DE2808017C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ermittlung
des Gesamtgewichts eines Luftfahrzeugs der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 genannten Art.
Das Gesamtgewicht eines Luftfahrzeugs kann in Verbindung mit
der Stellung der Klappen und Vorflügel der Auftriebsoberfläche
zur automatischen Bestimmung der wesentlichen Abhebegeschwindigkeits-
Bezugswerte verwendet werden, wie zum Beispiel der Entscheidungsgeschwindigkeit
(V 1), der Rotationsgeschwindigkeit (VR)
(Geschwindigkeit beim Einleiten des Abhebebe-Drehvorganges)
und der sicheren Geschwindigkeit (V 2).
Das Gewicht ist weiterhin ein grundlegender Parameter für die
Steuerung des Schubes, des Widerstandes und des Auftriebes
während des Steigfluges, des Reisefluges, des Sinkfluges und
des Fliegens in Warteschleifen, damit eine optimale Wirtschaftlichkeit
hinsichtlich des Treibstoffverbrauchs und ein
optimaler Flug über lange Entfernungen erzielt wird. Das Gesamtgewicht
wird weiterhin für die Bestimmung von Anfluggeschwindigkeiten
mit ausreichender Überziehsicherheit verwendet.
Die Genauigkeit der Messung des Gesamtgewichtes hängt in vielen
Fällen von einer genauen Messung des Schwerpunktes ab, der sich
ändern kann, wenn beispielsweise Treibstoff zwischen den einzelnen
Tanks während des Fluges ausgetauscht wird. Es ist allgemein
wünschenswert, den Schwerpunkt mit dem Mittelpunkt des
aerodynamischen Auftriebs der Tragfläche auszurichten, weil dies
zu einer minimalen Belastung der Höhenflosse und damit zur
Verringerung des Widerstandes des Luftfahrzeuges führt. Das
Signal für den Schwerpunkt kann zusätzlich für die Steuerung
von Mechanismen verwendet werden, die die Höhenruder-Kraftsimulationseinrichtungen
einstellen, die eine bestimmte Kraft auf
das Steuerhorn reflektieren, damit die Steuerhorn-Kraft pro
Einheit der Vertikalbeschleunigung im wesentlichen über den
Betriebs-Fluggeschwindigkeitsbereich des Luftfahrzeuges konstant
bleibt.
Bekannte Techniken zur Ermittlung des Gesamtgewichtes beruhen
auf einer angenäherten Kenntnis des Leergewichtes des Luftfahrzeuges,
wobei eine getrennte Berücksichtigung des Gewichtes und
der Position des Treibstoffes und der Nutzlast vorgenommen wird,
und weiterhin die Änderung der Treibstoffmenge aufgrund des
Verbrauchs durch die Triebwerke berücksichtigt wird. Hierbei
ist eine schnelle Erneuerung der Schätzwerte für das Gesamtgewicht
und die Schwerpunktslage nicht möglich und es treten
Fehler aufgrund der anfänglichen angenäherten Annahmen für das
Leergewicht, das Treibstoffgewicht und das Gewicht der Nutzlast
auf. Weiterhin treten kumulative Fehler auf, sie sich bei der
Integration der Treibstoff-Strömungsgeschwindigkeit und aufgrund
von Dichteänderungen bei den volumetrischen Treibstoffverbrauchmeßtechniken
ergeben.
Es ist weiterhin eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
bekannt (DE-OS 21 61 401), bei der das Gesamtgewicht als
Funktion des Auftriebskoeffizienten und des Verhältnisses
zwischen Auftrieb und Gewicht berechnet wird. Dieses letztgenannte
Verhältnis von Auftrieb zu Gewicht wird anhand eines
Wertes des Anstellwinkels berechnet. Dieser Anstellwinkel wird
hierbei anhand von Trägheitsinstrumenten festgestellt und ist
damit auf die Erde bezogen, so daß Fehler gegenüber dem wahren
Anstellwinkel bezüglich der umgebenden Luftmasse bzw. des
relativen Windes auftreten. Weiterhin kann das Gesamtgewicht
lediglich dann ermittelt werden, wenn sich das Luftfahrzeug
im Flugzustand befindet und es ist nicht möglich, das Gesamtgewicht
bereits zu ermitteln, wenn das gesamte Gewicht oder ein
Teil des Gewichtes des Luftfahrzeuges durch das Fahrwerk getragen
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Verwendung von
ohne weiteres zur Verfügung stehenden zuverlässigen und genauen
Luftfahrzeugmeßfühlern die Ermittlung des Gesamtgewichts sowie
der Verteilung dieses Gesamtgewichts unmittelbar nach dem Beginn
des Start-Anrollvorganges ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Maß des Schubes
verwendet, der von den Triebwerken des Luftfahrzeuges erzeugt
wird und es ist möglich, das Gesamtgewicht bereits sehr kurz
nach dem Beginn des Start-Anrollvorganges zu ermitteln und
dieses Maß des Gesamtgewichtes während des gesamten Flugverlaufs
mit hoher Genauigkeit zu ermitteln. Da das Gesamtgewicht
bereits kurz nach dem Beginn des Start-Anrollvorganges zur
Verfügung steht, wird eine automatische und unabhängige Ableitung
der kritischen Startgeschwindigkeitswerte (V 1, VR und V 2),
die eine Funktion des Gesamtgewichtes des Luftfahrzeuges beim
Start sind, ermöglicht. Diese Bezugswerte können automatisch
dazu verwendet werden, die entsprechenden Indizes eines
Anzeigegeräts für die Fluggeschwindigkeit einzustellen, das
der Pilot während des Rollvorganges am Boden und während des
Startvorganges verwendet.
Die für die Ermittlung des Gesamtgewichtes erforderlichen
Signale werden durch Meßfühler gemessen, die sich normalerweise
ohnehin an Bord eines Luftfahrzeuges befinden, so daß
nur ein geringer zusätzlicher Aufwand erforderlich ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Kräfte, die auf ein Luftfahrzeug während des Startvorganges
wirken, wenn das gesamte Gewicht oder ein
Teil des Gewichtes des Luftfahrzeuges durch das Fahrgestell
getragen wird,
Fig. 2 die Kräfte, die am Schwerpunkt des Luftfahrzeuges wirken,
wenn sich das Luftfahrzeug vollständig in der Luft
befindet,
Fig. 3 ein Diagramm einer typischen Strahltriebwerks-Schubcharakteristik
als Funktion des statischen Druckverhältnisses,
des Triebwerkdruckverhältnisses und der
Mach-Zahl,
Fig. 4 ein Diagramm einer typischen Strahltriebwerks-
Schubcharakteristik als Funktion des statischen
Druckverhältnisses, des Gesamttemperaturverhältnisses
oder der Betriebstemperatur, der
Gebläsedrehzahl des Triebwerks und der Mach-
Zahl;
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der
Vorrichtung zur Berechnung der Signale für das
Gesamtgewicht und den Schwerpunkt des Luftfahrzeuges;
Fig. 6 ein Diagramm der Auftriebs- und Widerstandseigenschaften
eines typischen Luftfahrzeuges
als Funktion des Anstellwinkels und der Klappenstellung;
Fig. 7 ein Diagramm von Anstellwinkelfunktionen, die
aus den Auftriebs- und Widerstandseigenschaften
nach Fig. 6 abgeleitet sind;
Fig. 8 ein Blockschaltbild, das ein Ausführungsbeispiel
einer Rechner-Ausführung des Schubrechnerabschnittes
nach Fig. 5 zeigt;
Fig. 9 ein ähnliches Blockschaltbild, das eine Rechnerausführung
für den Anstellwinkel- oder Alphafunktions-
Rechnerabschnitt nach Fig. 5 zeigt;
Fig. 10 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer Rechnerausführung des Gewichtsrechnerabschnittes
nach Fig. 5;
Fig. 11 ein Blockschaltbild einer Rechnerausführung
des Bodengewichts-Rechners entsprechend den
Forderungen nach Fig. 1;
Fig. 12 eine schematische Darstellung der longitudinalen
aerodynamischen Kräfte und Momente, die auf das
Luftfahrzeug auf Grund der kombinierten Wirkung
der Tragfläche und des Leitwerks wirken;
Fig. 13 eine Tabelle typischer Klappenstellungs- und
machzahlabhängiger Luftfahrzeugparameter, die
für die Gewichts- und Schwerpunktslagenberechnung
gemäß der Erfindung erforderlich sind;
Fig. 14 und 15 eine Tabelle typischer Alphafunktionen für verschiedene
Werte des Anstellwinkels bei extremen
Lagen des Schwerpunktes;
Fig. 16 ein Diagramm der Änderung der Alphafunktion
mit der Lage des Schwerpunktes;
Fig. 17 eine Darstellung von Alphafunktions-Charakteristiken,
die auf relativ kleinen Änderungen des
Anstellwinkels beruhen;
Fig. 18 eine Tabelle typischer Alphafunktions-Koeffizienten,
die auf relativ kleinen Änderungen des
Anstellwinkels für verschiedene Klappenstellungen
beruhen;
Fig. 19 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform einer
Analogrechner-Ausführung für den Polynomkurven-
Anpaßfunktionsgenerator nach Fig. 9;
Fig. 20 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der
Vorrichtung, bei dem die Elemente eines üblichen
Allzweckrechners zur Durchführung der erforderlichen
Berechnungen gezeigt sind;
Fig. 21 und 22 Programmtafeln, die zur Programmierung des
Digitalrechners nach Fig. 20 verwendet werden
können.
Bevor die bevorzugten Ausführungsbeispiele
erläutert werden, sollen die verschiedenen mathematischen
Beziehungen und ihre Ableitungen sowie eine allgemeine
gerätemäßige Ausführung einer Ausführungsform der Vorrichtung diskutiert werden,
damit das Verständnis des bevorzugten Ausführungsbeispiels erleichtert
wird.
Fig. 1 wird zur Ableitung einer Beziehung zwischen dem Gewicht
des Luftfahrzeuges, dem auf das Luftfahrzeug ausgeübten Schub
und der Beschleunigung verwendet, die von einem Längsrichtungs-
Beschleunigungsmesser gemessen wird, der entlang einer Luftfahrzeugachse
befestigt ist, die parallel zu dem Schubvektor
des Triebwerks verläuft. Im folgenden wird eine Definition
der Symbole angegeben, von denen einige auch in Fig. 1 gezeigt
sind:
T TO die Summe der Startschübe der getrennten an dem
Luftfahrzeug befestigten Triebwerke;
W TO das Start-Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges;
γ RWY der Neigungswinkel der Startbahn bezüglich der örtlichen horizontalen Ebene;
D TO die Summe der Reibungs- und aerodynamischen Widerstandskräfte, die auf das Luftfahrzeug wirken, wenn es sich entlang der Startbahn bewegt;
TO die Beschleunigung des Luftfahrzeuges entlang der Startbahn;
a x der Ausgang eines Linearbeschleunigungsmessers, der parallel zur Längsachse des Luftfahrzeuges befestigt ist;
g die Erdbeschleunigung.
W TO das Start-Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges;
γ RWY der Neigungswinkel der Startbahn bezüglich der örtlichen horizontalen Ebene;
D TO die Summe der Reibungs- und aerodynamischen Widerstandskräfte, die auf das Luftfahrzeug wirken, wenn es sich entlang der Startbahn bewegt;
TO die Beschleunigung des Luftfahrzeuges entlang der Startbahn;
a x der Ausgang eines Linearbeschleunigungsmessers, der parallel zur Längsachse des Luftfahrzeuges befestigt ist;
g die Erdbeschleunigung.
Die entlang der Längsachse wirkende resultierende Kraft führt
zu einer Beschleunigung des Luftfahrzeuges entlang der Startbahn
in der folgenden Weise:
Der Längsbeschleunigungsmesser spricht nicht nur auf die Beschleunigung
TO sondern auch auf die Komponente der Schwerkraft
entlang der Längsachse in der folgenden Weise an:
a x = TO + g sin γ RWY (2)
Das Einsetzen der Gleichung (2) in die Gleichung (1), wobei
D TO als Funktion des aerodynamischen Widerstandes ausgedrückt
wird und die Rollreibung des Luftfahrzeuges berücksichtigt
wird, führt zusammen mit einer mathematischen Umstellung zur
Auflösung nach W TO zu der folgenden Gleichung:
darin ist:
S die Tragflächen-Fläche des Luftfahrzeuges;
C D der Koeffizient des aerodynamischen Widerstandes
ρ die Dichte der Luft
V die Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges relativ zum Wind
μ RL der Koeffizient der Rollreibung des Luftfahrzeuges.
