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Vorrichtung zum Fördern und Speichern von Gegenständen
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Kurzüb ersicht Es wurde eine Vorrichtung geschaffen, welche zwischen
zwei nicht voll miteinander sghronisierbaren Maschinen, beispielsweise einer ersten
Verpackungsmaschine und einer zweiten, beispielsweise Sammelgebinde herstellenden
Verpackungsmaschine angeordnet ist, zum tberführen von aus der ersten Maschine kommenden
Gegenständen oder Portionen aus solchen zu der zweiten Maschine unter gegebenenfalls
erfolgender Zwischenspeicherung und zum taktrichtigen Einführen der Gegenstände
in die zweite Maschine. Die Vorrichtung weist entlang einer Förderstrecke ein erstes
und ein zweites Gatter und dem zweiten Gatter unmittelbar vorgeordnet einen besonders
ausgebildeten Speicher auf sowie am Speicher vorgesehene, dessen Füllungsgrad ermittelnde
Abtastmittel,
die derart wenigstens auf einen der Antriebe der beiden
Maschinen einwirken, daß bei Vergrößerung des Speicherinhaltes über einen vorgegebenen
Wert die Leistungsunterschiede der beiden Maschinen verändert werden im Sinne einer
Verkleinerung des Speicherinhaltes und daß bei einer Verkleinerung des Speicherinhaltes
unter einen vorgegebenen Wert der Leistungsunterschied im umgekehrten Sinne geändert
wird. Die besondere Anordnung des Speichers zusammen mit der Betriebsweise der Gatter
ermöglichen es, wenig formstabile und empfindliche Gegenstände wie Beutelpackungen
oder Portionen aus solchen in schonender Weise voneinander getrennt zu halten sowohl
beim Überführen in die zweite Maschine als auch beim gegebenenfalls notwendigen
Speichern.
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Stand der Technik Durch die DT-AS 12 62 886 ist es bekannt, einer
Backmaschine und einer Verpackungsmaschine eine Förderbahn mit veränderlich langer
Ausgleichsschleife zwischenzuordnen. Außerdem sind an der Ausgleichsschleife abtastende
Steuerfühler und an diese angeschlossene Steuermittel vorgesehen zur Beeinflussung
der Leistung der Backmaschine und eines Abnahmeförderbandes im Anschluß an die Ausgleichsschleife.
Zum Fördern und Speichern von nachgiebigen Gegenständen wie beispielsweise mit Schüttgut
gefüllten, lockeren Beutelpackungen und Portionen von Gegenständen, die sich beim
Anstauen
zu einer Gesamtmasse vereinigen, ist diese Förderbahn mit
Ausgleichsschleife nicht geeignet.
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Durch die US-PS 34 70 996 ist eine Vorrichtung zum Fördern und Zwischenspeichern
bekannt, welche innerhalb einer Hauptförderstrecke zwischen zwei Gattern eine gerade
Strecke zum Anstauen einer Reihe von Gegenständen, quer zu dieser Staustrecke bewegbare
Schubglieder und neben dieser Staustrecke einen Speicher mit in senkrechter Richtung
gesteuert heb- und senkbaren Tragplatten aufweist. Bedarfsweise wird eine Reihe
von Gegenständen waagerecht und quer zur Staustrecke auf eine bereitgehaltene Tragplatte
geschoben und gegebenenfalls von dieser angehoben zum Zweck des Speicherns. Bei
Mangel wird eine Reihe von Gegenständen von einer Tragplatte entnommen und zurück
auf die Hauptförderstrecke geschoben. Diese Vorrichtung ist nur für formstabile
Gegenstände mit regelmäßiger Blockform verwendbar.
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Durch die DD-OS 14 56 547 ist es bekannt, eine erste Verpackungsmaschine,
welche Beutelpackungen herstellt, mit einer zweiten, in Form einer Einwickelmaschine
ausgebildete Maschine zu kombinieren, die die Beutelpackungen umhüllt in der Weise,
daß in einer Umhüllung sich jeweils ein, zwei oder mehr Beutelpackungen befinden.
