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DE2808933A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines hohlzylinders von selbsttragender wandstaerke durch elektrolytische ablagerung sowie nach dem verfahren und mit der vorrichtung hergestellter hohlzylinder - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines hohlzylinders von selbsttragender wandstaerke durch elektrolytische ablagerung sowie nach dem verfahren und mit der vorrichtung hergestellter hohlzylinder

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Publication number
DE2808933A1
DE2808933A1 DE19782808933 DE2808933A DE2808933A1 DE 2808933 A1 DE2808933 A1 DE 2808933A1 DE 19782808933 DE19782808933 DE 19782808933 DE 2808933 A DE2808933 A DE 2808933A DE 2808933 A1 DE2808933 A1 DE 2808933A1
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DE
Germany
Prior art keywords
die
hollow cylinder
deposit
perforations
grid
Prior art date
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Application number
DE19782808933
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English (en)
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DE2808933C2 (de
Inventor
Alain Duchenaud
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DUCHENAUD
Original Assignee
DUCHENAUD
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Publication date
Application filed by DUCHENAUD filed Critical DUCHENAUD
Priority to DE19782808933 priority Critical patent/DE2808933A1/de
Publication of DE2808933A1 publication Critical patent/DE2808933A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2808933C2 publication Critical patent/DE2808933C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/02Tubes; Rings; Hollow bodies
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/08Perforated or foraminous objects, e.g. sieves

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines
  • Hohlzylinders von selbsttragender wandstSrke durch elektrolytische Ablagerung sowie nach dem Verfahren und mit der Vorrichtung hergestellter Hohlzylinder.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtuns zur Herstellung eines mit einem bestimmten Raster oder Muster versehenen perforierten Hohlzylinders durch elektrolytische Ablagerung. Sie betrifft den gesamten Herstellungsvorgang eines solchen Hohlzylinders mit dicker Wandung sowie auch die durch die besondere Struktur des erhaltenen Zylinders ermöglichten Anwendungsgebiete.
  • Es ist bekannt, wie man durch Elektrolyse eine dicke Metallablagerung auf einer leitenden zylindrischen Matrize herstellen kann. Die Stärke dieser Ablagerung ist praktisch unbegrenzt, solange es sich um einen festhaftenden und gleichinäßigen Ueberzug handelt. Dies ist der Fall, wenn es darum geht, eine zylindrische Matrize zwecks Veränderung ihres Durchmessers zu beschichten.
  • Dagegen tauchen schwer überwindbare Schwierigkeiten bei der Herstellung eines perforierten Hohlzylinders auf.
  • Bekannt sind Verfahren zur Sensibilisierung einer Matrize mit Hilfe einer lichtempfindlichen Harzschicht, auf der durch photographische Aufnahme und Belichtung ein Raster reproduziert wird, worauf die Schicht entwickelt wird. Die nicht helichteten Flächenbereiche werden von der Schicht befreit, und die Metall fläche der Matrize wird in diesen Bereichen bloßgelegt, während die lichtempfindliche isolierende Schicht in den belichteten Bereichen haften bleibt, wo sie eine Schutzschicht sowohl seren chemische als auch gegen elektrische Einflüsse darstellt. Die elektrolytische Ablagerung auf einer so behandelten Matrize ist theoretisch oft von großem Nutzen sie ermbglicht nmlich die Herstellung eines nahtlosen Hohlzylinders (im Gegensatz zu aufgewickelten Folien). Praktisch ist dieses elektrolytische Verfahren jedoch infolge der unüberwindlichen Nachteile bei dem jetzigen Stand der Technik kaum entwickelt. ußer der oft unsicheren und mit der Dauer des Ablagerungsprozesses abnehmenden Haftung der in einem elektrolytischen Bad aufgebrachten Schutzschicht bestehen die wesentlichen Nachteile in: - der Veränderung der Konturen und besonders der Verringerung der Fläche der Rasterpunkte sowie folglich der Perforierungen bei zunehmender Stärke der Ablagerung - diese Wirkung wird hauptsächlich durch den "pitzeneffekt" des elektrischen Stroms verursacht; - dem Entformen des Zylinders, d.h. dessen Trennung von der Matrize; um ein einwandfreies Entformen zu ermbglichen, müssen die Flexibilitt der Ablagerung , die Länge der Matrize und die Stärke der abgelagerten Schicht so sein, daß der Ring sich elastisch verformen und sich auf diese Weise von der Matrize abheben läßt.
  • Bei dem augenblicklichen Stand der Technik besteht ein elektrolytisch hergestellter perforierter und gerasteter Zylinder aus einer dünnen Folie, die kaum stärker ist als die lichtempfindliche Harzschicht. Wenn man die Stärke der Ablagerung erhöht, verformt sich das Pastermuster schnell und ungleichmäPig, die Perforierungen verstopfen sich, und es wird praktisch unmöglich, den immer steifer werdenden Hohlzylinder von der Form zu trennen (diese Forderung für die Entformbarkeit begrenzt somit erheblich die Länge des Zylinders). Die Anwendung des bekannten Verfahrens beschrSnkt sich deshalb auf die Herstellung von Zylindern zum Drucken. Die Dünne der Wände (maximal o,2mm) der geringe Flächenanteil der Perforierungen (maximal 1o% der Gesamtfläche) und die Größe des Rasters ermöglicht es nicht, dieses elektrolytisch niedergeschlagene Metall lang anhaltenden Belastungen auszusetzen, und auch nicht, eine feine Reproduktion in der Art einer Heliosravur zu erhalten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und die Herstellung eines Hohlzylinders zu ermbalichen, der entweder auf seiner GesamtflFche oder nur partiell perforiert ist, aus einer dicken Wanduna besteht und durch elektrolytische Ablagerung auf einer Matrize hergestellt werden kann, von der er danach wieder abgenommen wSrd Das erfindungsgemäße Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe und damit zur Herstellung eines perforierten Hohlzylinders durch elektrolytische Ablagerung besteht voraussetzungsgem5B darin, eine Matrize durch Überziehen mit einer lichtempfindlichen Harzschicht zu sensibilisieren, einen Raster auf diese Harzschicht, die dann entwickelt wird, zu kopieren und schließlich eine elektrolytische Ablagerung auf dieser Matrize herzustellen, wobei dieses Verfahren erfindunqsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umrisse und die Dichte der Rasterpunkte, die Stärke und die Behandlung der lichtempfindlichen Herzschicht und die Ablagerungsgedingungen in Abhängigkeit von der Wandstärke, die man ohne merkliche Verformung jedes Rasterpunktes, d.h. der Perforierungen eines solchen Hohlzylinders mit dicker Wandung, erhalten möchte, untersucht werden, so daß dann der Zylinder von der Matrize mit Hilfe eines Vorgangs abgenommen werden kann, der sich die Wirkung der inneren Spannungen in dem abgelagerten Metall zu Nutze macht, wobei in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung das Ausmaß dieser Spannungen während des Ablagerungsvorgangs ständig kontrolliert und in einem Bereich zwischen einem Maximalwert, der das Abheben hereits während der Ablagerung verursacht, und einem Minimalwert aufrechterhalten wird, der das Fntformen ohne plastische Verformung und Beschädiqung des erhaltenen Überzugs unmöglich macht.
