DE2800499C2 - - Google Patents
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- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B15/00—Driving, starting or stopping record carriers of filamentary or web form; Driving both such record carriers and heads; Guiding such record carriers or containers therefor; Control thereof; Control of operating function
- G11B15/18—Driving; Starting; Stopping; Arrangements for control or regulation thereof
- G11B15/1808—Driving of both record carrier and head
Landscapes
- Control Of Electric Motors In General (AREA)
- Television Signal Processing For Recording (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Video-Bandgerät gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Ein derartiges Video-Bandgerät ist aus der DE-OS 23 28 948
bekannt. Es ist so aufgebaut, daß in einer Phasen-Betriebsart
sowohl der Magnetkopf-Antriebsmotor wie auch der Bandantriebsmotor
stehen. Wird das Gerät von der Pausen-Betriebsart
in die Aufzeichnungs/Abspiel-Betriebsart umgeschaltet,
beginnt sich zunächst der Magnetkopf-Antriebsmotor zu drehen,
während der Bandantriebsmotor noch stillsteht. Erst
wenn ein Detektor meldet, daß der Magnetkopf-Antriebsmotor
eine vorgegebene Drehzahl überschritten hat, wird auch der
Bandantriebsmotor gestartet. Durch das Servo-Schaltungsteil
werden die beiden Motoren dann in ihren Drehzahlen synchronisiert.
Beim genannten Gerät besteht ein Problem dahingehend, daß
bei längerem Stillstand in der Pausen-Betriebsart das Band
am Magnetkopf anklebt. Läuft dann der Magnetkopf beim Umschalten
auf die Aufzeichnungs/Abspiel-Betriebsart an, besteht
die Gefahr, daß das Band reißt. Ist das Band sehr stabil,
besteht die Möglichkeit, daß die Kraft des Magnetkopf-
Antriebsmotors nicht ausreicht, um den Magnetkopf in Drehung
versetzen zu können.
Das genannte Festklebeproblem besteht bei solchen Video-Bandgeräten
nicht, bei denen sich der Magnetkopf dauernd, also
auch während der Pausen-Betriebsart, mit vorbestimmter hoher
Drehzahl dreht. Dies hat hohe Bandabnutzung und hohen Stromverbrauch
zur Folge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Video-Bandgerät
gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs so weiterzubilden,
daß ein Festkleben des Bandes am Magnetkopf in der Pausen-
Betriebsart vermieden ist, aber dennoch nur geringer
Bandverschleiß und geringe Stromaufnahme vorliegen.
Die Erfindung ist durch die Merkmale von Anspruch 1 gegeben.
Das erfindungsgemäße Video-Bandgerät zeichnet sich dadurch
aus, daß es zusätzlich zu den bereits eingangs genannten Bauteilen
ein Pausen-Schaltungsteil aufweist, das in der Pausen-
Betriebsart den Magnetkopf-Antriebsmotor so ansteuert, daß
sich der Magnetkopf nur langsam dreht. Durch das dauernde
langsame Drehen ist ein Festkleben des Bandes vermieden,
aber dennoch ist die Bandabnutzung und die Stromaufnahme gering.
Beim Übergang von der Pausen-Betriebsart mit der langsamen
Drehung des Magnetkopf-Antriebsmotors zur Aufzeichnungs/Abspiel-
Betriebsart mit der schnellen Drehung, entstehen Synchronisierprobleme,
sowohl was das Erreichen der vorgegebenen
Drehzahl für den Magnetkopf angeht, wie auch was das Erreichen
der vorbestimmten Bandgeschwindigkeit angeht. Vorteilhafte
Ausgestaltungen, die diese Synchronisierprobleme
betreffen, sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Figuren näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 das Blockschaltbild eines Servosystems für einen
Magnetkopf-Antriebsmotor, im folgenden auch Trommelmotor
genannt, und einen Bandantriebsmotor in
einem Video-Bandgerät;
Fig. 2 verdeutlicht die Anordnung von Baugruppen zur
Erzeugung von als Eingabe-Signale für das
Servosystem der Fig. 1 dienenden Signalen;
Fig. 3 und 4 die Blockschaltbilder einzelner Baugruppen
in dem Servosystem nach Fig. 1;
Fig. 5 bis 8 zeitkorrelierte Signalverläufe zur Erläuterung
der Betriebsweise der Baugruppen nach
den Fig. 3 und 4 und
Fig. 9 die zeitkorrelierte Darstellung von Signalverläufen
zur Erläuterung der Schaltung nach
Fig. 1.
