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DE288375C - - Google Patents

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Publication number
DE288375C
DE288375C DENDAT288375D DE288375DA DE288375C DE 288375 C DE288375 C DE 288375C DE NDAT288375 D DENDAT288375 D DE NDAT288375D DE 288375D A DE288375D A DE 288375DA DE 288375 C DE288375 C DE 288375C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bacteria
milk
lactic acid
cultures
boiled
Prior art date
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DENDAT288375D
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English (en)
Publication of DE288375C publication Critical patent/DE288375C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/66Microorganisms or materials therefrom
    • A61K35/74Bacteria
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/66Microorganisms or materials therefrom
    • A61K35/74Bacteria
    • A61K35/741Probiotics
    • A61K35/744Lactic acid bacteria, e.g. enterococci, pediococci, lactococci, streptococci or leuconostocs
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/04Preserving or maintaining viable microorganisms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/20Bacteria; Culture media therefor

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
erzeugenden Bakterien.
Zur Herstellung haltbarer Trockenkulturen von Kolibakterien, besonders aber von Milchsäure erzeugenden Bakterien — Kokken sowohl wie Stäbchen.·—, wird im allgemeinen Milch als Ausgangsmaterial benutzt.
Die Züchtung von Milchsäurebakterien in Milch geschieht empirisch seit Jahrhunderten bei Herstellung der verschiedenen Sauermilcharten, und durch Erfahrung ist es den Orien-
Lo talen längst bekannt, daß durch Trocknung des Kaseins von Sauermilch eine haltbare Masse erhalten wird, mit welcher jederzeit wieder frische Milch gesäuert werden kann. Ebenso bilden die im Kaukasus seit Jahr-
'5 hunderten hergestellten Kefirkörner nichts anderes als Tröckenkulturen von Milchsäurebakterien mit Hefen.
Nachdem auch in den europäischen Staaten verschiedene Sauermilcharten wie Kefir, Mazun, Joghurt bekannt und verwendet wurden, kamen bald auch Trockenkulturen der entsprechenden Bakterien in den Handel. Auch diese Fermente werden durchweg, nunmehr durch exakte und zielbewußte Züchtung dieser oder jener Milchsäurebakterienarten, unter Benutzung von Milch als Nährboden hergestellt.
Auch hier wird das durch den Säuerungsprozeß abgeschiedene Kasein als Träger und Konservator der Bakterien benutzt, das Milchserum nach einer der bekannten technischen Methoden abgeschieden und das restierende Kasein in Apparaten, wie sie ,in chemischen und bakteriologischen Laboratorien bekannt und verwendet werden, getrocknet.
Allein durch das Eintrocknen des Kaseins wird dieses so hart und zäh, daß diese Kaseintrockenkulturen nur sehr langsam wieder erweichen und daß sie durch ihre zähklebrigen Eigenschaften die Bakterien an der normalen Entwicklung behindern. Eine mit solchen Kulturen beimpfte Milch muß durch Apparate viele' Stunden lang auf einer bestimmten Temperatur gehalten und oftmals geschüttelt werden, damit die Bakterien sich aus dem zähen Ferment herauslösen und entwickeln können.
Aus demselben Grunde eignen sich die Kaseintrockenkulturen wenig zum direkten Genuß, und ihre therapeutische Wirkung ist unzuverlässig.
Man findet nun zwar vielfach die Ansicht vertreten, daß gerade die stäbchenförmigen Milchsäurebakterien in erster Linie der Eiweißstoffe der Milch zur Entwicklung benötigen. Es ist aber bakteriologisch leicht nachzuweisen, daß diese Bakterien auf reinem Eiweißnährboden nur vegetieren und bald eingehen. Auch in reinen Zuckerlösungen degenerieren sie sehr bald und haben eine kurze Lebensdauer. Zuckerlösungen dagegen, in welchen ein geringer Prozentsatz von Eiweiß vorhanden ist, sind für das Gedeihen dieser Bakterien am zuträglichsten.
Die Erfindung beruht nun auf der Feststellung, daß ein sehr geeignetes neues Me-
dium zur Züchtung von Kolibakterien und besonders von Milchsäure erzeugenden Bakterien durch Abkochungen von teilweise aufgeschlossenen Mehlen gebildet wird, in denen die Bakterien neben dem zum Aufbau ihrer Leibessubstanz nötigen Eiweißstoffen, die zu ihrer Entwicklung unbedingt nötigen Zuckerarten finden.
Man verfährt beispielsweise folgendermaßen:
Mehle werden durch Erhitzen {unter Druck, Backen, Rösten, Diastaseeinwirku'ng, Kochen mit verdünnten Säuren teilweise \'erzuckert. Von derart aufgeschlossenen Mehlen stellt man sich dünne breiartige Abkochungen her mit Hilfe von Wasser, physiologischer Kochsalzlösung, Milchserum, Blutserum, 5 prozentiger Glyzerinlösung oder anderen geeigneten Flüssigkeiten. Diese Abkochungen werden mit Milchsäurebakterien in Temperaturen zwisehen 40 und 50 ° beimpft und bei dieser Wärme mehrere Stunden gehalten. Haben sich die Bakterien in genügender Menge entwickelt, so sondert man das überstehende Serum nach einer der bekannten Methoden, wie Filtrieren, Kolieren, Abschleudern, Pressen o. dgl., ab. Die Reste der vorhandenen Milchsäure werden neutralisiert, z. B.- durch Zugabe einer Lösung basisch-phosphorsaurer Salze. Der Rückstand, bestehend aus unverändertem Zucker, Dextrin und gequollener Stärke, in welchem die Bakterien in Menge zurückgehalten werden, wird rasch bei Temperaturen, unter 50° getrocknet und mit oder ohne Zugabe von Milchzucker, Amylum, Arrowroot u. dgl. fein gepulvert.
Gegenüber den mit Milch hergestellten Kulturen bieten die nach obenbeschriebenem Verfahren bereiteten folgende Vorteile:
Das Nährsubstrat ist den Bakterien zuträglicher, deren Entwicklung infolgedessen rascher und ergiebiger, die Nährflüssigkeit leichter, schneller, sowie ohne Zersetzung sterilisierbar; das Eintrocknen erfolgt rascher; die trockenen Kulturen lassen sich besser zerreiben, lösen sich auch wieder leichter in frischem Nährsubstrat und halten dadurch die Weiterentwicklung der Bakterien nicht auf. Die physiologische Wirkung ist daher bei direktem Genuß zuverlässiger. Die Haltbarkeit ist größer.
Diese neuen Trockenkulturen sollen in den menschlichen Organismus eingeführt werden, wozu sie sich infolge ihrer leichteren Löslichkeit besser eignen als die Kaseintrockenkulturen, so daß die Weiterentwicklung der desinfizierenden Milchsäurebakterien im Magen vor sich geht, wo die Voraussetzungen zu ihrer Fortentwicklung durch die täglich eingenommene Nahrung und die natürliche Wärme gegeben sind. 6<
Die Benutzung von Stärke bei der Herstellung von Bakterientrockenkulturen ist bereits vorgeschlagen worden. Es handelt sich hierbei jedoch um einen Zusatz zu solchen Kulturen, die in Milch als Nährflüssigkeit 6; hergestellt waren, nicht aber um die Benutzung aufgeschlossener und verzuckerter Mehle als Nährboden. Außerdem wurde den betreffenden Präparaten auch noch Gips zugesetzt, der sie natürlich zur Verwendung als ηι Zusatz zu Nahrungsmitteln ungeeignet machte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung haltbarer 7; Trockenkulturen von Kolibakterien und Milchsäure erzeugenden Bakterien, dadurch gekennzeichnet, daß teilweise aufgeschlossene und verzuckerte Mehle mit Wasser., dünnen Salzlösungen, Milchserum oder ahn- 8c liehen geeigneten Flüssigkeiten zu einem dünnen Brei verkocht, in diesem darauf die Bakterien bei einer Temperatur von etwa 40 bis 500 zum Wachstum gebracht und die so erhaltenen Bakterienkulturell 8; in bekannter Weise von den flüssigen Bestandteilen befreit werden, worauf die gegebenenfalls in geeigneter bekannter Weise neutralisierten Rückstände bei Temperaturen unter 50 ° getrocknet und mit oder 9c ohne Zusätze, wie Milchzucker, Stärke, Arrowroot ο. dgl., gepulvert werden.
DENDAT288375D Active DE288375C (de)

