DE2851691C2 - Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen - Google Patents
Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von AutoreifenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
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- F23G5/027—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment pyrolising or gasifying stage
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Description
IS
Die Erfindung betrifft einen Atfallverbrenncngsofen,
insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen, mit unterhalb einer Schwelzone durch einen bewegbaren
Rost getrennt angeordneten Verbrennungszone, wobei die zum Verschwelen der Abfälle erforderliche Aufheizung
durch Strahlung aus der Verbrennungszone erfolgt und die Schwelgase durch natürliche Konvektion durch
den Rost in die Verbrennungszone gelangen.
Es ist bereits eine Einrichtung zur Verbrennung fester
und gegebenenfalls flüssiger Abfallstoffe mit zwei vertikal übereinander liegenden Kammern, einer
Pyrolyse- und einer an diese unmittelbar unten anschließenden Verbrennungskammer bekannt (DE-AS jo
26 54 041).
Bei dieser bedecken die Abgaskanäle der Verbrennungskammer die Außenwandungen der Pyrolysekammer
derart, daß die Abgaswärme des Verbrennungsvorganges durch die Wandungen der Pyrolysekammer über
kurze Wärmeleitwege bis zum Kern der Abfallschüttung vordringt.
Ferner sind zwischen Pyrolyse- und Verbrennungskammer Schleusenelemente mit geschlossener Oberseite
bewegbar angeordnet, die bei ihrer Bewegung Durchgangsöffnungen unterschiedlicher -Größe für das
Ausschleusen der festen und/oder gasförmigen Pyrolyseprodukte aus der Pyrolysekammer in die Verbrennungskammer
freigeben, wobei Zuführungen für Verbrennungsluft unterhalb der Schleusenelemente in die
Verbrennungskammer münden.
Die Schleusenelemente erfüllen dabei die Aufgabe, einerseits Abfallstoffe zur Bildung eines ausreichenden
Glutbettvolumens zurückzuhalten, diese beim Freigeben des Spaltes infolge ihrer Bewegung nur bis zu einer so
gewünschten Größe in die Verbrennungskammer durchtreten zu lassen, und schließlich eine Zerkleinerung
und/oder Umschichtung der Abfallstoffe bewegungsbedingt in der Pyrolysekammer zu bewirken.
Die bekannte Abfall-Verbrennungseinrichtung setzt insbesondere wegen der störempfindlichen Funktion
der Schleusenelemente eine bestimmte Zusammensetzung und Granulometrie der Abfallstoffe voraus. Feste
und insbesondere größere Bestandteile, die beim Eintreten in den Spalt zwischen den Schleusenelementen
diesen verklemmen könnten, sind als Einsatzgut nicht geeignet. Abfallstoffe wie im wesentlichen
unzerkleinerte Reifen sind in der Einrichtung nicht verbrennbar.
Der unmittelbare Wärmekontakt zwischen Pyrolyse-und Verbrennungskammer durch die von den
Abgaskanälen bedeckten Wandflächen der Pyrolysekammer führt dazu, daß der Schwelvorgang kaum oder
nur mit großem Aufwand und/oder Zeitverzögerung beeinflußt werden und daher nicht gesteuert werden
kann. Infolgedessen ist nach Angaben in der genannten Veröffentlichung für einen ungestörten Verfahrensablauf der Verschwelung bzw. der Verbrennung ein
gewisser mittlerer Heizwert der festen Abfallstoffe Voraussetzung. Gegebenenfalls muß dieser durch
Aufbereitung und Beimischungen von Fremdbrennstoff eingestellt werden. Dies bedingt zusätzlichen Arbeits-
und/oder Materialaufwand und wird daher als ein erhebliches Hemmnis bzw. Nachteil erachtet
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abfallverbrennungsofen der eingangs genannten Gattung,
insbesondere zur zweistufigen Verschwelung und Verbrennung von Abfällen derart auszubilden und zu
verbessern, daß dieser zur problemlosen Verbrennung von Autoreifen und ähnlich sperrigem Abfall geeignet
ist, ohne daß dieser besonders hierfür aufbereitet werden müßte. Weiter wird mit der Verbesserung eine
problemlose Steuerbarkeit des Schwelvorganges mit einfachen Mitteln zum Zwecke einer »sauberen«
Verbrennung angestrebt
Die Lösung der Aufgabe gelingt bei einem Abfallverbrennuegsofen
mit unterhalb einer Schwelzone durch einen bewegbaren Rost getrennt angeordneten Verbrennungszone,
wobei die zum Verschwelen der Abfälle erforderliche Aufheizung durch Strahlung aus der
Verbrennungszone erfolgt und die Schwelgase durch natürliche Konvektion durch den Rost in die Verbrennungszone
gelangen dadurch, daß durch Absenken oder Anheben des Röstens der Schwelvorgang steuerbar ist.