Das in Fig. 1 dargestellte Motorservosystem für den
Trommelmotor 10 und den Bandantriebsmotor 12 eines batteriebetriebenen
tragbaren VTRs umfaßt eine dem Trommelmotor 10
zugeordnete Servoschaltung 14 und eine zur Überwachung des
Bandantriebsmotors 12 bestimmte Servoschaltung 16. Der
Trommelmotor 10 treibt eine drehbare Trommel 11 R einer Trommelanordnung
11 an, die aus zwei Trommelteilen, nämlich der
drehbaren Trommel 11 R und der feststehenden Trommel 11 F zusammengesetzt
ist. Auf der drehbaren Trommel 11 R sind zwei
für Videosignale geeignete elektromagnetische Wandler H 1 und H 2 -
im folgenden Magnetköpfe - befestigt, die - wie die Fig. 2
erkennen läßt - gegeneinander um 180° versetzt sind. Außerdem
umfaßt diese Trommel 11 R neun Polstücke M 0 bis M 8
(vgl. Fig. 2). Die Polstücke M 1 bis M 8 weisen von der Trommelachse
alle den gleichen Radialabstand auf; ihr gegenseitiger
gleichbleibender Winkelabstand gegeneinander beträgt
45°. Das Polstück M 0 liegt auf einem Kreis mit geringerem
Radialabstand von der Trommelachse. Auf der feststehenden
Trommel 11 F sind vier elektromagnetische Abtaster
oder Impulsgeneratoren PG-1, PG-2, PG-3 und PG-4 befestigt.
Die Impulsgeneratoren PG-1 und PG-2 wirken mit dem Polstück
M 0 zusammen, während die Impulsgeneratoren PG-3 und PG-4
so angeordnet sind, daß sie in Wirkverbindung mit den Polstücken
M 1 bis M 8 treten. Jeder der Impulsgeneratoren PG-1
bis PG-4 erzeugt bei umlaufender Trommel 11 R jedesmal dann
einen Impuls, wenn eines der Polstücke M 0 bis M 8 am jeweiligen
Impulsgenerator PG-1 bis PG-4 vorbeiläuft.
Wie die Fig. 3 zeigt, umfaßt die Trommelservoschaltung
14 einen Drehzahl-Servoblock 18 und einen Phasen-Servoblock
20. Entsprechend sind bei der Bandantriebs-Servoschaltung 16
nach Fig. 4 ein Drehzahl-Servoblock 22 und ein Phasen-Servoblock
24 vorhanden. Dem Bandantriebsmotor 12 ist ein Frequenzgenerator
(nicht gezeigt) zugeordnet, der der Drehzahl des
Bandantriebsmotors 12 entsprechende Bandantriebsimpulse FG
liefert.
Das in den Figuren in Einzelheiten dargestellte Servosystem
wird nachfolgend anhand eines Beispiels bei Aufzeichnungsbetrieb
des VTRs erläutert:
Dem Drehzahl-Servoblock 18 sowie der Magnetkopftrommel-
Servoschaltung 14 (im folgenden "Trommel-Servoschaltung") werden
die Signale der Impulsgeneratoren PG-3 und PG-4 zugeführt.
