DE2856741C2 - Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung eines elektrophotographischen Kopiergerätes - Google Patents
Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung eines elektrophotographischen KopiergerätesInfo
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Description
a) die mittlere Länge der dunklen Bildbereiche der Vorlage ermittelt wird, daß
b) die Vorlage als gedruckte Vorlage behandelt wird, wenn die mittlere Länge kleiner als ein
vorgegebener Wert ist, daß
c) die Vorlage als fotografische Vorlage behandelt wird, wenn die mittlere Länge größer als ein
vorgegebener Wert ist, und daß
d) die Belichtung und/oder di» Entwicklungsspannung und/oder der Abstand zwischen der
Entwicklungseinrichtung und der fotoleitfähigen Fläche in Abhängigkeit von der ermittelten
Art der Vorlage eingestellt wird.
2. Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung in Abhängigkeit
von der Dichte der Vorlage für ein elektrofotografisches Kopiergerät mit einer fotoleitfähigen
Fläche und mit einer Entwicklungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Zahl der unterschiedlichen Bilddichten der Vorlage ermittelt wird, daß
b) die Vorlage als gedruckte Vorlage behandelt wird, wenn die Zahl unter einem vorgegebenen
Wert liegt, daß
c) die Vorlage als fotografische Vorlage behandelt wird, wenn die Zahl über dem vorgegebenen
Wert liegt, und daß
d) die Belichtung und/oder die Entwicklungsspannung und/oder der Abstand zwischen der
fotoleitfähigen Fläche und der Entwicklungseinrichtung in Abhängigkeit von der ermittelten
Art der Vorlage eingestellt wird.
3. Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung in Abhängigkeit
von der Dichte der Vorlage für ein elektrofotografisches Kopiergerät mit einer fotoleitfähigen
Fläche und einer Entwicklungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
a) der Anteil der dunklen Flächenbereiche der Vorlage ermittelt wird, daß
b) die Vorlage als gedruckte Vorlage behandelt wird, wenn der Anteil unter einem vorgegebenen
Wert liegt, daß
c) die Vorlage als fotografische Vorlage behandelt wird, wenn der Anteil über dem vorgegebenen
Wert liegt, und daß
d) die Belichtung und/oder die Entwicklungsspannung und/oder der Abstand zwischen der
Entwicklungseinrichtung und der fotoleitfähigen Fläche in Abhängigkeit von der ermittelten
Art der Vorlage eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche \ bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Abbildung
der Vorlage oder das Potential der elektrostatischen,
latenten Abbildung der Vorlage auf der fotoleitfähigen Fläche abgetastet werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, Jaß beim
Vorliegen einer gedruckten Vorlage die Entwicklungsspannung auf einen ersten, vorgegebenen Wert
und beim Vorliegen einer fotografischen Vorlage die Entwicklungsspannung auf einen zweiten, kleineren
vorgegebenen Wert eingestellt wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung einer Entwicklungseinrichtung mit einem Auftragelement mit einem isolierenden
Bereich und mit einem elektrisch leitfähigen Bereich beim Vorliegen einer gedruckten Vorlage der
isolierende Bereich gegenüber der fotoleitfähigen Fläche und beim Vorliegen einer fotografischen
Voriage der leitende Bereich gegenüber der fotoleitfähigen Fläche angeordnet wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung in
Abhängigkeit von der Dichte der Vorlage für ein elektrofotografisches Kopiergerät der in den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 bis 3 angegebenen Gattung.
Ein sok hes Verfahren ist aus der US-PS 29 56 478 bekannt, wobei die optische Abbildung der Vorlage abgetastet und in Abhängigkeit von dem Ergebnis
Ein sok hes Verfahren ist aus der US-PS 29 56 478 bekannt, wobei die optische Abbildung der Vorlage abgetastet und in Abhängigkeit von dem Ergebnis
dieser Abtastung die Entwicklungsspannung und/oder die Belichtung verstellt werden.
