DE2808261B2 - Schaltungsanordnung zum Zünden und zum Betrieb einer Leuchtstofflampe mit vorheizbaren Elektroden an einem transistorisierten Wechselrichter - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Zünden und zum Betrieb einer Leuchtstofflampe mit vorheizbaren Elektroden an einem transistorisierten WechselrichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Schaltungsanordnung ist aus der DE-AS 98 608 bekannt. Bei ihr wird der mit einer
Lampenelektrode verbundene Kondensator über den Gleichrichter und einen Widerstand so langsam
aufgeladen, daß er erst dann, wenn die Lampe innerhalb der für die normale Zündung vorgesehenen Zeit nicht
gezündet hat, den Endwert seiner Ladespannung erreicht und seine Gleichspannung der an den
Lampenelektroden liegenden Leerlaufspannung des Transformators überlagert. Durch die über einen
Schutzwiderstand an den Verbindungspunkt zwischen dem Gleichrichter und dem Widerstand angeschlossene
Zündhilfselektrode wird eine Vorionisierung der Lampe eingeleitet, und bei bestimmten Betriebsverhältnissen
kann eine Zündung der Lampe herbeigeführt werden, wobei nach erfolgter Zündung der Lampe die
Gleichspannung nicht mehr wirksam ist. Bei tieferen Temperaturen kann jedoch durch die äußere Zündhilfe
in der Lampe eine Glimmentladung hervorgerufen werden, die soviel Energie aufnimmt, daß über den
Gleichrichter eine ausreichende Aufladung des Kondensators nicht mehr erfolgt, die einen Durchbruch der
F.ntlariune zu einer Boeenentladune bewirken könnte.
Die Entladung in der Lampe bleibt dann im Zustand der
Glimmentladung.
Zur Vermeidung dieser Probleme bei tiefen Temperaturen
ist aus der DE-PS 17 89 052 eine Schaltungsanordnung
bekannt, bei der die Zündhilfselektrode über einen Spannungsteiler mit der Zündhilfsspannung beaufschlagt
wird. Der Spannungsteiler enthält einen normalen Widerstand und einen temperaturabhängigen
Widerstand. Dieser temperaturabhängige Widerstand soll bewirken, daß über die Zündhilfsselektrode erst
dann eine wirksame Zündhilfe erfolgen kann, wenn die in diesem Fall vorgesehenen zwei Kondensatoren im
Lampenstromkreis ausreichend aufgeladen wurden, so daß auch bei tiefsten Temperaturen und bei herabgesetzier
Anschlußspannung ein sicheres, schlagartiges Durchzünden der Lampe zur Bogenentladung gewährleistet
wird.
Die erste der genannten Schaltungen erfordert einen Kompromiß hinsichtlich der Leerlaufspannung der
Betriebsspannungswicklung. Je höher diese Leerlaufspannung, bei desto tieferen Temperaturen kann noch
mit einem sicheren Zünden der Lampe gerechnet werden, desto größer ist jedoch die Gefahr sogenannter
Kaltstarts bei Normaltemperatur, die es an sich zu vermeiden gilt. Durch die letztgenannte Schaltungsanordnung
wird zwar eine bessere Aufladung des Kondensators bei tiefen Temperaturen gewährleistet,
die Gefahr von Kaltstarts bei Normaltemperatur wird dabei aber nicht geändert.
J» Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß einerseits die Leuchtstofflampe bei tiefer Temperatur
und herabgesetzter Spannung der den Wechselrichter speisenden Spannungsquelle noch sicher zündet, daß
ir> andererseits aber bei normalen Raumtemperaturen
keine Kaltstarts zu befürchten sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 geslöst.
«ο Infolge der Wirkung des Kaltleiters liegt nicht nur die
Zündhilfselektrode nach einem Einschalten anfangs auf einem die Zündung eher behindernden denn unterstützenden
Potential, sondern auch der der Aufladung des Kondensators dienende Gleichrichter ist mit diesem
Potential beaufschlagt, so daß anfangs keine merkliche Aufladung des Kondensators erfolgen kann. Dies führt
dazu, daß insbesondere bei hoher Eingangsspannung des Wechselrichters und damit hoher Leerlaufspannung
und erhöhter Raumtemperatur keine Lampenzündung eintritt, bevor nicht die vorheizbaren Elektroden die zur
Vermeidung von Kaltstarts erforderliche Temperatur erreicht haben. Bei hoher Leerlaufspannung und hoher
Umgebungstemperatur bewirkt der Kaltleiter ferner eine Dämpfung der Spannungsspitzen vom Transformator
und verhindert auch hierdurch eine Frühzündung. Bei niedrigen Temperaturen sowie auch bei niedriger
Leerlaufspannung kann sich der Kondensator nach einer zum Aufheizen der Elektroden ausreichenden Zeit
soweit aufladen, daß eine sichere Zündung gewährleistet ist.
