DE2804767A1 - Schallplatte - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schallplatte, bestehend aus einem Körper aus Material, das einen Oberflächenbezirk
aufweist, in dem Information als Aufzeichnungsspur (Rille) in die Oberfläche eingeschnitten ist, wobei sich ungeschnittene
Oberflächenbereiche in Form von Stegen zwischen den Rillen und außerhalb der Rillen befinden.
Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf die Herstellung von Schallplatten und derartigen Artikeln, die durch
Pressen mittels einer Form hergestellt werden.
Schallplatten werden dadurch hergestellt, daß ein formbares Material, wie z.B. eine Kunststoffmischung auf der Basis
von Vinyl, zwischen Formteile gebracht wird, die ein Negativ der Oberflächenform enthalten, die die Schallplatte erhalten
soll und die die Aufzeichnung einer Audio-, Video- oder anderen Information bildet. Solche Schallplatten weisen normalerweise
ein Papieretikett mit einer Information über die Schallplatte auf, welches im Zentrum der Aufzeichnungsfläche befestigt
ist. Andere Preßverfahren sind bekannt.
SL/N
809834/0S7?
Die GB-PS 1 341 049 der Firma Nippon Victor K.K. beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines künstlich
geformten Produktes, beispielsweise einer Schallplatte, das einen einem Etikett entsprechenden Abschnitt aufweist,
der als Muster von glänzenden und nichtglänzenden Teilen der Oberfläche geformt ist. Das Muster hat eine Gesamttiefe
zwischen 10 und 100 Mikron mit einigen Anteilen, die im Mittel 3 Mikron tief sind, in einem Bereich von 1 bis 5 Mikron. Das
Muster wird durch Einpressen eines erhitzten Stempels in den zentralen Etikettenabschnitt einer Lackmeisterplatte (der
Teil, der nicht zum Schneiden einer Rille verwendet wird) erzeugt, so daß z.B. auf galvanische Weise gebildete Preßstempel
das zentrale Etikett und die Schallrille in einem einzigen Preßschritt erzeugen. Typischerweise hat die Schallrille
bei einer Platte aus Vinyl-Kunststoff,33 1/3 Umdrehungen,
300 mm 0(, eine Tiefe von einigen zehn Mikron, z.B. 25 Mikron
oder mehr (25 Mikron sind 0,025 mm oder 0,001 Zoll).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schallplatten zu schaffen, die sichtbare Markierungen im Bereich der Aufzeichnungsspur
tragen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Stege eine sichtbare Oberflächenmarkierung
unterscheidbarer Form tragen, die flacher ist als die Tiefe, mit der die Aufzeichnungsspur in die Oberfläche eingeschnitten
ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Informationsspur und die Markierung durch Formung eines
Körpers aus Kunststoffmaterial gebildet sind.
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Eine andere Weiterbildung der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Schallplatte mit einer
unterscheidbaren Oberflächenmarkierung, das durch folgende
Schritte gekennzeichnet ist:
Herstellung eines ungeschnittenen Lackes,
Herstellung eines Musters für die gewünschte Ma rk i e r un gs f ο r m,
Aufbringung einer Markierungsflüssigkeit unter Mithilfe des Musters zur Zerstörung des Oberflächenniveaus
des Lackes in Form des Musters,
Einwirkenlassen des Fluidums zur Zerstörung der Oberfläche in einer Höhe oder einer Tiefe, die geringer
ist als die Tiefe, mit der die aufgezeichnete Information in die Lackschicht eingeschnitten werden
soll, und anschließende Entfernung oder Entfernenlassen des Fluidums,
Schneiden solcher Information, die in der Lackoberfläche aufgezeichnet werden soll,
Weiterverarbeitung des geschnittenen Lackes zu einem Stempel und Pressen von preßbarem Material
damit zu einer Schallplatte.
Das Muster kann ein Seidenschirm oder ein Druckblock sein, der z.B. aus Gummi bestehen kann. Die Flüssigkeit kann z.B.
ein flüchtiges Lösungsmittel für den Lack sein. Die Oberflächenzerstörungen oder Rauhigkeiten des Lackes können durch
eine Schicht aus einem zusätzlichen Material oder einer Auf-
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rauhung des Glanzfinishs bestehen.
Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung nachfolgend näher erläutert werden.
Zur Herstellung einer Schallplatte, die eine unterscheidbare Oberflächenmarkierung trägt, die flacher als
eine Oberflächendeformation ist, durch die Information aufgezeichnet ist, wird ein herkömmlicher "Lack" verwendet.
Ein Muster wie beispielsweise ein Druckstock, vorzugsweise nachgiebig, z.B. Gummi, oder ein Seidenschirm
wird in passender Größe vorbereitet, um den gewünschten Bereich der Oberfläche des Lacks zu bedecken. Das Muster
kann jede unterscheidbare Form haben, z.B. ein Warenzeichen sein oder ein Bild, oder es kann Einzelheiten über die aufgezeichnete
Information enthalten, beispielsweise ungefähr so wie ein herkömmliches Plattenetikett.
Unter Verwendung des Musters wird eine Markierungsflüssigkeit auf die Lackfläche aufgebracht, um den Musterbereich
leicht zu beeinflussen oder zu zerstören. Da sich der Musterbereich in den Flächenbereich erstreckt, der durch
die Aufzeichnungsinformation deformiert wird, muß die Rauhigkeit
oder Unregelmäßigkeit der Oberfläche flacher sein als die Aufzeichnungsdeformation, um eine Beeinträchtigung der
Güte der Aufzeichnung zu vermeiden. Die Tiefe der Deformation der Aufzeichnung variiert mit dem Aufzeichnungsmaterial und
der Geschwindigkeit und anderen Faktoren, kann jedoch von Fachleuten in einfacher Weise bestimmt werden.Z.B. ist bei
einer Schallplatte mit einem Durchmesser von 300 mm bei einer Drehzahl von 33 1/3 Umdrehungen pro Minute die Rille wenigstens
25 Mikron tief mit einer Stegbreite vom 40 Mikron zwischen
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den Rillen. Für ein solches Rillenformat ist eine Tiefe von weniger als 1 Mikron für die Markierung zweckmäßig,
um eine Hörbarkeit der Markierung zu vermeiden. Vorzugsweise ist die Tiefe etwa 0,7 Mikron. Wesentlich höhere
Werte als dieser, z.B. in der Größenordnung von 50 Mikron, führen zu äußerst lauten Signalen beim Abspielen der Schallplatte.
Zweckmäßige Markierungsflüssigkeiten sind Flüssigkeiten
wie beispielsweise Methanol (z.B. methylisierte Alkohole), Butoxiethanol oder Methyläthylketon zur Verwendung für den
Druckstock aus Gummi, und zur Verwendung bei dem Seidenschirm eignet sich ein Nitrozellulose-Lack wie beispielsweise der,
der von der Firma Coats Inks Limited unter der Bezeichnung Cosol O/P Lack KP 7955 erhältlich ist. Ein Gas, das durch
eine ausgenommene Maske wirkt, kann ebenfalls verwendet werden. Die bei dem Druckstock verwendeten Flüssigkeiten lösen
etwas das Lackmaterial an, gewöhnlich Zellulose-Nitrat, und zerstören den Glanzfinish, wobei die Flüssigkeit schnell verflüchtigt.
Bei der Seidenschirmtechnik wird eine dünne Schicht eines Lackes auf die Lackschicht für das Schneiden der Rille
aufgebracht, wobei Lacklösungsmittel für eine Haftung auf
der Oberfläche der Lackschicht sorgt. In jedem Falle läßt man den Lack trocken werden und aushärten, bevor das Schneiden
beginnt.
