[go: up one dir, main page]

DE2805199A1 - Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung - Google Patents

Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung

Info

Publication number
DE2805199A1
DE2805199A1 DE19782805199 DE2805199A DE2805199A1 DE 2805199 A1 DE2805199 A1 DE 2805199A1 DE 19782805199 DE19782805199 DE 19782805199 DE 2805199 A DE2805199 A DE 2805199A DE 2805199 A1 DE2805199 A1 DE 2805199A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
formula
alkyl
compounds according
methoxy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782805199
Other languages
English (en)
Inventor
Francois Dr Benguerel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Priority to DE19782805199 priority Critical patent/DE2805199A1/de
Publication of DE2805199A1 publication Critical patent/DE2805199A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/08Disazo dyes from a coupling component "C" containing directive hydroxyl and amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Anionische Disazoverbindungen, Verfahren zur Herstellung
  • und Verwendung Gegenstand der Erfindung sind eine Sulfogruppe enthaltende Disazoverbindungen und Gemische davon, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung.
  • Die erfindungsgemässen Disazoverbindungen entsprechen der Formel worin D den Rest einer Diazokomponente der Formel (a), (b) oder (c) R1 Trifluormethyl, -COOM1, -COOR2 oder einen zur Azogruppe meta- oder paraständigen Rest -NHR3, -NR3R4 oder -NR5COR6 bedeuten und der Ring A weitersubstituiert sein kann durch ein oder zwei Substituenten aus der Reihe Halogen, (1-4C)Alkyl (vorzugsweise Methyl), (1-4C)Alkoxy (vorzugsweise Methoxy) und Trifluormethyl (nur ein Trifluormethylrest), R2 (l-12C)Alkyl, R3 und R4 unabhängig voneinander (1-6C)Alkyl, R5 Wasserstoff oder (1-4C)Alkyl, R6 (l-6C)Alkyl, (1-6C)Alkoxy oder durch Chlor oder Methoxy monosubstituiertes (1-6C)Alkyl, B einen zweibindigen Rest aus der Reihe Phenylen-1,4, Naphthylen-1,4 oder 1,2,3,4-Tetrahydronaphthylen-5,8 und M und M1 unabhängig voneinander Wasserstoff oder ein Aequivalent eines farblosen Kations bedeuten und die S03M-Gruppe als einzige im Molekül vorhandene Sulfogruppe sich in Stellung 5 oder 6 des Naphthylrestes befindet.
  • Die Verbindungen der Formel (I) und ihre Gemische stellen anionische Farbstoffe dar.
  • Die für R2, R3, R4, R5 und R6 angeführten Alkylreste können geradkettig oder verzweigt sein.
  • R2 bedeutet vorzugsweise einen (l-8C)Alkylrest und steht insbesondere bevorzugt für R'2 in der Bedeutung von (1-4C)Alkyl.
  • Die für R3 und R4 definierten Alkylreste enthalten bevorzugt unabhängig voneinander 1-4C-Atome; weiter bevorzugt stehen sie für R3 und R4 in der Bedeutung von jeweils Methyl oder Aethyl und insbesondere für Methyl.
  • R5 in der Bedeutung von (l-4C)Alkyl steht bevorzugt für Methyl.
  • R5 steht bevorzugt für R51 in der Bedeutung von Wasserstoff oder Methyl, insbesondere für Wasserstoff.
  • R6 als (l-6C)Alkyl steht vorzugsweise für einen (1-4C)-Alkylrest, weiter bevorzugt für Methyl oder Aethyl und insbesondere für Methyl; R6 als substituierter Alkylrest steht bevorzugt für einen endständig durch Chlor oder Methoxy substituierten (1-3C)Alkylrest. R6 in der Bedeutung eines (l-6C)Alkoxyrestes steht bevorzugt für einen (l-4C)Alkoxyrest und insbesondere bevorzugt für Metnoxy.
