DE286720C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C3/00—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members
- F01C3/06—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members the axes being arranged otherwise than at an angle of 90 degrees
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Hydraulic Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft umlaufende Kraftoder Arbeitsmaschinen, deren Arbeitsräume
zwischen zwei mit Kegelflächen versehenen Haupt- und Hilfsläufern, die sich nach einer
Leitlinie aufeinander abwälzen, einer quer zu den Läufern angeordneten Scheidewand und
einem äußeren Mantel gebildet werden. In bekannten Maschinen dieser Art ist der Hauptläufer in der Mitte des Maschinengehäuses
auf einer Welle aufgekeilt, während die unabhängig von der Welle gelagerten Hilfsläufer
auf den Außenseiten des Hauptläufers angeordnet und auf den äußeren Gehäusewandungen
unterstützt sind. Diese Anordnung weist den Übelstand auf, daß der Achsialdruck
durch die Hilfsläufer auf die Gehäusewandung übertragen wird. Die Erfindung sucht
die Anordnung so zu treffen, daß der Achsialdruck von der Maschinenwelle aufgenommen
wird, derart, daß die Gehäusewandung entlastet ist. Zu diesem Zweck werden die auf
der Welle festgelagerten Hauptläufer auf die Außenseite des Gehäuses verlegt und die
Hilfsläufer zwischen die Hauptläufer verlegt, derart, daß der nach außen wirkende Druck
des Arbeitsmittels auf die Hauptläufer übertragen und von der Welle selbst aufgenommen
wird. Die innen liegenden Hilfsläufer, die bei der bekannten Anordnung auf der Gehäusewandung
gleitend angeordnet sind, stützen sich nun in der Mitte des Gehäuses gegeneinander.
Da die beiden Hilfsläufer mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen, läßt sich die Anordnung so treffen, daß zwischen ihnen
keine gleitende, sondern nur wälzende Reibung stattfindet, derart, daß der Arbeitswiderstand
der Maschine sehr gering ist. Zu diesem Zweck wälzen sich die innen liegenden Hilfsläufer mit inneren Kegelflächen einander
ab, und sie sind auf der der Berührungslinie gegenüberliegenden Seite durch Rollenpaare
gegeneinander gestützt.
Im Hinblick darauf, daß bei der neuen Anordnung zwischen den Haupt- und Hilfsläufern
Laufflächen vorhanden sind, die im Interesse eines guten Arbeitens schließend aufeinander
laufen müssen, ist eine Anordnung vorgesehen, durch die die schließende Berührung
zwischen den Laufflächen dauernd aufrechterhalten wird. Diese Anordnung besteht darin, daß einer der Hauptläufer auf der
Welle längsverschiebbar ist und auf der Außenseite eine Druckkammer besitzt, zu der
das Arbeitsmittel Zutritt hat. Infolgedessen werden die Haupt- und Hilfsläufer beständig
mit einem Druck zusammengepreßt, der dem Druck des Arbeitsmittels und mithin dem nach
außen wirkenden Achsialdruck entspricht. Infolgedessen sind die Laufflächen dauernd in
Berührung, ohne daß ein übermäßig starker Druck auf sie ausgeübt wird.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch die Maschine, und zwar ist ein Teil des einen
Läuferpaares und die die Läufer tragende Muffe in Ansicht dargestellt.
Fig. 2 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt aller Teile der Maschine.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Maschine zwischen den beiden arbeitenden Flä-
chen eines Hauptläufers und des zugehörigen Hilfsläufers, so daß die Arbeitsflächen des
Hauptläufers in Ansicht erscheinen.
Fig. 4 ist eine Ansicht eines Kolbens und der zugehörigen Tasche in größerem Maßstabe.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der den Kolben aufnehmenden Tasche.
Fig. 6 ist eine Endansicht von Fig. 5.
Fig. 7 ist einSchnitt nach der Linie VII-VII
von Fig. 4. .
Fig. 8 ist eine Einzelarisicht der segmentförmigen Dichtungsstücke für den Kolben.
Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie X-X von Fig. 2, in der das Rollenlager und einer der Hilfsläufer in Ansicht dargestellt sind.
— Durch das Maschinengehäuse 1 ragt eine in Lagern 3 geführte Hauptwelle 2. Innerhalb des Gehäuses umgibt die Hauptwelle eine Muffe 4, auf der zwei ähnlich gebaute, aber in entgegengesetztem Sinne gelagerte Hauptläufer 5 angeordnet sind. Mit jedem Läufer arbeitet ein Hilfsläufer 6 zusammen. Die Hauptläufer sind auf der Muffe derart befestigt, daß sie sich auf ihr nicht drehen können, und die Muffe 4 ist auf der Hauphvelle 2 durch Keil oder in anderer Weise befestigt. Infolgedessen wird die Drehbewegung der Hauptläufer auf die Hauptmaschinemvelle übertragen. Die Hilfsläufer besitzen keine ■ Wellen, sondern sind mit kegelförmigen und kugelförmigen Laufflächen auf den Hauptläufern gelagert. Außerdem sind sie noch auf Rollenlagern unterstützt. Sie sind derart angeordnet, daß sie einander entgegenwirken, so daß die Maschine in sich ausgeglichen ist und jeder Enddruck innerhalb der Maschine selbst aufgenommen wird. Um dies zu erreichen, besitzen auch die Hilfsläufer vorzugsweise kegelförmige Laufflächen 7, welche sich an einer Stelle 8 (Fig. 1 und 2) aufeinander abwälzen. Außerdem sind die kegelförmigen Laufflächen an anderen Stellen durch kegelförmige Walzenpaare 9 unterstützt. Die WaI-zen walzen sich aufeinander ab. Hierdurch wird jede Reibung zwischen den beiden Hilfsläufern ausgeschlossen. Schließlich dienen zur Unterstützung der Hilfsläufer noch Rollen 120 (Fig. 2), welche im Maschinengehäuse gestützt sind. Auch diese Rollen tragen dazu bei, daß die Hilfsläufer nicht durch den ungleichmäßig verteilten Druck des auf die Arbeitsflächen der Läufer einwirkenden Kraftmittels aus ihrer richtigen gegenseitigen Lage gebracht werden. Die beiden Paare von Haupt- und Hilfsläufern besitzen die gleiche Bauart, nur sind sie in entgegengesetztem Sinne auf der Muffe 4 angeordnet. Jeder der Hauptläufer 5 besitzt eine kugelförmige. ;Nabe 10 und eine äußere Wandung 11, die gleichfalls eine kugelförmige, zur Nabe 10 konzentrische 'Fläche besitzt. Die. Hauptlagerfläche des Läufers, welche zwischen der Nabe und der äußeren Wandung liegt, ist kegelförmig. Die Spitze des Kegels fällt mit dem Mittelpunkt der Kugelfläche der Nabe und der äußeren Wandung zusammen. Die Hauptlagerfläche ~ ist vorzugsweise durch eine Scheidewand 14 in zwei zueinander konzentrische kegelförmige Flächen 12 und 13 geteilt. Diese Scheidewand besitzt außen und innen eine kugelförmige Lauffläche, welche konzentrisch zu den Kugelflächen der Nabe und der äußeren Wandung liegen.
Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie X-X von Fig. 2, in der das Rollenlager und einer der Hilfsläufer in Ansicht dargestellt sind.
