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DE2804376A1 - Hydrophile hohlfasern - Google Patents

Hydrophile hohlfasern

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Publication number
DE2804376A1
DE2804376A1 DE19782804376 DE2804376A DE2804376A1 DE 2804376 A1 DE2804376 A1 DE 2804376A1 DE 19782804376 DE19782804376 DE 19782804376 DE 2804376 A DE2804376 A DE 2804376A DE 2804376 A1 DE2804376 A1 DE 2804376A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
polymer
spun
solvent
core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782804376
Other languages
English (en)
Inventor
Toni Herbertz
Peter Dipl Chem Dr Hoffmann
Hermann-Josef Jungverdorben
Ulrich Dipl Chem Dr Reinehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19782804376 priority Critical patent/DE2804376A1/de
Publication of DE2804376A1 publication Critical patent/DE2804376A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F8/00Conjugated, i.e. bi- or multicomponent, artificial filaments or the like; Manufacture thereof
    • D01F8/04Conjugated, i.e. bi- or multicomponent, artificial filaments or the like; Manufacture thereof from synthetic polymers
    • D01F8/08Conjugated, i.e. bi- or multicomponent, artificial filaments or the like; Manufacture thereof from synthetic polymers with at least one polyacrylonitrile as constituent
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/24Formation of filaments, threads, or the like with a hollow structure; Spinnerette packs therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Hydrophile Hohlfasern
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hydrophilen, Kern-Mantelstruktur aufweisenden Hohlfasern aus fadenbildenden synthetischen Polymeren nach dem Trockenspinnverfahren und diese Fasern.
  • In der DT-OS 2 554 124 ist beschrieben, hydrophile Fäden und Fasern aus fadenbildenden synthetischen Polymeren herzustellen, indem man dem Spinnlösungsmittel 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf Lösungsmittel und Feststoff, einer Substanz zusetzt, die für das Polymere im wesentlichen ein Nichtlösungsmittel darstellt, die einen höheren Siedepunkt hat als das verwendete Lösungsmittel und die mit dem Spinnlösungsmittel und einer als Waschflüssigkeit für die geeigneten Flüssigkeit gut mischbar ist und anschließend dieses Nichtlösungsmittel aus den hergestellten Fäden wieder auswäscht. Bevorzugte Nichtlösungsmittel in diesem Verfahren sind mehrwertige Alkohole, wie Glycerin, Zucker und Glykole.
  • Derartige, z.B. aus Acrylnitrilpolymerisaten gewonnene Fasern weisen eine Kern-Mantelstruktur auf und haben ein Wasserrückhaltevermögen von mindestens 10 %.
  • In letzter Zeit sind Hohlfasern Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen gewesen. Ein Überblick findet sich in Encyclopedia of Polymer Science and Technology 15, 258 bis 272 (1971).
  • Haupteinsatzgebiete sind neben Ultrafiltration, Dialyse insbesondere die Hämodialyse. Hohlfasern besitzen zusätzlich eine erhöhte Fulligkeit, die wesentliche Materialeinsparungen ermöglicht, sowie erhöhte Wärmehaltung und verbesserte Luftdurchlässigkeit. Bei Schmelz- und Naßspinnverfahren gibt es, wie bereits erwähnt, zahlreiche Verfahren zur Herstellung von Hohlfasorn. Die wichtigsten Herstellungsmethoden zur Erzeugung von Hohlfasern aus Acrylnitrilpolymeren sind: Spinnen aus Ringdüsen mit Einspritzen von Fällungsmitteln z.B. Wasser (DT-PS 2 321 460) oder Glykol (DT-PS 2 346 011) ins Faserinnere. Ferner kann man Fäden z.B. aus Polyvinylalkohol mit Celluloseacetat ummanteln und anschließend den Kern z.B. durch Wasser wieder herauslösen (FR-PS 1 511 581). Alle beschriebenen Verfahren beziehen sich jedoch auf einen Naßspinnprozeß.
  • Es wurde nun gefunden, daß man auch nach einem Trockenspinnverfahren zu Hohlraumfasern oder -fäden mit einer Kern-Mantel struktur hoher Hydrophilie und niedriger Dichte gelangen kann, wenn man von hohen Konzentrationen der Spinnlösungen an Polymerfeststoff und Nichtlöser gemäß DT-OS 2 554 124 ausgeht, lange Verweilzeiten (niedrige Verzüge) im Spinnschacht wählt und zur Erzeugung von Hohlräumen geeignete Düsenformen verwendet.
  • Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung von hydrophilen Kern-Mantelstruktur aufweisenden Hohlfäden oder Hohlfasern niedriger Dichte aus hydrophoben, fadenbildenden, synthetischen Polymeren noch einen Trocknungsprozeß, indem man dem Spinnlösungsmittel mindestens eine Substanz zusetzt die a) mit dem Spinnlösungsmittel und mit Wasser gut mischbar ist b) für das zu verspinnende Polymere ein Nichtlösungsmittel darstellt Verspinnen und anschließendes Auswaschen des Nichtlösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Polymerfeststoff und Nichtlösungsmittel mehr als 40 Gew.-% der gesamten Spinnlösung beträgt und die Spinnlösung aus dreiecksförmigen Düsen mit einer seitlichen Öffnung und seitlich herausragenden Stegen bei Spinngeschwindigkeiten unterhalb von 300 m/Min. versponnen wird.
  • Die Erfindung betrifft ferner die nach diesem Verfahren herstellbaren trockengesponnenen, hydrophilen Kern-Mantelstruktur aufweisenden Hohl fäden oder Hohlfasern mit Hohlraumkanälen im Faserkern die von porösen Stegen unterbrochen werden aus hydrophoben, fadenbildenden synthetischen Polymerisaten mit einer Porosität von mindestens 20 %; einem Wasserrückhaltevermögen von mindestens 10 % und einer Quecksilber-Dichte von höchstens 0,7 g/cm³.
  • Vorzugsweise werden nach der Erfindung Acrylnitrilpolymerisate, insbesondere solche mit mindestens 50 Gew.-% Acrylnitrilanteilen, besonders bevorzugt mit mindestens 85 Gew.-% Acrylnitrilanteilen versponnen.
  • Als Hohlraumfasern werden hier Fasern angesehen, die in Längsrichtung im Innern der Faser angeordnete Kanäle aufweisen, die alternierend von porösen Stegen unterbrochen werden. Die Hohlraumkanäle haben eine Länge von ca. 200 - 1000/u und eine Breite von 20 - 200,u, während die porösen Stege mit maximal bis zu 2,u großen Löchern durchsetzt sind. Bei den hier beschriebenen Hohlfasern handelt es sich daher um Fasern mit Hohlräumen unterschiedlicher räumlicher Ausdehnung und Anordnung, wobei große Hohlräume, sogenannte Hohlraumkanäle, durch die porösen Stege abgelöst werden.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Konzentration an Polymerfeststoff und Nichtlöser größer als 40 Gew.-% der gesamten Spinnlösung sein muß, um Hohlraumfäden mit Kern-Mantelstruktur zu erhalten. Bei geringeren Konzentrationen liegt der Verfestigungspunkt der Spinnlösung offenbar soweit von der Düse entfernt, daß sich keine Hohlraumstrukturen mehr ausbilden können. So gelingt es beispielsweise nicht, eine 22,5 Gew.-%ige Polyacrylnitrilspinnlösung mit 17,5 Gew.-% Tetraäthylenglykol als Nichtlöseranteil zu Hohlraumfäden zu Verspinnen (vergl. Beispiel 3).
  • Weiterhin ist es von Vorteil hohe Verweilzeiten im Spinnschacht anzustreben, weil hierdurch ebenfalls die Bildung der Hohlraumstruktur gefördert wird. Niedrige Spinngeschwindigkeiten, vorzugsweise unter 250 m/Min. und damit niedrige Spritzgeschwindigkeiten, werden daher zur Herstellung der erfindüngsgemäßen. hydrophilen, Kern-Nantelstruktur aufweisenden Hohlraumfäden, bevorzugt.
  • Bei Spinnlösungen mit höheren Feststoffgehalten treten häufig Schwierigkeiten hinsichtlich der Viskositätsstabilität der Lösung auf. Derartige Spinnlösungen beispielsweise aus 25 Gew.-% Polyacrylnitrilfeststoff; 10 Gew.-% Glycerin und 65 Gew.-E Dimethylformamid sind bei Lösungstemperaturen unterhalb 1000C, auch nach mehreren Stunden, noch nicht viskositätsstabil. Man erhält jedoch viskositätsstabile Spinnlösungen, wenn man die Stoffe zunächst als Suspension zusanunenbringt, anschließend für mindestens 1 Stunde auf Temperaturen oherhalb 1000C, vorzugsweise 120 - 1500C, erhitzt und dann verspinnt.
  • Die Herstellung von hydrophilen Kern-Mantelstruktur aufweisenden Hohl fasern ist auch von der verwendeten Düsenform abhängig.