Bei diesem Einstellverfahren tritt jedoch das folgende Problem auf: Bei einer bestimmten Einstellung dieses
elektrofotgrafischen Kopiergerätes werden qualitativ einwandfreie Kopien einer »gedruckten Vorlage«
gemacht, also einer Vorlage, die nur alphanumerische oder andere Zeichen, Symbole usw. enthält, beispielsweise
Kopien einer Buchseite, aber auch eines mit einer Schreibmaschine beschriebenen Blattes, während die
Kopien einer fotografischen Vorlage, beispielsweise Kopien eines Bildes mit verschiedenen Graustufen, nur
qualitativ minderwertig werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Einstellverfahren der angegebenen Gattung zu schaffen,
die sowohl bei gedruckten Vorlagen als auch bei fotografischen Vorlagen die Herstellung fön qualitativ
einwandfreien Kopien ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche 1 bis 3
angegebenen Merkmale gelöst
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen auf der Feststellung, daß ein elektrofotografisches Kopiergerät
bereits Einrichtungen enthält, die ohne größere Umbauten und/oder aufwendige Schaltungsmaßnahmen
zwischen einer gedruckten Vorlage und einer fotografischen Unterlage unterscheiden können. Denn
die optische Abbildung der Vorlage, aber auch das Potential der elektrostatischen, latenten Abbildung der
Vorlage auf der fotoleitfähigen Fläche, enthalten Informationen, aus denen nach verschiedenen Verfahren,
wie sie in den Ansprüchen angegeben werden, Informationen darüber gewonnen werden können, ob es
sich um eine gedruckte oder um eine fotografische Vorlage handelt.
So kann beispielsweise die mittlere Länge der dunklen Bildbereiche der Vorlage ermittelt werden;
wenn die mittlere Länge kleiner als ein vorgegebener Wert ist, handelt es sich mit einer für die Belange der
Praxis ausreichenden Gewißheit um eine gedruckte Vorlage, während bei einer fotografischen Vorlage
diese mittlere Länge größer als der vo -gegebene Wert
ist.
Bei einem entsprechenden Verfahren wird die Zahl der unterschiedlichen Bilddichten der Vorlage oder der
Anteil der dunklen Flächenbereiche der Vorlage ermittelt, uäi zwischen einer gedruckten Vorlage und
einer fotografischen Vorlage zu unterscheiden.
In Abhängigkeit von dem Ergebnis dieser Entscheidung, das beispielsweise über einen Rechner, z. B. über
einen Mikroprozessor ermittelt wird, werden dann die
Belichtungsstärke, die Entwicklungsspannung und/oder der Abstand zwischen der Entwicklungseinrichtung und
dem fotoleitenden Element zusätzlich so beeinflußt, daß sich sowohl für gedruckte Vorlagen als auch fotografisehe
Vorlagen qualitativ einwandfreie Kopien ergeben.
Dabei wird zweckinäßigerweise so vorgegangen, daß die Belichtungsstärke und/oder die Entwicklungsspannung
und/oder der Abstand zwischen der Entwicklungseinrichtung und der fotoleitfähigen Fläche bei der
Herstellung von Kopien einer gedruckten Vorlage entsprechend einer ersten Funktion und bei der
Herstellung von Kopien einer fotografischen Vorlage entsprechend einer zweiten Funktion verändert werden.
Dadurch wird also die Bedienung eines solchen elektrofotografischen Kopiergerätes weiter vereinfacht,
da die Bedienungsperson nicht erst durch visuf Ue Überprüfung die Art der Vorlage feststellen und
anschließend das Kopiergerät entsprechend einstellen muß, wobei es immer wieder zu Bedienungsfehlern 3s
kommen kann, sondern die angegebenen Parameter sehr exakt automatisch in Abhängigkeit von der Art der
Vorlage eingestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung eines elektrofotografischen
Kopiergerätes,
F i g. 2 und 3 Kurvendarstellungen iur Erläuterung der Funktionsweise dieses Kopiergerätes,
Fig.4 eine Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Fühlers,
F i g. 5 eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Fühlers,
F i g. 6 eine Ansicht einer anderen Ausführungsform eines elektrofotografischen Kopiergerätes,
F i g. 7 eine Kurve zur Erläuterung der Funktionsweise dieses Kopiergerätes,
F i g. 8 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines elektrofotografischen Kopiergerätes,
F i g. 9 eine Kurve zur Erläuterung der Funktionsweise dieses Kopiergerätes,
Fig. 10 eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines elektrofotografischen Kopiergerätes
und F i g. 11 ein Blockschaltbild eines Rechners.
Gemäß F i g. 1 weist ein insgesamt durch das Bezugszeichen 11 angedeutetes, elektrofotografisches
Kopiergerät eine fotoleitfähige Trommel 12 auf, die mit konstanter Drehzahl in Richtung gegen den-Uhrzeigersinn
gedreht wird. Die Oberfläche der Trommel 12 wird durch eine Koronaaufladungseinrichtung 13 aufgeladen.
