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DE286720C - - Google Patents

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Publication number
DE286720C
DE286720C DENDAT286720D DE286720DA DE286720C DE 286720 C DE286720 C DE 286720C DE NDAT286720 D DENDAT286720 D DE NDAT286720D DE 286720D A DE286720D A DE 286720DA DE 286720 C DE286720 C DE 286720C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
main
runners
auxiliary
machine according
rotating machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT286720D
Other languages
English (en)
Publication of DE286720C publication Critical patent/DE286720C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C3/00Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members
    • F01C3/06Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members the axes being arranged otherwise than at an angle of 90 degrees

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydraulic Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft umlaufende Kraftoder Arbeitsmaschinen, deren Arbeitsräume zwischen zwei mit Kegelflächen versehenen Haupt- und Hilfsläufern, die sich nach einer Leitlinie aufeinander abwälzen, einer quer zu den Läufern angeordneten Scheidewand und einem äußeren Mantel gebildet werden. In bekannten Maschinen dieser Art ist der Hauptläufer in der Mitte des Maschinengehäuses auf einer Welle aufgekeilt, während die unabhängig von der Welle gelagerten Hilfsläufer auf den Außenseiten des Hauptläufers angeordnet und auf den äußeren Gehäusewandungen unterstützt sind. Diese Anordnung weist den Übelstand auf, daß der Achsialdruck durch die Hilfsläufer auf die Gehäusewandung übertragen wird. Die Erfindung sucht die Anordnung so zu treffen, daß der Achsialdruck von der Maschinenwelle aufgenommen wird, derart, daß die Gehäusewandung entlastet ist. Zu diesem Zweck werden die auf der Welle festgelagerten Hauptläufer auf die Außenseite des Gehäuses verlegt und die Hilfsläufer zwischen die Hauptläufer verlegt, derart, daß der nach außen wirkende Druck des Arbeitsmittels auf die Hauptläufer übertragen und von der Welle selbst aufgenommen wird. Die innen liegenden Hilfsläufer, die bei der bekannten Anordnung auf der Gehäusewandung gleitend angeordnet sind, stützen sich nun in der Mitte des Gehäuses gegeneinander. Da die beiden Hilfsläufer mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen, läßt sich die Anordnung so treffen, daß zwischen ihnen keine gleitende, sondern nur wälzende Reibung stattfindet, derart, daß der Arbeitswiderstand der Maschine sehr gering ist. Zu diesem Zweck wälzen sich die innen liegenden Hilfsläufer mit inneren Kegelflächen einander ab, und sie sind auf der der Berührungslinie gegenüberliegenden Seite durch Rollenpaare gegeneinander gestützt.
Im Hinblick darauf, daß bei der neuen Anordnung zwischen den Haupt- und Hilfsläufern Laufflächen vorhanden sind, die im Interesse eines guten Arbeitens schließend aufeinander laufen müssen, ist eine Anordnung vorgesehen, durch die die schließende Berührung zwischen den Laufflächen dauernd aufrechterhalten wird. Diese Anordnung besteht darin, daß einer der Hauptläufer auf der Welle längsverschiebbar ist und auf der Außenseite eine Druckkammer besitzt, zu der das Arbeitsmittel Zutritt hat. Infolgedessen werden die Haupt- und Hilfsläufer beständig mit einem Druck zusammengepreßt, der dem Druck des Arbeitsmittels und mithin dem nach außen wirkenden Achsialdruck entspricht. Infolgedessen sind die Laufflächen dauernd in Berührung, ohne daß ein übermäßig starker Druck auf sie ausgeübt wird.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch die Maschine, und zwar ist ein Teil des einen Läuferpaares und die die Läufer tragende Muffe in Ansicht dargestellt.
Fig. 2 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt aller Teile der Maschine.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Maschine zwischen den beiden arbeitenden Flä-
chen eines Hauptläufers und des zugehörigen Hilfsläufers, so daß die Arbeitsflächen des Hauptläufers in Ansicht erscheinen.