C D der Koeffizient des aerodynamischen Widerstandes
ρ die Dichte der Luft
V die Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges relativ zum Wind
μ RL der Koeffizient der Rollreibung des Luftfahrzeuges.
Bei der Berechnung des Gewichtes vor dem Start kann der aerodynamische
Widerstand im Zähler der Gleichung (3) vernachlässigt
werden, weil die Berechnung dann erfolgt, wenn die
Vorwärtsgeschwindigkeit niedrig ist. Dies wird dadurch sichergestellt,
daß das Gewicht lediglich während eines kurzen Zeitintervalls
nach dem Lösen der Bremsen und nachdem die Triebwerks-
Druckverhältnisse Werte erreicht haben, berechnet wird,
die einen bestimmten relativ großen Bruchteil des Start-Grenzwertes
darstellen, beispielsweise einen Wert von 0,90 EPRL
(EPRL=Triebwerksdruckverhältnis-Grenzwert). Dieser Zustand
tritt üblicherweise innerhalb weniger Sekunden nach dem Freigeben
der Bremsen auf. Der Wert des Koeffizienten der Rollreibung
μ RL ist eine bekannte Größe für ein bestimmtes Luftfahrzeug.
Weil der Schub, die Längsbeschleunigung und die
Rollreibung bekannt sind oder gemessen werden und weil der
aerodynamische Widerstand vernachlässigt werden, kann der Wert
von W TO durch gerätemäßige Ausführung und Lösung der rechten
Seite der Gleichung (3) bezüglich der aerodynamischen Parameter
unter Verwendung von Analog- oder Digital-Recheneinrichtungen
abgeleitet werden. Es sei bemerkt, daß die Verwendung
eines Längsbeschleunigungsmesserausganges dazu führt, daß die
Gleichung (3) von der Neigung der Startbahn unabhängig ist.
Eine derartige W TO -Rechnerausführung ist in Fig. 11 gezeigt
und wird weiter unten ausführlich erläutert.
Fig. 2 stellt ein Vektordiagramm der auf ein im Flug befindliches
Luftfahrzeug einwirkenden Kräfte bezogen auf den Schwerpunkt
des Luftfahrzeuges dar und kann zur Ableitung von zwei grundlegenden
Beziehungen verwendet werden, die genau zwei abhängige
Variablen umfassen, von denen eine das momentane Gesamtgewicht
des Luftfahrzeuges ist. Der Rechner der Ausführungsform der Vorrichtung
löst daher diese Gleichungen gleichzeitig unter Verwendung
von Analog- oder Digital-Rechentechniken, um ein Maß
des Fluggewichtes des Luftfahrzeuges abzuleiten. Fig. 2 zeigt
die Kräfte, die auf den Schwerpunkt (CG) des Luftfahrzeuges
einwirken, sowie die Beschleunigungskomponenten, die auf Grund
dieser Kräfte entlang der orthogonalen Längs- und Vertikalachsen
des Luftfahrzeuges auftreten.
Im folgenden wird eine Definition von Symbolen gegeben, von
denen einige in Fig. 2 auftreten:
T ist die Summe der Schübe der getrennten an dem Luftfahrzeug
befestigten Triebwerke;
W ist das Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges;
L ist der aerodynamische Auftrieb, der auf das Luftfahrzeug wirkt;
D ist der aerodynamische Widerstand, der auf das Luftfahrzeug wirkt;
ist die Beschleunigungskomponente entlang der Längsachse des Luftfahrzeuges, die parallel zum Schubvektor verläuft;
ist die Beschleunigungskomponente entlang der Vertikalachse des Luftfahrzeuges, die orthogonal zur Längsachse ist;
V ist die Geschwindigkeit entlang des Flugweges des Luftfahrzeuges, die parallel zur Richtung des relativen Windes ist;
α ist der Anstellwinkel, der der Winkel zwischen der Längsachse des Luftfahrzeuges und dem relativen Wind ist und
γ der Flugwegwinkel, der der Winkel zwischen dem relativen Wind und der örtlichen horizontalen Ebene ist.
W ist das Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges;
L ist der aerodynamische Auftrieb, der auf das Luftfahrzeug wirkt;
D ist der aerodynamische Widerstand, der auf das Luftfahrzeug wirkt;
ist die Beschleunigungskomponente entlang der Längsachse des Luftfahrzeuges, die parallel zum Schubvektor verläuft;
ist die Beschleunigungskomponente entlang der Vertikalachse des Luftfahrzeuges, die orthogonal zur Längsachse ist;
V ist die Geschwindigkeit entlang des Flugweges des Luftfahrzeuges, die parallel zur Richtung des relativen Windes ist;
α ist der Anstellwinkel, der der Winkel zwischen der Längsachse des Luftfahrzeuges und dem relativen Wind ist und
γ der Flugwegwinkel, der der Winkel zwischen dem relativen Wind und der örtlichen horizontalen Ebene ist.
Die resultierende auf das Luftfahrzeug entlang der Längsachse
wirkende Kraft führt zu einer entsprechenden Beschleunigungskomponente
gemäß der folgenden Gleichung:
worin R der Winkel zwischen der Längsachse des Luftfahrzeuges
und der örtlichen horizontalen Ebene gemessen in einer Vertikalebene
ist, die die Längsachse einschließt. Dieser Winkel
wird üblicherweise als Längsneigungswinkel oder Nickwinkel
des Luftfahrzeuges bezeichnet.
Die entlang der Vertikalachse des Luftfahrzeuges wirkende resultierende
Kraft führt zu einer entsprechenden Beschleunigungskomponente
gemäß der folgenden Gleichung:
worin Φ der Winkel zwischen der Vertikalachse des Luftfahrzeuges
und der vertikalen Ebene ist, die die Längsachse des Luftfahrzeuges
enthält. Dieser Winkel wird üblicherweise als Querneigungswinkel
oder Rollwinkel des Luftfahrzeuges bezeichnet.
Weil Linear-Beschleunigungsmesser, die parallel zu den Längs-
und Vertikalachsen des Luftfahrzeuges befestigt sind, bei der
beschriebenen Vorrichtung zur Lieferung der a x - und a z -Signale
verwendet werden, stellen sie nicht nur die jeweiligen
- bzw. -Beschleunigungen fest, sondern sprechen auch auf
Komponenten der Schwerkraft an, so daß ihre Signalausgänge
wie folgt sind:
a x = + g sin R (6)
a z = + g cos R sin Φ (7)
Die aerodynamischen Auftriebs- und Widerstandskräfte können
in üblicher Auftriebskoeffizienten (C L -) und Widerstandskoeffizienten
(C D -)Form wie folgt ausgedrückt werden:
L = C L qS (8)
D = C D qS (9)
worin q = Staudruck oder 0,7 p s M ² (10)
und worin
p s der statische Druck und
M die Machzahl ist.
M die Machzahl ist.
Das Einsetzen der Gleichungen (6) bis (10) in die Gleichungen
(4) und (5) führt bei einer mathematischen Umstellung zu den
folgenden grundlegenden Beziehungen:
Eine Überprüfung der Gleichungen 11 und 12 zeigt, daß sie
genau zwei abhängige Variable umfassen, die das Gesamtgewicht
W und der Anstellwinkel α sind. Dies ergibt sich deshalb,
weil der statische Druck (p s ), die Mach-Zahl (M), die
Vertikalbeschleunigung (a z ), die Längsbeschleunigung (a x )
und der Schub (T) alle unabhängig voneinander gemessen werden.
Es ist weiterhin zu erkennen, daß der Auftriebskoeffizient
(C L ) und der Widerstandskoeffizient (C D ) eines bestimmten Luftfahrzeuges
in eindeutiger Weise als eine Funktion des Anstellwinkels,
der Mach-Zahl, der Klappen-Vorflügelstellung und der
Höhenflossenstellung bestimmt sind. Die letzten drei Parameter
können ebenfalls unabhängig gemessen werden. Daher ist die Vorrichtung
zur Berechnung des Gewichtes des Luftfahrzeuges so
ausgebildet, daß sie gleichzeitig die Gleichungen (11) und (12)
für die abhängigen Variablen W und α unter Verwendung elektrischer
Signale auflöst, die von Meßfühlereinrichtungen geliefert
werden, die auf die gerade genannten unabhängigen
Variablen ansprechen. Weil der Schub T einer dieser unabhängigen
Variablen ist, wird im folgenden eine kurze Diskussion
der Triebwerkseigenschaften durchgeführt, die eine Messung des
Schubes dieses Triebwerkes ermöglichen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen typische Strahltriebwerks-Charakteristiken.
Die Kurven nach Fig. 3 zeigen einen Typ eines
Strahltriebwerkes, bei dem das Verhältnis zwischen dem Ausgangs-
Gesamtdruck zum Einlaßdruck (EPR) als grundlegender
Schubmeßparameter verwendet wird, während sich Fig. 4 auf
ein Strahltriebwerk in einem Typ bezieht, bei dem die prozentuale
Gebläsedrehzahl (N₁) als grundlegender Schubmeßparameter
verwendet wird. Die beschriebenen Ausführungsformen
der Vorrichtungen sind für beide Typen anwendbar. Diese
Charakteristiken zeigen, daß der Schub T eines bestimmten
Triebwerkes in eindeutiger Weise bestimmt ist, wenn das
Statikdruckverhältnis δ AM , das Gesamttemperaturverhältnis R T ,
die Mach-Zahl und das Triebwerks-Druckverhältnis (EPR) oder
die Triebwerks-Gebläsedrehzahl N₁ unabhängig gemessen werden.
Weil diese Parameter alle vorgegeben sind oder direkt meßbar
sind, kann der Schub jedes Triebwerkes des Luftfahrzeuges genau
bestimmt werden, wie dies weiter unten erläutert wird.
Fig. 5 zeigt ein Rechner-Blockschaltbild einer Ausführungsform
der Vorrichtung, das zur gleichzeitigen Lösung der vorstehenden
Gleichungen (11) und (12) verwendet wird. Die unabhängigen
Variablen sind elektrische Rechner-Eingangssignale an den Leitungen
10 bis 14 und 16 bis 18.
Jedes dieser elektrischen Signale wird von einem an Bord des
Luftfahrzeuges befindlichen Meßfühler für den angegebenen Parameter
geliefert. Die Signale für die Mach-Zahl und den statischen
Druck von den Leitungen 10 bzw. 11 werden von einem üblichen
Flugdatenmeßfühler 100 geliefert und die Längs- und
Vertikalbeschleunigungssignale a x und a z werden von jeweiligen
x-Achsen- und z-Achsen-Beschleunigungsmessern 101 und 102 geliefert,
die vorzugsweise so nahe wie möglich an dem Schwerpunkt
des Luftfahrzeuges befestigt sind. Die beweglichen aerodynamischen
Oberflächen, die den Auftriebskoeffizienten C L des
Luftfahrzeuges beeinflussen, sind die Klappen und die Höhenflosse,
und zu den Stellungen dieser Steuerflächen proportionale
Signale werden von geeigneten Meßfühlern (wie z. B. ein über ein
Getriebe mit diesen Steuerflächen verbundenes Synchro) 114
bzw. 116 geliefert. Schließlich werden die zu dem Druckverhältnis
(EPR) jedes Triebwerkes proportionalen Signale von
üblichen Meßfühlern 117 und 118 für diese Parameter geliefert.
