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DE2808365A1 - Organisch-mineralischer bodenstrukturverbesserer und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents

Organisch-mineralischer bodenstrukturverbesserer und verfahren zu dessen herstellung

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DE2808365A1
DE2808365A1 DE19782808365 DE2808365A DE2808365A1 DE 2808365 A1 DE2808365 A1 DE 2808365A1 DE 19782808365 DE19782808365 DE 19782808365 DE 2808365 A DE2808365 A DE 2808365A DE 2808365 A1 DE2808365 A1 DE 2808365A1
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DE
Germany
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component
soil structure
soil
structure improver
improver according
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DE19782808365
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English (en)
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Nichtnennung Beantragt
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BRINKMANN HEINRICH
Original Assignee
BRINKMANN HEINRICH
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/14Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only
    • C09K17/18Prepolymers; Macromolecular compounds
    • C09K17/32Prepolymers; Macromolecular compounds of natural origin, e.g. cellulosic materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers
    • C05D9/02Other inorganic fertilisers containing trace elements

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft einen organisch-mineralischen Bo-
  • denstrukturverbesserer und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
  • Neben den klimatischen Wachstumsfaktoren sind die bodenbedingten Wachstumsfaktoren für die Entwicklung der Pflanzen von ausschlaggebender Bedeutung. Der fruchtbare Boden ist ein kompliziertes System von organischen und anorganischen Kolloiden und die Pflanze deckt ihren Nährstoffbedarf unmittelbar aus den in der Bodenlösung enthaltenen Ionen und zum anderen durch direkten Austausch mit den Bod enkolloid en.
  • Bei guten Soptionseigenschaften des Bodens sind die durch Auswaschung bedingten Nährstoffverluste geringer, und die Pflanze kann auch aus einem ausgetrockneten Boden noch Nährstoffe aufnehmen.
  • Der Boden ist ein System von festen, flüssigen und gasförmigen Phasen mit einer vierten, sogenannten biologischen Phase, bestehend aus Bodenorganismen, welche wiederum auf die Fruchtbarkeit des Bodens entscheidenden Einfluß haben Die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, d.h. der Struktur, des Sorptionsverhaltens und der Vermehrung der biologischen-Phase sind eine der wichtigsten Aufgaben der Landwirtschaft. Beim Vernachlässigen dieser Faktoren müssen zur Erzielung von Höchst erträgen immer größere Mengen von anorganischen NPK-DUngern ( mineralische Dünger auf der Basis Stickstoff-Shosphor-Kalium) eingesetzt werden, um die Auswaschungsverluste in den nicht mehr sorptionsfähigen Böden auszugleichen.
  • Der immer höhere Einsatz von Mineraldünger belastet das ökosystem und führt zum Absterben des BodenbiotopsO Es muß daher versucht werden, die ausgewogenen, geschlossenen Kreisläufe der Natur möglichst wieder herzustellen.
  • Zur Erhaltung der Beistungsfähigkeit eines Bodens ist nicht nur die Zufuhr einer entsprechenden Menge sogenannter Makronährstoffe für den direkten Einfluß auf das Iflanzenwachstum erforderlich, sondern es ist ebenso notwendig, den Boden mit einer genügenden Menge an Mikronährstoffen und organischen Substanzen zu versorgen, die für die Erhaltung und Förderung des Ilikrolebens im Boden -der sogenannten biologischen Phase - notwendig sind.
  • Durch solche Maßnahmen kann dann als Polgewirkung auch das Pflanzenwachstum auf eine Art gefördert werden, wie sie selbst durch eine optimale Dosierung von mineralischen Düngemitteln nicht erreicht werden kann.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen organischmineralischen Bodenstrukturverbesserer zu schaffen, mit dem es allgemein möglich ist, das für ein gutes Pflanzenwachstum erforderliche Mikroleben im Boden zu erhalten, zu verbessern und,/oder überhaupt zu entwickeln.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch eine QEschung von assimilierbaren Sacchariden, Aminosäuren, biogenen Aminen, Spurenelementen und mineralischen Nährstoffen auf der Basis eines NPK-Düngers ganz außerordentliche Bodenverbesserungen und Pflanzenwachstumserfolge erzielt werden können. Dabei sind die einzelnen Mischungskomponenten des erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserers in bevorzugten und erprobten Zusammensetzungen wie folgt naher gekennzeichnet: Komponente a): Assimilierbare Kohlenstoffverbinden Hierzu gehören vorzugsweise die von Mikroorganismen leicht assimilierbaren Monosaccharide9 wie Glucose Fructose, Galactose und/oder Xylose im Gemisch mit Disacchariden, wie Saccharose und/oder Maltose Diese assimilierbaren Monosaccharide und Disaccharide können als Hydrolyseprodukte von Polysacchariden, Oligosacchariden und Disacchario den erhalten werden. Neben diesen Sacchariden können auch andere assimilierbare Kohlenstoffverbindungen wie organische Säuren oder Alkohole verwendet werden.