Fig. 4 ist eine Ansicht eines Kolbens und der zugehörigen Tasche in größerem Maßstabe.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der den Kolben aufnehmenden Tasche.
Fig. 6 ist eine Endansicht von Fig. 5.
Fig. 7 ist einSchnitt nach der Linie VII-VII von Fig. 4. .
Fig. 8 ist eine Einzelarisicht der segmentförmigen Dichtungsstücke für den Kolben.
Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie X-X von Fig. 2, in der das Rollenlager und einer der Hilfsläufer in Ansicht dargestellt sind.
— Durch das Maschinengehäuse 1 ragt eine in Lagern 3 geführte Hauptwelle 2. Innerhalb des Gehäuses umgibt die Hauptwelle eine Muffe 4, auf der zwei ähnlich gebaute, aber in entgegengesetztem Sinne gelagerte Hauptläufer 5 angeordnet sind. Mit jedem Läufer arbeitet ein Hilfsläufer 6 zusammen. Die Hauptläufer sind auf der Muffe derart befestigt, daß sie sich auf ihr nicht drehen können, und die Muffe 4 ist auf der Hauphvelle 2 durch Keil oder in anderer Weise befestigt. Infolgedessen wird die Drehbewegung der Hauptläufer auf die Hauptmaschinemvelle übertragen. Die Hilfsläufer besitzen keine ■ Wellen, sondern sind mit kegelförmigen und kugelförmigen Laufflächen auf den Hauptläufern gelagert. Außerdem sind sie noch auf Rollenlagern unterstützt. Sie sind derart angeordnet, daß sie einander entgegenwirken, so daß die Maschine in sich ausgeglichen ist und jeder Enddruck innerhalb der Maschine selbst aufgenommen wird. Um dies zu erreichen, besitzen auch die Hilfsläufer vorzugsweise kegelförmige Laufflächen 7, welche sich an einer Stelle 8 (Fig. 1 und 2) aufeinander abwälzen. Außerdem sind die kegelförmigen Laufflächen an anderen Stellen durch kegelförmige Walzenpaare 9 unterstützt. Die WaI-zen walzen sich aufeinander ab. Hierdurch wird jede Reibung zwischen den beiden Hilfsläufern ausgeschlossen. Schließlich dienen zur Unterstützung der Hilfsläufer noch Rollen 120 (Fig. 2), welche im Maschinengehäuse gestützt sind. Auch diese Rollen tragen dazu bei, daß die Hilfsläufer nicht durch den ungleichmäßig verteilten Druck des auf die Arbeitsflächen der Läufer einwirkenden Kraftmittels aus ihrer richtigen gegenseitigen Lage gebracht werden. Die beiden Paare von Haupt- und Hilfsläufern besitzen die gleiche Bauart, nur sind sie in entgegengesetztem Sinne auf der Muffe 4 angeordnet. Jeder der Hauptläufer 5 besitzt eine kugelförmige. ;Nabe 10 und eine äußere Wandung 11, die gleichfalls eine kugelförmige, zur Nabe 10 konzentrische 'Fläche besitzt. Die. Hauptlagerfläche des Läufers, welche zwischen der Nabe und der äußeren Wandung liegt, ist kegelförmig. Die Spitze des Kegels fällt mit dem Mittelpunkt der Kugelfläche der Nabe und der äußeren Wandung zusammen. Die Hauptlagerfläche ~ ist vorzugsweise durch eine Scheidewand 14 in zwei zueinander konzentrische kegelförmige Flächen 12 und 13 geteilt. Diese Scheidewand besitzt außen und innen eine kugelförmige Lauffläche, welche konzentrisch zu den Kugelflächen der Nabe und der äußeren Wandung liegen.