  • Der Vorgang der Passivierung der sensibilisierten, kopierten und entwickelten Matrize bewirkt, daß die Haftunq zwischen dem Metall der Matrize und dem Metall der Ablagerung so klein wie möglich gehalten wird.
  • Die Richtung und die Werte der inneren Spannungen in dem abgelagerten Metall werden mit Hilfe einer als Spannungsmesser hezeichneten Vorrichtung gemessen, kontrolliert und eingestellt. Diese Vorrichtung wird unter fUr die elektrolytische Ablagerung genau bestimmten Bedingunqen geeicht, und zwar durch Ablagerung einer Metallschicht auf einem Stahlstreifen, dessen Reaktion auf die inneren Spannungen vorherbestimmt wurde.
  • Das Entformen des durch elektrolytische Ablagerung erhaltenen dicken und daher steifen hohlzylindrischen Überzugs - die Stärke der Ablagerung kann o,6mm überschreiten -erfolgt dadurch, daß der Zylinder auf einem schmalen Randbereich von der Matrize abgehoben wird. Dieses anfängliche Abheben löst die inneren Spannungen in der Ablagerung und bewirkt ein leichtes Dehnen des Überzugs, das sich als eine Welle fortschreitenden Abhebens äußert. Die Ausbreitung dieser Welle kann noch dadurch gefördert werden, daß vor Entnahme des elektrolytisch gebildeten Hohlzylinders z.B. eine Walze auf der Ablagerung an der Matrize entlansgeführt wird.
  • Die Stärke des Zylinders verändert die Oherflch und die Genauigkeit der ursprünglichen Konturen der durch den photographischen Raster bestimmten Locher oder Perforierungen. Die Merkmale des Rasters werden deshalb in Abh.inq keit von der gewünschten Ablagerung und besonders von der Endstärke ausgewählt, wobei der Raster von einen' herkEmmlichen Raster auf photographischem qe hergestellt wird.
  • Jedesmal wird also fÜr einen bestimmten Zylinder ein besonderer Raster angefertigt, der durch den Umriß des Rasterpunktes, die Anzahl der Punkte pro Qundratzentimeter und die Breite der Brücken oder Stege zwischen zwei nebeneinanderliegenden Rasterpunkten bestimmt ist.
  • Vorzugsweise wird ein Raster vervendet, dessen Punkte einen sechseckigen Umriß aufweisen, um Stege von praktisch konstanter Breiter zu erhalten. Die Breite zwischen den Ecken der Rasterpunkte ist kaum größer als die der Stege, während der Eckenwinkel zwischen zwei angrenzenden Seiten eines sechseckigen Rasterpunktes größer ist als der Eckenwinkel eines quadratischen Punktes. Dadurch entsteht eine Ablagerung, bei welcher der Spitzeneffekt auf einen Minimalwert beschränkt ist.
  • Die Matrize wird mit einer lichtempfindlichen Harzschicht sensibilisiert, deren Stärke und C,leichmMBigkeit je nach der gewünschten Ablagerung genau kontrolliert werden. Der gerasterte Film mit konstanten Maßen wird auf die Harzschicht gelegt und durch Belichtung der empfindlichen Schicht in deren ganzer Stärke kopiert, worauf die Schicht entwickelt wird; die Matrize stellt dann das Negativ des kopierten Rasters dar.
  • Die Widerstandseigenschaften des Harzes werden durch eine gleichmäPige thermische Behandlung auf dessen qanzer Flasche verbessert. Auf diese Weise verbessert man solche Figenschaften wie die elektrische Isolation, den Widerstand gegen chemische EinflÜsse und die Haftung zwischen Matrize und Harz, so daß eine dicke elektrolytische Ablagerung hergestellt werden kann, ohne auf die Festigkeit des in einem elektrolytischen Bad eingetauchten Harzes, die Fintauchdauer oder die Stromdichte achten zu mf5ssen.
  • Das Bad muß während der ganzen Dauer des Pblagerunqsprozesses auf einer v6llig konstanten Temperatur gehalten werden. Diese Temperatur wird je nach Größe und Richtung der inneren Spannungen des abgelagerten Metalls festgelegt.
  • Ebenso wird die Stromdichte während der ganzen Dauer der Ablagerung konstant gehalten. Zu diesem Zweck wird die nicht isolierte Fläche exakt herechnet, um die ursprf0ngliche Stromstärke zu bestimmen. Diese Starke wird dann regelmäßig in dem Maße korrigiert, wie die Fläche der Ablagerung durch fortschreitende tmberdeckunq des Harzes zunimmt, wenn die Dicke des abgelagerten Metalls größer wird als die der isolierenden Harzschicht, die den ursprünglichen Umriß der Perforierungen bestimmt.
  • Ein Hohlzylinder gemäß der Erfindung besteht aus einem zylindrischen Ring mit dicker Wandung, der durch elektrolytische Metallablagerung auf einer leitenden zylindrischen Matrize gebildet worden ist, die zuvor mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen worden ist, welche die Rasterpunkte eines Films wiedergibt. Der zylindrische Ring weist Perforierungen auf, die jeweils einem Rasterpunkt entsprechen. Der Umriß dieser Perforierungen besteht aus konvex gekrUmmten Seiten, die durch den Spitzeneffekt während der Ablagerung und der partiellen Uberdeckung der Harzschicht entstanden sind. Dieser Zvlinder ist inneren Spannungen ausgesetzt, die versuchen, den Zylinder zu dehnen und dadurch von der durch die Matrize gebildeten Form zu trennen.
  • Die Struktur des erhaltenen gerasterten Hohlzviinders zeichnet sich einerseits durch die Art und die Dichte der Perforierungen und andererseits durch die Wandstärke aus, die so ausgewählt ist, daß ein starrer Ring entsteht und daß das Verhältnis der Fläche der Perforierungen zur Fläche der Stege der Art und Menge des abzulagernden Materials entspricht.
  • Die Entwicklung der Struktur des Zylinders im Zusammenhang mit der Wandung wird an späterer Stelle beschrieben.
  • In einer ersten Ausführungsform weist der dicke Zylinder auf seiner ganzen Fläche regelmäßig verteilte Perforierungen auf, so daß er, ähnlich wie eine Anstrichvorrichtung, zur Herstellung einer dicken und regelmäßigen Ablagerung eines pastenartigen Materials wie beispielsweise eines Plastisols (Polyvinylchlorid) verwendet werden kann.
  • In einer anderen AusfÜhrung weist der elektrolytisch gebildete Hohlzylinder mehrere Rastermuster auf. Dabei ist jedes Muster durch die Form der Perforierunvene deren Durchmesser und das Verhältnis der Fläche der Löcher zur Fläche der Stege bestimmt. In diesem Fall wird eine dicke Ablagerung reliefförmig mit einer je nach dem Muster variablen Stärke gebildet, Zum Beispiel läßt sich auf die Matrize ein Raster kopieren, der einen Steg von fort gesetzt zunehmender Breite aufweist0 Auf dem erhaltenen Zylinder variiert nur das Verhältnis der perforierten Flächen zu den vollen Flächen, und die Ablagerung oder der Uberzug wirkt an der Oberfläche wie ein sich ab schwSchendes Relief.
  • Bei noch weiteren Ausführungsformen ermöglicht der dicke Hohlzylinder eine Veränderung des Oberflächenzustandes und der Struktur eines Materials und die Herstellung von Ausschnitten eines Trägers. Er kann ebenfalls als Druckwalze verwendet werden.