  • Abb. 1 zeigt eine Düsenform, wie sie erfindungsgemäß eingesetzt wird. Die in der Abb. angegebenen Zahlenwerte geben die bevorzugte Düsendimensionierung wieder.
  • Abb. 2 zeigt eine Düsenform, die nicht zur Herstellung der erfindungsgemäßen Fasern geeignet ist.
  • Abb. 3 zeigt schematisch. einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Faser.
  • Der Einsatz von Hohlraumdüsen mit Dreiecksform und Öffnung an der Seite, so wie seitlich herausragenden Stegen (vgl.
  • Abb. 1 und F.Bolland: Auswirkung der Querschnittsstruktur syntheuischer Fasern auf den Ausfall und das Verhalten der Fertigwaren in Chemiefasern 1/63, Seite 42-45) hat sich zur Erzeugung der Hohlfasern als besonders günstig erwiesen.
  • Versuche mit runden teilweise geöffneten Düsenformen entsprechend Abb. 2 dagegen führten zu keinem positiven Ergebnis (Beispiel 5). Offenbar fließt die Spinnlösung nach Verlassen der Düsenaustrittsöffnungen zu geschlossenen Formen zusammen, so daß man nur kaktere jedoch noch poröse Kem-Mantelstruktur aufweisende Fäden erhält. Andere geeignete Düsenformen werden von V.F.Krasnikow in Chim.Volokna 1972, Nr. 5, Seite 58-61 (besonders Bild 2) beschrieben. Die Kern-Mantelstruktur der Hohlfäden wird, wie in DT-OS 2 554 124 bereits mitgeteilt, erst dann erzielt, wenn der Anteil an zugesetztem Nichtlöser zur Spinnlösung mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf Lösungsmittel und Polymerfeststoff beträgt. Unter Kern-Mantelstruktur wird dort wie auch erfindungsgemäß eine Struktur mit einer weniger porösen Mantel zone und einer stark mikroporösen Kernzone mit einem weitgehend untereinander verbundenen Porensystem verstanden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man Hohlfasern mit Kern-Mantelstruktur die ein Wasserrückhaltevermögen nach DIN 53 814 von mindestens 10 % und die eine Porosität von mindestens 20 % aufweisen. Die Quecksilberdichte der Hohlraumfasern liegt in der Regel unter 0,7 g/cm³, vorzugsweise unter 0,6 g/cm3.
  • Die Hohlfasern besitzen im Faserkern keine durchgehenden Hohlraumkanäle gleicher räumlicher Ausdehnung, sondern werden alternierend von porösen Stegen unterbrochen. Je nach den Spinnbedingungen sind Länge und Breite der Hohlräume unterschiedlich. Normalerweise werden Hohlräume von ca. 200-1000,u Länge und 20-200/u Breite erhalten. Die Länge der dazwischen liegenden porösen Stege beträgt etwa 100-500µ. Der alternierende Wechsel von Hohlraumkanalstruktur und porösen Stegen kann man besonders deutlich an Längsschnittaufnahmen der Fasern verfolgen. Bei Querschnittsaufnahmen findet man je nach Ort der Schnittfläche Kern-Mantelstruktur aufweisende Hohlraumfäden, wenn die Schnittfläche durch einen Hohlraumkanal erfolgt (Schnitt A. Abb. 3), oder aber eine mikroporöse Kern-Mantelstruktur, wenn die Schnittfläche durch einen porösen Steg gelegt wird (Schnitt B. Abb. 3).
  • Die Bestimmung der in vorgehenden mehrfach erwähnten physikalischen Größen wurde wie nachstehend beschrieben ausgeführt. Diese Methoden beziehen sich auf blindgefärbte von Präparation befreite Fasern.
  • Quecksilber-Dicht e-Be stimmung (Q Hg) Nach Ausheizen der Probe bei 50 oC unter Vakuum (10'2 bar) wird die Hg-Dichte (mittlere scheinbare Dichte) durch Volumenmessung In Quecksilber bei einem Ueberdruck von 10 bar festgestellt.
  • Helium-Dichte-Bestimmung (j He) Nach Ausheizen der Probe bei 50 °C unter Vakuum (10-2mbar) wird die Helium-Dichte ("wahre Dichte") durch Volumenmessung in Helium mit einem Gasvergleichspyknometer festgestellt.
