[go: up one dir, main page]

DE2854109A1 - Nagellack sowie gel zur herstellung desselben - Google Patents

Nagellack sowie gel zur herstellung desselben

Info

Publication number
DE2854109A1
DE2854109A1 DE19782854109 DE2854109A DE2854109A1 DE 2854109 A1 DE2854109 A1 DE 2854109A1 DE 19782854109 DE19782854109 DE 19782854109 DE 2854109 A DE2854109 A DE 2854109A DE 2854109 A1 DE2854109 A1 DE 2854109A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gel
weight
nitrocellulose
nail
nail polish
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19782854109
Other languages
English (en)
Other versions
DE2854109C3 (de
DE2854109B2 (de
Inventor
Toshihide Ikeda
Toshiaki Kobayashi
Motokiyo Nakano
Chiaki Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Shiseido Co Ltd
Original Assignee
Shiseido Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shiseido Co Ltd filed Critical Shiseido Co Ltd
Publication of DE2854109A1 publication Critical patent/DE2854109A1/de
Publication of DE2854109B2 publication Critical patent/DE2854109B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2854109C3 publication Critical patent/DE2854109C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q3/00Manicure or pedicure preparations
    • A61Q3/02Nail coatings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/19Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing inorganic ingredients
    • A61K8/26Aluminium; Compounds thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/33Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing oxygen
    • A61K8/39Derivatives containing from 2 to 10 oxyalkylene groups
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/72Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic macromolecular compounds
    • A61K8/73Polysaccharides
    • A61K8/731Cellulose; Quaternized cellulose derivatives