Durch ein optisches System 14 wird eine Abbildung einer Vorlage 15 auf die aufgeladene Trommel 12
projiziert, wodurch aufgrund von lokalisierter Fotoleitung
eine elektrostatische, latente Abbildung dieser Vorlage entsteht
In einer Entwicklungseinrichtung 17 wird diese elektrostatische, latente Abbildung der Vorlage zu
einem Tonerbild entwickelt, das durch eine Übertragungs-Aufladungseinrichtung
18 auf ein nicht dargestelltes, blattförmiges Bildempfangsmaterial übertragen wird. In einer ebenfalls nicht dargestellten Fixiereinrichtung
wird dieses Tonerbild auf dem Bildempfangsmaterial zu einer permanenten Kopie der Vorlage 16 fixiert
Nach der Übertragung wird die Trommel 12 durch eine Lampe 19 bestrahlt, um eine Entladung der
Oberfläche der Trommel durchzuführen; anschließend werden die noch verbliebenen Restladungen mittels
eine- Entladungseinheit 21 entfernt Dann wird schließlich noch der zurückgebliebene Toner mittels einer
Reinigungseinrichtung 22 von der Oberfläche der Trommel 12 abgenommen.
Das optische System 14 weist eine transparente, durchsichtige Platte 23 auf, weiche die Vorlage 16 trägt,
deren zu kopierende Seite nach unten zeigt. Licht von einer Lampe 24 wird von einem Spiegel 26 aus auf die
Vorlage 16 reflektiert, um von dieser einen linearen Teil zu beleuchten. Mittels einer Sammellinse 27 wird eine
Abbildung des linearen Teils der Vorlage 16 über Planspiegel 28 und 29 auf der Trommel 12 scharf
eingestellt. Hierbei wird entweder die Auflageplatte 23 oder das optische System 14 bewegt, um die Vorlage 16
abzutasten, und um fortlaufend ein elektrostatisches Bild davon auf der Trommel 12 zu schaffen.
Die Entwicklungseinrichtung 17 weist einen entwicklungsbehälter 31 für trockenen oder flüssigen Toner und
eine Rolle oder Walze 32 auf, um den Toner auf eine magnetische Bürste 33 aufzubringen. Die magnetische
Bürste 33 ist nahe bei der Trommel 12 angeordnet und mit ihr wird der Toner aufgebracht. Gemäß der
Erfindung führt ein Elektrosensor 34 das elektrostatische Potential des elektrostatischen Bildes auf der
Trommel 12, welches porportional dem Schwärzungsgrad der Vorlage 16 ist. Der Elektrosensor 34 ist mit
einem Eingang eines Detektors 36 verbunden, welcher ein elektrisches Ausgangssignal mit einer Amplitude
abgibt, die dem gefühlten elektrischen Potential entspricht. Der Ausgang des Sensors 36 wird einem
Rechner 37 zugeführt, welcher eine entsprechende Entwicklungsvorspannung für die magnetische Bürste
33 berechnet. Der Ausgang des Rechners 37 wird an eine Steuereinrichtung 38 angelegt, weiche unter
Steuerung des Rechners 37 die richtige Vorspannung an die magnetische Bürste 33 anlegt.
Wenn gedruckte Vorlagen zu kopieren sind, sollte eine Vorspannung angelegt werden, welche etwas
höher ist als das niedrigste gefühlte, elektrostatische Potential an der magnetischen Bürste 33, um sicherzustellen,
daß Hintergrund- bzw. Llntergrundflächenbereiche weiß kopiert werden. Der Rechner 37 wählt die
niedrigste Ausgangsspannung des Detektors 36, welche dem minimalen Schwärzungsgrad der Vorlage (dem
Schwärzungsgrad des Untergrundflächenbereichs) entspricht und verwendet diesen Wert, um die Vorspannung
zu berechnen. Bei gedruckten Vorlagen wird die Vorspannung entsprechend einer Kurve 39 in F i g. 2
gesteuert. Diese Vorspannung VB ist gleich dem Untergrundpotential VP plus 100 V bei einem oberen
Grenzwert von 500 V. Die Kurve 41 ist zum Vergleich wiedergegeben und bei ihr sind die Spannungen VPund
15
20
VS gleich.
