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Feuermelder
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Feuermelder nach deIa Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Ein derartiger Feuermelder ist aus der DE-AS 26 31 454 bekannt. Hierbei
hat der dem Wandler nachgeschaltete, eingangsseitige Verstärker reines P-Verhalten,
ihm ist ein weiterer Verstärker nachgeschaltet, der als Verzögerungsglied 1. Ordnung
geschaltet ist, und zwischen den Ausgang und den Eingang des von diesen beiden Verstärkern
gebildeten Vorwärtszweiges ist ein Rückkopplungszweig geschaltet, der von einem
Integrator gebildet ist. Hierdurch ist insgesamt cin aktives Bandpaßfilter gebildet,
dessen Durchlaßbereich d.lll in der Praxis auftretenden Flackerfrequenzbereich entsplicht,
d.h. denjenigen Frequenzen, die beim Flackern der Flämmen eines Feuers vor allem
auftreten.
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Auch bei anderen Flammlenr.eldern, die das spezifische zeiLilche Verhalten
von flackernden Flammen auswerten, beispieiweise nach der Dt-AS 10 24 851, der DE-OS
22 04 718 oder: der US-PS 29 81 939, wird das Meßsignal mittels eines Tiefpasses
oder eines entsprechend wirkenden, schmalbandigen Verstärkers auf den Flackerfrequenzbereich
eingeschränkt.
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Bei allen vor stehend genannten, bekannten Flammenmeldern können einzelne
Funken im allgemeinen nicht erfaßt und gemeldet werden, da bei schnell den Gesichtskreis
des Wandlers durcIifliegenden Funken die entstehenden Meßsignaländerungen außerhalb
des Flackerfrequenzbereichs liegen und unterdrückt werden, während langsam fliegende
Funken im allgemeinen zu einer Meßsignaländerung von so geringer Amplitude führen,
daß auch diese nicht ausgewertet wird.
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Es sind weiter auch für Strahlungsänderungen empfindliche Feuermelder
bekannt, bei denen das Meßsignal nich-t oder praktisch nicht gefiltert wird und
bei denen ein Meldesignal in
Abhängigkeit davon ausgelöst wird,
daß das Meßsignal einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Ein solcher Feuermelder
geht beispielsweise hervor aus der DE-OS 24 54 196, Fig. 3. Derartige Feuermelder
sind grundsätzlich auch zum Erfassen einzelner Funken geeignet. Sie sind jedoch
gegen Störstrahlungen jeder Frequenz sehr empfindlich und reagieren insbesondere
auch unerwünschterweise auf langsame Strahlungsänderungen mit einer Änderung ihrer
Empfindlichkeit.
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Zur Erfassung von Funken, beispielsweise in Rohrieitungen und Schornsteinen,
ist es auch bekannt, in der Laufrichtung der Funken hintereinander mindestens zwei
Wandler anzuordnen, die somit denselben Funken zu unterschiedlichen Zeiten erfassen,
aus den Meßsignalen der Wandler mittels eines Filters nur diejenigen Signalanteile
auszufiltern, die dem Vorbelauf eines Funkens entsprechen, und das so erhaltene
Signal durch Zahlung auszuwerten (DE-AS 23 19 033). Ein derartiger Melder ist zur
Erfassung von Flammen weder bestimmt noch geeignet. Wegen der erforderlichen Anzahl
von mindestens zwei Wandlern und der Kompliziertheit der erforderlichen Schaltung
ergibt sich zudem ein großer Bauaufwand.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zur Erfassung flackernder
Flammen geeigneten Feuermelder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in baulich einfacher
Weise so auszubilden, daß auch einzelne Funken erfaßt werden können, daß der Feuermelder
also ohne konstruktive Änderungen sowohl als Flammenmelder als auch als Funkenmelder
als auch zur Meldung beider Feuererscheinungen Anwendung finden kann. Die Aufgabe
wird gemäß der Erfindung bei einem Feuermelder der genannten Art durch die im Kennzeichenteil
des Anspruchs 1 angegebene Maßnahme gelöst.