Dadurch, daß zum Steuern des Schwelvorganges eine Beweglichkeit des Rostes absenkbar oder anhebbar
vorgesehen ist, läßt sich auf einfachste und vorteilhaft wirkungsvolle Weise die Einstellung des Abstandes
zwischen Verbrennungszone und Schwelzone verändern und damit der Wärmeübergang von der Verbrennungszone
zur Schwelzone und über diesen die Intensität des Schwelvorganges steuern. Denn über die
Einstellung des wärmeübergangsbestimmenden Abstandes zwischen Schwel- und Brennzone gelingt es
überraschenderweise problemlos, die Verbrennung auch bsi großdimensionierten Abfällen wie Reifen
und/oder Reifenteilen und ähnlichen gerade so einzuregeln, daß sich ein stabiles Wärmegleichgewicht zwischen
Zufuhr und Abfuhr von Wärme bei den Teilvorgängen der gestuften Verbrennung erhalten läßt.
Dies hat mit Vorteil eine geruchs- und/oder rußfreie Verbrennung zur Folge. Mit großem Vorteil kann dabei
auch eine sensitive Regelung sowie eine ohne Unterbrechung des Brennvorganges erfolgende Nachlegung
von brennbarem Abfall durchgeführt werden. Der so ausgestaltete und steuerbare Abfallverbrennungsofen
ist zudem außerordentlich unkompliziert und daher wirtschaftlich herstellbar.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert Es
zeigen
F i g. 1 und 2 einen Abfallverbrennungsofen gemäß der Erfindung in zwei zueinander rechtwinkligen
Vertikalschnitten.
Der Abfallverbrennungsofen besteht aus einem auf Füßen ruhenden Vertikalkessel 1 mit einem abnehmbaren,
gasdichtend abschließenden Deckel 2. Er ist mit einem Boden 3 versehen, der ebenfalls abnehmbar ist
und als Sammler für Asche dient. Im unteren Bereich des Vertikalkessels 1 ist ein heb- und senkbarer Rost 4 zur
Aufnahme des Brenngutvorrates angeordnet. Oberhalb
von diesem befindet sich die Schwelzone 5, darunter die Nachverbrennungszone 6. Der Rost 4 trennt die darüber
liegende Schwelzone 5 von der darunterliegenden Nachverbrennungszone 6. In Höhe der Nachverbrennungszone
6 ragt ein ölzerstäuberbrenner 7a in deren Raum hinein, der zur Einleitung und/oder Unterstützung
des Verbrennungsvorganges dient uad zugleich die Verbrennung von Altöl ermöglicht. Ein Flammenleitrohr
7b ist mittels regelbarer öffnungen 8 einerseits
über einen Kanal 10 mit der Schwclzone 5 in Verbindung,
>.md andererseits mit der freien Atmosphäre. Es dient sowohl zur Zufuhr von zur Verbrennung
erforderlicher Brennluft, als auch zum Ansaugen von Schwelgas aus einem Bereich der Schwelzone oberhalb
des Rostes 4. Dabei werden die Schwelgase durch Injektorwirkung aus der Schwelzone 5 über den Kanal
10 angesaugt Bei Entstehung genügender Mengen von Schwelgasen mit genügend Heizwert für einen autothernien
Schwel-und/oder Verbrennungsvorgang kann infolge dieser Anordnung auf den Einsatz von flüssigem
Zusatzbrennstoff teilweise oder auch gänzlich verzichtet werden. Zur Ableitung der Verbrennungsgase dient
das nach außen führende Rohr 9. An dieses können Wärmeverbraucher angeschlossen werden, z. B. Economiser,
Wärmetauscher für Heizungen oder ähnliches. Hinter dem Wärmeverbraucher schließt sich sodann ein
Kamin für die Verbrennungsgase (nicht gezeigt) an. Der Raum oberhalb des Rostes 4 ist zur Aufnahme von
Brennstoffvorrat im Vertikalkessel 1 bestimmt Als solcher kommen vorzugsweise Altgummi, Papier, oder
ähnliches in Betracht Das Brenngut wird nach Öffnen des Deckels 2 in beliebiger Schichthöhe eingelage^
Durch Wärmeeinstrahlung aus der Verbrennungszone 6 beginnt dessen rostseitige Schicht zu schwelen, wobei