Während mit der Kurve 39 infolge des sogenannten Kanteneffekts gute Kopien von gedruckten Vorlagen
hergestellt werden, werden bei Steuern des Kopiergeräts 11 entsprechend der Kurve 39 Kopien von
fotografischen Vorlagen geschaffen, auf welchen große dunkle Abbildungsbereiche verwaschen oder verlorengegangen
sind. Dieser Effekt ist in F i g. 3 durch eine Kurve 42 dargestellt, in welcher der elektrostatische
Kontrast über dem Schwärzungsgrad der hergestellten Kopien aufgetragen ist. Der Paramter VI ist das
elektrostatische Potential auf der Trommel 12 an einer ganz bestimmten Stelle. Mit anderen Worten, der
elektrostatische Kontrast, welcher die Kraft festlegt, mit welcher an der Trommel 12 haftet, ist gleich der
Differenz zwischen dem Potential des elektrostatischen Bildes und der Vorspannung.
Bei einer fotografischen Vorlage, die einen Schwärzungsgrad hat, der in allen gefühlten Flächenbereichen
0,5 überschreitet, wird die Vorspannung VB auf den Maximumwert von 500 V eingestellt. Für einen dunklen
Abbildungsbereich mit einem Potential Vl = 800 V beträgt der elektrostatische Kontrast nur 300 V.
Hierdurch wird auf der Kopie ein Schwärzungsgrad von nur 0,8 geschaffen. Infolgedessen erscheint der dunkle
Flächenbereich ausgewaschen.
Diese Schwierigkeit kann durch Begrenzen der Vorspannung auf 200 V überwunden werden, die durch
eine Kurve 43 in F i g. 2 dargestellt ist. Hierdurch ist ein Kennwert geschaffen, welcher durch eine Kurve 44 in
Fig.3 dargestellt ist. Derselbe dunkle Abbildungsbereich mit einem elektrostatischen Potential von
VI = 800 V schafft einen elektrostatischen Kontrast von 600 V und einen Schwärzungsgrad auf der Kopie
von etwa !,7. infolgedessen wird der dunkle Abbildungsbereich mit einem zufriedenstellenden Schwärzungsgrad wiedergegeben. Bei Begrenzen der Vorspannung
VB auf 200 V werden jedoch Kopien von gedruckten Vorlagen mit grauem Untergrund geschaffen. Mit
anderen Worten, keine der Kurven 39 und 43 ist geeignet, um gute Kopien sowohl von gedruckten als
auch von fotografischen Vorlagen herzustellen. Die Kurve 42 eignet sich beispielsweise für eine dunkie Linie
auf einer gedruckten Vorlage mit einem Schwärzungsgrad von 1,9 und einer Breite von 0,5 mm. Die Kurve 43
eignet sich für einen dunklen Abbildungsbereich einer fotografischen Vorlage mit demselben Schwärzungsgrad von 1,9, wobei jedoch die Form eines Quadrates
eine Kantenlänge von 50 mm hat
Der Elektrosensor 34 kann durch ein einziges Elektrodenelement, beispielsweise das Element 40 in
F i g. 4, oder durch eine Anordnung 45 von Elektrodensiementen
452 verkörpert und dargestellt werden, wie es in F i g. 5 dargestellt ist Wenn die Anordnung 45
verwendet wird, sind die Elektroden 45a in einer zu der
Achse der Trommel 12 parallelen Reihe angeordnet und sind einzeln mit dem Detektor 36 verbunden.
Gemäß der Erfindung wird mittels des Rechners 37 der Ausgang des Detektors 36 gefühlt und festgesetzt,
ob entsprechend einem vorbestimmten Kriterium die Vorlage 16 eine gedruckte oder eine fotografische
Vorlage ist Wenn festgestellt wird, daß die Vorlage 16 eine gedruckte Vorlage ist wird die Entwicklungsvorspannung
VB auf 500 V begrenzt Wenn festgestellt wird, daß die Vorlage 16 eine fotografische Vorlage ist
wird die Entwicklungsvorspannung VB auf 200 V begrenzt
Im allgemeinen haben die dunklen Abbildungsberei-
30
35
40
45
50
55
60
65 ehe auf gedruckten Vorlagen Längen zwischen 0,1 mm
und mehreren zehn Millimetern.
Die mittlere Länge eines dunklen Abbildungsbereichs ist im allgemeinen kleiner als einige Millimeter. Die
dunklen Abbildungsbereiche von fotografischen Vorlagen haben jedoch Längen von mehreren zehn
Millimetern, obwohl einige dieser Abbildungsbereiche Längen von weniger als 0,5 mm haben können.
Infolgedessen ist die durchschnittliche Länge von dunklen Abbildungsbereichen bei fotografischen Vorlagen
größer als bei gedruckten Vorlagen.