Die Signale für die Mach-Zahl und den statischen Druck an den
Leitungen 10 und 11 sowie die EPR-Signale an den Leitungen 17
und 18 für ein zweistrahliges Luftfahrzeug werden als Eingänge
einem Schubrechner 19 zugeführt, der diese elektrischen Eingänge
in ein elektrisches Ausgangssignal an einer Leitung 55
umformt. Dieser Ausgang ist proportional zu dem zusammengesetzten
Schub des Luftfahrzeuges entsprechend den Charakteristiken
nach Fig. 3, wenn das spezielle Triebwerk ein Triebwerk
vom EPR-Typ ist. Wenn das Triebwerk vom Gebläsetyp ist,
würden die Signale an den Leitungen 17 und 18 die Triebwerks-
Gebläsedrehzahlen N₁ anstelle der Triebwerks-Druckverhältnisse
darstellen. Die allgemeine Form der mathematischen Beziehung
für die Schubcharakteristiken eines Triebwerks vom EPR-Typ
kann empirisch in Form von Polynomen mit ausreichend hoher
Ordnung abgeleitet werden, damit die erforderliche Genauigkeit
erzielt wird, d. h. mit Hilfe einer üblichen Kurvenanpaßtechnik.
Das folgende Polynom ist typisch:
F n = 18 700 δ AM (a - bM + CM²) (13)
a = -0,3848 + 0,5753 (EPR) (14)
b = 0,823-0,2852 (EPR) + 0,0699 (EPR)² (15)
c = 0,5138 + 0,1125 (EPR) (16)
worin M=Mach-Zahl und
(2116=Standardatmosphäre in Meeresspiegel an einem
Standardtag in lbf/ft² entsprechend 1013,14 Millibar)
F n =Schubleistung eines einzigen Triebwerks in 1b.
F n =Schubleistung eines einzigen Triebwerks in 1b.
Eine ausführliche Erläuterung der Erzeugung des Schubsignals
T wird weiter unten in Verbindung mit Fig. 8 gegeben.
Es ist für den Fachmann auf dem Gebiet der digitalen Rechnertechnik
verständlich, daß die Lösung der Gleichung (13) mit
einem hohen Maß an Genauigkeit durchgeführt werden kann, weil
genaue Polynom-Koeffizienten für das Triebwerk, die durch die
Kurven nach den Fig. 3 oder 4 festgelegt sind, in einem
Festwertspeicher gespeichert und in die Bearbeitungseinrichtung
oder den Prozessor einprogrammiert werden können, um ein
sehr genaues Maß von F n zu erzielen.
Wie es weiterhin aus Fig. 5 zu erkennen ist, umfassen die
Eingangssignale an dem Alpha-Funktionsrechner 20 die Signale
an den Leitungen 10, 12, 13, 14, 16 und 53. Diese Signale von
den entsprechenden Meßfühlern sind proportional zur Mach-Zahl
(M), zur Vertikalbeschleunigung (a z ), zur Längsbeschleunigung
(a x ), zur Klappenstellung δ FL , zur Höhenflossen-Stellung i H
bzw. zum Schub-/Gewichtsverhältnis T/W. Das letztere Signal
wird unter Verwendung einer Rückführungstechnik durch eine
Division des Schubrechner-Ausgangssignals an der Leitung 55
durch das Gewichtsrechner-Ausgangssignal W an der Leitung 27
in dem Dividierer 120 erzeugt, wobei die Erzeugung des Gewichts-
Ausgangssignals W anhand der Fig. 10 noch näher erläutert
wird. Der Alpha- oder Anstellwinkel-Funktionsrechner 20 verarbeitet
die Eingangssignale, wie dies noch näher anhand der
Fig. 9 erläutert wird, um ein Ausgangssignal an der Leitung
25 zu erzeugen, das gleich der Größe (C L cos α + C D sin α)
ist und weiterhin wird ein Ausgangssignal an der Leitung 15
geliefert, das proportional zur Lage des Schwerpunktes /MAC
ist.
Die Eingangssignale für den Gesamtgewichtsrechner 21 nach
Fig. 5 umfassen die Signale an den Leitungen 10, 11, 12 und
25, die weiter oben erläutert wurden. Diese Signale werden
entsprechend der Forderungen der Gleichung (11) verarbeitet,
um ein elektrisches Signal (an der Leitung 27) zu erzeugen,
das proportional zum Gewicht W des Luftfahrzeuges ist, wie
dies weiter unten anhand der Fig. 10 erläutert wird.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu erkennen, daß der
Schubrechner 19 Einrichtungen zur Lieferung eines Signals
oder eines Meßwertes umfaßt, das sich entsprechend der auf
das Luftfahrzeug einwirkenden Schubkraft ändert, die von den
Triebwerken geliefert wird, während der Alpha-Funktionsrechner 20
eine Einrichtung zur Lieferung von Signalen oder Meßwerten
darstellt, die sich als Funktion des Anstellwinkels
des Luftfahrzeuges ändern. Der Gewichtsrechner 21 umfaßt Einrichtungen
zur Lieferung eines Signals oder Meßwertes proportional
zum tatsächlichen Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges
während der auf die Schub- und Gewichtssignale ansprechende
Dividierer 120 eine Einrichtung zur Lieferung eines Signals
oder Meßwertes proportional zum Schub-/Gewichtsverhältnis des
Luftfahrzeuges bildet. Die speziellen Eigenschaften einer Ausführungsform
dieser Einrichtungen werden im folgenden anhand
der Fig. 8, 9 bzw. 10 näher erläutert.
Die Fig. 6 und 7 sind zur Erläuterung der neuartigen Verarbeitungstechnik
zweckmäßig, die in dem Alpha-Funktionsrechner 20
durchgeführt wird, um ein Signal oder einen Meßwert
proportional zu einer Funktion des Anstellwinkels des Luftfahrzeuges
zu erzeugen. Fig. 6 ist ein Nomogramm, das zeigt,
daß typische Auftriebs- und Widerstandscharakteristiken eines
Luftfahrzeuges abhängige Funktionen von zwei unabhängigen
Variablen sind, nämlich Anstellwinkel α und Klappenstellung
ε FL . Im normalen Betriebsbereich des Luftfahrzeuges (Mach-Zahl
und Höhe) können diese Charakteristiken wie folgt ausgedrückt
werden:
C L = ( α - α₀ L ) (17)
C D = + k D C L ² (18)
darin ist:
die Ableitung von C L bezüglich α. Dieser Wert ändert
sich mit der Lage des Schwerpunktes und der Mach-Zahl.
α₀ L ist der Anstellwinkel bei einem Auftrieb von 0. Dieser Wert ändert sich mit der Klappenstellung.
ist der Koeffizient des Profilwiderstandes. Dieser Wert ändert sich mit der Klappen-Vorflügel-Stellung und der Mach-Zahl.
k D ist der Koeffizient des induzierten Widerstands. Dieser Wert ändert sich mit der Mach-Zahl.
α₀ L ist der Anstellwinkel bei einem Auftrieb von 0. Dieser Wert ändert sich mit der Klappenstellung.
ist der Koeffizient des Profilwiderstandes. Dieser Wert ändert sich mit der Klappen-Vorflügel-Stellung und der Mach-Zahl.
k D ist der Koeffizient des induzierten Widerstands. Dieser Wert ändert sich mit der Mach-Zahl.
Es ist damit zu erkennen, daß die Kurven nach Fig. 6 eine einer
Familien von Kurven darstellen, die einen bestimmten Flugzustand
oder einer Luftfahrzeugumgebung entsprechen.
Aus einer Untersuchung dieser typischen Kurven ist zu erkennen,
daß für einen vorgegebenen Wert des Anstellwinkels α
und eine vorgegebene Klappenstellung δ FL spezielle Werte von
C L und C D bestimmt werden können und daß aus diesen letzteren
Werten ein Nomogramm abgeleitet werden kann, in dem die Werte
von C L und C D in
C L cos α + C D sin α (19a)
und
umgewandelt sind.
Fig. 7 zeigt ein derartiges Nomogramm. Es ist zu erkennen,
daß als Ergebnis dieser Transformation oder Umwandlung der
Satz von Kurven eine flachere Neigung aufweist, so daß sich
ein genauerer Kurvenanpassungs-Rechenvorgang ergibt. Insbesondere
ist zu erkennen, daß die vorstehende Gleichung (19b)
gleich der rechten Seite der vorstehenden Gleichung (12) ist,
und daß daher ihr Wert unabhängig berechnet werden kann, wobei
das Nomogramm entsprechend die Funktion
und die Klappenstellung δ FL als unabhängige
Variablen verwendet, um die abhängigen Variablen zu bestimmen,
die (C L cos α + C D sin α) und der Anstellwinkel α sind. Als
typisches Beispiel sei ein Flugzustand betrachtet, bei dem
die unabhängigen Variablen wie folgt sind:
und δ FL =15°.
Die resultierenden Werte für (C L cos α + C D sin α) und Anstellwinkel
α sind 1,05 bzw. 6,8° entsprechend den mit Pfeilen
versehenen gestrichelten Linien der Fig. 7.
Bei der Erzeugung eines genauen Maßes der Funktion des Anstellwinkels
gemäß der vorstehenden Gleichung (19a) muß eine Anzahl
von aerodynamischen Wirkungen berücksichtigt werden. Eine dieser
Wirkungen ist der Schwerpunkt des Luftfahrzeuges und die
Mach-Zahl.
Die Kurven nach den Fig. 6 und 7 sind auf eine spezielle
Lage des Schwerpunktes und eine spezielle Mach-Zahl anwendbar.
Es ist erforderlich, die Auswirkung einer sich ändernden Lage
des Schwerpunktes und einer sich ändernden Mach-Zahl zu berücksichtigen,
um die erforderliche Genauigkeit zur Bestimmung
des Gewichtes und der Schwerpunktslage zu erzielen.
Fig. 12, die die aerodynamischen Kräfte und Momente zeigt, die
auf die Tragfläche und die Höhenflosse des Luftfahrzeuges einwirken,
kann zur Untersuchung dieser Wirkungen verwendet werden.
Die folgenden Definitionen der Symbole sind auf Fig. 12
anwendbar:
L TO = aerodynamischer Auftrieb abzüglich des Auftriebs
des Leitwerks;
D = aerodynamischer Widerstand des Luftfahrzeuges
M₀ = aerodynamisches Nickmoment des Luftfahrzeuges bei einem Auftrieb von 0;
α = Rumpf-Anstellwinkel
ξ = Abwindwinkel
i H = Anstellwinkel der Höhenflosse bezüglich des Rumpfes;
α H = Abwind-Anstellwinkel der Höhenflosse;
(MAC) = mittlere aerodynamische Flügeltiefe;
(TMA) = Abstand zwischen dem Schwenkpunkt der Höhenflosse und der Vorderkante der aerodynamischen mittleren Flügeltiefe MAC;
X AC = Lage des aerodynamischen Mittelpunktes entlang MAC;
= Lage des Schwerpunktes entlang MAC;
L H = aerodynamischer Auftrieb der Höhenflosse senkrecht zur Abwindströmung;
D = aerodynamischer Widerstand des Luftfahrzeuges
M₀ = aerodynamisches Nickmoment des Luftfahrzeuges bei einem Auftrieb von 0;
α = Rumpf-Anstellwinkel
ξ = Abwindwinkel
i H = Anstellwinkel der Höhenflosse bezüglich des Rumpfes;
α H = Abwind-Anstellwinkel der Höhenflosse;
(MAC) = mittlere aerodynamische Flügeltiefe;
(TMA) = Abstand zwischen dem Schwenkpunkt der Höhenflosse und der Vorderkante der aerodynamischen mittleren Flügeltiefe MAC;
X AC = Lage des aerodynamischen Mittelpunktes entlang MAC;
= Lage des Schwerpunktes entlang MAC;
L H = aerodynamischer Auftrieb der Höhenflosse senkrecht zur Abwindströmung;
darin ist:
Der aerodynamische Auftrieb auf das Heck oder Leitwerk erzeugt
eine Kraft L H am Schwenkpunkt der Höhenflosse, wodurch eine
Nickbewegung oder Längsneigungsbewegung um den aerodynamischen
Mittelpunkt hervorgerufen wird, der wie folgt ausgedrückt werden
kann:
darin ist:
Das resultierende Nickmoment um den Schwerpunkt des Luftfahrzeuges
ist:
M CG = M₀ = (X AC - (X AC -) (L TO cos α + D sin d α) - L H (TMA-) (23)
Die folgenden Beziehungen sowie die Gleichung (21) können in
die Gleichung (23) eingesetzt werden:
M₀ = · (MAC) · q · S
L = C L · q · S
D = C D · q · S
L TO = L-L H
L = C L · q · S
D = C D · q · S
L TO = L-L H
Damit ergibt sich folgende Gleichung:
Wenn das Luftfahrzeug ausgestimmt ist, ist M CG =0, so daß sich
die folgende Gleichung ergibt:
Eine Überprüfung der Geometrie nach Fig. 12 zeigt, daß:
a H = α + i H - ξ (26)
der Abwindwinkel ξ kann wie folgt ausgedrückt werden:
ξ = ξ₀ + ξ α · α (27)
darin ist:
ξ₀ der Abwindwinkel bei einem Anstellwinkel von O,
ξ α die Ableitung des Abwindwinkels bezüglich des Anstellwinkels.