  • Die Ablagerung, das Ausschneiden und die Flächenveränderuno eines Materials oder Trägers sind punktspezifische Vorgänge, die durch die Struktur der Wanduna, die Form, die Fläche und die Anordnung der Perforierungen bestimmt werden. Es ist ersichtlich, daß alle Anwendungen des dicken Zylinders nämlich mit der Verarbeitunq eines oder mehrerer Materialien verbunden sind, die durch die den Rasterpunkten der sensibilisierten Matrize entsprechenden Löcher hindurchtreten.
  • Eine Vorrichtung zur Anfertigung und Entformung eines dicken, auf wenigstens einen Teil seiner Fläche perforierten Zvlinders, der durch elektrolytische Ablagerung gebildet wird, besteht aus einem photographischenApparat zur Herstellung eines Rasters, einem System zum Sensibilisieren der leitenden zylindrischen Matrize, einer Vorrichtuns zum Kopieren und Entwickeln des Rasters auf der die Matrize ilberdeckenden lichtempfindlichen Schicht und einem elektrolytischen Bad, in welches die sensibilisierte Matrize eingetaucht wird. Sie umfaßt in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung eine als Spannungsmesser bezeichnete Meßvorrichtung, die dazu dient, Große und Richtung der inneren Spannungen der elektrolytischen Ablagerung durch Vergleich zu messen.
  • Diese Spannungen werden so eingestellt, daß sie ein Abheben des Zylinders durch eine leichte Dehnung beqnstigen, was dadurch ausgelöst wird, daß die inneren Spannungen mit einer Vorrichtung auf eine Weise freigesetzt werden, die eine Verformung zumindest an einem Ende des Zylinders auf einem schmalen Streifen seines Umfangs ermöglicht, wozu eine Vorrichtung zur Ausbreitung der so entstandenen Welle auf der ganzen Fläche der Ablagerung vorgesehen ist. Der perforierte Zylinder wird dann von der Matrize getrennt.
  • Die Vorrichtung enthält Elemente zum Erwärmen, Regeln; Kontrollieren und Messen der Eigenschaften des elektrolytischen Bades; diese Elemente dienen dazu, festgeleqte Petriebsbedingungen sehr genau und konstant während der ganzen Dauer des Ablagerungsprozesses einzuhalten.
  • Der Spannungsmesser besteht aus einem schraubenfFrmig aufgewickelten Metallband, dessen eines Ende gegenüber einer Grundplatte festgelegt ist. Das entgegengesetzte Pnde des Metallbandes ist auf einem im Verhältnis zur Grundplatte frei drehbaren Lager befestigt. Dieses Lager ist durch eine Übersetzungsvorrichtung mit einem Zeiger verbunden, der sich längs einer Skala bewegt, die nach einer Reihe von Versuchen mit numerischen Werten geeicht ist. Diese Werte entsprechen den an das Metallband übertragenen Spannungen, die durch die elektrolytische Ablagerung während einer hestimmten Zeitdauer und unter bestimmten Temperaturs und stromdichte Bedingungen entstanden sind0 Zum besseren Verständnis wird die Erfindung nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine vergrößerte Teilansicht eines Rasters zum Kopieren auf eine zylindrische Matrize bei der erfindungsgemäßen Herstellung eines Zylinders durch elektrolytische Ablagerung, Fig, 2, 3 und 4 die aufeinanderfolgenden Stufen der Vorbereitung der Matrize und der photogratischen Reproduktion des Rasters auf der lichtempfindlichen Harzschicht, Fig. 5 eine vereinfachte Darstellung der Wanne für die elektrolytische Ablagerung des Metalls auf den nichtisolierten Flachen der Matrize, Fig. 6 in perspektivischer und vergrößerter Darstellung einen Teil der auf der zylindrischen Fläche der Matrize erhaltenen Ablagerung, Fig. 7 und 8 im Schnitt die Entwicklung der Struktur der elektrolytisch abgelagerten Metallschicht mit Zunahme ihrer Dicke, Fig. 9 eine Innenansicht des Umrisses einer Perforieruno, die einem anfSngli.ch sechseckigen Rasterpunkt entspricht, Fig. lo, 11 und 12 das Entformen des dicken zylindrischen Rings durch Aufweiten im Verhältnis zur Matrize, Fig. 13 eine Darstellung der Bestandteile eines Spannungsmessers zur Kontrolle der inneren Spannungen des abgelagerten Metalls und Fig. 14 die Anwendung dieses Spannungsmessers, um die optimalen Bedinaunqen für eine elektrolytische Ablagerung festzulegen.
  • Wie ersichtlich, ist die Erfindung dazu bestimmt, ein Verfahren zur Herstellung eines dicken perforierten Hohlzylinders zu schaffen. Dieser Zylinder,in Wirklichkeit ein zylindrischer Ring, wird durch elektrolytische Ablagerung eines Metalls in einem leitenden Bad hergestellt, das von elektrischem Strom durchflossen wird und unter sehr genau festgelegten Bedingungen arbeitet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zielt darauf ah, eine Reihe von Vorbereitungsvorgängen auszuführen und BetrieDsbedingungen festzulegen, die regelmäßige Perforierungen und ein Entformen ohne Verformung zu gewährleisten.
  • Die aufeinanderfolgenden Vorgänge lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1) Herstellun- des Rasters (a) Durch ein normales photographisches Verfahren wird ein Raster, bestehend aus einem flexiblen durchsichtigen Träger von konstanten Abmessunsen hergestellt, der von einer lichtempfindlichen Harzschicht bedeckt ist, auf welche der Raster reproduziert wird. Der Raster wird durch ein Netz von Punkten 3 gehildet. Fig. 1 stellt einen Raster von Punkten 3 dar, die einen sechseckigen Umriß 4 aufweisen.
  • (b) Die Wahl dieses Rasters ist nicht zufällig. Ihr ist eine Untersuchung vorausegangen, welche die Stärke 5 des gewünschten Zylinders 6 (Fig. 12), die Eigenschaften der Perforierungen 7 dieses Zylinders und die Art der Verwendung berücksichtigt, für welche dieser Zylinder bestimmt ist. Beispielsweise für einen Hohlzylinder zur Herstellung eines dicken Überzugs in gleichmäßiger Bedeckung wird der Raster zunSchst von der Anzahl der Punkte 3 pro Einheitsfläche, der Fläche (oder dem Durchmesser) 8 jedes einzelnen Punktes und dem Abstand zwischen zwei benachbarten Punkten definiert.
  • Dieser Abstand wird durch die Breite 9 der Brücke oder des Steges lo zwischen zwei Seiten gekenn; zeichnet (Fig. 1).
  • Diese Maße werden so errechnet, daß das tlberzugsmaterial (ein Plastisol) eine gleichmäßige Schicht auf dem Träger bildet, nachdem es durch den perforierten Zylinder durchgegegangen ist und bevor es geliert hat. Die Eigenschaften der Rasterpunkte, die jeweils die Löcher des Zylinders hilden, werden je nach der Wandstärke verSndert. Es ist nämlich bekannt, daß eine elektrolytische Ablagerung unvermeidlich mit einem Spitzeneffekt verbunden ist, der durch eine unregelmäßiqe Verteilung des magnetischen Feldes verursacht wird.