  • Komponente b): Aminosäuren und biogene Amine Die freien Aminosäuren als Mischungskomponente können durch Hydrolyse von tierischem oder pflanzlichem Protein gewonnen werden. Die Hydrolyse erfolgt dabei zweckmäßigerweise, sofern das Produkt noch nicht in ausreichend hydrolysierter Form vorliegt, mittels Phosphorsäure oder einer anderen von Pflanzen und Mikroorganismen verwertbaren Säure die in ihren chemischen Substanzen möglichst zur gewUnschten Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserers beiträgt Bevorzugt werden jedoch biologische Abfallprodukte verwendet, welche Aminosäuren und biogene Amine bereits in freier Form enthalten. Ein besonderes Merkmal der Erfindung ist in dieser Hinsicht die Verwendung eines bisher kaum genutzten Nebenproduktes der Zuckerrübenverarbeitung, nämlich der Melasse schlempe oder Vinasse. Diese Melasseschlempe enthält die erforderlichen Aminosäuren und zugleich als biogene Amine im wesentlichen Betain und/oder Choline Für den- erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserer kommen unter anderem folgende Aminosäuren, wie sie auch in der Zuckerrübenmelasse enthalten sind, in Frage: Asparaginsäure, Alanin, Leucin, Isoleucin, Glycin, Tyrosin, Valin, Serin, Prolin, Hystidin, Methionin, Phenylalanin, Lysin und Aminobuttersäure.
  • Komponente c): Nährstoffe und Spurenelemente Als mineralische Nährstoffe kommen vorzugsweise solche in Frage, die auch die Grundlage bekannter NPK-Dünger bilden und im wesentlichen Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumverbindungen enthalten. Ferner kann es vorteilhaft sein, daß der Bodenstrukturverbesserer auch noch Magnesium enthält. Sofern bei der Verwendung von Melasseprodukten als Komponente b) diese bereits teilweise mineralische Nährstoffe enthalten, braucht in der gewünschten Zusammensetzung des Endproduktes nur noch die Differenz zu den gewünschten Anteilen durch Zugabe ent-sprechender mineralischer Verbindungen ergänzt zu werden.
  • Als Spurenelemente kommen Bor, Kupfer, Mangan, Zink, Eisen, Kobalt, Molybdän und andere in Frage.
  • In vielen Fällen kann es zweckmäßig und wünschenswert sein, dem erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserer als zusätzliche Komponente d) noch Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel zuzusetzen. Durch Zusatz von organischen Wirkstoffen für das Wachstum der Mikroorganismen und Pflanzen kann die Wirkung des erfindungsgemäßen Bodenumwandlers noch verbessert werden0 Ein Teil solcher organischen Wirkstoffe, wie Biotin und Enzyme, sind in Melasseschlempen und in anderen Abfallprodukten aus Fermentationsprozessen bereits enthalten. Bine Anreicherung kann auch durch Zusatz von Maisquellwasser oder Fischpreßsaft erfolgen.
  • Dem Bodenumwandler können auch Pflanzenschutzmittel, wie Herbicide, Fungicide, Nematicide und Insekticide zugesetzt werden. In einzelnen Fällen wird die Emulgierbarkeit der Pflanzenschutzmittel durch die im Bodenumwandler enthalten nen Aminosäuren verbessert. Des weiteren kann durch eine Kombination des Bodenverbesserers mit Pflanzenschutzmitteln bei der Blattdüngung eine längere Haftung dieser Pflanzenschutzmittel auf den Blättern erreicht werden0 Der erfindungsgemäße Bodenstrukturverbesserer besteht vorzugsweise aus einer wässerigen Lösung mit etwa 50-70 Gew. Trockensubstanz0 Der pH-Wert liegt vorzugsweise zwischen 5 und 8. Als besonders wirksam für verschiedene Fälle der Anwendung haben sich Zusammensetzungen ergeben, wie sie in den Unteransprüchen gekennzeichnet sind0 Ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserers besteht, wie bereits angedeutet, darin, daß als Grundsubstanz Zuckerrübenmelasse9 deren Weit erverarbeitungsprodukt e und/oder natürliche Proteinhydrolysate verwendet werden0 Diese Ausgangsstoffe enthalten je nach ihrer Art neben insbesondere den erforderlichen Aminosäuren auch bereits erhebliche Anteile der übrigen erfindungsgemäßen Komponenten, so daß diese durch Zugabe entsprechender Chemikalien nur noch auf die gewünschten Anteile ergänzt zu werden brauchen.
