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Ausstoßvorrichtung für Wirkkörper
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Wirkkörper, wie Minen, Hohlladungen bzw. ähnliche Sprengkörper oder
Leuchtkörper, Ortungsgeräte, Sender bzw. ähnliche Nachrichtenmittel u.a.m. werden
bisher im Gelände entweder von Hand verlegt oder einzeln durch Wurf von Fahrzeugen
oder z.B. von Flugzeugen, Granaten oder Raketen aus in das Gelände geschleudert.
Diese Wurf verlegung ist zwar erheblich zeitsparender als die Verlegung von | Hand,
was in manchen militärischen Situationen von ausschlaggeben der Bedeutung sein kann,
jedoch ist es dabei nur schwer oder nicht möglich, eine einigermaßen gleichmäßige
Verteilung der Wirkkörper m Gelände zu erreichen.
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Weiter kann bei der Wurfverlegung der Wirkkörper durch Aufschlag mit
hoher Geschwindigkeit und/oder Auftreffen auf Gestein oder andere harte Materialien
eine Beschädigung, insbesondere elektronische Bauteile von beispielsweise Nachrichtenmitteln
oder Zündern eintreten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen,
d.h. eine Verlegeeinrichtung für Wirkkörper und die Wirkkörper selbst so auszubilden,
daß innerhalb möglichst kurzer Zelt die Verlegung von möglichst vielen Wirkkörpern
erfolgt, die Abstände der in Gelände verlegten Wirkkörper möglichst gleichmäRig
sind und empfindliche Wirkkörper alle Funktionen der vorgesehenen Aufgaben ohne
Beschädigung erfüllen können.
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Zur Lösung der Aufgabe ist eine Ausstoßvorrichtung für Wirkkörper
vorgesehen, bei der erfindungsgemäß in einem Ausstoßrohr mehrere Wirkkörper axial
hintereinander angeordnet und aus diesem mittels einwirkender Axialkräfte nach vorn
zur Mündung hin ausstoßbar sind und bei der weiterhin durch verschieden große auf
den jeweiligen Wirkkörper wirkende Ausstoßkraft verschieden große Ausstoßgeschwindigkeiten
der Wirkkörper vorgesehen sind.
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Die Ausstoßgeschwindigkeit des jeweiligen Wirkkörpers direkt nach
Verlassen der Mündung der Ausstoßvorrichtung ist bedingt durch die jeweilige Ausstoßkraft,
welche als Summe der an den jeweiligen Wirkkörper angreifenden Axial-Beschleunigungskräfte
sind verzögernden Bremskräfte sowie der Reibung verstanden wird.
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In das Ausstoßrohr werden wenigstens zwei, vorzugsweise jedoch Cine
größere Anzahl von Wirkkörpern ei.ngesetzt,die mittels der auf den hintersten Wirkkörper
einwirkenden, z.B. von einer vorgespannten Schraubfeder, vorzugsweise jedoch von
einer pyrotechnischen Treibsatzladung, aufgebrachten Axialkraft gemeinsam zur Windung
des Ausstoßrohres hin ausgestoßen werden.
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Gemäß der Erfindung sind, zusätzlich zu der auf den hintersten Wirkkörper
einwirkenden Ausstoßkraft entweder eine oder mehrere die Ausstoßgeschwindigkeit
der jeweiligen Wirkkörper unterschiedlich verringernde Bremseinrichtungen oder/und
ei.n oder Mehrere vor dem hintersten Wirkkörper, zwischen zwei Wirkkörpern, einwirkende
Axialkräfte vorgesehen.
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Bremseinrichtungen sind insoweit bevorzugt, als d.iese vielfach technisch
einfacher als zusätzliche Beschleunigungseinrichtungen ausführbar sind.
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Die vorgesehenen Bremseinrichtungen sind vorzugsweise als Reibbremse
ausgebildet, könnte jedoch grundsätzlich auch beispielsweise entsprechend einer
elektromagnetischen Bremse wirken.
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Es ist vorgesehen, daß die Bremseinrichtungen auf den zweiten Wirkkörper
sind die nachfolgenden, im allgemeinen aber auch bereits auf den ersten einwirken.