Die Hilfsläufer 6 bestehen je aus zwei konzentrischen Ringen 15 und 16. Der Ring 15 paßt zwischen die Kugelfläche der Nabe 10 und. die innere Kugelfläche der Scheidewand 14. Er besitzt eine kegelförmige Fläche 17, welche sich auf der kegelförmigen Fläche 12 des Hauptläufers abwälzt. Der Ring 16 paßt zwischen die äußere Kugelfläche der Scheidewand 14 und die Kugelfläche der Wandung 11. Er besitzt gleichfalls eine kegelförmige Lauffläche 18, welche sich auf der kegelförmigen Fläche 13 des Hauptläufers abwälzt. Die Flächen 17 und 18 liegen auf einem Kegelmantel, dessen Spitze mit dem Mittelpunkt der Kugelflächen des Hauptläufers und mit der Spitze des Kegels zusammenfällt, auf dem die go Flächen 12 und 13 liegen. Die gebrochenen Linien in Fig. 1 und 2 zeigen die Lage dieser Punkte, und zwar ist 19 die gemeinschaftliche Spitze der Kegel, auf denen die aufeinander laufenden kegelförmigen Flächen des Haupt- und Hilfsläufers liegen, und der Mittelpunkt der Kugelflächen des Hauptläufers der rechts gelegenen Maschineneinheit, während 20 die gemeinschaftliche Spitze und der Mittelpunkt der entsprechenden Teile der links gelegenen Maschineneinheit ist. Der Punkt 21 ist die Spitze der aufeinander laufenden Kegelflächen 7 der Hilfsläufer. Dementsprechend sind die gebrochenen Linien 19-21 und 20-21 die Drehungsachsen der Hilfsläufer. Die Ringteile 15 und 16 der Hilfsläufer sind auf Wandungen 22 und 23 angeordnet, welche an dem ringförmigen Hauptteil 24 des Läufers sitzen, auf denen die kegelförmigen Wälzflächen 7 ausgebildet sind.
Bei einer Maschine, bei der der Arbeitsraum zwischen den aufeinander laufenden Kegelflächen eingeschlossen ist, muß eine Scheidewand oder Kolben vorgesehen werden, welcher quer durch den Arbeitsraum hindurchragt und zur Aufnahme des Dampfdruckes dient. Der Dampf, der in den Teil des Arbeitsraumes eingelassen wird, welcher zwischen der Berührungslinie der Kegelflächen· und dem Kolben liegt, dehnt sich aus und treibt den Kolben von der Berührungslinie der sich abwälzenden Flächen weg. Hierdurch
wird die Dampfenergie in drehende mechanische Energie umgesetzt. Der Kolben bildet also das Element, vermöge dessen die Dampfkraft die Drehung der Maschine herbeiführt.
Der oder die Kolben sind starr mit einem der Läufer verbunden, und zwar vorzugsweise mit dem Hauptläufer, auf den die Kraft des Arbeitsmittels in der unmittelbarsten Weise übertragen wird, ohne daß irgendein Triebwerk eingeschaltet zu werden brauchte. Dementsprechend sind im vorliegenden Falle in den äußeren Arbeitsräumen des Hauptläufers Kolben 31 (Fig. 3) und in den inneren Arbeitsräumen Kolben 32 angeordnet, welche an den Hauptläufern befestigt sind. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, sind in jedem Arbeitsraum vorzugsweise z\vei Kolben vorgesehen, die einander diametral gegenüberliegen. Die Kolben des äußeren Raumes sind gegenüber den KoI-ben des inneren Raumes vorzugsweise um 900 versetzt. Hierdurch wird ein sehr gleichmäßiges Drehmoment erzeugt. Ein anderer sehr wichtiger Vorteil liegt darin, daß durch Anordnung von zwei voneinander unabhängigen Kegelflächen, welche an verschiedenen Punkten ihres Umfanges durch die Kolben unterbrochen sind, immer ein Flächenpaar in der richtigen wälzenden Berührung ist, wenn der Kolben und die weiter unten beschriebene Tasche der anderen Lauffläche gerade an die ■Berührungsstelle gelangen. Infolgedessen ist eine Verschiebung der Läufer nicht möglich. Außerdem findet beim Betrieb der Maschine kein Stoß statt, wenn die Kolben an der Berührungsstelle der Läufer vorbeikommen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung zweier Arbeitsräume ist der, daß die Maschine als Verbundmaschine arbeiten kann, indem der eine Arbeitsraum als Hochdruckraum und der andere als Niederdruckraum verwendet wird. Die Zahl der Arbeitsräüme kann natürlich auch größer sein. Die Kolben 31 und 32 sind vorzugsweise an ihren oberen und unteren Kanten zwischen den Abschnitten.des Hauptläufers durch Bolzen 33 befestigt (Fig. i, 2 und 3). Eine Kante jedes Kolbens ist außerdem zwischen zwei Teile _des Hauptläufers eingelassen (Fig. 1), so daß jeder Kolben an drei Kanten fest mit dem Hauptläufer verburiden ist. Die Kolben sind hierdurch gegen A^erbiegen gesichert. Sie können selbst bei leichter Ausführung den gesamten Dampfdruck unmittelbar auf den Hauptläufer übertragen. Sie bilden tatsächlich ein einheitliches Ganzes mit dem Hauptläufer.