  • R6 steht bevorzugt für R6 in der Bedeutung von (1-4C)-Alkyl, durch Chlor oder Methoxy endständig substituiertem (1-3C)Alkyl oder von (1-4C)Alkoxy; weiter bevorzugt für R611 in der Bedeutung von Methyl oder Aethyl, Methoxy, 2-Methoxyäthyl oder 3-Methoxypropyl; insbesondere bevorzugt für R6' in der Bedeutung von Methyl oder Methoxy 6 und ganz besonders bevorzugt für Methyl.
  • R1 steht bevorzugt für R1 in der Bedeutung von Trifluormethyl, -COOR2,, -NHR31, -NR3R4 oder -NR5COR6; weiter bevorzugt für R1 in der Bedeutung von -COOR2 oder -NR5COR6; noch weiter bevorzugt für R1" in der Bedeutung von -NR5COR6' und insbesondere für -NHCOCH3.
  • Halogen als Substituent des Ringes A bedeutet vorzugsweise Chlor oder Brom und insbesondere Chlor.
  • Der Ring A ist vorzugsweise nicht weitersubstituiert oder er trägt ein oder zwei weitere Substituenten aus der Reihe Chlor, Methyl und Methoxy.
  • Befindet sich im Ring A neben R1 ein weiterer Substituent, so sind für die beiden Substituenten die Stellungen 2,4; 2,5-und 3,4 bevorzugt; insbesondere bevorzugt befinden sich die beiden Substituenten in Stellung 3,4.
  • Sind im Ring A neben R1 zwei weitere Substituenten vorhanden, so nehmen diese bevorzugt die Stellungen 2,3,5; 2,4,5 oder 2,4,6, davon besonders bevorzugt die Stellungen 2,4,5 und 2,4,6 ein.
  • D als Rest (a) steht bevorzugt für einen Rest (al) worin der Ring A keine weiteren oder einen oder zwei weitere Substituenten aus der Reihe Halogen, (1-4C)-Alkyl, (l-4C)Alkoxy und Trifluormethyl (nur einen Trifluormethylrest) trägt, wobei als Substituenten Chlor, Methyl und Methoxy besonders bevorzugt sind. Weiter bevorzugt enthält (al) den Rest R1.
  • Insbesondere bevorzugt steht (a) für einen Rest (a,) worin R7 Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy, insbesondere Wasserstoff bedeutet, und ganz besonders bevorzugt für (a3) D steht bevorzugt für einen Rest (al) oder (b); weiter bevorzugt für einen Rest (a2) und insbesondere bevorzugt für einen Rest (a3).
  • Der zweibindige Rest B bedeutet vorzugsweise Naphthylen-1,4; 1,2,3,4-Tetrahydronaphthylen-5,8 oder einen Rest der Formel (d) worin R8 und Rg unabhängig voneinander Wasserstoff, (l-4C)Alkyl oder (1-4C)Alkoxy bedeuten.
  • Der für R8 bzw. Rg angeführte Alkylrest enthält vorzugsweise 1 oder 2 C-Atome und bedeutet insbesondere Methyl.
  • Der für R8 bzw. Rg angeführte Alkoxyrest enthält vorzugsweise 1 oder 2 C-Atome und bedeutet insbesondere Methoxy.
  • R8 steht bevorzugt für R8 in der Bedeutung von Methyl, Methoxy oder Aethoxy, insbesondere bevorzugt für Methoxy.
  • Rg steht bevorzugt für R' in der Bedeutung von Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Aethoxy und insbesondere bevorzugt für Rg in der Bedeutung von Methyl oder Methoxy.
  • Der Rest (d) bedeutet bevorzugt den Rest (dl), worin R8 für R8 und Rg für R' stehen; weiter bevorzugt den 8 9 9 Rest (d2), worin R8 für Methoxy und Rg für Rg, davon insbesondere für Methoxy' stehen.
  • B bedeutet bevorzugt Naphthylen-1,4 oder einen Rest der Formel (d), davon besonders bevorzugt den Rest der Formel (d), noch weiter bevorzugt einen Rest der Formel (dl) und insbesondere (d2).
