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DE2855210A1 - Druckvorrichtung - Google Patents

Druckvorrichtung

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Publication number
DE2855210A1
DE2855210A1 DE19782855210 DE2855210A DE2855210A1 DE 2855210 A1 DE2855210 A1 DE 2855210A1 DE 19782855210 DE19782855210 DE 19782855210 DE 2855210 A DE2855210 A DE 2855210A DE 2855210 A1 DE2855210 A1 DE 2855210A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
membrane
printing
pressure
pressure pad
ring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19782855210
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Philipp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19782855210 priority Critical patent/DE2855210A1/de
Publication of DE2855210A1 publication Critical patent/DE2855210A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F17/00Printing apparatus or machines of special types or for particular purposes, not otherwise provided for
    • B41F17/006Printing apparatus or machines of special types or for particular purposes, not otherwise provided for for printing on curved surfaces not otherwise provided for

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Druckvorrichtung
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedrucken von Körpern mit konvexen Flächen mittels eines die Farbe auf den Körper Ubertragenden elastisch verforibaren Druckkissens.
  • Bei einem bekannten Verfahren zum Bedrucken von Körpern mit unebenen Oberflachen (OS 1 939 4373 wird im indirekten Tiefdruck gearbeitet, wobei ein ebenes Tiefdruckklischee verwendet wird, auf das nach dem Einfärben und Abrakeln ein Zwischenträger in Form eines Kissens aufgepreßt wird, das die Gestalt eines Rotationsparaboloides oder halben Ellipsoides aufweist und das aus ein ein weichen Silikongummi besteht, das eine farbabweisends Oberfläche hat. Durch das Aufpressen des Kissens oder Tampons auf das Tiefdruckklischee wird die Farbe in so engen Kontakt mit der Kissenoberfläche gebracht, daß sie konturenscharf haften bleibt.
  • Anschließend wird das Kissen vom Klischee abgehoben und auf das zu bedruckende Gut aufgepreßt, wo das Kissen oder Tempon die Farbe praktisch restlos abgibt; es verformt sich dabei unter Anpassung an die Oberflächenkontur des zu bedruckenden Gegenstandes Allerdings eignet sich dieses bekannte Verfahren nur für nicht allzu großflächigen Druck, weil sich nämlich das kugelkalottenförige Ende bei der Ubernahme der Farbe von dem Tiefdruckklischee zu stark verformen mußte.
  • Es ist auch bekannt, Gegenstände in der Weise zu bedrucken, daß auf einer Unterlage ein Farbfilm gebildet wird, der später von der Unterlage abgezogen und auf den Gegenstand aufgetragen wird, wie dies auch von Abæiehbildern her bekannt ist. Diese Methode ist jedoch sehr arbeitsaufwendig und eignet sich für einachsig gewölbte Gegenstände, beispielsweise zylinderförmige oder kegelförmige Gegenstände. Mehrachsige gewölbte Gegenstände, wie beispielsweise Kugeln, lassen sich Jedoch auf diese Weise nicht bedrucken.
  • Allen Druckverfahren zum Bedrucken unebener Gegenstände ist gemeinsam, daß es nicht möglich ist, gewölbte Oberflächen über eine solche Wölbung hinweg zu bedrucken, daß einander gegenüberliegende Ränder des Druckbereiches zueinander annähernd parallele Bereiche aufweisen. Anders ausgedrückt war es seither nicht möglich, eine Halbkugelfläche in einem Arbeitsgang mit einem Aufdruck zu versehen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Druckvorrichtung zu schaffen, mit der auch stark gewölbte Gegenstände, wie beispielsweise Halbkugeln oder dgl., verzerrungsarm in einem Arbeitsgang vollflächig bedruckt werden können. Auch soll ein Bedrucken von weichen bzw. nachgiebigen Gegenständen mit gewölbter Oberfläche möglich sein.
  • Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Druckkissen eine auf dem Umriß des zu bedruckenden Körpers in ihren Abmessungen angepaßte Membran umfaßt, daß die Membran aus einem gummielastischen Material besteht, und daß die Membran in einem gegenüber dem Umriß des zu bedruckenden Körpers einen größeren Umriß aufweisenden elastischen Ring gehalten ist.
  • Mit einer derartigen Vorrichtung ist es überraschenderweise möglich, stark gewölbte Gegenstände verzerrungsarm bzw. verzerrungstrei zu bedrucken. Beispielsweise können Halbkugeln in einem Arbeitsgang mit einem die ganze Halbkugelfläche bedeckenden Aufdruck versehen werden. So ist es möglich, Bälle, Globen ebenso wie andere stark gewölbte Körper so zu bedrucken, daß auch noch Randflächen bedruckt werden, die an einander gegenüberliegenden Oberflächenbereichen des Körpers sich befinden. Der Grund für die Ubertragung des Druckbildes über einen so großen und stark gewölbten Oberflächenbereich hinweg dürfte darin liegen, daß beim Eindrücken des zu bedrukkenden Körpers in das Kissen der Jeweils zur Anlage kommende Randbereich durch die Abstützung gegenüber dem äußeren elastischen Stützring in feste Anlage an den Körper gebracht wird, wodurch der Farbübertrag erfolgt. Es tritt also ein Wulst- oder Rolleffekt auf, wie man ihn beispielsweise beim Umstülpen eines Hutes oder beim Abrollen einer Rollmembran beobachten kann. Im Bereich der Stülpzone tritt durch die hier befindliche ringförmige Wölbung eine auf die StUlpzone beschränkte Erhöhung der Steifigkeit auf, weil das Kissen in diesem Bereich wie ein in sich als Profil ausgebildeter Ring wirkt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Membran einstückig mit dem Ring hergestellt. Dadurch entfallen alle durch die Befestigung der Membran an dem Ring sonst möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten und Nachteile. Auch vereinfacht sich die Herstellung in-soreit, als für Membran und Ring dasselbe Material Verwendung finden kann.
  • Das Druckkissen kann beispielsweise die Gestalt eines Zylinders mit an seiner Stirnfläche angesetzter Halbkugel oder KugeIkalotte aufweisen, wobei also die Kugel oder Kalotte die Membran bildet. Beim Druckvorgang wird die Wölbung der Membran durch das Eintauchen des zu bedruckenden Gegenstandes umgekehrt, und es tritt der bereits erwähnte Wulst- oder Roll- bzv. Umstülpeffekt auf. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dagegen die Membran plan oder nur geringfügig konkav oder konvex gewölbt. Es ist dabei die Membran der Boden eines topfartigen Gebildes, das in Gebrauchslage nach unten offen ist, wobei die Außenseite des Bodens als die Druckfarbe aufnehmende Fläche dient und die Wand des Topfes der Ring ist. Dabei ist bevorzugt der Ring mit einem starren Mantel umgeben. Insbesondere bei größeren Druckkissen ist dieser starre Mantel von Vorteil, weil er den Materialbedarf für das Kissen reduziert und die Stützeigenschaften der als elastischer Stützring dienenden Randbereiche der Membran erhöht.
  • Bevorzugt weist das Druckkissen im Querschnitt die Gestalt eines Gewölbes mit oberhalb des Gewölbebodens befindlicher Druckfläche auf. Die das Gewölbe stützenden "Pfeiler" sind durch einander gegenüberliegende Bereiche des elastischen Stützringes gebildet (im Querschnitt betrachtet), wobei jedoch lediglich der zentrale Bereich des Gewölbes als eigentliche Druckfläche dient. Die Bemessung der Anordnung ist dabei so, daß der Durchmesser einer zu bedruckenden Kugel etwa ein Drittel des Innendurchmessers des Mantels beträgt.