Der Hilfsläufer besitzt vorzugsweise mehrere taschenähnliche Körper 34, in die die Schaufeln oder Kolben 31 und 32 hineinragen (Fig. i, 2 und 6 bis 8). Die Kolben verschieben sich in diesen Taschen 34, wenn sich die entsprechenden Teile der Haupt- und Hilfsläufer bei der Drehung der Maschine einander nähern oder voneinander entfernen. Sie treten zwischen den Enden 35 der Wandungen der Taschen in diese ein. Zum Zweck der Dichtung ist zwischen Kolben und Tasche eine Dichtung eingelegt, welche eine geringe Drehung der. Taschen gegenüber den Kolben ermöglicht. Wie sich aus Fig. 4 ergibt, be- ■ sitzen die Wandungen der Tasche in ihren Enden kreisförmige Aussparungen, in denen Packungsstücke 36 liegen. Die Stücke 36 bilden Segmente eines Zylinders. Wenn sie in ihre Aussparungen gelegt sind und der Kolben zwischen ihnen hindurchragt, so liegen ihre Außenflächen auf einer Zylinderfläche. Sie können sich also in ihren Aussparungen drehen, derart, daß der Kolben und die Tasche sich schräg zueinander einstellen können. Gleichzeitig hiermit verschiebt sich der KoI-ben innerhalb der parallelen Dichtungsflächen der Packung. Da die Kolben auf dem Hauptläufer starr gelagert sind, müssen sie derart mit dem Hilfsläufer verbunden werden, daß eine geringe Bewegung nach der Seite, d. h. in der Richtung des Umfanges zwischen dem Kolben und dem Hilfsläufer möglich ist. Andernfalls würden entweder die Schaufeln 31 zerbrechen, oder der Hilfsläufer würde auf dem Hauptläufer gleiten müssen, anstatt sich auf ihm abzuwälzen. Die Folge eines solchen Gleitens würde die sein, daß die Reibung und Abnutzung sehr groß würde, daß also der Hauptzweck für die Ausrüstung der Läufer mit sich wälzenden Kegelflächen nicht erfüllt wäre. Der Erfindung gemäß werden aus diesem Grunde die Taschen 34 in Aussparungen 37 des Hilfsläufers drehbar gelagert. Auf der Rückseite jeder Aussparung 37 befindet sich eine Platte 38 mit halbzylindrischen Lagerflächen 39. Auf diese legen sich entsprechend geformte Nocken 40, die am hinteren Ende der Tasche 34 sitzen. Zwischen den Aussparungen 39 besitzt die Platte 38 einen Nocken 41, welcher zwischen die beiden Nocken 40 ragt. Die Nocken 40 und 41 besitzen eine durchgehende Bohrung, durch die ein Zapfen 42 gesteckt ist, mittels dessen die Tasche 34 an der Scheibe 38 drehbar gelagert ist. Die Mittellinie des Zapfens 42 geht in der V.erlängerung durch die gemeinschaftliche Spitze der Kegelflächen der Läufer, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Damit kein Dampf in die Aussparungen 37 hineintreten kann, besitzen die Enden 35 der Seitenwandungen der Taschen 34 kegelförmige Flächen 43, welche auf kegelförmige Flächen 44 von Paßstücken 45 passen, die auf dem Hilfsläufer am Ende jeder Aussparung 37 angebracht sind. Die Achse der kegelförmigen Flächen fällt mit der Achse des Zapfens 42 zusammen, so daß die Spitze des Kegels mit der Spitze der Kegelflächen der
