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DE2800333A1 - Haengegleiter - Google Patents

Haengegleiter

Info

Publication number
DE2800333A1
DE2800333A1 DE19782800333 DE2800333A DE2800333A1 DE 2800333 A1 DE2800333 A1 DE 2800333A1 DE 19782800333 DE19782800333 DE 19782800333 DE 2800333 A DE2800333 A DE 2800333A DE 2800333 A1 DE2800333 A1 DE 2800333A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
extending
edge
hang glider
nozzles
pilot
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782800333
Other languages
English (en)
Inventor
Pierre Marcel Lemoigne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2800333A1 publication Critical patent/DE2800333A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C31/00Aircraft intended to be sustained without power plant; Powered hang-glider-type aircraft; Microlight-type aircraft
    • B64C31/028Hang-glider-type aircraft; Microlight-type aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Aerodynamic Tests, Hydrodynamic Tests, Wind Tunnels, And Water Tanks (AREA)

Description

WILHE'_MS S. KILlAN
PA I ENTANWÄLTE O ρ Π Π O O Q
DR. ROLF E. WILHELMS DR. HELMUT KILIAN
aUEJELSTFlASSE 0
8ΟΟΟ MÜNCHEN 8O
TtLEFON (0 8Q) 474Ο73· Tl-I.EX 52 34 07 (wllp-d) TELEuRAMMt PATRANS MÜNCHEN
PH/ HP 685
Pierre Marcel LEMOIGNE
Montrouge, Frankreich
Hängegleiter
Priorität: 5. Januar 1977 - Frankreich - 77 00 165
809828/0866
P. M. Lemoigne ■ PH/ HP 685
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft Hängegleiter für den bemannten Freiflug.
Die Verbreitung der Hängegleiter, wie beispielsweise vom kegelförmigen Delta-Typ, dem Rogallo-Gleiter oder anderen für den bemannten freien Flug^ die auch als Drachen bezeichnet werden, hat in jüngster Zeit erheblich zugenommen; diese Zunahme ging zu schnell vor sich, wenn man berücksichtigt, daß das Verhalten derartiger Flugkörper noch wenig bekannt und erforscht ist.
Wenn auch die Eigenschaften von Delta-Flügeln hinsichtlich ihrer Verwendung bei Flugzeugen den Technikern bekannt sind, wurden derartige Flügelformen bisher nur als unbemannte Hängegleiter zur Förderung schwerer Lasten verwendet .
Bei derartiger Anwendung wird die Last unmittelbar unter dem Flügel aufgehängt, wodurch eine absolut konstante Zentrierung gewährleistet wird, dank dessen sich der Flügel wie ein Fallschirm mit schwebendem Tragwerk verhält.
Die Verwendung eines derartigen Flügels als bemannter Hängegleiter, der aus einem steifen Rahmen oder Skelett besteht, an dem ein Tragwerk, beispielsweise aus Gewebe oder Leinwand gespannt ist,und der keine Antriebs- oder Bedienungsflächen aufweist, bedingt zur Absicherung eine Steuerung zur Einwirkung auf die Trimmung und die Neigung des Tragwerks bzw. der Bespannung. Hierzu wirkt der frei unter dem Tragwerk hängende Pilot auf ein Trapez ein, das mit einem Teil mit der Vorderkante des Rahmens und mit einem anderen Teil mit dessen Hinterkante verbunden ist, um die Trimmung und/oder Neigung verändern zu können.
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Hierzu befindet sich das Gewicht des Piloten in vor- oder rückwärtiger Richtung oder seitwärts verschoben, wodurch die Zentrierung und das Gleichgewicht verändert wird.
Es ist bekannt, daß die Delta-Flügel zahlreiche Nachteile bei geringer Geschwindigkeit aufweisen, die beispielsweise in einer geringen Stabilität und einer großen Empfindlichkeit hinsichtlich der Trimmung bestehen. Wenn derartige Unzulänglichkeiten bei einem Flugzeug auch leicht behoben werden können, gilt das gleiche nicht für Delta-Flügel leichter Konstruktion, die als bemannte Hängegleiter verwendet werden.