  • Der lichte Durchmesser des das Gewölbe bildenden Hohlraumes im Kissen weist etwa den 1,2- bis 2,5-fachen Durchmesser der zu bedruckenden Kugel auf. Zum Erzielen eines optimalen Druckvorganges müssen die Größenverhältnisse empirisch etwas variiert werden,und es muß außerdem auch die Shore-Härte des Druckkissenmateriales entsprechend abgestimmt werden.
  • Bei den seither betrachteten Ausführungsformen wurden rein mechanische Kräfte angewandt. Es kann jedoch erforderlich sein, die Membran stärker zu spannen, was auf verschiedene Weise möglich ist. Beispielsweise kann der Ring nach der Anbringung der Membran oder nach seiner Herstellung zusammen mit der Membran aufgeweitet werden, um dadurch die Membran mechanisch zU spannen. Bei einer bevorzugten anderen Ausführungsform dagegen ist die Membran durch einen auf ihrer der Druckfarbe abgewandten Seite einwirkenden Uberdruck gespannt. Diese Art der Spannung hat gegenüber der zuvor erläuterten den Vorteil, daß die Membran, von der Druckseite aus betrachtet, konvex ist. Dies wirkt sich hinsichtlich des Farbübertrages auf den zu bedruckenden Gegenstand günstig aus.
  • Je nach der Größe des zu bedruckenden Körpers sind die Dicken-und Durchmesserverhältnisse des Kissens unterschiedlich gewählt. Sollen Körper mit mehr als nur einigen Zentimetern Durchmesser bedruckt werden, dann kann es zweckmäßig sein, die Stützwirkung des Stützringes noch zu erhöhen. Um den Materialbedarf für das Druckkissen nicht zu stark zu eril8hen und um sowohl eine ausreichende Anpressung des Drucktuches an den zu bedruckenden Gegenstand bei dessen erster Berührung als auch einen gleichmäßigen Andruck des Drucktuches an den zu bedruckenden Gegenstand bei tieferem Eintauchen in das Druckkissen zu erzielen, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der von dem elastischen Stützring und dem mittleren Bereich des Druckkissens Umschlossene Raum nach außen abgeschlossen, und es herrscht in diesem Raum ein vom Atmosphärendruck abweichender Druck. Dabei kann in diesem Raum ein kompressibles oder auch ein inkompressibles Medium vorgesehen sein, beispielsweise Luft, Gas oder Flüssigkeit. In letzterem Fall ist der Raum mit einem Zusatzbehälter verbunden, und es ist in diese Verbindung ein Steuerventil eingeschaltet, das einen Zu- und Abfluß von Flüssigkeit in Abhängigkeit von dem zeitlichen Verlauf des Druckvorganges zuläßt. Es ist also der Druck in dem abgeschlossenen Raum veränderbar und insbesondere in Abhängigkeit von der Art des zu bedruckenden Körpers und/oder in Abhängigkeit von der momentanen Phase des Druckvorganges , insbesondere der Eindrücktiefe des zu bedruckenden Gegenstandes in das Druckkissen gesteuert veränderbar. Auf diese Weise läßt sich die Stützwirkung des Stützringes, der im wesentlichen auf den Randbereich des membranartigen mittleren Bereiches des Druckkissens wirkt, ergänzen durch eine auf die zentrale Fläche des mittleren Bereiches wirkende flexible Abstützung. Auf diese Weise ist es möglich, die Druckqualität zu verbessern und auch das Bedrucken von Körpern mit mehr als nur einigen Zentimetern Durchmesser zu ermöglichen.