— Durch das Maschinengehäuse 1 ragt eine in Lagern 3 geführte Hauptwelle 2. Innerhalb des Gehäuses umgibt die Hauptwelle eine Muffe 4, auf der zwei ähnlich gebaute, aber in entgegengesetztem Sinne gelagerte Hauptläufer 5 angeordnet sind. Mit jedem Läufer arbeitet ein Hilfsläufer 6 zusammen. Die Hauptläufer sind auf der Muffe derart befestigt, daß sie sich auf ihr nicht drehen können, und die Muffe 4 ist auf der Hauphvelle 2 durch Keil oder in anderer Weise befestigt. Infolgedessen wird die Drehbewegung der Hauptläufer auf die Hauptmaschinemvelle übertragen. Die Hilfsläufer besitzen keine ■ Wellen, sondern sind mit kegelförmigen und kugelförmigen Laufflächen auf den Hauptläufern gelagert. Außerdem sind sie noch auf Rollenlagern unterstützt. Sie sind derart angeordnet, daß sie einander entgegenwirken, so daß die Maschine in sich ausgeglichen ist und jeder Enddruck innerhalb der Maschine selbst aufgenommen wird. Um dies zu erreichen, besitzen auch die Hilfsläufer vorzugsweise kegelförmige Laufflächen 7, welche sich an einer Stelle 8 (Fig. 1 und 2) aufeinander abwälzen. Außerdem sind die kegelförmigen Laufflächen an anderen Stellen durch kegelförmige Walzenpaare 9 unterstützt. Die WaI-zen walzen sich aufeinander ab. Hierdurch wird jede Reibung zwischen den beiden Hilfsläufern ausgeschlossen. Schließlich dienen zur Unterstützung der Hilfsläufer noch Rollen 120 (Fig. 2), welche im Maschinengehäuse gestützt sind. Auch diese Rollen tragen dazu bei, daß die Hilfsläufer nicht durch den ungleichmäßig verteilten Druck des auf die Arbeitsflächen der Läufer einwirkenden Kraftmittels aus ihrer richtigen gegenseitigen Lage gebracht werden. Die beiden Paare von Haupt- und Hilfsläufern besitzen die gleiche Bauart, nur sind sie in entgegengesetztem Sinne auf der Muffe 4 angeordnet. Jeder der Hauptläufer 5 besitzt eine kugelförmige. ;Nabe 10 und eine äußere Wandung 11, die gleichfalls eine kugelförmige, zur Nabe 10 konzentrische 'Fläche besitzt. Die. Hauptlagerfläche des Läufers, welche zwischen der Nabe und der äußeren Wandung liegt, ist kegelförmig. Die Spitze des Kegels fällt mit dem Mittelpunkt der Kugelfläche der Nabe und der äußeren Wandung zusammen. Die Hauptlagerfläche ~ ist vorzugsweise durch eine Scheidewand 14 in zwei zueinander konzentrische kegelförmige Flächen 12 und 13 geteilt. Diese Scheidewand besitzt außen und innen eine kugelförmige Lauffläche, welche konzentrisch zu den Kugelflächen der Nabe und der äußeren Wandung liegen.
Die Hilfsläufer 6 bestehen je aus zwei konzentrischen Ringen 15 und 16. Der Ring 15
paßt zwischen die Kugelfläche der Nabe 10 und. die innere Kugelfläche der Scheidewand
14. Er besitzt eine kegelförmige Fläche 17, welche sich auf der kegelförmigen Fläche 12
des Hauptläufers abwälzt. Der Ring 16 paßt zwischen die äußere Kugelfläche der Scheidewand
14 und die Kugelfläche der Wandung 11. Er besitzt gleichfalls eine kegelförmige Lauffläche
18, welche sich auf der kegelförmigen Fläche 13 des Hauptläufers abwälzt. Die
Flächen 17 und 18 liegen auf einem Kegelmantel,
dessen Spitze mit dem Mittelpunkt der Kugelflächen des Hauptläufers und mit der
Spitze des Kegels zusammenfällt, auf dem die go
Flächen 12 und 13 liegen. Die gebrochenen
Linien in Fig. 1 und 2 zeigen die Lage dieser Punkte, und zwar ist 19 die gemeinschaftliche
Spitze der Kegel, auf denen die aufeinander laufenden kegelförmigen Flächen des Haupt-
und Hilfsläufers liegen, und der Mittelpunkt der Kugelflächen des Hauptläufers der rechts
gelegenen Maschineneinheit, während 20 die gemeinschaftliche Spitze und der Mittelpunkt
der entsprechenden Teile der links gelegenen Maschineneinheit ist. Der Punkt 21 ist die
Spitze der aufeinander laufenden Kegelflächen 7 der Hilfsläufer. Dementsprechend
sind die gebrochenen Linien 19-21 und 20-21
die Drehungsachsen der Hilfsläufer. Die Ringteile 15 und 16 der Hilfsläufer sind auf
Wandungen 22 und 23 angeordnet, welche an dem ringförmigen Hauptteil 24 des Läufers
sitzen, auf denen die kegelförmigen Wälzflächen 7 ausgebildet sind.