Unter diesen Bedingungen erfordert die Steuerung eines solchen Delta-Flügels außerordentliches Fingerspitzengefühl; die für den freien Flug verwendeten Flügel sind nach dem gegenwärtigen Stand der Technik nicht ausreichend stabil, sondern gefährlich, und zwar selbst für erfahrene Piloten, so daß die zahlreichen Unfälle, die sich in den letzten Jahren ereignet haben, deutlich die Notwendigkeit aufzeigen, ein verbessertes Gerät mit Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, das unter allen Flugbedingungen stabil ist, und das keine plötzlichen Reaktionen zeigt, die den Piloten überraschen und ihn die Kontrolle über das Gerät verlieren lassen.
Außerdem sind verschiedene Mittel bekannt, um die Eigenschaften insbesondere von Fallschirmen deutlich zu verbessern, die darin bestehen, daß man eine Luftströmung von der Unterseite des Tragwerks zur Oberseite des Tragwerks durch Öffnungen hindurch erzeugt, wobei düsenförmige Anordnungen Verwendung finden, die hier als "Düsen" bezeichnet und in den französischen Patentschriften 1 270 015 und 1 350 702 beschrieben sind, wobei die Strömung eine Geschwindigkeitskomponente und damit eine Vorwärtsbewegung des Fallschirms
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erzeugt. Diese Anordnung wird mittlerweile in allen Ländern verwendet.
Gleichermaßen wurde versucht, die gleichen Düsen verschiedener Formen bei verschiedenen Fluggeräten, wie beispielsweise gemäß der belgischen Patentschrift Nr. 671 479 und der französischen Patentschrift 1 383 036, zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist die Lösung des Problems der Instabilität während des Fluges bei den Hängegleitern, den sogenannten Delta-Flugdrachen, den Rogallo-Gleitern oder anderen Geräten zum bemannten freien Flug.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch Verwendung von Düsen gelöst, die den Geräten angepaßt sind, wobei letztere entsprechend verändert sind, und die geschilderten Nachteile überraschenderweise überwunden werden. Eine derartige Düse, die an der Vorderkante eines Rogallo-Flügels angeordnet ist, wirkt wie die Spalten und Schlitze oder Öffnungen oder Nasen, die zur Sicherheit an den Flugzeugflügeln mit dickem Profil angeordnet sind,und die einen zusätzlichen Auftrieb bewirken; sie zielen darauf ab, die Vorderkante des Flügels in die Höhe zu richten und ebenso das gefährliche Flattern des Tragwerks zu verhindern.
Die Anordnung der Düsen entlang der Hinterkante erlaubt sowohl das Manövrieren in Schleifen und Bremsen, ebenso wie es, wie in den zitierten Publikationen beschrieben, Vortrieb erzeugt.
Der Pilot ist nicht mehr genötigt, sein Körpergewicht in Bezug auf den Flügel zu verlagern, so daß er einen Sitz benutzen kann, der in Bezug auf den Flügel feststeht und derart angeordnet ist, daß während des Flugs eine vorher bestimmte konstante Trimmlage eingehalten wird.
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P.M. Lemoigne PH/ HP 685
Weitere erfindungsgemäße Merkmale und Vorteile werden anhand der folgenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Aufsicht auf den erf indungs gernäß en Hängegleiter;
Fig. 2 ist eine Gesamtansicht der Bauteile des Tragflügelrahmens bzw. -gerippes im nicht-zusammengesetzten Zustand;
1n Fig. 3 ist eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Hängegleiters, der die Steuervorrichtung und die Tragevorrichtung für den Piloten zeigt;
Fig. 4 ist eine schematische Rückansicht im Ausschnitt, die die Anordnung der Bauteile des Flügelrahmens
zeigt, die den Piloten tragen;
Fig. 5 ist eine Teilansicht für eine Montagemöglichkeit eines Bauelements des Flügelrahmens und dessen
Vorderkante;
20
Fig. 6 ist eine Teilansicht, aus der ein Beispiel für
die Befestigung der Rahmenelemente mit der Hinterkante des Rahmens hervorgehen;
Fig. 7 gibt eine Düse hinsichtlich ihres Schnitts, ihrer Anordnung und ihres Profils wieder;
Fig. 8 ist eine Teilansicht der Hinterkante des Tragwerks des erfindungsgemäßen Hängegleiters, aus dem die Bauweise bzw. Anordnung einer Düse ebenso wie die
Richtungssteuerung hervorgeht; 30
Fig. 9 ist eine teilweise schematische Seitenansicht, aus
der drei verschiedene Profile einer Düse hervorgehen, die mittels Steuerleinen durch den Piloten erhalten werden können.
