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DE2810087A1 - Verfahren und vorrichtung zum maschinellen melken - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum maschinellen melken

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Publication number
DE2810087A1
DE2810087A1 DE19782810087 DE2810087A DE2810087A1 DE 2810087 A1 DE2810087 A1 DE 2810087A1 DE 19782810087 DE19782810087 DE 19782810087 DE 2810087 A DE2810087 A DE 2810087A DE 2810087 A1 DE2810087 A1 DE 2810087A1
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DE
Germany
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piston
milk
teat
membrane
spring
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DE19782810087
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DE2810087C2 (de
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Fritz Happel
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Individual
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Publication date
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen Melken
  • mittels Melkbechern, deren die Zitze aufnehmender, durch einen elastischen Zitzengummi begrenzter Innenraum an eine Unterdruckquelle angeschlossen werden kann, wobei der Zitzengummi periodisch mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagt wird, um während des Saugtaktes ein öffnen und während des Entlastungstaktes ein Kollabieren des Zitzengummis zu bewirken. Ferner ist die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gerichtet.
  • Es sind Melkverfahren bekannt, bei denen der Zitzengummiinnenraum ständig an Unterdruck angeschlossen und der Melkbecherzwischenraum periodisch mit Unterdruck und Atmosphärendruck beaufschlagt wird, so daß der Zitzengummi im Saugtakt, d.h. während derjenigen Zeitspanne, in der sowohl der Melkbecherinnenraum als auch der Melkbecherzwischenraum an Unterdruck liegen, im wesentlichen seine gestreckte, zylindrische Gestalt annimmt, während er im sogenannten Entlastuntstakt kollabiert, d.h. aufgrund der dann unterhalb der Zitze vorliegenden Druckdifferenz zwischen dem an Unterdruck liegenden Melkbecherinnenraum und dem auf Atmosphärendruck liegenden Melkbecherzwischenraum zusammengedrückt wird.
  • Da bei diesen bekannten Verfahren Zitzengummis mit relativ großer Wandstärke verwendet werden, kann durch das erwähnte Zusammendrücken des Zitzengummis unterhalb der Zitze auch eine die Zitze massierende, bzw. zusammendrückende Kraft auf die Zitzenspitze übertragen werden.
  • Ungünstig bei diesen bekannten Verfahren ist vor allem, daß der zylindrische Zitzengummi aufgrund des durch die Druckdifferenz bewirkten Zusammendrückens keinen Abschluß der Zitze von der Unterdruckquelle gewährleisten kann und auch die über den Zitzengummi übertragbaren Massagekräfte beschränkt sind. Diese Nachteile haben unter anderem zur Folge, daß eine echte Entlastung der Zitze während des Entlastungstaktes nicht möglich ist, da aufgrund des an der Zitzenspitze ständig anliegenden Vakuums und der ungenügenden Massage bzw. Zitzenabstützung, der Blutkreislauf in der Zitze zumindest beeinträchtigt wird. Ferner entsteht während des sich ständig abwechselnden Öffnens und Kollabierens des Zitzengummis im Zitzengummiinnenraum sowie in der sich anschließenden Milchabflußleitung eine gewisse Pumpwirkung, die zur Folge hat, daß die Milch nicht kontinuierlich abfließen kann, sondern immer wieder nach oben in Richtung der Zitze gepumpt und auch gegen die Zitzenspitze gespült wird. Dies wirkt sich vor allem bei starkkem Milchfluß negativ aus.
  • Es ist auch bereits bekannt, den Zitzenaufnahmeraum während des Entlastungstaktes vollständig von der Unterdruckquelle abzuschließen, und zwar mittels eines in einem Steuer stück angeordneten Verschlußorgans. Bei diesem bekannten Verfahren,bei dem der Melkbecherzwischenraum während des Massagetakes bevorzugt mit überdruck beaufsich schlagt wird, ergibt / eine Reihe von Vorteilen, und zwar insbesondere eine wesentlich bessere Annäherung des Melkvorgangs an das natürliche Kalbsaugen mit der Folge einer Schonung der Zitzen unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Blutkreislaufes in der Zitze und Verbesserung des mengenmäßigen Melkergebnisses. Auch bei diesem Verfahren können insbesondere bei starkem Milchfluß noch unerwünschte Rückspüleffekte auftreten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine maschinelles Melkverfahren zu schaffen, das einerseits während des Entlastungstaktes eine praktisch vollständige Entlastung der Zitze durch Abschluß von der Unterdruckquelle erbringt und andererseits einen störungsfreien Milchabfluß unter weitestgehender Ausschaltung von Rückspüleffekten gewährleistet.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß eine in der milchführenden Verbindung zwischen Melkbecherinnenraum und Unterdruckquelle vorgesehene Vorrichtung zur Veränderung des freien Strömungsquerschnitts während des Entlastungstaktes in Abhängigkeit von der Stärke des Milchflusses gesteuert wird.
