DE2856005C2 - - Google Patents
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Landscapes
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- Cleaning In General (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Reinigungswagen mit
einem Vorratstank zur Bevorratung eines Mehrfachen einer
vorgewählten Menge an frischer Reinigungslösung zum Spülen
und zur Hygienebehandlung eines Mops für Reinigungszwecke
und einem Mopeimer mit daran angebrachtem Mopwringer. Die
Erfindung schließt auch ein Verfahren zum Spülen und zur
Hygienebehandlung eines derartigen Mops ein.
Daß es im Interesse der Hygiene von entscheidender Wichtig
keit ist, Institutionen wie Krankenhäuser, Krankenpflege
häuser und dgl. so rein wie möglich zu halten, ist seit
langem anerkannt. Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Reini
gung solcher Institutionen ist die Reinigung der Fußböden,
um die Abtötung der darauf befindlichen Bakterien sicherzu
stellen und ihnen keine Infektionsstreuung unter den Patien
ten zu gestatten.
In der Vergangenheit bestand die für die Reinigung von Fuß
böden typische Ausrüstung aus einem Mop, einem Mopeimer und
einem an dem Eimer angebrachten Mopwringer. Während des
Normalgebrauchs wird üblicherweise der Mopeimer anfänglich
mit frischer Reinigungslösung gefüllt. Der Mop wird danach
in den Eimer zur Tränkung mit Reinigungslösung eingestellt,
teilweise im Wringer trockengewrungen, so daß die Überschuß
lösung im Mop in den Eimer zurückgeführt wird, und dann zum
Aufwischen eines Fußbodenbereichs verwendet, z. B. eines
Krankenzimmers. Der verunreinigte Mop wird dann in den Eimer
zurückgestellt, saugt
sich wieder mit Reinigungslösung voll und wird abermals
teilweise im am Eimer befestigten Wringer trockengewrun
gen. Dieser aus Vollsaugen, Auswringen und Benutzen be
stehende Zyklus muß periodisch unterbrochen werden, um
die verunreinigte Lösung im Eimer auszuleeren und frische
Reinigungslösung in den Eimer einzufüllen.
Diese herkömmliche Methode für das Auswaschen eines für
die Reinigung von Fußböden benutzten Mops besitzt vom
Standpunkt der Wirksamkeit und der hygienischen Reini
gung der Fußböden eine Reihe von Nachteilen. Hier ist zu
nächst zu erwähnen, daß nachdem ein Fußbodenbereich ge
wischt worden ist, der Mop in den Eimer zurückgestellt
wird, wo vom Mop vom Fußboden aufgenommene Bakterien die
Reinigungslösung im Eimer kontaminieren können. Da die
Reinigungslösung im Mopeimer auf dem feuchten Mop zu je
dem nachfolgend zu reinigenden Fußboden getragen wird,
erhöht sich das Risiko der Ausbreitung von Bakterien und
damit von Infektionen mit jedem Zurückstellen des Mops
in den Mopeimer. Da die Reinigungslösung häufig gewechselt
werden muß, besteht ein weiteres Problem darin, daß ein
erheblicher Teil der Arbeitszeit für den Wechsel der Rei
nigungslösung aufgewendet werden muß anstelle für das Auf
wischen. Schließlich kann in Abwesenheit kontinuierlicher
Überwachung das Überwachungspersonal nicht sicher sein,
daß die Reinigungslösung richtig angesetzt und in der er
forderlichen Häufigkeit gewechselt wird. Falls dies nicht
geschieht, wird das Risiko der Ausbreitung von Bakterien
und damit von Infektionen enorm vergrößert.
In Anbetracht des Problems der unhygienischen Bedingungen,
die durch einen Arbeiter verursacht werden, der die her
kömmliche Ausrüstung und Methode zum Auswaschen eines Mops
verwendet, haben staatliche und öffentliche Stellen empfoh
len und in einigen Fällen verlangt, daß zur Lösung des Hygie
neproblems zwei Mopeimer verwendet werden. Nach diesen
Empfehlungen und Vorschriften enthält einer der Eimer frische
Reinigungslösung und der andere wird für die verunreinigte
oder kontaminierte Reinigungslösung verwendet. Selbst wenn
jedoch diese Empfehlungen und Vorschriften befolgt werden,
wird die Hygiene nicht wesentlich verbessert. Dies rührt da
her, daß, nachdem die verunreinigte Lösung in den anderen
Eimer zurückgeführt oder ausgewrungen worden ist, der Mop
in die saubere Lösung in dem einen Eimer eingetaucht werden
muß. Daher werden alle vom Mop während der Reinigung aufge
nommenen Bakterien praktisch die frische Reinigungslösung
in dem anderen Eimer verunreinigen. Zusätzlich erhöht die
Verwendung von zwei Eimern die nicht produktive Zeit, die
zum Leeren und wieder Befüllen der Eimer erforderlich ist,
sehr erheblich. Da im allgemeinen die das Aufwischen aus
führenden Arbeitskräfte unausgebildet sind, ist die richtige
Verwendung der beiden Mopeimer und der erforderliche häufige
Wechsel der frischen und verunreinigten Lösungen sogar noch
weniger mit zwei Mopeimern sichergestellt als mit einem. Da
her wird die für das Hygieneproblem vorgeschlagene Lösung
als nicht zufriedenstellend angesehen.