Bei einer Maschine, bei der der Arbeitsraum zwischen den aufeinander laufenden
Kegelflächen eingeschlossen ist, muß eine Scheidewand oder Kolben vorgesehen werden,
welcher quer durch den Arbeitsraum hindurchragt und zur Aufnahme des Dampfdruckes
dient. Der Dampf, der in den Teil des Arbeitsraumes eingelassen wird, welcher zwischen
der Berührungslinie der Kegelflächen· und dem Kolben liegt, dehnt sich aus und treibt den Kolben von der Berührungslinie der
sich abwälzenden Flächen weg. Hierdurch
wird die Dampfenergie in drehende mechanische Energie umgesetzt. Der Kolben bildet
also das Element, vermöge dessen die Dampfkraft die Drehung der Maschine herbeiführt.
Der oder die Kolben sind starr mit einem der Läufer verbunden, und zwar vorzugsweise
mit dem Hauptläufer, auf den die Kraft des Arbeitsmittels in der unmittelbarsten Weise
übertragen wird, ohne daß irgendein Triebwerk eingeschaltet zu werden brauchte. Dementsprechend
sind im vorliegenden Falle in den äußeren Arbeitsräumen des Hauptläufers
Kolben 31 (Fig. 3) und in den inneren Arbeitsräumen Kolben 32 angeordnet, welche an
den Hauptläufern befestigt sind. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, sind in jedem Arbeitsraum
vorzugsweise z\vei Kolben vorgesehen, die einander diametral gegenüberliegen. Die Kolben
des äußeren Raumes sind gegenüber den KoI-ben des inneren Raumes vorzugsweise um 900
versetzt. Hierdurch wird ein sehr gleichmäßiges Drehmoment erzeugt. Ein anderer sehr wichtiger Vorteil liegt darin, daß durch
Anordnung von zwei voneinander unabhängigen Kegelflächen, welche an verschiedenen
Punkten ihres Umfanges durch die Kolben unterbrochen sind, immer ein Flächenpaar in
der richtigen wälzenden Berührung ist, wenn der Kolben und die weiter unten beschriebene
Tasche der anderen Lauffläche gerade an die ■Berührungsstelle gelangen. Infolgedessen ist
eine Verschiebung der Läufer nicht möglich. Außerdem findet beim Betrieb der Maschine
kein Stoß statt, wenn die Kolben an der Berührungsstelle der Läufer vorbeikommen. Ein
weiterer Vorteil der Verwendung zweier Arbeitsräume ist der, daß die Maschine als Verbundmaschine
arbeiten kann, indem der eine Arbeitsraum als Hochdruckraum und der andere als Niederdruckraum verwendet wird.
Die Zahl der Arbeitsräüme kann natürlich auch größer sein. Die Kolben 31 und 32 sind
vorzugsweise an ihren oberen und unteren Kanten zwischen den Abschnitten.des Hauptläufers
durch Bolzen 33 befestigt (Fig. i, 2 und 3). Eine Kante jedes Kolbens ist außerdem
zwischen zwei Teile _des Hauptläufers eingelassen (Fig. 1), so daß jeder Kolben an
drei Kanten fest mit dem Hauptläufer verburiden ist. Die Kolben sind hierdurch gegen
A^erbiegen gesichert. Sie können selbst bei leichter Ausführung den gesamten Dampfdruck
unmittelbar auf den Hauptläufer übertragen. Sie bilden tatsächlich ein einheitliches
Ganzes mit dem Hauptläufer.