  • Durch diese Maßnahme der milchflußabhängigen Steuerung des Abschlusses zur Unterdruckquelle, die so gewählt werden kann, daß ein flüssigkeitsfreier Strömungsquerschnitt während des Entlastungstaktes im Steuerungsbereich vermieden wird, ist es möglich, bei freiem Milchabfluß eine Entlastung des Zitzengummiinnenraums auf Atmosphäre bzw. auf einen vorgebbaren Wert zu erreichen, ohne die genannten Rückspüleffekte zu verursachen. Dadurch wird auch die Haftung der Melkbecher an den Zitzen stark unterstützt und jeglicher Abfalltendenz entgegengewirkt.
  • Vorzugsweise wird der freie Strömungsquerschnitt zumindest im wesentlichen zwischen dem Wert Null und einem vorgebbaren,auch im Entlastuntstakt einen im wesentlichen freien Milchabfluß ermöglichenden Wert variiert, wobei dieser Variationsbereich zweckmäßigerweise einstellbar ist.
  • Ferner bietet sich die vorteilhafte Möglichkeit, die Höhe des Vakuums im Saugtakt in der Phase des erhöhten Milchflusses automatisch zu reduzieren, so daß je nach Veranlagung des Tieres ein individuelles Melken erreicht werden kann, da sich im Trockenlauf bzw. bei geringem Milchfluß ein stärkeres Vakuum und damit eine größere Saugkraft einstellt als bei starkem Milchfluß.
  • Eine besonders vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens unter Verwendung eines ein Abschlußorgan aufweisenden Steuerstücks, dessen Milchsammelraum einerseits mit den Zitzengummiinnenräumen der angeschlossenen Melkbecher und andererseits über eine Verbindungsleitung mit der Unterdruckquelle verbunden ist, zeichnet sich dadurch aus, daß das der Verbindungsleitung zugeordnete Abschlußorgan entgegen seiner Schließrichtung vorgespannt ist, daß der Milchsammelraum vorzugsweise eine vorgebbare Undichtheit zur Atmosphäre aufweist, und daß die Vorspannkraft für das Abschlußorgan derart gewählt ist, daß eine milchflußbedingte Verringerung des freien Querschnitts der Verbindungsleitung eine Kräfteverschiebung zugunsten der Vorspannkraft bewirkt.
  • Mittels dieser Vorrichtung ist eine konstruktiv und damit auch wirtschaftlich besonders einfache Realisierung des Verfahrens nach der Erfindung möglich, da ausgehend von einem bekannten Steuerstück mit einem Minimum an Umrüstaufwand praktisch alle durch die Erfindung erbrachten Vorteile realisiert werden können.
  • Vorzugsweise ist das Abschlußorgan als Kolben ausgebildet, der koaxial zu der vom Milchsammelraum bodenseitig abgeführten Verbindungsleitung bewegbar ist, u dieser Kolben ist entgegen einer Vorspannfeder an einer elastischen Membran gehaltert, die einen dichten Abschluß zum Milchsammelraum bildet. Zweckmäßigerweise ist der Kolben dabei in einer den Milchsammelraum begrenzenden Trennwand mit Spiel geführt, und die Vorspannfeder ist in dem belüfteten Raum zwischen Membran und Trennwand angeordnet.