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Measurement And Recording Of Electrical Phenomena And Electrical Characteristics Of The Living Body (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Nagellack sowie ein Gel für die Herstellung von Nagellacken. Ganz speziell betrifft die Erfindung einen thixotropen Nagellack mit einem hierin dispergierten Gel oder einer hierin dispergierten gelartigen Masse.
Nagellacke oder sog. Nagelglasuren bestehen bekanntlich aus filmbildenden Massen, die bei normalen Temperaturen allmählich an der Luft trocknen. Es sind des weiteren Nagellacke bekannt, die unter Verwendung von sogenannten organisch modifizierten Montmorillonit-Tonen hergestellt werden, die nicht-wäßrige Gelbildner darstellen.
Nachteilig an den bisher bekannten Nagellacken ist, daß ihre Viskosität im Verlaufe der Zeit allmählich ansteigt. Aus diesem Grunde lassen sich die in der Praxis verwendeten Nagellacke oftmals nicht vollständig aufbrauchen, d.h. in der Regel läßt sich ein Nagellack-Fläschchen nicht bis zur vollständigen Entleerung verwenden.
Um die Abscheidung oder das Absitzen von Pigmenten und sogenannten Perlen-Essenzen aus Nagellacken zu verhindern, ist es bekannt die Nagellacke unter Verwendung von organisch modifizierten Montmorillonit-Tonen herzustellen. So ist es beispielsweise aus der US-PS 3 422 185 bekannt, zur Herstellung von Nagellacken organisch modifizierte Montmorillonit-Tone zu verwenden, um die Abscheidung von Pigmenten und Perlenessenzen, eine Farbstoffabscheidung und die Abscheidung von anderen Bestandteilen des Nagellackes zu verhindern.
Aus der japanischen Patent-Publikation (KOKOKU) Nr. 47-40375/72 ist es des weiteren bekannt, einen organisch modifizierten Montmorillonit-Ton und eine anorganische oder organische Säure miteinander zu vermischen und das Gemisch in einer Kosmetikgrundlage für die Dispergierung von Perlen-Essenzen zu dispergieren.
309850/0529
Aus der bekanntgemachten japanischen Patentanmeldung (KOKAI) Nr. 49-97830/74 sind des^eYe^oder Gelbeschichtungsmassen bekannt, die enthalten: einen mit einem Amin modifizierten Montmorillonit-Ton, ein Quellmittel, z.B. Orthophosphorsäure sowie Verbindungen wie Aceton, Isopropylalkohol und Butylacetat, die durch eine polare Gruppe gekennzeichnet sind und eine Affinität für andere Bestandteile aufweisen. Im Falle dieser bekannten Nagellacke wird der organisch modifizierte Montmorillonit-Ton einfach in die Nagellackgrundlage eingemischt, weshalb der erhaltene Nagellack nur schlechte Pigment-Dispersionsstabilitäten aufweist und von geringem Glanz ist. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß das Quellmittel und die Dispersionskraft des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones im Nagellack schlecht sind.
Die bekannten organisch modifizierten Montmorillonit-Tone lassen sich herstellen durch chemische und laminatartige Bindung von kationisch aktiven Verbindungen und polaren organischen Verbindungen an das Tonmineral, d.h. den Montmorillonit-Ton. Die interlaminare Distanz der Moleküle des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones läßt sich durch die Einwirkung eines Lösungsmittels, beispielsweise Toluol und dergleichen ausdehen, wobei der Montmorillonit-Ton im Lösungsmittel quillt. Liegen die organisch modifizierten Montmorillonit-Tone in Form von Pulvern vor, so bilden sich Agglomerate der ilontmorillonit-Teilen. Damit die Montmorillonit-Tone ihre Wirksamkeit in Nagellackkompositionen zu entfalten vermögen, müssen die organisch modifizierten Montmorillonit-Tone feinteilig sein und gleichförmig im Nagellackdispergiert werden. Da jedoch eine einfache mechanische Dispergierung eines organisch modifizierten Montmorillonit-Tones in einer Nagellackbasis, beispielsweise mittels einer Dispergiervorrichtung (disper) nicht ausreicht, um eine vollständige Dispergierung der Tonteilchen zu erreichen, ist der Glanz und die Transparenz des erhaltenen Nagellackfümes gering, und zwar aufgrund des Vorhandenseins von Teilchenagglomeraten des Montmorillonit-Tones im erzeugten Film.
90 9850/0529
Aufgabe der Erfindung war es demzufolge, einen Weg aufzufinden der es ermöglicht, die Eigenschaften von üblichen bekannten Nagellacken zu verbessern.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß sich die gestellte Aufgabe mittels eines neuen Geles oder einer neuen Gelmasse lösen läßt, das bzw. die sich in hervorragender Weise zur Herstellung von thixotropen Nagellacken eignet.
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von Nagellacken mit verbesserter Viskosität, d.h. einer Viskosität, die sich etwa eine Woche nach Herstellung des Nagellackes stabilisiert und danach im Verlaufe der Zeit nicht weiter ansteigt. Die Erfindung ermöglicht somit die Herstellung eines Nagellackes, der vollständig aufbrauchbar ist, solange verwendbar ist, bis der Nagellackbehälter leer ist.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß sich die gestellte Aufgabe mit ehern Gel oder einem Gelbildner lösen läßt, der aufgebaut ist aufe:
(1) 10 bis 30 Gew.-I einer teilchenförmigen Masse, d.h. einer sog. "dip composition", die hergestellt wird durch Vermischen von:
(A) 25 bis 70 Gew.-i eines organisch modifizierten Montmorillonit-Tones,
(B) 5 bis 70 Gew.-* Nitrocellulose und
(C) 5 bis 30 Gew.-i einer Substanz, die die Komponente (A) zum Quellen zu bringen vermag und die Komponente (B) zu plastifizieren oder weichzumachen vermag, unter Einwirkung von Wärme und unter Verdichtung, d.h. Kompression und
(2) 70 bis 90 Gew.-X eines organischen Lösungsmittelgemisches.
909850/0529
Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von Nagellacken oder Nagelglasuren, die dispergiert als Gelbildner (gelling agent) ein Gel der angegebenen Zusammensetzung enthalten.
Wie bereits dargelegt, lassen sich die Eigenschaften, insbesondere die Gelierungseigenschaften modifizierter Montmorillonit-Tone nicht verbessern, wenn diese Tone auf mechanischem Wege in der Nagellackmasse dispergiert werden, beispielsweise durch Verwendung einer Dispergiervorrichtung.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß, werden organisch modifizierte Montmorillonit-Tone durch Vermischen mit den anderen Bestandteilen zu teilchen- oder chip-artigen Produkten verarbeitet, und zwar durch Vermählen des pulverförmigen Tones mit den anderen Bestandteilen, beispielsweise mittels einer Walzenmühle unter Erhitzen und Komprimieren oder Verdichten, die Montmorillonitagglomerate deagglomeriert werden können, wodurch sie gleichförmig und in großer Feinheit in der Nagellackbasis dispergiert werden können. Auf diese Weise lassen sich ausgehend von organisch modifizierten iMontmorillonit-Tonen, die der beschriebenen Mahlbehandlung unterworfen wurden, Nagellacke herstellen, die Lackschichten mit einem hervorragenden Glanz liefern. Dies bedeutet, daß im Falle erfindungsgemäßer Nagellacke ein Glanzverlast und eine Verminderung der Transparenz der erzeugten Nagellackfilme aufgrund des Vorhandenseins von agglomerierten Teilen von organisch modifiziertem Montmorillonit-Ton vermieden werden können.
Im Hinblick darauf, daß bisher angenommen wurde, daß Tonmineralien gute Gelbildungseigenschaften von Nagellacken hervorrufen, jedoch andererseits auch als Mattierungsmittel wirken, müssen die erfindungsgemäß erzielbaren Effekte als überraschend angesehen werden.
Es wurde somit gefunden, daß sich die guten Gelbildungseigenschaften von organisch modifizierten Montmorillonit-Tönen in Nagellacken nicht voll entfalten können, wenn die Tone nicht ausreichend zur Quellung gebracht werden durch Eindrigung von
909850/0529
Lösungsmitteln, die im Nagellack enthalten sind, in die interlaminaren Abschnitte der MikroStruktur der Tone. Auch wenn die organisch modifizierten Montmorillonit-Tone zu einer teilchenförmigen Masse (chip composition) für Nagellacke zusammengegeben werden, ohne daß ein Vermischen (oder Vermählen) unter Einwirkung von Wärme und unter Komprimieren erfolgt, läßt sich die interlaminare Distanz der MikroStruktur der organisch modifizierten Montmorillonit-Tone nicht ausdehnen oder erweitern. Infolgedessen wird, wird eine solche teilchenförmige Masse einer Nagellackbasis zugesetzt, die thixotrope Eigenschaft des Tones im Nagellack nicht verbessert. Infolgedessen lälfc sich, obgleich der Glanz des hergestellten Lackes auf dem Fingernagel gut ist, kein stabiler Nagellack erhalten, und zwar deshalb nicht, weil die Pigmentteilchen im Nagellack dazu neigen, sich abzuscheiden und sich auf dem Boden des Nagellackbehälters absetzen.