Ein 240 Hz-Signal vom Impulsgenerator PG-3 (Fig. 5A)
wird - wie aus Fig. 3 ersichtlich - durch einen PG-3-Verstärker
181 angehoben und triggert einen monostabilen
Multivibrator (MM-1) 182. Die Impulsdauer der Ausgangssignale
des MM-1 (vgl. Fig. 5B) läßt sich an einem veränderbaren
Widerstand 183 in gewissen Grenzen beliebig
einstellen, um eine Bezugsimpulsbreite für die Drehzahl-
Regelung zur Verfügung zu haben, d. h. die Drehzahl des
Trommelmotors 10 läßt sich damit innerhalb bestimmter
Grenzen frei wählen. Das Ausgangssignal des monostabilen
Multivibrators 182 (Fig. 5B) gelangt auf einen Sägezahngenerator
184, der ein Sägezahnsignal (Fig. 5C) mit einem
flachen Dachabschnitt 184 a abgibt, dessen Dachbreite der
Impulsdauer des MM-1-Ausgangssignals entspricht; außerdem
umfaßt das Ausgangssignal des Sägezahngenerators 184 einen
abfallenden oder Sägezahnabschnitt 184 b. Der Sägezahnabschnitt
184 b wird durch ein vom Impulsgenerator PG-4 geliefertes
Tastimpulssignal (Fig. 5D) in eine Tor-Schaltung 185
eingetastet und durchläuft einen PG-4-Verstärker 186, der
das Signal des Impulsgenerators PG-4 verstärkt und formt
und sodann über einen Tastimpulsverstärker 187 ebenfalls an
die Tor-Schaltung 185 abgibt. Auf diese Weise wird ein Tast-
oder Prüfimpuls erhalten, dessen Amplitude der Drehzahlabweichung
des Trommelmotors von einem vorgegebenen Wert entspricht.
Dieser Prüfimpuls wird durch eine Halteschaltung
188 integriert und gelangt auf den nicht-invertierenden
Eingang eines Differenzverstärkers 26 der Trommel-Servoschaltung
14.
An einem Eingang des Phasen-Servoblocks 20 (Fig. 4)
liegt ein 30 Hz-Vertikalsynchronsignal VD (Bildimpuls; vgl.
Fig. 6A), der aus einem zusammengesetzten Fernsehsignal,
beispielsweise von einer Fernsehkamera oder einer anderen
Videosignalquelle extrahiert wurde, die ein durch das VTR
aufzuzeichnendes Signal liefert. Das Vertikal-Synchronsignal
VD gelangt auf einen Sägezahngenerator 201, der ähnlich
aufgebaut ist wie der Sägezahngenerator 184. Der abfallende
oder Sägezahnabschnitt des Sägezahnsignals vom Sägezahngenerator
201 wird durch einen vom Impulsgenerator PG-1
(dessen Signal in Fig. 6C veranschaulicht ist) gelieferten
Tast- oder Prüfimpuls (Fig. 6E) über einen PG-1-Verstärker
202, einen monostabilen Multivibrator (MM-2) 203 (dessen
Ausgangssignal in Fig. 6D veranschaulicht ist) und einen
Prüfimpulsverstärker 204 in eine Tor-Schaltung 205 eingetastet.
Der Tast- oder Prüfimpuls wird in einer Halteschaltung
206 integriert. Das Prüfimpuls-Haltesignal von der
Schaltung 206 wird durch einen Gleichstromverstärker 207
verstärkt und gelangt auf den invertierenden Eingang des
Differenzverstärkers 26. Der Differenzverstärker 26 liefert
ein Spannungssignal, das proportional ist zur Differenz zwischen
dem Ausgangssignal des Drehzahl-Servoblocks 18 und dem
Ausgangssignal des Phasen-Servoblocks 20. Dieses Spannungssignal
beaufschlagt den Trommelmotor 10 über eine Schaltung
28, deren Aufbau weiter unten erläutert werden wird; es dient
als Treibersignal für den Trommelmotor 10. Bei der Schaltung
nach Fig. 4 wird der Drehzahl-Servoblock 22 des Bandantriebs-
Servokreises 16 durch das 360 Hz-Bandantriebs-Impulssignal
FG (Fig. 7A) vom Frequenzgenerator des Bandantriebsmotors
12 gespeist. Dieses Signal wird durch einen FG-Verstärker
221 verstärkt und geformt und gelangt auf den Triggereingang
eines ersten monostabilen Multivibrators (MM-3) 222. Die Impulsbreite
des Ausgangssignals des MM-3 (Fig. 7B) ist an
einem veränderbaren Widerstand 223 einstellbar, um damit die
Drehzahl des Bandantriebsmotors auf einen gewünschten Festwert
einstellen zu können. Das Ausgangssignal des monostabilen
Multivibrators (MM-3) 222 triggert einen zweiten monostabilen
Multivibrator (MM-4) 224. Die Impulsbreite des
Ausgangssignals des monostabilen Multivibrators 224 (Fig. 7C)
wird durch ein vom Phasen-Servoblock 24 geliefertes Phasenfehlersignal
bestimmt, dessen Erzeugung weiter unten beschrieben
wird. Der Ausgang des monostabilen Multivibrators
224 beaufschlagt einen Sägezahngenerator 225 und wird durch
einen vom FG-Verstärker 221 gelieferten Tast- oder Prüfimpuls
(Fig. 7E) in eine Tor-Schaltung 226 getastet und führt so
zur Erzeugung einer Geschwindigkeitsfehlerspannung (Fig. 7D).