ξ₀ der Abwindwinkel bei einem Anstellwinkel von O,
ξ α die Ableitung des Abwindwinkels bezüglich des Anstellwinkels.
Das Einsetzen der Gleichungen (26) und (27) in die Gleichung
(25) und eine Umstellung zur Auflösung nach der Position für
die Höhenflosse führt zu der folgenden Gleichung:
Die Gleichung (28) ermöglicht die Bestimmung der Lage der
Höhenflosse unter Verwendung bestimmter Werte des Anstellwinkels,
der Lage des Schwerpunktes, der Klappenstellung und
anderer geeigneter Parameter, die sich mit der Mach-Zahl ändern.
Die machzahlabhängigen Parameter sind X AC , ξ o,
ξ α , C L , und k D .
Die klappenstellungsabhängigen Parameter sind ξ₀,
α OL und . Fig. 13 faßt die Auswirkungen der Klappenstellung
und der Machzahl auf die jeweiligen Parameter zusammen, die
für die Berechnung des Gewichtes und der Schwerpunktslage für
ein typisches Luftfahrzeug erforderlich sind.
Die in Fig. 13 angegebenen Parameter können zur Berechnung
von C L , C D und i H als Funktionen des Anstellwinkels für
spezielle Fälle der Klappenstellung, der Machzahl und der
extremen Lagen des Schwerpunkts unter Verwendung der Gleichungen
(17), (18) und (28) verwendet werden. Die Werte von
C L , C D und α können dann zur Ableitung von Werten für:
verwendet werden.
Die Fig. 14 und 15 fassen die Ergebnisse dieser Berechnungen
für einen repräsentativen Fall einer Anzahl von typischen
Bedingungen zusammen, wie sie in Fig. 13 angegeben sind.
Fig. 14 ist eine Tabelle der angezeigten Daten wenn die Klappen
eingefahren sind. Die Machzahl ist gleich 0,4 und der Schwerpunkt
befindet sich an seiner äußeren vorderen Lage entlang
der mittleren aerodynamischen Flügeltiefe. Fig. 15 ist eine
Tabelle der gleichen Daten für eine ähnliche Bedingung, jedoch
mit der Ausnahme, daß sich der Schwerpunkt in seiner
äußersten hinteren Lage befindet. Die Tabellen nach den Fig. 14
und 15 sind in Form eines Diagramms in Fig. 16 gezeigt. Die
linke Seite der Fig. 16 zeigt Darstellungen der Funktion C L · cos α
+ C D sin α gegenüber der unabhängigen Variablen
entsprechend der Gleichung (12), wie dies weiter oben erläutert
wurde. Die rechte Seite der Fig. 16 zeigt eine Darstellung
der Funktion C L cos α + C D sin α gegenüber der unabhängigen
Variablen i H . Selbstverständlich können ähnliche Darstellungen
für jeden der Fälle erzeugt werden, die in Fig. 13 tabellenförmig
dargestellt sind. Das Verfahren zur Mechanisierung einer
Rechneranordnung, die die Alphafunktion für den allgemeinen
Fall erzeugt, bei dem die Klappenstellung, die Stellung der
Höhenflosse, die Machzahl, der EPR-Wert des oder der Triebwerke,
der statische Druck, die Längsbeschleunigung und die
Vertikalbeschleunigung unabhängige Variablen sind, ist durch
die grafische Lösung für das spezielle Beispiel nach Fig. 16
angedeutet. Es sei der spezielle in Fig. 16 gezeigte Fall betrachtet,
bei dem
gleich 0,05 ist und bei der
die Stellung der Höhenflosse gleich -2,4° beträgt. Der linke
Abszissenwert von 0,05 schneidet die linke vordere CG-Position
am Punkt 1 und die hintere CG-Position am Punkt 2. Diese
Ordinatenwerte schneiden die rechten oder Höhenflossen-Stellungskurven
an den Punkten 3 bzw. 4. Eine gerade Linie wird zwischen
den Punkten 3 und 4 gezeichnet. Der rechte Abszissenwert von
-2,4 (Höhenflossenstellung) schneidet die letztere Linie am
Punkt 5, dessen Ordinate den Wert von (C L cos α + C D sin α)
für den speziellen Fall, bei dem die Machzahl 0,4 ist, die
Klappen eingefahren sind, die Höhenflossenstellung gleich -2,4°
ist und die Funktion
gleich 0,05 ist.
Für spezielle Werte von
führt die Gleichung (28)
zu einem Auftriebswert von 0 der Höhenflossenstellung,
die unabhängig von der Lage des Schwerpunktes ist. Beispielsweise
sei der in Fig. 16 gezeigte Fall betrachtet. Es ist zu
erkennen, daß sich die beiden Kurven auf der rechten Seite
an einer Höhenflossenposition schneiden, die mit H₀ bezeichnet
wird, wenn C L cos α + C D sin α=0 ist. Aus der Gleichung (28)
ergibt sich, daß dieser Wert gleich:
ist.
Unter Verwendung der in Fig. 13 tabellarisch dargestellten
Werte für die Klappenstellung von 0 für und für M=0,4 ist H₀=2,31°.
Im allgemeinen ist es nicht erforderlich, den gesamten Bereich
von Machzahlen, Anstellwinkeln und Klappenstellungen für die
in Fig. 13 aufgeführten Fälle zu berücksichtigen. So können
die Auswirkungen der Machzahl für Machzahlen, die typischerweise
kleiner als 0,4 sind, vernachlässigt werden und der
Bereich eines konstanten Einstellwinkels kann auf Werte begrenzt
werden, die typischerweise zwischen 5 und 10° liegen.
Für Machzahlen, die typischerweise größer als 0,4 sind, können
die Auswirkungen der Klappenstellung vernachlässigt werden und
der Bereich der konstanten, d. h. sich im eingeschwungenen Zustand
ergebenden Anstellwinkel kann auf Werte begrenzt werden,
die typischerweise zwischen 2 und 5° liegen. Wenn diese Bedingungen
vorausgesetzt werden, können die Kurven auf der
linken Seite der Fig. 7 und 16 in dem interessierenden
Bereich als lineare Funktionen beschrieben werden. Dies vereinfacht
die gerätemäßige Ausführung eine Analog-Einrichtung
zur Erzeugung eines Signals, das porportional zu C L cos α
+ C D sin α ist. Es ist jedoch verständlich, daß digitale
Rechnertechniken vielseitiger sind und in einfacher Weise
nichtlineare Charakteristiken und Kurven verarbeiten können,
wenn dies erforderlich ist.
Fig. 17 zeigt die Charakteristiken der linearen Alphafunktion.
Aus mathematischen Zweckmäßigkeitsgründen sei:
Die allgemeine Lösung des in Fig. 17 gezeigten Problems bezieht
sich auf die Bestimmung des Wertes von K für unabhängige
Eingänge von J, der Höhenflossenstellung i H und der Klappenstellung
oder Machzahl. Die folgende Erläuterung wird zeigen,
daß die Form dieser Lösung folgende ist:
worin die Koeffizienten a bis h Funktionen der Klappenstellung
für Machzahlen, die typischerweise kleiner als 0,4 sind,
und Funktionen der Machzahl für Machzahlen sind, die typischerweise
größer als 0,4 sind.
Eine Betrachtung der Fig. 17 zeigt, daß:
darin ist:
K F der Wert von K für die äußerste vordere Schwerpunktslage
bei einem speziellen Wert von J;
K A der Wert von K für die äußerst hintere Schwerpunktslage bei einem speziellen Wert von J;
der Wert von K für die äußerste vordere Schwerpunktslage wenn der Wert von J 0 ist.
der Wert von K für die äußerste hintere Schwerpunktslage, wenn der Wert von J gleich 0 ist.
J F die Neigung der K-J-Kurve für die äußere vordere Schwerpunktslage;
J A die Neigung der K-J-Kurve für die äußerste hintere Schwerpunktslage;
H F die Neigung der K-i H -Kurve für die äußerste vordere Schwerpunktslage;
h A die Neigung der K-i H -Kurve für die äußerste hintere Schwerpunktslage;
H F der Wert von i H für die äußerste vordere Schwerpunktslage bei einem bestimmten Wert von J;
H A der Wert von i H für die äußerste hintere Schwerpunktslage bei einem bestimmten Wert von J;
H₀ der Wert von i H wenn K gleich 0 ist.
K A der Wert von K für die äußerst hintere Schwerpunktslage bei einem speziellen Wert von J;
der Wert von K für die äußerste vordere Schwerpunktslage wenn der Wert von J 0 ist.
der Wert von K für die äußerste hintere Schwerpunktslage, wenn der Wert von J gleich 0 ist.
J F die Neigung der K-J-Kurve für die äußere vordere Schwerpunktslage;
J A die Neigung der K-J-Kurve für die äußerste hintere Schwerpunktslage;
H F die Neigung der K-i H -Kurve für die äußerste vordere Schwerpunktslage;
h A die Neigung der K-i H -Kurve für die äußerste hintere Schwerpunktslage;
H F der Wert von i H für die äußerste vordere Schwerpunktslage bei einem bestimmten Wert von J;
H A der Wert von i H für die äußerste hintere Schwerpunktslage bei einem bestimmten Wert von J;
H₀ der Wert von i H wenn K gleich 0 ist.
Durch übliche mathematische Umformungen und Rechnungen kann
leicht gezeigt werden, daß:
K A - K F = a + bJ (38)
H F - H A = c + dJ (39)
H A = e + fJ (40)
K A = g + hJ (41)
ist, worin:
a = (42)
b = jA - jF (43)
g = (48)
h = jA (49)
Das Einsetzen der Gleichungen (38) bis (41) führt zu der
Gleichung (34). Fig. 18 ist eine Tabelle der Alphafunktionskoeffizienten
a bis h, die den typischen klappenabhängigen
Luftfahrzeugparametern entsprechen, die in Fig. 13 aufgeführt
sind. Weiterhin kann eine ähnliche Tabelle aufgestellt werden,
die den machzahlabhängigen Parametern nach Fig. 13 entspricht.
Die in Fig. 18 gezeigten Daten stellen die Forderungen an den
Funktionsgenerator dar, die weiter unten für die gerätemäßige
Ausführung des Polynom-Kurvenanpaßfunktionsgenerators 54 nach
Fig. 9 beschrieben werden.
Wie dies weiter oben erwähnt wurde, ist es wünschenswert, die
Lage des Schwerpunktes des Luftfahrzeuges zu kennen, während
der Treibstoff verbraucht wird. Die Nomogrammtechnik nach Fig. 16
kann für diese Bestimmung verwendet werden. Die Beziehung
des Punktes 5 bezüglich der vorderen Schwerpunktslage 3 und
der hinteren Schwerpunktslage 4 ist ein Maß des tatsächlichen
Schwerpunktes des Luftfahrzeugs. Dies kann wie folgt ausgedrückt
werden:
Für den speziellen in Fig. 16 gezeigten Fall gilt:
Aus der Gleichung (35) wird dann:
worin c, d, e, f und J die gleichen Funktionen sind, wie sie
für die Gleichung 34 beschrieben wurden.