In den Lack bzw. die Lackschicht wird dann die aufzuzeichnende Information, z.B. in Form einer Rille, in der Oberfläche
in herkömmlicher Weise eingeschnitten, und der Lack
wird dann beschichtet, um dann in der bekannten Weise Vater, Mutter und Sohn für die Pressung herzustellen. Die Markierung
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befindet sich bei diesem Vorgang auf den Stegen zwischen benachbarten Rillen und ist in der fertigen Schallplatte
mit der aufgezeichneten Information nachgebildet. Die Markierung ist in der fertigen Schallplatte als eine etwas unterschiedliche
Oberflächentextur sichtbar, die in einigen Fällen am besten dadurch erkennbar ist, daß man nicht senkrecht
auf die Schallplattenoberfläche blickt, sondern etwas schräg.
Die Markierung kann verschiedene Formen haben. Z.B. kann ein Design oder ein Bild aufgebracht werden. Das Design
oder das Bild können von dem Erzeuger des aufgezeichneten Schalles stammen, oder es kann sich um ein Warenzeichen oder
einen anderen Hinweis auf den Ursprung der Schallplatte handeln. Ein solcher Hinweis auf den Ursprung, der dauerhaft
bei der Herstellung aufgebracht wird, kann dazu beitragen, die Piraterie bei aufgezeichneter Information zu verringern,
indem markierte Schallplatten von solchen unterscheidbar sind, die das Zeichen nicht enthalten. Die Markierung kann
nur "das Etikett" sein, das das herkömmliche gedruckte Etikett oder sowohl das Etikett als auch die Unterscheidungsmarke
ersetzt.
Die Markierung bedeutet nur eine sehr geringe meßbare Veränderung in der Dicke der Schallplatte,- da sie sehr viel flacher
ist als die minimale Schneidtiefe, die normalerweise 0,025 bis 0,05 mm beträgt, so daß die Aufzeichnungsgüte
nicht durch Entstehen von Geräuschen oder Knacken beeinträchtigt wird. Ein bevorzugter Wert erstreckt sich bis
zu einer Tiefe von 0,001 rom.
- 10 -
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Ein besonderes Beispiel wird nun für eine 300 mm Meisterlackplatte beschrieben, auf der eine Mikrorillenaufzeichnungsspur
aufgezeichnet werden soll. Der Lackmeister ist in der üblichen Weise vorbereitet. In beliebiger Zeit
nach dem Aushärten des Lackes kann die Markierung aufgebracht werden. Ein Stempel mit der gewünschten Form der
Markierung besteht vorzugsweise aus einem ölfesten Gummimaterial. Eine Menge eines langsam trocknenden Lösungsmittels
wie des eigenen Materials "Cellosolve" wird auf eine Glasplatte in Form eines gleichmäßigen dünnen Films
aufgerollt. Mit Hilfe einer Walze wird ein dünner gleichmäßiger Film des Lösungsmittels von der Platte auf den
Stempel aufgebracht. Der benetzte Stempel wird auf eine holzfreie Papieroberfläche aufgepreßt, beispielsweise
braunes, glänzendes Kraftpapier. Dabei wird darauf geachtet, daß der Stempel nicht rutscht, während er sich
auf dem Papier befindet. Dieser Vorgang verringert die Menge des Lösungsmittels auf dem Stempel auf ein Minimum.
Der Stempel wird nun mit gleichmäßigem Druck auf den Lack an der Stelle aufgesetzt, wo das Muster gewünscht wird. Das
Aufsetzen und Entfernen des Stempels muß vertikal ohne Verrutschen erfolgen. Dann läßt man den Lack während einer Stunde
bei 50° Celsius in einem Ofen mit Luftzirkulation trocknen. Der Lack wird dann geschnitten und weiterverarbeitet wie das
bei Meisterlackplatten der Fall ist. Der Stempel kann auch ein die gesamte Plattenoberfläche bedeckendes Design mit
einem einzigen Stempeldruck oder ein kleineres Design oder eine Marke an unterschiedlichen Stellen aufbringen. Durch
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diese Technik wird eine Markierung von ungefähr 0,7 Mikron Tiefe in dem Meister und der fertig gepreßten Schallplatte
erzeugt.