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P.M. Lcmoignc . PH/ IIP C85
Der erfindungsgemäße Hängegleiter gemäß Fig. 1, der in seiner Gesamtheit mit T bezeichnet wird, besteht aus einem steifen Flügelgerippe oder Flügelrahmen, der vorzugsweise aus Rohren, Stangen, Stäben oder ähnlichen Metallprofilen aus leichten Legierungen oder aus anderen geeigneten Materialien besteht, der im Grundriß die Form eines gleichschenkeligen Trapezes besitzt, dessen kurze Basiskante die Vorderkante 2 bildet, die beispielsweise aus einem U-Profil aus Aluminium besteht. An dessen Enden sind jeweils ein Seitenbauelement 3 befestigt und, etwas abgesetzt vom Ende und zwischen den Seitenelementen 3, zwei sich in Längsrichtung erstreckende Bauelemente 4, die erheblich kürzer als die Bauelemente 3 sind.
Die Seitenbauelemente 3 erstrecken sich vom vorderen querverlaufenden Bauelement 2 in rückwärtiger Richtung, indem sie sich voneinander entfernen; die zwischenliegenden Bauelemente 4 erstrecken sich gleichfalls in rückwärtiger Richtung und verlaufen zwischen den Elementen 3, indem sie sich einander annähern.
Die Bauelemente 4 sind an ihren gegenüberliegenden Enden mit einem hinteren querverlaufenden Bauelement 6 verbunden, das erheblich kürzer als das Bauelement 2 ist, und, in gewisser Entfernung von ihren Enden, mit einem zwischenliegenden transversal verlaufenden Bauelement 7.
Die Enden des zwischenliegenden Bauelements 7 sind mit zwei zwischenliegenden, sich in Querrichtung erstreckenden Bauelementen 5 verbunden, die sich in seitlicher Richtung von der Längsachse X-X des Flügels in Richtung auf die seitlichen Bauelemente 3 erstrecken, an denen sie befestigt sind.
Wie das vordere Element 2 sind auch die Elemente 7 und 6 vorteilhafterwexse aus Stäben oder Profilen aus leichten Legierungen hergestellt.
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Das Gleitergerippe wird durch zwei nahezu vertikale steife Elemente 9 vervollständigt, die jeweils mit einem Ende mit einem Ende des zwischenliegenden transversalen Elements 7 verbunden sind,und die in der Nähe ihrer einander gegenüberliegenden Enden gemäß Fig. 4 mit steifen Elementen 11 verbunden sind, die sich nach außen hin erstrecken und mit den äußeren Enden der Bauelemente 5 und hierdurch gleichzeitig mit den Bauelementen 3 in 12 verbunden sind.
Die unteren Enden der Bauelemente 9 sind jeweils mit einem bügelähnlichen Bauteil 13 versehen, an denen die Enden 14 eines Querträgers 40, der den Sitz bildet, befestigt sind; ein übliches Fallschirmgeschirr 41, das teilweise abgebildet ist, ist mit einem Teil mit den vertikalen Elementen 9 und mit dem Querträger 40 derart verbunden, daß der Pilot in Sitzposition auf dem Querträger zwischen den Elementen 9 gehalten wird.
Um eine konstante Stellung des Tragwerks des Hängegleiters in Bezug auf den Sitz 40 zu halten, wenn die Elemente 9 vertikal angeordnet sind, oder, in anderen Worten, um eine konstante Trimmung des Flügels in Bezug auf die Vertikale zu gewährleisten, wenn der Pilot auf dem Sitz im Fallschirmgeschirr sitzt, und unter Berücksichtigung der Seitenansicht gemäß Fig. 3,ist vorgesehen, daß auf jeder Kante des Sitzes 40 ein Beschlag vorgesehen ist, an dem mit einem Ende zwei Kabel oder Leinen 15 angeschlagen sind, die mit ihrem anderen Ende bei 16 mit einem Element 3 und mit dem vorderen Querträger 2 verbunden sind. In entsprechender Weise verbinden zwei Kabel, oder Seile die Kanten des Sitzes 40 mit denen des Querträgers 6 im Bereich 17.