Es sind auch bereits Vorrichtungen der eingangs angegebenen
Gattung bekannt (US-Patentschriften 28 77 479, 30 45 252
und 35 04 393), bei denen ein Vorratstank für frische Rei
nigungslösung vorgesehen ist. Hierbei kann zwar der schmutzige
Mop nicht mit dem Vorrat an frischer Reinigungslösung in Be
rührung kommen, so daß der Mop tatsächlich stets mit frischer
Reinigungslösung gespült werden kann, jedoch bleibt die je
weilige Spülmenge an frischer Reinigungslösung in das Er
messen der Bedienungsperson gestellt. Dementsprechend hängt
es vom Geschick der einzelnen Bedienungsperson ab, ob je
weils eine angemessene Menge an frischer Reinigungslösung
aus dem Vorratstank zur Anwendung gelangt. Dies führt häufig
zu einem zu hohen und damit unwirtschaftlichen Verbrauch
an frischer Reinigungslösung.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine als Reinigungswagen ausgebildete Vorrichtung und ein
Verfahren zum Spülen und zur Hygienebehandlung eines Mops
bereitzustellen, mit deren bzw. dessen Hilfe jeweils eine
vom Ermessen der Bedienungsperson unabhängige gleichblei
bende Menge an frischer Reinigungslösung aus dem Vorrats
tank auf den Mop ausgegeben wird. Dabei soll die Vorrichtung
zuverlässig und leicht zu bedienen bzw. das Verfahren ent
sprechend durchzuführen sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Reinigungswagen der ein
gangs bezeichneten Gattung vorgeschlagen, der gekennzeich
net ist durch
einen Dosiertank, der eine Dosierkammer zur Aufnahme einer einzelnen vorgewählten Menge der Reinigungslösung bildet,
eine schwenkbare Ausgaberöhre für die Ausgabe der Reinigungslösung auf den Mop, die zwischen einer Ausgabe stellung und einer Nichtausgabestellung bewegbar ist, wo bei die Bewegung der Ausgaberöhre in ihre Nichtausgabe stellung die Ausgaberöhre aus der Nähe des behandelten Mops entfernt, und
ein Ventil mit einem ersten Durchgangsweg, einem zweiten Durchgangsweg und einem dritten Durchgangsweg, wo bei der Vorratstank an den ersten Durchgangsweg, die Dosier kammer an den zweiten Durchgangsweg und die Ausgaberöhre an den dritten Durchgangsweg angeschlossen ist, und wobei dem Ventil
einen Dosiertank, der eine Dosierkammer zur Aufnahme einer einzelnen vorgewählten Menge der Reinigungslösung bildet,
eine schwenkbare Ausgaberöhre für die Ausgabe der Reinigungslösung auf den Mop, die zwischen einer Ausgabe stellung und einer Nichtausgabestellung bewegbar ist, wo bei die Bewegung der Ausgaberöhre in ihre Nichtausgabe stellung die Ausgaberöhre aus der Nähe des behandelten Mops entfernt, und
ein Ventil mit einem ersten Durchgangsweg, einem zweiten Durchgangsweg und einem dritten Durchgangsweg, wo bei der Vorratstank an den ersten Durchgangsweg, die Dosier kammer an den zweiten Durchgangsweg und die Ausgaberöhre an den dritten Durchgangsweg angeschlossen ist, und wobei dem Ventil
- (a) eine Füllstellung, in welcher der erste Durchgangs weg zur Füllung der Dosierkammer mit Reinigungslösung aus dem Vorratstank mit dem zweiten Durchgangsweg ver bunden ist, und
- (b) eine Ausgabestellung, in welcher der zweite Durchgangs weg zur Ausgabe der Reinigungslösung aus der Dosier kammer durch die Ausgaberöhre hindurch auf den Mop mit dem dritten Durchgangsweg verbunden und die Ver bindung des zweiten Durchgangsweges mit dem ersten Durchgangsweg unterbrochen ist,
zugeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht die wiederholte
Ausgabe einer vorgewählten Menge an frischer Reinigungs
lösung auf den auszuwaschenden und einer Hygienebehandlung
zu unterwerfenden Mop.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vor
richtung sind in den Unteransprüchen 2 bis 8 angegeben und
nachstehend erläutert.
Das zur Erfindung gehörende Verfahren zum Spülen und zur
Hygienebehandlung eines Mops für Reinigungszwecke mit einer
frischen Reinigungslösung unter Verwendung eines Mopeimers
und eines daran angebrachten Mopwringers ist dadurch ge
kennzeichnet, daß man
- (a) den Mop in den Mopeimer einlegt,
- (b) danach durch Betätigung des Mopwringers jede Reini gungslösung aus dem Mop in den Mopeimer auswringt,
- (c) darauf eine vorgewählte Menge an frischer Reinigungs lösung auf den Mop ausgibt, und
- (d) schließlich einen Teil der frischen Reinigungslösung mit dem Mopwringer aus dem Mop in den Mopeimer auswringt, bis der Mop für die Reinigungsverwendung teilweise trocken ist.
Verfahrensgemäß wird der Mop stets außer Kontakt mit dem
Vorrat der frischen Reinigungslösung gehalten, weil die
frische Lösung immer direkt auf dem Mop ausgegeben wird
und aus dem Mop mittels des Mopwringers ausgewrungen wird,
ohne daß der Mop in Kontakt mit verunreinigter oder konta
minierter Lösung steht.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Ver
fahrens sind in den Unteransprüchen 10 und 11 angegeben
und nachstehend erläutert.
Der erfindungsgemäße Reinigungswagen und das Verfahren ge
mäß der Erfindung lösen die gestellte Aufgabe und führen
zur Einsparung von Arbeit, Materialien und Energie infolge
der nachfolgend aufgeführten unerwarteten Resultate.
Zunächst wurde gefunden, daß eine vorgewählte Menge von
nur etwa 414 bis etwa 621 cm³ an frischer Reinigungslösung
auf einen trockengewrungenen Mop ausgegeben werden muß,
um den Mop zu durchtränken oder zu waschen und hygienisch
zu behandeln. Diese Menge nimmt mit dem Alter des Mops noch
ab. Wenn 414 cm³ auf einen Mop mit Hilfe der erfindungsge
mäßen Vorrichtung ausgegeben werden, können etwa 175 cm³ aus
dem Mop in den Eimer ausgewrungen werden, um den Mop für
das Aufwischen feucht zu belassen. Von der im Mop verblei
benden Menge von etwa 237 cm³ bleiben infolge des Aufwischens
etwa 118 cm³ auf dem Fußboden und der Rest wird aus dem Mop
in den Mopeimer ausgewrungen. Unter der Annahme, daß während
eines Arbeitsablaufs zwanzigmal Reinigungslösung auf den
Mop ausgegeben wird, bedeutet dies, daß nur etwa 8280 cm³
(etwas über
8 Liter) an frischer Reinigungslösung für einen Arbeits
ablauf benötigt wird. Vergleichsweise werden etwa 38 Liter
Reinigungslösung bei Anwendung konventioneller Ausrüstung
und Methoden benötigt. Weiterhin sind nur etwa 5900 cm³
(zwanzigmal 177 cm³ plus zwanzigmal 118 cm³) an verunrei
nigter Reinigungslösung aus dem Mop pro Tag auszuwringen,
so daß der Mopeimer nur am Ende eines Arbeitsablaufes zu
entleeren ist, anstelle vielfacher Entleerung während des
Ablaufs. Es wird daher Reinigungslösung gespart, nur ein
herkömmlicher Mopeimer wird benötigt und die sonst zum
Wechsel der Reinigungslösung benötigte Zeit kann wirksam
für das Aufwischen oder eine andere Arbeit verwendet werden.
