DE2805940A1 - Elektronisches steuersystem fuer analogschaltungen - Google Patents
Elektronisches steuersystem fuer analogschaltungenInfo
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Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA 78 P 1 0 2 0 BRD
Das Ziel eines elektronischen Steuersystems für Analogschaltungen gemäß der Erfindung soll ein den Mikroprozessoren
in der Digitaltechnik vergleichbares Gerät bei Analogschaltungen sein, welches in ähnlicher Weise wie
ein Mikroprozessor weitgehend monolithisch integrierbar ist. Durch den nun im folgenden zu beschreibenden Vorschlag
für einen Analogmikroprozessor soll erreicht werden, daß man auch in der Analogtechnik zu großintegrierten
Standard-Schaltungen übergehen kann, deren Individualität in der Software, das heißt in dem in einem
Speicherbaustein abgespeicherten Programm, liegt.
Ein elektronisches Steuersystem für Analogschaltungen gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
steuerbare Analogschaltungen über ein elektronisches Koppelfeld miteinander kombinierbar sind, daß dabei die
Digitalzustände der einzelnen Koppelpunkte des Koppelfeldes
über einen gemeinsamen Koppelfeldspeicher programmierbar sind, daß außerdem Mittel zur Einstellung
Stg 1 Dx / 09.02.1978
909834/OORö,
H 2805340
- j> - VPA 78 ρ t ο 2 O BRD
der Betriebsparameter der einzelnen Analogschaltungen
vorgesehen und die Einstellung dieser Mittel durch die in einem Parameterspeicher nach einem Programm festgelegten
Werte für die Betriebsparameter vorgegeben sind und daß schließlich eine Synchronisierung des Ablaufs
der in den beiden Speichern vorliegenden Programme gegeben ist.
Die wesentlichen Funktionseinheiten eines Analogmikro-Prozessors bestehen somit aus einem Koppelfeld, also
einer Matrix von elektronischen Koppelpunkten, mit der die verschiedenen Analogschaltungen miteinander verbunden
werden können. Der Schaltzustand des Koppelfeldes wird über den Inhalt des Koppelfeldspeichers festgelegt.
Der Speicherinhalt kann schrittweise verändert werden und somit die Gesamt-Analogschaltung den jeweiligen
Erfordernissen der Anwendung angepaßt werden. Neben dem Speicher für das Koppelfeld ist der Parameterspeicher
vorgesehen, in welchem die Werte für die Parameter der einzelnen Analogschaltungen gespeichert werden.
Die Einstellparameter bestimmen beispielsweise die Verstärkung, die obere Frequenzgrenze, die Zeitkonstanten,
die Einstellung von Kapazitätsdioden usw.
Die Erfindung wird nun an Hand der Fig. 1 bis 3 näher beschrieben. Dabei ist in Fig. 1 die einfachste Form
und in den beiden anderen Figuren je eine Weiterentwicklung eines Analogmikroprozessors entsprechend der
erfindungsgemäßen Definition dargestellt.
Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Der dort dargestellte Analogmikroprozessor besteht aus einem Koppelfeld
KF, einem Koppelfeldspeicher KS, aus Analog-
909834/0069
schaltungen S., Sg ...» deren Betriebszustand über entsprechende
Parameter festgelegt werden kann und aus einem Parameterspeicher PS. Über das Koppelfeld KF werden
Eingangssignale von den Eingängen E., Eg ··. zu den
entsprechenden Analogschaltungen S1, Sg ·.. geführt, die
verschiedenen Analogschaltungen S1, Sg · ·. miteinander
verbunden und die Ausgangssignale an die Ausgänge A1,
Ag ... herangeführt. Ein solches Koppelfeld kann mit
bekannten elektronischen Koppelpunkten, zum Beispiel Thyristoren, in integrierter Halbleitertechnik aufgebaut
werden. Wichtig dabei ist, daß die Kopplung zwischen den einzelnen Schaltungswegen hinreichend niedrig,
zum Beispiel 100 dB, eingestellt wird.
Der Schaltungszustand des Koppelfeldes KF ist in einem
Speicher, dem Koppelfeldspeicher KS, festgelegt. Der Speicherinhalt wird von außen in Form des Programms P1
eingelesen. Damit ist es möglich, durch verschiedene Speicherinhalte verschiedene Verschaltungen der Analogschaltungen
S1, Sg ... untereinander vorzunehmen.
Ein zweiter Speicher, der Parameterspeicher PS, dient zur Speicherung der im Laufe des Betriebes der Anordnung
anzuwendenden Schaltungsparameter für die Analogschaltungen S1, Sg ··. Diese Werte werden wiederum in
Form eines Programms Pg von außen in den Speicher PS
eingegeben. Solche Parameter können zum Beispiel die Verstärkung, die obere und die untere Frequenzgrenze,
Zeitkonstanten, usw. sein. Dieser Speicher PS wird zum Beispiel über programmierbare Widerstände oder Kapazitäten
an den Analogschaltungen S1, Sg ... dieselben
steuern.