Diese Fehlerspannung gelangt auf eine Prüf-Halteschaltung 227
und anschließend über den Gleichstromverstärker 30 auf den
Bandantriebsmotor 12.
Im Phasen-Servoblock 24 wird das verstärkte und geformte
Bandantriebs-Impulssignal FG von 360 Hz durch einen Zähler 241
um den Faktor "4" in der Frequenz untersetzt und das resultierende
90 Hz-Signal (Fig. 8A) gelangt auf einen Sägezahngenerator
242, dessen Ausgangssignal (Fig. 8B) einen Sägezahnabschnitt
242 a enthält, der mit der Vorderflanke des Ausgangsimpulses
des Zählers 241 beginnt und einen flachen Dachabschnitt
242 b aufweist, der mit der Rückflanke dieses Impulses
endet. Das Ausgangssignal des Sägezahngenerators 242
wird durch einen 30 Hz-Prüf- oder Tastimpuls (Fig. 8C), der
vom Impulsgenerator PG-2 über einen PG-2-Verstärker 244 und
einen Prüfimpulsverstärker 245 angeliefert wird, in eine Tor-
Schaltung 243 eingetastet. Das über die Tor-Schaltung 243
erhaltene Signal gelangt in eine Prüfsignal-Halteschaltung
246 und ergibt über einen Gleichstromverstärker 247 ein
Phasen-Fehler-Signal, das zur Steuerung der Drehzahl-Servofehlerspannung
den monostabilen Multivibrator 244 beaufschlagt,
so daß die Phase des Bandantriebsmotors verriegelt
wird.
Um die erforderliche Magnetbandmenge kleinzuhalten, ist
bei Video-Bandgeräten der hier beschriebenen Art der Bandtransportmechanismus
im allgemeinen auf Pausenbetrieb schaltbar,
wenn kein Video-Signal zur Aufzeichnung bereitsteht.
Im allgemeinen wird dieser Pausenbetrieb durch zwei unterschiedliche
Möglichkeiten verwirklicht: Ist die Videosignalquelle
eine Fernsehkamera, so enthält das VTR beim
ersten Verfahren einen Videosignal-Sensor, der prüft, ob ein
Videosignal tatsächlich von der Fernsehkamera angeliefert
wird; ist dies nicht der Fall, so wird das VTR auf Pausenbetrieb
gehalten. Beim zweiten Verfahren ist die Fernsehkamera
selbst mit einem Pausenknopf versehen, durch den ein
entsprechendes Signal ausgelöst werden kann, das über eine
Pausenleitung auf das VTR gelangt. Die Anordnung kann so
getroffen sein, daß das VTR solange auf Pausenbetrieb geschaltet
bleibt, bis ein durch Schließen eines mit dem
Pausenschalter verbundenen Schalter ein Signal erzeugt wird.
In jedem Fall werden dazu jedoch etwa ein bis zwei Sekunden
benötigt, um das Servosystem des VTR zu verriegeln. Bei der
Schaltung nach Fig. 1 arbeitet das Gerät 32 so, daß die
Freigabe bzw. Beendigung des Pausenbetriebs nach dem Empfang
des Videosignals oder dem über die Pausenleitung angelieferten
Signals um eine Zeitspanne verzögert wird, die ausreicht,
um das Servosystem zu verriegeln, d. h., auf Synchronbetrieb
zu bringen. Dadurch wird ein unnützer Bandverbrauch während
dieser Übergangsperiode vermieden.
Im folgenden wird in erster Linie auf Fig. 1 und
gelegentlich in Verbindung mit den Fig. 3 und 4 Bezug genommen:
Der Phasen-Servoblock 20 der Trommel-Servoschaltung
14 liefert ein erstes und ein zweites Eingangssignal an die
Schaltung des Geräts 32. Das erste Eingangssignal ist ein
Trommel-Prüfimpuls (Fig. 6E), der über eine Klemme 208 als
Ausgangssignal des monostabilen Multivibrators 203, abgeleitet
aus einem Signal vom Impulsgenerator PG-1, angeliefert
wird. Das zweite Signal ist ein 30 Hz-Impuls (Fig.