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Bei dem Feuermelder gemäß der Erfindung hat der dem Wandler nachgeschaltete,
eingangsseitige Verstärker außer einem P-
Verhalten auch ein D-Verhalten,
bildet also einen PD-Verstärker. Zusammen mit dem nachgeschalteten D-Glied ist hierdurch
ein Filter mit einem besonderen, von einem Bandpaßfllter :-weichenden Verhalten
gebildet. Bei sehr langsamen Änderungen der empfangenen Strahlung, beispielsweise
aufgrund des Wechsels von Tag auf Nacht, läßt das D-Glied die entsprechenden Meßsignaländerungen
nicht durch, so daß keine Auswertung trfolgt. Oberhalb einer unteren Eckfrequenz,
die durch entsprechende Wahl der Elemente des PD-Verstärkers und des D-Glies gewählt
werden kann und der unteren Eckfrequenz des Flackerfrequenzbereichs entspricht,
also beispielsweise zwischen 0,3 Hz und 3 Hz liegt, werden wie bei einem HochpaS
die csignaländerungen durchgelassen, so daß. flackernde Flammen erfaßt werden können.
Zu höheren Frequenzen hin tritt durch dL D-Verhalten des eingangsseitigen Verstärkers
einerseits und dasjenige des D-Glieds andererseits eine doppelte zeitliche Differenzierung
auf, wodurch Impulse im Meßsignal, wie sie durch erfaßte Funken entstehen, gegenüber
Störgrößen und auch flackernden Flammen bevorzugt ausgewertet werden. Insgesamt
ist damit sowohl die Erfassung von Flammen als auch von Funken möglich. Der dazu
erforderliche Bauaufwand ist nur (3ering. Insbesondere kann auch ein einen Integrator
umfassender Rückkopplungszweig entfallen. Weiter ist auch die Auwrtung des am Ausgang
des D-Glieds erhaltenen Signals in Eine facher Weise möglich, beispielsweise durch
eine einfache Schwellenwertauswertung.
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Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnunc;en näher erläutert,
in denen Ausführungsbeispiele dargestellc sind.
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Es zeigt:
Fig. 1 einen Feuermelder gemäß der Erfindung;
Fig. 2 bis 4 Feuermeldeeinrichtungen, die unter Verwendung von Feuermeldern gemäß
der Erfindung aufgebaut sind.
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Der in Fig. 1 in seinem Schaltungsaufbau dargestellte Feuermelder
ist zum Anschluß an eine zweiadrige Linie ausgebildet, auf der im Ruhezustand eine
Linienspannung ansteht und über die das beim Erfassen von Flammen und/oder Funken
erzeugbare Meldesignal in Form einer Stromerhöhung zu einer entfernten Zentrale
übertragbar ist. Mit seiner Anschlußklemme 10 wird der Feuermelder an die positIve
Ader, mit seiner Anschluß klemme 12 an die an Masse liegende Ader der Linie angeschlossen.
Zwischen die Anschlußklemmen 10, 12 ist eine Spannungsversorgungsschaltung 14 geschaltet,
deren einer Ausgangsanschluß auf einem positiven Potential +V gegenüber Masse und
deren anderer Ausgangs anschluß auf einem negativen Potential -V gegenüber Masse
liegt.
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Der Feuermelder weist einen von der Strahlung einer Feuererscheinung,
nämlich flackernden Flammen und/oder Funken, beauf schlagbaren, ein elektrisches
Meßsignal erzeugenden optischelektrischen Wandler in Gestalt eines Fotoelements
16 auf.
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Diesem ist unmittelbar ein eingangsseitiger Verstärker V1 nachgeschaltet.
Dieser Verstärker V1 umfaßt einen Operationsverstärker 18, der zu seiner Leistungsversorgung
an die Spannungsversorgungsschaltung 14 angeschlossen ist, und einen Rückkopplungszweig,
der ihm ein PD-Verhalten gibt. Das Fotoelement 16 ist mit seinem positiven Anschluß
unmittelbar mit dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 18 verbunden,
der weiter über einen Widerstand 20 an das negative Potential -V gelegt ist. Weiter
ist das Fotoelement 16 mit einem Kondensator 22 und einem Widerstand 24 in Reihe
geschaltet, und der dem Fotoelement 16 abgewandte Anschluß des
Widerstands
24 liegt am invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 18. Die dem Operationsverstärker
18 zugeordnete Rückkopplungsschaltung ist gebildet von der Reihenschaltung zweier
Widerstände 26, 28, die zwischen den Ausgang des Operationsverstärkers 18 und dessen
invertierenden Eingang geschaltet ist, und einem Kondensator 30, der zwischen den
Verbindungspunkt der Widerstände 26, 28 und einen Punkt festen Potentials, im Ausführungsbeispiel
das negative Potential -V, geschaltet ist.