  • Die dem über die Verbindungsleitung wirksam werdenden Vakuum ausgesetzte Kolbenfläche sowie die Kraft der Vorspannfeder werden so gewählt, daß bei einem Absinken des Vakuums im Milchsammelraum aufgrund eines erhöhten, den freien Strömungsquerschnitt in der Verbindungsleitung verringernden Milchflusses und aufgrund der vorhandenen Undichtheit des Milchsammelraums zur Atmosphäre ein Verschieben des Kräftegleichgewichts zugunsten der Vorspannfeder auftritt, wodurch der Kolben seine Schließstellung nicht mehr erreichen kann oder sogar entgegen seiner Schließrichtung bewegt wird, so daß sich auch im Entlastungstakt stets eine einwandfreie Abflußmöglichkeit für die Milch unter gleichzeitiger Entlastung der Zitzen vom Vakuum ergibt.
  • Zum Zwecke einer gezielten und gegebenenfalls verstärkten Einleitung von Atmosphäre in den Milchsammelraum während des Entlastungstaktes kann zweckmäßigerweise in der Kolbenwandung zumindest auf einem Teil des in der Trennwand geführten Bereichs wenigstens eine Nut vorgesehen sein, die ab einer bestimmten Stellung des Kolbens durch Einsteuerung von Atmosphäre in den Milchsammelraum dazu beiträgt, daß die Vorspannfeder stärker wirksam wird.
  • Die Kraft der Vorspannfeder kann insbesondere durch eine entgegenwirkende, einstellbare Feder in einem bestimmten Bereich variiert werden, wodurch es möglich ist, die Höhe der Entlastung im Milchsammelraum bzw. im Zitzengummiinnenraum während des Entlastungstaktes in einem bestimmten Bereich einzustellen bzw. nachzustellen.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Kolben an einem Halteelement der Membran mit Spiel aufgehängt, wobei diese mechanische Verbindung zwischen Halteelement und Kolben als spielbehaftete T-Nutverbindung realisiert sein kann. Diese spezielle Halterung des Kolbens an der Membran ist deshalb vorteilhaft, weil sich dadurch der Kolben in seiner Führung in der Trennwand einstellen kann und demgemäß die Anforderungen an die Fertigungs- und Montagegenauigkeit nicht sehr hoch sein müssen und dennoch eine einwandfreie Funktion gewährleistet ist.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Milchsammelraum unmittelbar durch die Membran begrenzt, wobei der Kolben bevorzugt unmittelbar an die Membran angeformt, bzw. einteilig mit dieser ausgebildet ist. Wie bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist auch bei dieser Variante eine Federvorspannung entgegen der Kolbenschließrichtung vorgesehen. Um bei dieser Ausführungsvariante im Entlastungstakt ein Einsteuern von Atmosphäre in den Milchsammelraum zu gewährleisten, ist ein vorzugsweise durch die Membranbewegung betätigtes Steuerelement vorgesehen, das mit Beginn der Schließbewegung des Kolbens eine aus dem Milchsammelraum zur Atmosphäre führende Bohrung freigibt.
  • Diese Ausführungsform zeichnet sich durch besondere Einfachheit aus.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung zeigt: Fig. 1 eine schematische Längsschnittdarstellung eines Steuerstücks mit einem gemäß der Erfindung ausgebildeten, milchflußabhängig arbeitenden Abschluß, und Fig. 2 eine Teilschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
  • Nach Figur 1 besteht das allgemein mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnete Sammelstück aus einem Milchsammelgehäuse 9 mit mehreren Anschlüssen 8 zur Verbindung mit den Innenraum von Zweiraum-Melkbechern und einer ständig an Vakuum liegenden Absaug-oder Verbindungsleitung 13. Auf das abnehmbar ausgebildete Milchsammelgehäuse 9 ist eine pneumatisch betätigte Steuervorrichtung aufgesetzt, wobei zur Betätigung dieser Steuervorrichtung ein handelsüblicher Pulsator verwendet werden kann.
