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DE2851371B2 - - Google Patents

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DE2851371B2
DE2851371B2 DE2851371B2 DE 2851371 B2 DE2851371 B2 DE 2851371B2 DE 2851371 B2 DE2851371 B2 DE 2851371B2
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DE
Germany
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same
alkyl
halide
halides
reaction
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Pending
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English (en)

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Description

Ketone sind wertvolle Zwischen- und Endprodukte auf zahlreichen wichtigen Fachgebieten, z. B. auf dem Gebiet der Farbstoffe, der Pflanzenschutzmittel, der Pharmazeutika und Lösungsmittel etc.
Zur Herstellung von Ketonen ist eine Reihe von klassischen Methoden bekannt Eine neuere Methode geht von Carbonsäurehalogeniden aus, welche mit aluminiumorganischen Verbindungen (Al-Alkyle und Alkyl-Al-halogenide) zu den jeweiligen Ketonen umgesetzt werden.
Als Lösungsmittel für diese Umsetzung hat man zunächst Benzol verwendet, worin man die Reaktion bei Temperaturen bis zu 800C durchführte [J. Am. Chem. Soc. 73, 2854-56 (1950)]. Für diese Methode sind zwar ziemlich hohe Ketonausbeuten angegeben, doch läßt es sich hier nicht vermeiden, daß infolge der katalytischen Wirkung der verwendeten Al-Verbindungen auch Friedel-Crafts-Acylierungen des Lösungsmittels Benzol stattfinden, wodurch natürlich nicht unerhebliche Ausbeuteverluste eintreten und sich u. U. Schwierigkeiten bei der Abtrennung und Reinigung des gewünschten Ketons ergeben können.
Zur Vermeidung von Friedel-Crafts-Acylierungen des Lösungsmittels hat man das Lösungsmittel Benzol dann durch aliphatische Kohlenwasserstoffe (Pentan, Hexan etc.) ersetzt [Fette—Seifen—Anstrichmittel 64,881 -86 (1961)]. Die Reaktionstemperatur soll hier aber nicht wesentlich höher als O0C liegen, da andernfalls infolge vermehrter Bildung von Nebenprodukten die Ausbeute an dem gewünschten Keton absinken soll.
Bei der Erprobung weiterer, möglichst noch günstigerer Lösungsmittel hat man schließlich als »Lösungsmittel der Wahl« das Methylenchlorid CH2Cl2 gefunden [Tenside 4, 167-71 (1967); Organometalic Chemical Reviews A, S. 67-136, insbesondere S. 55/56 (1968); Houben Weyl, Bd. VII/2a, 4. Aufl., Ketone, Teil I, S. 573—575 (1973)1 Dieses Lösungsmittel besitzt gegenüber den vorher als Lösungsmittel verwendeten aromatischen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen den Vorteil, daß darin praktisch alle Reaktionspartner und Endprodukte löslich sind. Die Reaktionstemperatur soll auch bei dieser Verfahrensweise nicht höher als etwa 0°C — möglichst jedoch darunter — sein, da — wie in der einschlägigen Literatur mehrfach deutlich hervorgehoben ist — bei Temperaturen über etwa 00C unerwünschte Nebenreaktionen immer stärker zunehmen ^nd damit natürlich die Ausbeute an den gewünschten Ketonen immer weiter abnehmen sollen.
Nach dem einschlägigen Stand der Technik bestand also — sofern man keine beträchtliche Ausbeuteverminderung in Kauf nehmen wollte — ein klares Vorurteil dagegen, die bekannte Ketonsynthese aus Carbonsäurehalogeniden und Al-organischen Verbindungen in CH2Cl2 bei Temperaturen über etwa 00C durchzuführen. Andererseits muß aber zwecks Einhaltung der
ι ο erforderlichen tiefen Reaktionstemperaturen wegen der exothermen Umsetzung ein nicht unerheblicher Kühlungsaufwand getrieben werden. Wegen des ansonsten guten Verlaufs und der guten Ausbeuten sowie der Möglichkeit, nach dieser Methode auf andere Weise nicht oder schwer erhältliche Ketone herstellen zu können, war es daher wünschenswert und bestand die
Aufgabe, die Methode noch zu verbessern und
möglichst wirtschaftlicher zu gestalten.