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Verbindungen entsprechen der Formel (I), worin D für einen Rest der Formel (a) oder (b) und B für einen Rest der Formel (d) oder für Naphthylen-1,4 stehen; weiter bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), worin D für einen Rest der Formel (al) (vorzugsweise mit dem Rest R1 in der Bedeutung von R1) und B für einen Rest der Formel (dl) oder für Naphthylen-1,4 stehen; davon sind insbesondere solche Verbindungen bevorzugt, worin-D für einen Rest der Formel (a2) und die Sulfogruppe in der naphthalinischen Endkomponente sich in Stellung 6 befindet; ganz besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), worin D einen Rest der Formel (a3), B einen Rest der Formel (d2) und die Sulfogruppe in der naphthalinischen Endkomponente sich in Stellung 6 befindet.
  • M und M1 in der Bedeutung eines farblosen Kations können ein in der Chemie anionischer Farbstoffe übliches Kation darstellen. Vorzugsweise bedeuten M und M1 unabhängig voneinander ein Alkalimetallion oder ein unsubstituiertes, niedermolekular alkylsubstituiertes oder hydroxyalkylsubstituiertes Ammoniumion entsprechend der orme N (R10)4, worin jedes R10 unabhängig voneinander Wasserstoff, (1-3C)Alkyl oder Hydroxy-(2-4C)alkyl bedeutet.
  • Für die in substituierten Ammoniumionen nebeneinander vorhandenen Reste sind dabei solche Anordnungen auszuschliessen, welche aus sterischer Sicht sowie aus Stabilitätsgründen bekanntermassen Probleme mit sich bringen, wie beispielsweise ein Tetraalkanolammoniumion.
  • Als Beispiele für solche Kationen sind Lithium, Natrium oder Kalium, Ammonium, Triäthylammonium, Mono-, Di- oder Triäthanolammonium oder Mono-, Di- oder Triisopropanolammonium zu nennen.
  • Vorzugsweise sind M und M1 identisch. Alkalimetallionen sind als Kationen bevorzugt.
  • Die erfindungsgemässen Disazoverbindungen der Formel (I) oder Gemische davon werden erhalten, indem man die Diazoverbindung eines Amins der Formel D - N = N - B - NH2 (11) oder Gemische davon auf eine Verbindung der Formel worin die S03M-Gruppe sich in Stellung 5 oder 6 befindet, oder auf eine Mischung davon kuppelt.
  • Die KupPlungsreaktion erfolgt in saurem Medium auf an sich übliche Weise, bevorzugt wird dabei ein pH-Bereich von 3,0 bis 4,5 gewählt.
  • Die Diazotierung der Monoazoaminoverbindung der Formel (II) wird nach an sich bekannten Methoden durchgeführt.
  • Die Verbindungen der Formel (II) stellen entweder bekannte Verbindungen dar oder können auf an sich bekannte Weise durch saure Kupplung der Diazoverbindung eines Amins D-NH2 auf eine Verbindung B-NH2 erhalten werden.
  • Die Verbindungen der Formel (III) sind bekannt.
  • Durch das angeführte Verfahren entstehen die Disazoverbindungen der Formel (I) in Form der Salze, für gewöhnlich der Natrium- oder Kaliumsalze, und können als solche nach an sich bekannten Methoden aus dem Reaktionsgemisch isoliert werden. Sie können aber auch durch Zusatz von Säure in Form der freien Säuren isoliert werden, gewUnschtenfalls kann durch anschliessende Umsetzung mit üblichen Basen wie Hydroxiden, Carbonaten, Bicarbonaten oder Acetaten die Ueberführung in die entsprechenden -Salze erfolgen.
  • Die Verbindungen der Formel (I) und deren Gemische in Form der freien Säuren oder in Salzform können für das Färben, Foulardieren und Bedrucken von beliebigen mit anionischen Farbstoffen anfärbbaren Substraten verwendet werden. Geeignete Substrate sind beispielsweise natürliche und synthetische Polyamide, basisch modifizierte Polyolefine oder Polyurethane sowie auch Leder.
  • Mit besonderem Vorteil werden die Farbstoffe jedoch für das Färben, Foulardieren und Bedrucken von Fasermaterial aus natürlichen und synthetischen Polyamiden wie Wolle, Seide und insbesondere Nylon eingesetzt, wobei rot- bis grünstichige dunkelblaue Töne erzielt werden.