  • Diese Steuervorrichtung weist zwischen zwei schalenförmig ausgebildeten Gehäuseteilen 3, 4 eine an ihrem Außenumfang eingeklemmte Membran 10 auf, durch die der durch die beiden Gehäuseteile 3, 4 festgelegte Raum in einen unteren Raum 17 und in einen oberen Raum 19 unterteilt wird. In der Mitte der beispielsweise aus Gummi, einem mit Gewebe verstärkten Gummi oder Kunststoff bestehenden Membran 10 ist ein sich nach unten durch den Raum 17 erstreckender und in den Milchsammelraum 11 eingreifender Kolben 12 befestigt. Dieser vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Kolben 12 ist in einer den Milchsammelraum gegenüber dem unterhalb der Membran 10 gelegenen Raum 17 abschließenden Trennwand 28 mit Spiel 27 geführt. An dem Kolben 12 ist ferner eine Steuernut 14 vorgesehen, mittels der in der Schließstellung des Kolbens 12 der Milchsammelraum 11 mit Atmosphäre verbunden werden kann, da der unterhalb der Membran 10 gelegene Raum 17 eine zur Atmosphäre führende Öffnung 16 aufweist.
  • In den oberhalb der Membran 10 gelegenen Raum 19 ist über einen Anschlußstutzen 18 im Betrieb abwechselnd Atmosphärendruck und Vakuum einsteuerbar.
  • Auf das Gehäuseteil 4 ist unter Zwischenlage einer Dichtung 6 ein kappenförmiges Kopfteil 2 aufgesetzt, das zur Aufnahme einer in einer Führung 26 verschiebbar angeordneten und durch die Membran 10 betätigbaren Steuerhülse 15 dient und einerseits Anschlüsse 21 für die Verbindungsleitungen zu den Außenräumen von Zweiraum-Melkbechern und andererseits einen Anschluß 31 aufweist, der zur Verbindung mit einer Druckquelle bestimmt ist.
  • Zur Lagefixierung der Steuerhülsenführung 26 ist eine Halterung 35 vorgesehen, welche auf dem Gehäuseteil 4 aufsitzt, zwischen der Steuerhülsenführung 26 und dem Kopfteil 2 einen Ringraum 36 festlegt und außerdem am membranseitigen Ende der Steuerhülse die Aufgabe der Führungshülse übernimmt.
  • Im oberen Teil des Kopfteils 2 ist eine Ausnehmung zur Aufnahme einer Feder 20 vorgesehen. Diese Ausnehmung ist axial ausgerichtet mit einer entsprechenden Ausnehmung 33 im oberen Teil der Steuerhülse 15, in die diese Feder 20 eingreift. Mittels einer Stellschraube 25 kann die Feder 20 in gewünschter Weise gegen die Steuerhülse 15 und damit gegen die Membran 10 vorgespannt werden.
  • In der Steuerhülsenführung 26 ist eine von der Steuerhülse 15 im Verlauf ihrer Bewegung überfahrende Querbohrung 22 vorgesehen, welche in den Ringraum 36 mündet. Dieser Ringraum 36 steht über Verbindungsleitungen 21 mit den Melkbecheraußenräumen in Verbindung. Die Steuerhülsenführung 26 legt ferner mit der Halterung 35 einen ringförmigen Raum 7 fest, der über eine mit einem Rückschlagventil 24 versehene Öffnung 23 mit dem Ringraum 36 in Verbindung steht und in der dem Saugtakt entsprechenden Stellung der Steuerhülse 15 über eine in der Steuerhülse vorgesehene Steueröffnung 13 und eine axiale Steuerhülsenbohrung 5 mit dem über der Membran 10 gelegenen Raum 19 verbunden ist. Am membranseitigen Ende der Steuerhülse sind Queröffnungen 29 vorgesehen, um sicherzustellen, daß die Steuerhülsenbohrung 5 auch bei anliegender Membran nicht verschlossen ist.
  • Im Rahmen der Erfindung ist im Zusammenhang mit dem beschriebenen Steuerstück die Ausgestaltung der unterhalb der Membran 10 gelegenen Teile von besonderer Bedeutung. Der Kolben 12, der mit seinem freien Ende in einer Endstellung die Verbindungsleitung 13 verschließen kann, ist als Stufenkolben ausgebildet, so daß neben der freien Stirnfläche des Zentralteils auch die Ringfläche 34 als Arbeitsfläche wirksam ist. Dieser in der Trennwand 28 mit Spiel geführte Kolben 12 ist entgegen seiner Schließrichtung mittels einer Feder 30 vorgespannt, die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel einerseits an der Trennwand 28 und andererseits an einem membranseitigen Ringansatz des Kolbens 12 abgestützt ist. Zusätzlich zu der bereits erwähnten Steuernut 14 besitzt der Kolben noch eine in einem vorgebbaren Abstand von der Ringfläche 34 endende Nut 37, mittels der bei einer vorgegebenen Auslenkung des Kolbens in Richtung der Verbindungsleitung 13 ein vergrößerter Zuströmquerschnitt für die Atmosphäre zum Milchsammelraum 11 geschaffen werden kann.