Diese Aufgabe konnte erfindungsgemäß in einfacher
und ausgezeichneter Weise dadurch gelöst werden, daß man die fragliche Umsetzung bei Temperaturen, bei welchen die Wärmeabfuhr wesentlich wirtschaftlicher vorgenommen werden kann, d. h. im Bereich zwischen etwa 20 und etwa 60° C, durchführt Überraschender-
:i weise treten die von der einschlägigen Literatur vorhergesagten verschlechterten Ausbeuten (gegenüber der Durchführungsweise bei Temperaturen um oder unter 00C) nicht — oder jedenfalls nicht in einem ins Gewicht fallenden Ausmaß — ein. In vielen Fällen
jo wurde sogar eine erhebliche Ausbeutesteigerung festgestellt Die Erfindung hat somit ein klares technisches Vorurteil überwunden und gleichzeitig ein bekanntes vorteilhaftes Verfahren noch vorteilhafter und wirtschaftlicher gemacht.
Erfindungsgegenstand ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Ketonen durch Umsetzung von Carbonsäurehalogeniden, die keine weiteren funktionellen Gruppen besitzen, welche mit Al-Alkyl oder Alkyl-Al-halogeniden in unerwünschter Weise reagieren können, mit Al-Alkylen oder Alkyl-Al-halogeniden, gegebenenfalls in Gegenwart eines Aluminiumhalogenids, in CH2Cl2 als Lösungsmittel und Zersetzung des entstehenden Ketonkomplexes mit Wasser, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Umsetzung im Temperaturbereich von etwa 20 bis etwa 400C unter Normaldruck und im darüberliegenden Temperaturbereich bis etwa 60° C unter autogenem (Über-)Druck durchführt.
Das Verfahren eignet sich zur Herstellung aller möglichen Ketone. Voraussetzung ist lediglich, daß die Ausgangs-Carbonsäurehalogenide keine weiteren funktionellen Gruppen besitzen, welche mit Al-Alkylen oder Alkyl-Al-halogeniden in unerwünschter Weise reagieren können. Ansonsten können die Carbonsäurehalogenide aliphatischer, aromatischer, araliphatischer oder heterocyclischer Natur sein und sowohl eine oder mehrere Säurehalogenidgruppen besitzen. Bevorzugte Carbonsäurehalogenide sind solche, welche von der allgemeinen Formel
R1COX
umfaßt werden, in welcher
h-, R1 = a) ein gesättigter oder ungesättigter, verzweigter oder unverzweigter aliphatischer Rest, vorzugsweise mit 4 bis 20, insbesondere mit 4 bis 8 C-Atomen;
b) ein gegebenenfalls ein- oder mehrfach substituierter Aryl-, vorzugsweise Phenylrest; wenn der Aryl- bzw. Phenylrest substituiert ist, ist er dies vorzugsweise 1- oder 2mal, und zwar hauptsächlich durch Ci-CVAlkylreste — insbesondere CHa —, Halogen, insbesondere Cl, Br, -NO2, COOR' (R'=Ci-C4-AIlCyI, vorzugsweise CH3), Sulfamoyl SO2NH2 oder SO2NR"R'" (R" und R'"=organische Reste) etc.
c) ein Aralkylrest, dessen aromatischer Teil vorzugsweise ein Phenylrest ist und in gleicher Weise 1- oder mehrfach substituiert sein kann wie der unter b) genannte Arylrest, und dessen aliphatischen Teil vorzugsweise 1 —3 C-Atome besitzt, oder
d) ein hßterocyclischer — vorzugsweise O- und/oder S-haltiger heterocyclischer — Rest, insbesondere Furyl- oder Thiophenylrest, und
X = Halogen (Cl, Br, J), vorzugsweise Cl.