Da die im Ausstoßrohr axial hintereinander liegenden Wirkkörper sich während ihrer
Bewegung innerhalb des Ausstoßrohres wie ein quasi einstückiger Körper verhalten,
wird nicht nur der z.B. zweite Wirkkörper durch Einwi..rken einer Bremseinrichtung
auf diesen verzögert, sondern auch die noch hinter ihm befindlichen. Der zweite
und folgende Wirkkörper fliegt in die ballistische Wurfbahn mit derjenigen Ausstoßgeschwindigkeit,
die durch die Summe der auf ihn auf diese Weise einwirkenden Bremskräfte gegeben
ist. Jeder nachfolgende Wirkkörper wird dann im allgemeinen eine geringere Ausstoßeschwindigkeit
haben als der vorangehende, vorher ausgestoßene Wirkkörper. Entsprechend den kleiner
werdenden Ausstoßgeschwindigkeiten werden aber auch die Wurfweiten verringert, wodurch
erfindungsgemäß die geforderte
Längsstreuung in der Ausstoßrichtung
erreicht wird.
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Dabei hat man es in der Hand, die im Einzelfall geforderte maxima]e
e Wurfweite und die Abstände zwischen den verlegten Wirkkörpern über die Größe der
axialen Ausstoßkraft und der ausgeübten Bremswirkung festzulegen Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ermöglicht also in vorteilhafter Weise mehr oder weniger gleiche Abstände
zwischen den in der Ausstoßlinie im Gelände liegenden Wirkkörpern. Geringe Abweichungen
in den tatsächlichen Abständen sind im wesentlichen nur noch dadurch bedingt, daß
die Wirkkörper nach dem erstmaligen Aufprall auf den Geländeboden je nach dessen
Dämpfungseigenschaften noch unterschiedliche Nachbewegungen ausführen können.
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Angepaßt an den im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt der Ausstoßvorrichtung
sind die Wirkkörper mit zylindrischer oder im groben Ganzen zylind.rischer Oberfläche
ausgebildet. Grundsätzlich können die Wirkkörper aber auch eine beliebig anders
geformte Oberflache aufweisen.
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Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die Bremseinrichtungen entweder
an der Ausstoßvorrichtung, , d.h. im allgemeinen am Ausstnßrohr an oder nahe der
Mündung oder/und an den Wirkkörpern an oder in der zylindrischen Außenfläche bzw.
als deren Teil auszubilden.
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Ortsfest an der Ausstoßvorrichtung ausgebildete Bremseinrichtungen
sind bevorzugt an jedem Ausstoßrohr nur einmal bzw. als mehrere zusammen wirkende
Bremselemente vorhanden. Solche Bremseinrichtungen wirken beim Passieren der Wirkkörper
auf diese ein, wobei die Summe der Brem.swirblngen in der beschriebenen Weise für
jeden Wirkkörper der Wurfserie verschieden ist und die vom ersten bis zum letzten
Wirkkörper jeweils kleiner werdenden Ausstoßgeschwindigkeiten erzeugt.
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Die an der Ausstoßvorrichtung ausgebildeten Bremseinrichtungen könren
beispielsweise in Form von wenigstens zwei längs des Umfangs des Ausstoßrohres symmetrisch
verteilt angeordneten Bremsklötzen ausgebildet sein, die beim Passieren der Wirkkörper
an deren Mantelfläche entlang schleifen und entsprechend der radialen Anpreßkraft,
der Anpreßfläche und dem Reibungskoeffizienten bremsend auf die Wirkkörper wirken.
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In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist statt dessin jedoch
vorgesehen, die Bremseinrichtung als vorzugsweise an oder nahe der Mündung angeordnetes,
die Wirkkörper bei deren durchgang reibschlüssig umgreifendes ringförmiges Element
auszubilden.
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Die Anordnung an oder nahe der Mündung des Ausstoßrohres ermöglicht
eine konstruktiv einfache Verbindung zwischen der Bremseinrichtung und dem Ausstoßrohr.
Sofern das Ausstoßrohr nicht erst unmittelbar vor dem Verlegen der Wirkkörper mit
diesem geladen wird, sondern bereits im geladenen Zustand vom Munitionsdepot o.dgl.