  • Das Fasermaterial kann dabei nach beliebigen geeigneten Methoden gefärbt werden, insbesondere nach dem Klotzverfahren oder Ausziehverfahren, wovon letzteres bevorzugt ist, da die Verbindungen der Formel (I) insbesondere neutralziehende Farbstoffe sind.
  • Die Verbindungen der Formel (I) oder Gemische davon können als solche oder auch in Form von flüssigen oder festen Präparationen eingesetzt werden. Die Verarbeitung zu stabilen flüssig-wässrigen oder festen Färbezubereitungen kann auf al4lgemein bekannte Weise erfolgen, z.B.
  • durch Lösen in geeigneten Lösungsmitteln, gegebenenfalls unter Zusatz eines Hilfsmittels, beispielsweise eines Stabilisators oder Lösungsvermittlers wie Harnstoff oder dann durch Mahlen oder Granulieren. Solche Zubereitungen können beispielsweise nach den Angaben der französischen Patentschriften 1.572.030 oder 1.581.900 erhalten werden.
  • Ebenso besteht die Möglichkeit die Verbindungen in Form von kaltdispergierbaren Präparationen einzusetzen. Dazu werden die Farbstoffe in Gegenwart eines oder mehrerer üblicher anionischer Dispergatoren und gegebenenfalls weiterer Hilfsmittel auf dem Wege einer Trocken-oder Nassmahlung mit dem Dispersionsmedium Wasser einer mechanischen Zerkleinerung bis zu einer Teilchengrösse unter 20 p unterworfen und gegebenenfalls anschliessend durch Zerstäubung getrocknet. Die so hergestellten Präparationen verteilen sich bei Einbringen in kaltes Wasser wieder in feindisperser Form und sind somit leicht zu handhaben.
  • Die Farbstoffe der Formel (I) besitzen gute Löslichkeit und ein gutes Aufbauvermögen. Mit den erfindungsgemässen Farbstoffen der Formel (I) oder Gemischen davon lassen sich sehr intensive und auch egale, insbesondere streifig färbendes Nylon deckende Färbungen erreichen, die gute Allgemeinechtheiten, insbesondere Nassechtheiten wie Wasch- oder Schweissechtheit, Reibechtheit und gute Lichtechtheit zeigen.
  • Die erfindungsgemässen Farbstoffe der Formel (I) besitzen gute Kombinierbarkeit mit anderen neutralziehenden Farbstoffen, wobei die guten Eigenschaften der Färbungen erhalten bleiben.
  • In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
  • Beispiel 1 15,0 Teile 4-Aminoacetanilid werden mit 24 Teilen konz.
  • Salzsäure und 7,0 Teilen Natriumnitrit in üblicher Weise bei 0° diazotiert. Der Nitritüberschuss wird mit Amidosulfonsäure zerstört.
  • 15,3 Teile l-Amino-2,5-dimethoxybenzol werden in 80 Teile Wasser von 600 eingetragen, durch Zugabe von 10 Teilen konz. Salzsäure gelöst und mit Eis auf 0-4" gekühlt. Zu dieser Lösung lässt man innerhalb einer halben Stunde die obige Lösung des diazotierten 4-Aminoacetanilids zulaufen. Mittels Zugabe von Natriumacetat wird der pH-Wert bei 3,0 bis 3,5 gehalten. Man lässt 2 Stunden bei 0-40, dann weitere 16 Stunden bei Raumtemperatur rühren. Der ausgefallene Farbstoff wird filtriert und mit einer 5%-igen Salzsäurelösung gewaschen.
  • Die Paste des Aminomonoazofarbstoffes wird mit 70 Teilen Wasser und mit 120 Teilen Eisessig bei 800 gelöst.
  • Dann wird die Temperatur durch Eiszugabe auf 0-4" gestellt. Man lässt eine wässrige Lösung von 8,0 Teilen Natriumnitrit zulaufen und rührt 2 Stunden weiter; anschliessend wird der Nitritüberschuss mit Amidosulfonsäure zerstört.