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Dem eingangsseitigen Verstärker V1 ist ein D-Glied D ncichgcschaltet.
Dieses ist beim Ausführungsbeispiel passiv ausc;cbildet und besteht aus der Reihenschaltung
eines Kondensators 32, dessen einer Anschluß am Ausgang des Operationsverstärkers
18 liegt, und eines Widerstands 34, dessen dem Kondensator 32 abgewandter Anschluß
mit dem nicht invertierenden Eingang eines nachgeschalteten Operationsverstärkers
36 verbunden ist.
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Anstelle des passiven D-Glieds D könnte auch ein aktives, einen Verstärker
umfassendes D-Glied vorgesehen sein, und zwischen den eingangsseitigen Verstärker
V1 und das D-Glied D kann erforderlichenfalls auch ein P-Glied oder ein reines P-Verhalten
aufweisender Verstärker eingeschaltet sein. Es hat sich jedoch gezeigt, daß das
baulich besonders unaufwendig Ausführungsbeispiel bei den meisten Anwendungsfällen
zur Erfassung von Flammen und Funken ausreicht.
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Der Frequenzgang des eingangsseitigen Verstärkers V1 kann als Produkt
einer Übertragungskonstanten K1 und eines frcquenzabhängigen Ausdrucks G1 angegeben
werden. Für einen PD-Verstärker gilt K1 G1 = K1 p T1 (1 + p T2) (1) 1 + p T2
In
entsprechender Weise gilt für die Übertragungsfunktion des D-Glieds D p T3 2 G2
=K2 2 + p T3 (2).
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1 + p T3 Die Gesamt-übertragungsfunktion von Verstärker V1 und D-Glied
D ist das Produkt der Ausdrücke gemäß den Formeln (1) und (2).
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Durch entsprechende Wahl der Werte der Widerstände 26, 28 und 34 und
der Kondensatoren 30 und 32 kann in einfacher Weise erreicht werden, daß das vom
Fotoelement 16 abgegebene Meßsignal nur bei oberhalb einer unteren Eckfrequenz liegenden
Frequenzen verstärkt wird und daß im Meßsignal auftretende, auf Funken beruhende
Impulse mit hoher Flankensteilheit zweifach zeitlich differenziert und gut durchgelassen
werden.
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Dem D-Glied D ist ein Schwellwertverstärker V2 nachgeschaltet, der
den bereits erwähnten Operationsverstärker 36 umfaßt. Letzterer ist zu seiner Leistungsversorgung
wiederum an die Spannungsversorgungsschaltung 14 angeschlossen. Sein nicht invertierender
Eingang ist außer an das D-Glied D über einen Widerstand 38 mit dem negativen Potential
-V verbunden, wobei der Widerstand 38 einen vielfach höheren Widerstandswert als
der Widerstand 34 des D-Glieds D hat. Der Operationsverstärker 36 ist mittels eines
zwischen seinen Ausgang und seinen invertierenden Eingang geschalteten Widerstands
40 rückgekoppelt, so daß er ein reines P-Verhalten aufweist. Sein invertierender
Eingang ist weiter über einen Vorwiderstand 42 mit dem Abgriff eines Potentiometers
44 verbunden, das von der Spannungsversorgungsschaltung 14 gespeist ist und somit
zwischen dem positiven Potential +V und dem negativen Potential -V liegt. Im Ruhezustand
ist die Ausgangsspannung des Operationsverstärkers 36 negativ, während beim Auftreten
von Meßsignaländerungen infolge von flackernden Flammen oder Funken die Ausgangsspannung
positiv
wird. Dabei wird der Operationsverstärker schon bei geringen Signalamplituden übersteuert,
so daß er im Falle der Erfassung eines Funkens einen positiven Rechteckimpuls und
bei der Einwirkung flackernder Flammen eine Impulsfolge mit entsprechend dem Flackern
der Flammen unterschiedlicher Impulsbreite und unterschiedlichen Impulsabständen
liefert.
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Ein Operationsverstärker 36 mit entsprechend geringer Aussteuerbarkeit
erfordert vorteilhafterweise einen nur sehr geringen Bauaufwand.