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Hieraus wird deutlich, daß der Vorrichtungsteil Sitz/ Fallschirmgeschirr an zwei auseinanderliegenden Punkten mit der Hinterkante und ebenso mit der Vorderkante bzw. vorne und hinten mit den vertikalen Bauelementen 9, die den Sitz tragen, verbunden sind. Wegen dieser Anordnung und weil die Elemente 9 durch das Gewicht des Piloten
senkrecht gehalten werden, wird eine konstante Trimmung des Gerätes erzielt, die jedoch verändert werden kann,
indem man die Länge der Kabel oder Leinen 15, 15' zuvor verändert.
Das Tragwerk bzw. die Bespannung des Flügels, die aus einem Gewebe ausreichender Festigkeit besteht, wird am Gerüst durch röhrenförmige Hülsen (nicht abgebildet) befestigt, in -1I- ;·./-.:ΐο Ji- Äai-^o^IuuiuiL^ 3 und 4
eingezogen werden;sie wird zwischen den Rahmenelementen 4 plan verspannt, wobei sich letztere vorzugsweise auf der Flügeloberseite befinden.
Das Tragwerk bzw. die Bespannung weist mehrere Düsen vom Venturi-Ballontyp auf, deren Konstruktion in Fig. 7 wiedergegeben ist.
Die Düsen entsprechen alle der folgenden Beschreibung.
Jede Düse besteht aus zwei Gewebeteilen 18 und 19 mit etwa trapezoider Form, die jeweils eine konvexe Kante 20, ?.r-> 21 gemäß Fig. 7 besitzen. Die Kanten 20 und 21 sind fest miteinander vernäht, wobei die Naht vorzugsweise mit einem Gurt in entsprechender Weise wie bei den zahlreichen Fallschirmdüsen verstärkt ist.
Die zusammengenähten Gewebestücke 18 und 19 bilden zusammengesetzt die Düse, die in der Projektion die Form von zwei gleichschenkeligen Trapezen aufweist, die an ihren kurzen Basiskanten verbunden sind, und wie man es schematisch der Fig. 1 entnehmen kann; sie besitzen im Längsschnitt
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die Form entsprechend der gestrichelten Linie 22 in Fig. Die Vorderkante 23 der Düse ist auf der Oberseite des Flügels vernäht; die Düse ist mit den Seitenkanten mit denen einer entsprechenden eingeschnittenen Öffnung auf der Bespannung befestigt, wobei die Hinterkante 24 der Düse auf der Flügeloberseite eine Öffnung 25 als Luftaustritt (Fig. 8) begrenzt.
Das Tragwerk bzw. die Bespannung weist eine vordere Düse A auf, die in der Mitte der Vorderkante angeordnet ist; zwei zwischenliegende Düsen I sind beiderseits der Düse A und etwas hinter dieser und vier hintere Düsen B in einer Reihe und in der Nähe der Hinterkante heraustretend angeordnet.
Die zwischenliegenden Düsen I weisen in Längsrichtung einen Verstärkungsgurt 26 auf, der zwischen ihrer Vorderkante und ihrer zwischenliegenden querverlaufenden Naht vernäht ist; ein Kabel oder Seil 27 (Fig. 3) ist im Kreuzungspunkt zwischen diesem Gurt und der Naht an jeder Düse I befestigt, und das Kabel ist mit einem Betätigungsgriff 28 verbunden, der in der Nähe' des Pilotensitzes angeordnet ist, beispielsweise durch Trägerbeschläge 29, die auf den zwischenliegenden sich in Längsric-htung erstreckenden Bauelementen 4 des jxeiiüuens angeschlagen sind, und über deren eines Ende die Zugleinen 27 gleiten.
Die Düsen haben die folgende Wirkung: sie sind Düsen vom Typ des Venturi-Ballons. Ihre Anordnung auf der Bespannung kanalisiert und beschleunigt die Luftströmung von der Flügelunterseite zur Flügeloberseite und von vorne nach hinten und vermittelt dadurch eine Auftriebswirkung und ein Vortriebsmoment.
Darüber hinaus spielt die vordere Düse A, die in dem planen Teil der Bespannung zwischen den Elementen 4 angeordnet ist, die gleiche Rolle wie die Schlitze, Öffnungen
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oder Nasen bei Flugzeugflügeln und verhindert jede Tendenz des Flügels,herunterzuziehen und vermittelt gleichzeitig eine sehr große Längsstabilität.