Haupt- und Hilfsläufer zusammenfällt. Die Paßstücke 45 können auch mit dem Hilfsläufer aus einem Stück bestehen. Besser jedoch sind sie in der beschriebenen Weise gesondert hergestellt und etwa in der in Fig. 4 dargestellten Weise befestigt. Demnach besitzt der Hilfsläufer an beiden Seiten der Aussparung 37 zylindrische Aussparungen, in denen zylindrische Büchsen 46 durch Bolzen befestigt sind. Die Paßstücke 45 sind an diesen Büchsen etwa mittels Schrauben 47 befestigt. Der Hauptläufer ist mit Aussparungen 48 ausgerüstet (Fig. ι und 2), in die die vorstehenden Teile der Büchsen 46 bei der Umdrehung der Läufer hineintreten können. Die Paßstücke 45 können mit Dichtungsstreifen 49 ausgerüstet sein, welche bis auf die Kegelflächen ragen. Die Enden der Paßstücke 45 und der Büchsen 46 passen dicht zwischen die Kugeiao flächen des Hauptläufers (Fig. 1). Unter Umständen empfiehlt es sich, Dichtungsstücke 50 in Aussparungen dieser Enden einzulegen. Die Enden 35 der Tasche 34 und die Enden der Packungen 36 legen sich gleichfalls auf die Kugelflächen des Hauptläufers. Die Enden 35 besitzen vorzugsweise auf ihren unteren Seiten Dichtungsstücke 51. An der oberen Seite der Endstücke ist eine solche Dichtung nicht erforderlich, da die Endstücke durch die Fliehkraft gegen die äußere Kugelfläche gedrückt werden. Die Packungen 36 sind vorzugsweise in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise zweiteilig ausgeführt. Die beiden Teile werden dann durch Federn 52 auseinandergepreßt, derart, daß eine vollkommene Abdichtung der Enden dieser Packungen auf den Kugelflächen herbeigeführt wird. Die unteren Enden der Packung sind vorzugsweise kegelförmig ausgebildet. Die Aussparungen in den Enden der Wandungen der Tasche und die inneren Enden der Packungen 51 sind in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise in ähnlicher AVeise ausgebildet. Diese Anordnung hat eine bessere Abdichtung der Packungsstücke 51 zur Folge, wenn die unteren Teile der Packungsstücke 36 nach unten gedrückt werden.
Die Wirkungsweise der Schaufeln oder Kolben und der zugehörigen Taschen ist wie folgt: Wenn die Läufer sich drehen, so schieben sich die Kolben in die Taschen hinein bzw. aus denselben heraus. Hierbei schwingen die Taschen in einem kleinen Winkel um die Zapfen 42. Auf der rechten Seite von Fig. 1 ist eine der Taschen in der Lage dargestellt, in der sie gegenüber dem zugehörigen Kolben um das größte Maß verschoben ist. Wenn sich der Kolben und die zugehörige Tasche in der Berührungslinie der Läufer oder dieser dianietral gegenüber befindet, so befindet sich die Tasche in ihrer Mittelstellung, und die Mittellinie des Kolbens fällt mit derjenigen der Tasche zusammen. Wenn sich der Kolben und die Tasche in der Stellung befinden, welche derjenigen von Fig. 1 diametral gegenüberliegt, so ist die Tasche um ein gleiches Maß, aber in entgegengesetzter Richtung gegenüber der Schaufel verschoben. Da die Kolben fest auf dem Hauptläufer angeordnet sind, wird der gesamte Dampfdruck von den Kolben unmittelbar auf den Hauptläufer übertragen. Der Hilfsläufer läuft leer mit. Er dient nur dazu, den Arbeitsraum abzuschließen. Der Dampfdruck wirkt auf die schwingenden Taschen nur an der kleinen freien Fläche am Ende jeder einzelnen Tasche. Dieser geringe Druck kann leicht von den Nocken 40 und den Platten 38 aufgenommen werden. Die Kolben verschieben sich ungehindert und so gut wie ohne Reibung zwischen den Packungsstücken 36, da diese ebenso wie die Taschen die Kolben nicht von der Seite stützen, sondern ausschließlich den Durchtritt von Dampf an den Schaufeln entlang verhindern sollen.