  • Die Perforierungen 7 der Metallablagerung sind verformte Abbilder der Rasterpunkte 3 (Fig. 7). Diese Verformung ändert sich mit der Dicke der Ablagerung infolge Überdeckung der den Rasterpunkten entsprechenden Isolierenden Flächen, sobald die Metallablagerung bezüglich ihrer Dicke stärker als die isolierende Harzschicht wird.
  • (c) Ein Rasterfilm kann ein oder mehrere Muster oder Formen von Rasterpunkten haben. Nach Festlegung all dieser Eigenschaften wird ein Raster auf der Matrize 11 mit genau denselben Massen hergestellt, die das Negativbild der vom Film getragenen Rasterzeichnung erhalten soll.
  • Im Falle von sechseckigen Rasterpunkten ist ersichtlich, daß die halbe Breite der Abstände 13 in den Eckenbereichen 12 die gleiche ist wie die halbe 2 Breite des Steges multipliziert mit s-, während der Eckenwinkel jedes Rasterpunktes 3 1200 beträgt.
  • Es ist ersichtlich, daß die Breite der streifenförmigen Ablagerungen, die von den Abständen zwischen den Punkten 3 gebildet sind, regelmäßiger ist als mit einem klassischen Raster mit quadratischen Punkten (in diesem Fall wäre der Ahstand 13 gleich der Breite des Steges multipliziert mit Die Verformung der Winkel ist nicht so qroR wie im Fall des herk8mmlichen Rasters (rechte Winkel).
  • Selbstverständlich stellt der sechseckige Umriß keine Beschränkung dar, und die Form der Punkte bestimmt sich nach dem gewünschten Ergehnis.
  • 2) Sensibilisierung der zylindrischen Matrize (a) Es handelt sich hier auch um einen Vorgang, dessen Grundprinzip bekannt ist.
  • Die zylindrische Metalloberfläche 14 der Matrize wird mit einer dünnen lichtempfindlichen Harzschicht 15 überzogen. Im Falle einer verhXltnismäßig dicken Ablagerung, wie sie hier erfolgen soll, muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Gleichmäßigkeit und die Stärke dieser Schicht sowie die Festigkeit des Harzes in dem elektrolytischen Bad von wesentlicher Pedeutung sind. Zum Beispiel wahre für einen herkömmlichen Hohlzylinder mit einer Wandstärke von o,o6 bis o,o8 mm eine Harzschicht von einigen Mikron ausreichend. Für einen dicken Zylinder von o,5 bis o,7 mm Wandstärke muß die Schichtdicke demgegenüber leicht erhöht werden (o,o4 bis o,o5mm).
  • Die Viskosität des Harzes und die Geschwindigkeit der Sensibilisierung unterliegen dann sehr genauen Gesetzen.
  • (b) Da die Stärke der Metallablagerung etwas größer ist als die der Harzschicht 15 (Fig. 7 und 8), ist es verständlich, daß die Fläche der Perforierungen 7 für eine bestimmte Wandung von dem Zeitpunkt ahhängt, bei dem die Harzschicht anfMnat, bedeckt zu werden, d.h. von der Dicke der Schicht 15. Je größer diese wird, umso qeringer wird die tlberdeckuna.
  • Infolgedessen werden ftir eine bestimmte Matrize nur dann gleichmäRiqe Perforierungen erhalten, wenn die Stärke der Harzschicht auf der ganzen Oberfläche gleichmäßig ist.
  • (c) Die Harzschicht 15 verbleibt im elektrolytischen Bad (Fig. 5) während einer bestimmten Zeitspanne.
  • Während des ganzen Ablagerungsvorgangs muß die Harzschicht an der Matrize einwandfrei haften. Dies setzt vor dem Überziehen der Matrize eine besonderes sorgfältige Reinigung und Aktivierung ihrer Oberfläche 14 (Fig. 2) sowie die Verwendung eines Harzes mit ausgezeichneten Isoliereigenschaften und einer guten Peständigkeit gegen chemische Einflüsse voraus.
  • 3) Abbildung des Rasters auf der Matrize (a) Nach Trocknung der lichtempfindlichen Harzschicht wird der mit dem Raster 1 versehene Film, dessen Abmessunqen genau denen der Matrize entsprechen, auf die Harzschicht 5 gelegt. Der Film 2 weist klare (durchsichtige) Zonen auf, die z.E. genau der Form der Rasterpunkte entsprechen, und lichtundurchlässige Zonen, welche die Abstände zwischen diesen Punkten bestimmen. Der Film 2 wird dann auf die Schicht 15 kopiert. Um eine scharfe Kopie der Konturen der Rasterpunkte zu gewährleisten, wird die Schicht in ihrer vollen Stärke helichtet.
  • Unter den lichtundurchlässigen Zonen des Films, d.h. auf der ganzen Fläche der Brücken oder Stege 10 bleibt das Licht ohne Wirkung auf die Harzschicht. Um ganz scharfe Konturen zu erzielen, wird vorzugsweise eine grelle Lichtquelle verwendet, deren Strahlen 17 praktisch lotrecht auf die zu kopierenden Flächen fallen (Fig. 3).
  • Es leuchtet ein, daß infolge der Stärke der Harzschicht die Belichtung schwierig ist, da die Umrisse ganz scharf bleiben müssen. Daher sind erforderlich: - ein einwandfrei auf der Matrize auflieqender und aufgepreßter Film; - eine mit einer Blende versehene Lichtauelle.
  • (b) Nach Herstellung der Kopie tragt die lichtempfindliche Harzschicht das Negativhild des auf den Film vorhandenen Rasters. Der Film wird dann abgezogen, und die sensibilisierte und kopierte Matrize wird in ein Entwicklerbad gestaucht.
  • Auf allen belichteten Flächen bleibt bei der Ent wicklung die Harzschicht 15 an der Matrize haften, während alle Flächen, die den Lichtstrahlen nicht ausgesetzt wurden, im Entwicklerhad auiaeldst und entfernt werden. Rei den unter 3)a) angegebenen Beispiel bleibt das Harz bei 15 auf der Matrize bestehen, während alle den Lichtstrahlen nicht aus gesetzten Flächen im Fntwicklerbad aufgelöst werden.
  • In diesem Fall wird also das Harz in allen Pereichen aufgelöst, die den Brücken oder Stegen des Rasters entsprechen. In diesen Bereichen wird die Metallfläche bloßgelegt, während die Punkte 3 des Rasters von einer Isolierschicht geschützt bleiben (Fig0 4) (c) Die Dicke der Harzschicht muß so gemessen sein, daß sie einen längeren Aufenthalt im Entwicklerbad zuläßt. Die tTmrisse bleiben dadurch scharf, und der Überdeckungseffekt wird eingeschränkt.
  • Allerdings ist eine große Schichtdicke mit Nachteilen verbunden, die sich jedoch leicht ilherwlnden lassen, nämlich: schwierigere Bearbeitung der Schicht, Verlängerung der Pehandlunaszeiten und hauptsächlich die Notwendiqkeit einer strengen Kontrolle der inneren Spannungen beim Entformen des Zylinders, denn das Spiel beim Entformen verringert sich mit zunehmender Dicke der Harzschicht.