Der Rechner 37 erhält die Länge einer dunklen Abbildungsfläche durch Messen der Zeitdauer, während
welcher das gefühlte Potential beispielsweise über 500 V liegt. Die durchschnittliche Länge einer dunklen
Abbildungsfläche kann dadurch erhalten werden, daß die Summe der Längen aller gefühlten dunklen
Abbildungsflächen berechnet und die Summe dann durch die Anzahl der gefühlten dunklen Abbildungsflächen
geteilt wird. Erforderlichenfalls können bei der Summierung Bewertungskriterien angewendet werden.
Hierbei wird festgesetzt, daß die Vorlage 16 eine gedruckte Vorlage ist, wenn die mittlere Länge einer
dunklen Fläche unter einem vorbestimmten Wert, beispielsweise 8 mm liegt, oder daß die Vorlage 16 eine
fotografische Vorlage ist, wenn die durchschnittliche Länge eines dunklen Abbildungsbereichs über dem
vorbestimmten Wert liegt.
In Fig.6 ist eine in ihrer Gesamtheit mit 1Γ
bezeichnete, weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hierbei sind die gleichen Teile mit denselben
Bezugszeichen und entsprechende, aber abgewandelte Teile sind mit den gleichen, mit einem Strichindex
versehenen Bezugszeichen bezeichnet In dem Kopiergerät 11' ist der Elektrosensor 34 durch einen
Fotosensor 46 ersetzt, der eine Lichtquelle 47 zum Beleuchten der Vorlage 16 und ein Fotosensorelement
48 zur Aufnahme des von der Vorlage 16 reflektierten Lichts aufweist. Mittels einer nicht dargestellten
Antriebseinrichtung wird eine relative Vorabtastbewegung zwischen dem Fotosensor 46 und der Vorlage 16
geschaffen, bevor die Vorlage 16 mittels des optischen Systems 14 abgetastet wird. Die Vorabtastung kann mit
einer viel höheren Geschwindigkeit als die eigentliche Abtastbewegung des optischen Systems 14 durchgeführt
werden.
Der Fotosensor 48 kann ein einzelnes Fotosensorelement in der Art der F i g. 4 oder eine Anordnung von
Fotosensorelementen in der Art der F i g. 5 aufweisen. Ein einzelnes Fotosensorelement kann die Form eines
CdS-Elements mit einem Durchmesser von 10 bis 50 mm haben. Eine Anordnung kann durch einen
MOS-Zeilenabtaster, wie er beispielsweise von der Teticon Company hergestellt wird, mit Fotosensorelementen
aufweisen, die linear in Abständen von 25 Mikron angeordnet sind.
Der Fotosensor 48 fühlt den Schwärzungsgrad der Vorlage 16 unmittelbar und gibt ein Ausgangssignal an
einen Detektor 36' ab. Ein mit dem Ausgang des Detektors 36' verbundener Rechner 37' setzt in
derselben Weise wie der Rechner 37 fest, ob die Vorlage
16 eine gedruckte oder eine fotografische Vorlage ist, und steuert eine Steuereinrichtung 38', welche eine
Spannung an die Lampe 24 anlegt, welche die Vorlage 16 beleuchtet Die an die Lampe 24 angelegte Spannung
ist für eine gedruckte Vorlage höher als für eine
fotografische Vorlage, um dadurch eine höhere Beleuchtungsstärke für eine gedruckte Vorlage zu
schaffen.
In Fig. 7 sind weitere Kriterien dargestellt, um festzusetzen und zu bestimmen, ob die Vorlage 16 eine
gedruckte oder eine fotografische Vorlage ist. Hierbei werden die Anzahl verschiedener Schwärzungsgrade
oder die Schwärzungsgradpegel der Vorlage 16 bestimmt. Die Vorlage 16 wird Punkt für Punkt gefühlt
und die Anzahl Stellen mit dem jeweils gleichen Schwärzungsgrad werden gezählt. Hierdurch ergeben
sich dann die Flächen einer Vorlage 16 als Funktion des Schwärzungsgrades. Im allgemeinen hat eine gedruckte
Vorlage zwei Schwärzungsgrade, nämlich schwarz und weiß. Eine fotografische Vorlage hat dagegen verschiedene
Grautöne und infolgedessen mehr als zwei verschiedene Schwärzungsgrade. Eine Kurve 49 für eine
gedruckte Vorlage hat nur zwei Höchstwerte, nämlich einen bei etwa 0,25, der dem Untergrund entspricht, und
einen weiteren bei etwa 1,0, der den gedruckten Schriftzeichen entspricht. Eine Kurve 51 für eine
fotografische Vorlage hat jedoch vier Höstwerte; hierbei entspricht die Anzahl der verschiedenen
Schwärzungsgrade der Anzahl der Höchstwerte. Folglich kann durch Zählen der Anzahl der Höchstwerte
über einem vorbestimmten, mit 52 bezeichneten Wert die Anzahl von verschiedenen Schwärzungsgraden
erhalten werden. Die Vorlage 16 wird dann als eine gedruckte Vorlage bestimmt, wenn die Anzahl der
Höchstwerte unter einer vorbestimmten Zahl, beispielsweise zwei oder drei hegt. Die Vorlage 16 wird als eine
fotografische Vorlage festgesetzt, wenn die Anzahl der Höchstwerte über zwei oder drei liegt.