Im Verhältnis zu der Verwendung von zwei Mopeimern spart
die erfindungsgemäße Vorrichtung auch die Zeit für das
Durchfeuchten des Mops zweimal, jedesmal, wenn er zu den
Eimern zurückkehrt, und die Zeit des Mopauswringens ein
zweites Mal bei jeder Rückkehr zu den Eimern. Darüber
hinaus wird der Mop niemals mit dem Vorrat der frischen
Reinigungslösung in Kontakt gebracht, so daß keine Ge
fahr der Kontaminierung dieses Vorrats besteht.
Es wurde außerdem gefunden, daß die Reinigungslösung
nicht in den Mop unter Druck injiziert werden muß, son
dern daß es sehr wirksam ist, wenn sie über den Mop
rinnt. Bei Verwendung einer Ausgaberöhre mit einem engen
Querschnitt wird erfindungsgemäß die Reinigungslösung in
einer gesteuerten Menge durch Schwerkraft auf den Mop
ausgegeben.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden
nachfolgend am Beispiel bevorzugter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Darin zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Reini
gungswagens, der entsprechend einer Aus
führungsform der Erfindung ausgebildet
ist,
Fig. 2 die Endansicht des Reinigungswagens ge
mäß Fig. 1, aus welcher die Ausgaberöhre
der Ausführungsform nach Fig. 1 in einer
Nichtausgabestellung hervorgeht,
Fig. 3 eine der Fig. 4 ähnliche Endansicht, aus
welcher die Ausgaberöhre in einer Ausgabe
stellung zur Ausgabe frischer Reinigungs
lösung auf einen Mop hervorgeht,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Vorrats
tanks der Ausführungsform gemäß Fig. 1,
zur Veranschaulichung einer ersten Ventil
ausführungsform aufgebrochen dargestellt,
Fig. 5 den Schnitt durch den Vorratstank ent
lang der Linie 5-5 gemäß Fig. 4,
Fig. 6 die Seitenansicht des Vorratstanks gemäß
Fig. 4, in welcher die Ausgaberöhre in der
Nichtausgabestellung gemäß Fig. 2 darge
stellt ist,
Fig. 7 die Seitenansicht des Vorratstanks gemäß
Fig. 4, in welcher die Ausgaberöhre in der
Ausgabestellung gemäß Fig. 3 dargestellt
ist,
Fig. 8 die teilweise geschnittene Draufsicht auf
die erste Ventilausführungsform gemäß der
Linie 8-8 in Fig. 6,
Fig. 9 eine der Fig. 8 ähnliche Ansicht, gemäß der
Linie 9-9 in Fig. 7,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Vorrats
behälters ähnlich Fig. 4, die bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung darstellend,
Fig. 11 eine Querschnittsansicht ähnlich der Fig. 8
des Ventils in der bevorzugten Ausführungs
form und
Fig. 12 eine der Fig. 9 ähnliche Querschnittsansicht
des Ventils in der bevorzugten Ausführungs
form.
Aus Fig. 1 geht eine Ausführungsform 20 der vorliegenden
Erfindung hervor, welche ein Ausgabegerät 22 umfaßt, das
zur Befestigung an einem herkömmlichen Reinigungswagen 24
oberhalb eines herkömmlichen Mopeimers 26 ausgebildet ist.
Der Reinigungswagen 24 besitzt beispielsweise eine ebene
horizontale Grundplatte 28. An den Ecken des Wagens 24
sind Schwenkrollen 30 angebracht, um eine Bewegung des Wa
gens 24 durch einen Arbeiter zu ermöglichen. Auf der Plat
te 28 angebracht sind ein Mopeimergestell 32 und ein Werk
zeug- und Vorratsgestell 34.
Das Werkzeug- und Vorratsgestell 34 ist im ganzen recht
winklig und zur Aufnahme von Reinigungsmitteln und Werk
zeugen (nicht dargestellt) ausgebildet. Auf jeder Seite
des Werkzeug- und Vorratsgestells 34 sind eine Mehrzahl
von ausgebuchteten Fächern 36 vorgesehen. Ein aufwärts
gerichteter Rand 38, der das obere Ende des Werkzeug- und
Vorratsgestells 34 umgibt, bildet einen Ablegetisch 40
für oft benutzte Gegenstände. An einem U-förmigen Bügel
42, der sich ausgehend von der Rückseite des Werkzeug-
und Vorratsgestells 34 erstreckt, ist ein Sack 44 für Ab
fall oder Müll aufgehängt. Der Bügel 42 dient außerdem
für das Schieben des Reinigungswagens 24. Der Sack 44 ist
abnehmbar am Bügel 42 angebracht, um die Entleerung des
Abfalls zu erleichtern.
Das Mopeimergestell 32 erstreckt sich quer über die Breite
der Grundplatte 28 und bildet zwei erhöhte Stufen 46 und
48. Die obere Stufe 46 kann nach Wunsch benutzt werden,
während die untere Stufe 48 für das Aufstellen des Mop
eimers 26 vorgesehen ist.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, ist der Mopeimer 26
von konventioneller Ausführung und Konstruktion. An der
zylindrischen Seitenwand 50 des Mopeimers 26 ist ein her
kömmlicher handbetätigter Mopwringer 52 aufgehängt, der
einen sich in den Mopeimer 26 erstreckenden Korb 54 und
einen Handgriff 53 für die auf übliche Weise durchzufüh
rende Betätigung des Wringers 52 besitzt. Unterhalb des
Korbes 54 bildet der Mopeimer 26 einen Behälter für die
Aufnahme der aus dem Mop 56 gewrungenen verunreinigten
oder Abfallösung. Die aus dem Mop 56 in den Behälter 60
ausgewrungene verunreinigte oder Abfallösung kann während
der normalen Benutzung nicht nochmals in Kontakt mit dem
Mop 56 kommen, wenn der Mop 56 im Korb 54 untergebracht
ist.