Der Hilfsläufer besitzt vorzugsweise mehrere taschenähnliche Körper 34, in die die
Schaufeln oder Kolben 31 und 32 hineinragen (Fig. i, 2 und 6 bis 8). Die Kolben verschieben
sich in diesen Taschen 34, wenn sich die entsprechenden Teile der Haupt- und Hilfsläufer
bei der Drehung der Maschine einander nähern oder voneinander entfernen. Sie treten
zwischen den Enden 35 der Wandungen der Taschen in diese ein. Zum Zweck der Dichtung ist zwischen Kolben und Tasche eine
Dichtung eingelegt, welche eine geringe Drehung der. Taschen gegenüber den Kolben ermöglicht.
Wie sich aus Fig. 4 ergibt, be- ■ sitzen die Wandungen der Tasche in ihren
Enden kreisförmige Aussparungen, in denen Packungsstücke 36 liegen. Die Stücke 36 bilden
Segmente eines Zylinders. Wenn sie in ihre Aussparungen gelegt sind und der Kolben
zwischen ihnen hindurchragt, so liegen ihre Außenflächen auf einer Zylinderfläche. Sie
können sich also in ihren Aussparungen drehen, derart, daß der Kolben und die Tasche
sich schräg zueinander einstellen können. Gleichzeitig hiermit verschiebt sich der KoI-ben
innerhalb der parallelen Dichtungsflächen der Packung. Da die Kolben auf dem Hauptläufer
starr gelagert sind, müssen sie derart mit dem Hilfsläufer verbunden werden, daß
eine geringe Bewegung nach der Seite, d. h. in der Richtung des Umfanges zwischen dem
Kolben und dem Hilfsläufer möglich ist. Andernfalls würden entweder die Schaufeln 31
zerbrechen, oder der Hilfsläufer würde auf dem Hauptläufer gleiten müssen, anstatt sich
auf ihm abzuwälzen. Die Folge eines solchen Gleitens würde die sein, daß die Reibung und
Abnutzung sehr groß würde, daß also der Hauptzweck für die Ausrüstung der Läufer
mit sich wälzenden Kegelflächen nicht erfüllt wäre. Der Erfindung gemäß werden aus diesem
Grunde die Taschen 34 in Aussparungen 37 des Hilfsläufers drehbar gelagert. Auf der
Rückseite jeder Aussparung 37 befindet sich eine Platte 38 mit halbzylindrischen Lagerflächen
39. Auf diese legen sich entsprechend geformte Nocken 40, die am hinteren Ende der Tasche 34 sitzen. Zwischen den Aussparungen
39 besitzt die Platte 38 einen Nocken 41, welcher zwischen die beiden Nocken 40
ragt. Die Nocken 40 und 41 besitzen eine durchgehende Bohrung, durch die ein Zapfen
42 gesteckt ist, mittels dessen die Tasche 34 an der Scheibe 38 drehbar gelagert ist. Die
Mittellinie des Zapfens 42 geht in der V.erlängerung durch die gemeinschaftliche Spitze
der Kegelflächen der Läufer, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Damit kein Dampf in die Aussparungen
37 hineintreten kann, besitzen die Enden 35 der Seitenwandungen der Taschen 34 kegelförmige Flächen 43, welche auf kegelförmige
Flächen 44 von Paßstücken 45 passen, die auf dem Hilfsläufer am Ende jeder Aussparung
37 angebracht sind. Die Achse der kegelförmigen Flächen fällt mit der Achse des Zapfens 42 zusammen, so daß die Spitze des
Kegels mit der Spitze der Kegelflächen der
Haupt- und Hilfsläufer zusammenfällt. Die Paßstücke 45 können auch mit dem Hilfsläufer
aus einem Stück bestehen. Besser jedoch sind sie in der beschriebenen Weise gesondert
hergestellt und etwa in der in Fig. 4 dargestellten Weise befestigt. Demnach besitzt der
Hilfsläufer an beiden Seiten der Aussparung 37 zylindrische Aussparungen, in denen zylindrische