  • Die Funktionsweise dieses unter Federvorspannung stehenden, speziell ausgebildeten Steuerkolbens 12 wird noch im einzelnen erläutert.
  • Vorerst soll jedoch kurz die Funktionsweise des Steuerstücks allgemein beschrieben werden, um das Verständnis des Gesamtsystems zu erleichtern.
  • Es wurde bereits erwähnt, daß an den Anschlußstutzen 18 mittels einer nicht dargestellten Einrichtung, z.B. mittels eines Pulsators, abwechselnd Atmosphärendruck und Vakuum angelegt wird, und daß die Anschlußleitung 31 ständig mit einer Druckquelle verbunden ist, welche die für den Entlastungstakt benötigte Druckluft liefert.
  • Herrscht im Raum 19 Vakuum, so wird die Membran 10 aufgrund des im Raum 17 herrschenden Atmosphärendrucks nach oben durchgebogen, so daß der Kolben 12 die Verbindungsleitung 13 freigibt und die Steuerhülse 15 axial nach oben verschoben wird, so daß eine Verbindung des Außenraums der Zweiraum-Melkbecher mit dem an Vakuum bzw. Unterdruck liegenden Raum 19 über die Verbindungsleitungen 21, die Öffnungen 23, das Rückschlagventil 24, die Steuerhülsenöffnung 30 und die Steuerhülsenbohrung 5 sowie die Öffnungen 29 hergestellt wird. Die Öffnung 22 in der Steuerhülsenführung 26 ist dabei durch die Steuerhülse 15 verschlossen, so daß eine Druckluftzuführung zum Melkbecheraußenraum nicht möglich ist.
  • Wird in den Raum 19 Atmospärendruck eingesteuert, so ist sowohl im Raum 19 als auch im Raum 17 Atmosphärendruck vorhanden, wodurch aufgrund des im Milchsammelraum 11 herrschenden Unterdrucks entgegen der Kraft der Feder 30 und unterstützt durch die Feder 20 die Membran 10 nach unten in Richtung der Verbindungsleitung 13 bewegt wird. Im Verlauf der Auslenkung der Membran 10 nach unten, d.h. während des letzten Teils dieser Bewegung überfährt die von dem Ende der Steuerhülse 15 gebildete Steuerkante die Querbohrung 22 in der Steuerhülsenführung 26, so daß ein von der Druckzuführleitung 31 zu den Melkbecher-Außenräumen führender Strömungsweg freigegeben wird, der über die gegebenenfalls als Drossel ausgebildete Öffnung 22, den Ringraum 36 und die Verbindungsleitung 21 führt. Die beiden vorstehend geschilderten Vorgänge laufen bei abwechselndem Anlegen von Atmosphärendruck und Vakuum an den Raum 19 ständig nacheinander ab.
  • Im folgenden wird das Zusammenwirken des mit Spiel in der Trennwand geführten Kolbens 12 mit der Vorspannfeder 30 erläutert.
  • Die Vorspannfeder 30 wirkt der Abwärtsbewegung der Membran 10 und damit des Kolbens 12 entgegen. Das über die Verbindungsleitung 13 geschaffene Vakuum erzeugt über die Stirnfläche des Kolbens 12 und über dessen Ringfläche 34 eine nach unten gerichtete Kraft, und zwar in Abhängigkeit von der jeweiligen Höhe des Vakuums gegenüber dem Atmosphärendruck. Erfolgt nun eine Beschickung des Raums 19 mit Atmosphäre oder überdruck, so bildet sich eine nach unten gerichtete Schließkraft des Kolbens 12 aus, die sich zusammensetzt aus dem Differenzdruck, der auf die Druckangriffsflächen des Kolbens wirkt, sowie der Kraft der Druckfeder 20, die über die Steuerhülse 15 auf die Membran 10 drückt.