6A), der eine Klemme 209 entsprechend dem Vertikalsynchronsignal
VD des Eingangs-Videosignals beaufschlagt. Wie bereits
erwähnt, steuert das zweite Eingangssignal den Sägezahngenerator
201 an, dessen Sägezahnsignal (Fig. 6B) in
der Tor-Schaltung 205 gegen das Prüfsignal (Fig. 6E) verglichen
wird. Dem Gerät 32 werden außerdem zwei Signale
vom Phasen-Servoblock 24 der Bandantriebs-Servoschaltung
16 zugeführt. Das erste Signal ist ein Bandantriebs-
Prüfimpuls (Fig. 8C), der an einer Klemme 248 als im PG-2-
Verstärker 244 verstärktes und geformtes Signal vom Impulsgenerator
PG-2 angeliefert wird. Das zweite Signal (Fig. 8A)
beaufschlagt eine Klemme 249; es entspricht dem frequenzuntersetzten
Ausgangssignal des den Sägezahngenerator 244
ansteuernden Zählers 241, der das Bandantriebs-Impulssignal
FG in der Frequenz herunterteilt. In der Schaltung des
Geräts 32 werden diese beiden sowohl von der Trommel-Servoschaltung
14 als auch von der Bandantriebs-Servoschaltung 16
gelieferten Signale dazu benützt, den Beginn des Verriegelungszustands
für die Servo-Schaltkreise festzustellen, um
den Pausenbetrieb des Bandtransportsystems in Abhängigkeit
vom Beginn des Verriegelungs- oder Synchronzustands freizugeben.
Bei der Schaltung nach Fig. 1 gelangt das vom Bandantriebsphasen-
Servoblock 24 gelieferte Bandantriebs-Prüfimpulssignal
(Fig. 9U) über einen monostabilen Multivibrator
50 auf den T-Eingang eines TD-Flip-Flops 52. Das aus
dem Bandantriebs-Impulssignal SG abgeleitete untersetzte
Impulssignal (Fig. 9V) beaufschlagt über einen Multivibrator
54 den D-Eingang des Flip-Flops 52. Der Trommel-Prüfimpuls
vom Trommel-Phasenservoblock 20 gelangt über einen
monostabilen Multivibrator 56 auf den T-Eingang eines
TD-Flip-Flops 60, während des Vertikalsynchronsignal VD
über einen monostabilen Multivibrator 58 den D-Eingang des
Flip-Flops 60 beaufschlagt.
In Fig. 9 ist mit dem Hinweiszeichen A ein Zeitpunkt
innerhalb des Pausenbetriebs bezeichnet, da kein Videosignal
zugeführt wird, während B den Zeitpunkt markiert,
zu dem ein Videosignal wiederum angeliefert wird. Wie die
Signaldiagramme U und V in Fig. 9 zeigen, ist die Breite
der vom monostabilen Multivibrator 50 gelieferten Impulse
schmäler als die Impulse, die der monostabile Multivibrator
54 abgibt. Der Bandantriebsmotor 12 beginnt zum Zeitpunkt
B zu drehen, jedoch ist - wie das Diagramm U veranschaulichen
soll - die Drehzahl dieses Motors in der Anlaufperiode
noch ungleichmäßig. Erst mit der Verblockung
durch die Servoschaltung läuft die Bandantriebswelle auf
vorgegebener Drehzahl; dieser Zeitpunkt tritt bei Koinzidenz
zwischen den Impulsen des Diagramms V, die ein Synchronisationssignal
veranschaulichen, und den Prüfimpulsen
des Signaldiagramms U ein. Die Signale des Diagramms W entsprechen
den Q-Ausgangssignalen des TD-Flip-Flops 52, das
bei Koinzidenz zwischen den Impulsen der Signaldiagramme U
und V eingeschaltet wird. Dieser Zustand wird solange aufrechterhalten,
bis der nächste Prüfimpuls im Signaldiagramm
U erzeugt wird. Die beiden Impulse der Diagramme U und V
treffen zum Zeitpunkt D zusammen, noch bevor die Servoschaltung
verblockt wird. Es liegt jedoch wiederum keine
Koinzidenz zu einem Zeitpunkt D vor, wenn der nächste Prüfimpuls
im Diagramm U erzeugt wird und damit fällt - wie
das Diagramm W zeigt - das Q-Ausgangssignal am Flip-Flop 52
zum Zeitpunkt D wiederum auf Niedrigpegel.