Nunmehr wird auf das Ausgabegerät 22 Bezug genommen. Wie
am besten aus Fig. 4 hervorgeht, besitzt ein im ganzen
rechtwinkliges Gehäuse 62, eine erste Ausführungsform
einer Ausgaberöhre 64, die schwenkbar daran für Schwenk-
oder Drehbewegungen um eine im wesentlichen horizontale
Achse gelagert ist. Das Gehäuse 62 ist abnehmbar am obe
ren Rand 38 des Werkzeug- und Vorratsgestells 34 mittels
eines Aufhängers 66 angebracht, wie am besten aus Fig. 4
hervorgeht. Das aufgehängte Gehäuse 62 befindet sich
oberhalb und horizontal versetzt von dem Mopeimer 26.
Die Ausgaberöhre 64 befindet sich daher oberhalb des Mop
eimers 26 und ist diesem gegenüber in einer Richtung quer
zu ihrer Schwenkachse horizontal versetzt.
Wie sich aus dem Vergleich der Fig. 2 und 3 ergibt, ist
die Ausgaberöhre 64 zwischen einer aufrechten oder Nicht
ausgabestellung und einer abgesenkten oder Ausgabestellung
verschwenkbar. Die Ausgaberöhre 64 wird von Hand ver
schwenkt. In der Ausgabestellung erstreckt sich die Spitze
68 der Ausgaberöhre 64 bis in die Nähe und oberhalb des
Korbes 54 und oberhalb des darin untergebrachten Mops 56.
Die Ausgaberöhre 64 ist über ihre volle Länge hohl und
ist dem wiederholten Verschwenken zwischen ihrer Nichtaus
gabe- und ihrer Ausgabestellung angepaßt.
Wie nachfolgend im einzelnen beschrieben wird, enthält
das Gehäuse 62 frische Reinigungslösung (z. B. eine
Lösung von Wasser und einer ausgewählten Reinigungsche
mikalie) und besitzt auch eine Dosiervorrichtung für
die Lösung, um sicherzustellen, daß mit jeder Schwenk
bewegung der Ausgaberöhre 64 aus ihrer Nichtausgabestel
lung in ihre Ausgabestellung ein vorbestimmtes Volumen
an frischer Reinigungslösung auf den Mop 56 ausgege
ben wird.
Wie sich aus den Fig. 4 bis 7 ergibt, besitzt das Gehäu
se 62 einen erhöhten Boden 72, der gegenüber den Gehäuse
wänden 74 bis 77 gegen Flüssigkeitsleckage abgedichtet
ist. Der Boden 72 und die Wände 74 bis 77 bilden einen
Vorratstank 78 zur Aufnahme eines Vorrats 80. Die Abmes
sungen des Gehäuses 62 sind so gewählt, daß der Vorrat 80
eine Menge an frischer Reinigungslösung enthält, die
einer Mehrzahl von vorbestimmten auf den Mop 56 auszuge
benden Volumina entspricht. Zur Erleichterung der Nach
füllung des Vorrats an Reinigungslösung besitzt das obe
re Ende des Vorratstanks 78 einen Deckel 82, der an der
Wand 76 des Gehäuses 62 oberhalb des Aufhängers 66 schar
niert ist.
Im ganzen unterhalb des erhöhten Bodens 72 innerhalb des
Gehäuses 62 ist die vorerwähnte Dosiervorrichtung angeord
net. Wie am besten aus Fig. 5 hervorgeht, besitzt diese
Dosiervorrichtung einen Dosiertank 84 und ein Ventil 86
in einer ersten Ausführungsform.
Wie in Fig. 6 gezeigt ist, liegt der Dosiertank 84 unter
halb des erhöhten Bodens 72 des Vorratstanks 78 und er
streckt sich quer über die Breite und quer über etwa die
halbe Tiefe des Gehäuses 62. Der Dosiertank 84 besitzt
vier Seitenwände 88 bis 91, die gegenüber einem Boden
92 gegen Flüssigkeitsleckage abgedichtet sind. Der er
höhte Boden 72 des Vorratstanks 78 bildet die obere Wan
dung des Dosiertanks 84. Die Seitenwände 88 und 89, die
sich quer über die Breite des Gehäuses 62 erstrecken,
besitzen die Form eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen
rechter Winkel sich zwischen einer oberen horizontalen
Seite und einer vertikalen Seite befindet. Die Bodenkante
jeder der Seitenwände 88 und 89 bildet daher die Hypote
nuse eines Dreiecks und der Boden 92 erstreckt sich in
bezug auf die Fig. 6 und 7 von rechts nach links schräg
abwärts.
Auf diese Weise begrenzt der Dosiertank 84 eine Dosierkam
mer 96, die einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt
besitzt. Die Kammer 96 ist so bemessen, daß sie ein ein
zelnes vorbestimmtes Volumen an Reinigungslösung aufneh
men kann, vorzugsweise etwa 414 cm³. Das Ventil 86 arbei
tet abwechselnd so, daß es den Dosiertank 84 aus dem Vor
ratstank 78 füllt und dann den Dosiertank 84 durch die
Ausgaberöhre 64 entleert.
Präziser ausgedrückt begrenzt das Ventil 86 einen ersten
Durchlaß, der an den Vorrat 80 anschließt oder damit kommu
niziert, einen zweiten Durchlaß, der mit der Dosierkammer
96 kommuniziert und einen dritten Durchlaß, der mit einem
Kunststoffrohr 210 (Fig. 9) relativ geringen Durchmessers
kommuniziert, welches innerhalb der Ausgaberöhre 64 ange
ordnet ist und sich von einem Ende zum anderen Ende der
selben erstreckt. Beim Füllen öffnet das Ventil 86 den
ersten Durchlaß zum zweiten Durchlaß, um die Dosierkammer 96
aus dem Vorrat 80 zu füllen und beim Ausgeben schließt
das Ventil den ersten Durchlaß und öffnet den zweiten
Durchlaß zum dritten Durchlaß, wodurch der Inhalt der
Dosierkammer 96 durch den dritten Durchlaß ausgegeben
wird. Eine Entlüftung 212 öffnet die Dosierkammer 96 ge
genüber der Atmosphäre oberhalb des Vorrats 80 und die
Schwerkraft füllt und entleert die Dosierkammer 96. Da
her wird nur ein einzelnes vorbestimmtes Volumen an fri
scher Reinigungslösung jedesmal auf den Mop 56 ausgege
ben, wenn die Ausgaberöhre 64 aus ihrer Nichtausgabestel
lung in ihre Ausgabestellung bewegt wird. Der Ausgabevor
gang wird nicht von eingeschlossener Luft beeinträchtigt.
