DE280848C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08C—TREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
- C08C1/00—Treatment of rubber latex
- C08C1/14—Coagulation
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 280848 KLASSE 39 b. GRUPPE
Dr. HEINRICH COLLOSEUS in BERLIN.
Zusatz zum Patent 259253.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. November 1913 ab. Längste Dauer: 18.September 1927.
Nach dem Verfahren des Hauptpatentes wird die Koagulation des Kautschuks aus den
Milchsäften in der Weise vorgenommen, dai3 man die Eiweißstoffe und die anderen Begleitstoffe
durch Alkali oder ähnlich wirkende Substanzen in lösliche Form überführt und alsdann durch Zusatz von Erdalkali-, Erd-,
oder Schwermetallsalzen, der Hydroxyde oder Oxyde der Erdalkali-, Erd- oder Schwermetalle
oder der Mischung dieser Substanzen in die wasserschwer- bzw. -unlöslichen Verbindungen
überführt.
Wie weitere Versuche ergeben haben, kann man die Koagulation der Milchsäfte auch so
bewerkstelligen, daß man an Stelle des Alkalis jede beliebige Substanz den Milchsäften einverleibt,
die mit den Erdalkali-, Erd- oder Schwermetallsalzen unter Bildung wasserunlöslicher
Körper reagiert. Außerdem kann die Reihenfolge der Zusätze, insbesondere auch, wenn nach dem Verfahren des Hauptpatentes
Alkali verwendet wird, beliebig variiert werden. Das Verfahren muß aber auch nach
der neuen Beobachtung erheblich erweitert werden insofern, als zu seiner Ausführung
ganz beliebige Komponenten den Milchsäften zugesetzt werden können, die sich unter Bildung
wasserunlöslicher Verbindungen miteinander umsetzen.
In manchen Fällen ist es vorteilhaft, den Milchsäften, falls die Zusätze neutraler Natur
sind, noch eine geringe Menge Alkali zuzusetzen.
Gute Resultate werden erhalten, wenn man den Milchsäften z. B. Wasserglas, Borax, Trinatriumphosphat
und ein Erdalkali-, Erd- oder Schwermet allsalz in beliebiger Reihenfolge zugibt.
Ebenso kann man durch Umsetzung von Natriumsulfat mit Erdalkalisalzen in den Milchsäften eine glatte Koagulation erzielen.
Auch führt das Verfahren zum Ziele, nach welchem den Milchsäften Erdalkalisalze zugesetzt
und dann Kohlensäure in die Milchsäfte eingeleitet wird. Selbstverständlich können
auch hier, wie im Hauptpatent beschrieben, bei der Koagulation Emulgierungsmittel,
wie Seife, Eiweißstoffe u. dgl., zugesetzt werden.
Ebenso hat sich im Laufe der Versuche gezeigt, daß das aus dem koagulierten Kautschuk
sich abscheidende Serum stark koagulierende Eigenschaften aufweist und daher zum Koagulieren neuer Milchsäfte benutzt
werden kann.
Das Verfahren wird an nachfolgenden Beispielen erläutert·:
ι kg Kickxiamilch wird mit 85 ecm einer
25prozentigen Chlorcalciumlösung versetzt. Die Milch wird alsdann neutralisiert und unter
ständigem Umrühren werden 60 ecm einer loprozentigen Alkalilösung zugesetzt.
ι kg Kickxiamilch wird zunächst neutralisiert und dann mit 20 ecm einer 2oprozen-
tigen Trinatriumphosphatlösung und 85 ecm
einer 25prozentigen Chlorcalciumlösung versetzt. Falls die Koagulation nach 20 Minuten
noch nicht eingetreten sein sollte, werden noch 10 ecm Alkalilösung zugesetzt.
ι kg Kickxiamilch wurde mit 85 ecm einer
25 prozentigen Chlorcalciumlösung und 10 ecm
Wasserglas versetzt.
ι kg neutralisierter Kickxiamilch werden 50 ecm des bei den vorherigen Koagulationen
gewonnenen Serums zugesetzt.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Ausführungsform des Verfahrens nach Patent 259253, darin bestehend, daß man den Milchsäften statt des Alkalis und der Erdalkali-, Erd- oder Schwermetallsalze beliebige Komponenten zusetzt, die unter Bildung wasserunlöslicher Niederschläge aufeinander einwirken.
- 2. Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, daß man den Komponenten, falls sie neutraler Natur sind, geringe Mengen eines Alkalis zusetzt.
- 3. Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß Patent 259253, darin bestehend, daß man das Alkali den Milchsäften entweder erst nach Zusatz der Erdalkali-, Erd- oder Schwermetallsalze oder gleichzeitig mit diesen Salzen einverleibt.
- 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Patent 259253 und nach Ansprüchen 1 und 2, darin bestehend, daß man das aus dem gefällten Kautschuk sich abscheidende Serum zum Koagulieren neuer Milchsäfte benutzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280848C true DE280848C (de) |
Family
ID=536636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280848D Active DE280848C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE280848C (de) |
-
0
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