sich eine Schwelzone im Brenngut y.usbildet Zu deren
erfindungsgemäBen Intensitätssteuerung ist der Rost 4,
durch einen Thermostaten gesteuert, heb- und senkbar
angeordnet Wenn die Temperatur im Bereich des Verbrennungsvorganges unzulässig steigt, dann wird
der Ro«t 4 angehoben und damit der Abstand zwischen
der Schwelzone 5 und der Nachverbrennungszone 6 vergrößert, wodurch die Intensität des Schwelvorganges
verringert wird, und umgekehrt. Zur Initialzündung
•o bei Inbetriebnahme wird der Ölzerstäuberbrenner
verwendet und gezündet Dieser heizt die Nachverbrennungszone soweit auf, daß deren Strahlungshitze den
Schwelvorgang auslöst Die über die regulierbaren öffnungen 8 in das Flammenleitrohr Ib eintretende
Brennluft dient neben der zur Zerstäubung des flüssigen Brennstoffs verwendeten Primarluft als Sekundärluft
zur slöchiometrischen Einregelung der Flamme. Sobald
Schwelgase gebildet werden, werden diese durch natürliche Konvektion und infolge Injektorwirkung
über den Kanal 10 bzw. das Flammenleitrohr und gegebenenfalls durch den Rost 4 zur Rammenbildung
herangezogen und ersetzen nach und nach den eingedüsten Brennstoff. Durch die unkomplizierte
Steuerungsmöglichkeit des Verbrennungsvorganges ist man mit Hilfe des heb- und senkbaren Rostes in der
Lage, einen stabilen Gleichgewichtszustand zwischen dem Schwel- und Verbrennungsvorgang einzuregeln.
Infolgedessen kann der erfindungsgemäße Abfallverbrennungsofen empfindlich steuerbar jeder Art von
verbrennbarem Abfall angepaßt werden. Infolge dieser vorteilhaften Eigenschaft kann eine geruchs- und/oder
rußfreie Verbrennung auch mit schwierig pyrolysierbarem
Abfallgut erzielt werden. Damit wird auch sehr vorteilhaft eine mögliche Umweltbelastung minimiert
Claims (1)
- Patentanspruch:Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen, mit unterhalb einer Schwelzone durch einen bewegbaren Rost getrennt angeordneten Verbrennungszone, wobei die zum Verschwelen der Abfälle erforderliche Aufheizung durch Strahlung aus der Verbrennungszone erfolgt und die Schwelgase durch natürliche Konvektion durch den Rost in die Verbrennungszone gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Absenken oder Anheben des Rostes (4) der Schwelvorgang steuerbar ist
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19782851691 DE2851691C2 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen |
| JP15548279A JPS5599515A (en) | 1978-11-29 | 1979-11-29 | Method and device for burning waste |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782851691 DE2851691C2 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2851691A1 DE2851691A1 (de) | 1980-06-12 |
| DE2851691C2 true DE2851691C2 (de) | 1982-12-30 |
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Family Applications (1)
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| DE19782851691 Expired DE2851691C2 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Abfallverbrennungsofen, insbesondere zur Verbrennung von Autoreifen |
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|---|---|---|---|---|
| DE2654041C2 (de) * | 1976-11-29 | 1978-11-09 | Kernforschungsanlage Juelich, Gmbh, 5170 Juelich | Einrichtung und Verfahren zur Verbrennung von Abfallstoffen |
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1978
- 1978-11-29 DE DE19782851691 patent/DE2851691C2/de not_active Expired
-
1979
- 1979-11-29 JP JP15548279A patent/JPS5599515A/ja active Pending
Also Published As
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