  • Der die Membran belastende Druck kann pneumatisch, also mittels eines kompressiblen Mediums, erzeugt und aufrechterhalten werden. Bei einer anderen bevorzugten lusführungsform der Erfindung ist dagegen in dem Raum, den die Membran nach außen abschließt, Flüssigkeit enthalten. Die Inkompressibilität der Flüssigkeit erzwingt beim Eindrücken eines Gegenstandes ein entsprechendes Aufweiten der Membran bzw. anderer Teile des Druckkissens. Soweit diese an sich erwünschte, weil den Druckvorgang verbessernde Aufweitung zu stark sein sollte, kann durch Anschluß eines Ausgleichsraumes die Aufweitung in den gewünschten vorteilhaften Grenzen gehalten werden.
  • Die Ausführungsformen erfindungsgemäßer Druckkissen, bei denen ie Membran einseitig von einem Uberdruck belastet bzw. gespannt ist, können auch konstruktiv und gestalterisch völlig anders ausgebildet sein als zuvor beschrieben. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Druckkissen in Art eines Ballons ausgebildet, von dem eine Kugelkalotte die Membran und der daran angrenzende Bereich den Ring bilden. Ein derart gestaltetes Druckkissen eignet sich vor allem zum Bedrucken mechanlsch empfindlicher bzw. leicht verformbarer Gegenstände, weil durch die hohe Elastizität und leichte Verformbarkeit der Membran einerseits und die dadurch überwiegend durch den Druck bedingte Anlagekraft an dem zu bedruckenden Körper andererseits eine sehr gleichmäßige Flächenbelastung ohne örtliche Belastungsspitzen erreicht wird.
  • Wird eine vor dem Bedrucken plane oder geringfügig konvexe Membran verwendet, so kann der Farbauftrag auf die die Farbe auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragende Fläche der Membran mittels einer Siebdruckvorrichtung erfolgen. Der Einsatz des Siebdruckverfahrens hat den Vorteil, daß gut deckende Farben stark aufgetragen werden können. Es ist jedoch auch möglich, statt einer Siebdruckvorrichtung eine Tampondruckvorrichtung oder auch eine Tiefdruckvorrichtung zu verwenden.
  • Eine Tampondruckvorrichtung muß dann zum Einsatz kommen, wenn beispielsweise das Druckkissen in Art eines Ballons ausgebildet ist oder das Druckkissen aus sonstigen Gründen stark konvex gewölbt ist. In diesen Fällen kann der Farbauftrag praktisch nur mit einer Tampondruckvorrichtung erfolgen.
  • Im allgemeinen ist die Membranoberfläche unmittelbar die die zu verdruckende Farbe von der Druckvorrichtung aufnehmende und auf das Druckgut übergebende Fläche. Bei geringfügig konvexen oder planen Membranen kann es nachteilig sein, daß die Membranoberfläche senkrecht zu ihrer Oberflächenebene leicht verformbar ist, weil dieser mittlere Bereich des Druckkissens bzw. der Membran nur eine geringe Dicke aufweist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist daher als Farbträger ein gummielastisches Drucktuch vorgesehen, daß während des Druckvorganges auf der Membran aufliegt. Das Drucktuch ist von der Membran bzw. dem Druckkissen abnehmbar und in abgenommener Lage einfärbbar. Ein an der Membran fest angebrachtes Drucktuch würde es zwar bereits ermöglichen, das Druckkissen aus einem Werkstoff herzustellen, der für die Farbaufnahme und Farbübertragung ungünstige Eigenschaften hat, weil diese Funktion von dem Drucktuch übernommen wird.