In der offengelegten japanischen Patentanmeldung (KOKAI) Nr. 52-145528/77 wird ein Verfahren zur Herstellung eines Geles vorgeschlagen, das darin besteht, unter Erhitzen und Komprimieren miteinander zu vermischen: organisch modifizierte Montmorillonit-Tone, Nitrocellulose, übliche Weichmacher oder Plastifizierungsmittel,z.b. Dibutylphthalat, Acetyltributylcitrat sowie organische Lösungsmittel, die zu einer ausreichenden Quellung der organisch modifizierten Montmorillonit-Tone führen, unter Herstellung einer teilchenförmigen oder chip-artigen Masse, worauf diese in ein Gemisch aus organischen Lösungsmitteln gegeben wird. Wird ein in dieser Weise hergestellte-s Gel zur Herstellung eines Nagellackes verwendet, so weist der hergestellte Nagellack eine gute Pigment-Dispersionsstabilität auf und gute Geleigenschaften. Des weiteren lasen sich gut glänzende Lacke erzeugen. Nachteilig an diesem Verfahren ist jedoch, daß vergleichsweise größere Mengen an organischen Lösungsmitteln während der Herstellung der Lacke verdampfen und in die Umwelt gelangen, weshalb dies Verfahren in gewisser Weise von ökonomischen Gesichtspunkten und Umweltschutz-Gesichtspunkten aus betrachtet, nicht besonders vorteilhaft ist.
90985Q/0529
Die Erfindung vermeidet die Nachteile dieses älteren Verfahrens, da es die Verwendung von nicht flüchtigen Substanzen mit einem vergleichsweise hohen Siedepunkt als Substanzen, die den organisch modifizierten Montmorillonit-Ton zum Quellen zu bringen vermögen, ermöglicht.
Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Substanzen, die den organisch modifizierten Montmorillonit-Ton zum Quellen zu bringen vermögen sind:
(1) Verbindungen der allgemeinen Formel: HO(RO) H, worin R für einen Rest einer der Formeln-C2Hr und-C^Hg- steht und m eine Zahl von 3 bis 90 ist, z.B. Polyäthylenglykole, vorzugsie.se mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 300 bis etwa 4000, PolypropylenglykoIe, vorzugsweise mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 300 bis etwa 5000 und dergleichen;
(2) Verbindungen der allgemeinen Formel: RO(RO) H, worin R für einen Rest einer der Formeln-C-Hr und-C,Hr steht, R* ein Alkylrest mit 4 bis 20 C-Atomen ist und m eine Zahl von 1 bis 50 darstellt, beispielsweise Polyoxyäthylenlauryläther mit etwa 8 bis etwa 15 addierten Äthylenoxideinheiten, Polyoxyäthylenstearyläther mit etwa 9 bis 15 addierten Äthylenoxideinheiten und dergleichen und
(3) Ester von Dicarbonsäuren mit 4 bis 10 C-Atomen und aliphatischen kurzkettigen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen, beispielsweise Diäthyladipat, Dibutylsebacat und dergleichen.
Verwendbar sind einzelne Verbindungen oder Mischungen hiervon.
Derartige Verbindungen haben die Eigenschaft, daß sie nicht nur den organisch modifizierten Montmorillonit-Ton in der teilchenförmigen Masse zum Quellen zu bringen vermögen,sondern daß sie auch zusätzlich die Nitrocellulose zu plastifizieren oder weichzumachen vermögen.
909850/0529
— I I —
Liegt die Menge an der Komponente (A) bei unter 25 Gew.-I, so läßt sich eine teilchenförmige Masse (chip composition) mit ausreichenden Gelierungs- oder Gelbildungseigenschaften nicht erhalten. Liegt die Menge der Komponente (A) bei über 70 Gew.-I, so läßt sich wiederum kein teilchenförmiges Material oder ein Material in Form von Chips erhalten. Liegt andererseits die Konzentration der Komponente (B) bei weniger als 5 Gew.-I, so läßt sich keine Masse in Form von Teilchen oder Chips erhalten. Liegt die Konzentration der Komponente (B) bei über 70 Gew.-I, so läßt sich wiederum eine teilchenförmige Masse oder so lassen sich Chips erhalten, die durch unzureichende Gelierungs- oder Gelbildungseigenschaften gekennzeichnet sind. Des weiteren lassen sich auch dann keine teilchenförmigen Produkte erhalten, wenn die Komponente (C) in einer Konzentration von unter 5 Gew.-I oder in einer Konzentration von über 30 Gew.-$ vorliegt.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Gele können die üblichen bekannten organisch modifizierten Montmorillonit-Tone verwendet werden, beispielsweise Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit und Dimethyldioctadecylammoniummontmorillonit. Erfindungsgemäß verwendbare modifizierte Montmorillonit-Tone sind im Handel erhältlich, beispielsweise unter der Handelsbezeichnung "BENTONE 27", Hersteller National Lead Industries, Inc. und unter der Bezeichnung "BENTONE 38", Hersteller National Lead Industries, Inc..
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Gele und Nagellacke lassen sich des weiteren übliche bekannte Nitrocellulosen verwenden, die üblicherweise in üblichen Nagellacken als filmbildende Bestandteile verwendet werden. In typischer Weise lassen sich somit beispielsweise Nitrocellulosen verwenden, die unter der Typenbezeichnung "1/4 Sekunde" und"1/2 Sekunde" bekannt sind.
Im Falle der teilchenförmigen Masse oder der Chip-Masse, die in der erwähnten, offengelegten japanischen Patentanmeldung (KOKAI) Nr. 52-145528 beschrieben wird, werden beträchtliche Mengen an Lösungsmitteln während der Mischoperation auf den Mischwalzen verdampft.
909850/0529
Im Gegensatz hierzu verbleibt die Komponente (C) im Falle der erfindungsgemäß verwendeten teilchenförmigen Masse nach dem Misch- oder Mahlprozeß in einer solchen Form, daß die Komponente (C) in die interlaminaren Abschnitte der organisch modifizierten Montmorillonit-Tonmoleküle einzudringen vermag und die Tonmoleküle zum Quellen bringt. In der nachfolgenden Verfahrensstufe, d.h. der Stufe, bei der die teilchenförmige Masse in einem Gemisch aus organischen Lösungsmitteil gelöst und dispergiert wird, kann das Lösungsmittelgemisch leicht in die interlaminaren Abschnitte des aufgequollenen Montmorillonit-Tones eindringen, so daß ein Gel erhalten wird, das eine ausreichende Menge des Lösungsmittelgemisclies in den interlaminaren Abschnitten der Tonmoleküle aufweist. Aus diesem Grunde, da der organisch modifizierte Montmorillonit-Ton noch in dem Quellzustand im Gel vorliegt, zeigt das Gel eine gute Gelbildungseigenschaft (gelling property) und es erfolgt weder eine Abtrennung noch ein Absitzen von Pigmenten und Perlen-Essenzen in dem Gel. Da des weiteren der organisch modifizierte Montmorillonit-Ton infolge des Mahlprozesses in feinteiliger Form vorliegt, lassen sich stark glänzende Nagellacke erhalten.
Die Quellwirkung oder Quellkraft und die plastifizierende Wirkung oder Weichmacherwirkung von Verbindungen, die organisch modifizierte Montmorillonit-Tone zum Quellen bringen und Nitrocellulose zu plastifizieren oder weichzumachen vermögen, sind in der später folgenden Tabelle 3 angegeben.
(a) Bestimmung der Quellkraft
Die Quellkraft läßt sich nach folgender Methode ermitteln:
Um die Quellkraft der in Tabelle 3 aufgeführten Substanzen zu bestimmen, wurden diese getrennt voneinander mit Dirnethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit-Ton (BENTONE 27) und Nitrocellulose "1/4 Sekunde" in dem in Tabelle 1 angegebenen Mischverhältnis (I) miteinander vermischt, worauf die Mischungen dann
909850/0529
einer Mahlbehandlung unter Verwendung von Mahlwalzen unterworfen wurden, unter Herstellung von teilchenförmigen Massen (chip compositions).
Die interlaminare Distanz (OO 1-Fläche) des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones in der Masse, wurde unter Verwendung einer Vorrichtung zur Bestimmung der Röntgenstrahlbeugung ermittelt. Verwendet wurde ein Gerät vom Typ RIGAKU Rota Slex Type RU-3.
Es wurde gefunden, daß die interlaminare Distanz des untersuchten Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit-Tones (BENTONE 2 7) bei 9,4 Ä-Einheiten lag und daß Dibutylphthalat die interlaminare Distanz des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones nicht auszudehnen vermag.
In dem Falle, in dem eine Substanz eine ausreichende Quellkraft aufwies, jedoch eine vergleichsweise geringe weichmachende oder plastifizierende Kraft, wurde das Mischungsverhältnis (II) verwendet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der später folgenden Tabelle 3 zusammengestellt.
Tabelle 1
Mischungsverhältnis I Gew.-
Mischungsverhältnis II Gew.-
Montmorillonit-Ton (BENTONE 27) '
Nitrocellulose
"1/4 Sekunde"
Substanz gemäß
TahelIp ^
Montmorillonit-Ton
(BENTONE 27)
Nitrocellulose
"1/4 Sekunde"
Dibutylphthalat
Tabelle
(b) Bestimmung der Weichmacherstärke oder Weichmacherkraft
Um die Weichmacherstärke oder Weichmacherkraft zu bestimmen, kann wie folgt verfahren werden:
909850/0529