Die zwischenliegenden Düsen I, die mit Betätigungsgriffen 28 über Zugleinen 27 verbunden sind, können einen Vortrieb erzeugen. In Fig. 9 wurde mit X das Profil der Düse bei Normalbetrieb, wie sie durch die Luftströmung aufgebläht ist, wiedergegeben. Die durchzogene Linie Y zeigt das Profil der Düse, wenn ein Pilot am Handgriff zieht. Da der Pilot gleichzeitig in dieser Weise auf die beiden zwischenliegenden Düsen I einwirkt, bilden sie einen Widerstand gegenüber der Luft und unterbrechen momentan die Strömung, bis der Pilot mittels der Handgriffe 28 nachläßt, wobei die Düse ihre anfängliche Form X unter der Einwirkung des Luftdrucks annimmt und die Strömung wieder beschleunigt, wodurch momentan der normale Vortrieb der Düsen auftritt.
Durch die durchgezogene Linie Z wird das Profil der Düsen wiedergegeben, wenn der Pilot an den Handgriffen 28 ausreichend zieht, um die Wand der Düsen unter die Ebene des Rahmens zu ziehen. Diese Position der Düsen hat ein energisches Bremsen zur Folge, das durch das Aufrichten des Gleiters bedingt wird.
Die hinteren Düsen R besitzen ebenfalls Auftriebs- und Vortriebwirkung und kanalisieren den Luftstrom, wodurch eine große Flugbahnstabilität bedingt ist.
Außerdem ist ein Gurt 30 senkrecht zu der Hinterkante
auf der Bespannung zwischen den beiden Düsen jedes seitlichen hinteren Paares befestigt; ein Kabel oder ein Seil 31 ist an der Kreuzung zwischen dem Gurt 30 mit der Hinterkante befestigt, wouei äi^ Kabel ouer Seile 31 yxeitend beispielsweise an den Beschlagen 32 angeordnet sind, wobei letztere ebenfalls an dem Rahmenelement 9 in der Nähe der Schultern
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des Piloten befestigt sind und in einem Handgriff 33 auslaufen.
Die Richtungssteuerung des Gleiters wird so durch die Seile oder Kabel 31 gewährleistet, über die der Pilot einen Zug ausüben kann, um die Hinterkante der Bespannung zu neigen und auf diese Weise den Luftwiderstand zu erhöhen, wie es durch die ausgezogene Linie in Fig. 8 dargestellt ist. Da der Luftwiderstand so auf nur einer Seite der Bespannung erhöht werden kann, dreht sich der Gleiter zur Seite. Der Pilot kann auf diese Weise unter Bedienung der Handgriffe 33 den Gleiter steuern.
Bei Bedarf kann ein zusätzliches Kabel oder Seil 27' an jeweils einem Handgriff 28 befestigt werden, wobei sich diese beiden Kabel oder Leinen im mittleren Bereich der vorderen Düse A treffen. Auf diese Weise kann auch die Düse A zur Erzeugung eines Vortriebeffekts verwendet werden, der zu dem hinzukommt, der durch die zwischenliegenden Düsen I bewirkt wird.
Man kann ebenfalls bei Bedarf den Ausgang einer oder der beiden hinteren seitlichen Düsen zur Richtungssteuerung verwenden, wobei die Kabel oder Seile 31 dann an der Hinterkante einer Düse gemäß Fig. 1 in 34 befestigt sind.
Da die Bespannung bzw. das Tragwerk durch die Rahmenelemente 3 und 4, die in rohrförmige Hülsen der Bespannung eingezogen sind, gehalten wird, wobei sie jedoch nicht entlang der Hinterkante gehalten wird, nimmt die Bespannung im Flug im Bereich der Hinterkante eine geeignete Wölbung ein, während sie in ihrem zentralen Bereich plan bleibt, wodurch die Flugstabilität unterstützt wird.
Es ist offensichtlich, daß das Vorhandensein und die Wirkung der Vorderdüse A in Kombination mit der konstanten Trimmung und der Auftriebswirkung und dem Vortriebsmoment durch die anderen Düsen dem erfindungsgemäßen Hängegleiter
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eine große Stabilität, insbesondere Längsstabilität verleiht, durch die das Flattern der Bespannung bzw. des Tragwerks, das normalerweise bei den bekannten Delta-Gleitern schlechter Trimmung auftritt, und die sehr schwierig zu kontrollieren sind, verhindert wird.