  • Definition der Porosität (P) P = [1- (#Hg/#He)] x 100 % Die folgenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung der Erfindung. Teil- und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
  • Beispiel 1 52 kg Dimethylformamid (DMF) werden mit 21 kg Tetraäthylenglykol in einem Kessel unter Rühren vermischt. Anschliessend werden 27 kg eines Acrylnitrilpolymerisates aus 93,6 % Acrylnitril, 5,7 % Acrylsäuremethylester und 0,7 9' Natriummethallylsulfonat unter Rühren bei Raumtemperatur zudosiert.
  • Die Suspension die 48 Gew.-* an Polymerfeststoff und Nichtlösungsmittel aufweist, wird über eine Zahnradpumpe in einen mit Rührwerk versehenen Spinnkessel gepumpt. Dann wird die Suspension in einen 60 cm langen doppelwandigen Rohr von 8 cm inneren Durchmesser mit Dampf von 3,5 bar Druck erhitze. Die Temperatur der Lösung am Rohrausgang beträgt 143 OC, Die Spinnlösung wird nach Verlassen der Aufheizvorrichtung filtriert und dem Spinnschacht zugeführt. Die gesamte Verweilzeit der Suspension von der Aufheizvorrichtung bis zur Spinndüse beträgt 9 Minuten.
  • Die Spinnlösung wird aus einer 18 Loch Hohiraumdüse mit Dreiecksform und Stegen (vergl. Abb. 1) nach Arbeitsweisen, die in der Technik bekannt sind, trockenversponnen.
  • Die Spinngeschwindigkeit beträgt 128 m/Min., die Schachttemperatur 165 00 und die Lufttemperatur 400 00. Die eingesetzte.Luftienge ist 35 m3 pro Stunde. Das Spinngut vom Titer 790 dtex wird auf Spulen gesammelt und zu einem Band vom Gesamttiter 94'800 dtex gefacht. Das Faserkabel wird anschließend in Kochendem Wasser verstreckt und auf übliche Weise zu Fasern vom Endtiter 15 dtex nachbehandelt. Die Fasern besitzen eine ausgesprochene Kern-Mantelstruktur wobei sich Hohlraumkanäle und poröse Stege im Faserkern abwechseln. Wie rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen zei- gen, beträgt die Hohlraumfläche im Faserkern ca. 30 % und der Mantelanteil ca. 10 % von der gesamten Querschnittsfläche. Die Hohlraumfasern haben ovale bis trilobale Querschnittsformen. Das Wasserrückhalt evermögen nach DIN 53 814 beträgt 64 %. Hohlraumkanallänge ca. 8ooju; Hohlraumkanalbreite ca.
  • 40 µ; Länge des porösen Steges ca. 400 µ.
  • Die Einzelfasern hatten eine Helium-Dichte von 1,18 g/cm³ und eine Quecksilber-Dichte von 0,440 g/cm3; die Porosität beträgt demnach 62,7 ah.
  • Beispiel 2 58 kg DMF werden mit 6,5 kg Tetraäthylenglykol und 4,7 kg Wasser in einem Kessel unter Rühren vermischt. Anschliessend werden 308 kg eine3 Acrylnitrilcopolymerisates der chem. Zusammensetzung voa Beispiel 1 unter Rühren bei Raumtemperatur zudosiert. Die Suspension die 42 Gew.-% an Polymerfeststoff und Nichtlösungsmitteln aufweist, wird wie in Beispiel 1 beschrieben gelöst, filtriert und dem Spinnschacht zugeführt.
  • Die Spinnlösung wird aus einer 18 Loch Hohlraumdüse mit Dreiecksform und Stegen wie in Beispiel 1 beschrieben trockenversponnen. Die Spinngeschwindigkeit beträgt 150 m/Min. Das Spinngut vom Titer 815 dtex wird auf Spulen gesammelt, zu einem Band vom Gesamttiter 122'250 dtex gefacht und zu Fasern vom Endtiter 14 dtex nachbehandelt. Die Fasern besitzen eine ausgesprochene Kern-Mantelstruktur wobei auf Hohlraumkanäle wieder poröse Stege im Faserkern folgen. Wie rasterelektroneniikroskopische Aufnahmen zeigen, beträgt die Hohlraumfläche im Faserinnern ca, 40 % und der Mantelanteil ca. 30 X von der gesamten Querschnittsfläche. Die Hohlraumfasern haben trilobale bis bohnenförmige Querschnitts- vereinzelt werden auch sichel- und keulenförmige-Querschnittsformen beobachtet. Das Wasserrückhaltevermögen beträgt 45 %. Die Einzelfasern hatten eine Helium-Dichte von 1,18 g/cm³ und eine Quecksilber-Dichte von 0,51 g/cm³.