  • 4) Behandlung nach dem Entwickeln (a) Um eine Verbesserung' des Widerstands und der Festigkeit des Harzes zu erzielen, werden die Matrize 11 und die beim Fntwickeln verbleibenden Riickstände 16 einer dem verwendeten Harz angepaßten thermischen Behandlung unterworfen. Es handelt sich meistens um eine lanasame Erwärmung bis auf eine relativ hohe Temperatur (100 bis 15o0C), die eine qewisse Zeit beibehalten wird, und dann um eine Abkühlung auf Zimmertemperatur. tTm eine Beschädigung der Schicht zu vermeiden, muß die Temperatur stufenlos geändert werden. Das Auftragen eines Schutzlacks von Hand auf das Harz wird vermieden, um eine regelmäßige Stärke der Schicht beizubehalten.
  • (b) Die freiliegende Metalloberfläche der Matrize 11 wird dann einem Passivierungsvorgang ausgesetzt, um ein Anhaften und Durchdringen zwischen abgelagertem Metall und Metall der Matrize zu unterbinden, was das Entformen erschweren würde.
  • 5) Das elektrolytische Bad und die Bedingungen für die Ablagerung Zwei Faktoren sind wesentlich, nämlich: die Temperatur des Bades und die Stromdichte. Insbesondere wird die Größe dieser Faktoren aufgrund der Ergebnisse von Versuchsreihen im Ilinblick auf optimale Petriebsh bedingungen festaelegt, und sie dürfen während der ganzen Dauer nicht variieren.
  • (a) Die Temperatur des Bades wird konstant gehalten, beispielsweise auf 6o0C. Dieser Werft wird so festgelegt, daß die inneren Spannungen des abgelagerten Metalls in der ganzen Stärke der Ablagerung eine sorgfältig bestimmte Größe und tiberall gleiche Richtung beibehalten.
  • (b) Während der elektrolytischen Ablagerung muß die Stromdichte konstant bleiben, um die kritalline Struktur und die mechanischen Eigenschaften des Zylinders im Verhältnis zu seiner Wandstärke nicht zu verändern.
  • Die Anfangs fläche der Ablagerung auf der von der Matrize unter Bericksichtigung der bloßgelegten Flächen gebildeten Kathode wird genau berechnet.
  • Die Stärke der Ablagerung wird mit Hilfe eines Zählers durch einfaches Ablesen der Strommenge gemessen, die durch das Bad seit Beginn der Ablagerung eines bestimmten Metalls (z.R. Nickel) hindurchgeflossen ist. Wenn diese Stärke die der lichtempfindlichen Harzschicht erreicht hat, vergrößert sich die Oberfläche der Ablagerung zunehmend (Fig. 7 und8). Dann muß gleichzeitig die Gesamtstromstärke geändert werden, um die Stromdichte konstant zu halten.
  • (c) Die Stärke der Metallablagerung kann z.P. o,6mm erreichen oder Überschreiten, während die Dicke der isolierenden Harzschicht sich bei einigen loostel Millimetern bewegt (das Verhältnis von 1:1o kann Überschritten werden).
  • Der Spitzeneffekt, den das magnetische Feld und die Form der leitenden Oberfl9chen entstehen lassen, verursacht eine partielle Überdeckung der Rückstände 16 und demzufolge eine Verringerung der Flächenqroße der Löcher oder Perforierungen 7 und eine Verbreiteruna der Brflcken 18. Diese Fntwicklung nimmt mit der Stärke der Ablageruna zu. Ein Loch 7 weist dann in der Draufsicht eine qrundsZitzlich serhseckige Form auf, die von qekrfimmten R<9ndern begrenzt ist, und seine Flächengröße ist geringer als die des ursprünglichen Rasterpunktes 3, der sich auf der Innenseite der Zylinderwanduna im Relief wiederfindet (Umriß 20 von gleicher Stärke wie die Harzschicht, die den Rückstand 16 bildet, in den Fig. 6, 7, 8 und 9). Die Ränder 19 stellen die sichtbaren Seiten der Brücken oder Stege 18a dar, welche die dicke Wandung des Zylinders hilden.
  • Die Fig. 7 und 8 zeigen die Entwicklung der Ablagerung, nämlich den Ouerschnitt einer Brücke: - Ist die Stärke kaum größer als die Dicke der Harzschicht, Überwiegt der Spitzeneffekt, und die Überdeckung verursacht seitliche Wulste 21 und 22 aus abgelagertem Metall. Der ursprüngliche Rasterpunkt bestimmt dabei die mittlere Stärke 20 (Fig. 2).
  • - Nimmt die Stärke der metallischen Ablagerung zu, fÜllt sich die konkave Form der Außenseite allmählich auf, und am Ende der Ablagerung bleibt nur eine schmale Linie 23 in konkaver Form auf dieser Außenseite 24 (Fig. 8).
  • (d) Das elektrolytische Bad 25 ist in einer Pohandlunnswanne 26 enthalten. Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung, in der die Matrize 11 völlig eingetaucht ist und dabei um eine waagerechte Achse gedreht wird. Die kathodenseitigen Laqer 27 des Bades sind mit Kohlebürsten 28 versehen, die mit dem Minuspol eines (nicht gezeigten) Gleichrichters verbunden sind Die sensibilisierte Matrize dreht sich vor den Anoden 29, die z.B. an einer Schiene 30 oberhalb des Pfades aufgehNngt sind, welche mit dem Pluspol des Gleichrichters verhunden ist. Wenn an den Klemmen des Gleichrichters eine Spannung erzeugt wird, geht der Strom von der Kathode zu den Anoden durch das qleitende Bad (z.B. auf Chlorid- oder Nickelsulfamatbasis). Die positiven Metallionen (Ni++) laaern sich auf den leitenden Flächen der Minuselektrode ab, d.h. auf den nichtisolierten Bereichen der Matrize 11. Die fr die Behandlung notwendigen Ceräte (Pumpe, Filter, Geräte zum Erwärmen und Regeln der Temperatur, elektrische Zähler...) sind bekannt und daher nicht dargestellt.
  • 6) Kontrolle der inneren Spannungen - Entformen Die Bedingungen zur Vorbereitung des Rasters, zur SensJbilisierung der Matrize und zur Herstellung einer starken Metallablagerung ermöglichen die Anfertigung eines Hohlzylinders, dessen Perforierungen dem erstrebten Ergebnis entsprechen. Wenn dieser elektrolytisch gebildete Zylinder für die gleichmäßige Beschichtung eines Trägers für einen Bodenbelag angewendet wird, sind die Perforierungen unter einander nahezu identisch, da ihre Form und ihre Abmessungen je nach Art und Stärke des Schichtmaterials vorher berechnet wurden.
  • Um den Hohlzylinder mit starker und daher steifer Wandung benutzen zu können, muß er sich von der zylindrischen Matrize 11, die ihm als Form gedient hat, abheben lassen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, diese Schwierigkeit unabhängig von der Länge des hergestellten Zylinders zu überwinden und ihn ohne Verformung von der Matrize zu trennen.
  • (a) Zu diesem Zweck wird die Wirkung der im Metall entstandenen Spannungen benutzt. Diese Kräfte messen deshalb vollstFndig heherrscht werden, und zwar während der ganzen Dauer des Ablagerunasprozesses.
  • Die Fig. 13 und 14 stellen ein als Spannungsmesser bezeichnetes Gerät 31 dar, das die inneren Spannungen einer elektrolytischen Ablagerung quantitativ und ihrer Richtung nach wiedergibt.