Um die Weichmacherstärke der in Tabelle 3 aufgeführten Verbindungen zu bestimmen, wurden die teilchenförmigen Massen (oder chip compositions) wie unter (a) beschriebenen Weise hergestellt. Die erhaltenen Massen wurden dann in Form eines Filmes einer Dicke von 0,175 mm auf eine Glasplatte aufgetragen. Nach einer STunde wurde die Härte des erzeugten Filmes mittels eines üblichen Härtetestgerätes ermittelt. Verwendet wurde im vorliegenden Falle ein "Vickers hardness testor", Micro Hardness Testor Type MVK, AKASHI SEISAKUSHO, Japan. Die Testbedingungen waren wie folgt; Belastung 100 g, Filmdicke 0,175 mm bei eher Belastungsdauer von 5 Sekunden in Übereinstimmung mit dem japanischen Industriestandard: B-7774. Die erhaltenen Ergehnisse sind in der später folgenden Tabelle 3 zusammengestelt. Der Wert für die Härte steigt dabei an, wenn die Härte des Filmes oder der Schicht abnimmt.
Tabelle 2
Nitrocellulose "1/2 Sekunde" 15 Gew.-I
modifiziertes Alkydharz 15 Gew.-%
organische Lösungsmittelmischung aus 481 Butylacetat, 38% Toluol, 10% Äthylacetat und 4% n-Butyl-
alkohol 65 Gew.-%
Substanz gemäß Tabelle 3 5 Gew.-I,
- 15 -
909850/0529
Nr. Tabelle 3 Substanz (Probe) Mischungs
verhältnis
Interlaminare
Distanz (Ä)
Härte des
Filmes
1 Polyäthylenglykol (M.W. 200) I 22 189
2 M (M.W. 300) tt 25 185
3 " (M.W. 400) tt 25 183
4 (M.W. 600) 21 172
5 11 (M.W. 1000) It 20 171
CQ
O
6 11 (M.W. 1500) ff 18 167
<Q 7 " (M.W. 4000) ff 15 153
cn 8 Polyoxyäthylenlauryläther
(Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:
ff 18 128
0/0 9 Polyoxyäthylenlauryläther
(Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:
9) " 17 135
cn
K>
CD
10 Polyoxyäthylenlauryläther
(Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:
It
15)
14 147
11 Polyoxyäthylenstearyläther
(Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:
it
9)
20 216
12 Polyoxyäthylenstearyläther
(Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:
tt
15)
16 143
13 Diäthyladipat tt 22 155
14 Dibutylsebacat tf 19 174
Fortsetzung von Tabelle 3
15 Äthylenglykolmonobutyläther II
16* Benzylalkohol "
17* flüssiges Paraffin
18* Polyoxyäthylenoleyläther " (Ä.O.,Anzahl addierter Moleküle:2)
19* Butylcarbitolacetat I
jp 20 Diisopropyladipat "
° 21* Diisobutyladipat "
oo 22* Dibutylphthalat "
S 23* Acetyltributylcitrat "
10 * - Vergleichsbeispiele
26 85
28 81
12 83
14 94
13 164
13 129
13 129
10 118
10 118
-4
I
Die als (C) verwendbaren Substanzen sollen eine interlaminare Distanz von nicht weniger als etwa 16 Ä und eine Vickers-Härte von nicht weniger als 110 aufweisen. Verbindungen wie beispielsweise Äthylenglykolmonobutyläther und Benzylalkohol, die eine interlaminare Distanz von nicht weniger als 16 Ä aufweisen, lassen sich deshalb nicht als Komponente (C) zur Herstellung der teilchenförmigen Masse verwenden, da sie eine hohe Härte aufweisen, d.h. eine Vickers-Härte von weniger als 110, es sei denn, daß derartige Verbindungen in Kombination mit üblichen bekannten Weichmachern oder Plastxfizierungsmxtteln verwendet werden, beispielsweise Dibutylphthalat. Andererseits lassen sich Verbindungen wie beispielsweise Butylcarbitolacetat und Diisobutyladipat, die eine interlaminare Distanz von weniger als 16 A aufweisen, nicht als Komponente (C) zur Herstellung der teilchenförmigen Masse verwenden.
Das Vermählen oder Vermischen der Komponenten (A), (B) und (C) kann nach üblichen bekannten Methoden erfolgen, wie sie beispielsweise auf dem Gebiet der Anstrichfarben und Lackindustrie, der Gummiindustrie und dergleichen angewandt werden. Verwendbar sind beispielsweise übliche Walzenmahlvorrichtungen oder Walzenmischvorrichtungen, Bunbury-Mischer, sog. Kolloidmühlen und dergleichen, mit denen sich verschiedene Komponenten unter Verdichtung oder Komprimierung (compression) vermischen oder verkneten lassen, beispielsweise bei Temperaturen von etwa 40 bis 700C.
Ein erfindungsgemäßes Gel für die Herstellung eines Nagellackes läßt sich in einfacher Weise herstellen durch mechanisches Vermischen von 10 bis 30 Gew.-9o der teilchenförmigen Masse oder "Chip-Masse" mit 70 bis 90 Gew.-I eines organischen Lösungsmittelgemisches. Liegt die Konzentration an der teilchenförmigen Masse bei weniger als 10 Gew.-I oder bei über 30 Gew.-%, so werden Gele erhalten, die Nagellacke liefern, die keine geeignete Viskosität aufweisen. Liegt andererseits die Konzentration an Lösungsmittelgemisch bei weniger als 70 Gew.-? oder über 90 Gew.-I, so läßt sich ebenfalls kein Nagellack mit einer geeigneten Viskosität herstellen.
909850/05 29
Zur Herstellung erfindungsgemäßer Gele sowie Nagellacke lassen sich die üblicherweise zur Herstellung von Nagellacken verwendeten Lösungsmittel verwenden. Beispiele für geeignete Lösungsmittelgemische sind Mischungen aus (a) mindestens einem Lösungsmittel aus der Gruppe Toluol, Xylol und Isoparaffin; (b) mindestens einem Lösungsmittel aus der Gruppe: Butylacetat, Äthylacetat, Methyläthylketon, Methylisobutylketon, Tetrahydrofuran und Athylenglykolmonoäthyläther sowie (c) mindestens einem Lösungsmittel aus der Gruppe Äthylalkohol, Aceton und Isopropylalkohol.
Wie bereits dargelegt, besteht bei üblichen Nagellacken mit organisch modifizierten Montmorillonit-Tonen die allgemeine Tendenz, daß die Viskosität des Nagellackes im Verlaufe der Zeit allmählich ansteigt. Dies führt dazu, daß die handelsüblichen bekannten Nagellacke oftmals nicht vollständig aufgebraucht werden können. Um einen solchen allmählichen Anstieg der Viskosität zu vermeiden, können vergleichsweise hohe Konzentrationen an einem polaren Lösungsmittel oder polaren Lösungsmitteln verwendet werden, wie beispielsweise Butylacetat, Äthylacetat, Methyläthylketon und Methylisobutylketon. Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch, wenn größere Konzentrationen an derartigen polaren Lösungsmitteln verwendet werden, die Viskositä1?/cler Nagellacke nicht über einen längeren Zeitraum hinweg stabil bleiben. Des weiteren tritt eine Syneresis des Geles, d.h. eine Kontraktion des Geles auf, die die Eigenschaften des Nagellackes im Verlaufe der Zeit negativ beeinflußt.
Es wurde die Viskositätsveränderung und die Gelstabilität von Nagellacken verschiedener Zusammensetzung, wie in Tabelle 4 angegeben, untersucht.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 5 zusammengestellt.
09850/0529
Tabelle 4
(Zahlenwert in Gew.-i) Nagellack Nr. 12
Nitrocellulose 12 27) 12 12 12 12
modifiziertes Alkydharz 12 0,5 12 12 12 12
Acetyltributyleitrat 5 ' 0,1 5 5 5 5
organisch modifizierter 1 25 1 1 1 1
Montmorillonit-Ton CBENTONE 34,4
Eisenoxidpigment 10 0,5 0,5 0,5 0,5
Titandioxid - 0,1 0,1 0,1 0,1
Toluol 15 5 21 17
Butylacetat 44,4 34,4 38,4 42,4
Äthylacetat 10 10 10 10
Äthylalkohol - - 4 8
Insgesamt ■ 100 100 100 100 100
909850/0529
Tabelle
Viskositätsveränderung und Gelstabilität in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Lösungsmittels
in Nagellacken
Zeit Lack Nr. 1 Lack Nr. 2 Lack Nr. 3 Lack Nr. 4 Lack Nr. 5
spanne + 1
Visko
sität
+2
Stabili
tät
+ 1
Visko
sität
+2
Stabili
tät
+ 1
Viskosi
tät
+2
Stabili
tät
+ 1
Viskosi
tät
+2
Stabili
tät
+ 1
Viskosi
tät
+2
Stabili
tät
CO 0 700 0 1220 0 1780 0 1200 0 1730 0
CD
CD
1 Tag 1070 0 1540 0 2070 0 1480 0 1970 0
850 1 Woche
2 Wochen
1050
1980
0
0
1840
2010
0
-1
2180
2200
— I
-2
1800
2070
0
-1
2090
2110
-1
-2
O 1 Monat 2510 0 2130 -2 1990 -3 2200 -2 2030 -3
cn
ro
CD
Centipoise
Gelstabilität, beurteilt nach den folgenden Kriterien: 0: Es wurde keine Trennung beobachtet.
-1: Es wurde eine geringfügige Trennung beobachtet.
-2: Eine Trennung war eindeutig sichtbar.
-3: Es wurde eine beträchtliche Trennung festgestellt.
ro CDO
CD CD