Es ist ebenfalls erkenntlich, daß wegen der Anordnung der Elemente 9 und 11 und der Kabel 15, 15' die gemeinsam eine umgekehrte Pyramide begrenzen, der den Piloten tragende Sitz unter einen bestimmten Punkt der Bespannung bzw. des Tragwerks gehalten wird, wodurch eine unveränderbare Zentrierung und eine konstante Trimmung des Gleiters gewährleistet wird.
Hieraus folgt, daß im Gegensatz zu den bisher bekannten Hängegleitern, der Pilot durch sein eigenes Gewicht, das sich in einem vorherbestimmten Punkt befindet, eine konstante Trimmung des Gleiters bewahrt und dessen Bewegungen durch Einwirkungen auf die Düsen und die Bespannung steuert, während bei den bekannten Gleitern die einzige Steuerungsmöglichkeit darin besteht, daß der Pilot die Zentrierung durch Verlagerung seines Körpergewichts in Bezug auf die Tragfläche oder durch Veränderung seiner Haltung verändert.
Eine konstante Trimmlage entspricht gleichzeitig dieser Form der Bespannung, wodurch eine sehr aünstige Trimmlage bei niederen Geschwindigkeiten erzielt wird.
Der erfindungsgemäße Hängegleiter weist darüber die Eigenschaft auf, daß er sich beim Absinken zunächst vor allem wie ein Fallschirm verhält, wobei der Fall in dem Maße abnimmt, wie der Luftdruck auf die Unterseite des Flügels wegen der Düsen einen horizontalen Vortrieb bewirkt, bis er seine normale Fluggeschwindigkeit aufnimmt.
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Es ist offensichtlich, daß die Aufbringung von Düsen auf einen abgeänderten Rogallo-Gleiter, wie zuvor beschrieben, zu einem neuen Fluggerät führt, das sowohl hinsichtlich seines Aussehens als auch seiner Eigenschaften sich 5 vor den bisher bekannten erheblich unterscheidet.
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Claims (10)

  1. P.M. Lemoigne PH/ HP 685
    PATENTANSPRÜCHE
    '1. Hängegleiter für den bemannten freien Flug, bestehend aus einem steifen Tragflügelrahmen, an dem ein Tragwerk und Vorrichtungen zum Tragen des Piloten angeordnet sind, wobei das Tragwerk Vorrichtungen zur Vermittlung von Auftrieb und Vortrieb, Bremsung und Steuerung aufweist, die aus einigen auf dem Tragwerk verteilten düsenförmigen Vorrichtungen bestehen, die zum Leiten des Luftstroms von der Flügelunterseite zur Flügeloberseite von vorne nach hinten ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen zum Tragen des Piloten aus einem Sitz besteht, der unter dem Rahmen durch mindestens zwei steife Schenkel gehalten wird, die in Bezug auf die Ebene des Tragflügelrahmens unbeweglich und in einem festen Trimmwinkel im Flug angeordnet sind, wobei das Tragwerk einen sich in Längsrichtung erstreckenden,im wesentlichen nahezu planliegenden Streifen aufweist, durch die zwei seitliche Bereiche, die in etwa dreieckig und verhältnismäßig bieg ■ sam ausgebildet sind, miteinander verbunden werden, wobei diese Vorrichtung im Grundriß einem gleichschenkeligen Trapez entspricht, dessen kurze Basiskante der Vorderkante entspricht, wobei der erwähnte zwischenliegende Streifen eine Düse und jeder der erwähnten seitlichen Bereiche mindestens zwei Düsen aufweist.
  2. 2. Hängegleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Tragflügelrahmen folgende Bauelemente aufweist: ein quergerichtetes Bauteil als Vorderkante, und, ausgehend von jedem Ende dieser Vor derkante jeweils ein sich praktisch in Längsrichtung er-
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    P.M. Lemoigne PH/ HP 685
    streckendes und ein sich seitlich nach außen erstreckendes Bauteil, die die erwähnten seitlichen Bereiche mit
    naleai dreieckigem Grundriß des Tragwerks bilden, bzw.
    wodurch die sich in Längsrichtung erstreckenden Bauteile
    zwischen sich den erwähnten zwischenliegenden und sich in Längsrichtung erstreckende Streifen bilden.