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Dem Schwellwertverstärker V2 ist beim Áusführungsbeispiel ein Verzögerungsglied
1. Ordnung T nachgeschaltet, das als T-Glied ausgebildet ist. Es weist zwei Längswiderstände
46, 48 und einen Kondensator 50 auf. Der eine Anschluß des Kondensators 50 ist mit
dem Verbindungspunkt der Län9swiderstandc 46, 48 über einen von Hand betätigbaren
Schalter 52 verbunden, während der andere Anschluß am negativen Potential -V liegt.
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Durch Betätigung des Schalters 52 kann das Verzögerungsglied T wahlweise
wirksam gemacht werden. Dies erfolgt bei der Verwendung des Feuermelders ausschließlich
als Flammenmelder, wenn Störungseinflüsse mit oberhalb einer vorgegebenen oberen
Eckfrequenz liegenden Frequenzen zu erwarten sind. Durch das Wirksammachen des Verzögerungsglieds
T werden nämlich oberhalb der dann vorgegebenen oberen Eckfrequenz liegende Irequenzen
unterdrückt. Bei der Verwendung als Funkenmelder oder zur Erfassung sowohl von flackernden
Flammen als auch von Funken darf dagegen der Schalter 52 nicht geschlossen werden.
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Im übrigen bildet das Verzögerungsglied T eine Ausgestaltung, die
auch bei der Verwendung als Flammenmelder in vielen Anwendungsfällen nicht erforderlich
ist.
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Der Ausgang des Verzögerungsglieds T ist zur Erhöhung des Störabstands
über eine invers gepolte Zenerdiode 53 mit dem Eingang eines Signalgebers S verbunden,
der bei genügender Höhe des Ausgangssignals des Schwellwertverstärkers V2 ein
Meldesignal
in Form einer Stromerhöhung erzeugt. Parallel zum Eingang des Signalgebers S sind
zur Unterdrückung von Störeinflüssen ein Kondensator 54 und ein Widerstand 56 geschaltet,
deren Werte so gering sind, daß sie den Frequenzgang hinsichtlich des Meßsignals
praktisch nicht beeinflussen. Der Verstärker V2, ggf. das Verzögerungsglied T und
die Elemente 52, 54 und 56 bilden zusammen eine Auswerteschaltung mit Schwellwertverhalten,
ohne daß eine sonstige Auswertung des zeitlichen Verlaufs des aus dem Meßsignal
erhaltenen Signals erfolgte. Eine derartige Schwellwertauswertung ist wie beim Ausführungsbeispiel
oder auch in anderer Weise mit baulich besonders unaufwendigen Mitteln möglich.
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Der zwischen die Klemmen 10, 12 geschaltete Signalgeber S weist beim
Ausführungsbeispiel einen vom Eingangssignal steuerbaren Transistor 58 auf, dessen
Hauptstromstrecke in Reihe mit einem Strombegrenzungswiderstand 60 zwischen die
Klemmen 10, 12 geschaltet ist. Beim Vorliegen flackernder Flammen und/oder eines
Funkens wird der Transistor 58 leitend gesteuert, so daß über den Strombegrenzungswiderstand
60 und den Transistor 58 ein Strom fließt, der als Stromerhöhlung der Linie in einer
Signalzentrale auswertbar ist. Anstelle des Transistors 58 und des Strombegrenzungswiderstands
60 kann auch eine gleichartig wirkende, sich nicht selbst verriegelnde (in Selbsthaltung
gehende) Schaltung vorgesehen sein, die mehr als einen Transistor umfaßt.
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In Fig. 2 ist eine Feuermeldeeinrichtung gezeigt, bei der mehrere
Feuermelder M der in Fig. 1 dargestellten Art parallel zueinander an eine Linie
L angeschlossen ist, die zu einer entfernt von den Feuermeldern M angeordneten SignaI-zentrale
Z führt und dort mit einer Gleichspannung als Linienspannung gespeist ist; einfachheitshalber
ist als Spannungsquelle eine Batterie B dargestellt. In eine der beiden Adern der
Linie L ist in der Signalzentrale Z ein Strommeßglied
62 eingeschaltet,
dessen Ausgangssignal SchwellWertschalter 64, 66 beaufschlagt. Der Schwellenwert
des Schwellwertschalters 64 ist so gewählt, daß er gerade eben dann überschritten
wird, wenn ein einziger Feuermelder M ein Mel designal in Form einer Stromerhöhung
erzeugt. Das in diesem Fall vom Schwellwertschalter 64 abgegebene Ausgangssignal
ist das Voralarmsignal-VA, das eine Warnung, jedoch noch keine Löschmaßnahmen auslöst.