Für die Zuleitung des Kraftmittels zu den Arbeitsräumen und zur Regelung des Einlasses und des Auslasses des Kraftmittels können irgend geeignete Einrichtungen getroffen werden. In dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Dampf oder ein anderes Kraftmittel durch einen Einlaß 29 der Muffe 4 zugeführt. Auf der letzteren strömt das Kraftmittel rohrförmigen Ventilkammern 28 zu, welche in hohlen Ansätzen 26 des Gehäuses ausgebildet sind (Fig. 1, 2 und 9 bis 12). Die Ventilkammern 28 stehen durch geeignete Kanäle mit den Arbeitsräumen der Maschine in Verbindung. Diese Kanäle dienen abwechselnd als Einlaß- und Auslaßkanäle. Sie werden durch Drehschieber 27 abwechselnd geöffnet und geschlossen. Der Auspuff aus den Ventilkammern erfolgt durch Auspuffkanäle 30, welche unmittelbar in das Gehäuse einmünden. Das letztere kann mit einem Kondensator verbunden sein oder das verbrauchte Kraftmittel unmittelbar der Außenluft zuführen.
Um die Haupt- und Hilfsläufer miteinander in Berührung zu halten, und um die no etwa auftretende Abnutzung auszugleichen, ist eine Einrichtung vorgesehen, die auf der Wirkung des Druckmittels selbst beruht. Einer der Hauptläufer, beispielsweise der Hauptläufer auf der linken Seite von Fig. 2, ist unverschiebbar auf der Muffe 4 gelagert. Der rechts gelegene Hauptläufer ist auf der Muffe 4 mittels Federkeiles gelagert, derart, daß er sich auf der Muffe nicht drehen, aber wohl innerhalb gewisser Grenzen in der Längsrichtung verschieben kann. Er besitzt einen Flansch 110, und das anliegende Ende der
Muffe besitzt einen Flansch in. Der Flansch in ragt in eine ringförmige Ausdrehung 112 des Flansches 1.10. Hierdurch wird eine dampfdichte ringförmige Kammer 113 zwisehen den beiden Flanschen gebildet. Diese Kammer steht mit dem Inneren der Muffe 4 durch eine Anzahl von Öffnungen 114 in Verbindung. Aus der Muffe strömt durch diese Öffnungen Dampf in die Kammer 113. Dieser wirkt auf den Flansch 110 und drängt den verschiebbaren Hauptläufer gegen den feststehenden Läufer. Hierdurch werden die beiden Hilfsläufer miteinander und mit den zugehörigen Hauptläufern in Berührung gehalten.
Außerdem dienen zur Einstellung Stellschrauben 115, welche durch den Flansch in hindurchtreten und sich gegen den Flansch 110 legen. Dadurch, daß man die beiden Hauptläufer auf die Welle oder die Muffe der Maschine legt, und die beiden Hilfsläufer zwi- - sehen sie legt, wird der gesamte Dampfdruck in den Arbeitsräumen der Maschine auf die Hauptläufer und die Welle oder Muffe übertragen, so daß die Maschine ausgeglichen ist. Der Druck wird durch drehende Teile der Maschine aufgenommen. Infolgedessen sind keine Stirnlager notwendig, welche eine erhebliche Reibung zur Folge haben würden.