Büchsen 46 durch Bolzen befestigt sind. Die Paßstücke 45 sind an diesen Büchsen
etwa mittels Schrauben 47 befestigt. Der Hauptläufer ist mit Aussparungen 48 ausgerüstet
(Fig. ι und 2), in die die vorstehenden Teile der Büchsen 46 bei der Umdrehung der
Läufer hineintreten können. Die Paßstücke 45 können mit Dichtungsstreifen 49 ausgerüstet
sein, welche bis auf die Kegelflächen ragen. Die Enden der Paßstücke 45 und der Büchsen 46 passen dicht zwischen die Kugeiao
flächen des Hauptläufers (Fig. 1). Unter Umständen empfiehlt es sich, Dichtungsstücke
50 in Aussparungen dieser Enden einzulegen. Die Enden 35 der Tasche 34 und die Enden
der Packungen 36 legen sich gleichfalls auf die Kugelflächen des Hauptläufers. Die Enden
35 besitzen vorzugsweise auf ihren unteren Seiten Dichtungsstücke 51. An der oberen
Seite der Endstücke ist eine solche Dichtung nicht erforderlich, da die Endstücke durch die
Fliehkraft gegen die äußere Kugelfläche gedrückt werden. Die Packungen 36 sind vorzugsweise
in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise zweiteilig ausgeführt. Die beiden Teile werden
dann durch Federn 52 auseinandergepreßt, derart, daß eine vollkommene Abdichtung der
Enden dieser Packungen auf den Kugelflächen herbeigeführt wird. Die unteren Enden der
Packung sind vorzugsweise kegelförmig ausgebildet. Die Aussparungen in den Enden
der Wandungen der Tasche und die inneren Enden der Packungen 51 sind in der aus
Fig. 6 ersichtlichen Weise in ähnlicher AVeise ausgebildet. Diese Anordnung hat eine
bessere Abdichtung der Packungsstücke 51 zur Folge, wenn die unteren Teile der
Packungsstücke 36 nach unten gedrückt werden.
Die Wirkungsweise der Schaufeln oder Kolben und der zugehörigen Taschen ist wie
folgt: Wenn die Läufer sich drehen, so schieben sich die Kolben in die Taschen hinein bzw.
aus denselben heraus. Hierbei schwingen die Taschen in einem kleinen Winkel um die Zapfen
42. Auf der rechten Seite von Fig. 1 ist eine der Taschen in der Lage dargestellt, in
der sie gegenüber dem zugehörigen Kolben um das größte Maß verschoben ist. Wenn sich
der Kolben und die zugehörige Tasche in der Berührungslinie der Läufer oder dieser dianietral
gegenüber befindet, so befindet sich die Tasche in ihrer Mittelstellung, und die Mittellinie
des Kolbens fällt mit derjenigen der Tasche zusammen. Wenn sich der Kolben und die Tasche in der Stellung befinden,
welche derjenigen von Fig. 1 diametral gegenüberliegt, so ist die Tasche um ein gleiches
Maß, aber in entgegengesetzter Richtung gegenüber der Schaufel verschoben. Da die
Kolben fest auf dem Hauptläufer angeordnet sind, wird der gesamte Dampfdruck von den
Kolben unmittelbar auf den Hauptläufer übertragen. Der Hilfsläufer läuft leer mit. Er
dient nur dazu, den Arbeitsraum abzuschließen. Der Dampfdruck wirkt auf die schwingenden
Taschen nur an der kleinen freien Fläche am Ende jeder einzelnen Tasche. Dieser geringe Druck kann leicht von den Nocken
40 und den Platten 38 aufgenommen werden. Die Kolben verschieben sich ungehindert und
so gut wie ohne Reibung zwischen den Packungsstücken 36, da diese ebenso wie die
Taschen die Kolben nicht von der Seite stützen, sondern ausschließlich den Durchtritt
von Dampf an den Schaufeln entlang verhindern sollen.