  • 23,9 Teile 2-Amino-8-hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure werden mit 100 Teilen Wasser verrührt und durch Zugabe von ca. 12 Teilen 30%-iger Natronlauge gelöst. Diese Lösung gibt man innerhalb einer Stunde zur obigen Diazomonoazolösung, wobei durch Zusetzen von Natriumacetat der pH bei 3,5-4,0 gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird weitere 16 Stunden bei 0° gerührt, anschliessend mit Natronlauge auf pH 8,5 gestellt und 2 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt. Der ausgefallene Farbstoff wird filtriert, mit einer 5%-igen Natriumchloridlösung neutral gewaschen und getrocknet. Er entspricht der Formel und färbt natürliche und synthetische Polyamidfasern in dunkelblauen Tönen; die Färbungen zeigen gute Lichtechtheit und gute Nassechtheiten.
  • Analog Beispiel 1 können weitere Verbindungen der Formel (I) hergestellt werden; für diese Farbstoffe, die der Formel entsprechen, sind in der folgenden Tabelle 1 die Variablen R1, R7, R8 und Rg angeführt. Mit den Farbstoffen der Beispiele 2 bis 5, 7, 8 und 10 bis 34 werden dabei auf Polyamid Färbungen mit dunkelblauer Nuance, mit den Farbstoffen der Beispiele 6 und 9 mit violetter Nuance erreicht. Die erhaltenen Färbungen zeigen der mit dem Farbstoff aus Beispiel 1 erhaltenen Färbung vergleichbare Eigenschaften.
  • Tabelle 1
    Bsp. R1 (Stellung) R7 (Stellung) R8 R9
    Nr.
    2 NHCOOCH3 (4) H OCH3 CH3
    3 NHCOOCH3 (3) H do. do.
    4 do. H do. OCH3
    5 NHCOCH3 (4) H do. CH3
    6 do. H CH3 do.
    7 NHCOCH3 (3) H OCH3 OCH3
    8 do. H do. CH3
    9 do. H CH3 do.
    10 do. H OCH3 H
    11 do. CH3 (4) do. OCH3
    12 do. Cl (4) do. do.
    13 N(CH3)COCH3 (4) H do. do.
    14 N(CH3)COCH3 (3) H do. do.
    15 NHCOCH2Cl (4) H do. CH3
    16 do. H do. OCH3
    17 NHCOCH2C1 (3) H do. do.
    18 C°°C2H5 (2) H do. do.
    19 COOC2H5 (4) H do. do.
    20 COO(n)C4Hg (4) H do. H
    21 0F3 (3) H do OCH3
    22 CF3 (2) Cl (5) do. CH3
    Bsp.
    Nr. R1 (Stellung) R7 (Stellung) R8 R9
    23 NHCOOC2H5 (3) H OCH3 H
    24 NHCOOC2H5 (4) H do. OCH3
    25 NHCOC2H5 (4) H do. CH3
    26 NHCOC2H5 (3) H do. * do.
    27 NHCOO(n)C4H9 (4) H do. OCH3
    28 NHCOOCH2CH20CH3 (4) H do. CH3
    29 NHCOOCH2CH20CH3 (3) H do. H
    30 NHCOO(CH2)3OCH3 (4) H H H
    31 NHCH3 (4) H OCH3 OCH3
    32 N(C2H5)2 (4) H do. do.
    33 N(CH3)COCH3 (4) H do. H
    34 NHCOCH3 (3) CH3 (4) do. CH3
    Weitere Verbindungen der Formel (I), welche analog Beispiel 1 hergestellt werden können, entsprechen der Formel für diese Farbstoffe sind in der nachfolgenden Tabelle 2 die Variablen D und B angegeben. Mit den Farbstoffen der Beispiele 35 bis 42 und 44 bis 46 werden dabei auf Polyamid Färbungen mit dunkelblauen Tönen, mit dem Farbstoff aus Beispiel 43 mit violetten Tönen erreicht. Die erhaltenen Färbungen zeigen der mit deIn Farbstoff aus Beispiel 1 erhaltenen Färbung vergleichbare Eigenschaften.