Der Schwellenwert des weite ren Schwellwertschalters 66 ist höher als derjenige
des Schwellwertschalters 64 und so gewählt, daß er gerade eben dann überschritten
wird, wenn gleichzeitig zwei Feuermeldcr M ein Meldesignal erzeugen. Das dann vom
Schwellwertschalter 66 abgegebene Ausgangssignal beaufschlagt ein Zeitglied 68(
Sofern das Ausgangssignal des Schwellwertschalters 66 führend einer vorgegebenen
Dauer T ansteht, erzeugt das Zeitglied 68 ein Ausgangssignal als Feueralarmsignal
F, das Löchmaßnahrnen auslöst. Die Löschung erfolgt so lange, bis die zuvor erfaßt
ten Flammen. und/o-der Funken nicht mehr erfaßt werden, Worauf das Meldesignal und
das Feueralarmsignal F wieder fortfallen.
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Bei der Feuermeldeeinrichtung gemäß Fig. 2 wird das Fuer alarmsignal
F zwar in bekannter Weise in Zwei-Melder-Abhällgigkeit, jedoch in zusätzlicher (konjunktiver)
Abhängigkeit auch davon erzeugt, daß die beiden angesprochenen Feuermelder während
einer vorgegebenen Zeitdauer gleichzeitig ein xeldeSi nal abgegeben haben. Hierdurch
wird eine zusätzliche Sicherheit gegen Störeinflüsse und insbesondere gegen eine
Ltilschliche, kurzzeitige Abgabe des Meldesignals erzielt, Die l;.uer melder M können
daher so empfindlich ausgebildet werden, daß bereits unmittelbar nach dem Erfassen
einer flaclçernden Flamme oder eines Funkens ein Meldesignal abgegeben wird; i1ierin
liegt ein weiterer Grund, warum die Auswerteschaltung der Feuermelder M mit einem
einfachen Schwellwertverhalten auskommt, ohne daß eine komplizierte Auswertung des
zeitlichen Verlaufs des Meßsignals erforderlich wäre.
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Bei der Feuermeldeeinrichtung gemäß Fig. 3 ist eine zweite Linie L'
an die Signalzentrale Z angeschlossen. In die eine Ader der zweiten Linie L' ist
ein Strommeßglied 62' eingeschaltet, das in seiner Funktion dem Strommeßglied 62
entspricht. Den Strommeßgliedern 62, 62' sind die Schwellwertschalter 64, 64' nachgeschaltet,
die beim Ansprechen eines einzigen Feuermelders M der entsprechenden Linie L bzw.
L' ein Ausgangssignal abgeben. Ein beiden Schwellwertschaltern 64, 64' nachgeschaltetes
ODER-Glied 70 gibt das Voralarmsignal VA immer bereits dann ab, wenn ein einziger
an eine Linie L oder L' angeschlossener Feuermelder M ein Meldesignal erzeugt. Ein
weiter beiden Schwellwertschaltern 64, 64' nachgeschaltetes UND-Glied 72 gibt dagegen
ein Ausgangssignal nur dann ab, wenn sowohl ein an die Linie L angeschlossener Feuermelder
M als auch ein an die zweite Linie L' angeschlossener Feuermelder M angesprochen
hat. In diesem Falle wird wieder das Zeitglied 68 beaufschlagt, das nach Ablauf
einer vorgegebenen Dauer das Feueralarmsignal F abgibt. Das Feueralarmsignal wird
somit nicht nur nach der bekannten Methode der Zwei-Linien-Abhängigkeit, sondern
in konjunktiver Abhängigkeit davon erzeugt, daß zwei an jeweils eine der beiden
Linien L, L' angeschlossene Feuermelder F während einer vorgegebenen Dauer T gleichzeitig
ein Meldesignal erzeugt haben.
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Bei dem Ausführungsbeispiel einer Feuermeldeeinrichtung gemäß Fig.
4 ist zur weiteren Erhöhung der Sicherheit gegen Störeinflüsse sowohl die Methode
der Zwei-Melder-Abhängigkeit als auch die Methode der Zwei-Linien-Abhängigkeit angewendet.