Bei den organisch modifizierten Montmorillonit-Tonen werden organische Kationen ionisch von den Oberflächen der Tonmineralien gebunden, die negativ geladen sind. Die besten üblichen Gele oder Gelzusammensetzungen enthalten 1/3 bis 1/7 so viele polare Additive (z.B. Äthylalkohol und Aceton) wie die Menge an dem organisch modifizierten Montmorillonit-Ton und das zig-fache der Menge des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones an nicht-polaren Lösungsmitteln, z.B. Toluol und Xylol. Die polaren Additive werden von den hydrophilen Gruppen der Oberfläche des Montmorillonit-Tones angezogen, wodurch die organischen Kationen der Kohlenwasserstoffketten, die ursprünglich auf der Oberfläche des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones vorliegen, von der Oberfläche verdrängt werden. Infolgedessen wird die interlaminare Distanz des Montmorillonit-Tones etwas vergrößert und es wird eine Gelierungsreaktion eingeleitet. Andererseits weisen die Kohlenwasserstoffketten, die von der Oberfläche des Montmorillonit-Tones verdrängt werden, eine gute Affinität für Lösungsmittel wie Toluol, Xylol und dergleichen auf. Wird infolgedessen eine größere Menge an derartigen Lösungsmitteln in das Gel eingearbeitet, so werden die Kohlenwasserstoffketten in zunehmendem Maße von den Oberflächen des Montmorillonit-Tones verdrängt und die interlaminaren Distanzen des Montmorillonit-Tones werden mehr und mehr ausgedehnt. Infolgedessen wird eine Gelierung beschleunigt. Lösungsmittel wie Toluol, Xylol und dergleichen, die in den Lösungsmittelgemischen vorhanden sind, die üblicherweise zur Herstellung bekannter Nagellacke verwendet werden, beschleunigen die Gelierung, wohingegen Alkohole, Ketone und dergleichen, die in den Lösungsmittelgemischen vorhanden sind, die normalerweise zur Herstellung üblicher Nagellacke verwendet werden, die Gelierungsreaktion einleiten. In dem Falle, in dem das Mischungsverhältnis der letzteren im Lösungsmittelgemisch erhöht wird, wird die Geschwindigkeit der Gelbildung größer und die nachfolgende Gelierung wird schwach beschleunigt. Infolgedessen lassen sich Nagellacke, bei denen die Viskosität im Verlaufe der Zeit nicht merkbar ansteigt, herstellen. Im Falle dieser Nagellacke jedoch, bei denen lediglich die Kohlenwasserstoffketten in den interlaminaren Anteilen des Montmorillonit-Tones vorhanden sind, neigen die polaren Lösungsmittel zur Abscheidung
9 09850/0 529
aus dem Gelsystem und im Verlaufe der Zeit erfolgt eine Syneresis des Geles.
Im Gegensatz hierzu können erfindungsgemäß, da die oben erwähnte Komponente (c) mit einer polaren Eigenschaft in einem stabilen Zustand vorliegt, und zwar gemeinsam mit den Kohlenwasserstoffketten in den interlaminaren Abschnitten des organisch modifizierten Montmorillonit-Tones, was durch eine Röntgenstrahlbeugung bestätigt wurde, die polaren Lösungsmittel, auch wenn große Mengen an polaren Lösungsmitteln verwendet werden, in die interlaminaren Abschnitte des Montmorillonit-Tones eintreten, und zwar aufgrund der Anziehung der polaren Komponente (c). Infolgedessen wirkt die erwähnte Komponente (c) der teilchenförmigen Masse oder Chip-Composition nicht nur als Plastifizierungsmittel für die Nitrocellulose, sondern vielmehr auch als Gelierungs-Initiator für den organisch modifizierten Montmorillonit-Ton. Wird somit ein erfindungsgemäßes Gel zur Herstellung eines Nagellackes verwendet, so werden Nagellacke erhalten, die durch eine gute Gelierungseigenschaft gekennzeichnet sind, ohne daß im Verlaufe der Zeit ein Viskositätsanstieg erfolgt. Des weiteren tritt keine Trennung oder kein Absitzen auf, und zwar auch dann nicht, wenn eine vergleichsweise große Menge an polaren Lösungsmitteln zur Herstellung des Nagellackes verwendet wird.
Ein erfindungsgemäßer Nagellack ist somit aufgebaut aus einem Gel der beschriebenen Zusammensetzung und den übrigen anderen Bestandteilen, die üblicherweise zur Herstellung von Nagellacken verwendet werden. Hierzu gehören Nitrocellulose, Polymere oder Harze, wie beispielsweise Alkydharze und Acrylharze, Plastifizierungsmittel oder Weichmacher, wie beispielsweise Dibutylphthalat und Acetyltributylcitrat, ferner Lösungsmittel, wie beispielsweise Butylacetat, Äthylacetat, Isopropylalkohol, n-Butylalkohol, Toluol, Xylol und dergleichen, ferner Pigmente, wie beispielsweise Titanoxid, Eisenoxide und dergleichen, Perlen-Essenzen, Farbstoff, UV-Absorber und dergleichen. Obgleich in einem erfindungsgemäßen Nagellack verschiedene Gelkonzentrationen vorliegen können, hat es sich doch als besonders
909850/0529
vorteilhaft erwiesen, wenn zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Nagellackes etwa 5 bis etwa 20 Gew.-I Gel, bezogen auf das Gesamtgewicht des Nagellackes verwendet werden. Werden weniger als 5 Gew.-I Gel verwendet, so kann es sein, daß die erfindungsgemäß erstrebten Vorteile nicht voll erreicht werden. Werden demgegenüber Gelkonzentrationen von über 20 Gew.-I verwendet, so können die Auftragseigenschaften der Nagellacke auf die Fingernägel nachteilig beeinflußt werden.
Die Erfindung ermöglicht es des weiteren auf die Verwendung von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie beispielsweise Toluol und Xylol, die zur Herstellung üblicher Nagellacke verwendet werden müssen, zu verzichten. Hierdurch wird ein besonderer Vorteil des Nagellackes erreicht, da derartige aromatische Kohlenwasserstofflösungsmittel zu Problemen führen, wenn Nagel- ' lacke mit derartigen aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln wie Toluol und/oder Xylol häufig auf vergleichsweise schwache Fingernägel aufgebracht werden, da die Fingernägel mit der Zeit spröde und Brüchig werden und die Fingernägel des weiteren auch durch eine Onychoschisis angegriffen werden.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter veranschaulichen. Die in den Beispielen angegebenen Prozentangaben beziehen sich auf Gewichtsprozent, sofern nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
Eine teilchenförmige Masse, eine sog. Chip-Masse wurde hergestellt durch Vermischen der im folgenden angegebenen Bestandteile, worauf die Mischung dann unter Verwendung eines Zweistufen-Walzenmischers unter Erhitzen und Komprimieren vermählen wurde. Die Oberflächentemperatur der ersten Walze lag bei 40°C und die Oberflächentemperatur der zweiten Walze bei 60°C.
909850/0529
Zusammensetzung der teilchenförmigen
Masse (Chip-Masse)
Dimethylbenzyldodecylammoniummont- 47
morillonit (BENTONE 27)
Nitrocellulose "1/4 Sekunde" 41
Polyäthylenglykol (M.W. 300) 12
Insgesamt 100
18% der in der beschriebenen Weise hergestellten Mischung wurden dann mit 82% eines Lösungsmittelgemisches der folgenden Zusammensetzung vermischt:
Zusammensetzung der Lösungsmittelmischung %
Isopropylalkohol 19
Toluol 39
n-Butylacetat 42
Insgesamt 100
Die teilchenförmige Masse wurde in dem Lösungsmittelgemisch unter Erzeugung eines erfindungsgemäßen Geles gelöst und dispergiert.
Beispiel 2
Es wurde ein weiteres Gel aus 18% der im folgenden angegebenen teilchenförmigen Masse und 821 des im folgenden angegebenen Lösungsmittelgemisches nach dem in Beispiel 1 angegebenen Verfahren hergestellt.
Zusammensetzung der teilchenförmigen S
Masse (Chip-Masse
Dimethylbenzyldodecylammoniummont- 48
morillonit (BENTONE 27)
Nitrocellulose "1/2 Sekunde" 42
Polyäthylenglykol
(addierte Einheiten von Äthylenoxid:9) 10
Insgesamt 100.
£098 50/05
Zusammensetzung der Lösungsmittelmischung %
Isopropylalkohol 18
Toluol 38
n-Butylacetat 44
Insgesamt 100
Beispiel 3
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurde ein weiteres Gel aus 181 einer teilchenförmigen Masse mit der im folgenden angegebenen Zusammensetzung und 821 eines Lösungsmittelgemisches der im folgenden angegebenen Zusammensetzung hergestellte
Zusammensetzung der teilchenförmigen Masse %
Dimethyloctadecylammoniummontmorillonit 47
(BENTONE 38)
Nitrocellulose "1/2 Sekunde" 40
Diäthyladipat 13
Insgesamt 100
Zusammensetzung der Lösungsmittelmischung %
Isopropylalkohol 17
Toluol 45
n-Butylacetat 38
Insgesamt 100
Beispiel 4
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurde ein weiteres Gel aus 181 einer teilchenförmigen Masse der im folgenden angegebenen Zusammensetzung sowie aus 821 eines Lösungsmittelgemisches der im folgenden angegebenen Zusammensetzung hergestellt.
Sf09850/0529
Zusammensetzung der teilchenförmigen Masse %
Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit 47 (BENTONE 27)
Nitrocellulose "1/4 Sekunde" 41
Polyäthylenglykol (M.W.300) 12
Insgesamt 100
Zusammensetzung der Lösungsmittelmischung t
n-Butylacetat 43
Is op ropylalkoho1 18
Isoparaffin (ISOPER E, Hersteller Esso Chemicals) 21
Tetrahydrofuran 18
Insgesamt 100
Vergleichsbeispiel 1
In einem Lösungsmittelgemisch aus 15,6t Isopropylalkohol, 32,Oi Toluol und 34,41 n-Butylacetat wurden 7,3 t Nitrocellulose "1/4 Sekunde" gelöst, worauf zu der Lösung 2,2t Polyäthylenglykol (M.V.300) sowie 8,5t Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit (BENTONE 27) zugegeben wurden. Nach dem Vermischen wurde ein gleichmäßiges Gel erhalten.
Vergleichsbeispiel 2
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurde ein Gel aus 18t einer teilchenförmigen Masse der im folgenden angegebenen Zusammensetzung sowie 82t eines Lösungsmittelgemisches der im ■folgenden angegebenen Zusammensetzung hergestellt.
Zusammensetzung der teilchenförmigen Masse t
Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit 44 (BENTONE 27)