Da die Verblockung der Servoschaltungen 14 und 16 sowohl
für den Bandantriebsmotor 12 als auch für den Trommelmotor 10
gleichzeitig überprüft werden muß, ist der Q-Ausgang des
Flip-Flops 60 auf den Rücksetzeingang des Flip-Flops 52
geschaltet, so daß die Bandantriebs-Servoschaltung 16 das
Flip-Flop 52 solange rückgesetzt hält, bis die Trommel-Servoschaltung
14 verblockt ist. Der Q-Ausgang des Flip-Flops 60
der Trommel-Servoschaltung 14 ist auf einen Triggereingang
eines elektronischen Schalters 64 geschaltet. Das eine Ende
des elektronischen Schalters 64 ist mit dem Q-Ausgang des
Flip-Flops 52 verbunden, während das andere Ende auf Masse
liegt. Fallen die beiden Eingangssignale des Flip-Flops 60
nicht zusammen, so wird der Schalter 64 über den Q-Ausgang
geschlossen, so daß die Q-Ausgangsklemme des Flip-Flops 52
auf Masse gelegt wird. Es sei bemerkt, daß das Signaldiagramm
W auf der Annahme beruht, daß die Trommel-Servoschaltung
14 verblockt ist.
Um den Zeitpunkt C von einem Zeitpunkt E zu unterscheiden,
zu dem sowohl die Servoschaltung 14 als auch die
Servoschaltung 16 vollständig verblockt sind, ist der Q-
Ausgang des Flip-Flops 52 an einen Integrator 66 angeschlossen.
Das Signaldiagramm X in Fig. 9 gibt das Ausgangssignal
des Integrators 66 wieder; dieser Integrator 66 integriert
das Q-Ausgangssignal des Flip-Flops 52. Wie das Signaldiagramm
Y in Fig. 9 erkennen läßt, schaltet der Ausgang eines
mit dem Ausgangssignal des Integrators 66 beaufschlagten
Inverters 68 von einem hohen Pegel auf niedrigen Pegel um,
wenn der Ausgangspegel am Integrator 66 einen bestimmten
Wert 66′ erreicht. Das Ausgangssignal des Inverters 68
speist den Rücksetzeingang R eines RS-Flip-Flops 72. Dieses
Flip-Flop 72 verbleibt solange im Rücksetzzustand, bis der
Inverterausgang auf Niedrigpegel umschaltet. Der Setzeingang
S des Flip-Flops 72 ist mit einer Klemme 74 für ein
Pausenbefehlssignal am VTR-System über einen Inverter 70
angeschlossen. Ein an der Klemme 74 stehendes Signal wird
durch den Inverter 70 invertiert und gelangt auf den Setzeingang
des Flip-Flops 72. Das Signaldiagramm Z in Fig. 9
verdeutlicht das Q-Ausgangssignal des Flip-Flops 72. Wie
dargestellt, nimmt das Ausgangssignal des Flip-Flops 72 in
Abhängigkeit vom Pausenbefehl einen hohen Signalpegel ein,
der solange beibehalten wird, bis der Ausgang des Inverters
68 auf Niedrigpegel umschaltet und damit das Flip-Flop 72
zurücksetzt. Mit beendetem hohem Signalpegel am Flip-Flop
72 wird die Andruckrolle gegen die Bandantriebswelle vorgerückt,
die mit vorgegebener Drehzahl umläuft, so daß das
Magnetband in Bewegung versetzt wird.
Die Schaltung nach Fig. 1 enthält außerdem einen
zwischen dem Ausgang des Differenzverstärkers 26 der Trommel-
Servoschaltung 14 und dem Trommelmotor 10 liegenden
Schaltungsteil 28, der dazu dient, den Trommelmotor 10
während der Pausenzeiten von der Trommel-Servoschaltung 14
abzutrennen und gleichzeitig den Trommelmotor 10 auf einer
Drehzahl laufen zu lassen, die niedriger liegt als die
normale vorgeschriebene Drehzahl. Beträgt beispielsweise
die normale Drehzahl 1800 UpM, so kann der Wert der niedrigeren
Drehzahl beispielsweise bei 500 bis 600 UpM liegen.