  • Mittels der der Feder 20 zugeordneten Stellschraube 25 kann der Druck dieser Feder 20 in einem begrenzten Bereich verändert werden.
  • über das Spiel 27 zwischen Kolben 12 und Trennwand 28 erfolgt stets ein gewisser Eintritt von Atmosphäre in den Milchsammelraum 11.
  • Diese erwünschte Undichtheit wird noch gezielt durch die zusätzliche Nut 37 erhöht, die nach einer gewissen Bewegung des Kolbens 12 nach unten wirksam wird, und zwar vor dem Wirksamwerden der ausgeprägteren Steuernut 14.
  • Fließt über die Verbindungsleitung 13 keine oder nur sehr wenig Flüssigkeit ab,so wirken sich diese Undichtheiten praktisch nicht aus, da sie bezogen auf den großen Absaugquerschnitt vernachlässigbar sind und keinen merkbaren Vakuumabfall bezüglich der eingestellten Höhe der Hauptleistung erbringen.
  • Bei stärkerem Flüssigkeitsdurchfluß wird jedoch der Querschnitt der Leitung 13 so verändert, daß sich ein Absinken der Vakuumhöhe im Sammelraum 11 ergibt. Die üblicherweise verwendeten Verbindungsleitungen besitzen einen Durchmesser von etwa 13 mm, und bei einem solchen Durchmesser tritt der beschriebene Effekt bereits oder kleinerem ausgeprägt auf. Würde eine Verbindungsleitung mit größerem/Durchmesser verwendet, so wären die Undichtigkeiten entsprechend zu wählen.
  • Durch die milchflußbedingte Verringerung des Vakuums wirkt auf die Angriffsflächen des Kolbens 12 eine geringere Kraft, was zur Folge hat, daß sich das Kräfteverhältnis zugunsten der Vorspannfeder 30 verschiebt, die dadurch in Abhängigkeit vom Durchfluß die Abwärtsbewegung des Kolbens reguliert.
  • Diese Vorspannfeder 30 ist vorzugsweise so dimensioniert, daß die von ihr erzeugte Hubkraft größer ist als die vom Vakuum an der freien, der Verbindungsleitung 13 zugeordneten Stirnfläche des Kolbens 12 erzeugte Zugkraft, so daß ein Abheben des Kolbens vom Schließsitz nach Beendigung des Melkvorgangs sichergestellt ist.
  • Damit werden spezielle Löse- oder Hebeleinrichtungen überflüssig.
  • Bei der Ausführungsform nach Figur 2 ist der Kolben 12 einstückig mit der Membran 10 ausgebildet und ebenfalls entgegen seiner Schließbewegung durch eine Feder 30 vorgespannt. Da in diesem Falle eine spezielle Führung des Kolbens 12 in einer Trennwand entfällt, muß dafür Vorsorge getragen werden, daß während des Entlastungstaktes in den Milchsammelraum 11 Atmosphäre eingesteuert wird. Dies erfolgt zweckmäßigerweise in Abhängigkeit von der Membranbewegung, wie dies beispielsweise und schematisch durch einen Steuerhebel 38 dargestellt ist, der mit einer Öffnung 16 zusammenwirkt, die im Saugtakt geschlossen und im Massagetakt gezielt geöffnet wird.
  • Bei dieser Ausführungsform ist die Veränderung der Schließkräfte um so größer, je größer die Fläche der Membran ist, die dem sich ändernden Differenzdruck ausgesetzt ist.
  • Prinzipiell ist es möglich, die über die Öffnung 16 erreichte Undichtheit zur Atmosphäre ständig vorzugeben, aber vorzugsweise erfolgt eine Steuerung dieser Undichtheit in der beschriebenen Weise in Abhängigkeit von der Abwärtsbewegung der Membrane 10.
  • Wichtig ist bei allen Ausführungsformen, daß sich aufgrund des Zusammenwirkens von einander entgegengerichteten Kräften eine milchflußabhängige Steuerung des Abschlusses ergibt, die dadurch erreicht wird, daß zumindest eine der wirksam werdenden Kräfte von der Milchflußstärke abhängig ist, wobei die Relationen stets so gewählt werden können, daß sich insgesamt ein optimales Verhalten ergibt, das insbesondere während des Entlastungstaktes eine weitestgehende Annäherung an die Verhältnisse beim natürlichen Kalbsaugen erbringt und dabei einen sicheren Halt der Melkbecher an den Zitzen gewährleistet.