In F i g. 8 weist ein weiteres, in seiner Gesamtheit mit 53 bezeichnetes, elektrostatisches Kopiergerät gemäß
der Erfindung ein fotoleitendes Band 54 auf, welches entgegen dem Uhrzeigersinn mit einer konstanten
Geschwindigkeit über Rollen 56 geführt ist. Das Band 54 wird mittels einer Ladeeinrichtung 57 geladen. Durch
ein optisches System 58 wird eine Abbildung einer Vorlage 59 auf dem Band 54 scharf eingestellt, um ein
elektrostatisches Bild zu schaffen. Mittels einer Entwicklungseinrichtung 61 wird Toner auf das Band 54
aufgebracht, um ein Tonerbild zu schaffen, welches dann
mittels einer vorgespannten Übertragungs- oder Transferrolle an ein Kopierblatt 62 übertragen wird. Das
Band 54 wird durch eine Entladeeinrichtung 64 und eine Reinigungseinrichtung 66 entladen bzw. gereinigt.
Das optische System 58 weist eine durchsichtige Platte 67 auf. Die Vorlage 59 wird mittels eines Bandes
68, das um Rollen 69 geführt ist, über die Platte 67 nach rechts bewegt. Mittels Lampen 71 wird ein linearer Teil
der Vorlage 59 durch die Platte 67 hindurch beleuchtet. Mittels einer Sammellinse 72 wird eine Abbildung des
Teils der Vorlagen 59 über Planspiegel 73 und 74 au! dem Band 54 scharf eingestellt
Ein Fotosensor 76 mit einer Lichtquelle 77 und einem Fotosensorelement 78 ist unter der Platte 67 in der
Bewegungsrichtung der Vorlage 59 vor den Lampen 71 angeordnet. Der Fotosensor 76 fühlt den Schwärzungsgrad der Vorlage 59 vor der Belichtung. Der Ausgang
des Fotosensors 76 ist über einen Detektor 79 mit einem Rechner 81 verbunden, welcher anhand eines der oben
angeführten Kriterien bestimmt, ob die Vorlage 59 eine gedruckte oder eine fotografische Vorlage ist und
welcher eine Entwicklungsvorspannung als Funktion der Vorlagenart und des gefühlten Schwärzungsgrades
berechnet Der Ausgang des Rechners 81 wird an eine Steuereinrichtung 82 angelegt, weiche in der oben
beschriebenen Weise die Entwicklungsvorspannung steuert, die an Auflragrollen 83 der Entwicklungseinrichtung
61 angelegt wird.
In Fig.9 sind weitere Kriterien dargestellt, um
festzusetzen und zu bestimmen, ob die Vorlage eine gedruckte oder eine fotografische Vorlage ist. Bei dieser
Methode wird das Verhältnis oder der Prozentsalz an dunklen Bildflächen berechnet. Eine Kurve 85 in Fig. 9
gibt die Wahrscheinlichkeit wieder, daß der Prozentsatz an dunklen Bildbereichen einer gedruckten Vorlage
ίο einen bestimmten Wert hat und über eine Messung
einer großen Anzahl gedruckter Vorlagen erhalten. Eine entsprechende Kurve 84 ist für fotografische-Vorlagen
dargestellt.