  • Als bevorzugtes Ausgangsprodukt wird jedoch Melasseschlempe aus der Rübenzuckerherstellung verwendet. Bei der Verarbeitung der Zuckerrüben wird als letzter, nicht mehr kristallierbarer Ablauf die Melasse erhalten. Diese Rübenmelasse enthält etwa noch 50 % Saecharose.
  • In Fermentationsprozessen werden aus der Melasse unter anderem Alkohol, 3ackhefe, PutterheSe9 Zitronensäure, Mi3chsure und andere organischen Spuren, Glutaminsäure, lysin und andere Aminosäuren, sowie Enzyme und Vitamine gewonnen. In anderen Fällen wird durch Ausfällungs- oder Ionenaustauschverfahren die Saccharose aus der Melasse abgetrennt. Das Restprodukt wird in eingedickter Form als sogenannte Melassedicksohlempe bezeichnet.
  • Diese Dickschlempen oder Vinassen enthalten die wasserlöslichen Nichtzuckerstoffe der Zuckerrübe in konzentrierter Form Dies sind neben den Kalium und Natriumsalzen und verschiedenen organischen Säuren im wesentlichen die L-Aminosäuren und das Betain0 Bedingt durch die unterschiedlichen Verfahren der Melasseverarbeitung enthalten die Schlempen noch zusatzliche organische und anorganische Stoffe. Diese Melasseschlempen sind schwer verwertbare Abfallstoffe und ergeben beim Binleiten in Gewässer sehr hohe BSB5-Belastungen. Die erfindungsgemäße Verwendung der Melasseschlempe als Mischungskomponente für einen Bodenverbesserer liefert daher gleichzeitig einen Beitrag zur Reinhaltung der Gewässer.
  • Unerwartet und neu ist der günstige Einfluß der in der Zuckerrübenmelasse enthaltenen biogenen Amine Betain und Cholin auf das Pflanzenwachstum. Diese Verbindungen sind Methylgruppendonatoren, über deren Wirkung im Stoffwechsel der Pflanzen und Mikroorganismen zur Zeit noch wenig bekannt ist.
  • Während die Melassedickschlempe im wesentlichen die Komponente b) des erfindungsgemäßen Bodenstrukturverbesserers bildet, kann durch einen entsprechenden Anteil nicht entzuckerter Melasse auch gleichzeitig die Komponente a) mit zur Verfügung gestellt werden. Die im wesentlichen in Form von Saccharose vorliegenden Zucker werden dabei zur Umwandlung in assimilierbare Monosaccharide zweckmäßigerweise durch Phosphorsäure zu Invertzucker hydrolisiertg der aus Fructose und Glucose (Dextrose) besteht Im folgenden wird die Erfindung anhand dreier Ausführungsbeispiele im einzelnen noch näher beschrieben0 Ausführungsbeispiel 1 Herstellung eines Bodenumwandlers durch Vermischen folgender Komponenten: Mischungskomponente a) 100 kg Zuckerrübenmelasse mit 78 % TS und 50 0 Saccharose werden mit 20 1 85%iger Phosphorsäure auf einen pH-Wert von 1,0 bis 2,0 eingestellt und zwei Stunden auf 85° C erhitzt. Bei dieser Behandlung werden ca.