Claims (17)

  1. Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen Melken Patentansprüche Verfahren zum maschinellen Melken mittels Melkbechern, deren die Zitze aufnehmender, durch einen elastischen Zitzengummi begrenzter Innenraum an eine Unterdruckquelle angeschlossen werden kann, wobei der Zitzengummi periodisch mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagt wird, um während des Saugtaktes ein öffnen und während des Entlastungstaktes ein Kollabieren des Zitzengummis zu bewirken, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß eine in der milchführenden Verbindung zwischen Melkbecherinnenraum und Unterdruckquelle vorgesehene Vorrichtung zur Veränderung des freien Strömungsquerschnitts während des Entlastungstaktes in Abhängigkeit von der Stärke des Milchflusses gesteuert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der freie Strömungsquerschnitt zwischen zumindest im wesentlichen dem Wert Null und einem vorgebbaren, auch im Entlastuntstakt einen im wesentlichen freien Milchabfluß ermöglichenden Wert variiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Variationsbereich einstellbar ist.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche unter Verwendung eines ein Abschlußorgan aufweisenden Steuerstücks, dessen Milchsammelraum einerseits mit den Zitzengummiinnenräumen der angeschlossenen Melkbecher und andererseits über eine Verbindungsleitung mit einer Unterdruckquelle verbunden ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das der Verbindungsleitung (13) zugeordnete Abschlußorgan (12) entgegen seiner Schließrichtung vorgespannt ist, daß der Milchsammelraum (11) vorzugsweise eine vorgebbare Undichtheit (27, 37) zur Atmosphäre aufweist, und daß die Vorspannkraft für das Abschlußorgan (12) derart gewählt ist, daß eine milchflußbedingte Verringerung des freien Querschnitts der Verbindungsleitung (13) eine Kräfteverschiebung zugunsten der Vorspannkraft bewirkt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Abschlußorgan (12) als Kolben ausgebildet ist, der koaxial zu der vom Milchsammelraum (11) bodenseitig abgeführten Verbindungsleitung (13) bewegbar ist, und daß dieser Kolben entgegen einer Vorspannfeder (30) an einer elastischen Membran (30) gehaltert ist, die einen dichten Abschluß zum Milchsammelraum (11) bildet.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Kolben (12) in einer den Milchsammelraum (11) begrenzenden Trennwand (28) mit Spiel (27) geführt und die Vorspannfeder (30) in dem belüfteten Raum (17) zwischen Membran (10) und Trennwand (28) angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t daß daß der Kolben (12) als Stufenkolben ausgebildet und mit seinem, einen größeren Durchmesser aufweisenden Teil in der Trennwand (28) geführt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß in der Kolbenwandung zumindest auf einem Teil des in der Trennwand (28) geführten Bereichs wenigstens eine Nut (37) vorgesehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß eine Anordnung zur Einstellung der wirksamen Kraft der Vorspannfeder (30) vorgesehen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Anordnung zur Einstellung der wirksamen Kraft der Vorspannfeder (30) auf der der Vorspannfeder gegenüberliegenden Seite der Membran (10) angeordnet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Einstellanordnung aus einer mittels einer Stellschraube (25) vorspannbaren Feder (20) besteht.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Kolben (12) an einem an der Membran (10) befestigten Halteelement (32) mit Spiel aufgehängt ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß zwischen Kolben (12) und Halteelement (32) eine spielbehaftete T-Nutverbindung -Vorgesehen ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Kolben (12) fest an der Membran angebracht und allein durch die Membran geführt und durch eine Feder (30) vorgespannt und zentriert ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Kolben (12) einstückig mit der Membran (10) ausgebildet ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Membran (10) den Milchsammelraum (11) unmittelbar begrenzt und durch ihre Bewegung einen Atmosphäreneinlaß (16,38) zum Milchsammelraum (11) steuert.
  17. 17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in der Verbindungsleitung (13) eine vorzugsweise einstellbare Drossel in der Nähe des Milchsainmelraumes vorgesehen ist.
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