Wie aus den Fig. 4 bis 7 ersichtlich ist, ist das Ventil
86 mit dem Vorratstank 78 durch ein erstes Rohr 100 ver
bunden. Im Boden 72 des Gehäuses 62 ist eine Bohrung vor
gesehen, in welcher sich ein aufrecht stehendes Flüssig
keitsfilter 102 befindet. Der oberen Fläche und der un
teren Fläche des Bodens 72 um das Filter 102 herum anlie
gende Dichtungsscheiben 104 bzw. 106 verhindern einen
Flüssigkeitsaustritt aus dem Vorrat 80. Das erste Rohr
100 steht mit einem Verbindungsstück (nicht dargestellt)
am Flüssigkeitsfilter 102 unterhalb des Bodens 72 und
mit einem Verbindungsstück 108, dargestellt in Fig. 8, in
Verbindung, welches mit dem Ventil 86 verschraubt ist.
Dem ersten Rohr 100 gegenüberliegend verbindet ein zweites
Rohr 110, das an ein Verbindungsstück 112 angeschlossen
ist, das Ventil 86 mit dem Dosiertank 84. Wie am besten
aus Fig. 6 hervorgeht, ist das zweite Rohr 110 an ein Ver
bindungsstück 114 angeschlossen, das sich in einer Bohrung
in der Seitenwand 88 des Dosiertanks 84 oder in der Nähe
der Ecke seines Bodens 92 befindet.
Das der ersten Ausführungsform entsprechende Ventil 86
ist in Einzelheiten in den Fig. 8 und 9 dargestellt. Wie
aus Fig. 8 hervorgeht, befindet sich das Ventil 86 in
der Füllstellung, wenn die Ausgaberöhre 64 sich in der
Nichtausgabestellung gemäß Fig. 1 befindet. Fig. 9 gibt
die Ausgabestellung des Ventils 86 wieder, wenn sich
die Ausgaberöhre 64 in der Ausgabestellung gemäß Fig. 3
befindet. Die Ausgaberöhre 64 ist starr an einem Ventil
glied 138 des Ventils 86 befestigt, so daß Schwenkbewe
gungen der Ausgaberöhre 64 zum Verschwenken des Ventil
gliedes 138 führen.
Das Ventil 86 besitzt ein aus zwei Abschnitten 118 und
120 gebildetes Ventilgehäuse 116. Jeder der Abschnitte
118 und 120 weist ein im ganzen zylindrisches Teil 122
mit einer Zentralachse und ein vergrößertes axial fluch
tendes zylindrisches Teil 124 auf. An die Teile 124 sind
am Umfang verteilt in Fig. 4 dargestellte Vorsprünge 126
angeordnet und die Abschnitte 118 und 120 sind durch Bol
zen und Muttern verbunden, welche in durch die Vorsprünge
126 hindurchgeführte Bohrungen passen. Im verbundenen Zu
stand fluchten die Achsen der Abschnitte 118 und 120 mit
einander, wobei sich die einander zugekehrten Flächen
der Teile 124 in Nebeneinanderstellung befinden. Wie Fig.
8 verdeutlicht, befindet sich der Abschnitt 118 längs,
der Abschnitt 120 rechts und die gemeinsame Achse der Ab
schnitte 118 und 120 erstreckt sich quer durch Fig. 8
von rechts nach links.
Innerhalb der Teile 124 ist eine axial ausgefluchtete zy
lindrische Ventilkammer 130 vorgesehen. Eine erste axial
ausgefluchtete Öffnung 132, die von dem Abschnitt 120 be
grenzt ist, öffnet sich in die Ventilkammer 130 als
"erster Durchlaß". Entsprechend bildet eine zweite axial
ausgerichtete Öffnung 134, die von dem Abschnitt 118 be
grenzt ist, den "zweiten Durchlaß". Eine dritte Öffnung
136, welche von den Stirnflächen 128 der Abschnitte 118
und 120 begrenzt ist, erstreckt sich quer in die Ventil
kammer 130 als "dritter Durchlaß". Jede der Öffnungen
132, 134 und 136 hat einen kreisförmigen Querschnitt und
die Öffnungen 132 und 134 besitzen Innengewinde für die
Aufnahme der rohrförmigen Verbindungsstücke 108 bzw. 112.
In die Öffnung 136 ist ein rohrförmiges Verbindungsstück
139 eingesetzt und eines seiner Enden ist in einen Durch
gang 150 eingeschraubt, der in das Ventilglied 138 wie
nachfolgend beschrieben wird gebohrt ist. Das andere Ende
des Verbindungsstückes 139 ist mit einem Block 141 ver
bunden, welcher das benachbarte Ende der Ausgaberöhre 64
aufnimmt und trägt, und mit dessen Hilfe die Flüssigkeit
vom Verbindungsstück 139 zu dem und durch das Kunststoff
rohr 210 fließt.
Innerhalb der Ventilkammer 130 befindet sich das kugel
förmige Ventilglied 138. Ein geteiltes im ganzen ringför
miges Lager 140 umgibt und stützt das Ventilglied 138,
und zwei im ganzen ringförmige Dichtungen 142 und 144
aus Gummi od. dgl. sind an gegenüberliegenden Enden des
Lagers 140 angebracht, um Flüssigkeitsströmung um das Ven
tilglied 138 herum zu verhindern.
Durch das Lager 140 gestützt ist das Ventilglied 138 um
eine zentrale Achse zwischen den in den Fig. 8 und 9 ge
zeigten Stellungen nach Maßgabe der Bewegung der über den
Block 141 und das Verbindungsstück 139 einwirkenden Aus
gaberöhre 64 drehbar. Bei der in Fig. 8 gezeigten Stellung
verbindet ein erster vollständig durch das Ventilglied
138 quer zu dessen Rotationsachse gebohrter erster Kanal
146 die erste Öffnung 132 mit der zweiten Öffnung 134.
Ein zweiter Kanal 148, der nur bis zur Mitte des Ventil
gliedes 138 quer zu dessen Rotationsachse und im Winkel
von 90 Grad zum ersten Kanal 146 gebohrt ist, wird durch
das Lager 140 verschlossen. Ein dritter Kanal 150, der
in axialer Richtung bis zur Mitte des Ventilgliedes 138
und in den ersten Kanal 146 einmündend gebohrt ist, ver
bindet die erste Öffnung 132 und die zweite Öffnung 134
mit der dritten Öffnung 136. Daher gestattet in der Stel
lung gemäß Fig. 8 das Ventilglied 138 die Füllung des
Dosiertanks 84 und der Ausgaberöhre 64 (welche sich dann
in der Stellung gemäß Fig. 2 befindet) aus dem Vorrats
tank 78.
Wenn das Ventilglied 138 um 90 Grad in die in Fig. 9 ge
zeigte Stellung gedreht wird, ist der erste Kanal 146
durch das Lager 140 geschlossen, während der zweite Kanal
148 mit der zweiten Öffnung 134 in Verbindung steht. Das
Ventilglied 138 erlaubt daher die Entleerung des Inhalts
des Dosiertanks 84 durch den dritten Kanal 150, das Ver
bindungsstück 139 und den Block 141 in das Kunststoff
rohr 210 der Ausgaberöhre 64.
Es wurde gefunden, daß bei einem verhältnismäßig kleinen
Innendurchmesser des Kunststoffrohrs 210 von z. B. 6,35 mm
oder weniger und vorzugsweise etwa 4,75 mm, die Reini
gungslösung im Dosiertank 84 auf den Mop 56 in einer Durch
flußmenge ausströmt, die sich als kompatibel mit im wesent
lichen vollständiger Absorption durch den Mop 56 herausge
stellt hat, und mit rascher Geschwindigkeit, z. B. etwa
45 Sekunden. Es wurde auch gefunden, daß bei einem Innen
durchmesser des Kunststoffrohres 210 von größer als etwa
6,35 mm die erforderliche Entleerungszeit für den Dosier
tank 84 für eine wirksame Arbeit zu lang wird. Zur Ver
teilung der Reinigungslösung auf den Mop 56 sind das freie
Ende 68 der Ausgaberöhre 64 und das Kunststoffrohr 210
verbreitert und abgeplattet. Wenn sich die Ausgaberöhre
64 in ihrer in Fig. 2 gezeigten Nichtausgabestellung be
findet, ist sie räumlich aus der Nähe des Mopeimers 26
entfernt, so daß sie nicht die Herausnahme, das Wiederein
stellen oder Auswringen des Mops 56 behindert.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aus
gabegeräts 22 ist in den Fig. 10 bis 12 dargestellt und
stimmt konstruktiv und funktionell mit dem in den Fig. 1
bis 9 gezeigten Gerät 22 überein, mit Ausnahme einer zwei
ten Ventilausführung 152 und einer zweiten Ausführungs
form einer Ausgaberöhre 220. In Fig. 11 ist das Ventil 152
in der Füllstellung und in Fig. 12 in der Ausgabestellung
dargestellt. Das Ventil 152 ist das bevorzugte Ventil der
beiden Ventile 86 und 152, weil neben anderen Gründen das
Ventil 152 die Füllung der Ausgaberöhre 220 in der Füll
stellung nicht erlaubt, wie es bei Ventil 86 der Fall ist.
Daher kann frische Reinigungslösung nicht aus der Aus
gaberöhre 220 während ihrer Schwenkbewegung in die Ausgabe
stellung ausspritzen.
Wie in Fig. 11 gezeigt, besitzt das Ventil 152 ein Ventil
gehäuse 154 von rechtwinkligcr Querschnittsform. Ein aus
zwei Abschnitten 158 und 160 bestehender L-förmiger Kanal
ist durch das Ventilgehäuse 154 gebohrt. Der Abschnitt 158
besitzt eine senkrecht zu der Ebene einer oberen Fläche
des Ventilkörpers 154 ausgerichtete Achse und bildet einen
"ersten Durchlaß". Der Abschnitt 160 besitzt eine parallel
zu der Ebene der oberen Fläche verlaufende Achse und
bildet einen "zweiten Durchlaß".
Wie bei Ventil 86 ist das Ventil 152 mit dem Vorratstank
78 und dem Dosiertank 84 verbunden. Hierfür ist der Ab
schnitt 160 des L-förmigen Kanals im Ventilgehäuse 154
zur Aufnahme eines Verbindungsstücks (nicht dargestellt)
vorgesehen, mit dessen Hilfe das Rohr 110 die Verbindung
des Abschnitts 160 mit dem Dosiertank 84 herbeiführt. Ab
weichend vom Ventilgehäuse 116 ist das Ventilgehäuse 154
jedoch so konstruiert und angeordnet, daß der Abschnitt
160 direkt an das Flüssigkeitsfilter 102 anschließt.
Quer zu dem und durch den Kanalabschnitt 160 hindurch ist
eine Zylinderbohrung 161 gebohrt, in welcher eine zylin
drische Verlängerung 172 des Ventilgliedes 174 drehbar
im Ventilgehäuse 154 gelagert ist. Eine Maschinenschraube
180 ist in eine Gewindebohrung 182 im äußeren Ende der
Verlängerung 172 so eingeschraubt, daß ihr Kopf dem Ven
tilgehäuse 154 anliegt und die Verlängerung 172 in ihrer
in den Fig. 11 und 12 gezeigten Lage hält. Zwei in Umfangs
nuten der Verlängerung 172 angebrachte O-Ringe 173 und
175 dichten gegenüberliegende Seiten des Abschnitts 160
gegeneinander ab, wenn das Ventilglied 174 im Ventilge
häuse 154 angebracht ist.
Das Ventilglied 174 ist über einen Bogen von 90 Grad um
seine Längsachse zwischen den in den Fig. 11 und 12 ge
zeigten Stellungen drehbar. Zwei in sich axial erstrecken
de Ausnehmungen 194 und 196 im Ventilglied 174 eingesetz
te Stifte 190 und 192 arbeiten mit 90-Grad-Bogenschlitzen
198 und 200 im Ventilgehäuse 154 zusammen und begrenzen
den Stellweg des Ventilgliedes 174. Der Stift 192 wirkt
auch mit einer Kugel 202, einer Schraubendruckfeder (nicht
gezeigt) und Ausnehmungen im Schlitz 200 zur Bildung von
Arretierungsmitteln zusammen, welche das Ventilglied 174
in seiner Flüssigkeitsausgabestellung oder in seiner Nicht
ausgabestellung halten. Wie aus der in Fig. 11 gezeigten
Stellung ersichtlich ist, ist ein erster Kanalabschnitt
184 quer durch die Verlängerung 172 hindurchgebohrt und
verbindet den Kanalabschnitt 160 mit dem Kanalabschnitt
158. Ein zweiter L-förmiger Kanal 185 ist in das Ventil
glied 174 gebohrt und besitzt einen ersten Querabschnitt
186, welcher einen dritten Durchlaß bildet und einen zwei
ten Längsabschnitt 187, der sich entlang der Längsachse
des Ventilgliedes 174 erstreckt. Dieser dritte Durchlaß
ist gegenüber dem Ventilgehäuse 154 geschlossen, wenn das
Ventilglied sich in der in Fig. 11 gezeigten Stellung be
findet. Daher gestattet das Ventilglied 174 in der in Fig.