  • Tabelle 2
    Bsp. D
    35 CH3CONH + t
    36 t do.
    NHCOCH3
    37 CH3CONH ¼
    38 t do.
    NHCOCH3
    39 CH3 \-/-i/
    NHCOCH3 OCH3
    40 t +
    0 CH3
    OCH
    41 do.
    CH,
    OCH
    42 do.
    43 do.
    44 0
    COOC 2H5
    NrP D B
    N-COCH,
    3
    CH3
    46 CH3CON do.
    CH3
    Analog Beispiel 1 können auch die den vorstehenden Beispielen 1-46 entsprechenden 5-Sulfonsäure-Derivate hergestellt werden, indem die Kupplungskomponente 2-Amino-8-hydroxynaphthalin-6-sulfonsäure durch 2-Amino-8-hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure ersetzt wird.
  • Färbevorschrift In ein aus 4000 Teilen Wasser, 10 Teilen wasserfreiem Natriumsulfat und 2 Teilen des Farbstoffes aus Beispiel 1 bestehendes Färbebad bringt man bei 400 100 Teile vorgenetztes Nylontuch (Nylon 66) ein.
  • Man erhitzt die Färbeflotte im Verlaufe von 30 Minuten auf Siedetemperatur, hält sie bei dieser Temperatur während 1 Stunde, gibt 4 Teile Eisessig zu und beendet das Färben durch weiteres 30 Minuten dauerndes Erhitzen auf Siedetemperatur. Während des Färbens ersetzt man fortwährend das verdampfte Wasser. Hierauf nimmt man das dunkelblau gefärbte Nylontuch aus der Flotte, spült es mit Wasser und trocknet-es. -Nach dem gleichen Verfahren kann auch Wolle gefärbt werden.
  • Auf analoge Weise kann mit den Farbstoffen aus den Beispielen 2-46 oder Gemischen davon gefärbt werden.
  • Die Färbungen besitzen gute Lichtechtheit und gute Nassechtheiten.
  • Druckvorschrift Polyamid wird mit einer Druckpaste der folgenden Zusammensetzung bedruckt: 30 Teile Farbstoff gemäss Beispiel 7 50 Teile Harnstoff 50 Teile eines Lösungsvermittlers (z.B. Thiodiäthylenglykol) 290 Teile Wasser 500 Teile eines geeigneten Verdickungsmittels (z.B.
  • auf Basis von Johannisbrotkernmehl) 20 Teile eines Säurespenders (z.B. Ammontartrat) 60 Teile Thioharnstoff Das bedruckte Textilgut wird während 40 Minuten bei 1020 (Sattdampf) gedämpft, dann kalt gespült, anschliessend 5 Minuten bei 600 mit einer verdünnten Lösung eines handelsüblichen Waschmittels gewaschen und nochmals kalt gespült. Man erhält einen dunkelblauen Druck von sehr guten Nass- und Lichtechtheiten.
  • Auf analoge Weise können Druckpasten hergestellt werden, die als Bestandteil einen Farbstoff der Beispiele 1 bis 6 oder 8 bis 46 oder auch mehrere Farbstoffe der Beispiele 1 bis 46 enthalten; diese Pasten können analog der oben gegebenen Vorschrift zum Drucken verwendet werden.

Claims (22)

  1. Patentansprüche 1. Disazoverbindungen der Formel worin D den Rest einer Diazokomponente der Formel (a), (b) oder (c) R1 Trifluormethyl, -COOM1, -COOR2 oder einen zur Azogruppe meta- oder paraständigen Rest -NHR31 -NR3R4 oder -NR5COR6 bedeuten und der Ring A weitersubstituiert sein kann durch ein oder zwei Substituenten aus der Reihe Halogen, (l-4C)Alkyl, (l-4C)Alkoxy und Trifluormethyl (nur ein Trifluormethylrest), R2 (1-12C)Alkyl, R3 und R4 unabhängig voneinander (1-6C)Alkyl, R5 Wasserstoff oder (1-4C)Alkyl, R6 (l-6C)Alkyl, (l-6C)Alkoxy oder durch Chlor oder Methoxy monosubstituiertes (1-6C)Alkyl, B einen zweibindigen Rest aus der Reihe Phenylen-1,4, Naphthylen-1,4 oder 1,2,3,4-Tetrahydronaphthylen-5,8 und M und M1 unabhängig voneinander Wasserstoff oder ein Aequivalent eines farblosen Kations bedeuten und die SO3M-Gruppe als einzige im Molekül vorhandene Sulfogruppe sich in Stellung 5 oder 6 des Naphthylrestes befindet, oder Gemische davon.