Die Kurve 85 zeigt, daß der Prozentsatz an dunklen Bildflächen einer gedruckten Vorlage sehr wahrscheinlich 10% ist, da beinahe alle gedruckten Vorlagen einen Prozentsatz von weniger als 30u/o haben. Der Prozentsatz von dunklen Bildbereichen einer fotografischen Vorlage liegt sehr wahrscheinlich bei 60%, da beinahe alle fotografischen Vorlagen einen Prozentsatz von mehr als 30% haben. Das Verfahren der Fig.9 kann angewendet werden, indem die Anzahl der gefühlten Bildpunkte mit einem Schwärzungsgrad von beispielsweise über 0,5 gezählt und diese Zahl durch die Gesamtanzahl der gefühlten Bildpunkte geteilt wird, um den Prozentsatz an dunklen Bildpunkten oder an inkrementellen Flächen zu erhalten. Es wird dann festgesetzt, daß die Vorlage eine gedruckte Vorlage ist, wenn der Prozentsatz kleiner als beispielsweise 30% ist, oder eine fotografische Vorlage ist, wenn der Prozentsatz größer als 30% ist.
Die Kurve 85 zeigt, daß der Prozentsatz an dunklen Bildflächen einer gedruckten Vorlage sehr wahrscheinlich 10% ist, da beinahe alle gedruckten Vorlagen einen Prozentsatz von weniger als 30u/o haben. Der Prozentsatz von dunklen Bildbereichen einer fotografischen Vorlage liegt sehr wahrscheinlich bei 60%, da beinahe alle fotografischen Vorlagen einen Prozentsatz von mehr als 30% haben. Das Verfahren der Fig.9 kann angewendet werden, indem die Anzahl der gefühlten Bildpunkte mit einem Schwärzungsgrad von beispielsweise über 0,5 gezählt und diese Zahl durch die Gesamtanzahl der gefühlten Bildpunkte geteilt wird, um den Prozentsatz an dunklen Bildpunkten oder an inkrementellen Flächen zu erhalten. Es wird dann festgesetzt, daß die Vorlage eine gedruckte Vorlage ist, wenn der Prozentsatz kleiner als beispielsweise 30% ist, oder eine fotografische Vorlage ist, wenn der Prozentsatz größer als 30% ist.
In Fig. 10 ist ein weiteres elektrostatisches Kopiergerät
86 gemäß der Erfindung dargestellt, das ein optisches System 87 aufweist Mittels einer Lampe 88
wird ein linearer Teil der Vorlage 16 durch die Platte 23
hindurch beleuchtet. Eine Abbildung des linearen Teils der Vorlage 16 wird von Planspiegeln 89 und 91 auf eine
Sammellinse 92 reflektiert. Die Abbildung wird durch die Linse 92 konvergiert, von einem halbdurchlässigen
Spiegel 93 über die Linse 92 zurückgeworfen und dann durch die Linse 92 wieder konvergiert. Die Abbildung
wird von der Linse 92 durch einen Planspiegel 94 auf die Trommel 12 reflektiert. Die Lampe 88 und der Spiegel
89 werden zum Abtasten der Vorlage 16 mit derselben Oberflächengeschwindigkeit wie die Trommel 12
bezüglich der feststehenden Platte 23 bewegt. Der Spiegel 91 wird, allerdings mit der halben Oberflächengeschwindigkeit
der Trommel 12, ebenfalls bewegt. Ein Teil der Abbildung wird durch den halbdurchlässigen
Spiegel 93 durchgelassen und mittels einer Sammellinse 96 auf einem Fotosensor 97 scharf
eingestellt Der Ausgang des Fotosensors 97 wird über einen Detektor 98 einem Rechner 99 zugeführt, dessen
Ausgang mit einer Steuereinrichtung 101 verbunden ist.
Der Fotosensor 97 fühit die Intensität der Abbildung,
welche auf der Trommel 12 scharf eingestellt wird, um ein elektrostatisches Bild zu schaffen. Der Rechner 99
bestimmt ob die Vorlage 16 eine gedruckte oder eine fotografische Vorlage ist
Eine Entwicklungseinrichtung 102 weist einen Entwicklungsbehälter
103 mit Toner und erste und zweite Auftragrollen 104 und 106 auf, um Toner auf die
Trommel 12 aufzubringen. Die Auftragrollen 104 und 106 weisen elektrisch leitende Teile 104a und I06a bzw.
elektrisch isolierende Teile 1046 und 1066 auf. Die leitenden Teile 104a und 106a sind in axialer Richtung in
einem bestimmten Abstand von den isolierenden Teilen 1046 bzw. 1066 angeordnet Mittels einer Spannungs-
quelle 107 wird eine Vorspannung an die Rollen 104 und 106 angelegt.
Wenn der Rechner 99 festsetzt, daß die Vorlage 16 eine gedruckte Vorlage ist, schaltet die Steuereinrichtung
101 einen umschaltbaren Motor 108 an, um die isolierenden Teile 1046 und 1066 der Rollen 104 und 106
zu bewegen, um sie axial wirksam bezüglich der Trommel 12 auszurichten, und vergrößert ferner den
Abstand zwischen den Rollen 104 und 106 sowie der Trommel 12 auf einen verhältnismäßig großen Wert.
Wenn festgestellt wird, daß die Vorlage 16 eine fotografische Vorlage ist, werden die leitenden Teile der
Rollen 104 und 106 entsprechend bewegt, um sie wirksam bezüglich der Trommel 12 auszurichten, und
der Abstand zwischen den Rollen 104 und 106 sowie der Trommel 12 wird auf einen verhältnismäßig kleinen
Wert verringert.
In Fig. 11 ist eine Rechnerschaltung tlO dargestellt,
die bei verschiedenen der oben beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung anwendbar ist. Mit der
Rechnerschaltung 110 kann die Beleuchtungsstärke der Lampe, die Entwicklungsvorspannung und der Rollenteil
sowie der Abstand bei der Entwicklung gesteuert werden. Jedoch sind bei dieser AusführuTigsform der
Erfindung, welche zu steuern ist, unnötige Elemente weggelassen.
Die Rechnerschaltung 110 weist eine zentrale Recheneinheit (CPU) 111 auf, welche mit einem
Festwertspeicher (ROM) 112, welcher das Betriebsprogramm
für die Schaltung 110 erhält, und mit einem Speicher mit direktem, wahlfreiem Zugriff (RAM) 113
verbunden ist, um dazwischen Veränderliche zu speichern. Der Ausgang eines Fühlers 114, welcher
entweder ein Elektro- oder ein Fotosensor sein kann, wird an den Eingang eines Detektors 116 angelegt,
welcher einen Ausgang schafft, der dem Schwärzungsgrad der Vorlage proportional ist. Der Ausgang des
Detektors 116 wird über einen Analog-Digital-Umsetzer 117 an die zentrale Recheneinheit (CPU) 111
angelegt. Die zentrale Recheneinheit (CPU) 111 bestimmt die Art der Vorlage und die Vorspannung und
s führt Steuersignale über eine Eingabe-Ausgabe-Kopplungseinrichtung
118 und einen Digital-Analog-Umsetzer 119 den entsprechenden Einheiten für eine Steuerung zu.
Eine Beleuchtungslampe 121 für die Vorlage ist in
ίο Reihe mit einem Triac mit einer Wechselstromquelle
123 verbunden. Der analoge Ausgang des Umsetzers 119 wird an einen Unijunktiontransistor-Oszillator 125
angelegt, welcher die an die Steuerelektrode des Triacs 122 angelegte Spannung und dadurch dessen Zündwinkel
ändert. Üblicherweise sind der Oszillator 125 und das Triac 122 so ausgelegt, daß sie mit einer
Basisphasen-(pedestal phasejSteuerung arbeiten, je früher das Triac 122 in der Wechselstromperiode leitend
wird, um so langer fließt Strom durch die Lampe 120 und um so größer ist die Beleuchtungsstärke für die Vorlage.
Der Ausgang des Wandlers 119 ist auch mit einer
Steuereinrichtung 124 für die Entwicklungseinrichtung verbunden. Entsprechend der Eingangsspannung gibt
die Steuereinrichtung 124 eine entsprechende Entwicklungsvorspannung und auch Ansteuerimpulse für einen
Motor 126 ab, welcher die Auftragrollen der Entwicklungseinrichtung in die entsprechende Lage bringt Ein
genauer Abstand kann erhalten werden, indem eine gesteuerte Anzahl von Ansteuerimpulsen dem Motor
126 zugeführt wird.
Vorzugsweise können viele Teile der Rechnerschaltung 110 durch ein einziges in Form einer integrierten
Schaltung ausgeführtes Chip dargestellt werden, wie es beispielsweise der Mikroprozessor INTEL 8022 ist, der
zu geringen Kosten als ein ab Lager lieferbarer Gegenstand erhältlich ist
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zur Einstellung der Belichtung und/oder der Entwicklungsspannung in Abhängigkeit
von der Dichte der Vorlage für ein elektrofotografisches Kopiergerät mit einer fotoleitfähigen
Fläche und mit einer Entwicklungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family
ID=15712287
Family Applications (1)
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