Für die Zuleitung des Kraftmittels zu den Arbeitsräumen und zur Regelung des Einlasses
und des Auslasses des Kraftmittels können irgend geeignete Einrichtungen getroffen
werden. In dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Dampf
oder ein anderes Kraftmittel durch einen Einlaß 29 der Muffe 4 zugeführt. Auf der letzteren
strömt das Kraftmittel rohrförmigen Ventilkammern 28 zu, welche in hohlen Ansätzen
26 des Gehäuses ausgebildet sind (Fig. 1, 2 und 9 bis 12). Die Ventilkammern 28 stehen
durch geeignete Kanäle mit den Arbeitsräumen der Maschine in Verbindung. Diese Kanäle dienen abwechselnd als Einlaß- und
Auslaßkanäle. Sie werden durch Drehschieber 27 abwechselnd geöffnet und geschlossen.
Der Auspuff aus den Ventilkammern erfolgt durch Auspuffkanäle 30, welche unmittelbar
in das Gehäuse einmünden. Das letztere kann mit einem Kondensator verbunden sein oder
das verbrauchte Kraftmittel unmittelbar der Außenluft zuführen.
Um die Haupt- und Hilfsläufer miteinander in Berührung zu halten, und um die no
etwa auftretende Abnutzung auszugleichen, ist eine Einrichtung vorgesehen, die auf der
Wirkung des Druckmittels selbst beruht. Einer der Hauptläufer, beispielsweise der
Hauptläufer auf der linken Seite von Fig. 2, ist unverschiebbar auf der Muffe 4 gelagert.
Der rechts gelegene Hauptläufer ist auf der Muffe 4 mittels Federkeiles gelagert, derart,
daß er sich auf der Muffe nicht drehen, aber wohl innerhalb gewisser Grenzen in der Längsrichtung
verschieben kann. Er besitzt einen Flansch 110, und das anliegende Ende der
Muffe besitzt einen Flansch in. Der Flansch
in ragt in eine ringförmige Ausdrehung 112
des Flansches 1.10. Hierdurch wird eine dampfdichte ringförmige Kammer 113 zwisehen
den beiden Flanschen gebildet. Diese Kammer steht mit dem Inneren der Muffe 4 durch eine Anzahl von Öffnungen 114 in Verbindung.
Aus der Muffe strömt durch diese Öffnungen Dampf in die Kammer 113. Dieser
wirkt auf den Flansch 110 und drängt den verschiebbaren
Hauptläufer gegen den feststehenden Läufer. Hierdurch werden die beiden Hilfsläufer miteinander und mit den zugehörigen
Hauptläufern in Berührung gehalten.
Außerdem dienen zur Einstellung Stellschrauben 115, welche durch den Flansch in hindurchtreten
und sich gegen den Flansch 110 legen. Dadurch, daß man die beiden Hauptläufer
auf die Welle oder die Muffe der Maschine legt, und die beiden Hilfsläufer zwi-
- sehen sie legt, wird der gesamte Dampfdruck in den Arbeitsräumen der Maschine auf
die Hauptläufer und die Welle oder Muffe übertragen, so daß die Maschine ausgeglichen
ist. Der Druck wird durch drehende Teile der Maschine aufgenommen. Infolgedessen sind
keine Stirnlager notwendig, welche eine erhebliche Reibung zur Folge haben würden.
Als Kraftmittel kann außer Dampf auch jedes andere geeignete Druckmittel Verwendung finden. Auch kann die Maschine als Arbeitsmaschine sowohl wie als Pumpe oder als Verdichter Verwendung finden.
Als Kraftmittel kann außer Dampf auch jedes andere geeignete Druckmittel Verwendung finden. Auch kann die Maschine als Arbeitsmaschine sowohl wie als Pumpe oder als Verdichter Verwendung finden.