  2. 2. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin R2 für R2 in der Bedeutung von (1-4C)Alkyl steht.
  3. 3. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin R3 und R4 unabhängig voneinander für R3 und R4 in der Bedeutung von Methyl oder Aethyl stehen.
  4. 4. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin R5 für R: in der Bedeutung von Wasserstoff oder Methyl steht.
  5. 5. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin R6 für R6 in der Bedeutung von (l-4C)Alkyl, (l-4C)Alkoxy oder #-chlor-oder -methoxysubstituiertem (l-4C)Alkyl steht.
  6. 6. Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 1-5, worin R1 für R1 in der Bedeutung von Trifluormethyl, -COOR2, -NHR3, -NR3R4 oder -NR5COR6 steht.
  7. 7. Verbindungen gemäss Anspruch 6, worin R1 für R1 in der Bedeutung von -COOR2 oder -NR'COR" mit R6 in der Bedeu-2 5 6 6 tung von Methyl, Aethyl, Methoxy, 2-Methoxyäthyl oder 3-Methoxypropyl steht.
  8. 8. Verbindungen gemäss Anspruch 7, worin R1 für Rl'in der Bedeutung von -NR51COR6" mit R6" in der Bedeutung von Methyl oder Methoxy, insbesondere mit Methyl steht.
  9. 9. Verbindungen gemäss Anspruch 6, worin (a) für einen Rest (al) steht, in welchem Ri gemäss Anspruch 6 definiert ist und der Ring A keine weiteren oder einen oder zwei weitere Substituenten aus der Reihe Halogen, vorzugsweise Chlor, (l-4C)Alkyl, vorzugsweise Methyl, (l-4C)Alkoxy, vorzugsweise Methoxy, und Trifluormethyl (nur einen Trifluormethylrest) trägt.
  10. 10. Verbindungen gemäss Anspruch 9, worin (a) für einen Rest (a2) steht, in welchem R1 wie in Anspruch 8 definiert ist und R7 Wasserstoff, Chlor, Methyl oder Methoxy bedeutet.
  11. 11. Verbindungen gemäss einem der vorstehenden Ansprüche 1-10, worin B Naphthylen-1,4; 1,2,3,4-Tetrahydronaphthylen-5,8 oder einen Rest der Formel (d) und R8 und Rg unabhängig voneinander Wasserstoff' (1-4C) Alkyl oder (l-4C)Alkoxy bedeuten.
  12. 12. Verbindungen gemäss Anspruch 11, worin (d) für einen Rest (dl) steht mit R8 für R8 in der Bedeutung von Methyl, Methoxy oder Aethoxy und Rg für R9' in der Bedeutung von Wasserstoff, Methyl, Methoxy oder Aethoxy.
  13. 13. Verbindungen gemäss Anspruch 11, worin B Naphthylen-1,4 oder einen Rest (d) bedeutet.
  14. 14. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin D einen Rest der Formel (a) oder (b) und Beinen Rest der Formel (d), wie in Anspruch 11 definiert, oder Naphthylen-1,4 bedeuten.
  15. 15. Verbindungen gemäss Anspruch 14, worin D einen Rest der Formel (al), wie in Anspruch 9 definiert, und B einen Rest der Formel (dl), wie in Anspruch 12 definiert, bedeuten.
  16. 16. Verbindungen gemäss Anspruch 15, worin D einen Rest der Formel (a2), wie in Anspruch 10 definiert, bedeutet, und die Sulfogruppe in der naphthalinischen Endkomponente sich in Stellung 6 befindet.