  • (b) Der Spannungsmesser 31 enthält: - eine Grundplatte 32 aus massivem nichtleitendem Material, - eine starre Stange 33, die senkrecht auf der Grundplatte befestigt ist und an ihrem freien Ende eine Befestigungsvorrichtung 34 ftlr ein Metallband 35 trägt, - einen Ring 36, der auf die Stange 33 in der Nähe des Sockels 32 drehbar aufgeschoben ist und ein zylindrisches Drehsegment 37 trägt, dessen Außenrand 38 verzahnt ist, - eine lermnhlse 39 mit einer Klemmschraube 40 zum Festklemmen am Ring 36 und - ein Zahnrad 41 mit einem damit drehenden Zeiger 42, der sich vor einer Skala 43 bewegt, wenn das Zahnrad 41 vom gezahnten Drehsegment 37 übersetzt angetrieben wird (Fig. 13).
  • Alle diese Teile, mit Ausnahme des Metallbandes 35 bestehen aus nichtleitendem Material.
  • (c) Der Einsatz und die Funktion des Spannunnsmessers 31 sind folgende: - das Band 35, z.R. ein Band aus Federstahl, wird an seinen Enden'35a und 35h einerseits an der Stange 33 mittels der Pefestigungsvorrichtung 34 und andererseits an dem Ring 36 mittels der Klemmeinrichtung 39, 40 festgelegt.
  • - Beim Auftreten einer inneren Kraft in dem schraubenförmig aufgewickelten Band 35 dreht sich dessen unteres Ende 35 wie im Vergleich zum oberen Ende 35a um die Schraubenachse.
  • Diese Drehbewegung -nimmt den Rina 3fi, das Drehsegment 37 und her die Zahnilbersetzunq 38-41 den Zeiger 42 mit, der sich dadurch an der festen Skala 43 entlangbewegt.
  • - Die Richtung der Kraft wird durch die Rewegungsrichtung des Zeigers 42 angegehen, während ihr absoluter Wert proportional den Zeigerausschlag an der Skala 43 ist.
  • (d) Es leuchtet ein, daß eine solche Vorrichtung nach Eichung der Skala 42 die Möglichkeit schafft, die inneren Spannungen der elektrolytischen Ablagerung zu kontrollieren, zu messen und zu korrigieren, wenn sich die Vorrichtuna innerhalb des elektrolytischen Pfads 25 befindet und mit den Fnden 35a, 35b des metallischen Bandes 35 an eine Gleichstromquelle angeschlossen ist (Fig. 14). Fs geneigt, einerseits die Reaktion des Metallhandes 35 auf eine hestimmte innere Kraft und andererseits den Wert der gewünschten inneren Spannunaen zu kennen. Nach einer Reihe von Metallablagerunqsvorganven auf einem solchen Band kann die Skala 43 direkt in Werten qeeicht werden, welche die Richtung und die Ausschlaqshreite der inneren Spannungen in dem abgelaaerten Metall unter genau festgelegten Bedingungen angeben. Die Skala 43 wird beispielsweise einen mittleren Punkt als Nullwert (keine Kraft) und zumindest eine Nerativskala für die Spannungen, die bei Dehnung auftreten, aufweisen. Die Eichung des Geräts ermöglicht eine unmittelbare und ständige Ab lesung von Richtung und Größe der inneren Spannung (sel-bstverstä.ndlich unter der Bedingung, daß die Bänder 35 stets die gleichen mechanischen Eigenschaften haben).
  • (e) Richtung und Große der inneren Spannungen in dem abgelagerten Metall ändern sich je nach der 7.usammensetzung des elektrolytischen Bades, der Stromdichte und besonders der Betriebstemperatur. Diese Parameter werden so eingestellt, daß die inneren Spannungen eine Dehnung des Zylinders 6 bewirken. Ihre Größe muß dabei ausreichen, um das Fntformen des metallischen Hohlzylinders von der Matrize zu erleichtern, gleichzeitig aber so gering bleiben, daß nicht ein Abheben des Metalls während des Ablagerungsvorgangs auftritt.
  • (f) Die Fig. lo, 11 und 12 geben schematisch don Vorgang des Entformens wieder. Filr einen Hohlzylinder von beispielsweise 2 Meter Lnge und o,6 mm Wandstärke wird eine Ablagerung auf einer zylindrischen Matrize 11 von etwa 2,5 Meter Länge hergestellt.
  • Am Ende des Ablagerungsvoraanges wird der Zylinder von der Matrize abgehoben, indem man z.B. eine dünne Platine 44 zwischen die beiden Metalloberflächen der Matrize und des Hohlzylinders schiebt (Fig. 10). Die Platine wird nur an einem Ende der Matrize und nicht tief eingeführt.
  • Dieser Vorgang hat den Zweck, die inneren Spannunaen in dem abgelagerten Metall freizusetzen und eine leichte Dehnung des Zylinders 6 im Vergleich zur Matrize hervorzurufen, wobei die vorangegangene Passivierung der Matrize die Entstehung der Dehnung erleichtert. Im Grunde wird eine "Abhebewelle" ausgelöst, die man dadurch verantrelbt, daß man einerseits die Platine auf der Leitlinie des Zvlinders entlanaschiebt und andererseits eine Walze 45 unter Druck auf der Außenseite der Ablagerung auf der ganzen Länge des Zylinders entsprechend den Pfeilen 46 und 47 (Fig. 10 und 11) abrollt. Wenn der Hohlzylinder auf seiner ganzen Fläche ahqehoben ist, kann er von der Matrize 11 getrennt werden, indem man ihn längs der Matrizenachse in Pfeilrichtung 48 (Fig. 12) gleiten läßt.
  • 7) Anwendungen des perforierten Hohlzylinders Der Anwendungsbereich eines perforierten Hohlzylinders mit dicker Wandung ist sehr groß. Es seien nur einige Anwendungsmöglichkeiten als nichteinschränkende Beispiele genannt: (a) Ein auf seiner ganzen Fläche perforierter Zylinder ermöglicht die Herstellung eines gleichmäßigen Anstrichs von großer Stärke durch Ablagerung eines Anstrichmaterials durch die Perforierungen hindurch.
  • Auf diese Weise kann ein Träger gestrichen werden oder eine Materialschicht hergestellt werden, die nach dem Erstarren selbst den Träger bildet.
  • (b) Wenn der Zylinder unterschiedliche Formen oder Muster von Perforierungen aufweist, ermöglicht er die Herstellung einer eliefahlaserung von sich ändernder Dicke: Man kann z.R. mit einem einzigen Zylinder Ablagerungsstärken mit Plastisol (Polyvinvlchlorid) erreichen, die Materialmengen zwischen loo g/m2 2 und 1 kg/m entspreqhen. Zu diesem Zweck werden von einem Bereich zum nächsten auf dem Zylinder folaende Faktoren geändert: Durchmesser und Form der Perforierungen oder Verhältnis der Fläche der Perforierungen zu derjenigen der Stege. Ein hesonderer Fall besteht darin, eine Ablagerung mit sich abschwHchendem Relief zu erzielen; dabei wird nur der zweite Faktor verändert.
  • (c) Der Zylinder ermöglicht die Veränderung des Oberflächenzustandes oder der Struktur eines Erzeuanisses und die Perforierungen werden wie Düsen verwendet, durch die ein Fluid (gasförmig oder fliissiq) hindurchtritt. Die Art des Fluids und die Figenschaften der Perforierunaen werden je nach dem angestrebten Ergebnis untersucht. Die Stärke und die Steifigkeit der Wandung läßt die Verwendung von pastenartigen festen oder gelatineartigen Erzeugnissen zu.