  • 90 % der Saccharose in Invertzucker überführte Mischungskomponente b) 400 kg Melassedickschlempe aus der Entzuckerung mit folgender Zusammensetzung: Trockensubstanz 70 % ges. Stickstoff N 4,2 % Asche 21 % K2O 10 % Betain 15 % Aminosäure 19 ß pH-Wert 11 Mischungskomponente c) 5 1 Ammoniakwasser, 30 %ig, zur pH-Einstellung Mischunskomponente d) 20 7 Maisquellwasser Nach dem Vermischen wird durch Zugabe von Wasser die gewünschte Trockensubstanz eingestellt Es wird ein Bodenumwandler folgender Zusammensetzung erhalten: Trockensubstanz ca. 70 % Aminosäuren " 15 % Betain " 11 % Zucker " 9 % Kaliumoxid K2O " 8 % Stickstoff N " 4 % Phosphat P2O5 " 4 pH-Wert 6,5 Ausführungsbeispiel 2 Herstellung eines Bodenumwandlers durch Vermischen folgender Komponenten: Mischungskomponente a) 50 kg Dextroselösung mit 60 ? TS.
  • Diese Dextroselösung wird nach bekanntem Verfahren durch Hydrolyse mit Enzymen oder Säuren aus einer ungereinigten Stärkelösung hergestellt0 Mischungskomponente b) 400 kg Melassedickschlempe aus der Zitronensäurefermentation mit folgender Zusammensetzung: Trockensubstanz ca 65 % ges. Stickstoff N " 3 % Asche ' 18 c, K2O " 8 % Betain " 10 % Aminosäuren " 13 % Zucker s, 5 % pH-Wert 6,5 Mischungskomponente c) 50 kg Ammonphosphatlösung mit 10 o N und 34 % P2O5 Mischungskomponente d) entfällt, da Komponente b) als biologisches Substrat organische Wirkstoffe enthält0 Nach dem Vermischen wird durch Zusatz von Wasser die gewünschte Trockensubstanz eingestellt. Es wird ein Bodenumwandler folgender Zusammensetzung erhalten: Trockensubstanz ca, 65% Aminosäuren " 10 silo Betain " 8 % Zucker " 10 o/O Kaliumoxid K20 " 6,5 % Stickstoff N " 3,5 % Phosphat P205 " 3,5 % pH-Wert 7,0 Ausführungsbeispiel 3 Herstellung eines Bodenumwandlers durch Vermischen folgend er Komponenten: Mischungskomponente a) 50 kg Rohrmelasse mit 25 % Invertzucker und 25 % Saccharose Mischungskomponente b) 400 kg Melassedickschlempe aus der Glutaminsäuregewinnung mit folgender Zusammensetzung: Trockensubstanz ca. 60 % ges, Stickstoff " 7,7 % Asche " 10 % K2O " 2 % Betain " 8 % Aminosäure " 15 % Zucker " 7 pH-Wert 5,8 Mischungskomponente c) 50 kg Ammonphosphatlösung mit 10 % N und 34 % P205 Mischungskomponente d) Ein Herbicid in entsprechender Menge nach Vorschrift des Herstellers.
  • Nach dem Vermischen wird durch Zusatz von Wasser die gewünschte Trockensubstanz eingestellt.
  • Es wird ein Bodenumwandler folgender Zusammensetzung erhalten: Trockensubstanz ca. 60 % Aminosäure " 13 ß Betain " 7 % Zucker " 7 % Kaliumoxid K20 " 2 % Stickstoff N " 7 % Phosphat P2O5 " 3,5 % pH-lTert 6,5 Der in seiner Herstellung beschriebene Bodenumwandler enthält außer seinen organisch-biologischen Substanzen die mengenmäßig dosierten Anteile an mineralischem Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie die Spurenelemente aus der Melasseschlempe, da die während des Wachstums der Zuckerrübe aufgenommenen Spurenelemente fast vollständig in angereicherter Form in der Melasseschlempe enthalten sind.
  • Der Bodenumwandler ist frei von allen pflanzenschädlichen Bestandteilen und wirkt als hochaktives, biologisches Substrat bei der Aufrechterhaltung und Intensivierung der mikrobiellen Bodentätigkeit und der Nährhumusbildung.
  • Gleichzeitig wird die Vermehrung sowie Erneuerung kolloidaler Substanzen zur Verbesserung der Struktur, des Wasser haushalts und der Sorptionseigenschaften des Bodens (Dauerhumus) gefördert.
  • Durch den erfindungsgemäßen Bodenumwandler wird die Gare-und Krümelbildung sowie eine bessere Durchlüftung und erhöhle Wasserhaltekapazität des Bodens im Bereich der Ackerkrume erreicht.
  • Die jeweils anzuwendende Menge des erfindungsgemäßen Bodenumwandlers richtet sich nach dem Kulturzustand des zu behandelnden Bodens.