11 gezeigten Stellung die Füllung des Dosiertanks 84 aus
dem Vorratstank 78, während es eine Füllung der Ausgabe
röhre 220 verhindert.
Nach einer 90-Grad-Drehung in die in Fig. 12 gezeigte
Stellung blockiert das Ventilglied 174 den ersten Kanal
184 an seinen beiden Enden gegenüber dem Ventilgehäuse
154, wobei der zweite Kanal 185 gegenüber dem Kanalab
schnitt 160 geöffnet ist. Wie in Fig. 12 dargestellt,
kommuniziert der zweite Kanalabschnitt 187 mit dem Ka
nal 208, in welchen das Ende der hohlen Ausgaberöhre 220
eingeschraubt ist. Der Innendurchmesser der Ausgaberöhre
22 0 beträgt etwa 4,75 mm, daher ist die Ausgaberöhre 220
mit der Ausgaberöhre 64 wirkungsgleich, um eine verhält
nismäßig rasche glatte Strömung von frischer Reini
gungslösung auf den Mop 56 zu ermöglichen.
Das Ausgabegerät 22 kann weiterhin dadurch modifiziert
werden, daß der Boden 72 weggelassen wird, und daß ein
geformter Kunststoffbehälter od. dgl. zwischen die Wän
de 74 bis 77 eingesetzt wird. Dieser Behälter dient dann
als Vorratstank wie der Tank 78 und seine Verwendung an
stelle des Vorratstanks 78 verringert die Herstellungs
kosten für das Ausgabegerät 22. Am Boden dieses Behäl
ters ist eine Öffnung zur Aufnahme des Flüssigkeitsfil
ters 102 angebracht, und der Behälter ist in jeder Hin
sicht mit dem Tank 78 gleichwirkend.
Die vorliegende Erfindung schließt auch ein neues Ver
fahren für das Auswaschen und die Hygienebehandlung des
Mops 56 ein. Dieses Verfahren umfaßt die folgenden Stufen:
Einstellen des Mops 56 in den Mopeimer 26 zum Abspülen
der großen Schmutzteilchen od. dgl., die sich am Mop 56
infolge der Verwendung des Mops zur Reinigung einer Ober
fläche befinden können. Der Mop 56 wird dann in den Mop
wringer 52 eingebracht, und die verun
reinigte Lösung wird aus dem Mop 56 ausgewrungen und tritt
in den Mopeimer infolge der Verwendung des Wringers 52 ein.
Die Ausgaberöhre 64 oder 220 wird dann in ihre Ausgabe
stellung bewegt, so daß eine vorbestimmte Menge an fri
scher Reinigungslösung aus dem Ausgabegerät 22 auf den
Mop 56 ausgegeben wird. Ein Teil dieser frischen Lö
sung wird dann aus dem Mop 56 durch Verwendung des Wrin
gers 52 ausgewrungen, so daß der Mop 56 teilweise trocken
und für weitere Reinigungsarbeiten bereit ist.
Alternativ dazu muß der Mop 56 nicht anfänglich in den
Eimer 26 eingestellt werden, sondern kann direkt in den
Wringer 52 eingebracht werden. Bei dieser Alternative wird
eine erste vorgewählte Menge an frischer Lösung auf den
Mop 56 durch Bewegen der Ausgaberöhre 64 oder 220 in
ihre Ausgabestellung ausgegeben, und die Ausgaberöhre
wird in ihre Nichtausgabestellung zurückbewegt. Der
Mop 56 wird dann trockengewrungen, und eine zweite vor
bestimmte Menge an frischer Lösung wird auf den Mop
56 durch abermaliges Bewegen der Ausgaberöhre 64 oder
220 in ihre Ausgabestellung ausgegeben. Der Mop 56 wird
dann teilweise trockengewrungen, so daß ein Teil der
frischen Lösung im Mop verbleibt. Der Mop 56 ist dann
wiederum für die Verwendung zur Reinigung einer neuen
Oberfläche bereit.
