DE2850944A1 - Vorschubvorrichtung fuer den materialeinzug fuer maschinen oder vorrichtungen - Google Patents
Vorschubvorrichtung fuer den materialeinzug fuer maschinen oder vorrichtungenInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. H. W-iiccmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
Dipl.-Ing. RA-Veickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
Dr. Ing. H. LisKA 2850944
8000 MÜNCHEN 86, DEN
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Otto Bihler
Schleiferweg 2
8959 Halblech/Füssen
Vorschubvorrichtung für den Materialeinzug für Maschinen oder Vorrichtungen
Die Erfindung betrifft eine Vorschubvorrichtung für den Materialeinzug für Maschinen oder Vorrichtungen mit einem
Einzugsschlitten, der zwischen zwei Endstellungen hin- und herbeweglich ist, mit einer Antriebsscheibe, die mit
im wesentlichen konstanter Winkelgeschwindigkeit antreibbar ist und exzentrisch eine Kurvenscheibe trägt, mit
einem Kurvenfolger, der mit dem Einzugsschlitten in Antriebsverbindung
steht und längs einer durch einen Symmetriepunkt der Kurvenscheibe gehenden Linie geradlinig
verschiebbar geführt ist, derart, daß sich der Kurvenfolger bei einer Umdrehung der Antriebsscheibe
sowohl um deren Drehachse als auch um die hierzu parallele Symmetrieachse der Kurvenscheibe dreht und
dabei seinen Abstand zur Drehachse periodisch ändert,
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nach Patent ... (Patentanmeldung P 27 06 351.O-14).
Bei einer Ausführungsform einer solchen aus dem Hauptpatent
bekannten Vorschubvorrichtung ist der Kurvenfolger in Form einer auf der Steuerfläche der Kurvenscheibe
abrollenden Rolle ausgebildet und mit dem Pleuelkopf einer Pleuelstange verbunden, die die Antriebsbewegung
vom Kurvenfolger auf den Einzugsschlitten überträgt. Besäße die Kurvenscheibe eine kreisrunde
Steuerkurve, dann würde der Pleuelkopf auf einer Kreisbahn um die Drehachse der Antriebsscheibe herumgeführt.
Die dabei erzielte Wegkurve, das ist der vom Einzugsschlitten zurückgelegte Weg aufgetragen über dem
Drehwinkel der Antriebsscheibe, wäre dann sinusförmig.
Wie im einzelnen im Hauptpatent ausgeführt,ist eine
vom Sinusverlauf in bestimmter Weise abweichende Wegkurve erwünscht, damit der Einzugsschlitten den Weg zwischen
seinen beiden Endstellungen rasch zurücklegt, bei Annäherung an eine Endstellung jedoch seine Geschwindigkeit
vermindert und nach Erreichen der Endstellung während einer sogenannten Stillstandszeit unbewegt
bleibt. Eine solche von dem Sinusverlauf abweichende Wegkurve läßt sich in der im Hauptpatent erläuterten
Weise durch eine geeignete Form der Steuerkurve der Kurvenscheibe erreichen.
Damit bei derartigen Vorschubvorrichtungen der Hub des Einzugsschlittens und damit die Vorschublänge verändert
werden kann, ist die Exzentrizität der Kurvenscheibe, d.h. der Abstand zwischen der Drehachse der Antriebsscheibe
und der Symmetrieachse der Kurvenscheibe einstellbar. Zur Erzielung einer jeweils optimalen Weg-
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kurve ist für jede Exzentrizität eine andere Form der Steuerkurve der Kurvenscheibe erforderlich. Innerhalb
eines begrenzten Bereichs der Exzentrizität lassen sich jedoch zufriedenstellende Ergebnisse auch mit ein
und derselben Kurvenscheibe erzielen. Wird jedoch die Exzentrizität über diesen Bereich hinaus verändert,
dann muß bei der bekannten Vorschubvorrichtung die Kurvenscheibe ausgetauscht werden. Abhängig von den
möglichen Exzentrizitätseinstellungen müssen daher verschiedene Kurvenscheiben gefertigt und auf Lager
gehalten werden.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorschubvorrichtung der eingangs bezeichneten Art
so auszugestalten, daß bei Beibehaltung zufriedenstellender Wegkurven ein und dieselbe Kurvenscheibe
für alle möglichen Exzentrizitäten oder zumindest einen größeren Bereich von Exzentrizitäten verwendet
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Kurvenscheibe in verschiedenen Drehstellungen um ihre Symmetrieachse auf der Antriebsscheibe befestigbar
ist und daß die geradlinige Führung des Kurvenfolgers auf verschiedene Richtungen relativ zur Bewegungsrichtung
des Einzugsschlittens einstellbar ist.