  • Im Normalfall werden 50 Liter des Bodenumwandlers mit Wasser im Verhältnis von 1:5 bis 1:10 verdünnt und über Spritzdüsen auf ein Hektar verteilt.
  • Die Aufbringung kann im Herbst auf die Stoppeln, im Prühjahr vor dem Einbringen der-Saat oder während der Vegetationsperiode erfolgen.
  • Durch seinen hohen Gehalt an Aminosäuren wirkt der erfindungsgemäße Bodenumwandler gleichzeitig als Blattdünger.
  • In Versuchen wurde in relativ kurzer Zeit verstärktes Wachstum und kräftige grüne Blattfärbungen beobachtet.
  • Bei gleichzeitigem Zusatz von Pflanzenschutzmitteln kann Düngung und Schädlingsbekämpfung in einem Arbeitsgang erfolgen und zusätzlich wird die Wirksamkeit des Pflanzenschutzmittels durch bessere Haftung an den Blättern erhöht.
  • Das Gedeihen einer Vielzahl von Wirtschaftspflanzen ist von den Vorhandensein einer bestimmten Bakterienkultur im Boden abhängig So sind Azotobacter erforderlich für Getreide, Grassaat, krartoffeln, Yüben und alle Gartenfrüchte.
  • Die Azotobacter sind im Boden freilebende Bakterien Die Anwesenheit von Rhizobien ist für das Wachstum aller Leguminosen erforderlich0 Es handelt sich dabei um diejenigen Bakterien, die die Bildung der Stickstoffknollen dieser Iiflanzenarten verursachen und fördern, Zwar hat man schon bisher zum Erzielen besserer lYachstumsergebnisse Saatgut mit den entsprechenden Bakterienkulturen geimpft, jedoch hat es sich herausgestellt daß diese Bakterien in den meisten Fällen nach Einbringen des Saatgutes in den Boden weitgehend wieder abgestorben sind und ihre angestrebte Wirkung nicht entfalten konnten In diesem Zusammenhang hat sich der Einsatz des erfindungsgemäßen Bodenumwandlers als besonders erfolgreich erwiesen Er wirkt dabei als ausgesprochener Aktivator für die genannten Bakterienkulturen, wodurch die mit ihnen vorgenommene Saatgutimpfung erst ihre volle Wirkung entfalten kann0 Diese Verbundanwendung ist besonders empfehlenswert bei sterilen und ariden Böden oder solchen, die anomale biologische Verhältnisse aufweisend Diesen nützlichen, gezüchteten und denn frei im Boden in Symbiose an den Wurzeln der Deguminosen lebenden Bakterien, die sich an sich unter normalen Verhältnissen schnell vermehren, liefert der erfindungsgemäße Bodenumwandler bei verarmte Böden das erforderliche Nährstoffangebot.
  • Es wird dadurch eine Dauerwirkung zum Erreichen eines fruchtbaren Zustandes der Böden erreicht unter Aufbau eines biologischen Gleichgewichtes.

Claims (31)

  1. Organisch-mineralischer Bodenstrukturverbesserer und Verfahren zu dessen Herstellung.
    PatentansprUche 1. Organisch-mineralischer Bodenstrukturverbesserer, dadurch gekennzeichnet, daß er in Mischung mindestens zwei der folgenden Komponenten enthält: a) assimilierbare Kohlenstoffverbindungen; b) Aminosäuren und biogene Amine; c) mineralische Nährstoffe und Spurenelemente.
  2. 2. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als weitere Komponente d) organische Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel enthält
  3. 3. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 1 oder 29 dadurch gekennzeichnet, daß er als wässerige Lösung mit 50-70 Gew.% Trockensubstanz vorliegt
  4. 4. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung auf einen pH-iert von 5 - 8 eingestellt ist.
  5. 5. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) aus assimilierbaren Monosacchariden besteht.
  6. 6. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) aus assimilierbaren Monosacchariden und Disacchariden besteht.
  7. 7. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) mindestens 65 ,S assimilierbare Monosaccharide enthält.
  8. 8o Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die assimilierbaren onosaccharide Glucose, Fructose, Galactose und» oder Xylose sind.
  9. 9. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die assimilierbaren Disaccharide Saccharose und/oder Maltose sind.
  10. 10. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) Glucose, Fructose etwa im Gewichtsverhältnis von 1:1 enthält.