Nachdem nunmehr die grundlegenden Prinzipien beschrieben wurden,
auf denen die Betriebsweise der Gewichts- und Schwerpunktslagen-
Rechnervorrichtung beruht, und nachdem ein allgemeines
Blockschaltbild eines Rechners zur Durchführung dieser Prinzipien
beschrieben wurde, wird im folgenden ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Vorrichtung beschrieben, das Analog-
Rechentechniken verwendet. Die gleichen Bezugsziffern bezeichnen
entsprechende Elemente des grundlegenden Blockschaltbildes
nach Fig. 5. Es ist selbstverständlich, daß die gleichen Prinzipien
für eine Vorrichtung verwendet werden können, bei der
die auftretenden Berechnungen durch einen in geeigneter Weise
programmierten Allzweck-Digitalrechner ausgeführt werden. Ein
Beispiel für einen derartigen Digitalrechner sowie eine Chapin-
Tafel, anhand der ein Programmierer mit üblichen Kenntnissen
ein Programm für einen derartigen Rechner herstellen kann,
wird weiter unten beschrieben.
Die Einzelheiten des Schubrechners 19 nach Fig. 5 sind in
Fig. 8 gezeigt. Das Blockschaltbild zeigt die Summierung der
Schubwerte der einzelnen an dem Luftfahrzeug befestigten Triebwerke,
wobei diese Ausführungsform des Blockschaltbildes auf
einem Luftfahrzeug beruht, das zwei Triebwerke vom EPR-Typ
aufweist, die Charakteristiken ähnlich denen haben, die in
den Kurven nach Fig. 3 gezeigt sind. Diese Anordnung kann
jedoch ohne weiteres erweitert werden, um die Verwendung irgendeiner
Anzahl von Triebwerken zu ermöglichen. Getrennte und
identische Verarbeitungseinrichtungen oder Prozessoren 26 und
22 sind für jedes Triebwerk vorgesehen. Die folgende Erläuterung
bezieht sich in der Hauptsache auf den Prozessor 26 für
das Triebwerk Nr. 1, wobei die Prozessoren für das andere Triebwerk
oder die anderen Triebwerke gleich sind.
Die Signaleingänge an jedem Triebwerksprozessor sind eine geregelte
Erregungsspannung an einer Leitung 50 von einer geeigneten
Quelle 121, ein Machzahlsignal an der Leitung 10 von dem Rechner 100
und ein Maß für das Triebwerks-Druckverhältnis (EPR)
von den Meßfühlern 117 an der Leitung 17. Der Prozessor vewendet
eine übliche Kurvenanpaßtechnik und gibt eine Polynom-
Anpassung der Schubeigenschaften der Kurven nach Fig. 3 wieder,
wobei die allgemeinen Beziehungen der vorstehend erläuterten
Gleichungen (13) bis (16) verwendet werden. Daher sind die
Ausgänge des Prozessors 26 die Signale (a₁) an der Leitung 28,
(b₁M) an der Leitung 29 und (c₁M²) an der Leitung 30. Die
äquivalenten Ausgangssignale für den zweiten Triebwerksprozessor 22
sind (a₂) an der Leitung 31, (b₂M) an der Leitung
32 und (C₂M²) an der Leitung 33. Es ist verständlich, daß es
zur Erzielung einer gewünschten Genauigkeit erforderlich sein
kann, die Polynome zu höheren Ordnungen zu erweitern. Diese
Signale werden mit den dargestellten Polaritäten in dem Verstärker 34
summiert. Weil der Triebwerksschub eine Funktion
des statischen Druckes p s oder der Höhe ist, wird der Ausgang
durch eine Multiplikationsschaltung 35 verarbeitet, wobei der
Multiplikator ein Signal proportional zu p s entsprechend der
Gleichung 13 ist, um ein Ausgangssignal T an der Leitung 55
zu erzielen, das den Schub T darstellt, der auf das Luftfahrzeug
einwirkt. Das p s -Signal wird an der Leitung 11 von
dem Flugdatenrechner 100 geliefert und wird maßstäblich verändert,
um die vorstehend erwähnte Standardtag-Meeresspiegel-
Konstante 1013,14 Millibar einzuschließen.
Spannungsteiler 36, 42 und 46, die mit der geregelten Erregungsspannung
an der Leitung 50 verbunden sind, liefern die konstanten
Ausdrücke der Gleichungen (14), (15) bzw. (16), während
Spannungsteiler 37, 41 und 45, die mit der EPR-Eingangsleitung
17 verbunden sind, die entsprechenden Ausdrücke in den Gleichungen
(14), (15) und (16) liefern, die proportional zu EPR sind.
Ein Spannungsteiler 39 ist mit einem Multiplizierer 40 verbunden,
der das EPR-Signal quadriert und den verbleibenden Ausdruck
der Gleichung (15) liefert. Ein Signalverstärker 38
summiert die Ausdrücke, die die Gleichung (14) bilden; ein
Signalverstärker 43 summiert die Ausdrücke, die die Gleichung
(15) bilden und ein Signalverstärker 61 summiert die Ausdrücke,
die die Gleichung (16) bilden. Polynome höherer Ordnung können
unter Verwendung der gleichen Kurvenanpaßtechnik gelöst werden.
Die vorstehende Beschreibung bezieht sich auf die vorstehend
erwähnte Kurvenanpaßtechnik und bildet eine Einrichtung, die
auf die Triebwerksbetriebseigenschaften anspricht, um ein
Signal oder einen Meßwert zu liefern, der proportional zu
dem auf das Luftfahrzeug ausgeübten Schub ist. Die gleiche
allgemeine Kurvenanpaßtechnik wird in dem weiter unten beschriebenen
Alphafunktionsrechner 20 verwendet.
Der Alphafunktionsrechner 20 nach Fig. 5 ist ausführlicher in
Fig. 9 gezeigt. Die Aufgabe des Rechners 20 besteht in der Umwandlung
der meßbaren und damit unabhängigen Variablen
Klappen-Vorflügelstellung, Höhenflossenstellung
und Machzahl in abhängige Ausgänge, die gleich (C L cos α
+ C D sin α) und der Lage des Schwerpunktes sind, und zwar
entsprechend den Bedingungen der Gleichungen (34) bzw. (50).
Die Eingänge an dem Alphafunktionsrechner 20 liegen an den
Leitungen 12, 13, 53, 14, 16 und 10 an und stellen die meßbaren
Größen der Vertikalbeschleunigung, der Längsbeschleunigung,
des Schub/Gewichtsverhältnisses, der Klappen-Vorflügel-
Stellung, der Höhenflossenstellung bzw. der Machzahl dar. Die
a x - und T/W-Signale an den Leitungen 13 bzw. 53 werden mit den
dargestellten Polaritäten in einem Verstärker 51 summiert,
dessen Ausgang in einem Dividierer 52 zusammen mit dem a z -
Signal an der Leitung 12 bearbeitet wird, um ein Ausgangssignal
von dem Dividierer 52 zu erzielen, das proportional
zur Veränderlichen
ist. Entsprechend der Gleichung (12)
ist dieses Signal äquivalent zur Gleichung (19) und damit
ein unabhängiger Eingang für den Polynom-Kurvenanpaßfunktionsgenerator 54.
Die anderen unabhängigen Eingänge werden an den
Leitungen 14, 16 und 10 zugeführt.
Die gerätemäßige Ausführung des Funktionsgenerators 54 ist ausführlicher
in Fig. 19 gezeigt. Das Signal an der Leitung 148
nach Fig. 19 ist der Ausgang des Dividierers 52 nach Fig. 9
und stellt ein Maß von
wobei dieser Wert weiterhin
weiter oben aus Vereinfachungsgründen als das Signal J bezeichnet
wurde. Die Funktionsgeneratoren 126 bis 133 leiten
elektrische Signale a bis h entsprechend der typischen Bedingungen
ab, die in Fig. 18 tabellarisch aufgeführt sind. Die
Eingänge der Funktionsgeneratoren sind Spannungen von einer
Quelle 121, wobei diese Spannungen durch entweder den Ausgang
des Klappen-Meßfühlers 114 an der Leitung 14 oder durch den
Machzahl-Ausgang an der Leitung 10 von dem Flugdatenrechner
100 sind. Ein Machzahl-Pegeldetektor 125 schaltet bei einem
geeigneten Machzahlwert von der Leitung 14 auf die Leitung 10
mit Hilfe eines Schalters 149 um. Das J-Signal an der Leitung
148 bewirkt eine Verarbeitung der h, b, d und f-Ausgänge der
Funktionsgeneratoren 133, 131, 129 und 127 über Multiplizierer
140, 139, 138 und 137, um zu Jh, Jb, Jd, bzw. Jf proportionale
Signale zu erzeugen. Das Jf-Signal wird mit dem e-Signal von
dem Funktionsgenerator 126 über einen Summierverstärker 134
kombiniert, um ein Signal e + fJ zu erzeugen. Ähnliche Kombinationen
werden durch die Summierverstärker 135 und 136
durchgeführt, um Signale c + dJ und a + bJ zu erzeugen. Das
Signal G von dem Funktionsgenerator 132 und das Signal Jh
werden direkt einem Summierverstärker 145 zugeführt, indem
sie mit einem Signal kombiniert werden, das
darstellt, so daß ein Signal erzeugt wird, das proportional
zu dem Wert K=C L cos α + C D sin α entsprechend der Bedingungen
der Gleichung (34) ist. Das Signal e + fJ - i H wird
von den Ausgängen der hintereinander geschalteten Signalverstärker
134 und 141 abgeleitet, wobei der Ausgang des Verstärkers 141
einem Multiplizierer 142 und einem Dividierer
143 zugeführt wird, dessen Ausgang ein Eingang für den Rechner
für die Lage des Schwerpunktes ist. Die Dividierer 144 und 143
werden von dem c + dJ-Ausgang des Verstärkers 135 entsprechend
den jeweiligen Bedingungen der Gleichungen (34) und (50) gesteuert.
Der i H -Eingang des Verstärkers 141 an der Leitung 16 ist der
Ausgang des Verstärkers 117 und stellt die kombinierte Nickmoment-
Wirkung der Höhenflossenbewegung und der Höhenruderbewegung
dar. Die relativen Ausgänge des Höhenflossen-Meßfühlers 116
und des Höhenruder-Meßfühlers 123 sind proportional
zu der Wirksamkeit dieser Steuerflächen bei der Erzeugung eines
Nickmomentes. Dies ist eine Funktion der Machzahl und diese
Funktion wird durch einen Funktionsgenerator 150 gerätemäßig
ausgeführt. Der Ausgang des Summierverstärkers 146 gibt die
Bedingungen der Gleichung (50) auf Grund eines Einganges von
der Spannungsquelle 121 und des Ausgangs von dem Dividierer
143 wieder, der eine Spannung darstellt, die proportional zu
ist. Es sei bemerkt, daß die Werte und der
Gleichung (50) Extremlagen des Schwerpunktes darstellen und
für ein bestimmtes Luftfahrzeug konstant sind.
Die Funktion des Integrators 147 mit seiner Rückführung an
der Leitung 15 zum Verstärker 146 besteht darin, ein Filter
mit relativ langer Zeitkonstante, beispielsweise in der Größenordnung
von 1/2 bis zu 1 Minute für das Signal für den Schwerpunkt
zu bilden. Dies ist gerechtfertigt, weil sich der Schwerpunkt
des Luftfahrzeuges relativ langsam ändert. Das Schwerpunkt-
Fehlerrückführungssignal von der Leitung 151 am Ausgang
des Verstärkers 146 wird zur Korrektur dynamischer Effekte
von Kurzzeit-Höhenruderbewegungen in einer Weise verwendet,
die ähnlich der ist, die für das Gewichtsfehler-Rückführungssignal
des Gesamtgewicht-Rechnerabschnittes im folgenden beschrieben
wird.
Der Gesamtgewichts-Rechner 21 nach Fig. 5 ist in Fig. 10 gezeigt.