Der ersten Verpackungsmaschine ist deshalb ein Taster mit einem auf eine wählbare
Zahl von Impulsen ansprechenden Impulszähler und dem Taster
ein
Fallschacht mit einem ersten Paar von Auffangteilen nachgeordnet. Diese Auffangteile
sind vom Impulszähler öffenbar, sobald der Impulszähler auf eine vorbestimmte Anzahl
von den Taster passierenden Beutelpackungen angesprochen hat. Dadurch geben die
Auffangmittel Portionen aus Beutelpackungen frei. Die Taktfolge der Einwickelmaschine
ist derart gewählt, daß ihre Taktzeiten mit Sicherheit wenigstens geringfügig kürzer
sind als die Zeitabstände, nach denen die ersten Auffangmittel jeweils eine Portion
Beutelpackungen freigeben. Unterhalb der ersten Auifangmittel sind zweite und unterhalb
diesen dritte Auffangmittel, die ebenfalls in den Fallschacht hineinragen, vorgesehen.
Die Einwickelmaschine ist mit zwei Impulsgebern gekoppelt. Der eine Impulsgeber
gibt je einem Einwickelmaschinentakt einen Öffenimpuls an die dritten, untersten
Auffangmittel, so daß, falls sich eine Portion auf diesen angesammelt hat, diese
taktrichtig in die Einwickelmaschine fällt. Der andere Impulsgeber gibt je Einwickelmaschinentakt
zwei Öffenimpulse ab, die aber, weil oberhalb der zweiten Auffangmittel ein in den
Fallschacht ragender Taster mit zugeordnetem Schalter vorgesehen ist, nur dann auf
die zweiten Auffangmittel wirken, wenn sich eine Portion Beutelpackungen auf ihnen
befindet. Diese Öffenimpulse werden vorzugsweise in unter sich gleichen Zeitabständen,
jedoch zeitlich zu den Öffenimpulsen der dritten Auffangmittel versetzt, abgegeben.
Durch diese steuerungstechnische Auslegung gibt es zwei mögliche
Verweilzeiten
einer jeden Portion auf den dritten Auffangmitteln. Welche der beiden Möglichkeiten
Wirklichkeit wird, ist vom Zufall abhängig, der seinerseits seine Ursache darin
hat, daß, wie bereits angedeutet, die Taktzahl der Einwickelmaschine geringfügig
höher ist als die Taktzahl der ersten, obersten Auffangmittel. Dadurch bedingt werden
gelegentlich die untersten Auffangmittel vor ihrem Öffnen noch keine Beutelpackungen
aufgefangen haben und die Einwickelmaschme wird einen sogenannten Leertakt ausführen
müssen. Nachteilig ist, daß die Einwickelmaschine unbedingt zur Durchführung solcher
Leertakte eingerichtet sein muß. Dies ist aber nicht bei allen Arten von Einwickelmaschinen
oder anderen (Verpackungs-) Maschinen möglich, insbesondere nicht bei sogenannten
Waagerechtschlauchbeutelmaschinen mit kontinuierlich arbeitenden Längsschweißvorrichtungen.
Die beschriebene Vorrichtung weist auch keine Speichermöglichkeit im Sinne einer
Vormatsbildung und Vorratsauflösung auf, wie dies bei den zuerst beschriebenen Vorrichtungen
der Fall ist.
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Vorteile der Erfindung Durch die Gestaltung einer Vorrichtung gemäß
den Ansprüchen ist es möglich, eine zweite Maschine lückenlos und taktrichtig mit
empfindlichen und nachgiebigen Gegenständen oder Portionen aus Gegenständen zu versorgen
selbst bei kurzer Betriebsunterbrechung oder unregelmäßiger Taktfolge der ersten
Maschine.
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Zeichnungen Es zeigen: Fig. 1 ein Ausbildungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in schrägbildlicher Darstellung, Fig. 2 eine Einzelheit der Vorrichtung
in schrägbildlicher Darstellung und Fig. 3 bis 12 Schaltpläne für die Steuerung
der Vorrichtung gemäß Fig. 1.
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Beschreibung der Erfindung Ein Ausbildungsbeispiel der Vorrichtung
2 besteht im wesentlichen aus einem an den Auslauf 3 einer zuliefernden ersten Maschine
4 anschließenden, als Förderband 5 ausgebildeten Fördermittel, einem entlang dem
Förderband 5 höhenbeweglich angeordneten ersten Gatter 6, einem dem ersten Gatter
6 nachgeordneten heb- und senkbaren Speicher 7 mit beiderseits des Förderbandes
5 paarweise einander in gleichen Höhen zugeordneten Tragplatten 8, 9, einem dem
Speicher 7 nachgeordneten, entlang dem Förderband 5 vorgesehenen zweiten höhenbeweglichen
Gatter 10 sowie dem Förderband 5 nachgeordnet einer aus einer ortsfest angeordneten
Tragschiene 11 und umlaufenden, mit Mitnehmern 12 versehenen Ketten 13 bestehenden
Fördereinrichtung.
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Das Förderband 5 kann entweder über eine Kette 15 von einem eigenen
Motor 16 oder über eine nicht dargestellte Kette vom Auslauf 3 der ersten Maschine
4 angetrieben werden.
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Diese Maschine 4 kann eine Verpackungsmaschine, eine gravimetrisch
oder eine volumetrisch arbeitende Abmeßvorrichtung oder eine Herstellungsvorrichtung
sein, die auf Grund ihrer Eigenarten nicht dazu geeignet ist mit genau gleich bleibender
Leistung oder Taktzahl zu arbeiten.
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Der Speicher 7 ist heb- und senkbar mittels eines gesteuert in zwei
Antriebsrichtungen einschaltbaren Hubantriebs 17.
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Der Hubantrieb besteht beispielsweise aus einem handelsüblichen Getriebemotor
18 mit eingebauter Bremse, einem Maltesergetriebe 19 mit nachgeordnetem Zahnrad
20 und einer mit dem letzteren kämmenden Zahnstange 21. Das Maltesergetriebe 19
weist drei an einer Nabe 22 befestigte, in gleich großen Abständen einander folgende
von dem genannten Getriebemotor 18 antreibbare Treiber 23 und ein von diesen Treiber
23 drehbares vierstrahliges Malteserkreuz 24 auf.
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Auf einer die Nabe 22 tragenden Welle 25 sind beispielsweise drei
Nockenscheiben 27, 26, 28 mit je drei Nocken 29, 30, 31 angeordnet. Ortsfest sind
drei von den Nocken 29, 30, 31 betätigbare Schalter 32, 33, 34 vorgesehen, die zum
Steuern des Getriebemotors 18 dienen. Der Durchmesser des Zahnrades 20 ist derart
gewählt, daß je von den Treibern 23 erzeugbaren Schwenkschritten des Nalteserkreuzes
24 der Speicher 7 um einen Höhenabstand der Tragplatten 8, 9 bewegbar ist.
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Die mit den Mitnehmern 12 versehenen Ketten 13 werden angetrieben
mittels eines Motors 35 mit Getriebe über eine erste Kette 36 und eine zweite Kette
37. Der Motor 35 kann beispielsweise der Antriebsmotor einer nachgeordneten zweiten
Maschine 38, beispielsweise einer Verpackungsmaschine, sein, der über eine weitere
Kette 39 die letztere Maschine 38 antreibt. Der Motor 35 oder das Getriebe ist auf
drei unterschiedliche Antriebsdrehzahlen umschaltbar, derart, daß die untere und
obere Drehzahl sich beispielsweise um 15 * von einer mittleren Drehzahl unterscheiden.
Die Übersetzung zu den Ketten 13 ist derart gewählt, daß die Mitnehmer 12 eine Geschwindigkeit
aufweisen, die bei mittlerer Drehzahl des Motors 35 etwa bei 80 * der Geschwindigkeit
des Förderbandes 5 liegt. Die Abstände der einander folgenden Paare von Mitnehmern
12 sind gewählt etwa in der Größe von 40 * des Abstandes zwischen den beiden höhenbeweglichen
Gattern 6, 10.
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Zum Antreiben der höhenbeweglichen Gatter 6, 10 sind beispielsweise
Elektromagnete 40, 41 vorgesehen, die über Hebel 42 an den Gattern 6, 10 zugeordneten
Schwenkachsen 43 wirken, derart, daß mittels der Gatter 6, 10 auf dem Förderband
5 liegende Gegenstände 44 bedarfsweise abbremsbar sind. Den Gattern 6, 10 jeweils
unmittelbar vorgeordnet sind je eine als Taster wirkende Lichtschranke L 1 bzw.
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L 2 vorgesehen.
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Längs des Hubweges der Tragplatten sind weitere als Lichtschranken
L 3, L 4, L 5 ausgebildete Taster vorgesehen, derart, daß sie sich jeweils dicht
oberhalb der Tragplatten 8, 9 befinden, wenn der Speicher 7 mittels einem der Treiber
23 in eine Haltestellung gebracht wurde. Jeweils ein Paar der Tragplatten 8, 9 befindet
sih dann dicht unterhalb der Förderebene des Förderbandes 5. Dadurch können auf
die Tragplatten 8, 9 gelegte bzw. dort befindliche Gegenstände auf das Förderband
5 abgesenkt und mittels des letzteren gegen das Gatter 10 und zu den Mitnehmern
12 an den Ketten 13 gefördert werden. Mit den Ketten 13 verkoppelt sind zwei Nockenscheiben
45, 46, die zwei Schalter 47, 48 derart abwechselnd betätigen, daß letztere äe einem
Takt der Mitnehmer äe einen Impuls abgeben, wobei diese Impulse aus den Schaltern
47, 48 einander im Abstand eines halben Taktes folgen.
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Die bereits genannte, dem Förderband 5 vorgeordnete Maschine 4 kann
beispielsweise die Eigenart aufweisen, daß deren Takte bei der Übergabe von Gegenständen
44 unregelmäßig sind, beispielsweise durch das zufällige Entstehen und Auswerfen
von Ausschuß oder durch unregelmäßig lange Zeitspannen bis ein Gegenstand 44 hergestellt
oder eine Gruppe von als Einheit anzusehenden Gegenständen zusammengesammelt oder
abgemessen ist. Bei mittlerer Drehzahl des Motors 35 bzw. Getriebes wird die Ubersetzung
zu den Ketten 13 derart festgelegt1 daß die Taktfolge der Paare von Mitnehmern 12
im
wesentlichen übereinstimmt mit der durchschnittlichen Taktzahl der vorgeordneten
Maschine 4 bzw. deren Auslauf 3.
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Dem zugeordnet wird die Geschwindigkeit des Förderbandes 5 derart
gewählt, daß ein Gegenstand 44 die Strecke vom ersten zum zweiten Gatter 6 bzw.
10 in etwas weniger als der Hälfte der durchschnittlichen Taktfolge der vorgeordneten
Maschine 4 zurücklegen kann.
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Die Umlaufgeschwindigkeit der Treiber 23 ist derart gewählt, daß diese
einen Bogen von ca. 120 Grad durcheilen können innerhalb ca. 40 % der durchschnittlichen
Taktzeit der vorgeordneten Maschine 4.
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Die Lichtschranken L 3, L 4, L 5 entlang dem Speicher 7, die Lichtschranken
L 1, L 2 bei den Gattern 6, 10 und die Nocken 29, 30, mit den Schaltern 32, 33,
34 bilden zusammen mit den Schaltkreisen gemäß den Fig. 3 bis 12 die Steuerung für
die Vorrichtung 2.
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Vor Inbetriebsetzung der Vorrichtung 2 und der zugeordneten Maschinen
4, 38 wird der Speicher 7 von unten nach oben mit Gegenständen 44 gefüllt bis mindestens
zur Lichtschranke L 4.
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Die Lichtschranke L 4 ist über einen nicht gezeichneten handelsüblichen
Verstärker mit einem Kontakt L 4a (siehe Fig. 3) verbunden, der dann schließt, wenn
die Lichtschranke L 4 von einem Gegenstand 44 durchbrochen wird. Der Schalter 32
weist
Schließkontakte b3a auf, die dann geschlossen sind, wenn
sich die Treiber 23 außerhalb des Malteserkreuzes 24 befinden und dadurch der Speicher
7 stillsteht. Das Schliessen der Kontakte L4a und b3a bewirkt im Stromkreis SA das
Einschalten eines Relais d3, das einen nicht dargestellten Kontakt schließt. Dieser
Kontakt ist beispielsweise einem nicht dargestellten Druckknopfkontakt vorgeordnet,
der über an sich bekannte, nicht dargestellte Motorschutzschalter zum Einschalten
der Motore 16, 35 und der Maschine 4 dient.
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Durch Druck auf den genannten Knopf läuft die Vorrichtung 2 an und
es wird mittels des Motors 35 indirekt beispielsweise zuerst der Schalter 48 betätigt,
der mit schließbaren Kontakten b2a versehen ist. Wegen der in die Vorrichtung 2
eingelegten Gegenstände 44 ist auch die Lichtschranke L 2 durchbrochen, wodurch
ein ihr zugeordneter Schließkontakt L2a geschlossen und ein zugeordneter Öffenkontakt
L2b geöffnet ist. Die Kontakte b2a und L2a schließen einen Strompfad SB (in Fig.
12) zu einem Relais d7, das dadurch einen Selbsthaltekontakt d7s schließt. Das Relais
d7 betätigt einen zusätzlichen, nicht dargestellten Kontakt, an den der Magnet 41
angeschlossen ist. Dadurch öffnet der Magnet 41 das Gatter 10 und der Gegenstand
44 wird vom Förderband 5 in RichCSier nachgeordneten Maschine 38 beschleunigt. Dies
hat zur Folge, daß der Gegenstand 44 die Lichtschranke L2 verläßt und der Kontakt
L2a geöffnet wird und seinerseits die Selbsthaltung des Relais d7 beendet. Dadurch
kehrt das Gatter 10 in seine Wirkstellung zurück.
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Nach Ablauf der Zeitspanne eines halber Taktes der nachgeordneten
Maschine 38 seit Betätigung des Schalters 48 wird der Schalter 47 von dem Nocken
45 betätigt. Der Schalter 47 weist Kontakte bla auf, die dadurch geschlossen, und
weitere Kontakte blb auf, die dadurch geöffnet werden.
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Wenn zum Zeitpunkt der Betätigung des Schalters 47 vor dem Gatter
6 ein Gegenstand 44 ruht, so wird wegen des dadurch verursachten Durchbrechens der
Lichtschranke L7 ein Kontakt L1a geschlossen und wegen des zusätzlich geschlossenen
Kontakts bla im Strompfad SC ein Relais d6 eingeschaltet, das sich über einen Selbsthaltekontakt
d6s eingeschaltet hält.
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Über einen weiteren nicht dargestellten Kontakt wird, wie bereits
für das Gatter 10 beschrieben, der Magnet 40 eingeschaltet zum Anheben des Gatters
6. Wenn der Gegenstand 44 aus dem Bereich der Lichtschranke L1 herausbewegt wird,
so gibt diese den Kontakt L1a frei und das Gatter 6 kehrt in seine Schließstellung
zurück. Der Gegenstand 44 gelangt vor das zweite, bereits beschriebene Gatter 10.
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Die Betätigung des Gatters 6 kann aber auch eine halben Takt später
durch Schließen des Kontakts b2a ausgelöst werden, wenn der Gegenstand 44 erst nach
dem Öffnen des Kontakts bla die Lichtschranke L1 durchbricht. Das Öffnen des Gatters
6 mittels des Kontakts bla bewirkt, daß der Gegenstand bereits einen halben Takt
später vom Gatter 10 freigegeben
wird zur Weitergabe an die nachgeordnete
Maschine 38. Erfolgt das Öffnen des Gatters 6 erst durch den Kontaktb2a, so kann
der Gegenstand erst beim nächstfolgenden Schließen von b2a von dem Gatter 10 freigelassen
werden.
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Durch diese beiden Möglichkeiten wird erreicht, daß sich bei nicht
allzu großen Unregelmäßigkeiten in der Zulieferfolge der Gegenstände 44 höchstens
ein Gegenstand 44 vor dem Gatter 10 angestaut wird, was jedenfalls dann nicht möglich
ist, wenn die Zulieferfolge nicht höher liegt, als die eingestellte Taktfolge der
nachgeordneten Maschine 38.
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Liegt die Taktfolge der nachgeordneten Maschine 38 höher als die der
ersten Maschine 4, so würde, wenn nur die Gatter 6 und 10 vorgesehen wären, jeweils
nach einiger Zeit die zweite Maschine 38 einen Takt ausführen ohne daß hierfür ein
Gegenstand 44 zugeliefert worden wäre. Diesen Fall gilt es, wie bereits in der Einleitung
erwähnt, zu vermeiden. Zu diesem Zweck sind den Lichtschranken L 1 und L 2 einige
weitere Kontakte L1b und L2b zugeordnet, die beim Fehlen von Gegenständen 44 geschlossen
sind und dadurch einen Strompfad SD (Fig. 6) so weit durchschalten, daß beim kurzzeitigen
Schließen eines Kontakts bla im Takt der nachgeordneten Maschine 38 ein Relais d2
anzieht, das seinerseits einen Selbsthaltekontakt d2s schließt und über einen zusätzlichen,
nicht dargestellten Kontakt das Einschalten des auf die Treiber 23 wirkenden Motors
18 zum Absenken des Speichers 7 bewirkt.
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Dem Strompfad SD für das Absenken des Speichers 7 ist ein Hilfsstrompfad
SE (Fig. 7) zugeordnet, mit einem Relais d21 und einem diesem zugeordneten Selbsthaltekontakt
d21s.
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Dem Selbsthaltekontakt d21s parallel gelegt ist ein Kontakt b3a, der
mittels der Nocken 29 nur dann geschlossen ist, wenn die Treiber 23 sich nicht mit
dem Malteserkreuz 24 in Eingriff befinden. Demgemäß zieht bei stillstehendem Speicher
7 das Relais d21 an und schließt einen dem Selbsthaltekontakt d2s nachgeordneten
Kontakt d21, wodurch die Selbsthaltung des Relais d2 vervollständigt wird. Nach
dem Durchlaufen einer der Treiber 23 durch das Malteserkreuz 24 wird von einem der
Nocken 31 ein Kontakt b5b geöffnet.
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Wegen einer parallel zum Relais d21 geschalteten Diode D 1 und einem
mit dieser Diode D 1 in Reihe geschalteten Einstellwiderstand R 1 hält sich das
Relais d21 noch kurzzeitig und fällt schließlich noch während der Öffnungszeit des
Kontakts b5b ab. Gleichzeitig mit dem Öffnen des Kontakts b5b erfolgt das Schließen
eines Kontakts b5a, der zu dem Kontakt d21 im Strompfad des Relais d2 parallel geschaltet
ist, so daß das Relais d2 noch für eine zusätzliche, sehr kurze Zeitdauer den Motor
18 eingeschaltet hält und dadurch einer der Nocken 29 den Kontakt b3a im Schalter
32 betätigen kann. Beim Austreten einer der Treiber 23 aus dem Malteserkreuz 24,
das kurz vor dem Ausschalten des Motors 18 vor sich geht, wird bereits der Speicher
7 angehalten.
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Durch das in der beschriebenen Weise ablaufende Absenken des Speichers
7 um den Abstand zweier Paare von Tragplatten
8, 9 wird ein Gegenstand
44 in die Lichtschranken L2 bewegt und es kann daraufhin in bereits beschriebener
Weise der Gegenstand 44 an die nachgeordnete Maschine 38 übergeben wrden, so daß
diese keinen Lee-rtakt auszuführen braucht.
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Wenn sich der vorbeschriebene Vorgang der Entnahme von Gegenständen
44 wiederholt, zeigt schließlich die Lichtschranke L 4 keinen Gegenstand 44 mehr
an und ein Kontakt L4b ist bei stillstehendem Speicher 7 geschlossen, so daß durch
einen von einem weiteren Kontakt b2a gegebener Impuls über einen der Nockenscheibe
45 zugeordneten, geschlossenen Kontakt blb ein Relais d5 zur Wirkung bringt.
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Das Relais d5 betätigt einen Selbsthaltekontakt d5s und bewirkt über
einen weiteren nicht dargestellten Kontakt, daß die Maschine 38 verlangsamt wird.
Dies kann beispielsweise in der Weise vor sich gehen, daß ein Servomotor 49 beispielsweise
ein stufenlos verstellbares Übersetzungsgetriebe 50 verstellt, das in an sich bekannter
Art dem Motor 35 nachgeordnet ist, und dieserart die Taktzahl der nachgeordneten
Maschine 38 vermindert, bis schließlich einen halben Takt später durch Öffnen des
Kontakts blb die Verstellung beendet wird.
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Für den Fall, daß trotz ein- oder mehrmaliger Verringerung der Taktzahl
der zweiten Maschine 38 der Speicher 7 immer weiter entleert wird, beispielsweise
deshalb, weil an der ersten Maschine 4 eine anhaltende Betriebsstörung aufgetreten
ist, so wird in nicht dargestellter, weil zum allgemeinen Stand der Technik gehörenden
Weise, die nachgeordnete Maschine 38 st-illgesetzt und bei der vorgeordneten Maschine
4 eine unvorbereitete oder zufällige Inbetriebsetzung unterbunden.
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Liegt bei Inbetriebnahme der Fall vor, daß die Taktzahl der nachgeordneten
Maschine 38 zu niedrig eingestellt ist um die Anlieferungen aus dr vorgeordneten
Maschine 4 aufnehmen zu können, so daß irgendwann bei einem Taktzeitpunkt, an dem
die Kontakte bla geschlossen werden, vor beiden Gattern 6 und 10 Gegenstände 44
liegen, die die Lichtschranken L 1 und L 2 durchbrechen und ihnen zugeordnete Kontakte
L1a undI2a schließen, so wird in einem Strompfad SG (Fig. 4) bei einem Impuls über
bla ein Relais dl zum Ansprechen gebracht. Das Relais dl schaltet dadurch über einen
nicht dargestellten Kontakt den Motor 18 zum Antreiben der Treiber 23 zwecks Heben
des Speichers 7 ein.
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Den Kontakten bla, L1a, L2b sind in einem Parallelzweig ein Selbsthaltekontakt
dl und diesen nachgeordnet ein Kontakt dil vorgesehen. Parallel zum Kontakt dli
ist ein sich öfSender Kontakt b4a vorgesehen, der von den Nocken 30 schließbar ist.
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Die Nocken 30 sind drart angeordnet, daß in analoger Weise
zu einem bereits beschriebenen Absenkschritt ein weiterer Kontakt b4b gegen Ende
einer für einen Hub schritt nötigen Drehung der Treiber 23 geöffnet wird und gleichzeitig
der bereits genannte Kontakt 4ba geschlossen wird. Der Kontakt 4ba befindet sich
im Strompfad SH (Fig. 5) zu einem Hilfsrelais dli. Dem Kontakt b4b ist ein bereits
beschriebener Kontakt b3a vorgeordnet, der bei stillstehendem Speicher 7 geschlossen
ist. Dadurch ist bei stillstehendem Speicher 7 das Hilfsrelais dli angezogen und
ein ihm zugeordneter Selbsthaltekontakt dli 5 sowie ein Kontakt dli vor dem Relais
dl (Fig. 4) sind geschlossen. Das Relais dl spricht nach dem Schließen der Kontakte
bla, Lla, L2a an und hält sich zunächst selbst. Parallel zum Hilfsrelais d11 sind
ebenfalls wieder in Reihe eine Diode D2 und ein Einstellwiderstand R2 vorgesehen,
so daß, wie bereits für das Hilfsrelais d21 beschrieben, das Relais dii verzögert,
aber innerhalb der Zeitspanne, in der der Kontakt b4b geöffnet ist, abfällt.