  • Wird jedoch das Druckkissen nur als Abstützung für ein Drucktuch verwendet und ist daher das Drucktuch von dem Kissen bzw. der Membran abnehmbar und in abgenommener Lage einfärbbar, so hat dies den Vorteil, daß das Drucktuch auf einer festen Unterlage aufliegend eingefärbt werden kann. Dabei kann mittels einr Siebdruckvorrichtung oder auch durch Abrollen eines eingefärbten und abgerakelten Tiefdruckklischeezylinders auf dem Drucktuch die Farbe im gewünschten Muster auf das Drucktuch übertragen werden, das wegen der Abstützung auf einer Unterlage die Farbe gut übernimmt. Anschließend wird dann das Drucktuch auf das Kissen bzw. die Membran gelegt, und es wird der zu bedruckende Gegenstand, beispielsweise ein Globus, senkrecht auf die Druckfläche zu bewegt, auf der er zunächst mit einer kleinen kugelkalottenförmigen Fläche aufliegt, an der er die Farbe übernimmt. Danach wird der zu bedruckende Körper zunehmend tiefer in das Druckkissen hineingepreßt, wobei der Farbübertrag auf den zu bedruckenden Körper jeweils in dem ringförmigen Randbereich erfolgt, der die in das Kissen eintauchende Fläche des zu bedruckenden Körpers begrenzt.
  • Das Drucktuch kann aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Bevorzugt hat es eine farbabweisende Oberfläche und umfaßt eine Silikon-Kautschuk-Deckschicht, auf die die Farbe aufgetragen wird und von der sie wegen der farbabweisenden Eigenschaft praktisch vollständig auf den zu bedruckenden Körper übergeht.
  • Es versteht sich, daß nicht nur einfarbige Aufdrucke, sondern auch Mehrfarbendrucke möglich sind. Dabei können die verschiedenen Farbauszüge nacheinander auf den zu bedruckenden Körper übertragen werden. Es ist jedoch auch möglich, die verschiedenen Farben naß in naß in einem einzigen Arbeitsgang aufzubringen. Der Farbübertrag auf das Drucktuch erfolgt dabei für jede Farbe getrennt und zeitlich nacheinander durch verschiedene Druckvorrichtungen, die jeweils eine Farbe auf das Druck tuch aufbringen. Ist das Drucktuch mit sämtlichen Farben versehen, dann wird es auf das Kissen aufgelegt, und es erfolgt der Druckvorgang.
  • Einzelheiten und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den Ansprüchen Es zeigen in vereinfachter und stark schematisierter Darstellung unter Weglassung aller für das Verständnis der Erfindung nicht wesentlichen Vorrichtungselemente: Fig. 1 einen Schnitt durch ein Druckkissen mit aufgelegtem Drucktuch unmittelbar vor Beginn des Bedruckvorganges, Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in einem Zeitpunkt gegen Ende des Bedruckvorganges, Fig. 3 einen Schnitt durch ein als Ballon ausgebildetes Druckkissen vor dem Auftragen von Farbe mittels eines Tampons auf das Druckkissen, und Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3 in einem Zeitpunkt gegen Ende des Bedruckvorganges.
  • Ein gewölbter Körper, beispielsweise ein Ball 1, soll in zwei Arbeitsgängen über seine gesamte Oberfläche hinweg bedruckt werden. Zu diesem Zweck wird der gewünschte Aufdruck einer Hälfte der Oberfläche des Balles 1 zunächst auf ein Druck--tuch 2 aufgebracht, das mittels einer nicht dargestellten Siebdruckvorrichtung eingefärbt und mit einer Schicht 3 an Farbe versehen wird. Anschließend wird das Drucktuch 2 mit der Farbschicht 3 auf ein Druckkissen 4 aufgelegt. Das Druckkissen 4 weist eine plane Oberfläche 5 auf, auf die das Drucktuch 2 aufgelegt wird. Das Druckkissen 4 hat die Gestalt eines zylindrischen Körpers, dessen Mantelfläche mit einem starren Mantel 6, vorzugsweise aus Metall, bedeckt ist. Das Innere des zylinderförmigen Kissens 4 ist mit einer Höhlung 7 versehen, die in dem dargestellten Querschnitt dem Druckkissen 4 die Gestalt eines Gewälbe- oder Portalbogens verleiht. Die Höhlung 7 hat die Gestalt eines Rotationsellipsoides oder Rotationsparaboloides, dessen Achse mit der Zylinderachse des Druckkissens 4 zusammenfällt. Durch die Höhlung 7 erhält das Kissen einerseits eine Membran 8, deren Zentrum durch die erwähnte Achse definiert ist und andererseits einen Ring 9, der in der Schnittdarstellung die Pfeiler des Torbogens bildet. Tatsächlich ist der Ring 9 ein Hohlzylinder mit in Achslängsrichtung sich änderndem Innendurchmesser.