  3. 3. Hängegleiter nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß er eine vordere in der Mittelachse gelegene Düse am Ende des erwähnten zwischenliegenden Streifens aufweist, daß jeder seitliche Bereich in nahezu dreieckiger Form zwei hintere Düsen, die parallel zueinander und entlang der Basiskante, die die hintere
    Kante bildet, angeordnet sind, und daß eine dritte Düse
    in Nachbarschaft zu dem zwischenliegenden Streifen und
    zwischen der vorderen Düse und den hinteren Düsen angeordnet ist, wobei die Düsen vom Typ des Venturi-Ballons
    sind.
  4. 4. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die sich seitlich und in Längsrichtung erstreckenden Bauteile miteinander durch mindestens ein Bauteil verbunden sind,
    das sich zwischen Vorder- und Hinterkante und parallel
    zur Vorderkante in Querrichtung erstreckt, wobei die hinteren Enden der sich in Längsrichtung erstreckenden Bauteile durch ein drittes sich in Querrichtung erstreckendes Bauelement miteinander verbunden sind.
  5. 5. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Tragwerk entlang seiner Gesamtlänge mit den sich in Längs-
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    P.M. Lemoigne PH/ HP 685
    -4Γ-Ϊ
    richtung und in seitlicher Richtung erstreckenden Bauteilen beispielsweise durch formschlüssige Hülsen oder
    Röhren im Tragwerk, in die die Bauteile formschlüssig
    eingezogen sind, verbunden ist, wobei das Tragwerk zwisehen den sich in Längsrichtung erstreckenden Bauteilen
    und unter diesen hindurch gespannt ist.
  6. 6. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß ein Kabel oder Seil etwa in der Mitte der vorderen Düse und/
    oder der zwischenliegenden Düsen befestigt ist, das sich
    bis zur Aufhängung, die den Pilotensitz trägt, erstreckt.
  7. 7. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß ein Kabel oder Seil an der Hinterkante des Tragwerks zwischen den beiden hinteren Düsen auf jeder der erwähnten Flächen befestigt ist, das sich bis zur Aufhängung, die den PiIotensitz trägt, erstreckt.
  8. 8. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche
    1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß ein Kabel oder Seil an der Hinterkante einer jeden hinteren Düse, die am weitesten außen angeordnet sind, befestigt ist, und das sich bis zu der Aufhängung, die den Pilotensitz
    trägt, erstreckt.
  9. 9. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Aufhängung des Pilotensitzes aus zwei steifen Bauteilen,
    die im Flug nahezu vertikal verlaufen, gebildet ist, und
    die mit den sich in Längsrichtung erstreckenden Bauteilen
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    und mit dem zwischenliegend angeordneten und transversal verlaufenden Bauteil befestigt sind, das in einem Punkt, der durch die Höhe bzw. Wölbung des Flügels bestimmt wird, angeordnet ist, wobei die unteren Enden durch ein sich in Querrichtung erstreckendes und den Sitz bildendes Bauteil verbunden sind, das wiederum an auseinanderliegenden Punkten mit der Vorderkante und mit der Hinterkante derart verbunden ist, daß eine nahezu unverformbare, umgekehrte Pyramide gebildet wird.
  10. 10. Hängegleiter nach mindestens einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Kabel oder Seile Betätigungsgriffe aufweisen und auf den Elementen der Aufhängung und auf dam Tragflügelrahmen gleitend angeordnet sind, so daß sie aus dem Pilotensitz heraus betätigt werden können.
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DE19782800333 1977-01-05 1978-01-04 Haengegleiter Withdrawn DE2800333A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7700165A FR2376792A1 (fr) 1977-01-05 1977-01-05 Aile volante perfectionnee

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Publication Number Publication Date
DE2800333A1 true DE2800333A1 (de) 1978-07-13

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ID=9185151

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19782800333 Withdrawn DE2800333A1 (de) 1977-01-05 1978-01-04 Haengegleiter

Country Status (5)

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CH (1) CH617896A5 (de)
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FR (1) FR2376792A1 (de)
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