Eine Synchronisierung sorgt dafür, daß die beiden Speieher
KS und PS die in ihnen gespeicherten Daten in der
2805340 78 1O2Q BRD
richtigen Reihenfolge an das Koppelfeld KF und nach
dessen Ein- beziehungsweise Umstellung an die jeweils beabsichtigten Analogschaltungen weitergeben.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Analogmikroprozessor ist das Verschalten der Analogschaltungen S1, Sp ...
sowie die Einstellung der Parameter dieser Analogschaltungen programmierbar. Falls nun beabsichtigt ist, daß
die steuernden Signale mehrmals die Analogschaltungen S^, S2 durchlaufen können, wird man zweckmäßig dafür
sorgen, daß die Verbindungen zwischen den einzelnen Durchläufen neu programmiert werden, und daß das Signal
in der Zwischenzeit in einer Verzögerungsleitung zwischengespeichert wird. Das ist bei der in Fig. 2 dargestellten
Anordnung eines Analogmikroprozessors der Fall.
Der in Fig. 2 dargestellte Analogmikroprozessor unterscheidet sich von einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 durch
die Anwendung einer Verzögerungsleitung, insbesondere in Form einer CTD-Anordnung, die zum Beispiel bipolar
in Form einer BBD-Anlage (Eimerkettenschaltung) oder in
MOS-Technik (CCD-Anlagen) dargestellt werden kann.
Dabei ist beabsichtigt, daß im ersten Takt Signale von den Eingängen E1, E2 ... die Analogschaltungen S1,
S2 ··· durchlaufen, aber dann nicht gleich den Ausgängen
A1, A2 ... zugeführt werden, sondern zunächst in
der Verzögerungsleitung VL verbleiben. Während dieser Zeit können die Analogschaltungen S1, S2 ... neu programmiert
werden, indem man zum zweiten Programmschritt übergeht. Die Analogsignale in der beziehungsweise den
Verzögerungsleitungen werden in den neu programmierten Analogschaltungen weiterverarbeitet. Diese Schritte
können so oft wiederholt werden, bis das Analogsignal den Verarbeitungsgrad erreicht hat, der Jeweils gefor-
90383 4/OOfiÖ
ί .2805340
- $ -
VPA 78 P 1 0 2 0 BRD
dert wird.· Bei dem in Fig. 2 dargestellten Analogmikroprozessor ist ebenso wie bei einer Anordnung gemäß
Fig. 1 eine Taktsteuerung vorzusehen, die hier zusätzlich die Takte für die Verzögerungsleitung beziehungsweise
Verzögerungsleitungen und außerdem wie auch bei einer Anordnung gemäß Fig. 1 die Takte für die Wechsel
im Koppelfeldspeicher KF und im Parameterspeieher PS zu
den Speicherfeldern der einzelnen Schritte und für die Abtastschaltungen SA., SA2 ... am Eingang liefert.
Die Abtastschaltungen an den Eingängen E., E2 ... haben
die Aufgabe, die zugeführten Analogsignale abzutasten und in einen Zustand zu bringen, der sie für den Transport
in einer in monolithischer Halbleitertechnik hergestellten BBD- beziehungsweise CCD-Anlage als Verzögerungsleitung
geeignet macht. Diese Anlagen werden ebenfalls durch den zentralen Taktgeber TA gesteuert. Die
vorgesehenen CTD-Verzögerungsleitungen LV sind im Beispielsfalle
zwischen je zwei verschiedenen Leitungen des Koppelfeldes KF, zum Beispiel einer zeilenparallelen
und einer spaltenparallelen Leitung, gelegt.
Der Analogmikroprozessor kann noch um einen Schritt erweitert werden. Dies ist in Fig. 3 dargestellt. Dort
ist am Eingang zum Koppelfeld KF bereits eine Verzögerungsleitung
EVL vorgesehen, die die parallelen Eingänge E^, E2 ... En aufweist. Dadurch können die Abtastwerte
mehrerer verschiedener Eingangssignale hintereinander aufgenommen werden.
Die Funktionsweise der Schaltung ist folgende:
Es wird zunächst der Abtastwert E1 des ersten Analogsignals eingegeben. Dieser Wert wird entsprechend der
im ersten Feld der Speicher KS und PS eingeschriebenen Informationen in den Analogschaltungen S1, S2 ... ver-
909834/0069
arbeitet und einer Verzögerungsleitung AVL am Ausgang zugeführt. Es wird anschließend der Abtastwert Ep des
zweiten Analogsignals eingegeben. In der Zwischenzeit wurden die Analogschaltungen S^, S2 ··· entsprechend
der im zweiten Feld der Speicher eingeschriebenen Informationen programmiert. Nach der Verarbeitung wird das
Signal wiederum der Verzögerungsleitung am Ausgang zugeführt. Dieser Vorgang wiederholt sich mit dem dritten,
dem vierten und schließlich mit dem η-ten Analogsignal, wobei jeweils zwischen den Abtastwerten die
Analogschaltungen entsprechend dem dritten, vierten usw. und schließlich η-ten Speicherfeld der beiden
Speicher programmiert werden. Somit ist es möglich, mit derselben Schaltung verschiedene Analogsignale zu verarbeiten.
