fig. 4 ist schließlich ersichtlich, daß jeder Eimer 4 durch eine Zwischenwand 26 unterteilt ist,
deren Kontur gekrümmt und zwar etwa parallel zur äußeren Eimerwand verläuft. Der in Fig. 4 rechts gezeigte Eimer 4 befindet
sich in einer Stellung, in welcher sein zwischen der Zwischenwand 26 und seiner äußeren Wand befindlicher Raum
sich gerade über die Wand 26 zu entleeren beginnt, nachdem sich der zwischen der Zwischenwand 26 und der inneren Eimerwand
befindliche Raum bereits vorher über die Schurre 7 entleert hat. Man sieht die durch die Zwischenwand 26 bewirkte
Vergleichmäßigung des Entleervorganges.
Statt der Zugfeder 21 kann selbstverständlich eine andere Rückholeinrichtung, z.B. eine mit dauernder Gewichtsbeaufschlagung
oder eine mit einem Torsionstab eingesetzt werden.
Wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung auch vorzugsweise als
Vorrichtung zum Aufnehmen und Fördern von Schüttgut aus einem Schiffsladeraum eingesetzt wird, so ist aber abenso die Verwendung
als reiner Vertikal- oder Schrägförderer für die verschiedensten Zwecke möglich.
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Claims (7)
- PatentansprücheVorrichtung zum Fördern von Schüttgut, insbesondere zum Entladen von Schiffen, mit einer endlosen Reibe von Eimern, die an im Abstand befindlichen Gliedern einer umlaufend bewegbaren Ketteneinrichtung befestigt sind, welche fiber Umlenkrollen geführt ist, wobei die Eimer beim Passieren einer oberen Umlenkrolle über Austragschurren entleerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragschurren (7) an der oberen Umlenkrolle (5) in Abständen entsprechend dem Abstand der Eimer (4) schwenkbar angelenkt sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,, dadurch gekennzeichnet , daß jede Austragschurre (7) zwischen einer Leerlaufstellung (711) etwa tangential zur UnIenV-rolle (5) und einer Arbeitsstellung (71) etwa parallel zum nachlaufenden Glied der Förder- bzw. Ketteneinrichtung (3) in Anlage an den jeweils ankommenden Eimer (4) verschwenkbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder ?,, dadurch gekennzeichnet , daß die Schwenkachse (18) der Austragschurren (7) im Bereich von deren rückwärtiger Unterkante (19) angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 ,dadurch gekennzeichnet , daß die Austragschurren (7) durch eine Rückholeinrichtung, z.B. eine Feder (21), in Richtung der Leerlaufstellung (71·) gespannt sind und mittels eines Steuerhebels (23) durch den jeweils ankommenden Eimer (4) entgegen der Kraft der Rückholeinrichtung in die Arbeitsstellung (71) schwenkbar sind.809885/0632
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß an der oberen Umlenkrolle (5) und/ oder an der Austragschurre (7) ein stoßdämpfendes Element (25 angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , daß jede Austragschurre (7) mittels einer daran angelenkten Hub-Zug-Einrichtung, z.B. einer Kolben-Zylinder-Einrichtung, schwenkbar ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Eimer (4) durch mindestens eine Zwischenwand (26) unterteilt sind, die zur Förder- bzw. Kettenrichtung geneigt ist, so daß der jeweils die obere Umlenkrolle (5) passierende Eimer (4) zuerst über die Austragschurre (7) und dann über die Zwischenwand (26) und die iustragschurre (7) entleerbar ist.809885/0632
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