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abgegeben, transportiert und entsprechend gehandhabt wird, erweist
es sich als vorteilhaft, die Bremseinrichtung so anzuordnen, daß sie unmittelbar
am ersten Wirkkörper anliegt oder diesen auch bereits reibschliissig umgreift, um
mittels der Bremseinrichtung eine' Lagesicherung der Wirkkörper innerhalb des Ausstoßrohres
zu erreichen. Die Ausbildung als ringförmiges Element, erleichtert die Montage,
da z.B. keine symmetrische Verteilung zu ber.icksi.chtigen ist, und erweist sich
auch bezüglich der aufzubringenden Bremskräfte als vorteilhaft.
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Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung ragt die Bremseinrichtung
in den von den Wirkkörpern bei.m Durchgang durch das Ausstoßrohr ausgefüllten Querschnittsteil
des Ausstoßrohres hinein und ist elastisch deformierbar. Die beispielsweise als
radlal angeordnete Lamellen, Zungen bzw. als Ringscheibe oder Ringzylinder ausgebildete
Bremseinrichtung wird dann beim Durchgang der Wirkkörper durch diese nach außen
elastisch aufgeweitet. Da bei die ser Aufweitung auch größere radiale Toleranzen
der einzelnen Teile die erzielte Bremswirkung praktisch nicht beeinflussen, ist
damit eine vorteilhafte Fertigungsvereinfachung erreicht.
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Die als an den Wirkkörpern an oder in der zylindrischen Außenfläche
bzw. als Teil der Außenfläche der Wirkkörper ausgebildeten Bremseinrichtungen können
als Rippen, Nocken, Bremsklötze oder Ringe an oder in der Zylinderfläche der Wirkkörper
ausgebildet sein.
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9s ist möglich, alle Wirkkörper einer Ausstoßvorrichtung mit gleichen
oder gegebenenfalls voneinander verschiedenen Bremseinrichtungen zu versehen. Es
ist auch möglich, beispielsweise nur den zweiten bis letzten Wirkkörper oder einige
Wirkkörper, beispielsweise den zweiten, vierten, sechsten und achten Wirkkörper
mit
Bremseinrichtungen zu versehen. Möglich ist auch, nur einen, beispielsweise den
fünften von zehn Wirkkörpern einer Ausstoßserie mit einer oder mehreren Bremseinrichtungen
zu versehen.
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Die Bremseinrichtungen der Wirkkörper sind vorzugsweise als Reibbremse
ausgebildet und wirken dann durch Reibung an der Innenfläche des Ausstoßrohrs oder
eines Teils des Ausstoßrohrs, können aber auch entsprechend der magnetischen bzw.
elektromagnetischen Bremse wirken.
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Durch das genannte quasi einstückige Verhalten der Wirkkörper bei
Ausstoß bc>.wirkt die Bremseinrichtung eines Wirkkörpers auch die Verzögerung
der nachfolgenden Wirkkörper und - zusammen mit der stärkeren Bremswirkung der nachfolgenden
Wirkkörper durch deren längeren Bremsweg - eine geringere AusstoSgeschwindigkeit
der nach folgenden Wirkkörper gegeniber dem oder den vorangehenden Wirkkörpern und
somit die geforderte Lhngsstreuung in Ausstoßrichtung.
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Die Bremseinrichtungen der Wirkkörper können in Längsrichtung, d.h.
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in Ausstoßrichtung oder/und radial in Querrichtung oder gegebenenfalls
in Spiralform an der zylindrischen Außenfläche oder in Aussparung der zylindrischen
Außenfläche angeordnet sein.
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Die Bremseinrichtung kann auch gegebenenfalls in Art einer Kappe auf
der kreisförmigen Kopffläche der Wirkkörper aufgesetzt und gegehenenfalls durch
z.B. Klebern befestigt sein.
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Die Bremseinrichtungen der Wirkkörper können starr sein oder durch
Wahl e]astischer Materialien bzw. Formgebung elastisch sein.
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Es ist auch möglich an sich starr ausgebildete Bremeinrichfungen z.B.
in einer Nut oder Aussparung zusammen mit einer elastischen Unterlage z.B. einem
Gummikissen oder -ring oder einem Federelemeint anzuordnen.