Bei den bisher bekannten VTRen läuft der Trommelmotor unter
Überwachung durch die Trommel-Servoschaltung auch während
der Pausenzeiten auf voller Drehzahl, was jedoch hinsichtlich
des Leistungsbedarfs dann besondere Probleme aufwirft, wenn
das Video-Bandgerät durch eine Batterie gespeist wird. Wird
wie oben erwähnt, die Stromzufuhr zur Trommel-Servoschaltung
unterbrochen, so daß der Trommelmotor stillsteht, so haftet
das Magnetband an der Trommeloberfläche fest. Wird der Stromversorgungsschalter
jetzt eingeschaltet, so läuft entweder
der Trommelmotor nicht an, oder das Magnetband kann reißen.
Außerdem kann die Verblockung der Trommel-Servoschaltung stark
verzögert werden.
Der Zweck des Schaltungsteils 28 ist in erster Linie
die Unterbrechung der Stromzufuhr zur Trommel-Servoschaltung
14 während der Pausenzeiten, wobei aber gleichzeitig
der Trommelmotor 10 an eine relativ niedrige Spannung gelegt
wird und dementsprechend auf niedriger Drehzahl weiterdreht,
um dadurch den Stromverbrauch während der Pausenzeiten
zu vermindern, ohne Gefahr zu laufen, daß das
Magnetband an der Trommeloberfläche kleben bleibt.
Steht der Trommelmotor 10 unter normalem Servoantrieb
über die Trommel-Servoschaltung 14, so liegt er an einer
normalen hohen Gleichspannung, d. h. ist mit der Klemme
+B₁ verbunden. Der Differenzverstärker 26 enthält eine
Leistungsstufe, die für den Antrieb des Trommelmotors 10
ausreicht. Die Spannung der Klemme +B₁ versorgt außerdem
die Drehzahl- und Phasen-Servoblocks 18, 20, 22 und 24 sowie
andere Baugruppen des Geräts, etwa den Video- oder Tonsignalverstärker.
Die Spannung +B₁ beaufschlagt über einen Widerstand
80 die Basis eines Schalttransistors 82, der im leitenden
Zustand gehalten wird, solange die Spannung +B₁ vorhanden
ist. Der Antriebsstrom vom Verstärker 26 gelangt
damit über den Transistor 82 als Speisestrom auf den
Motor 10.
Wird ein Pausenbefehl gegeben, so wird die Versorgungsspannung
+B₁ unterbrochen und anstelle dessen wird eine
positive Gleichspannung einer Klemme +B₂ zugeführt. Diese
+B₂-Spannung wird durch einen Spannungsteiler, bestehend
aus Widerständen 84 und 86 unterteilt und beaufschlagt
über eine Diode 88 den Trommelmotor 10. Der Pegel der +B₂-
Spannung braucht lediglich so hoch zu liegen, daß die
Trommel 11 noch mit einer ausreichenden Drehzahl umläuft -
beispielsweise mit 500 bis 600 UpM - um ein Anhaften des
Magnetbands an der Trommeloberfläche zu verhindern. Da die
Stromzufuhr von der Klemme +B₁ unterbrochen ist, verbrauchen
die Servoschaltkreise 14 und 16 sowie die anderen Schaltkreise
während der Pausenzeit keinen Strom.
Vorzugsweise kann auch die Stromzufuhr zu den Video-
und Tonsignalschaltkreisen unterbrochen werden, die während
der Pausenzeit - ausgelöst durch einen Pausenbefehl - nicht
benötigt werden.
Obgleich bei der Schaltung in Fig. 1 zwei getrennte
Spannungen an den Klemmen +B₁ und +B₂ vorgesehen sind, ist
für den Fachmann einleuchtend, daß im allgemeinen beide
unterschiedliche Spannungen aus einer gemeinsamen Quelle hergeleitet
werden können. Insbesondere kann die Anordnung auch
so getroffen sein, daß die niedrigere Spannung an der Klemme
+B₂ während des normalen Betriebs des VTR auch vorhanden
ist, um in jedem Fall die relativ niedrigere Trommeldrehzahl
beizubehalten. Die Spannung an der Klemme +B₁ wirkt dann als
eine Ergänzungsspannung, die dann zugeführt wird, wenn die
Trommel hochlaufen und anschließend bei Erreichen der
festgelegten Drehzahl, also bei Erreichen der Synchrondrehzahl
verblockt werden soll.
