DE288853C - - Google Patents
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- DE288853C DE288853C DENDAT288853D DE288853DA DE288853C DE 288853 C DE288853 C DE 288853C DE NDAT288853 D DENDAT288853 D DE NDAT288853D DE 288853D A DE288853D A DE 288853DA DE 288853 C DE288853 C DE 288853C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/06—Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means
- B61L5/065—Construction of driving mechanism
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Railway Tracks (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 288853 KLASSE 20«. GRUPPE
Aufschneidbarer Weichenantrieb. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1914 ab.
Die Weichenantriebe bei Kraftstellwerken werden in der Regel mit Festhaltevorrichtungen
ausgerüstet, welche die Weichen in ihren Endlagen sichern. Sollen die Weichen aufschneidbar
eingerichtet werden, so muß diese Festhaltevorrichtung beim Aufschneiden durch die Bewegung der Zungen beseitigt werden.
Um eine sichere Läge der Weichenzungen in der Grundstellung zu erzielen, darf das Auf-
schneiden der Weichenzungen nur unter Überwindung
einer bestimmten Gegenkraft ausführbar sein. Diese Gegenkraft kann bei Verwendung
selbstsperrender Getriebe zwischen Motor und Weichenzungen geliefert werden
*5 durch eine Reibungskupplung, eine Federkupplung ο. dgl., die zwischen Motor und Weichenzungen
eingeschaltet wird. Bei nicht selbstsperrenden Getrieben muß hingegen eine besondere
Festhaltevorrichtung angeordnet sein, die das Aufschneiden der Weichen nur bei
Aufbietung einer bestimmten Kraft zuläßt, d. h. die Sperrung darf sich nur unter Kraftaufwand
lösen lassen. Diese Kraft zur Auslösung der Sperrvorrichtung muß bei den be-
a5 kannten Einrichtungen aber auch - bei Bewegung
der Weichen vom Stellwerk überwunden und infolgedessen geliefert werden. Dies bedeutet aber den nutzlosen Verlust eines
ziemlich erheblichen Teiles der zum Umstellen der Weiche aufzuwendenden Gesamtarbeit.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, bei der diese Gegenkraft nur beim Aufschneiden
der Weiche überwunden zu werden braucht, dagegen nicht beim normalen Umstellen der Weiche vom Stellwerk aus. Es
tritt daher bei dem erfindungsgemäß eingerichteten Weichenantriebe kein weiterer Kraftverbrauch
ein, als zur Überwindung der Reibung der Weichenzungen und des Gestänges und allenfalls noch der Sperrklinken erforderlieh
ist. Der Motor kann daher erheblich kleiner ausfallen als bei den anderen Antrieben.
Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst, und zwar durch eine derartige Einrichtung
der Sperrung, daß ihre Beseitigung an und für sich nur sehr wenig Kraft fordert,
daß aber die Sperrung über ein beispielsweise federndes Zwischenglied die Weichenzungen
verriegelt, das beim Aufschneiden der Weiche zunächst zusammengedrückt werden muß, ehe
die Sperrung ausgehoben und die Weiche entriegelt werden kann. Dadurch wird trotz der
Verwendung eines nicht' selbstsperrenden Getriebes eine genügend sichere Lage der Weichenzungen
in den Grundstellungen erzielt, da die Weichenzungen bei Lageveränderungen, die etwa durch Erschütterung unabsichtlich
herbeigeführt werden, immer wieder durch die Kraft der Feder in die richtige Lage zurückgebracht
werden. Bei dem Umstellen der Weiche vom Stellwerk aus dagegen wird bereits vor Beginn der Weichenbewegung die
Sperre ausgehoben, so daß das federnde Zwi-
schenglied bei der Weichenumstellung ausgeschaltet wird. Die Größe der Aufschneidkraft
hängt nur von der Stärke der verwendeten Feder ab und ist also genau einstellbar.
Außerdem bietet die Einrichtung noch den Vorteil, daß die beiden Arbeitsvorgänge des Aushebens der Sperre und des Umstellens der Weiche nacheinander ausgeführt werden. Die wenn auch verhältnismäßig geringe Arbeit des
Außerdem bietet die Einrichtung noch den Vorteil, daß die beiden Arbeitsvorgänge des Aushebens der Sperre und des Umstellens der Weiche nacheinander ausgeführt werden. Die wenn auch verhältnismäßig geringe Arbeit des
ίο Aushebens der Sperre braucht also vom Motor
aus nicht gleichzeitig mit der Arbeit der Umstellung der Weiche geleistet zu werden.
In Fig. ι und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Fig. 1
bedeutet 1 einen Motor, welcher mittels des Zahnrades 2 auf den mit Zahnstange versehenen
Schieber 3 einwirkt. Der Schieber 3 hat Anschläge 4 und 5, zwischen denen sich ein
Anschlag 6 eines mit der Weiche verbundenen zweiten Schiebers 7 befindet. Der Schieber 7
ist mittels der Feder 8 mit einem anderen Schieber 9 gekuppelt, der in seinen beiden
Endlagen durch die Sperrhebel 10 und 11 gesperrt
werden kann. Diese Sperrhebel 10 und 11 werden durch den Schieber 3 mittels des
Ansatzes 12 gesteuert. Außerdem sind diese Hebel mit elektrischen Schaltern verbunden,
so daß durch die Bewegung der Hebel beispielsweise Überwachungsströme geschlossen
oder unterbrochen werden können. In der Lage der Weiche nach Fig. 1 muß beim Aufschneiden
der Weiche die Kraft der Feder 8 überwunden werden, da eine Bewegung des Schiebers 9 durch den Sperrhebel 11 verhindert
wird. Erleidet die Weichenzunge etwa durch Erschütterungen leichte Verstellungen,
so wird sie durch die Feder 8 immer wieder in die richtige Lage gebracht. Tritt ein Aufschneiden
der Weiche ein, so wirkt bei Beginn der Aufschneidebewegung die Weichenzunge mittels des Schiebers 7 sowohl auf den
Schieber 3 Und den Motor als auch auf die Feder 8 ein. Infolge der Wahl eines nicht
selbstsperrenden Getriebes zwischen Motor und Schieber 3 verschwindet die zum Zurückdrehen
des Motors erforderliche Kraft gegenüber der Kraft der Feder 8. Die Feder 8 wird
zunächst zusammengedrückt, bis der Sperrhebel 11 durch die abgeschrägte Kante des
Ansatzes 12 ausgehoben wird. Dadurch wird der Schieber 9 frei und folgt der Bewegung
des Schiebers 7. Bei völliger Überführung der Weiche in die neue Lage wird der Schieber
9 durch den Sperrhebel 10 in seiner rechten Endlage gesperrt.
Soll die Weiche aus der Lage in Fig. 1 heraus durch den Motor in die andere Lage
verstellt werden, so bewegt der Motor 1 mittels des Zahnrades 2 zuerst den Riegel 3 nach
rechts, und zwar ohne zunächst den Riegel 7 und die Weichenzungen mitzunehmen, da der
Anschlag 6 zwischen den Anschlägen 4 und 5 einen entsprechenden Spielraum besitzt. Durch
die Bewegung des Schiebers 3 nach rechts wird der Sperrhebel 11 mittels des Ansatzes
12 ausgehoben, so daß die Sperrung für den Schieber 9 beseitigt wird. Der Anschlag 5
nimmt dann den Anschlag 6 mit und stellt die Weiche dadurch um. In der neuen Endlage
der Weiche wird der Schieber 9 durch den Sperrhebel 10 gesperrt, so daß also auch
in der neuen Lage die Weichenzungen wieder mit der Kraft der Feder 8 in ihrer Lage gehalten
werden.
In Fig. 2 ist derselbe Antrieb mit radförmig ausgebildeten Übertragungsgliedern dargestellt,
ι ist wieder der Motor; statt des Zahnrades 2 der vorigen Figur ist eine Schnecke 2
gewählt, die nicht selbstsperrend ist. Es entspricht jetzt der Körper 3 dem Schieber 3
der vorigen Figur. 4 und 5 sind zwei Ausschnitte in dem radförmigen Körper 3, welche
die Anschläge 6 ebenso mitnehmen, wie in der vorigen Figur die Anschläge 4 und 5 den
Anschlag 6. Der ebenfalls radförmige Übertragungskörper 7 besitzt ein Zahnrad 13, das
in die Zahnstange 14 eingreift, die mit den Weichenzungen verbunden ist. Der Ansatz 9
in Fig. 2 entspricht wieder dem Ansatz 9 in Fig. i. 10 und 11 sind die beiden Sperrhebel, go
welche den Ansatz 9 in seinen beiden Endlagen sperren; 8 ist die Feder, mittels der die
Kraft von 7 auf 9 übertragen wird. Der runde Körper 3 besitzt einen Ausschnitt 12 mit abgeschrägten
Kanten 15 und 16, welche die Sperrhebel 10 und 11 beim Verstellen oder
Aufschneiden der Weiche ausheben. Die Wirkungsweise der Einrichtung ist unter Berücksichtigung
des bei der Fig. 1 Gesagten ohne weiteres verständlich.
Statt des in Fig. 1 und 2 gezeichneten Elektromotors kann natürlich ein anderer geeigneter
Antrieb (hydraulisch, Preßluft oder Handbetrieb usw.) gewählt werden. Statt durch eine Feder kann die beim Aufschneiden
zu überwindende Kraft auch durch einen Gewichtshebel oder eine Reibungskupplung geliefert
werden, die an Stelle der Feder 8 anzubringen wären.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Aufschneidbarer Weichenantrieb mit Sperrung der Weichenzungen in den beiden Endlagen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Sperrung (9, 10, 11) und Weichenzungen ein unstarres Zwischenglied (8) (Feder, Gewichtshebel, Reibungskupplung) eingeschaltet ist und die Sperrung beim Umstellen der Weiche vom Motor aus vor Beginn der Weichenbewegung, beim Auf-schneiden der Weiche dagegen erst nach j unter Ausschaltung des unstarren Zwischen-Beginn der Weichenbewegung beseitigt j gliedes vor sich gehen kann,
wird, so daß die Weichenstellung beim j 2. Aufschneidbarer Weichenantrieb nachAufschneiden nur unter Überwindung der j Anspruch i, gekennzeichnet durch die Ver-Gegenkraft des unstarren Zwischengliedes, Wendung einer nicht selbstsperrenden Über-bei Umstellen durch den Motor dagegen tragung zwischen Motor und Weichenzunge.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BEIiLIN. GEDRUCKT IN DER KElCHSnRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288853C true DE288853C (de) |
Family
ID=543933
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288853D Active DE288853C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288853C (de) |
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0
- DE DENDAT288853D patent/DE288853C/de active Active
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