Als konkrete Ausgangs-Carbonsäurehalogenide seien in beispielhafter Weise genannt:
n-Butyrylchlorid n-Octadecansäurechlorid
3,3-Dimethylacrylsäurechlorid
Benzoylchlorid
o-Chlorbenzoylchlorid
p-Chlorbenzoylchlorid x>
S-Chlor-S-methylbenzoylchlorid
2,6-Dichlorbenzoylchlorid
m-Brombenzoylchlorid
p-Brombenzoylchlorid
p-Methylbenzoylchlorid v,
p-tert-Butyl-benzoylchlorid
p-Nitrobenzoylchlorid
p-Carbomethoxybenzoylchlorid m-Carbobutoxybenzoylchlorid
Phenylessigsäurechlorid
4-Chlorphenylessigsäurechlorid
Zimtsäurechlorid
4-Chlorzimtsäurechlorid
Furan-2-carbonsäurechlorid Thiophen-2-carbonsäurechlorid etc.
Für die Umsetzung mit den Carbonsäurehalogeniden nach dem erfindungsgemäOen Verfahren werden Al-Alkyle und Alkyl-AI-halogenide der allgemeinen Formel v)
R2AlX3. „
verwendet, worin
R2 = gesättigter verzweigter oder unverzweigter Alkylrest, vorzugsweise mit 1 bis 12, insbesondere mit ί bis 3 C-Atomen;
X = Halogen (Cl, Br, J), vorzugsweise Cl und η =1, 1,5, 2 oder 3, vorzugsweise 1,5 ( = A1- bo sesqui-Halogenide).
Unter diese Formel fallende konkrete Verbindungen sind z. B.
Methylaluminiumdichlorid, Methylaluminiumsesquichlorid, Dimethylaluminiumchlorid, Trimethylaluminium, Äthylaluminiumsesquichlorid, Äthylaluminiumsesqui-jodid, Tri-n-propyl-aluminium, Tii-n-hexyl-aluminium,
n-Hexylaluminiumdichlorid,
n-Dodecyl-aluminiumdibromid etc.
Wenn bei dem Verfahren zusätzlich zu den Al-Alkylen oder Alkyl-Al-halogeniden noch ein Aluminiumhalogenid verwendet wird, ist es bevorzugt, ein Al-Halogenid mit dem gleichen Halogenrest wie das Alkyl-Al-halogenid einzusetzen. Da als Alkyl-Al-halogenide Chloride bevorzugt sind, ist als Aluminiumhalogenid auch AICI3 bevorzugt
Die Verwendung eines Aluminiumhalogenide zusätzlich zu dem jeweiliger. Al-Alkyl oder Alkyl-Al-halogenid geschieht mit dem Zweck, möglichst alle Alkylgruppen des Al-Alkyls oder Alkyl-Al-halogenids für die Umsetzung mit dem entsprechenden Carbonsäurehalogenid auszunutzen. Die bei dem Verfahren gebildeten Ketone bilden nämlich mit den Al-Alkylen und Alkyl-AI-halogeniden ziemlich stabile Komplexe, wodurch dann die Alkylgruppen der Al-organischen Verbindungen für die weitere Umsetzung mit dem Carbonsäurehalogenid nicht mehr zur Verfügung stehen. Da Al-Halcgenide wie etwa AICI3 stärkere Lewis-Säuren sind als Al-Alkyle und Alkyl-Al-halogenide, verdrängen sie diese aus den Komplexen und machen sie daher für die weitere Umsetzung mit den Carbonsäurehalogeniden verfügbar. Daher ist es bevorzugt, pro Äquivalent Carbonsäurehalogenid (ein Äquivalent eines nur eine COX-Gruppe enthaltenden Carbonsäurehalogenids = i Mol)
a) etwa 1 Mol Alkyl-AI-dihalogenid R2AlX2
(und kein Al-Halogenid)
b) etwa '/2 Mol Dialkyl-AI-halogenid
R2 2AlX + etwa Ui Mol Al-Halogenid
c) etwa Vi Mol Alkyl-AI-sesqui-Halogenid
R2ijAlX,j+ etwa 1A Mol Al-Halogenid oder
d) etwa '/3 Mol Trialkyl-Al R2jAI + etwa 2A Mol
Al-Halogenid