  17. 17. Verbindungen gemäss Anspruch 16, worin D einen Rest der Formel (a2), in welchem R1' für -NHCOCH3 und R7 für Was-1 3 7 serstoff stehen, B einen Rest der Formel (dl), in welchem R8 für Methoxy und R' für Methyl oder Methoxy ste-9 hen, bedeuten und die Sulfogruppe sich in Stellung 6 befindet.
  18. 18. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel (I) gemäss Anspruch 1 oder Gemischen davon, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazoverbindung eines Amins der Formel D - N = N - B - NU2 (11) oder Gemische davon auf eine Verbindung der Formel oder auf eine Mischung davon kuppelt.
  19. 19. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von mit anionischen Farbstoffen anfärbbaren Substraten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel (I) oder Gemische davon gemäss einem der vorstehenden Ansprüche 1-17 einsetzt.
  20. 20. Verfahren gemäss Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass man als Substrat natürliche oder synthetische Polyamide, Polyurethane, basisch modifizierte Polyolefine oder leider einsetzt.
  21. 21. Verfahren gemäss Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass man als Substrat Wolle, Seide oder insbesondere Nylon einsetzt.
  22. 22. Die gemäss den Ansprüchen 19-21 gefärbten oder bedruckten Substrate.
DE19782805199 1978-02-08 1978-02-08 Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung Withdrawn DE2805199A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19782805199 DE2805199A1 (de) 1978-02-08 1978-02-08 Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19782805199 DE2805199A1 (de) 1978-02-08 1978-02-08 Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2805199A1 true DE2805199A1 (de) 1979-08-09

Family

ID=6031383

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19782805199 Withdrawn DE2805199A1 (de) 1978-02-08 1978-02-08 Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2805199A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0718374B1 (de) 1:2-Chromkomplexfarbstoffe enthaltende Farbstoffmischungen und 1:2 Chromkomplexfarbstoffe
DE2704364C2 (de)
EP0714955A1 (de) Azofarbstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE2729915C2 (de) Gemische von 1 zu 2-Kobaltkomplexazoverbindungen, deren Herstellung und Verwendung
DE2813116A1 (de) Polyamidfarbstoffe, deren herstellung und verwendung
DE19618586A1 (de) Monoazo-Dispersionsfarbstoffe
CH635361A5 (en) Process for preparing diazo compounds containing 2-amino-8-hydroxynaphthalene-6-sulfonic acid
DE2805199A1 (de) Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung
DE2732356A1 (de) Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung
CH643872A5 (de) Disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung.
CH649773A5 (de) Asymmetrische 1:2-chromkomplexe aromatischer azoverbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende praeparate.
DE1298661B (de) Verfahren zur Herstellung in Wasser schwer loeslicher Dispersionsfarbstoffe
DE1769398B2 (de) Wasserlösliche Phthalocyanin-Azofarbstoffe sowie Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
CH643580A5 (de) Anionische disazoverbindungen, deren herstellung und verwendung als farbstoffe.
DE1292277B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE2542707C3 (de) Chrommischkomplexfarbstoffe und deren Verwendung zum Färben und Bedrucken von stickstoffhaltigen Fasermaterialien und Leder
DE888837C (de) Druck- und Faerbeverfahren
DE2541007A1 (de) Wasserloesliche trisazofarbstoffe, ihre herstellung und verwendung
CH654845A5 (de) Anionische monoazoverbindungen, verfahren zur herstellung und ihre verwendung bei faerbe- und druckverfahren.
DE2809476A1 (de) Anionische disazoverbindungen, verfahren zur herstellung und verwendung
DE2637883A1 (de) Organische verbindungen
DE1544543C3 (de) Wasserlösliche Metallkomplexazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihrer Verwendung
DE2805306A1 (de) Gemische von 1 zu 2-kobaltkomplexazoverbindungen, deren herstellung und verwendung
CH628363A5 (de) Verfahren zur herstellung anionischer disazoverbindungen.
DE2202419B2 (de) Sulfonsäuregruppenhaltige Azofarbstoffe, ihre Herstellung und Verwendung zum Färben und Bedrucken von natürlichen oder synthetischen Polyamiden sowie von Leder und Papier

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee