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Stand der Technik
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Die Erfindung geht aus von einem Verfahren und einer Vorrichtung nach
der Gattung des Hauptanspruches.
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Zur Erhöhung des Fahrkomforts bei Kraftfahrzeugen mit automatischem
Stufengetriebe und zur Verminderung des Kupplungsverschleißes im Getriebe ist es
bekannt, durch geeignete Vorrichtungen den Ruck zu regeln, der auftritt, wenn das
automatische Getriebe von einem Gang in einen anderen schaltet.
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Gibt man eine maximal zulässige Ruckamplitude vor und führt die Regelung
nach einem Soll-Istvergleich durch, ist es erforderlich, den am Kraftfahrzeug jeweils
angreifenden Ruck möglichst genau zu erfassen. Die bisher vorgeschlagenen Verfahren
und Vorrichtungen zur Erfassung des Schaltrucks lösen dieses Problem nur unvollkommen.
Es ist vorgeschlagen worden, den Schaltruck als Beschleunigungsänderung des rollenden
Fahrzeugs zu ermitteln, damit wird jedoch nicht der Ruck erfaßt, der beim stehenden
Fahrzeug dann auftritt, wenn vom neutralen Bereich in einen Fahrbereit geschaltet
wird. Zudem sind die bei diesem Verfahren als Geber einzus-czenden Beschleunigungsaufnehmer
mechanisch anfällig und für einen Betrieb im Kraftfahrzeug nur begrenzt geeignet.
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Vorteile der Erfindung Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens haben demgegenüber den Vorteil, daß mit Hilfe bekannter
Drehzahlgeber am Ein- und Ausgang des hydraulischen Drehmomentwandlers sowie am
Getriebeausgang der jeweils am Fahrzeug angreifende Ruck exakt auch beim stehenden
oder langsam fahrenden Fahrzeug erfaßt werden kann. Da die Wandlereingangsdrehzahl,
die gleich der Motordrehzahl ist, in der Regel für andere Zwecke ohnehin erfaßt
wird oder aus der Zündanlage leicht abgeleitet werden kann
und die
Getriebeausgangsdrehzahl entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit ebenfalls ohnehin
zur Verfügung steht, ist in der Regel lediglich ein zusätzlicher Drehzahlgeber am
Ausgang des hydraulischen Drehmomentwandlers erforderlich.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen des im Hauptanspruch angegebenen Verfahrens möglich.
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So wird in einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zunächst das Wandlereingangsmoment entweder aus einem in einem Kennlinienspeicher
abgespeicherten Kennlinienfeld oder vermittels einer elektronischen Rechenschaltung
ermittelt und alsdann das Wandlerausgangsmoment für den Fall hohen und niedrigen
Hondlerschlupfes bestimmt.
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Die Verwendung einer elektroniscilen Rechensoraltung bietet dabei
den Vorteil, wandlerspezlfische Konstanten beliebig vorgeben zu können, so daß dieselbe
Vorrichtung für mehrere Getriebetypen Verwendung finden kann.
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Bei der tJnrechnung des ,l-etriebeeingangsconentes in das Getriebeausgangsmoment
t ist durch diq Art der Umrechnung bzw die Auslegung der entsprechenden RechFnschalt.lng
sichergestellt, daß die Fälle: nur eine schleifende Kupplung - eine schleifende,
eine haftende Kupplung - zwei schleifende Kupplungen durch Ermittlung der Kupplung
mit der höchsten Schleifgeschwindigkeit unterschieden werden. Damit wird das am
Getriebeausgang auftretende Drehmoment sowohl beim rollenden wie beim stehenden
Fahrzeug exakt erfaßt und kann durch einfaches Differenzieren in den Fahrzeugruck
umgerechnet werden.
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Zeichnung Einige Blockschaltbilder von Ausführungsformen von Vorrichtungen
zur Durchführung des erfindunfflsgemäßen Verfahrens sowie einige Kennlinien sind
in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 das Prinzipbild eines Kraftfahrzeugantriebes mit
hydraulischem Drehmomentwandler, automatischem Stufengetriebe und einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Ermittlung des Schaltrucks; Fig. 2 drei Kennlinien des in Fig. 1
dargestellten hydraulischen Drehmomentwandlers; Fig. 3 einen ersten Stromlaufplan
einer Rechenstufe zur Verwendung in einer Vorrichtung nach Fig. 1; Fig. 4 einen
zweiten Stromlaufplan einer Rechenstufe zur Verwendung in einer Vorrichtung nach
Fig. 1.
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Beschreibung der Erfindung Fig. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung eines
Kraftfahrzeugantriebes mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ermittelung des
Schaltrucks. Eine Antriebsmaschine 10 ist über eine Eingangselle 1 eines hydraulischen
Drehmomentwandlers 12 sowie über dessen Ausgangswelle 13 mit einem automatischen
Stufengetriebe 14 verbunden. Das automatische Stufengetriebe 14 weist zwei Getriebeübersetzungsstufen
1!l1, 1112 auf, denen Übersetzungsverhältnisse ü Üy zugeordnet sind. Zu den Getr;ebeübersetzungsstulen
141, 142 gehören Kupplungen Zxß Ky. Aa Ausgang des automatischen Stufengetriebes
14 ist eine Abtriebswelle 15 zu erkennen, die auf einen aus einem Differential 16
und Räder-n17 bestehenden Abtrieb führt. Zur Erfassung von bei diesem Antriebssystem
auftretenden Drehzahlen ist ein Getriebeausgangsdrehzahl-Geber 19, ein Wandlereingangsdrehzahl-Geber
20 sowie ein Wandlerausgangsdrehzahl-Geber 21 vorgesehen, deren Ausgänge auf eine
Rechenstufe 22 geführt sind, die weiterhin mit einem ersten Kennlinienspeicher 23
verbunden ist. Es ist weiterhin eine elektronische Getriebesteuereinheit 24 vorgesehen,
die mit der Rechenstufe 22 sowie den Kupplungen Kxs Ky in Wirkungsverbindung steht.
Schließlizh weist die Antriebsmaschine 10 einen Temperaturfühler 25 auf, der ebenfalls
an die Rechenstufe 22 angeschlossen ist. Die
Eingangswelle 11 überträgt
ein Drehmoment M1 bei einer Drehzahl n1 von der Antriebsmaschine 10 auf den hydraulischen
Drehmomentwandler 12. Die Ausgangswelle 13 überträgt ihrerseits ein Drehmoment M2
bei einer Drehzahl n2 vom Ausgang des hydraulischen Drehmomentwandlers 12 auf den
Eingang des automatischen Stufengetriebes 14, wo sich das Drehmoment M2 in die Drehmomente
Mix, My verzweigt, mit denen die Kupplungen Kx bzw. Ky beaufschlagt werden, die
ihrerseits von der Getriebesteuereinheit 24 mit den Steuerströmen ix, iy y betrieben
werden. Am Ausgang des automatischen Stufengetriebes 111 liegt an der Abtriebswelle
15 schließlich ein Abtriebsdrehmoment M3 mit einer Drehzahl n3 vor.
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Die Wirkungsweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist wie
folgt: Die Rechenstufe 22 gerechnet zunächst aus den Drehzahlen n15 n2 das Wandlereingangsmoment
s1 Diese Berechnung kann entweder vermittels einer im ersten Kennlinienspeicher
23 abgespeicherten Kennlinienschar entsprechend Fig. 2a oder, wie weiter unten erläutert
wird, mit Hilfe einer elektronisehen Rechenschaltung erfolgen.
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Alsdann wird in der Renhenstufe 22 das Fingangsmoment Ml des hydraulischen
Drehmomentwandleps 12 in das Ausgangsmoment M2 umgerechnet. Auch dieser Dcr,.ritt
kann wieder entweder mit Hilfe einer im ersten Kennlinienspeicher 23 abgespeicherten
Kennlinie entsprechend Fig. 2b oder, wie weiter unten gezeigt wird, mit Hilfe einer
elektronischen Rechenschaltung erfolgen. Wird die Drehmomentenumrechnung am hydraulischen
Drehmomentwandler 12 vermittels einer elektronischen Rechenschaltung vorgenommen,
enthält der erste Kennlinienspeicher 23 lediglich die in Fig. 2c dargestellte Hilfsfunktion,
deren Bedeutung weiter unten erläutert wird.
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Bei der Umrechnung des Ausgangsmomentes M2 des hydraulischen Drehmomentwandlers
12 in das Abtriebsmoment M3 wird von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß das von
einer schleifenden
Kupplung übertragene Drehmoment aus dem Erregerstrom
bestimmt werden kann, während das von einer haft enden Kupplung übertragene Drehmomt
beim vorliegenden Verfahren nicht bestimmt wird, sondern aus dem von der schleifenden
Kupplung übertragenen Moment, dem Eingangsmoment des automatischen Getriebes und
den übersetzungsverhältnissen der Getriebeübersetzungsstufen berechnet wird. Weiterhin
wird angenommen, daß gegen Ende des Kupplungsvorganges, wenn der Reibbeiwert nicht
mehr konstant ist und damit das übertragene Drehmoment nicht mehr aus dem Erregerstrom
bestimmt werden kann, die betreffende Kupplung das zu übertragene Eingangsdrehmoment
M2 des automatischen Stufengetriebes 14 bereits voll überträgt und damit das Abtriebsmoment
M3 durch einfaches Multiplizieren mit dem zugehörigen Übersetzungsverhältnis ü erhalten
werden kann.
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Zur Au.'ührung all dieser Berechnungen sind zunächst einige Fallunterscheidungen
erforderlich. Beim Anfahren sowei beim Umschalten vom neutralen in einen Fahrbereich
wird üblicherweise nur eine Kupplung eingelegt, während die andere Kupplung nicht
in Betrieb ist. Anderersnits kann das Getriebe so auselegt sein daß be. Umschalten
vn einem in einen anderen Gang entweder eine haftende und eine schleifende Kupplung
oder aber zwei schleifende Kupplungen auftreten.
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Bei einer schleifenden und einer abgeschalteten Kupplung kann das
Drehmoment auf einfache Weise mit dem jeweiligen Übersetzungsverhältnis auf den
Ausgang des Getriebes umgerechnet werden. Bei einer schleifenden und einer haft
enden Kupplung wird, wie weiter unten im einzelnen ausgeführt, die Drehmomentenumrechnung
mit einem Gleichungssystem unter-Zuhilfenahme der übrigen bekannten Parameter durchgeführt.
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Bei zwei schleifenden Kupplungen wird die Kupplung mit der höheren
Schleif'geschwindigkeit bestirmt und das von ihr übertragene Moment unter der Annahme,
daß der Reibbeiwert bei der hohen Schleifgeschwindigkeit konstant ist, aus dem Steuerstrom
i ermittelt.
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Aus dem auf diese Weise ermittelten Abtriebsdrehmoment M3 wird in
der Rechenstufe 22 durch einmaliges zeitliches Differenzieren der Ruck-Istwert des
Fahrzeuges gebildet und der elektronischen Getriebesteuereinheit 24 zur Ausführung
einer an sich bekannten Ruckregelung zugeführt.
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Fig. 3 zeigt einen Stromlaufplan des Teiles der in Fig.1 dargestellten
Rechenstufe 22, mit dem das Ausgangsdrehmoment M2des hydraulischen Drehmomentwandlers
12 ermittelt wird.
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Der Wandlerausgangsdrehzahl-Geber 21 ist über einen Umschalter 30,
der von einer Schwellwertstufe 31 betätigbar ist, deren Eingang ebenfalls an den
Wandlerausgangsdrehzahl-Geber 21 angeschlossen ist, mit zwei Eingängen einer Multiplizierstufe
32 in der Weise verbunden, daß der Umschalter 30 die Eingänge der Multiplizierstufe
32 entweder mit dem AUF-gar.g des Wandlerausgangsdrehzahl-Gebers 21 oder 'lasse
ver'Jindet.
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Von den Eingängen der Multiplizierstufe 32 führt eine Leitung zum
Dividendeneingang einer Dividierstufe 33 deren Ausgang über einen zweiten Kennlinienspeicher
34 mit einem Eingang einer Multiplizierstufe 35 verbunden ist, die wiederum an den
negativen Eingang einer Differenzstufe 36 ar.geschlossen ist. Der Wandlereingangsdrehzahl-Geber
20 ist mit dem Divìsnreingang der Dividierstufe 33 sowie mit zwei Eingängen einer
Multiplizierstufe 37 verbunden, deren Ausgang an den positiven Eingang der Differenzstufe
36 angeschlossen ist. Der Ausgang der Differenzstufe 36 liegt an einem Eingang einer
Multiplizierstufe 38, deren anderer Eingang auf eine Klemme 39 geführt ist und deren
Ausgang über einen Umschalter 40 mit einer ersten Ausgangsklemme 41 verbindbar ist.
Der Umschalter 40 wird von einem Komparator 42 betätigt, dessen positiver Eingang
mit dem Ausgang der Dividierstufe 33 und dessen negativer Eingang mit einer Klemme
43 verbunden ist. Der Ausgang der Dividierstufe 33 ist ferner auf einen Eingang
einer Multiplizierstufe 44 geführt, deren zweiter Eingang mit einer Klemme 45 verbunden
und deren Ausgang auf den negativen Eingang einer Differenzstufe 116 geführt ist,
deren positiver Eingang an einer Klemme 47 liegt. Der Ausgang der Differenzstufe
46
ist an einen Eingang einer Multiplizierstufe 48 angeschlossen,
deren zweiter Eingang mit einer Klemme 49 in Verbindung steht und deren Ausgang
einen Eingang einer Multiplizierstufe 50 ansteuert, deren zweiter Eingang mit dem
Ausgang der Multiplizierstufe 38 in Wirkungsverbindung steht. Der Ausgang der Multiplizierstufe
50 ist schließlich mit dem zweiten Kontakt des Umschalters 40 verbunden.
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Zur Berechnung des Ausgangsdrehmomentes M2 des hydraulischen Drehmomentwandlers
12 wird zunächst aus der Ein- und Ausgangsdrehzahl n1, n2 das Eingangsdrehmoment
M1 nach der Beziehung M1 = C1(n12 -#n2 2 gebildet. Hierzu werden die Drehzahlen
n1, n2 zunächst in den Multiplizierstufen 32, 37 quadriert. Das Quadrat orr Ausgangsdrehzahl
n2 muß mit der wandlerspezifischen Hilfsfunktion t = f (n2/n1) multipliziert werden,
die im zweiten Kennlinienspeicher 34 abgespeicnert ist. Der zweite Kennlinienspeicher
34 ist dabei zweckmäFigerweise als ROv1 ausgeführt, so daß durch Austausch dieses
vausteineo die lrl Flg. 3 dargesl'llte Rechenstufe für vesshiedent Wandlertypen
verwendet werden kann.
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Die Dividierstufe 33 bildet den Quotienten aus Aus- und Eingangsdrehzahl
und dient damit zur Ansteuerung des zweiten Kennlinienspeichers 34. An die Klemme
39 wird ein der Konstanten C1 entsprechendes Potential angelegt, so daß am Ausgang
der Multiplizierstufe 38 ein dem Eingangsmoment M1 entsprechendes, nach oben angeführter
Formel errechnetes Signal anliegt. Die Schwellwertstufe 31, die dem Wandlerausgangsdrehzahl-Geber
21 nachgeschaltet ist, dient dazu, um bei kleinen Wandlerausgangsdrehzahlen n2 diesen
Wert gleich Null zu setzen, indem die Eingänge der Multiplizierstufe 32 auf Masse
gelegt werden. Für einen ersten Drehzahl- bzw. Schlupfbereich Otn2/n1 5 p kann das
Ausgangsdrehmoment M2 des hydraulischen Drehmomentwandlers
12
mit M2 = K1(K2-K3n2;n1) M1 angesetzt werden. Für den Drehzahl- bzw. Schlupfbereich
p Cn2/nl # 1,0 gilt hingegen M2 = M1 Zur Unterscheidung der Drehzahlbereiche wird
der Quotient n2/n1 am Ausgang der Dividierstufe 33 einem Komparator 42 zugeführt
und mit dem Wert p, der an die Klemme 43 angelegt ist verglhen. Der Ausgang des
Komparators 42 steuert dann de.. Umschalter 40 und verbindet die Ausgangsklemme
41 entweder mit dem Ausgang der Multiplizierstufe 38, entsprechend M2 = M1 oder
mit dem Ausgang der Multiplizierstufe 50. Die Reihenschaltung der Rechenbausteine
44, 46, 48 und 50 realisiert die Beziehung für das Ausgangsmoment M2 im unteren
Bereich des Drehzahlqutienten, wobei an die Klemme 45 die Konstante K3, an die Kler.n,e
47 die Konstante K2 und an die Klemme 49 die Konstante K1 angelegt wird. An der
ersten Ausgangsklemme 41 erscheint demnach in Abhängigkeit vom Drehzahlbereich das
entsprechend zugehörige Signal für das Ausgangsmoment M2 des hydraulischen Drehmomentwandlers
12.
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Fig. 4 zeigt den zur Umrechnung des Ausgangsmomentes M2 in das Abtriebsmoment
M3 dienenden Teil der Rechenstufe 22.
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Als Eingangsgrößen werden vom Ausgang des Wandlerausgangsdrehzahl-Gebers
21 die Drehzahl n2, vom Ausgang des Getriebeausgangsdrehzahl-Gebers 19 die Drehzahl
n3, von einer Klemme 60 der Steuerstrom ix der Kupplung Kx, von einer Klemme 61
der Steuerstrom i der Kupplung Ky , von einer Klemme 62 das y Übersetzungsverhältnis
x der Getriebeübersetzungsstufe 141, von einer Klemme 63 das übersetzungsverhältnis
üy der Getriebeübersetzungsstufe
142 und schließlichvon der ersten
Ausgangsklemme 41 das Ausgangsdrehmoment M2 des hydraulischen Drehmomentwandlers
12 verwendet. Von den Steuerströmen ix, iy werden ein dritter Kennlinienspeicher
64 und ein vierter Kennlinienspeicher 65 sowie Umschalter 66 bzw. 67 angesteuert.
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Die Umschalter 66, 67 liegen in den Verbindungsleitungen zwischen
der Klemme 62 und einer Differenzstufe 68 bzw. zwischen der Klemme 63 und einer
Differenzstufe 69 in der Weise, daß bei nicht vorhandenem Steuerstrom ix bzw. i
der entsprecheny de positive Eingang der Differenzstufe 68 bzw. 69 auf Masse gelegt
wird. Der positive Eingang der-Differenzstufe 68 ist außerdem an den negativen Eingang
der Differenz stufe 69 sowie einen Eingang einer Multiplizierstufe 70 angeschlossen.
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Der positive Eingang der Differenzstufe 69 steht in Tierbindunr, mit
dem negativen Eingang der Differenz stufe 68 sowie einem Eingang einer MultiplizierstuSe
71, wobei die zweite Eingänge der Multiplizierstufen 70, 71 an die Klemme 41 angeschlossen
sind. Der Ausgang der Differenzstufe 69 führt auf einen Eingang einer Multiplizierstufe
72 deren anderer Eingang auf den Ausgang des vierten Kennlinien--speichers 65 geführt
ist. Der Ausgang der Differer.zstufe 68 nst aul einen Eingang inner -ltiplizierstufe
73 gelegt, dele,. anderer Eingang mit dem Ausgang des dritten Kennlinienspeichers
64 verbunden ist. Die Ausgänge der Multiplizierstufen 72, 73 führen auf positive
Eingänge von Addierstufen 74, 75, deren zweite Eingänge von den Multiplizierstufen
70 bzw. 71 angesteuert werden. Die Ausgänge der Addierstufen 74, 75 sind auf zwei
Kontakte eines Umschalters 76 geführt, mit dessen Hilfe sie wechselweise mit dem
Eingang einer Differenzierstufe 77 verbindbar sind, deren Ausgang auf eine zweite
Ausgangsklemme 78 führt. Weiterhin sind Multiplizierstufen 80, 81 vorgesenen, deren
jeweils einer Eingang mit dem Wandlerausgangsdrehzahl-Geber 21 verbunden ist und
deren jeweils anderer Eingang an den Ausgang des Umschalters 66 bzw. 67 gelegt ist.
Die Multiplizierstufen 80, 81 steuern die positiven Eingänge von Differenzstufen
82, 83 deren negative
Eingängen gemeinsam an den Abtriebsausgangsdrehzahl-Geber
19 angeschlossen sind. Die Ausgänge der Differenzstufen 82, 83 sind schließlich
über Betragsstufen 84, 85 mit den Eingängen eines Komparators 86 verbunden, dessen
Ausgang den Umschalter 76 steuert.
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Zur Berechnung des Abtriebsmomentes M3 aus dem Ausgangsmoment M2 des
hydraulischen Drehmomentwandlers 12 kann zunächst aus Fig. 1 die Momentenverzweigung
M2 = Mx + My an der Ausgangswelle 13 ersehen werden. Aus den Teilmomenten Mx, My
und den jeweiligen Überssetzungsverhältnissen üx, üy errechnet sich damit das Abtriebsmoment
M3 M3 =Mx Üx +My üy.
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In den beiden letzten Gleichungen sind das Ausgangsmoment M2 des hydraulischen
Drehmomentwandlers 12 sowie die Übersetzungsverhältnisse Üx ü bekannt, außerden
kann bei y schleifender kupplung eines der Teilmomente Mx oder My aus y dem Steuerstrom
bestimmt werden. Damit sind zwei Gleichlingen mit zwei Unbekannten übrig und das
Abtriebsmoment M3 kann berechnet werden. Nimmt man beispielsweise an, daß die Kupplung
Kx haftet und die Kupplung Ky schleift, ist das Teilmoment Mx unbekannt, das Teilmoment
M kann aus dem Steuery strom iy bestimmt werden. Setzt man die erste Gleichung in
die zweite ein, folgt für das Abtriebsmoment M3 M3 = (M2 My) üx + Ny Uy y = M2 Ux
+ My (üy - üx) y das damit ebenfalls bekannt ist. Entsprechend folgt für schleifende
Kupplung Kx und haftende Kupplung Ky
M3 = M2 üy + Mx (üx ü ) y
so daß auch für diesen Fall das Abtriebsmoment M3 bestimmt werden kann.
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Ist nur eine Kupplung in Betrieb, überträgt diese das Moment M2 auf
die Abtriebsseite. In den angegebenen Formeln für das Abtriebsmoment kann dies dadurch
berücksichtigt werden, daß das Übersetzungsverhältnis der Jeweils nicht eingeschalteten
Getriebeübersetzungsstufe gleich Null gesetzt wird. Betrachten wir wieder den ersten
Fall, nur daß diesmal die Kupplung Kx nicht in Betrieb ist und die Kupplung Ky schleift
und setzt man entprechend das Übersetzungverhältnis üx = ° so erhält man M3 = My
üy bzw. für schleifende Kupplung Kx und abgeschaltete Kupplung K y M =M ü.
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Die in Fig. 4 dargestellbe Rechenschaltung realisiert die oben angeführten
Rechenoperationen. Die Steuerströme ix, i y dienen einerseits zur Betätigung der
Umschalter 66, 67, mit denen die Eingangswerte üx, üy = 0 gesetzt werden können,
y andererseits sind sie auf die Kennlinienspeicher 64, 65, die wiederum zweckmäßigerweise
als ROM ausgeführt werden, geführt.
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Am Ausgang der Addierstufe 74 liegt ein dem Abtriebsinoment M3 entsprechendes
Signal für den Fall an, daß die Kupplung Ky schleift und die Kupplung Kx entweder
eine geringere Schleifgeschwindigkeit als die Kupplung Ky aufweist, haftet oder
nicht in Betrieb ist. Entsprechend liegt am Ausgang der Addierstufe 75 ein dem Abtriebsmoment
M entsprechendes Signal für den Fall an, daß die Kupplung Kx schleift und die Kupplung
Ky entweder eine geringere Schleifgeschwindigkeit als die Kupplung Kx aufweist,
haftet oder nicht in Betrieb ist. Der Ausgang der Addierstufe 74 bzw. der Addierstufe
75 kann mit einem Umschalter 76 auf den Eingang der
Differenzierstufe
77 gelegt werden. Der Umschalter 76 wird vom Komparator 86 betätigt, der einen Vergleich
der Schleifgeschwindigkeiten der beiden Kupplungen Kx, Ky durchführt.
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Hierzu wird in den Differenzstufen 82, 83 die Getriebeausgangsdrehzahl
n3 rtit der mit dem jeweiligen Ubersetzungsverhältnis multiplizierten Getriebeeingangsdrehzahl
n2 verglichen. Die Betr&gsstufen 84, 85 sind vorgesehen, weil für diese Anwendung
nür der Betrag der Drehzahldifferenz an den Kupplungen Kx, Ky 5 nicht jedoch deren
Vorzeichen von Interesse ist.
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Das auf diese Weise gewonnene, dem Abtriebsmoment M3 entsprechende
Signal wird in der Differenzierstufe 77 differenziert, damit kann an der zweiten
Ausgangsklemme 78 ein dem Istwert des Fa:rzeugruckes entsprechendes Signal abgenommen
und beispielsweise für eine an sich bekannte Ruckregelung des Fahrzeuges verwendet
werden.
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Eine Berücksichtigung der Temperatur der Antriebsmaschine bei den
beschriebenen Rechenoperationen ist durch den Anschluß des Temperaturfühlers 25
an die Rechtstufe 22 möglich.