Nitrocellulose "1/4 Sekunde" 40
Dibutylphthalat 16
Insgesamt 100
S09850/0529
Zusammensetzung der Lösungsmittelmischung %
Isopropylalkohol 19
Toluol 39
n-Butylacetat 42
Insgesamt 100
Somit wurde ein Gel wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt, mit der Ausnahme jedoch, daß das Polyäthylenglykol durch einen üblichen Weichmacher, nämlich Dibutylphthalat ersetzt wurde.
Die Gele, hergestellt wie in den Beispielen 1 bis 4 und in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 beschrieben, wurden auf ihren Glanz und ihre Transparenz untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 6 zusammengestellt.
Tabelle 6 +2
Transparenz (I)
Glanz (ί)+1 87,0
73,8 85,4
72,2 76,6
69,1 77,7
70,3 30,9
2,4 86,6
73,9
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4 Vergleichsbeispiel 1 Vergleichsbeispiel 2
1 Die verschiedenen Gele wurden mittels einer Dosiervorrichtung unter Erzeugung gleichmäßiger Filme auf klare Polyvinylchloridfolien aufgebracht. Der Oberflächenglanz der erzeugten Filme wurde nach der Spiegelmethode ermittelt (Einfallwinkel 60°, Reflexionswinkel 60°). Als Basis für die Ermittlung des Glanzwertes wurde dabei der transparenten Polyvinylchloridfolie ein Glanzwert von 100t zugeordnet.
909850/0529
2 Zur Ermittlung der Transparenz wurde auf eine klare Polyvinylchloridfolie mittels einer Dosiervorrichtung ein gleichförmiger Film des zu untersuchenden Geles einer Schichtstärke von 0,425 mm aufgebracht. Die Durchlässigkeit oder Transparenz der Probe wurde dann unter Verwendung eines Spektrophotometers ermittelt.(Verwendet wurde ein Hitachi Spectrophotometer Typ 124, Hersteller Hitachi Seisakusho, Tokio). Die Wellenlänge des Lichtes, das für die Bestimmung verwendet wurde, lag bei 520 ym. Die angegebenen Transparenzwerte beziehen sich dabei auf eine Transparenz von 100% für die klare Polyvinylchloridfolie.
Wie sich aus Tabelle 6 ergibt, sind die Glanz- und Transparenzwerte der erfindungsgemäßen Gele besser als die entsprechenden Werte von Vergleichsbeispiel 1. Da im Falle des Vergleichsbeispieles 2 eine Walzenbehandlung erfolgte, sind die Glanz- und Transparenzwerte ebenfalls gut.
Beispiele 5 bis 8 sowie Vergleichsbeispiele 3 und 4
Unter Verwendung der in den Beispielen 1 bis 4 sowie in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 hergestellten Gele wurden in üblicher bekannter Weise Nagellacke hergestellt, wobei die in der folgenden Tabelle 7 angegebenen Mischungsverhältnisse angewandt wurden.
Die hergestellten Nagellacke wurden dann untersucht auf ihre Viskositätsveränderung und Gelstabilität (Trennung und Absitzen) wie auch auf ihren Glanz, der bei Auftragen der Nagellacke auf einen Fingernagel erhalten wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 8 zusammengestellt.
- 29 -
909850/0529
Bestandteil I 5 ; in Gew .-υ ,4 28541Q9 - 4
12 Beispiel 0,5 12
Nitrocellulose 12 6 7 0,1 12
■ 29 - modifiziertes Alkydharz - 12 12 4,0 -
Tabelle 7 Acrylharz 5 12 12 8 5
(Zahlenwerti Acetyltributylcitrat - - - 12 5 Vergleichsbeispiel -
Methyläthy!keton 32,4 S 5 - 1 3 32,4
n-Butylacetat 16 12 - 12 0 12 16
Äthylacetat 4 20,4 32,4 5 12 4
Äthylalkohol 2 16 16 - - 12 2
n-Butylalkohol - 4 4 32 5 -
Toluol 0,5 2 2 16 - 0,5
Eisenoxidpigment 0,1 - - 4 32,4 0,1
Titandioxid 4,0 0,5 0,5 2 16 4,0
Perlen-Essenz 0,1 0,1 - 4
Gel gemäß 12 4,0 4,0 o, 2
Beispiel 1
Beispiel 2 4,
Beispiel 3 12
Beispiel 4 12
Vergleichsbeispiel 1 12
Vergleichsbeispiel 2
12
Insgesamt 100 100 100 100 100 100
909850/0529
0 Veränderung im 1 Woche Tabelle 8 2 Monate 3 Monate Glanz
Beispiel Nr. 1380
0
0
1 Tag 1800
0
0
Verlaufe der Zeit 1820
0
0
1820
0
0
(Z)
1510
0
0
1690
0
0
1990
0
0
2 Wochen 1 Monat 2020
0
0
2000
0
0
85,0
Beispiel 5 +
Viskosität +1
Trennung +2
Absitzen 2
1470
0
0
1840
0
0
1880
0
0
1820
0
0
1780
0
0
1890
0
0
1870
0
0
81,7
Beispiel 6
Viskosität
Trennung
Absitzen
970
0
0
1710
0
0
1300
0
0
2000
0
0
1970
0
0
1280
0
0
1330
0
0
87,0
O Beispiel 7
40 Viskosität
00 Trennung
__ Absitzen
200
0
0
1140
0
0
200
-2
-3
1880
0
0
1820
0
0
200
-3
-3
200
-3
-3
87,0
**** Beispiel 8
° Viskosität
Trennung
iC Absitzen
200
0
0
200
-1
740
0
-1
1310
0
0
1280
0
0
-2
-2
705
-3
-3
18,1
Vergleichsbeispiel 3
Viskosität
Trennung
Absitzen
270
0
0
200
-2
-3
200
-3
86,5
Vergleichsbeispiel 4
Viskosität
Trennung
Absitzen
940
0
-1
870
-2
-2
Werte angegeben in Centipaise
0 ■ Gut; -i « Mäßig; -2 - Schlecht; -3 - Sehr schlecht.
CD CD
Da die Gele, hergestellt wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben, als Gelierungsinitiator eine polare Substanz enthalten, d.h. die Komponente (c),wurde in den Nagellacken der Beispiele 5 bis 8, welche ein solches Gel enthielten, ein Anstieg der Viskosität der Nagellacke im Verlaufe der Zeit nicht beobachtet und die Gelstabilität war in jedem Falle ausgezeichnet. Im Gegensatz hierzu zeigten die Nagellacke der Vergleichsbeispiele 3 und 4,die unter Verwendung der Gele der Vergleichsbeispiele 1 und 2 hergestellt wurden, keine thixotropen Eigenschaften, weshalb ein Absitzen der Pigmente und der Perlen-Essenz erfolgte. Die Ursache hierfür ist darin zu sehen, daß das Gel des Vergleichsbeispieles 1 keiner Mahlbehandlung (milling treatment) unterworfen wurde, obgleich zur Herstellung des Geles ein organisch modifizierter Montmorillonit-Ton sowie Nitrocellulose und die polare Komponente (c) verwendet wurde. Im Falle des Vergleichsbeispieles 2 wurde das Gel unter Verwendung eines üblichen Weichmachers, d.h. unter Verwendung von Dibutylphthalat anstelle der Komponente (c) hergestellt, welche den organisch modifizierten Montmorillonit-Ton zum Quellen bringen kann.
Aus Beispiel 8, das einen Nagellack beschreibt, der kein übliches aromatisches Kohlenwasserstofflösungsmittel, wie beispielsweise Toluol oder Xylol enthält ergibt sich, daß, wenn kein aromatisches Kohlenwasserstofflösungsmittel im Nagellack vorliegt, eine gute Gelstabilität erhalten wird und daß des weiteren ein Viskositätsanstieg des Nagellackes im Verlaufe der Zeit nicht 2u beobachten ist.
Bezüglich des Glanzes der Nagellacke ist zu bemerken, daß gute Ergebnisse erzielt wurden, mit Ausnahme des Nagellackes des Vergleichsbeispieles 3, der unter Verwendung des Geles des Vergleichsbeispieles 1 hergestellt wurde, d*s keiner Mahlbehandlung unterworfen wurde.
Es ist bekannt, daß, wenn das Mischungsverhältnis des polaren Lösungsmittels im Nagellack erhöht wird, die thixotropen Eigenschaften des Nagellackes in vorteilhafter Weise verbessert werden.
909850/0529
Dies bedeutet, daß ein erfindungsgemäßer Nagellack den weiteren Vorteil hat, daß die Beschichtungseigenschaften desselben gut sind und daß der Nagellack gleichmäßig und gleich auf die Oberfläche eines Fingernagels mittels eines Auftragspinsels aufgebracht werden kann.
Um die thixotropen Eigenschaften von erfindungsgemäßen Nagellacken zu veranschaulichen, wurde das Verhältnis der Viskosität des Nagellackes bei sechs Umdrehungen pro Minute zur Viskosität des Nagellackes bei 60 Umdrehungen pro Minute ermittelt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 9 zusammengestellt.
Tabelle 9
Beispiel Nr. Vergleichsbei· 5 6 7 spiel 5
Viskosität bei 6 Umdrehungen pro Minute Viskosität bei 60 Um drehungen pro Minute
Viskosität bei 6 Um
drehungen pro Minute/ λ τ λ ■? a 7 ? q Viskosität bei 60 Um- ' * *'Δ '
Die Viskosität wurde gemessen unter Verwendung eines üblichen Viskometers vom B-Typ, Hersteller Tokyo Keiki Seizosho, Tokio, bei einer Temperatur von 3O0C. Wie sich aus Tabelle 9 ergibt, zeigen die erfindungsgemäßen Nagellacke gute thixotrope Eigenschaften.
Der Nagellack des Vergleichsbeispieles 5 wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise hergestellt, mit der Ausnahme jedoch, daß eine Mischung von 25,45 n-Butylalkohol, 61 Äthylacetat, 21 n-Butylalkohol und 21,0S Toluol als Lösungsmittel verwendet wurde,
Nach Durchführung eines Sicherheitstestes ergab sich, daß die erfindungsgemäßen Nagellacke sicher auf Fingernägel aufgebracht werden können.
909850/0529
Im Falle des Nagellackes von Beispiel 5 (ohne Extra-Toluol) und im Falle des Vergleichsbeispieles 5 Cmit einer großen Menge an Toluol) wurden des weiteren Haut-Verträglichkeitstests mit Meerschweinchen durchgeführt. Die Nagellacke wurden täglich über einen Zeitraum von 10 Tagen auf die Haut von Meerschweinchen aufgebracht. Es zeigte sich keine Veränderung in der Haut im Falle des Nagellackes von Beispiel 5. Im Falle des Nagellackes von Vergleichsbeispiel 5 ergaben sich jedoch bereits nach 5 Tagen nach der ersten Aufbringung des Nagellackes in der Haut Risse und eine Desquamation.

Claims (1)

  1. Reg. Nr. 125 735
    SHISEIDO CO., LTD.-
    5-5, 7-chome, Ginza, Chuo-ku, Tokio / Japan
    Nagellack sowie Gel zur Herstellung desselben
    PATENTANSPRÜCHE
    PATENTANWÄLTE
    H.Bartels
    Dipl.-Chem. Dr. Brandes Dr.-lng.Held
    Dipl.-Phys. Wolff
    8 München 22,ThierschstraBe 8
    Tel. (089) 293297
    Telex 0523325 (patwod) Telegrammadresse:
    wolffpatent, münchen Postscheckkonto Stuttgart 7211 (BLZ 60010070)
    Deutsche Bank AG, 14/28630 (BLZ 60070070)
    Bürozeit: 8-12 Uhr, 13-16.30 Uhr außer samstags
    6. Dezember 1978 25/2
    1. Thixotroper Nagellack, der dispergiert als Gelbildner ein Gel mit:
    (1) 10 bis 30 Gew.-I einer teilchenförmigen Masse, hergestellt durch Vermischen von
    (A) 25 bis 70 Gew.-% eines organisch modifizierten Montmorillonit-Tones,
    (B) 5 bis 70 Gew.-% Nitrocellulose und
    (C) 5 bis 30 Gew.-I einer Substanz, die die Komponente
    (A) zum Quellen zu bringen vermag und die Komponente
    (B) zu Plastifizieren vermag, unter Einwirkung von Wärme und unter Verdichtung und
    (2) 70 bis 90 Gew.-I eines organischen Lösungsmittelgemisches enthält.
    2. Thixotroper Nagellack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser kein aromatisches Lösungsmittel, einschließlich Toluol und Xylol enthält.
    ORIGINAL INSPECTED
    3. Thixotroper Nagellack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser ein dispergiertes Gel enthält, dessen Komponente (C) besteht aus: mindestens einer Verbindung der allgemeinen Formel: HO(RO) H, worin R für einen Rest einer der Forme In:-C2Hr- oder-C,H? steht und m eine Zahl von 3 bis 90 ist, mindestens einer Verbindung der allgemeinen Formel: R1O(RO) H, worin R für einen Rest einer der Formeln-C^H,-oder-C^H^- steht, R1 ein Alkylrest mit 4 bis 20 C-Atomen darstellt und η eine Zahl von 1 bis 50 ist, und/oder mindestens einem Ester einer Dicarbonsäure mit 4 bis 10 C-Atomen und einem aliphatischen kurzkettigen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen.
    4. Gel für die Herstellung eines Nagellackes mit:
    (1) 10 bis 30 Gew.-I einer teilchenförmigen Masse, hergestellt durch Vermischen von:
    (A) 25 bis 70 Gew.-I eines organisch modifizierten Montmorillonit-Tones,
    (B) 5 bis 70 Gew.-0S Nitrocellulose und
    (C) 5 bis 30 Gew.-I einer Substanz, die die Komponente
    (A) zum Quellen zu bringen vermag und die Komponente
    (B) zu Plastifizieren vermag, unter Einwirkung von Wärme und unter Verdichtung und
    (2) 70 bis 90 Gew.-ξ eines organischen Lösungsmittelgemisches.
    5. Gel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als organisch modifizierten Montmorillonit-Ton (A) Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit, Dimethyldioctadecylammoniummontmorillonit oder eine Mischung hiervon enthält.
    6. Gel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Nitrocellulosekomponente (B) Nitrocellulose "1/4 Sekunde", Nitrocellulose "1/2 Sekunde" oder Mischungen hiervon enthält.
    909850/0529
    7. Gel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als Substanz (C) enthält: mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel: HO(RO) H, worin R für einen Rest einer der Formeln-C^Hr oder-CUHr steht und m eine Zahl von 3 bis 90 ist, mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel R1O(RO) H, worin R für einen Rest einer der Formeln-C-Hr oder-C,Hr steht, R1 ein Alkylrest mit 4 bis 20 C-Atomen darstellt und η eine Zahl von 1 bis 50 ist and/oder mindestens einem Ester einer Dicarbonsäure mit 4 bis 10 C-Atomen und einem aliphatischen kurzkettigen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen.
    8. Gel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es als Substanz (C) ein Polyäthylenglykol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 300 bis etwa 4000 enthält.
    9. Gel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es als Substanz (C) einen Polyoxyäthylenlauryläther enthält, der etwa 8 bis 15 addierte Äthylenoxideinheiten aufweist.
    10. Gel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als Substanz (C) einen Polyoxyäthylenstearyläther enthält, der etwa 9 bis etwa 15 Äthylenoxideinheiten addiert enthält.
    11. Gel nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es als organisches Lösungsmittelgemisch ein Gemisch aus (a) mindestens einem der Lösungsmittel Toluol, Xylol und Isoparaffin; (b) mindestens einem Lösungsmittel, bestehend aus Butylacetat, Äthylacetat, Methyläthylketon, Methylisobutylketon, Tetrahydrofuran und Äthylenglykolmonoäthylather und
    (c) mindestens ein Lösungsmittel, bestehend aus Äthylalkohol, Aceton und Isopropylalkohol enthält.
    12. Gel nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es als teilchenförmige Masse eine Masse aus Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit, Nitrocellulose "1/4 Sekunde" und Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von etwa
    300 enthält.
    909850/0529
    13. Gel nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es als teilchenförmige Masse eine Masse aus Dimethylbenzyldodecylammoniummontmorillonit, Nitrocellulose "1/2 Sekunde" und Polyoxyäthylenstearyläther mit neun addierten Äthylenoxideinheiten enthält.
    14. Gel nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es eine teilchenförmige Masse mit Dimethyldioctadecylammoniummontmorillonit, Nitrocellulose "1/2 Sekunde" und Diäthyladipat enthält.
    909850/0529
DE2854109A 1978-06-08 1978-12-14 Nagellack Expired DE2854109C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP6908778A JPS54160753A (en) 1978-06-08 1978-06-08 Nail enamel