  • IiLe Porosität beträgt 56,8 j. Hohlraumallänge ca. 600/u; Hohl raumkanalbreite ca. 3Oji; Länge des Steges ca. 300-400 µ.
  • Beispiel 3 (Vergleich) 60 kg DMF werden mit 17,5 kg Tetraäthylenglykol unter Rühren vermischt. AnschlieBend werden 22,5 kg eines Acrylnitrilcopolymerisates der chem. Zusammensetzung von Beispiel 1 unter Rühren bei Raumtemperatur zudosiert. Die Suspension die 40 Gew.-% an Polymerfeststoff und Nichtlösungsmittel aufweist, wird wie in Beispiel 1 beschrieben gelöst, filtriert und versponnen. Das Spinngut vom Titer 660 dtex wird auf Spulen gesammelt zu einem Faserkabel vom Gesamttiter 79'200 dtex gefacht und wie in Beispiel 1 beschrie-Den zu Fasern vom Endtiter 11 dtex nachbehandelt. Die Fasern besit3en wiederum eine Kern-Mantelstruktur mit meist ovaler bis trilobaler Querschnittsform, jedoch ohne größere Hohlraumkanalfläche im Faserinnern. Ein geringer Faseranteil ca. 10-15 %, weisen aperiodisch im Faserkern Hohlräume auf.
  • Ihre Querschnittsstruktur ist meist schlaufen- bis achterförmig.
  • Beispiel 4 (Vergleich) Ein eil der Suspension aus Beispiel 2 wird analog gelöst, filtriert und aus der gleichen Dreiecksdüse mit Stegen versponnen. Die Spinngeschwindigkeit beträgt 300 m/Min.
  • Das Spinngut vom Titer 280 dtex wird auf Spulen zu einem Faserkabel gefacht und zu Fasern vom Endtiter 5,0 dtex nachbehandelt. Die Fasern besitzen Kern-Mantelstruktur, jedoch keine Hohlraumkanalfläche im Faserkern infolge zu hohen Verzuges.
  • Beispiel 5 (Vergleich) Ein Teil der Spinnlösung aus Beispiel 1 wird aus einer 36-Loch liohlraumdüse mit runder Form (vergl, Abb. 2) nach Aröeitsweisen, die in der Technik bekannt sind trockenversponnen. Die übrigen Spinndaten entsprechen den Angaben au9 Beispiel 1. Das Spinngut vom Titer 410 dtex wurde auf Spulen gesammelt, zu einem Faserkabel gefacht und Fasern vom Endtiter 3,6 dtex nachbehandelt. Die Fasern besitzen Kern-Hantelstruktur jedoch ohne Hohlraumkanalfläche im Faserkern.
  • Die Spinnlösung fließt nach Austritt aus der Düsenöffnungen offenbar zu einer kompakteren Form zusammen.
  • L e e r s e i t e

Claims (4)

  1. Pat ent ansprüche 1) Trockengesponnenes hydrophile Kern-Mantelstruktur aufweisende Hohl fä den oder Hohlfasern mit Hohlraumkanälen im Faserkern die von porösen Stegen unterbrochen werden aus hydrophoben, fadenbildenden synthetischen Polymerisaten mit einer Porosität von mindestens 20 ; einem Wasserrücklialtevermögen von mindestens 10 0,b und einer Queeksilber-Dichte von höchstens 0,7 g/cm3.
  2. 2) Hohlfäden oder Hohlfasern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein Acrylnitrilpolymerisat ist.
  3. 3) Verfahren zur Herstellung von hydrophilen Kern-Mantelstruktur aufweisenden Hohlfäden oder Hohlfasern niedriger Dichte aus hydrophoben, fadenbildenden, synthetischen Polymeren noch einen Trocknungsprozeß, indem man dem Spinnlösungsmittel mindestens eine Substanz zusetzt die a) mit dem Spinnlösungsmittel und mit Wasser gut mischbar ist b) für das zu verspinnende Polymere ein Nichtlösungsmittel darstellt.
    Verspinnen und anschließendes Auswaschen des Nichtlösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Polymerfeststoff und Nichtlösungsmittel mehr als 40 Gew.-% der gesamten Spinnlösung beträgt und die Spinnlösung aus dreiecksförmigen Düsen mit einer seitlichen Öffnung und seitlich herausragenden Stegen bei Spinngeschwindigkeiten unterhalb von 300 m/Min. versponnen wird.
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymere ein Acrylnitrilpolymerisat ist.
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