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Hierdurch wird auch der Kontakt dli im Anschluß an den Selbsthaltekontakt
dl des Relais dl geöffnet und das Relais dl kann abfallen, sobald der nur kurzzeitig
mittels eines der Nocken 30 schließbare Kontakt b4a öffnet. Das Abfallen des Relais
dl bewirkt so das Abschalten des Motors 18, nachdem dieser den Speicher 7 um einen
Hubschritt gehoben hat.
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Durch das Heben des Speichers 7 wird vermieden, daß sich zwei Gegenstände
44 vor dem zweiten Gatter 10 anstauen.
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Wiederholt sich das Heben des Speichrs 7 mehrmals wegen wiederholter
Aufnahme von Gegenständen 44, so wird schließlich die Lichtschranke L 5 durchbrochen.
Dadurch wird jeweils zu den Zeitpunkten, an denen ein Kontakt b2 in einem Strompfad
SI kurzzeitig geschlossen wird, über einen von der Lichtschranke L5 gescflossenen
Kontakt L5a ein Relais d4 zum Anziehen gebracht. Dieses Relais d4 wirkt über einen
nicht dargestellten Katakt auf den bereits erwähnten Servomotor 49 ein, so daß dieser
eine Verstellung vornimmt entgegen dem früher beschriebenen Sinn. Das Relais d4
hält sich über einen Selbsthaltekontakt d4S, bis schließlich ein Kontakt blb diese
Selbsthaltung unterbricht.
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Die vorbeschriebene Verstellung wird sich, falls sie nicht ausreichend
groß war, wiederholen, so daß schließlich der Speicher 7 wegen der höher gewordenen
Taktzahl der nachgeordneten Maschine 38 sich zu leeren beginnt. Ist die Entleerung
weit genug fortgeschritten, so wird in der bereits beschriebenen Weise die Taktzahl
der nachgeordneten Maschine 38 verringert, so daß sich das eingangs beschriebene
Füllen des Speichers 7 durch gelegentlichen Überschuß von Gegenständen 44 wiederholt.
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Bei geeigneter Auswahl der Relais dii, d12 und der Dioden D 1, D2kann
gegebenenfalls auf den Einbau der Einstellwiderstände R 1, R 2 verzichtet werden.
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Oberhalb der Lichtschranke L 5 ist eine Lichtschranke L 6 vorgesehen,
die bei vollständig gefülltem und still stehendem Speicher 7 über ihren Kontakt
L 6a und einen weiteren Kontakt b2a einen Strompfad SK zu einem Relais d8 schließt.
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Das Relais d8 wird mittels eines Kontakts d8s zur Selbsthaltung gebracht
und dient über weitere, nicht dargestellte Kontakte zum wenigstens vorübergehenden
Abschalten der ersten Maschine 4.
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Abschließend wird noch bemerkt, daß an Stelle der elektrischen Schaltmittel
auch bekannte pneumatisch wirkende Schaltmittel verwendbar sind.
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Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß anstelle eines Speichers 7
mit senkrecht beweglichen Tragplatten 8, 9 ein Speicher mit waagerecht und quer
zur vorzugsweise waagerecht ausgerichteten Hauptförderstrecke bewegbaren Speichermitteln
vorgesehen sein kann. Es ist aber auch möglich, die Hauptförderstrecke geneigt oder
gar senkrecht auszurichten und als Rutsche oder Schacht auszubilden.
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