  • Wird nun der zu bedruckende Ball durch eine nicht dargestellte Hubvorrichtung auf das Drucktuch 2 zu bewegt, so nimmt er zunächst in seiner stirnseitigen Berührungszone (Fig. 1) Farbe vom Drucktuch 2 auf. Bei zunehmendem Eintauchen des Balles 1 in das Druckkissen 4 verformt sich dessen Membran 8, wobei während dieses Verformungsvorganges und Eintauchvorganges stets ein Randwulst, der die momentane Berührungsfläche zwischen Ball 1 und Druckkissen 4 begrenzt, den Farbübertrag vom Drucktuch 2 auf den Ball 1 vornimmt. In der Endstellung erreicht der Ball 1 die in Fig. 2 dargestellte Position, in der die Höhlung 7 verformt ist, da der Ball 1 die Membran 8 des Druckkissens 4 in die Höhlung 7 hineinwölbt. Anschließend wird durch die nicht dargestellte Hub- und Haltevorrichtung der Ball 1 wieder nach oben bewegt und zum Trocknen des Farbauftrages abgelegt.
  • Bei einer anderen, in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist ein Druckkissen 41 verwendet, das in Art eines Balges oder Ballons gestaltet ist. Der Innenraum dieses Ballons umschließt eine Höhlung 7', die mit Gas oder Flüssigkeit gefüllt ist. Der obere Bereich des Druckkissens 4' bildet eine konvex gespannte Membran 8', an die mit oder ohne Ubergang ein Ring 92 anschließt. Der stützende Ring 9' hat annähernd die Gestalt des Mantels einer Tonne.
  • Zum Auftragen des Farbmusters auf die Membran 82 dient ein Tampon 10, der aus einem weichen Silikon-Kautschuk besteht und in bekannter Weise die Farbe von einem Tiefdruckklischee übernommen hat. Der Tempon 10 wird durch die Tampondruckvorrichtung auf das Druckkissen 42 gedrückt, wobei er sich ebenso in das Druckkissen 4' eindrückt wie ein nachher zu bedruckender kugelförmiger Körper, beispielsweise der Ball 1.
  • Es weist daher auch bevorzugt der Tampon 10 die Gestalt und Verformbarkeit des nachher zu bedruckenden Gegenstandes auf.
  • Nach dem Abheben des Tampons 10 ist die Farbe auf die Membran 8 übertragen, und es wird nunmehr der zu bedruckende Ball 1 aufgedrückt, der die Farbe übernimmt, da seine Oberfläche eine stärkere Affinität mit der Farbe aufweist als die Oberfläche der Membran 8', die ihrerseits wiederum eine stärkere Affinität zur Farbe hat als der Tampon 10.
  • Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das stark schematisiert dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, Bondern Abweichungen davon möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Insbesondere versteht es sich, daß zum Bedrucken von nicht kugelförmigen, sondern von beispielsweise länglich ovalen Körpern das Druckkissen nicht zylindrisch ist, sondern eine entsprechend angepaßte Formgebung aufweist Wesentlich ist für die vorliegende Erfindung, daß ein elastisch abgestützter mittlerer Bereich des Druckkissens vorhanden ist, wobei die Stützwirkung mit zunehmendem Eintauchen des zu bedruckenden Gegenstandes in das Druckkissen zunimmt, weil nämlich auch der Umfang der Randfläche, in der jeweils Farbe vom Drucktuch auf den Gegenstand übertragen wird, mit zunehmender Eintauchtiefe zunimmt. Erwünscht ist, daß die Flächenpressung in diesem ringförmigen Randbereich, wenn dieser vom "Nordpol" der Kugel zu deren "Aquator' wandet, sich nicht stark ändert, um eine gleichmäßige Farbübertragung über die gesamte Fläche hinweg zu erzielen.
  • Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 eignet sich aber nicht nur zum Bedrucken von Körpern mit stark konvexen Oberflächen, wie beispielsweise Bällen, sondern auch zum Bedrucken von Körpern mit konkaven Oberflächen. Auch das Druckkissen nach den Fig. 1 und 2 kann zum Bedrucken von konkaven Oberflächen verwendet werden, wenn in der Höhlung 7 ein entsprechender, die Membran 8 nach außen wölbender Uberdruck erzeugt Wird.
  • Leerseite

Claims (15)

  1. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Bedrucken von Körpern mit gewölben Flächen mittels eines die Farbe auf den Körper übertragenden elastisch verformbaren Druckkissens, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckkissen (4 bzw. 4') eine auf den Umriß des zu bedruckenden Körpers (1) in ihren Abmessungen angepaßte Membran (8 bzw. 8') umfaßt, daß die Membran aus einem gummielastischen Material besteht, und daß die Membran in einem gegenüber dem Umriß des zu bedruckenden Körpers (1) einen größeren umriß aufweisenden elastischen, stützenden Ring (9 bzw. 9') gehalten ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (8 bzw 8') einstückig mit dem Ring (9 bzw.
    9') hergestellt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (8) der Boden eines topfförmigen Druckkissens (4) ist, dessen Höhlung (7) in Gebrauchslage nach unten weist, wobei die Außenseite des Bodens als Druckfläche (5) dient und die Wand des Topfes der elastisch stützende Ring (3) ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Anspriiche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ubergang von der Membran (8) zu dem Ring (9) im Querschnitt an zumindest einer Seite bogenförmig gerundet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenuen Ansprüche, dadurch gekennzeicvllnet, daß der Ring (9) von einem starren Mantel (k,) umgeben ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckkiseerl (4) im Querschnitt die Gestalt eines Gewölbes oder Torbogens mit oberhalb des Gewölbebogens befindlicher Druckfläche (5) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (8 bzw. 8') durch einen auf ihrer der Druckfarbe abgewandten Seite einwirkenden Uberdruck gespannt ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem elastischen Ring (9 bzw. 9') und der Membran (8 bzw. 8') des Druckkissens (4 bzw. 4') umschlossene Raum (7 bzw. 7') abgeschlossen ist und in ihm ein vom Atmosphärendruck abweichender und gegebeenfalls veränderbarer Druck herrscht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in dem abgeschlossenen Raum (7 bzw. 7') einstellbar und insbesondere in Abhängigkeit von der Art des zu bedruckenden Körpers und/oder in Abhängigkeit von der momentanen Phase des Druckvorganges, insbesondere der Eindrücktiefe des zu bedruckenden Körpers oder Gegenstandes (1) in das Druckkissen (4 bzw, 4') gesteuert veränderbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Raum (7) Flüssigkeit enthalten ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckkissen (4t) in Art eines Ballons ausgebildet ist, von dem eine Kalotte die Membran (8') und der daran angrenzende Bereich den elastisch stützenden Ring (9') bildet.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Farbauftrag eine Sieb-, Tiefdruck- oder Tampondruckvorrichtung (10) vorgesehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbträger ein gummielastisches Drucktuch (2) vorgesehen ist, das während des Druckvorganges auf der Oberfläche (5) des Druckkissens (4) auf liegt.
  14. 140 Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Drucktuch (2) von dem Druckkissen (4) abnehmbar und in abgenommener Lage einfärbbar ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Drucktuch (2) eine farbabweisende Oberfläche hat und insbesondere eine Silikon-Kautschuk-Deckschicht umfaßt.
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