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Es ist auch möglich, die zylindrische Außenfläche der Wirkkörper so
auszubilden, daß die Bremselemente ein Teil der Außenfläche sind. Diese Ausbildung
der Außenfläche ermöglicht eine vereinfachte Fertigung.
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Die Bremseinrichtungen können eine regelmäßige oder unregelmäßige
Gestalt oder Anordnung besi-tzen oder in einer rauen Oberflächenstruktur der Wirkkörperoberfläche
bestehen. Unregelmäßige Oberflächen
verleihen den Wirkkörpern
gute Tarnungseigenschaften im Gelände.
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In vorteilhafter Weise können die Bremseinrichtungen so angeordnet
werden, daß außen liegende Konstruktionselemente der Wirkkörper wie Federn, Sensoren,
Hebel geschitzt werd.en bzw. daß Verbindungselemente durch Aussparungen gef;ihrt
sind: Die Bremseinrichtungen können weiter dazu dienen, in der Ausstoßvorrichtung
oder in Magazinbehältern die Wirkkörper radial zu fixieren und gegebenenfalls Durchmessertoleranzen
zwischen Außendurchmesser des Wirkkörpers und Innendurchmesser des Ausstoßrohres
auszugleichen.
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Die anstelle der Bremseinrichtungen oder zusätzlich zu diesen erfindungsgemäß
vorgesehenen zwischen jeweils zwei Wirkkörpern angeordneten zusätzlichen Axialkräfte
können fllS Federelemente oder gegebenenfalls als kleine zusätzliche Treibsatzladungen
in, an oder zwischen den kreisförmigen Bodenflächen der Wirkkörper, im all gemeinen
nur in oder an einem Teil der Bodenfläche, ausgebildet sein.
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Die Bodenfläche aller Wirkkörper, oder die Bodenfläche nl1.r eines
Teils der Wirkkörper kann mit den zusatzlich Axialkraft erzeugenden Elementen ausgestattet
sein.
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Im Falle von Federelementen sind diese zusätzlich Zu der Axialkraft
am mündungsgegenseitigen Ende des Ausstoßrohres vorgesehen; im Falle von pyrotechnischen
Treibsatzladungen können kleine Ladungen zusätzlich oder entsprechend größer zu
bemessende Treibsatzladungen anstelle der Axialkraft am mündungsgegenseitigen Ende
vorgesehen werden, wobei alle, oder mirdestens einige nnd.
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der letzte Wirkkörper eine Treibsatzladung aufweisen. Es ist auch
möglich, anstelle der Axialkraft am mündungsgegenseitigen Ende an letzten Wirkkörper
einen Treibsatz und zwischen allen oder einem Teil der davor angeordneten Wirkkörper
Federelemente vorzusehen.
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Zur Lösung der Aufgabe, insbesondere zum Schutz der Wirkkörper vor
Beschädigungen, ist gegebeneufalls einer Ummantelung oder Teilummantelung der Wirkkörper
aus elastischem Werkstoff außenauf dem Gehäuse oder anstelle des Gehäuses vorgesehen.
Im allgemeinen ist es ausreichend, die zylindrische Außenfläche, oder einen Teil
der zylindrischen Außenfläche mit einer zusätzlichen
Ummantelung
zu versehen oder als elastische Ummantelung auszubilden.
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Die elastische Ummantelung oder Teilummantelung kann eine Formgebung
besitzen, daß sie gleichzeitig die genannten an den Wirkkörpern angeordneten Bremseinrichtungen
aufweist oder solche Bremseinrichtungen in z.B. Nuten eingesetzt enthält Andererseits
ist es möglich, ein Bremselement oder mehrere von diesen durch deren Ausbildung
oder/ und Anordnung am Wirkkörper gleichzeitig als dessen Ummantelung, oder insbesondere
Teilummantelung auszubilden.
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Um sowohl dns Gewicht als auch den Platzbedarf flir die die Axialkraft
erzeugende Einrichtung möglichst klein zu halten, wird bevorzugt erfindungsgemäß
vorgesehen, das mündungsgegenseitige Ende des Ausstoßrohres als geschlossenen Boden
mit einer die Axialkraft für den Ausstoß der Wirkkörper erzeugenden Ausstoßladung,
insbesondere einer pyrotechnischen Treibsatzladung auszubilden.
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Die pyrotechnische Treibsatzladung wird vorzugsweise elektrisch gez
índet, könnte aber beispielsweise auch durch Schlag gezündet werden. Zweckmäßigerweise
ist zwischen der Ausstoßladung und dem hintersten Wirkkörper zusätzlich ein Treibspiegel
vorgesehen, usn eine ginstige Übertragung der axialen Druckkräfte der Treibgase
der Treibsatzladung auf die Wirkkörper zu erreichen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen gezeigt
und wird anhand dieses nach.stehend noch näher erläutert.
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Es zeigen Figur 1 ein Ausstoßrohr mit eingesetzten Wirkkörpern im
Längsschnitt, Figur 2 einen Ausschnitt hieraus im vergröBerten Maßstab, Figur 3
die Wurfabhnen, Figur 4 ein Ausstoßrohr mit eingesetzten Wirkkörpern im Längsschnitt,
Figuren G bis 9 Wirkkörper, Figuren 10 und 11 Ausschnitte im vergrößerten Maßstab
aus Wirkkörpern im Längsschnitt, Figur 12 ein Ausstoßrohr mit eingesetztem Wirkkörper
im Längsschnitt,
Figur 13 einen ummantelten Wirkkörper, Figuren
14 und 15 Seitenansicht und Aufsicht eines ummantelten Wirkkörpers und Figuren 15
bis 18 Ausschnitte aus Ummantelungen.
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In das in Figur 1 gezeigte, beispielsweise aus Stahl, Aluminium oder
auch glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellte Ausstoßrohr 1 sind die Wirkkörper
2 bis 8 mit i.m wesentlichen kreiszylindrischer Außenfläche axial hintereinander
eingesetzt. An der Mündung 9 des Ausstoßrohres 1 ist die Bremseinrichtung 10, bier
eine Ringscheibe, angeordnet, deren lichter Querschnitt 11 kleiner als der Wirkkörperquerschnitt
ist. Die e Bremseinrichtung 10 liegt am ersten Wirkkörper an und bewirkt dadurch
gleichzeitig eine axiale Lagesicherung der Wirkkörper 2 bis 8 während des Transportes
und der Handhabung der die Wirkkörper enthaltenden Ausstoßvorrichtung.
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Die Bremseinrichtung 10 ist aus einem elastisch deformierbaren Material
wie beispielsweise Gummi, Kunststoff wie Polyäthylen, Pol.y-1propylen, weichem PVO
oder auch federndem Material, vorzugsweise Stahl, hergestellt. Im letzteren Falle
könnte die Ringscheibe z.B.
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noch mit vom inneren Rand ausgehenden radialen Schlitzen versehen
werden, um gegebenenfalls das radiale Aufweiten der Bremseinrichtung zu erleichtern.
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An dem der Miindung 9 des Ausstoßrohres 1 gegenüberliegenden Ende
ist dieses mit dem geschlossenen Boden 12 und in diesem einem setzter Ausstoßladung
13 versehen, die über das Zündelement 14 mit 'den belden Zünddrähten 15 elektrisch
zündbar ist. Zwischen dem hintersten Wirkkörper 8 und der Ausstoßladung 13, hier
einer pyrotechrischen Treibsatzladung, ist d.er Treibspiegel 16 sus beispielsweise
Kunststoff oder Pappe angeordnet, um eine mögl chst günstige Ausnutzung der von
der Ausstoßladung 13 nach deren Zündung erzeugten und auf den Treibspiegel 16 einwirkende
Treibgase zu erreichen.
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Figur 2 zeigt das vordere Ende des Ausstoßrohres 1 während des Ausstoßvorganges.
Die Bremseinrichtung 10 ist an der Mündung 9 mittels des beispielsweise eingeschraubten
Ringflansches 17 gehalten. Der erste Wirkkörper 2 hat das Ausstoßrohr 1 bereits
verlassen,
während der zweite Wirkkörper 3 die Bremseinrichtung
10 etwa zur Hälfte passiert hat. Beim Durchgang der Wirkkörper 2 bis wird der innere
Bereich der Ringscheibe unter elastischer Deformation i.n axialer Richtung nach
außen gedrickt, sozusagen umgestülpt, bis sie mi.t dem so gebildeten axialen Kragen
an der Mantelfläche der Wurfkörper arliegt und diese durch die hierdurch auftretenden
Reibungskräfte abbremst.
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Der Bremsvorgang laalft im einzelnen wie folgt ab: Die Wirkkörper
2 bis 8 treten bei fehlender Bremseinrichtung 10 alle mit der Austrittsgeschwindigkeit
V0 aus dem Austrittsrohr 1 aus und ]iegen dann im Gelände mehr oder weniger dicht
beieinander, unabhängig von der Ausbildung der Ausstoßladung. Die geforderte Streuung
in der Schußlinie wird nicht erreicht. Durch die erfindungsgemäße Bremseinrichtung
10 wird der ersten Wirkkörper 2 beim Durchgang durch diese und damit auch die nachfolgenden
Wi.rkkörper 3 bis 8 von der Gesehwindigkeit V0 auf die Geschwindigkeit V1 abgebremst.
Der Wirkkörper 2 flj egt also mit der Austrittsgeschwindigkeit V1 in seine ballistische
Bahn.
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Beim Durchgang des zweiten Wirkkörpers 3 durch die Bremseinleitung
10 wird dieser und auch die nachfolgenden Wirkkörper 4 bis 8 auf die Austrittsgeschwindigkeit
V2 bis V7 abgebremst und fliegt mit dieser Geschwindigkeit ebenfalls in eine ballistische
Bahn, die kürzer ist als die des ersten Wirkkörpers 2.
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Pei den restlichen Wirkkörpern 4 bis 8 wiederholt sich dieser Vorgang.
Dabei ist selbstverständlich die Ausstoßladung 13 so groß u wählen, daß auch der
letzte Wirkkörper 8 noch einwandfrei ausgestoßen wird.
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tEn der Figur 3 sind die unterschiedlichen ballistischen Bahnen {Her
Wirkkörner 2 bis 8 dargestellt, aus denen sich die unterschiedlichen Aufschlagorte
auf dem Geländeboden 18 und damit die geforderte Längsstreuung der Wirkkörper 2
bis 8 ergibt. 8 Durch die Abstimmung der Reibung zwischen den Wirkkörpern 2 bis
8 und der Bremseinrichtung 10 lassen sich die Wurfweiten und die Abstande
zwischen
den einzelnen Wirkkörpern den Erfordernissen des Einzelfalles entsprechend festlegen.
So kann beispielsweise vorgesehen werden, daß die maximale Reichweite etwa 80 m
und der Abstand zwischen zwei. benachbarten Wirkkörpern etwa 10 m beträgt. Das Ausstoßrohr
1 liegt gemäß Figur 3 auf einer schematisch dargestellten Abschußeinrichtung 19
auf, bei der es sich z.B. um ein ummittelbar auf den Geländeboden 18 aufgesetztes
Abschußgestell oder auch ein Fahrzeug mit entsprechender Positionseinrichtung handeln
kann.
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In das in Figur 4 gezeigte vordere Teil des Ausstoßrohres 1 sind die
hintereinander eingesetzten Wirkkörper 2, 3 und teilweise 4 sichtbar und durch eine
gegebenenfalls vorzusehende vor dem Ausstoß abnehmbare Lagesicherung 20 gehalten.
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In die zylindrischen Außenflächen der Wirkkörper 2 bi s 4 ist die
Bremseinrichtung 22, hi.er ein O-Ring aus Gummi oder elastischem Kunststoff, in
eine Ringnut 21 eingelegt. Die Bremseinrichtung 22 ragt etwa über die zylindrische
Außenfläche der Wirkkörper heraus und liegt an der Innenseite des AusstoRrohre.
ringförmig an.
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zeigt 5 zeigt einen Wirkkörper des Ausstoßrohrs nach Figur 4 mit B-emseinrichtung
22 in Gestalt eines O-Rings, der in einer nicht sichtbar daru.nterlieZenden Ringnut
angeordnet ist, welche in der zylindrischen Außenfläche 23 des Wirkkörpers parallel
zur Kante 9sr kreisförmigen Kopffläche ausgespart ist.
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Figur 6 zeigt zwei bremsklotzartige Bremseinrichtungen 24, welche
in die zylindrische Außenfläche 23 des Wirkkörpers einander gegeniiberli.egend und
in gleichem Abstand von der kreisförmigen oberen Kopffläche in jeweils ei.ner, nicht
sichtbaren Aussparung angeordnet ist.
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Figur 7 zeigt drei rippenförmige Bremseinrichtungen 25, welche als
Bestandteil der zylindrischen Außenfläche parallel zur Zylinderachse in regelmäßigen
Abständen zueinander angeordnet sind und zusammen mit dieser in einem Arbeitsgang
z,B. durch Spritzgießen eines elastischen Kunststoffs ausgeformt wurden. Die rippenförmigen
Bremseinrichtungen 25 könnten auch als stabförmige elastische Korper in Nuten der
zylindrischen Außenfläche, auf der ganzen Länge zwischen den kreisförmigen Kopfflächen
oder einem Teil dieser Länge, eingesetzt sein.
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Figur 8 zeigt einen Wirkkörper mit drei rippenförmigen an d.er zylindrischen
Außenfläche angeordneten Bremseinrichtungen 26, welche über den auf der kreisförmigen
vorderen Kopffläche aufliegenden Vebindungsstegen 27 miteinander verbunden sind.
Die flach asusgebildeten Bremseinrichtungen 26 sowie die ebenfalls flach ausgebildeten
Ver.bindungsstege 27 liegen eng an der zylindrischen bzw. kreisformigen Außenflbche
des Wirkkörpers an und werden als ein pa paßgerechter Formkörper in einem Arbeitsgang
ausgeformt.
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Zwischen den Verbindungsstegen 27 kann eine Aussparung 28 vorgesehen
werden, in der gegebenenfalls axial wirkende Federelemente oder eine kleine Treibsatzladung
oder gegebenenfalls außenliegende Konstruktionselemente der Wirkkörper angeordnet
werden können.
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Figur 9 zeigt einen Wirkkörper mit einem haubenförmig über den vorderen,
der Mündung des Ausstoßrohres zugewandten Teil des Wirkkörpers aufgesetzten Bremselement
29. Der als Bremseinrichtung wirkende ringförmige Rand 30 liegt an der zylindrischen
Außenfläche des Wirkkörpers an und kann an dieser mehr oder weniger weit heriinten
geführt sei.n. Dieses haubenförmige Bremselement kann als beispielsweise aus elastischen
Kunststoffen gefestigter Formkörper zugleich als Teilummantelung des Wirkkörpers
ausgebildn: Spin, welcher den vorderen Teil des Wirkkörpers, der in den meisten
Fällem im Gelände aufschlägt, vor Beschädigungen schützt.
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Ein jeweils gleichartiges haubenförmiges Element auf dem vorderen
Teil und dem hinteren Teil des Wirkkörpers, welche durch hochelastische Bänder entlang
den zylindrischen Außenflächen verbunden sind, könnte den Schutz des Wirkkörpers
vor Beschädigungen verstärken. Es ist auch möglich, das haubenförmige Element anstelle
der kreisförmigen Außenfläche des Gehäuses vorzusehen.
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Der in Figur 10 gezeigte Ausschnitt eines Wirkkörpers zeigt eine
in der Ringnut 35 des Gehauses 31 des Wirkkörpers 32 eingelegte Bremseinrichtung
33 in Form einer parallel zur Kante der kreisförmigen außenfläche liegenden Manschette,die
hier zusätzlich mit einen in einer Vertiefung der Nut liegenden ringförmigen Spannband
34 gehalten ist. Bei Laden des Ausstoßrohrs entgegen der Pfeilrichtung hält das
Spannband 34 die Bremseinrichtung in der gezeigten Lage; bei Ausstoß des Wirkkörpers
in Pfeilrichtung wird der nach vorn liegende Teil 35 der Bremseinrichturig durch
Reibung
an der Rohrwand 36 gestaucht und wirkt als Bremse.
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In Figur 11 ist in einer im wesentlichen rechteckigen Ausnehmung eine
Bremseinrichtung 37 als durch eine Feder 38 steter Bremsklotz eingelegt, der an
die innere Rohrwand 36 angedrückt wird. Im allgemeinen ist am gegenüberliegenden
Teil der zylindrischen Außenfläche eine gleichartige Bremseinrichtung 37 vorgesehen.