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DE (1) DE288375C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1038240B (de) * 1957-10-24 1958-09-04 Med Fabrik Chemisch Pharmazeut Verfahren zur Zuechtung von Lactobacillus bifidus
DE1074824B (de) * 1960-02-04 Roztoki Dr-Ing Milos Herold Prag und RNDr Jm Doskocil Roztoki Eduard Behk (Tschechoslowakei) Verfahren zur Herstellung von Vitamin B 12 und em Antibiotikum enthaltenden Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen auf biologischem Wege
DE1100881B (de) * 1957-07-13 1961-03-02 Med Fabrik Chemisch Pharmazeut Verfahren zur Herstellung einer Aufbewahrungs- und Verabreichungsform fuer durch Lyophilisation in Trockenform ueberfuehrte Mikroorganismen der Darmflora unter Erhaltungihrer Lebensfaehigkeit in darmloeslichen Kapseln
FR2449411A1 (fr) * 1979-02-23 1980-09-19 Yakult Honsha Kk Procede pour produire des aliments et des boissons contenant des bifidobacteries

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074824B (de) * 1960-02-04 Roztoki Dr-Ing Milos Herold Prag und RNDr Jm Doskocil Roztoki Eduard Behk (Tschechoslowakei) Verfahren zur Herstellung von Vitamin B 12 und em Antibiotikum enthaltenden Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen auf biologischem Wege
DE1100881B (de) * 1957-07-13 1961-03-02 Med Fabrik Chemisch Pharmazeut Verfahren zur Herstellung einer Aufbewahrungs- und Verabreichungsform fuer durch Lyophilisation in Trockenform ueberfuehrte Mikroorganismen der Darmflora unter Erhaltungihrer Lebensfaehigkeit in darmloeslichen Kapseln
DE1038240B (de) * 1957-10-24 1958-09-04 Med Fabrik Chemisch Pharmazeut Verfahren zur Zuechtung von Lactobacillus bifidus
FR2449411A1 (fr) * 1979-02-23 1980-09-19 Yakult Honsha Kk Procede pour produire des aliments et des boissons contenant des bifidobacteries

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