Die gerätemäßige Ausführung dieses Gewichtsrechners
ist allgemein ähnlich zu der gerätemäßigen Ausführung des
Gewichtsrechners, die in Fig. 9 der deutschen Offenlegungsschrift
21 61 401 gezeigt ist. Der wesentliche Unterschied
besteht darin, daß die letztgenannte gerätemäßige Ausführung
der Gewichtssignal-Berechnung auf einer Funktion des Auftriebskoeffizienten
C L und des Auftriebs-/Gewichtsverhältnisses L/W
beruht, während bei der hier beschriebenen gerätemäßigen Ausführung
die Berechnung des Gewichtssignals auf einer Funktion
des Triebwerksschubes T durch die hiervon abgeleitete Alphafunktion
(C L cos α + C D sin α) sowie einer Funktion der Vertikalbeschleunigung
a z beruht. Grundsätzlich liefert die Vorrichtung
nach Fig. 10 eine Lösung der vorstehenden Gleichung
(11), die durch die Rückführung ihres Ausganges W an den Dividierer
120 nach Fig. 9 die gleichzeitige Lösung der Gleichungen
(11) und (12) ergibt.
In Fig. 10 ist der Ausgang des Summierverstärkers 49 ein Signal,
das proportional zu (C L cos α + C D sin α) ist, wobei dieses
letztere Signal seinem Eingang 25 von dem Alphafunktions-
Rechner nach Fig. 9 zugeführt wird. Das Ausgangssignal des
Verstärkers 49 wird in einem Dividierer 56 durch ein Signal
dividiert, das proportional zu g/a z ist und das von dem z-
Achsen-Beschleunigungsmesser 101 abgeleitet und maßstäblich
entsprechend dem Wert von g verändert wird. Die Tragflächen-
Flächenkonstante S wird als die Verstärkung eines Verstärkers
geliefert, dessen Ausgang mit dem Wert q von dem Flugdatenrechner 100
multipliziert wird, wobei q gleich 0,7 p s M² ist.
Daher ist das Signal am oberen Eingang des Verstärkers 58 proportional
zum Gewicht W des Luftfahrzeuges wie es durch die
rechte Seite der Gleichung (11) definiert ist. Das berechnete
Gewichtssignal von dem Verstärker 58 wird einem Tiefpaßfilter
59 und einem Integrator 60 zugeführt, dessen Ausgang zum Verstärker 58
zurückgeführt wird, und der Ausgang dieses Verstärkers 58
wird seinerseits über die Leitung 63 zum Verstärker 49
zurückgeführt. Die Funktion des Filters 59 des
Integrators 60 und der Rückführungen wird im folgenden kurz
erläutert. Für eine ausführliche Diskussion dieser Funktionen
kann auf die oben erwähnte deutsche Offenlegungsschrift Bezug
genommen werden.
Es sei bemerkt, daß während der Berechnung des Gewichtes während
des Fluges zumindest einige der verwendeten Parameter
von Trägheitsmeßfühlern abgeleitet werden und daß daher die
Gewichtsrechnung während relativ kurzer Zeitintervalle bei
Vorhandensein von Windströmungen gegenüber dem Boden Fehler
aufweisen kann (insbesondere würden Windscherungen erschwerend
wirken). Weiterhin können diese Trägheitselemente unerwünschte
dynamische oder Kurzzeitfehler bei der Gewichtsmessung hervorrufen
(beispielsweise bei böiger Luft und bei Turbulenzen).
Die Funktion der vorstehend beschriebenen Gewichtsrechnerabschnitt-
Rückführungen besteht im wesentlichen darin, diese
Fehler zu verringern oder zu beseitigen. Es ist verständlich,
daß sich das Gewicht des Luftfahrzeuges im Flugbetriebszustand
sehr sehr langsam ändert während der Treibstoff verbraucht wird
(das Abwerfen von Fracht von militärischen Luftfahrzeugen kann
leicht berücksichtigt werden, weil das Gewicht dieser Fracht
normalerweise genau bekannt ist). Diese Tatsache ermöglicht
es, daß die kombinierte Zeitkonstante des Filters 59 und des
Integrators 60 sehr sehr lang sein kann, beispielsweise in
der Größenordnung von 200 bis 400 Sekunden. Der Ausgang des
Integrators 60 ist daher ein im wesentlichen konstantes einen
eingeschwungenen Zustand aufweisendes Signal, das proportional
zum Gewicht des Luftfahrzeuges ist.
Die negative Rückführung von dem Integrator 60 an den Eingang
des Verstärkers 58 beseitigt in wirksamer Weise die Langzeit-
Gewichtskomponente an seinem Ausgang, so daß dieser Ausgang
ein Meßwert oder ein Signal ist, das sich entsprechend irgendeinem
Fehler zwischen diesem Signal um dem ursprünglichen
Gewichtssignal an der Leitung 73 ändert, d. h. ein Gewichtsfehlersignal.
Grundsätzlich schließt dann dieses Gewichtsfehlersignal
hauptsächlich die vorstehend erwähnten dynamischen Fehler
ein und kann dazu verwendet werden, die grundlegenden Gewichtsrechner-
Eingangsdaten zu korrigieren, wie beispielsweise durch
das Gewichtsfehler-Rückführungssignal an der Leitung 63 an den
Eingang des Verstärkers 49, so daß sich ein sehr genaues Maß
des Fluggewichtes des Luftfahrzeuges ergibt.
Einer der Nachteile oder Einschränkungen des Gewichtsrechners,
der in der vorstehend genannten deutschen Offenlegungsschrift
beschrieben ist, besteht darin, daß, weil der grundlegende
Berechnungsparameter der Auftriebskoeffizient C L ist, eine
genaue Gewichtsmessung nur nach dem Abheben des Luftfahrzeuges
erzielbar ist. Daher kann der Ausgang dieses bekannten Gewichtsrechners
nicht dazu verwendet werden, die erforderlichen V₁-V R -
und V₂-Abhebgeschwindigkeiten automatisch einzustellen oder
dem Pilot die nötigen Angaben zur Einstellung dieser Werte
zu geben. Weil jedoch der grundlegende Berechnungsparameter
des hier beschriebenen Gewichtsrechners der Triebwerksschub
ist, wird ein sehr genaues Maß des Gewichtes des Luftfahrzeuges
innerhalb weniger Sekunden nach dem Freigeben der Bremsen und
dem Erzielen der im wesentlichen vollen Schubleistung der Triebwerke
erzeugt, d. h. wenn die EPR-Werte der Triebwerke beispielsweise
90% ihrer Grenzwerte erreicht haben, also 0,90 EPRL.
Normalerweise wird dieser EPR-Wert innerhalb weniger hundert
Fuß nach dem Freigeben der Bremsen und/oder Erzeugen der Startleistung
erreicht, so daß der Pilot oder der Kopilot ausreichend
Zeit hat, um die V₁-, V R - und V₂-Startgeschwindigkeiten auf
dem Fluggeschwindigkeitsanzeiger einzustellen. Es ist zu erwarten,
daß zukünftige Luftfahrzeugdarstellungen und -anzeigen
in integrierte elektronische Cockpit-Anzeigen wie z. B. eine
Kathodenstrahlröhren-Anzeigeeinrichtung oder ähnliches eingefügt
sind, wobei in diesem Fall der Ausgang des hier beschriebenen
Gewichtsrechners automatisch mit den gespeicherten Startdaten
aus dem Handbuch des Luftfahrzeuges kombiniert und automatisch
zur Einstellung der V₁-, V R - und V₂-Fluggeschwindigkeitsindizes
verwendet werden.
Fig. 11 zeigt die Modifikationen, die erforderlich sind, um die
Bedingungen der Startgewicht-Gleichung (3) mit denen zu vereinigen,
die für die Fluggewichts-Gleichungen (11) und (12) erforderlich
sind, die weiter oben anhand der Fig. 10 erläutert
wurden. Allgemein werden die von aerodynamischen Bedingungen
abhängigen Parameter des Gewichtsrechners momentan beseitigt
und es werden hierfür direkte Schub-, Trägheits- und Bodenroll-
Parameter, beispielsweise die Rollreibung, eingesetzt.
Die für die Beseitigung und den Ersatz dieser Parameter vorgesehene
Einrichtung bildet eine Einrichtung zur Umwandlung
des Fluggewichts-Rechners in einen Startgewicht-Rechner zur
Lieferung des Startgewicht-Signals. Das Startgewicht-Signal
W TO erscheint an der Leitung 72 und wird unter Verwendung
des Dividierers 71 erzeugt, der das Schubsignal T an der Leitung 55
von dem Schubrechner-Abschnitt nach Fig. 8 als Zähler
und die Summe von a x /g und μ RL an den Leitungen 13 bzw. 70
als Nenner verarbeitet. Das a x /g-Signal wird von dem x-Achsenbeschleunigungsmesser 102
geliefert, während das μ RL -Signal
von einer Bezugssignalquelle 122 geliefert wird und eine
Größe aufweist, die im allgemeinen eine Konstante proportional
zur Rollreibung des Fahrwerkes ist, wobei diese Rollreibung
ein Parameter ist, der bekannt ist oder der aus Schleppversuchen
des Luftfahrzeuges vorherbestimmbar ist. Die Kontakte
76, 77 und 78 des Relais 68 dienen zur Änderung der Konfiguration
nach Fig. 10 derart, daß der aerodynamische Funktionseingang
an den Summierverstärker 58 unwirksam gemacht wird
und daß stattdessen das Signal W TO -Signal an der Leitung 72
verwendet wird, wenn das Relais 68 angesteuert wird. Das Relais 68
muß lediglich für eine kurze Zeitperiode angesteuert
werden, nachdem die Bremsen freigegeben wurden und die Triebwerke
EPR-Werte erreicht haben, die sehr nahe an den für den
Startvorgang erforderlichen Grenzwerten liegen, beispielsweise
0,90 EPRL, wie dies weiter oben beschrieben wurde. Diese
Schaltlogik wird durch bestimmte Werte an den Leitungen 64, 65
81 von einem Bremsschalter 123, der beim Freigeben der
Bremsen betätigt wird, und von den EPR-Wertquellen 117 bzw.
118 in Verbindung mit einem UND-Verknüpfungsglied 66 geliefert.
Bei Ansteuerung des Verknüpfungsgliedes 66 wird ein Zeitgeber
67 angesteuert, der die Kontakte 75 schließt, um ein Signal
zur Ansteuerung des Relais 68 zu liefern. Der Zeitgeber 67
ist so eingestellt, daß er die Kontakte 76, 77 und 78 in
ihrer betätigten oder oberen Stellung für eine kurze Zeitperiode
in der Größenordnung von 1 bis 5 Sekunden hält, was
gerade lang genug ist, damit die anfängliche Beschleunigung
erreicht wird und die Rechner-Berechnungen einen eingeschwungenen
Zustand erreicht haben. Der Kontakt 76 wird zu Änderung der
großen für den Flugzustand bestimmten Filterzeitkonstante
auf einen sehr kleinen Wert verwendet, beispielsweise
auf 0,05 Sekunden, damit eine schnelle Berechnung des Startgewichtes
ermöglicht wird.
Die Funktion des Abhebe-Detektors 69 besteht darin, die Gewichtsrechner-
Konfiguration auf die nach Fig. 10 zurückzuführen, wenn
das Luftfahrzeug in den Flugzustand übergeht. Die Abhebedetektor-
Logik könnte beispielsweise ein Öldruckschalter sein oder, was
von größerer Bedeutung sein würde, das Erreichen der Sicherheitsgeschwindigkeit
V₂ feststellen, damit der aerodynamische
Bodeneffekt die Fluggewicht-Berechnung nicht mehr beeinflußt.
Weil das Relais 68 abgeschaltet und die Schalter 76, 77 und
78 in ihre Normalstellungen zurückbewegt werden, nachdem die
1 bis 5 Sekunden dauernde anfängliche Startgewicht-Berechnung
beendet ist, dient der Schalter 80 zum Erden der Fluggewichts-
Rechnereingangsparameter, so daß sie den Startgewichtswert
nicht beeinflussen, während der Schalter 79 sicherstellt,
daß der Integrator 60 auf dem Startgewichtswert während des
verbleibenden Teils des Rollens am Boden bis zum Erreichen
der Sicherheitsgeschwindigkeit V₂ festgehalten wird.