  11. 11. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente b) biogene Amine im Verhältnis von 1:1 bis 1:2 zu den Aminosäuren enthält0
  12. 12. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als biogenes Amin im wesentlichen Betain oder Cholin enthalten sind
  13. 13. Modenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet9 daß die Komponente b) in form von Melassedicksohlempe enthalten ist0
  14. 14. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente c) als mineralische Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält.
  15. 15. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente c) zusätzlich Magnesium enthält.
  16. 16 Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente c) als Spurenelemente eines oder mehrere der Elemente Bor, Kupfer, Mangan, Zink, Eisen, Kobalt und/oder Molybdän enthält.
  17. 17. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß Komponente c) die Elemente Stickstoff, Phosphor und Kalium in folgenden Gewichtsverhältnissen enthält: N = 2205 = 1 : 5 bis 5 : 1 2 : P2O5 = 1 : 5 bis 2 : 1
  18. 18. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente c) in folgenden Gewichtsverhältnissen zusammengesetzt ist: II : P2O5 = 1 : 1 bis 2 : 1 K20 : P2O5 = 1 : 2 bis 2 : 1
  19. 19. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung: Komponente a): 1 - 4 Gewichtsteile (gerechnet als trockene Zuckersubstanz); Komponente b): 2 - 9 Gewichtsteile (gerechnet als Trockensubstanz); Komponente c): 3 - 6 Gewichtsteile (gerechnet als Summe von N + P205 + K20).
  20. 20. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung: Komponente a): 3 - 4 Gewichtsteile (gerechnet als trockene Zuckersubstanz); Komponente b): 7 - 9 Gewichtsteile (gerechnet als Trockensubstanz); Komponente c): 5 - 6 Gewichtsteile (gerechnet als Summe von N + 2205 + K2O).
  21. 21. Bodenstrukturverbesserer nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten a), b) und c) im Gewichtsverhältnis von etwa 2 : 5 : 3 vorliegens
  22. 22. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 2 bis 21, dadurch gekennzeichnet9 daß die Komponente d) als organische Wirkstoffe Enzyme9 Vitamine und/ oder Wuchsetoffe enthält.
  23. 23. Bodenstrukturverbesserer nach einem der Ansprüche 2 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente d) als Pflanzenschutzmittel Herbicide, Fungizide und/oder Insekticide enthält.
  24. 24. Verwendung des Bodenstrukturverbesserers nach den Ansprüchen 1 bis 23 als Eultursubstrat für Bodenbakterien bei der Baatgutimpfung, vorzugsweise mit Azotobacter oder Rhizobien, oder bei sonstiger Ausbringung von Bodenbakterien.
  25. 25. Verfahren zur Herstellung des Bodenstrukturverbesserers nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daR als Ausgangsprodukt, insbesondere für die Komponente b), Weiterverarbeitungsprodukte von Zuckerrübenmelasse (elasseschlempe) und/oder Proteinhydrolysate verwendet und zur Ergänzung auf die gewünschte Endzusammensetzung entsprechende Stoffe zugemischt werden0
  26. 26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ausgangsprodukten enthaltene Polysaccharide und/oder Proteine durch Phosphorsäure oder eine andere von Pflanzen und Mikroorganismen verwertbare Säure in assimilierbare Saccharide bzw. Aminosäuren hydrolytisch gespalten werden.
  27. 27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der Komponenten a) und b) zuckerhaltige Melasse und entzuckerte Melasseschlempe im erforderlichen Mengenverhältnis zusammengemischt und die Komponente c) durch Zugabe entsprechender mineralischer Düngeranteile, wie Stickstoff-, Kalium-, Phosphor- und/oder Magnesiumverbindungen, auf den gewünschten Anteil ergänzt wird.
  28. 28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Melasse vorwiegend als Saccharose vorliegende Zucker durch hydrolytische Spaltung in Invertzucker, d.h. in Fructose und Glucose (Dextrose) überführt wird.
  29. 29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrolyse durch Phosphorsäure erfolgt.
  30. 30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß Spurenelemente und/oder organische Wirkstoffe, soweit sie nicht bereits in den Ausgangsprodukten enthalten sind, sowie erforderlichenfalls Pflanzenschutzmitt el in gewünschtem Anteil zugesetzt werden.
  31. 31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß organische Wirkstoffe als Fermentationslösungen undXoder Maisquellwasser zugesetzt werden.
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