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Den beiden, in ihrer Funktion bereits anhand von Fig. 2 erläuterten
Schwellwertschaltern 64, 66, die der Linie L zugeordnet sind, entsprechen funktionsmäßig
die der weiteren Linie L' zugeordneten Schwellwertschalter 64', 66'. Ein zwischen
das UND-Glied 72 und das Zeitglied 68 geschaltetes weiteres UND-Glied 74 ist an
seinen weiteren Eingängen von den Ausgangssignalen
der Schwellwertschalter
66, 66' beaufschlagbar. Hierdurch wird nach Ablauf der Dauer T ein Feueralarmsignal
Fnur abgegeben, wenn gleichzeitig sowohl zwei an die Linie L angeschlossene Feuermelder
M als auch zwei an die weitere Linie L' angeschlossene Feuermelder M anqesprochen
haben. In Abwandlung hiervon ist es gewünschtenfalls alleS-dings auch möglich, eine
alternative Anwendung der beiden Methoden zu gestatten, indem das UND-Glied 74 durch
ein OD-Glied ersetzt wird. Das Feueralarmsignal F wird dann nach Ablauf der Dauer
T sowohl dann erzeugt, wenn jeweils ein einziger an jede der beiden Linien L, L'
angeschlossener Feuermelder M angesprochen hat, als auch dann, wenn zwei an die
Linie L angeschlossene Feuermelder angesprochen haben, als auch dann, wenn zwei
an die weitere Linie L' angeschlossene Feuermelder M angesprochen haben.
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Das in Fig. 4 vom ODE.R-Glied 70 erzeugbare Signal wird nicht unmittelbar
-als Voralarmsignal VA verwendet, sondern über einen im Ruhezustand geschlossenen
Schalter 76 einem weiteren Zeitglied 78 zugeführt, das erst nach Ablauf der vorgegebenen
Dauer T das.Voralarmsignal VA erzeugt. Durch diese Zeitverzögerung werden auch im
Voralarmsignal VA kurzzeitige, auf Störungsursachen beruhende Meldesignale unterdrückt.
Diese Maßnahme ist auch bei den Feuermeldeeinrichtungen gemäß Fig.
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2 und 3 zusätzlich anwendbar.
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Der Schalter 76 ist bei Vorliegen des Feueralarmsignals r betätigbar
und verhindert dann die Abgabe des Voralarmsi<jnals VA. Auch diese Maßnahme ist
bei den Feuermeldeeinrichtungen gemäß Fig. 2 und 3 zusätzlich anwendbar.
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Eine weitere, in Fig. 4 gezeigte Ausgestaltung zur Unterdrückung von
Störeinflüssen setzt voraus, daß die Feuermela der M abweichend von Fig. 1 einen
Signalgeber aufweisen, der
von der Reihenschaltung der Hauptstromstrecke
eines Thyristors und eines Strombegrenzungswiderstands oder von einer gleichartig
wirkenden, bei Betätigung in Selbsthaltung gehenden Schaltung gebildet ist. In diesem
Falle wird bei einem Ansprechen eines Feuermelders von diesem das Meldesignal erzeugt,
bis der Strom der entsprechenden Linie L bzw. L' unterbrochen wird. Zur Stromunterbrechung
ist ein beiden Linien L, L' gemeinsamer, im Ruhezustand geschlossener Schalter 80
vorgesehen, der vom Ausgangssignal eines UND-Glieds 82 steuerbar ist. Letzteres
erhält an seinem einen Eingang von einem Impulsgenerator 84 erzeugte Impulse, deren
Dauer kurz gegenüber den zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen liegenden Impulspausen
ist. Der andere Eingang des UND-Glieds 82 ist vom Ausgangssignal des ODER-Glieds
70 beaufschlagbar, so daß eine Unterbrechung des Linienstroms nach dem Ansprechen
mindestens eines Feuermelders M in regelmäßigen Abständen so lange erfolgt, wie
dieser Feuermelder M nach einer Stromunterbrechung jeweils erneut anspricht. Die
Abgabe des Feueralarmsignals erfolgt dabei nur dann, wenn während derselben Impulslücke
zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen des Impulsgenerators 84 die geforderten Abhängigkeitsbediangen
während der vorgegebenen Dauer T verwirklicht waren. Diese Dauer T darf höchstens
so groß wie die Dauer einer Impuls lücke sein.
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In Fig. 3 und 4 gezeigte, nicht erwähnte Teile entsprechen gemäß ihren
Bezugszeichen denjenigen vorangehender Figuren.