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In das in Figur 12 gezeigte Ausstoßrohr 1 sind in den Wirkkörpern
2 bis 6 zentral in beiden kreisförmigen Außenflächen zylindrische Aussparungen 39
angeordnet, welche zwischen jeweils zwei Wirkkörpern zylindrische Kammern bilden,
in denen axial wirk-ame Federelemente, hier zylindrische Druckfedern 4O, angeordnet
sind. Die Druckfedern können auch konische oder rechteckige Querschnitte haben.
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Anstelle der Federelemente könnten auch kleine Ausstoßladurgen angeordnet
sein.
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Die Federelemente wie auch die zusätzlichen Ausstoßladungen bewirken
das der Wirkkörper 2 mit größerer Ausstoßgeschwindigkeit und der nachfolgenden Wirkkörper
3 mit geringerer und jeder folgende Wirkkörper mit jeweils dem vorangehenden gegenüber
verminderter Ausstoßgeschwindigkeit das Ausstoßrohr 1 verläßt.
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Die Federelemente bzw. die kleinen Ausstoßladungen bewirken weiter
eine Trennung der Wirkkörper voneinander Der in Figur 13 in Seitenansicht gezeigte
Wirkkörper weist auf.
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seiner zylindrischen Außenfläche eine der zylindrischen Form angepaßte
Ummantelung 42 als Teilummantelung auf, welche beide kreisförmige Kopfflächen und
einen Teil 41 der zylindrischen Außenfläche unummantelt läßt Die aus elastischem
Kunststoffmaterial in, einem Stück gefertigte Teilummantelung weist auf der Oberfläche
parallel zur Zylinderachse Rippen 43 von verschiedener Querschnitts gestalt auf,
die in Figur 14 in Aufsicht auf eine kreisförmige Kopffläche beispielhaft gezeigt
sind.
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Die in Figur 14 gezeigten Rippen 44 und 45 der Ummantelung verstärken
bei Aufschlag des Wirkkörpers im Gelände die dämpfenden und vor Beschädigungen schützonden
Eigenschaften der Ummantelung und erleichtern zugleich die radiale Fixienung der
Wirkkörper im Ausstoßrohr; die am weitesten über der Umfang hinausragenden Rippen
45 mit den Reibungsrippen 46 wirken über die genannten
Eigenschaften
hinaus als Bremseinrichtungen des Wirkkörpers bei dem Ausstoß; die zwischen zwei
Rippen ausgebildete Nut 47 kann außenliegende Konstruktionselemente geschützt aufnehmen
ebenso wie die zu Nockenreihen angeordneten Nocken 48 und 49 zwischen sich Konstruktionselemente
oder Verbindungselemente geschütz aufnehmen können.
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Die beispielhaft gezeigten Rippenquerschnitte können am gleichen oder
verschiedenen Wirkkörper vorhanden sein.
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Die in den Figuren 15 und 16 gezeigten Ausschnitte aus Ummantelungen
42 der zylindrischen Außenfläche 41 zeigen als Bremseinrichtungen ausgebildete Erhebung
auf der Außenfläche der Ummantelung; die halbkugelig hervortretende Nocke 50 kann
in mehrfacher Ausbildung in Reihen parallel zur Zylinderachse oder parallel zur
Kante der kreisförmigen Kopffläche des Wirkkörpers ausgebildet sein; die als Reibungsrippe
51 ausgebildete Bremseinrichtung kann einmal oder mehrfach parallel zur Zylinderachse
oder parallel zur Kante der Kopffläche als Teil der Ummantelung ausgebildet sein.
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Die in den Figuren 17 und 18 gezeigten Ausschnitte aus der Ummantelung
42 weisen eingesetzte Bremselemente 53 - 54 in Form von Bremsklötzchen 53 bzw. von
mit einer Rippe versehenen Bremsklötzchen 54 auf, welche von Federelementen 55 an
die Rohrwandungen angedrückt werden und welche mehrfach in regelmäßiger oder unregelmäßiger
Anordnung in die Ummantelung eingesetzt sein können.