  • (d) Der Zylinder ermöglicht es, einen beliebigen Harztvp, z.B. ein thermoklebendes Material, Punkt fr Punkt durch die Perforierungen hindurch abzulaqern. Filr den Raster und den elektrolytischen Ablagerunqsprozeß werden dann die Korngrößen, Bestimmuna des Materials, seine Viskosität, die Menge und die Stärke der thlagerung sowie die Anordnuna der Ablaqerungsrunkte (Klebepunkte auf Parallellinie) berücksichtigt. Fine interessante Variante dieser punktartigen Ablagerung ist die Herstellung von Schnittlinien für Waren aus nichtgewebtem Material (beispielsweise Chirurqenkittel).
  • (e) Der dickwandige Hohlzylinder kann wegen seiner Steifigkeit als Gegenwalze zu einem Vollzylinder verwendet werden, der eine klebende Izarzschicht durch die Perforierungen abgelagert wird, um zwei Träger zu kleben, die zwischen den zwei Zylindern hindurchgeführt werden.
  • (f) Der Hohlzylinder kann selbstverständlich auf herkömmliche Weise als Druckwalze verwendet werden. Fr kann auch im Anschluß an eine Druckmaschine aufsestellt werden, um auf dem Druckereierzeugnis eine Reliefwirkung zu erzielen oder ein vorher in mehreren Farben gedrucktes Muster mit einem Schutzlack zu überziehen.
  • 8) Numerisches und quantitatives Beispiel Nachstehend werden die numerischen Werte der verschiedenen Herstellungsvorgänae eines dickwandigen Hohlzylinders ansegeben: - Stärke der lichtempfindlichen Schicht: o,o5mm - Dichte der Rasterpunkte pro Flächeneinheit: Sie ist in großem Maße variabel unter der Bedingung, daß sie einen Rasterpunkt von größerem Durchmesser als die Überdeckung des Harzes bewirkt; - Wandstärke des gewünschten Hohlzylinders: o,6mm; - Ablagerungsbedingunaen: - Matrizen, die sich gänzlich im Bad befinden und um eine waagerechte Achse mit ca. 3o U/Min. drehen; - Das Bad: - Auf Nickelsufamatbasis - keine Veränderung des Bades während des Ablagerungsvorgangs; Korrekturen können zwischen zwei Behandlungen ausgeffihrt werden, - Zusätze (für Spannungen): Ein Zusatz zur Erzielung von Schrumpfspannungen (Plankmacher) und ein anderer für Dehnuncsspannunqen (Saccharin), beide werden mit Hilfe des Spannungsmessers dosiert; - andere Zusätze: Borsäure Nickelch lorür - pH-Wert ca. 4,5 - Anoden: Nickelkugeln in Filtriersäcken; - Geschwindigkeit der Ablagerung: Hängt von der Stromdichte ab; ca. o,l2mm pro Stunde bei 12 Ampere/dm2 - Dauer der Ablagerung: 5 Stunden Diese Werte werden nur als Hinweis angegeben. Der Rahmen der Erfindung wird durch eine Veränderuna der verwendeten Erzeugnisse, deren Dosierung usw. nicht verlassen. Fflr einen bestimmten Raster z.B. wird das Verhältnis Steg/Loch verändert, indem man die Stärke der Harzschicht verändert.
  • Mit dem Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung erhält man bis zu 80% perforierte Fläche auf einer Wandung von o,5mm Stärke. Die bekannten Verfahren lassen nur Werte von 9 bis 1o% zu.

Claims (19)

  1. PatentansprUche ji Verfahren zur Herstellung eines perforierten Hohlzylinders von selbsttragender Wandsträrke durch elaktrolveische Ablagerung auf einer anschließend entfernbaren zvlindrischen Metallmatrize, wobei diese vor dem elektrolytischen Phlagerungsvorgang durch Auftragen einer lichtempfindlichen Harzschicht sensibilisiert wird, ein Raster oder Muster auf diese Harzschicht kopiert wird und die belichtete Harzschicht fotografisch entwickelt wird, d a d u r c h cr e k e n n -z e i c h n e t , daß der Umriß und die Dichte der Rasterpunkte, die Behandlung des Harzes und der Matrize und die Pedingungen fÜr die elektrolytische Ablagerung in AhhNnsiqkeit von der mehrere Zehntelmillimeter betragenden Wandst<9rke, die ohne wesentliche Verformung der Rasterpunkte, d.h. der Perforierungen, erzielt werden soll, derart ausqvw.ihlt werden, daß diese Bedingungen anschli.eFend eine Trennung des relativ dickwandigen Hohlzylinders von der Matrize ohne dauerhafte Verformung unter Ausnutzung der inneren Spannungen des auf der Metalloberfläche der Matrize abgelagerten Metalls gestatten.
  2. 2. Verfahren nech Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Größe und Richtunq der inneren Spannungen der elektrolytischen Ablagerung ständig dahingehend kontrolliert werden, daß sie in einem Bereich zwischen einem Maximalwert, der ein Abheben während des Ablagerungsvorgangs verursacht, und einem Minimalwert verbleiben, der das Entformen ohne plastische Verformung und Beschädigung des Hohlzylinders verhindert.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Matrize vor dem elektrolytischen Ablagerunosvorgang einer Oberflächenbehandlung ausqesetzt wird, indem sie zuerst im Hinblick auf eine Verbesserung der Festigkeit. des Harzes gereinigt und nach ihrer Sensibilisierung im Hinblick auf eine Verringerung der Haftung zwischen dem Metall der Matrize und dem Metall der Ablagerung passiviert wird, während die Eigenschaften der elektrischen Isolierung, des Widerstands gegen chemische EinflÜsse und der Haftung der kopierte und entwickelten Harzschicht durch eine gleichmäßige thermische Behandlung wenigstens der Matrizenobp-fläche und der Harzschicht auf der gesamten Fläche verbessert werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Richtung und Große der inneren Spannungen in dem abgelagerten Metall durch Vergleich mit Spannungen, die unter gleichen Betriehsbedinqungen in einem Metallelement eines vorher geeichten Geräts entstehen, kontrolliert, gemessen und eingestellt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h 9 e -k e n n z e i c h n e t , daß zur Berücksichtigung der indem rungen des ursprünglichen Umrisses und der Fläche der vom Raster bestimmten Perforierungen jedesmal ein besonderer fotografisch hergestellter Raster gefertigt wird, der durch den Umriß der Rasterpunkte, deren Anzahl pro Flächeneinheit und die Breite der Brücken oder Stege zwischen zwei benachbarten Rasterpunkten.bestimmt ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Temperatur des elektrolytischen Bades während der ganzen Dauer des -'-. ooerungsvarganges genau konstant gehalten wird, wobei die Höhe dieser Temperatur je nach der gewünschten GröRe und Richtung der inneren Spannungen des abgelagerten Metalls festgelegt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Stromdichte während der ganzen Dauer der dicken Ablagerung konstant gehalten wird, indem zur Bestimmung der nfangsstromstärke zunSchst die leitende Oberfläche nach dem Entwicklungsvorgana gemessen wird und dann die Stromst.irkp regelmäßig in dem Ausmaß nachgeregelt wird, wie die Flache der Ablagerung durch zunehmende tlberdeckunq des Harzes sich von dem Zeitpunkt an vergrößert, in weiche die Dicke des abgelagerten Metalls größer wird als die des iso]ierenden Harzes, das die Matrize in den den qewünschten Perforierungen entsprechenden Bereichen überdeckt.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 5, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daR die Matrize mit einer gleichmäßigen lichtempfindlichen Harzschicht sensibilisiert wird, während der auf einem Film mit konstanter Abmessung hergestellte Raster durch Kopieren und Entwickeln auf der Harzschicht abgebildet wird, so daß die Matrize zum Negativbild des qerasterten Film wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der vorherqehenden Ansprflche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der elektrolytisch abgelaaerte Zylinder dadurch von der Oberfläche der Matrize entformt wird, daß er in einem schmalen Randbereich auf dem ganzen Umfanq abgehoben wird, um die inneren Spannungen der Ablagerung freizusetzen, deren Dehnungswirkung sich als Abhebewelle ausbreitet.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, d a d u r c h s e -k e n n z e i c h n e t , daR die Ausbreitung der Abhebewelle zum Ablösen der dicken hohlzylindrischen Schicht dadurch gefördert wird, daß ein Körper aus elastischem Material auf der Außenseite des Hohlzylinders abqerollt und voranbewegt wird, woraufhin der Hohlzylinder durch axiales Abgleiten auf dem Umfang der Matrize abgezogen wird.