Die Einschaltung des Kaltleiters mittels eines Gleichrichters sorgt einerseits für ein stabiles Verhalten
des Kaltleiters bei allen Temperatur- und Spannungsbereichen und bringt darüberhinaus den weiteren Vorteil,
daß der mit Gleichstrom gespeiste Kaltleiter im Betrieb hochohmiger wird, als es bei Wechselstromspeisung
möglich wäre, so daß die entsprechend geringe Verlustleistung den Wirkungsgrad der Schaltungsan-
Ordnung erhöht Dies ist insbesondere wichtig beim vorzugsweisen Frequenzbereich des Wechselrichters in
der Größenordnung von 2ö kHz.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ivird an Hand der nebenstehenden Figur erläutert
Die Gleichstromquelle 1 speist den etwa mit 20 kHz schwingenden Transistoroszillator 2 welcher den
Streufeldtransformator 3 beinhaltet Auf der Sekundärseite dieses Transformators befinden sich die beiden
Heizwickl'jngen 4 und 5, die Betriebsspannungswicklung
6 und die Zündhilfswicklung 7.
Beim Einschalten des Wechselrichtei s werden im ersten Moment die beiden Heizwendeln der Lampe
vorgeheizt, so daß nach etwa einer Sekunde eine genügend starke Vorheizung der beiden Elektroden
auftritt. Der Kaltleiter 8, welcher über den Gleichrichter 9 einerseits am Anfang der Betriebsspannungswicklung
und andererseits über den Widerstand Harn Ende der Zündhilfswicklung 7 angeschlossen ist, soi^t dafür, daß
an dem zentralen Verbindungspunkt 10 im ersten
Moment ein geringes Spannungspotential zwischen der Lampe und der Beleuchtungskörpermasse besteht,
welche über den Kondensator 12 angeschlossen ist. Mit Hilfe des Widerstandes 11, welcher auch ein Kondensator
sein kann, wird der Kaltleiter 8 allmählich i·-,
aufgeheizt, so daß der Verbindungspunkt 10 nach etwa einer Sekunde potentialmäßig sich an das Fnde der
Zündhilfswicklung verschiebt, wodurch über den kleineren Kondensator 12 die kapazitive Zündiiilfe plötzlich
stark wirksam wird, so daß die Lampe bei Normaltemperatur nun eine Zündbereitschaft aufweist. Der
Widerstand 13, sowie die Diode 14 welche an dem Verbindungspunkt 10 angeschlossen sind, sorgen für
eine stärkere Aufladung des Kondensators 15 nur für den Fall, daß die Lampe 16 noch nicht gezündet hat, was
insbesondere bei tiefen Raumtemperafiren der Fall ist.
Am Kondensator 15, welcher im Lampensiromkreis angeordnet ist, steigt bei Nichtzündung der Lampe die
Spannung nun soweit an, bis schließlich die Spannung an der Lampe, beziehungsweise die Spannung von
Elektrode zu Elektrode, so hoch wird bis die Zündung erfolgt.
Die gefundene Schaltanordnung hat nun den großen Vorteil, daß einerseits keine schädliche Inbetriebnahme
der Lampe auftritt, und andererseits mit Hilfe der verzögerten Aufladung des Kondensators 15 eine
Betriebssicherheit bei tiefen Temperaturen selbst bei abgesenkter Speisespannung gewährleistet ist.
Nachdem bei dieser Schaltanordnung ohne Hilfe eines mechanischen oder elektronischen Schalters die
verzögerte Zündung der Leuchtstofflampe durchgeführt wird, kann neben einer hohen Betriebssicherheit
bei gutem elektrischem Wirkungsgrad eine einfachere und billigere Herstellungsweise dieses Gerätes erzielt
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zum Zünden und zum Betrieb einer Leuchtstofflampe mit vorheizbaren
Elektroden an einem transistorisierten Wechselrichter, dessen Streufeldtransformator auf der Sekundärseite
eine Betriebsspannungswicklung, deren Enden über einen Kondensator mit den Lampenelektroden
verbunden sind, ferner zwei Heizwicklungen für die Lampenelektroden und eine mit der
Betriebsspannungswicklung in Reihe geschaltete Zündhilfsspannungswicklung aufweist, wobei der an
eine Lampenelektrode angeschlossene Belag des Kondensators über einen ersten Gleichrichter und
eine Impedanz mit dem freien Ende der Zündhilfsspannungswicklung verbunden ist und am Verbindungspunkt
des Gleichrichter, und der Impedanz eine Zündhilfselektrode der Leuchtstofflampe angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kaltleiter (8) über einen zweiten Gleichrichter
(9) einerseits an den Verbindungspunkt (10) von erstem Gleichrichter (14) und Impedanz (11) und
andererseits an den anderen Belag des Kondensators (15) angeschlossen ist und daß zwischen der
Zündhilfselektrode und dem Verbindungspunkt (10) ein zweiter Kondensator(12)angeordnet ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanz (U) ein Widerstand
ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanz ein Kondensator
ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Frequenz des Wechselrichters etwa 20 kHz beträgt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Gleichrichter (9) tin Brückengleichrichter ist.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
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