zu verwenden. Dabei ist es günstig, wenn die Al-organische Verbindung in etwa 5%igem Überschuß eingesetzt wird. Höhere Überschüsse bringen keinen Vorteil. Das gleiche gilt im Prinzip auch für das Al-Halogenid. >
Besitzen die Carbonsäurehalogenide solche Substituenten (wie z. B. Ketongruppen), die mit Al-organischen Verbindungen stabile Komplexe bilden, so werden pro Substituent ein Äquivalent an Al-organischer Verbindung oder an Al-Halogenid zusätzlich benötigt
Das Verfahren wird zweckmäßig so durchgeführt, daß man CH2Cl2 vorlegt und darin das Al-Halogenid — falls ein solches erforderlich ist — suspendiert. Anschließend wird unter sorgfältigem Sauerstoffausschluß die für den Ansatz berechnete Menge Al-Alkyl oder Alkyl-Al-halogenid zugefügt In diese Mischung läßt man das Säurechlorid so schnell einfließen, daß der einsetzende Methylenchlorid-Rückfluß leicht unter Kontrolle gehalten werden kann. In diesem Fall beträgt die Reaktionstemperatur etwa 40°C. Nach beendeter Zugabe des Säurechlorids wird noch kurze Zeit — im allgemeinen etwa 1 Stunde — nachgerührt.
Wenn man das Säurechlorid langsamer zufließen läßt, reicht die bei der exothermen Reaktion entstehende Wärme u. U. nicht aus, um das CH2Cl2 zum Sieden zu
bringen. In diesem Falle liegt die Reaktionstemperatur dann unter etwa 400C im Bereich zwischen Raumtemperatur (etwa 20° C) und etwa 40° C.
In manchen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, die Reaktion bei Temperaturen über etwa 40° C durchzuführen. Es muß dann allerdings unter Oberdruck gearbeitet werden, wobei die Verwendung eines geschlossenen Gefäßes, in welchem sich bei der höheren Temperatur der entsprechende autogene Druck von selbst einstellt, sinnvoll ist. Die günstigste Durchtührungsweise des Verfahrens ist jedoch im allgemeinen diejenige unter Normaldruck bei der Rückflußtemperatur des CH2Cl2 (etwa 40° C).
Nach beendeter Reaktion wird das Reaktionsgemisch zwecks Zersetzung der entstandenen Keton-Al-Halogenid-Komplexe mit Wasser versetzt, wozu man das Reaktionsgemisch zweckmäßig auf Wasser oder Eis fließen läßt Wegen der dabei entstehenden Wärme beginnt hier das CH2Cl2 normalerweise zu sieden urJd kann abdestilliert oder unter RückHuß gehalten werden. Aus dem mit Wasser behandelten Reaktionsansatz wird dann das gewünschte Keton auf übliche Weise, z. B. durch Destillation, gewonnen.
Nach dem· Verfahren erhältliche bzw. erhaltene Ketone sind beispielsweise:
Hexanon-3
Decanon-4
Nonadecan-2-on Mesityloxid Butyrophenon Propiophenon
o-Chloracetophenon
o-Chlorpropiophenon
m-Chloracetophenon
S-Chlor-S-methylpropiophenon
2,6-Dichloracetophenon
m-Brompropiophenon
p-Bromacetophenon
p-Brompropiophenon
p-Methylacetophenon
p-Methylpropiophenon
p-tert-Butyl-butyrophenon
p-Nitroacetophenon
p-Carbomethoxyacetophenon,
m-Carbobutoxy-butyrophenon
Phenylaceton
l-Phenylbutanon-2
4-Chlorphenylacetophenon
4-Chlorbenzalaceton
2-Acetylthiophen
2-Acetylfuran etc.