Claims (10)
1. Umlaufende Kraft- oder Arbeitsmaschine, deren Arbeitsräume zwischen zwei
mit Kegelflächen nach einer Leitlinie sich aufeinander abwälzenden Haupt- und Hilfsläufern, einer quer zu den Läufern
angeordneten Scheidewand und einem äußeren Mantel gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hilfsläufer
(6) innen angeordnet sind und aufeinarider laufen, während die Hauptläufer (5)
außen liegen und auf der Maschinenwelle (4) festgelagert sind, derart, daß der Achsialdruck der Läufer durch die gemeinschaftliche
Welle aufgenommen wird.
2. Umlaufende Maschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Hilfsläufer auf den einander zugewendeten Seiten Kegelflächen (7) besitzen,
die nach einer Leitlinie (9) miteinander in Berührung sind und auf der der Berührungslinie
gegenüberliegenden Seite durch ein Rollenlager (9) gegeneinander gestützt sind.
; 3. Umlaufende Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rollenlager zwischen den beiden Hilfsläufern aus zwei Paaren von Rollen besteht,
von denen immer je zwei aufeinander laufen.
4. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß einer der Hauptläufer auf der Welle innerhalb gewisser Grenzen längsverschiebbar
ist und auf der dem anderen Läufer gegenüberliegenden Seite eine Druckkammer (113) besitzt, welche unter dem
Druck des Kraftmittels steht, derart, daß der Hauptläufer während des Betriebes der Maschine auf den anderen Läufer zu
gedrückt wird.
5. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptläufer auf einer Muffe (4) angeordnet sind, durch die den Ventilkammern
das Kraftmittel zugeführt wird, während die Hilfsläufer ausschließlich auf den Hauptläufern und den Rollenlagern
unterstützt sind.
6. Umlaufende Maschine nach Anspruch ι bis 5, in der die durch den Arbeitsraum
ragenden Querwände oder Kolben (31, 32) starr mit einem der Läufer,
vorzugsweise dem Hauptläufer, verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die KoI- go
ben (31, 32) durch den anderen, den Hilfsläufer, mittels eines taschenähnlichen Körpers
(34) abgedichtet sind, welcher gegenüber dem Kolben in allen erforderlichen Richtungen frei beweglich ist und eine
achsiale Verschiebung des Kolbens ermöglicht.
7. Umaufende Maschine nach Anspruch ι und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kegelflächen der Haupt- und Hilfsläufer dieselbe Neigung und eine gemeinschaftliche
Kegelspitze (19,20) besitzen, welche mit dem Mittelpunkt des kugelförmigen
Mantels (11) des Arbeitsraumes zusammenfällt, und daß auch die Schwingungsachse
der Tasche durch diesen Mittelpunkt geht und die Endfläche der Tasche, welche als Dichtungsfläche gegenüber dem
Hilfsläufer dient, auf einem Kegel liegt, dessen Achse mit der Schwingungsachse der Tasche zusammenfällt, und dessen
Spitze mit der gemeinschaftlichen Spitze der Kegelflächen der Läufer zusammenfällt.
8. Umlaufende Maschine nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haupt- und Hilfsläufer mehrere in verschiedenen Abständen von der Achse
angeordnete Arbeitsräume und Kegelflächen besitzen, wobei die Kolben und Taschen in den beiden Arbeitsräumen derart
versetzt sind, daß beim Durchgang
eines Kolbens durch die Berührungsstelle mindestens ein Kegelflächenpaar eines anderen
Arbeitsraumes in richtiger Berührung ist.
9. Umlaufende Maschine nach Anspruch 4 bis 8, in der jeder Arbeitsraum
durch mehrere Scheidewände oder Kolben unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheidewände in den in verschiedenen radialen Abständen liegenden Arbeitsräumen
gegeneinander versetzt sind.
10. Umlaufende Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden in verschiedenen radialen Abständen liegenden Arbeitsräume durch eine Unterteilung des Hauptläufers mittels
kugelförmiger Scheidewand (14) gebildet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286720C true DE286720C (de) |
Family
ID=542015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286720D Active DE286720C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286720C (de) |
-
0
- DE DENDAT286720D patent/DE286720C/de active Active
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