Natürlich können auch andere Techniken zur Aufbringung des Lösungsmittels angewendet werden, z.B. eine Walze mit
Gravierungen oder Vorsprüngen oder ein Filzstift, angefeuchtet mit einem Lösungsmittel, um geschriebene oder gezeichnete
Markierungen oder eine Signatur oder ein Zeichen aufzubringen.
Es ist wesentlich, daß die Tiefe der Markierung gering ist und daß der Lack frei von Lösungsmitteln ist, bevor das Schneiden
erfolgt. Es können auch andere Formate als Rillen verwendet werden, z.B. Linien von Ausgrabungen, wie sie bei >
Videoaufzeichnungen verwendet werden.
Die beschriebenen Techniken ermöglichen die Fertigung von Schallplatten, die unterscheidbare Markierungen tragen,
die dauerhaft sind und nicht die Aufzeichnungsqualität beeinträchtigen. Im Unterschied zu der Technik gemäß der
GB-PS 1 341 0 49, bei der Etiketten in Form eines Musters so tief oder tiefer als eine Schallrille verwendet werden,
ermöglicht die erfindungsgemäße Technik die Bildung einer so flachen Markierung, daß keine Beeinflussung der Schallrille
erfolgt und sich die Markierung daher im Bereich der Schallaufzeichnung befinden kann. Darüber hinaus ist keine besondere
Behandlung des Lackes, abgesehen von dem einfachen Bestempeln mit einem Gummistempel, erforderlich. Im Unterschied
zu den Markierungen von einigen 3 Mikron Tiefe gemäß der GB-PS 1 341 049, die als extrem klein beschrieben sind, werden
bei der Erfindung Markierungen von weniger als 1 Mikron Tiefe verwendet. 809834/0572
Claims (6)
- Patentansprüchey Schallplatte, bestehend aus einem Körper aus Material, das einen Oberf.lächenbezirk aufweist, in dem Information als Aufzeichnungsspur (Rille) in die Oberfläche eingeschnitten ist, wobei sich ungeschnittene Oberflächenbereiche in Form von Stegen zwischen den Rillen und außerhalb der Rillen befinden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege eine sichtbare Oberflächenmarkierung unterscheidbarer Form tragen, die flacher ist als die Tiefe, mit der die Aufzeichnungsspur in die Oberfläche eingeschnitten ist.
- 2. Schallplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationsspur und die Markierung durch Formung eines Körpers aus Kunststoffmaterial gebildet sind.
- 3. Schallplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung eine Tiefe von 0,001 mm bei einer Mikrorillenschallplatte hat.SL/N809834/057?— 2 —ORIGINAL INSPECTED
- 4. Schallplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Oberflächenmarkierung ein Bild, ein Design, ein Warenzeichen, ein Muster und/oder eine Beschriftung ist.
- 5. Verfahren zur Herstellung einer Schallplatte mit einer unterscheidbaren Oberflächenmarkierung, gekennzeichnet durch folgende Schritte:Herstellung eines ungeschnittenen Lackes,Herstellung eines Musters für die gewünschte Markierungsform,Aufbringung einer Markierungsflüssigkext unter Mithilfe des Musters zur Zerstörung des Oberflächenniveaus des Lackes in Form des Musters,Einwirkenlassen des Fluidums zur Zerstörung der Oberfläche in einer Höhe oder einer Tiefe, die geringer ist als die Tiefe, mit der die aufgezeichnete Information in die Lackschicht eingeschnitten werden soll, und anschließende Entfernung oder Entfernenlassen des Fluidums,Schneiden solcher Information, die in der Lackoberfläche aufgezeichnet werden soll,Weiterverarbeitung des geschnittenen Lackes zu einem Stempel und Pressen von preßbarem Material damit zu einer Schallplatte,flnsFm/ns7?wodurch die gepreßte Schallplatte die genannte Information als Oberflächendeformation trägt, die von dem Muster unbeeinflußt ist, wobei die Markierung auf den undeformierten Oberflächenteilen (Stegen) des Materials der Schallplatte sichtbar ist.
- 6. Schallplatte mit einer sichtbaren Oberflächenmarkierung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
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