Claims (12)
1. Reinigungswagen mit einem Vorratstank zur Bevorratung
eines Mehrfachen einer vorgewählten Menge an frischer Reini
gungslösung zum Spülen und zur Hygienebehandlung eines Mops
für Reinigungszwecke und einem Mopeimer mit daran angebrach
tem Mopwringer, gekennzeichnet durch
einen Dosiertank (84), der eine Dosierkammer (96) zur Aufnahme einer einzelnen vorgewählten Menge der Reini gungslösung bildet,
eine schwenkbare Ausgaberöhre (64; 220) für die Aus gabe der Reinigungslösung auf den Mop (56), die zwischen einer Ausgabestellung und einer Nichtausgabestellung beweg bar ist, wobei die Bewegung der Ausgaberöhre (64; 220) in ihre Nichtausgabestellung die Ausgaberöhre aus der Nähe des behandelten Mops entfernt, und
ein Ventil (86; 152) mit einem ersten Durchgangsweg (132; 158), einem zweiten Durchgangsweg (134; 160) und einem dritten Durchgangsweg (136; 208), wobei der Vorratstank (78) an den ersten Durchgangsweg, die Dosierkammer (96) an den zweiten Durchgangsweg und die Ausgaberöhre (64, 220) an den dritten Durchgangsweg angeschlossen ist, und wobei dem Ven til (86; 152)
einen Dosiertank (84), der eine Dosierkammer (96) zur Aufnahme einer einzelnen vorgewählten Menge der Reini gungslösung bildet,
eine schwenkbare Ausgaberöhre (64; 220) für die Aus gabe der Reinigungslösung auf den Mop (56), die zwischen einer Ausgabestellung und einer Nichtausgabestellung beweg bar ist, wobei die Bewegung der Ausgaberöhre (64; 220) in ihre Nichtausgabestellung die Ausgaberöhre aus der Nähe des behandelten Mops entfernt, und
ein Ventil (86; 152) mit einem ersten Durchgangsweg (132; 158), einem zweiten Durchgangsweg (134; 160) und einem dritten Durchgangsweg (136; 208), wobei der Vorratstank (78) an den ersten Durchgangsweg, die Dosierkammer (96) an den zweiten Durchgangsweg und die Ausgaberöhre (64, 220) an den dritten Durchgangsweg angeschlossen ist, und wobei dem Ven til (86; 152)
- (a) eine Füllstellung, in welcher der erste Durchgangs weg zur Füllung der Dosierkammer (96) mit Reinigungs lösung aus dem Vorratstank (78) mit dem zweiten Durchgangsweg verbunden ist, und
- (b) eine Ausgabestellung, in welcher der zweite Durch gangsweg zur Ausgabe der Reinigungslösung aus der Dosierkammer (96) durch die Ausgaberöhre (64; 220) hindurch auf den Mop (56) mit dem dritten Durchgangs weg verbunden und die Verbindung des zweiten Durch gangsweges mit dem ersten Durchgangsweg unterbrochen ist,
zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei dem in der Füllstellung befindlichen Ventil (152)
die Verbindung des dritten Durchgangsweges (208) sowohl mit
dem ersten Durchgangsweg (158) als auch mit dem zweiten
Durchgangsweg (160) unterbrochen ist, so daß die Ausgabe
röhre (220) nicht mit Reinigungslösung gefüllt wird, bis
in der Ausgabestellung des Ventils der dritte Durchgangsweg
(208) mit dem zweiten Durchgangsweg (160) verbunden ist
(Fig. 10 bis 12).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungen der Ausgaberöhre (64; 220) zwischen ihrer
Ausgabestellung und ihrer Nichtausgabestellung mit den Be
wegungen des Ventils (86; 152) zwischen seiner Ausgabe
stellung und seiner Nichtausgabestellung gekuppelt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausgaberöhre (64; 220) zwischen einer
Ausgabestellung und einer Nichtausgabestellung bewegbar
ist, und daß die Ausgaberöhre zur Einstellung des Ventils
(86; 152) in seine Füllstellung bei gleichzeitiger Ein
stellung ihrer Nichtausgabestellung und zur Einstellung
des Ventils in seine Ausgabestellung bei gleichzeitiger
Einstellung der Ausgaberöhre in ihre Ausgabestellung, mit
dem Ventil gekuppelt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dosiertank (84) unterhalb des Vorratstanks (78)
angebracht ist, so daß die Füllung der Dosierkammer (96)
mit Reinigungslösung aus dem Vorrat (80) durch Schwer
kraft vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dosierkammer (96) zur Vermeidung eines
das Befüllen behindernden Lufteinschlusses mit einer Ent
lüftung (212) versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ventil (86) ein Ventilglied (138)
besitzt, welches um einen Winkelbetrag von etwa 90° um
eine Drehachse zwischen einer ersten der Füllstellung ent
sprechenden Drehstellung und einer zweiten der Ausgabestel
lung entsprechenden Drehstellung drehbar ist, wobei das
Ventilglied (138) einen ersten Kanal (146), einen zweiten
Kanal (148) und einen dritten Kanal (150) aufweist, von
denen der erste Kanal (146) quer zur Drehachse verläuft
und in der Füllstellung den ersten Durchgangsweg (132)
mit dem zweiten Durchgangsweg (134) verbindet, von denen
der zweite Kanal (148) sowohl quer zur Drehachse als
auch zum ersten Kanal (146) verläuft und in der Ausgabe
stellung den zweiten Durchgangsweg (134) mit dem dritten
Durchgangsweg (136) verbindet, und von denen der dritte
Kanal (150) parallel zur Drehachse verläuft und den drit
ten Durchgangsweg (136) sowohl in der Füllstellung als
auch in der Ausgabestellung mit dem ersten Kanal (146)
verbindet (Fig. 8, 9).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Ventil (152) ein Ventil
glied (174) besitzt, welches um einen Winkelbetrag von
etwa 90° um eine Drehachse zwischen einer ersten der Füll
stellung entsprechenden Drehstellung und einer zweiten
der Ausgabestellung entsprechenden Drehstellung drehbar
ist, wobei das Ventilglied (174) einen ersten Kanal (184)
und einen zweiten Kanal (185) aufweist, von denen der
erste Kanal (184) quer zur Drehachse verläuft und in der
Füllstellung den ersten Durchgangsweg (158) mit dem zwei
ten Durchgangsweg (160) verbindet, und von denen der zwei
te Kanal (185) L-förmig ausgebildet ist und einen ersten
quer zur Drehachse verlaufenden Abschnitt (186) und einen
zweiten parallel zur Drehachse verlaufenden Abschnitt (187)
aufweist, und daß der zweite Kanal (185) in der Ausgabe
stellung den zweiten Durchgangsweg (160) mit dem dritten
Durchgangsweg (208) verbindet (Fig. 11, 12).
9. Verfahren zum Spülen und zur Hygienebehandlung
eines
Mops für Reinigungszwecke mit einer frischen Reini
gungslösung unter Verwendung eines Mopeimers und eines
daran angebrachten Mopwringers, dadurch gekennzeichnet,
daß man
- (a) den Mop in den Mopwringer einlegt,
- (b) danach durch Betätigung des Mopwringers jede Rei nigungslösung aus dem Mop in den Mopeimer auswringt,
- (c) darauf eine vorgewählte Menge an frischer Rei nigungslösung auf den Mop ausgibt, und
- (d) schließlich einen Teil der frischen Reinigungs lösung mit dem Mopwringer aus dem Mop in den Mopeimer aus wringt, bis der Mop für die Reinigungsverwendung teilweise trocken ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Mop vor dem Einlegen in den Mopwringer zur
Entfernung von Schmutzteilchen und dgl. aus dem Mop in
den Mopeimer einstellt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine weitere vorgewählte Menge an frischer Rei
nigungslösung auf den Mop ausgibt, bevor Reinigungslösung
aus dem Mop in den Mopeimer gewrungen wird.
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