Wie dies weiter oben in der Beschreibung erwähnt wurde kann
der Gewichts- und Schwerpunktslagenberechner einen Vielzweck-
Digitalrechner einschließen, der in geeigneter Weise programmiert
ist, um die vielen Berechnungen durchzuführen, die weiter oben
ausführlich beschrieben wurden, um die Gewichts- und Schwerpunktslagen-
Ausgänge zu liefern, die die Luftfahrzeugbesatzung
verwenden kann oder die als Eingänge für andere Luftfahrzeuggeräte
dienen, die diese wichtigen Parameter benötigen.
In Fig. 20 ist ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der
Vorrichtung gezeigt, die die grundlegenden Elemente eines
Allzweck-Digitalrechners aufweist. Wie dies gezeigt ist, sind
die erforderlichen veränderlichen Eingangsparameter wie in
Fig. 5 durch entsprechende Bezugszeichen bezeichnet. Diese
veränderlichen Signale werden einem Eingangs- und Digitalisier-
Abschnitt 116 zugeführt, in dem sie in Digitalform umgewandelt
und gespeichert werden, so daß sie von der arithmetischen
Logikeinheit 161 verwendet werden können, wenn sie durch den
Programmspeicher aufgerufen werden. Der Rechner schließt einen
Speicher 162 ein, der durch einen Festwertspeicher (ROM) 163
gebildet sein kann, der zwei grundlegende Speicherfunktionen
erfüllt. Er liefert das Gesamt-Rechnerprogramm und schließt
weiterhin die vielen festen Konstanten des Luftfahrzeugs ein
(wie sie in den Tabellen und grafischen Darstellungen der
Zeichnungen angegeben sind). Der Speicher 164 mit wahlfreiem
Zugriff (RAM) wird zur vorübergehenden Speicherung von Daten
wie z. B. Eingangsdaten, Ausgangsdaten und Zwischendaten während
der verschiedenen Berechnungen verwendet, die von der
arithmetischen Logikeinheit 161 durchgeführt werden. Der Steuerabschnitt
165 wird zur Anleitung und Steuerung der arithmetischen
Einheit derart verwendet, daß diese Lösung der verschiedenen
vorstehend ausführlich beschriebenen Gleichungen
durchgeführt wird. Der Ausgangsabschnitt 166 empfängt digitale
Gewichts- und Schwerpunktslagen-Ausgangsdaten, beispielsweise
von dem Speicher 164, und wandelt sie in Analogformat
für Nutzsysteme um. Viele Nutzsysteme benötigen die Signale
für das Gewicht und die Schwerpunktslage in Digitalformat,
so daß der Ausgangsabschnitt 166 die Digitaldaten direkt
weiterleiten kann oder sie in irgendein Format umwandeln
kann, das von den Nutzsystemen benötigt wird.
Der Rechner nach Fig. 20 kann entsprechend den Bedingungen
der üblichen Chapin-Tafeln gemäß den Fig. 21 und 22 programmiert
werden. Chapin-Tafeln werden derzeit in großem
Umfang von Rechnerprogrammierern bei der Herstellung von
von Maschinen lesbaren Programmen für den Allzweckrechner
nach Fig. 20 verwendet. Die Bemerkungen bezüglich der Tafel
nach Fig. 21 sind am unteren Ende dieser Tafel angegeben.
Die Bemerkung (3) wird jedoch im folgenden angegeben:
- (3) Bei der Gesamtgewichtsberechnung werden verschiedene
Zwischenwerte verwendet. Diese Zwischenwerte sind in
den Fig. 16 und 19 dargestellt, wobei die letztere
als Rechner-Algorithmus betrachtet werden kann.
- (a) a, b, c, d, e, f, g und h sind jeweils lineare Funktionen (oder Funktionen höherer Ordnung wenn dies aus Genauigkeitsgründen erforderlich ist) der Klappenstellung und der Machzahl.
- (b) K(aft) ist der Wert von K bei einem vorgegebenen J-Eingang und bei einem vollständig hinten liegenden Schwerpunkt.
- (c) dKs ist K(aft) abzüglich eines entsprechenden K(fwd), einem vollständig vorne liegenden Schwerpunkt.
- (d) i(aft) ist der Wert von ih, der für den Eingangswert von J und einem hinten liegenden Schwerpunkt erforderlich i 00728 00070 552 001000280000000200012000285910061700040 0002002808017 00004 00609st.
- (e) ihs ist i(aft) abzüglich eines entsprechenden i(aft).
- (f) dih ist ih abzüglich i(aft).
- (g) dK ist K abzüglich K(aft).
Es ist zu erkennen, daß die Programmanweisungen in der Tabelle
nach Fig. 2 einen iterativen Vorgang zum Lösen der grundlegenden
gleichzeitigen Gleichungen (11) und (12) wie sie weiter
oben beschrieben wurden, bilden und daß mehrere Iterationen erforderlich
sein können, um eine Konvergenz zu erzielen.
Claims (24)
1. Vorrichtung zur Ermittlung des Gesamtgewichts eines Luftfahrzeugs,
das Triebwerke zur Lieferung eines Vortriebschubes
und Einrichtungen zur Lieferung von vom Anstellwinkel des Luftfahrzeuges
abhängigen Werten aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
auf eine Betriebscharakteristik der Triebwerke ansprechende
Schubmeßeinrichtungen (19) zur Lieferung eines Maßes des
Schubes dieser Triebwerke aufweist, daß die Einrichtungen zur
Lieferung von vom Anstellwinkel des Luftfahrzeuges abhängigen
Werten durch Anstellwinkel-Rechnereinrichtungen (20) gebildet
sind, die auf die auf das Luftfahrzeug einwirkenden aerodynamischen
Kräfte und auf das Maß des Schubes ansprechen und ein
Maß einer Funktion des Anstellwinkels des Luftfahrzeuges liefern,
und daß auf das Maß der Funktion des Anstellwinkels ansprechenden
Gesamtgewichts-Rechnereinrichtungen (21) vorgesehen
sind, die als Ausgangssignal einen Meßwert des Gesamtgewichts
des Luftfahrzeuges liefern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Triebwerke Turbinenstrahltriebwerke
sind und daß die Betriebscharakteristik dieser Triebwerke das
Triebwerks-Druckverhältnis ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Triebwerke Verdichtergebläse-Strahltriebwerke
sind und daß die Betriebscharakteristik die Triebwerks-
Gebläsedrehzahl ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schub
der Triebwerke für jeden Wert der Betriebscharakteristik eine
vorgegebene Funktion der Machzahl des Luftfahrzeuges und der
Höhe ist, und daß die Schubmeßeinrichtungen (19)
- a) Meßeinrichtungen (117, 118) zur Lieferung eines Signals proportional zu der Triebwerks-Betriebscharakteristik,
- b) Luftdaten-Rechnereinrichtungen (100), die Signale proportional zur Machzahl des Luftfahrzeuges bzw. zur Höhe liefern, und
- c) Prozessoreinrichtungen (26, 22) aufweisen, die auf die zur Triebwerks-Betriebscharakteristik, zur Machzahl und zur Höhe proportionalen Signale ansprechen und das Triebwerks-Betriebscharakteristik- Signal entsprechend der vorgegebenen Funktion modifizieren, um ein Maß des Triebwerkschubs zu liefern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prozessoreinrichtungen zur Modifikation
des Triebwerks-Betriebscharakteristik-Signals Rechnereinrichtungen
(34-38) aufweisen, die auf das Triebwerks-Druckverhältnissignal
und die Machzahl- und Höhensignale ansprechen und
den Wert eine Polynoms mit der Machzahl berechnen, das veränderliche
Koeffizienten aufweist, die eine Funktion der Triebwerks-
Betriebscharakteristik multipliziert mit einer Funktion
der Höhe sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch
- a) Dividiereinrichtungen (120), die auf den Meßwert des Gesamtgewichts des Luftfahrzeuges und die Messung des Schubes ansprechen und ein Maß des Schub-/Gewichtsverhältnisses des Luftfahrzeuges liefern, und
- b) Rechnereinrichtungen (51, 52), die das Maß des Schub-/Gewichts-Verhältnisses an Kurvenanpaßeinrichtungen (54) zur Lieferung eines Maßes der Funktion des Anstellwinkels zuführen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Maß der Funktion des Anstellwinkels
als vorgegebene Funktion der Vertikal- und Längsbeschleunigungen
des Luftfahrzeuges bezüglich der Erdschwerkraft
sowie als Funktion des Schub-/Gewichtsverhältnisses bei einem
vorgegebenen Zustand der Flugsteueroberflächen, die den Auftrieb
und aerodynamischen Widerstand beeinflussen, sowie der Machzahl-
Geschwindigkeit ändert, und daß die ein Maß der Funktion
des Anstellwinkels liefernden Einrichtungen
- a) Beschleunigungsmesser (101), die ein Signal proportional zur Beschleunigung des Luftfahrzeuges entlang der Vertikalachse,
- b) Beschleunigungsmesser (102) zur Lieferung eines Signals proportional zur Beschleunigung des Luftfahrzeuges entlang seiner Längsachse,
- c) Dividiereinrichtungen (120) zur Lieferung eines Signals proportional zum Schub-/Gewichtsverhältnis des Luftfahrzeuges,
- d) Rechnereinrichtungen (51, 52), die auf die Beschleunigungssignale und das Schub-/Gewichtsverhältnis-Signal ansprechen, um ein resultierendes Signal proportional zu der vorgegebenen Funktion hiervon zu erzeugen, und
- e) auf die Stellung der Flugsteuerflächen (114, 116) und die Machzahl-Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges ansprechende Kurvenanpaßeinrichtungen (54) zur Bestimmung des Wertes des Maßes der Funktion des Anstellwinkels für diese Stellung der Steuerflächen und diese Machzahl-Geschwindigkeit einschließen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenanpaßeinrichtungen (54) zur
Bestimmung des Maßes der Funktion des Anstellwinkels Rechnereinrichtungen
(Fig. 19) aufweisen, die auf die Signale für die
Beschleunigungen, das Schub-Gewichtsverhältnis, die Machzahl-
Geschwindigkeit sowie auf die resultierenden Signale ansprechen
und den Wert von K in Abhängigkeit von J entsprechend den
folgenden Gleichungen berechnen:
worin
J = resultierendes Signal,
a x und a z die Längs- und Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
T/W = Schub-/Gewichtsverhältnis des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung,
wobei die Steuerflächenpositionen wie folgt sind:
δ FL = Klappen-Vorflügelstellung des Luftfahrzeuges und
i H = Höhenflossenstellung sind
und wobei die Funktion des Anstellwinkels die Form von K = C L cos α + C D sin α aufweist, worin
K = ein Maß der Funktion des Anstellwinkels
α = der Anstellwinkel des Luftfahrzeuges und
C L und C D die Auftriebs- bzw. Widerstandskoeffizienten des Luftfahrzeuges sind.
J = resultierendes Signal,
a x und a z die Längs- und Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
T/W = Schub-/Gewichtsverhältnis des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung,
wobei die Steuerflächenpositionen wie folgt sind:
δ FL = Klappen-Vorflügelstellung des Luftfahrzeuges und
i H = Höhenflossenstellung sind
und wobei die Funktion des Anstellwinkels die Form von K = C L cos α + C D sin α aufweist, worin
K = ein Maß der Funktion des Anstellwinkels
α = der Anstellwinkel des Luftfahrzeuges und
C L und C D die Auftriebs- bzw. Widerstandskoeffizienten des Luftfahrzeuges sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Meßwert
des Gesamtgewichts des Luftfahrzeuges eine vorgegebene
Funktion des Anstellwinkels, der Vertikalbeschleunigung des
Luftfahrzeuges und des Staudruckes ist, und daß die Gesamtgewichts-
Rechnereinrichtungen (21) zur Lieferung eines Meßwertes
des Gesamtgewichtes (Fig. 10)
- a) auf das Maß der Funktion des Anstellwinkels ansprechende Summiereinrichtungen (49) zur Lieferung eines entsprechenden Signals,
- b) Beschleunigungsmesser (101) zur Lieferung eines Signals proportional zur Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
- c) Luftdaten-Rechnereinrichtungen (100) zur Lieferung eines Signals proportional zum Staudruck des Luftfahrzeuges, und
- d) auf das die Funktion des Anstellwinkels darstellende Signal, das Vertikalbeschleunigungssignal und das Staudrucksignal ansprechende Rechnereinrichtungen (49, 56, 57) zur Lieferung eines Signals proportional zum Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges einschließen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gesamtgewichts-Rechnereinrichtungen
(21) auf die genannten Signale ansprechen und ein zum Gewicht
proportionales Signal als Funktion dieser Signale entsprechend
der folgenden Gleichung liefern:
worin
W = Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges,
α = Anstellwinkel des Luftfahrzeuges,
C L und C D die Auftriebs- bzw. Widerstandskoeffizienten des Luftfahrzeuges,
0,7 p s M² = dynamischer Staudruck,
p s = statischer Staudruck,
M = Machzahl-Geschwindigkeit,
S = Tragflächen-Fläche des Luftfahrzeuges,
a z = Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung sind.
W = Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges,
α = Anstellwinkel des Luftfahrzeuges,
C L und C D die Auftriebs- bzw. Widerstandskoeffizienten des Luftfahrzeuges,
0,7 p s M² = dynamischer Staudruck,
p s = statischer Staudruck,
M = Machzahl-Geschwindigkeit,
S = Tragflächen-Fläche des Luftfahrzeuges,
a z = Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gesamtgewichts-Signal unerwünschte
Hochfrequenzkomponenten aufweist, die in dem Anstellwinkel-
Funktionssignal vorliegen, und daß
- a) ein auf das Gesamtgewichtssignal ansprechender Integrator (60) zur Lieferung eines Ausgangssignals, das lediglich die Langzeitänderungen dieses Signals einschließt,
- b) auf das Langzeit-Gewichtssignal und das die Hochfrequenzkomponenten einschließende Gesamtgewichtssignal ansprechende Summiereinrichtungen (58) zur Lieferung eines Gewichtsfehlersignals, und
- c) das Gewichtsfehlersignal an die Rechnereinrichtungen (49, 56, 57) zur Lieferung des Gesamtgewichts-Signals liefernde Rückführeinrichtungen (63) zur Verringerung der Wirkungen der Hochfrequenzkomponenten des Maßes des Anstellwinkels in dem Signal für das Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Meßeinrichtungen (Fig. 11),
die als Ausgangssignal einen Meßwert des Startgewichtes des
Luftfahrzeuges liefern, und die
- a) Beschleunigungsmesser (102) zur Lieferung eines Maßes der Längsbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
- b) auf das Maß des Schubes des Luftfahrzeuges und das Maß der Längsbeschleunigung ansprechende Dividiereinrichtungen (71) zur Lieferung eines resultierenden Meßwertes des Startgewichtes des Luftfahrzeuges,
- c) erste Schalteinrichtungen (78) zum Ersetzen des von der Anstellwinkelfunktion abhängigen Gesamtgewichts-Signals durch den Meßwert des Startgewichtes, und
- d) Steuereinrichtungen (75, 68) einschließen, die auf einen vorgegebenen Wert der Triebwerks-Betriebscharakteristik ansprechen, um die ersten Schalteinrichtungen (78) zu betätigen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Luftfahrzeug mit Bremsen
an den Fahrwerksrädern versehen ist, und daß
- a) eine auf das Lösen der Bremsen ansprechende Schaltereinrichtung (123) zur Lieferung eines entsprechenden Signals, und
- b) auf den vorgegebenen Wert der Triebwerks-Betriebscharakteristik sowie das Bremssignal ansprechende Logikeinrichtungen (66) zum Betätigen der ersten Schalteinrichtungen (78) vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, in Verbindung mit
Anspruch 11, gekennzeichnet durch zweite Schalteinrichtungen
(76, 77, 79, 80), die das Langzeit-Gewichtsänderungssignal
und das Gewichtsfehlersignal unwirksam machen und diese
Signale durch den momentanen Wert des Startgewichtssignals ersetzen,
wobei die Steuereinrichtungen (75, 68) sowohl die ersten
als auch die zweiten Schalteinrichtungen (78, 76, 77, 79, 80)
betätigen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet
durch auf die Betätigung der Schalteinrichtungen
(123) ansprechende Zeitsteuereinrichtungen (151), die das
Einsetzen des Meßwertes des Startgewichtes lediglich für eine
kurze Zeitperiode in der Größenordnung von 1 bis 5 Sekunden
wirksam machen und die danach den Meßwert des Startgewichtes auf
dem dann vorherrschenden Wert festhalten.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet
durch weitere Schalteinrichtungen (69), die auf einen Flugzustand
nach dem Abheben des Luftfahrzeuges ansprechen, um erneut
das von der Anstellwinkelfunktion abhängige Gesamtgewichts-
Signal wirksam zu machen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12, 13, 15 und 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtungen
zur Lieferung des Meßwertes des Startgewichtes Rechnereinrichtungen
(71) (Fig. 11) aufweisen, die auf das Maß des
Schubes und der Längsbeschleunigung ansprechen und einen Meßwert
proportional zum Startgewicht als eine Funktion dieser
Signale entsprechend der folgenden Gleichung liefern:
worin
W TO = Startgewicht des Luftfahrzeuges,
a x = Längsbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
T TO = Gesamt-Startschub der Triebwerke des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung,
μ RL = Rollreibung des Luftfahrzeuges ist.
W TO = Startgewicht des Luftfahrzeuges,
a x = Längsbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
T TO = Gesamt-Startschub der Triebwerke des Luftfahrzeuges,
g = Erdbeschleunigung,
μ RL = Rollreibung des Luftfahrzeuges ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch
- a) Schubmeßeinrichtungen (19), die auf eine Betriebscharakteristik jedes der Luftfahrzeug-Triebwerke bei der jeweiligen Machzahl und bei dem statischen Druck am Luftfahrzeug ansprechen und ein Signal liefern, das dem Schub entspricht, der von jedem der Triebwerke auf das Luftfahrzeug ausgeübt wird, sowie Summiereinrichtungen zum Summieren aller Schubsignale zur Lieferung eines resultierenden Signals, das dem von allen Triebwerken zusammen erzeugten Gesamtschub entspricht,
- b) auf die Beschleunigungen des Luftfahrzeuges entlang zueinander senkrechter Achsen, die den Vertikal- und Längsachsen des Luftfahrzeuges entsprechen, ansprechende Beschleunigungsmesser (101, 102) zur Lieferung von diesen Beschleunigungen entsprechenden Signalen,
- c) auf die Machzahl des Luftfahrzeuges und den statischen Druck ansprechende Luftdaten-Rechnereinrichtungen (100) zur Lieferung entsprechender Signale,
- d) auf die Stellungen der die Auftriebs- und Widerstandscharakteristik des Luftfahrzeuges beeinflussenden aerodynamischen Steuerflächen ansprechende Meßeinrichtungen (114, 116), und
- e) Rechnereinrichtungen (20, 21), die auf alle vorstehend
genannten Signale ansprechen und ein Ausgangssignal liefern,
das der Lösung des folgenden Gleichungspaares entspricht:
worin
W = das Gesamtgewicht des Luftfahrzeuges,
T = der Gesamtschub der Triebwerke,
a x = die Längsbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
a z = die Vertikalbeschleunigung des Luftfahrzeuges,
M = die Machzahl-Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges,
P s = der statische Luftdruck am Luftfahrzeug,
α = der Anstellwinkel des Luftfahrzeuges,
C L = der Auftriebskoeffizient des Luftfahrzeuges,
C D = der Widerstandskoeffizient des Luftfahrzeuges,
S = die Tragflächen-Fläche des Luftfahrzeuges,
g = die Erdbeschleunigung ist,
und wobei das Ausgangssignal der gleichzeitigen Lösung der beiden Gleichungen für den Gesamtgewichts-Ausdruck W entspricht.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet, durch
- a) Meßeinrichtungen (116) zur Lieferung eines Signals proportional zur effektiven Stellung der Höhenflosse bei der Erzeugung einer Nickbewegung des Luftfahrzeuges,
- b) Meß- und Rechnereinrichtungen (101, 102, 120, 51, 52) zur Lieferung eines Signals proportional zu einer Funktion der Horizontal- und Vertikalbeschleunigungen des Luftfahrzeuges und zum Schub-/Gewichtsverhältnisse des Luftfahrzeuges, und
- c) auf diese Signale ansprechende Kurvenanpaßeinrichtungen (54) zur Lieferung eines Signals proportional zur Lage des Schwerpunktes des Luftfahrzeuges bezüglich der mittleren aerodynamischen Flügeltiefe der Tragfläche, um den die Nickbewegung wirksam ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtungen zur Lieferung des
Signals für die wirksame Stellung der Höhenflosse
- a) Positionsfühler (123) zur Lieferung eines Signals proportional zur Position des Höhenruders,
- b) Positionsfühler (116) zur Lieferung eines Signals proportional zur tatsächlichen Stellung der Höhenflosse,
- c) Funktionsgeneratoreinrichtungen (150), die auf die Machzahl des Luftfahrzeuges ansprechen, um das Signal für die Stellung der Höhenflosse in Abhängigkeit hiervon zu modifizieren, und
- d) erste Kombinationseinrichtungen (117) zur Kombination des Höhenruder-Stellungssignals und des modifizierten Höhenflossen-Stellungssignals zur Lieferung des Signals für die effektive Stellung der Höhenflosse einschließen.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, gekennzeichnet
durch Filtereinrichtungen (147) mit einer relativ langen Zeitkonstante,
die auf das Signal für die Lage des Schwerpunktes
ansprechen und ein Signal liefern, das proportional zur mittleren
Lage des Schwerpunktes des Luftfahrzeuges ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, gekennzeichnet
durch
- a) auf die Differenz zwischen dem Signal für die Lage des Schwerpunktes und dem Signal für die mittlere Lage des Schwerpunktes ansprechende zweite Kombinationseinrichtungen (146) zur Lieferung eines Schwerpunkt-Fehlersignals, das proportional zu den im wesentlichen kurzzeitigen Komponenten des Signals für die Lage des Schwerpunktes ist, und
- b) Rückführeinrichtungen (151) zur Rückführung des Schwerpunkt-Fehlersignals an die ersten Kombinationseinrichtungen (117) zur Kompensation der Kurzzeitwirkungen des Höhenruders auf das Signal für die effektive Position der Höhenflosse.
23. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet
durch
- a) die Machzahl des Luftfahrzeuges oberhalb eines vorgegebenen Wertes ansprechende Detektoreinrichtungen (125) zur weiteren Modifikation des Signals für die effektive Höhenflossenstellung entsprechend hiermit, und
- b) auf die Position der Tragflächenklappen unterhalb eines vorgegebenen Wertes der Machzahl-Geschwindigkeit ansprechende Meßeinrichtungen (114) zur Modifikation des Signals für die effektive Höhenflossenstellung entsprechend dem Klappenstellungssignal.
24. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtungen zur Lieferung des
Horizontal- und Vertikalbeschleunigungs- und des Schub-/Gewichtsverhältnisfunktionssignals
- a) Beschleunigungsmesser (101, 102), die Signale jeweils proportional zu den Horizontal- und Vertikalbeschleunigungen des Luftfahrzeuges liefern,
- b) Dividiereinrichtungen (120) zur Lieferung eines zum Schub-/Gewichtsverhältnis des Luftfahrzeuges proportionalen Signals, und
- c) auf diese Signale ansprechende Rechnereinrichtungen (51, 52) einschließen, die eine Signal J liefern, das proportional zu der durch die folgende Gleichung definierten Funktion ist:
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/772,186 US4110605A (en) | 1977-02-25 | 1977-02-25 | Weight and balance computer apparatus for aircraft |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2808017A1 DE2808017A1 (de) | 1978-08-31 |
| DE2808017C2 true DE2808017C2 (de) | 1989-09-21 |
Family
ID=25094235
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782808017 Granted DE2808017A1 (de) | 1977-02-25 | 1978-02-24 | Vorrichtung zur lieferung eines masses des gesamtgewichts und/oder der lage des schwerpunktes eines luftfahrzeuges |
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| GB (1) | GB1595686A (de) |
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