Am Ausgang werden die verarbeiteten Signale an einer Verzögerungsleitung über Anzapfungen A1,
Bei der Realisierung der in Fig. 2 und 3 dargestellten Anordnungen in integrierter Halbleitertechnik empfiehlt
sich der Aufbau der Verzögerungsleitungen in einer der beiden folgenden Formen:
a) Bei Realisierung in bipolarer IC-Technik sind für die Verzögerungsleitungen insbesondere Eimerkettenschaltungen
(BBDs) in Oxyd-Isolationstechnik geeignet.
Sie sind zum Beispiel in "Philips Technische Rundschau" 31 (1970/71), Nr. 4, Seiten 97 bis 111
beschrieben.
b) Bei Realisierung in MOS-Technik sind für die Verzögerungsleitungen
sogenannte Ladungsverschiebungsschaltungen (CCDs) und für die Verstärkerschaltungen
sogenannte Floating-Gate-Verstärker besonders günstig.
909834/0069
Aus der Literatur sind zur Zeit CCD-Anlagen bekannt,
die mit einer Speicherzeit von 160 s bei 50 % Ladungsverlust und mit einer Gleichmäßigkeit von weniger als
+ 1 % von Element zu Element charakterisiert sind, so
daß sie sich ohne weiteres für Analog-Speicher anwenden lassen.
6 Patentansprüche
3 Figuren
3 Figuren
909834/0069
Claims (6)
1. Elektronisches Steuersystem für Analogschaltungen,
dadurch gekennzeichnet, daß steuerbare Analogschaltungen (S.., S2 ...) über ein elektronisches
Koppelfeld (KF) miteinander kombinierbar sind, daß dabei die Digitalzustände der einzelnen Koppelpunkte
des Koppelfeldes über einen gemeinsamen Koppelfeldspeicher (KS) programmierbar sind, daß außerdem
Mittel zur Einstellung der Betriebsparameter der einzelnen Analogschaltungen (S.., Sg ...) vorgesehen und die
Einstellung dieser Mittel durch die in einem Parameterspeicher (PS) nach einem Programm (Pp) festgelegten
Werte für die Betriebsparameter vorgegeben sind und daß schließlich eine Synchronisierung des Ablaufs der in
den beiden Speichern (KS, PS) vorliegenden Programme (P1, P2) gegeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e kennzeichnet, daß mindestens eine Ladungstransport-Verzögerungsleitung
(VL) in integrierter Halbleitertechnik vorgesehen und durch einen - zugleich für die Taktsteuerung der beiden Speicher (KS, PS) über
einen beiden Speichern zugeordneten Zähler (Z) verantwortlichen
- Taktgeber (TA) gesteuert ist, daß außerdem die Ladungstransport-Verzögerungsleitung (VL) an mindestens
eine in das Koppelfeld (KF) führende Leitung angeschlossen ist.
3* Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungstrstnsport-Verzögerungsleitung
^VL) die äußere Verbindung zwischen
zwei sich in das Koppelfeld (KF) erstreckender Leitungen bildet Xvergleiche Fig. 2).
90983 170Π« 9
- 2 - VPA 78 ρ j 0 2 Q BRO
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß mindestens zwei
Verzögerungsleitungen (VL) vorgesehen sind, die jeweils verschiedenen in das Koppelfeld führenden Leitungen
zugeordnet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 "bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Abtastvorrichtung (SA1, SA~) für das an einen
Eingang des Steuersystems angelegte Analogsignal vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 "bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die für
den Signaleingang vorgesehenen Eingänge (E1, E2 ...) an
eine gemeinsame Eingangsverzögerungsleitung (EVL) und die entsprechenden Signalausgänge (A1, A2 ...) an eine
gemeinsame Ausgangsverzögerungsleitung (AVL) angelegt sind, daß ferner jede der gemeinsamen Verzögerungsleitungen
an je eine in das Innere des Koppelfeldes (KF) führende Leitung angeschlossen sind und daß die zu
steuernden Analogschaltungen (S1, S2 ...) an je eine
andere der Leitungen in das Koppelfeld (KP) angeschlossen sind.
9 0 9 Π 3 U t 0 Π Π 9
Priority Applications (5)
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| DE2805940A DE2805940C2 (de) | 1978-02-13 | 1978-02-13 | Elektronisches Steuersystem für Analogschaltungen |
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