Als Kraftmittel kann außer Dampf auch jedes andere geeignete Druckmittel Verwendung finden. Auch kann die Maschine als Arbeitsmaschine sowohl wie als Pumpe oder als Verdichter Verwendung finden.

Claims (10)

3·> Patent-Ansprüche:
1. Umlaufende Kraft- oder Arbeitsmaschine, deren Arbeitsräume zwischen zwei mit Kegelflächen nach einer Leitlinie sich aufeinander abwälzenden Haupt- und Hilfsläufern, einer quer zu den Läufern angeordneten Scheidewand und einem äußeren Mantel gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hilfsläufer
(6) innen angeordnet sind und aufeinarider laufen, während die Hauptläufer (5) außen liegen und auf der Maschinenwelle (4) festgelagert sind, derart, daß der Achsialdruck der Läufer durch die gemeinschaftliche Welle aufgenommen wird.
2. Umlaufende Maschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hilfsläufer auf den einander zugewendeten Seiten Kegelflächen (7) besitzen, die nach einer Leitlinie (9) miteinander in Berührung sind und auf der der Berührungslinie gegenüberliegenden Seite durch ein Rollenlager (9) gegeneinander gestützt sind.
; 3. Umlaufende Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rollenlager zwischen den beiden Hilfsläufern aus zwei Paaren von Rollen besteht, von denen immer je zwei aufeinander laufen.
4. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Hauptläufer auf der Welle innerhalb gewisser Grenzen längsverschiebbar ist und auf der dem anderen Läufer gegenüberliegenden Seite eine Druckkammer (113) besitzt, welche unter dem Druck des Kraftmittels steht, derart, daß der Hauptläufer während des Betriebes der Maschine auf den anderen Läufer zu gedrückt wird.
5. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptläufer auf einer Muffe (4) angeordnet sind, durch die den Ventilkammern das Kraftmittel zugeführt wird, während die Hilfsläufer ausschließlich auf den Hauptläufern und den Rollenlagern unterstützt sind.
6. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 5, in der die durch den Arbeitsraum ragenden Querwände oder Kolben (31, 32) starr mit einem der Läufer, vorzugsweise dem Hauptläufer, verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die KoI- go ben (31, 32) durch den anderen, den Hilfsläufer, mittels eines taschenähnlichen Körpers (34) abgedichtet sind, welcher gegenüber dem Kolben in allen erforderlichen Richtungen frei beweglich ist und eine achsiale Verschiebung des Kolbens ermöglicht.
7. Umaufende Maschine nach Anspruch ι und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelflächen der Haupt- und Hilfsläufer dieselbe Neigung und eine gemeinschaftliche Kegelspitze (19,20) besitzen, welche mit dem Mittelpunkt des kugelförmigen Mantels (11) des Arbeitsraumes zusammenfällt, und daß auch die Schwingungsachse der Tasche durch diesen Mittelpunkt geht und die Endfläche der Tasche, welche als Dichtungsfläche gegenüber dem Hilfsläufer dient, auf einem Kegel liegt, dessen Achse mit der Schwingungsachse der Tasche zusammenfällt, und dessen Spitze mit der gemeinschaftlichen Spitze der Kegelflächen der Läufer zusammenfällt.
8. Umlaufende Maschine nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt- und Hilfsläufer mehrere in verschiedenen Abständen von der Achse angeordnete Arbeitsräume und Kegelflächen besitzen, wobei die Kolben und Taschen in den beiden Arbeitsräumen derart versetzt sind, daß beim Durchgang
eines Kolbens durch die Berührungsstelle mindestens ein Kegelflächenpaar eines anderen Arbeitsraumes in richtiger Berührung ist.
9. Umlaufende Maschine nach Anspruch 4 bis 8, in der jeder Arbeitsraum durch mehrere Scheidewände oder Kolben unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewände in den in verschiedenen radialen Abständen liegenden Arbeitsräumen gegeneinander versetzt sind.
10. Umlaufende Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in verschiedenen radialen Abständen liegenden Arbeitsräume durch eine Unterteilung des Hauptläufers mittels kugelförmiger Scheidewand (14) gebildet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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