Die Ketonausbeute ist bei diesem Verfahren durchweg mindestens etwa genau so hoch wie bei der
herkömmlichen Verfahrensweise, bei welcher (in CH2Cl2) nur bei Temperaturen um oder — vorzugsweise — unter 0°C gearbeitet wurde. In einigen Fällen können wirtschaftliche Ausbeuten sogar nur bei der höheren Reaktionstemperatur erreicht werden. Die war aufgrund der Aussagen Ln der anfangs erwähnten einschlägigen Literatur in keiner Weise zu erwarten und stellt darüberhinaus vor allem wegen des Wegfalls der Notwendigkeit, den Reaktionsaiisatz durch Kühlung um oder unter 0°C zu halten, eine sehr erhebliche betriebliche Verbesserung dar. Im einzelnen können die für den Fortschritt des Verfahrens maßgebenden Gründe wie folgt spezifiziert werden:
a) Durch das Arbeiten "bei höheren Temperaturen, speziell in siedendem Methylenchlorid bei 40° C drucklos oder darüber bei Oberdruck, werden aufwendige Kollisysteme vermieden und es kann die verfahrenstechnisch äußerst einfach zu kontrollierende Verdampfungskühlung durch Rückflußsieden des Lösungsmittels ausgenutzt werden.
b) Reaktionsträge Carbonsäurechloride lassen sich bei der höheren Temperatur injcürzerer Reaktionszeit umsetzen.
c) Bei der höheren Temperatur besteht kaum die Gefahr, daß Verzögerungen bei der Reaktion zu sicherheitstechnisch bedenklichen Konzentrationen an unumgösetzten Reaktanten führen.
Die Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele näher erläutert Falls nicht anders angegeben, wurden sämtliche Erfindungsbeispiele nach folgender Verfahrensweise durchgeführt:
Es wurde CH2Cl2 vorgelegt und darin festes AlCl3 (wasserfrei) suspendiert Anschließend wurde das Alkyl-AI oder Alkyl-Al-halogenid zugefügt In diese Mischung wurde das jeweilige Carbonsäurechlorid so schnell einfließen gelassen, daß der einsetzende CH2C12-Rückfluß unter Kontrolle gehalten werden konnte. Nach beendeter Zugabe wurde 1 Stunde nachgerührt.
Das Reaktionsgemisch ließ man anschließend auf Wasser fließen, wobei durch die exotherme Zersetzungsreaktion das Methylenchlorid zum Sieden kam. Der Ansatz wurde dann durch Destillation weiter aufgearbeitet.
Wenn nicht anders angegeben, wurden jeweils 0,3 Mol Carbonsäurechlorid mit 0,1 Mol AlCl3 und 0,21 Mol (CH3)I15AlCl1J bzw. (C2H5)IjAlCIi,5 in ca. 1 bis 10 g CH2Cl2 pro g Carbonsäurechlorid umgesetzt
Die in die folgende Tabelle neben den Erfindungsbeispielen aufgenommenen Vergleichsbeispiele wurden in gleicher Weise durchgeführt, nur daß der Reaktionsansatz durch Außenkühlung immer auf einer Temperatur um oder unter 0°C gehalten wurde. Die Ergebnisse sind tabellarisch zusammengestellt.
Ausgangs-
Ciirbonsaure-
halogenid
Al-Alkyl-
oder Alkyl-
Al-Ilalogcnid
Al-
Halogenid
Temp. - Ausbeute
<"■» d. Th.)
KJ
OO
CH)(CH))jCOCl (CjH,),.,AICl,., AICI) ca. 40 C 95% Oi
desgl. desgl. desgl. O C (Vergl.) Reakiionsprodukt
Keton
95"/, 371
A) aliphatisch: desgl. In-C1H I))AlCIj
(0,3 Mol)
desgl. ca. 40 C CHj(CHj)jCOCjH, 88%,
CH,
\
C = CH-COCl
CH,
desgl.
desgl. (CH,),,A1CI,., AICI) ca. 40 C CHj(CHj)JCOC1H,, 94"»
COCI
I
desgl. desgl. O C (Vergl.) CH,x
ώ C = CH-CO-CH,
CH,
desgl. (CHjJijAICIu AICl) ca. 40 C desgl.
3) aromatisch: desgl. desgl. desgl. O C (Vergl.) 82"'»
COCI
I Cl
(CjH,),.sAICI|., desgl. ca. 40 C <^OV- CO — CH) 95%
desgl.