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2854109A1 true DE2854109A1 (de) 1979-12-13
DE2854109B2 DE2854109B2 (de) 1980-09-25
DE2854109C3 DE2854109C3 (de) 1981-11-12

Family

ID=13392448

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2854109A Expired DE2854109C3 (de) 1978-06-08 1978-12-14 Nagellack

Country Status (8)

Country Link
US (1) US4222908A (de)
JP (1) JPS54160753A (de)
CA (1) CA1109763A (de)
DE (1) DE2854109C3 (de)
FR (1) FR2427819A1 (de)
GB (1) GB2028851B (de)
IT (1) IT1104582B (de)
NL (1) NL7812169A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005048040A1 (de) * 2005-10-07 2007-04-12 Hagedorn Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Lackrohstoffes

Families Citing this family (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2516791B1 (fr) * 1981-11-24 1986-08-29 Oreal Vernis a ongles contenant en tant que resine du polytetrahydrofuranne
JPS62111909A (ja) * 1985-11-09 1987-05-22 Shiseido Co Ltd 美爪料
JPS62192310A (ja) * 1986-02-18 1987-08-22 Shiseido Co Ltd 美爪料
WO1993012762A1 (fr) * 1988-03-22 1993-07-08 Yoshikazu Soyama Preparation destinee au soin des ongles
JP2554522B2 (ja) * 1988-03-22 1996-11-13 株式会社資生堂 美爪料
US5206011A (en) * 1989-02-16 1993-04-27 Amalia Inc. Quick-drying nail enamel compositions
US5093108A (en) * 1989-02-16 1992-03-03 Amalia, Inc. Quick-drying nail enamel compositions and method for coating a surface
WO1992010160A1 (en) * 1990-12-14 1992-06-25 Amalia, Inc. Quick-drying creme pigmented nail enamel compositions and method for coating a surface
US5882636A (en) * 1997-07-21 1999-03-16 Tevco, Inc. Phthalate free nail polish enamel composition
US6537530B2 (en) 2001-01-26 2003-03-25 Tevco, Inc. Phthalate free nail polish enamel composition employing novel plasticizers
US20040185018A1 (en) * 2003-02-03 2004-09-23 Patil Anjali Abhimanyu Nail enamelcompositions and methods
FR2897261B1 (fr) * 2006-02-13 2012-08-24 Oreal Vernis a ongle de texture gelifiee
US20070189996A1 (en) * 2006-02-13 2007-08-16 L'oreal Nail compositions in gelled form
US20070189995A1 (en) * 2006-02-13 2007-08-16 L'oréal Custom-colored nail compositions
WO2010024332A1 (ja) * 2008-08-29 2010-03-04 東洋インキ製造株式会社 水性ネイルエナメル用分散体の製造法
US9248091B2 (en) 2013-05-17 2016-02-02 Mycone Dental Supply Co., Inc. Nail polish composition and method of making a nail polish
LU100762B1 (fr) * 2018-04-05 2019-10-07 Int Lacquers S A Activateur d'argiles

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3422185A (en) * 1968-06-10 1969-01-14 Alexander M Kuritzkes Nail enamel composition containing quaternary ammonium cation modified montmorillonite clays

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1878477A (en) * 1928-05-23 1932-09-20 Ellis Foster Co Keratin enameling composition
US3257279A (en) * 1962-07-31 1966-06-21 Schain Philip Water-soluble medium for tissue infiltrating and embedding
US3422165A (en) * 1964-12-08 1969-01-14 Union Carbide Corp Isocyanate and isothiocyanate compositions and polyurethanes thereof
US3407160A (en) * 1965-10-19 1968-10-22 Baker Castor Oil Co Rheological agents
US3864294A (en) * 1972-11-02 1975-02-04 Chesebrough Ponds Gelled coating compositions and method of making same

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3422185A (en) * 1968-06-10 1969-01-14 Alexander M Kuritzkes Nail enamel composition containing quaternary ammonium cation modified montmorillonite clays

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005048040A1 (de) * 2005-10-07 2007-04-12 Hagedorn Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Lackrohstoffes

Also Published As

Publication number Publication date
FR2427819B1 (de) 1982-01-29
DE2854109C3 (de) 1981-11-12
IT1104582B (it) 1985-10-21
US4222908A (en) 1980-09-16
CA1109763A (en) 1981-09-29
FR2427819A1 (fr) 1980-01-04
JPS6115845B2 (de) 1986-04-26
JPS54160753A (en) 1979-12-19
NL7812169A (nl) 1979-12-11
IT7830779A0 (it) 1978-12-13
GB2028851B (en) 1982-10-27
DE2854109B2 (de) 1980-09-25
GB2028851A (en) 1980-03-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2854109C3 (de) Nagellack
DE69723347T2 (de) Beschichtete SiO2-Teilchen
DE2345560C3 (de) Thixotropes Überzugsmittel
DE69315306T2 (de) Rheologisches Additiv enthaltend Castor-Öl Derivate
DE69300206T2 (de) Umweltfreundliche, wässrige Konzentraten zur Färbung von Anstricher und dergleichen.
DE1745208C3 (de) Haarfestiger
DE69402485T2 (de) Neue Polyester-Polyurethane, ihr Herstellungsverfahren, aus diesen Polyester-Polyurethanen hergestellter Pseudolatex sowie dessen Verwendung in kosmetischen Zusammensetzungen
DE69600181T3 (de) Verwendung von kolloidaler Kieselsäure zur Verstärkung von keratinischen Fasern
DE69413773T2 (de) Kosmetisches Mittel enthaltend ein epoxydiertes Öl als Weichmacher
DE69032884T2 (de) Gefärbte metallpigmente
DE69429923T2 (de) Verwendung von acrylblockcopolymere als netzmittel und/oder dispergiermittel für feststoffteilchen und die daraus hergestellten dispersionen
CH674459A5 (en) Low viscosity nail polish compsn.
DE2220836A1 (de) Verfahren zum UEberziehen von Titandioxydpigmenten mit wasserhaltigen Oxyden
DE2111990A1 (de) Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von Titandioxydpigmenten und Titandioxydpigment
DE2641353A1 (de) Additiv zur beeinflussung der fliesseigenschaften von nichtwaessrigen fluiden systemen
DE3737047A1 (de) Zubereitung auf basis von titan-chelaten von diolen und von titanacylaten
EP0318642A2 (de) Aluminium-Magnesium-Hydroxi-Fettsäure-Verbindung enthaltende Gelzusammensetzumg
EP0038900B1 (de) Verfahren zur Herstellung pyrogener Kieselsäure
DE2244462A1 (de) Titanchelate
DE1814569B2 (de) Titandioxydpigment mit verbesserter Benetzbarkeit in Überzugszusammensetzungen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2619642A1 (de) Russ-zusammensetzungen und russhaltige zusammensetzungen und verfahren zu deren herstellung
EP0523357B1 (de) Oberflächenmodifiziertes plättchenförmiges Substrat mit verbessertem Absetz- und Aufrührverhalten
DE2702425A1 (de) Fluessige, copolymerisierbare polyesterharzaufbereitungen und verfahren zu ihrer herstellung
DE2442678A1 (de) Titandioxid-pigment
DE69303664T2 (de) Anwendung eines Arylsulfonylurethans als verstärkendes Harz in cellulosem Nagellackmittel-Arylsulfonylurethane und cellulose Nagellackmittel

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8380 Miscellaneous part iii

Free format text: VORNAME DES 3. ERFINDERS AENDERN IN: MOTOKIYO

8339 Ceased/non-payment of the annual fee