Claims (8)
1. Video-Bandgerät mit
- - einem rotierenden Magnetkopf, der von einem Magnetkopf- Antriebsmotor (10) antreibbar ist,
- - einem Bandantriebsmotor (12) zum Transportieren des Bandes am Magnetkopf entlang, und
- - einem Servo-Schaltungsteil (14, 16) zum synchronisierten Antreiben der beiden Antriebsmotoren während einer Aufzeichnungs/Abspiel-Betriebsart,
- - bei welchem Gerät das Band während einer Pausen-Betriebsart steht,
gekennzeichnet durch
- - ein Pausen-Schaltungsteil (28), das in der Pausen-Betriebsart den Magnetkopf-Antriebsmotor (10) so ansteuert, daß sich der Magnetkopf im Vergleich zur Aufzeichnungs/Abspiel-Betriebsart nur langsam dreht.
2. Video-Bandgerät nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Verzögerungsschaltung (50-60 iVm 66-72), durch die bei
Einschalten des Aufzeichnungsbetriebs unmittelbar im Anschluß
an eine Periode, während der das Gerät (32) auf Pausebetrieb
geschaltet war, der Bandtransport verzögert wird, und daß diese
Bandgeschwindigkeitsverzögerung unterbrochen wird, sobald der
rotierende Magnetkopf (11 R) die durch das Servoschaltungsteil
(14) festgelegte Drehzahl erreicht.
3. Video-Bandgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Servo-
Schaltungsteil eine Servoschaltung (14) für den Magnetkopf-Antriebsmotor (10) enthält,
mit einer Baugruppe (18) für die Drehzahlüberwachung
und einer Baugruppe (20) für die Phasenüberwachung,
um Drehzahl und Phase des Motors festzuhalten.
4. Video-Bandgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet
durch eine Mehrzahl von wirkungsmäßig mit dem
rotierenden Magnetkopf (11 R) verbundener Impulsgeneratoren
(PG-1 bis PG-4), die in Abhängigkeit von der Drehzahl und
Phase des Magnetkopfs Impulssignale abgeben, durch eine Einrichtung
zur Gewinnung eines auf dem Magnetband aufzuzeichnenden
Vertikal-Synchronsignals (VD) aus einem übertragenen
Fernsehsignal, wobei die Drehzahl-Servoschaltung (18) ihr
Vorgabesignal in Abhängigkeit der durch zwei Impulsgeneratoren
(PG-3 u. PG-4) gelieferten Impulse erhält und die Phasen-
Servoschaltung (20) in Abhängigkeit vom Vertikalsynchronsignal
(VD) und einem Impulssignal gesteuert wird, das durch
einen anderen Impulsgenerator (PG-1) geliefert wird.
5. Video-Bandgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Ausgangssignal
der Drehzahl-Servoschaltung und der Phasen-Servoschaltung in
einem Differenzverstärker (26) miteinander verknüpfbar sind,
der ein den Magnetkopf-Antriebsmotor (10) beaufschlagendes Signal liefert.
6. Video-Bandgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Servo-Schaltungsteil eine Servoschaltung (16) aufweist, mit einer
zweiten Drehzahl-Überwachungsschaltung (22) und einer zweiten
Phasen-Überwachungsschaltung (24) um die Drehzahl und die
Phase des Bandantriebsmotors (12) festzuhalten.
7. Video-Bandgerät nach Anspruch 6, gekennzeichnet
durch einen dem Bandantriebsmotor (12) zugeordneten
Impulsgenerator, der Impulse (FG) in Abhängigkeit von der Bandantriebsmotordrehzahl
abgibt, die einerseits die zweite
Drehzahl-Überwachungsschaltung (22) und andererseits die
zweite Phasen-Überwachungsschaltung
(24) beaufschlagen, die außerdem noch mit einem Impulssignal von einem weiteren
Impulsgenerator (PG-2) gespeist wird.
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