(CH))I15AlCI,., AICI) ca. 40 C <^Ö^—CO- C.H, 98",»
<^o\- CO — CH,
desgl. desgl. desgl.
desgl. COCI
Cl
desgl. desgl. desgl.
22-25 C Cl -CO — CjH
desgl. 60 C/2 bar desgl.
desgl. O C (Vergl.) desgl.
desgl. ca. 40 C desgl.
desgl.
Cl
desgl.
(CHj)115AICI,.,
CHjAICIj
ca. 40 C
ca. 40 C
CO —CH,
Cl
desgl.
Fortsetzung
Bi aromatisch:
Ausgangs-
Carbonsäure-
halogenid
COBr
ei
COCl
CHj Cl
COCI
ei I ei
O V
COCl
Br COCl
Br
desgl.
COCl
CH,
desgl.
Al-Alkyl-
oder Alkyl-Al-Halogenid
Al-Halogeni^
Temp.
Reaklionsprodukt
Keton
Ausbeute (",» d. Th. I
(CHj)1AlBr
(0,15 Mol)
(CHj)L5AlCl1.,
(CHj)L5AICI1.,
(CjHj)LjAICI1.,
AIBr,
(0.15 Mol)
AICl,
AICl,
AICIi
AlClj
desgl.
AICl,
desgl.
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
ca. 40 C
O V-CO-CH,
/Ö^V-CO — CjH,
Cl
Cl
O V-CO- CHj
Cl
O >— CO — C1H5
Br—ς Ο >—CO —CH3 Br—< O >—CO —C2H5 H,C—ζ O )—CO-CH, HiC-< O V-CO —CjH,
96%
9I"„,
96"»
95"»
96",;,
92%
98",»
95':·,
OO CJi
tsetzung
aromatisch:
araliphatisch
Ausgangs-
Carbonsäure-
halogenid
Al-Alkyl- oder Alkyl-Al-Halogenid
Al-Halogenid
Temp.
Reaktionsprodukt Keton
COCI
NOj
COCI
COOCiH5 CHjCOCI
AICl,
O2N-ζ Ο >—COCH,
(0,21 Mol)
(CjH5)L5AICIl5 desgl.
AICl1 (0,4 Mol)
AICl,
desgl. desgl.
H,C,OOC—< O >— CO — CH,
ca. 40 C <QO V-CHj — CO — CH,
ca. 40 C /cT^CH, —CO —CjH.
O C (Vergl.) desgl.
CHj—COCI
Ausbeule (7, d. Th.)
41X
86"» OO
Oi
84"» 371
80".l.
CH = CH-COCl (of (CH1)L5AICl,., AICl, ca. 40 C ci-Zo"
\ /
^-CHj- CO-CH, 85%
/ N/
Cl
Cl
heterocyclisch: [I 11
COCl
COCI (CH1)L5AlCIi., AICl, ca. 40 C ^-CH = CHCO-CH, 88%
(CHj)15AlCI15
(0,21 MoI)
AICI,
(0.2-0.4 Mol)
ca. 40 C -CH, N)
751S.
desgl. desgl. O C (Vergl.) desgl. 0%
(CHj)L5AICIl5
(0,21 Mol)
AlCI,
(0,2-0,4 Mol)
ca. 40 C -CH, 88"»
desgl. desgl. O C (Vergl.) desgl. 15%

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Hersteilung von Ketonen durch Umsetzung von Carbonsäurehalogenide!!, die keine weiteren funktionellen Gruppen besitzen, welche mit Al-Alkylen oder Alkyl-Al-halogeniden in unerwünschter Weise reagieren können, mit Al-Alkylen oder Alkyl-Al-halogeniden, gegebenenfalls in Gegenwart eines Al-halogenids, in Methylenchlorid als Lösungsmittel und Zersetzung des entstehenden Ketonkomplexes in Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung im Temperaturbereich von etwa 20 bis etwa 400C unter Normaldruck und im darüberliegenden Temperaturbereich bis etwa 600C unter autogenem (Über-)-Druck durchführt.

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