  11. 11. Vorrichtung zur Herstellung eines steifen perforierten Zylinders mit einer Wandstärke von mehreren Zehntelmillimetern durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bestehend aus einem photoaraphischen Parat, einem System zur Sensibilisierung der zvlindrischen Matrize, einer Kopier- und Entwickiunasvorrichtuna für die lichtempfindliche Harzschicht und einem elektrolytischen Ablagerunasbad, g e k e n n z e i c h n e t durch einen Spannungsmesser zum Messen von Große und Richtung der in der Ablagerung entstandenen inneren Spannunaen, mindestens einem gerasterten Film filr die photographische Abbildung des Rasters auf der empfindlichen Harzschicht und Elemente zum Messen, Kontrollieren und Einstellen der verschiedenen Parameter, welche die Kopie des Rasters, die Behandluncren des Harzes und der Matrize und die Figenschaften der Ablagerung je nach der gewünschten Wandstärke des Hohl zylinders bestimmen.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, d a d u r c h <t e -k e n n z e i c h n e t , daß der Spannungsmesser aus einer Grundplatte und aus nichtleitenden Elementen zur Befestigung eines Metallbandes besteht, auf dem die gleiche elektrolytische Ablagerung wie auf dem Hohlzylinder vollzogen wird, wobei die Reaktion des Bandes auf die inneren Spannunqen vorher festgelegt worden ist und das freie Ende des Metallbandes mit einer VerstHrkunasvorrichtuna verbunden ist, die eine direkte Ahlesuna der Richtuna und Größe der Spannungen ermoglicht, denen das Band ausgesetzt ist, und wobei die Einstellunq dieser Werte durch eine genaue Dosierung von im elektrolytischen Bad vorhandenen Zusätzen mit geqensätzlichen Wirkungen erfolgt.
  13. 13. Vorrichtuncr nach Anspruch 11, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der verwendete Raster zur Schaffung eines praktisch gleichmäßigen elektrischen Feldes bei der Ablagerung unter minimaler Verformung der Frcken sechseckförmige Rasterpunkte aufweist, so daß mit der Vergroßerung der Scheitelwinkel (120°) eines sechseckigen Punktes gegenÜber denen eines normalen quadratischen Punktes (90°) die nur wenig ueber der Breite der Steqe liegende Ahlagerungsbreite und ein minimaler Spitzeneffekt derart gegeneinander ausgeglichen werden, so daß eine praktisch gleichmäßige Wandstärke entsteht.
  14. 14. Perforierter Hohlzylinder mit verhältnismäßig dicker steifer Wandung, der durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1o und mit einer Vorrichtunq nach einem der AnsprUche 11 bis 13 hergestellt ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß er Perforierunsen aufweist, die jeweils einem Rasterpunkt entsprechen und deren Umriß aus konvex qekrilmmten Linien besteht, die durch Wirkung des Spitzeneffekts bei der dicken Ablagerung und bei der partiellen Uberdeckunq des Harzes entstanden sind, wobei der Hohlzylinder inneren Spannungen mit dem Bestreben aussetzt ist, eine Dehnung hervorzurufen und seine Trennung von der aus einer leitenden zylindrischen Matrize gebildeten Form zu erleichtern.
  15. 15. Hohlzylinder nach Anspruch 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß seine Struktur einerseits durch die Art und die Dichte der Perforierungen und andererseits durch die WandstHrke bestimmt ist, welche so groß (beispielsweise o,5 mm) ist, daß sie unter Aufrechterhaltung des Verhältnisses der Flache der Perforierungen zur Fläche der Stege mit der Art und der Menge der meisten zum Drucken und Überziehen verwendeten viskosen Produkte die Steifigkeit des Hohlzylinders gewährleistet, wobei der Anteil an Perforierter Fläche bis zu 80% der Gesamtfläche erreicht.
  16. 16. Hohlzylinder nach einem der Ansprüche 14 oder 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß er auf seiner ganzen Fläche regelmäßig verteilte Perforierungen von gleicher Größe aufweist, ss daß er als Vorrichtun zum Herstellen einer dicken, gleichmäßigen Uberzugs mit einem pastenartigen Material, z.B. einem Plastisol oder ähnlichem, verwendbar ist.
  17. 17. Hohlzylinder nach Anspruch 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß er Löcher verschiedener Muster aufweist, von denen ein jedes durch die Form der Perforierungen oder Rasterpunk~a, deren Durchmesser und das Verhältnis von perforierter Fläche zu voller Fläche bestimmt ist, so daß die Dicke der Ablagerung von einem Lochmuster zum anderen variiert und die Herstellung eines reliefartigen Effektes ermöglicht.
  18. 18. Hohlzylinder nach einem der Anspruche 14, 15 oder 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daR der auf der Matrize kopierte Raster Stege von fortschreitend zunehmender Breite in LSngsrichtung aufweist, während auf dem elektrolytisch abgelagerten Hohlzylinder sich nur das Verhältnis von perforierter Fläche zu voller Flache wandert, so daß die durch die Perforierungen entstandene dicke Ablagerung die Wirkung eines sich abschwächenden Reliefs hat.
  19. 19. Hohlzylinder nach einem der AnsprÜche 14 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die dicke Ablagerung für einen Anstrich, die Ablagerung von Druckfarbe, das Ausschneiden oder die Oherflchenveränderung eines Erzeugnisses oder jegliche andere Anwendungen eines dicken gerasterten Zylinders punktartige Vorgänge sind, die durch die Struktur der ZylJnderwandung, die Form, die Fläche und die Anordnung der Perforierungen bestimmt sind, die den Rasterpunkten entsprechen und durch die das oder die verwendeten Materialien hindurchgehen.
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DD130013A5 (de) * 1976-03-29 1978-03-01 Kufstein Schablonentech Gmbh Verfahren zur herstellung einer metallfolie

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