Es ist im Hauptpatent im einzelnen dargelegt, daß sich die mit Hilfe der Kurvenscheibe erzielte Wegkurve als
Überlagerung einer sinusförmigen Wegkurve, wie sie sich bei kreisrunder Steuerkurve der Kurvenscheibe ergeben
würde, und einer zusätzlichen Wegkomponente darstellen läßt, welche davon abhängt, wie die Steuerkurve
der Kurvenscheibe von der Kreisform abweicht.
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Um immer die optimale Wegkurve zu erhalten, müssen die
der Exzentrizität entsprechende Amplitude der sinusförmigen
Wegkurve und die der zusätzlichen Wegkomponente in einem bestimmten Verhältnis stehen. Der er'findungsgemäßen
Lösung liegt der Gedanke zugrunde, von der auf der Kurvenscheibe beruhenden Zusatzbewegung je nach Einstellung
einen mehr oder weniger großen Teil als zusätzliche Wegkomponente auf die Pleuelstange und damit
den Einzugsschlitten zu übertragen. Bei der im Hauptpatent beschriebenen Vorschubvorrichtung ist der Kurvenfolger
am Pleuelkopf der Pleuelstange befestigt. Der Pleuelkopf ist mit Hilfe einer Gleitsteinführung in
seiner Längsrichtung geradlinig verschiebbar geführt, so daß eine von der Kurvenform abhängende periodische
Abstandsänderung zwischen der zur Drehachse der Antriebsscheibe parallelen Symmetrieachse der Kurvenscheibe
und einer hierzu parallelen, gedachten Mittelachse des Pleuelkopfes voll auf den Einzugsschlitten
übertragen wird. Wird nun die Richtung der geradlinigen Führung des Pleuelkopfes und damit des an ihm
befestigten Kurvenfolgers gegenüber der Pleuellängsrichtung verdreht, dann wird nur noch ein Bruchteil
der in dieser Richtung erfolgenden Bewegung des Kurvenfolgers auf den Einzugsschlitten übertragen. Dieser
Bruchteil ist gleich dem Cosinus des Winkels zwischen der Pleuellängsachse und der Richtung, in der der
Kurvenfolger verschiebbar geführt ist. Erreicht dieser Winkel 9o , wird also der Kurvenfolger gegenüber der
Kurvenscheibe geradlinig in einer Richtung geführt, die senkrecht zur Längsachse des Pleuels ist, dann
kann die Kurvenscheibe keinen nennenswerten Einfluß mehr auf die Wegkurve des EinzugsSchlittens ausüben.
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Zusätzlich zur Möglichkeit einer Änderung der Richtung der geradlinigen Führung des Kurvenfolgers muß auch die
Drehstellung der Kurvenscheibe selbst bezogen auf die Antriebsscheibe veränderbar sein, damit sichergestellt
werden kann, daß die sinusförmige Wegkurve und die von der Kurvenscheibe herrührende zusätzliche Wegkomponente
die richtige Phasenlage zueinander haben.
Wird bei der erfindungsgemäßen Vorschubvorrichtung die weiter oben definierte Exzentrizität verändert, um eine
andere Vorschublänge einzustellen, dann können die Kurvenscheibe und die Führung des Kurvenfolgers in der
erläuterten Weise ebenfalls so verstellt werden, daß sich wieder das optimale Verhältnis von Amplitude der
sinusförmigen Wegkurve zur Amplitude der zusätzlichen Wegkomponente einstellt. Die mit einfachen Mitteln
durchführbare Verstellbarkeit von Kurvenscheibe und Kurvenfolgerführung bringt den erheblichen Vorteil,
daß für alle möglichen Exzentrizitäten im wesentlichen nur noch eine einzige Kurvenscheibe benötigt wird.
Zur Führung des Kurvenfolgers können zwei geradlinig gegeneinander verschiebbare, ineinandergreifende Führungsteile
vorgesehen sein, von denen das eine um die Symmetrieachse drehbar an der Antriebsscheibe bzw. der
Kurvenscheibe gehalten ist, während das andere mit dem Kurvenfolger verbunden ist. Da das eine Führungsteil
ohnehin um die Symmetrieachse der Kurvenscheibe drehbar ist, braucht bei einer Änderung der Führungsrichtung
nur noch das andere Führungsteil verstellt zu werden. Wenn es sich hierbei um das mit dem Kurvenfolger
verbundene Führungsteil handelt, dann kann dieses vorteilhafterweise einen Flansch aufweisen, der
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in verschiedenen relativen Drehstellungen an einem die Antriebsverbindung zwischen Kurvenfolger und Einzugsschlitten wenigstens teilweise herstellenden Verbindungsglied
befestigbar ist. Als Verbindungsglied kommt wie bei der Vorschubvorrichtung des Hauptpatents unter anderem
eine Pleuelstange in Frage, deren Kopf in diesem Fall zur Befestigung an dem Flansch des einen Führungsteils ringförmig ausgebildet sein kann. Die relative
Verdrehung zwischen Flansch und Pleuelkopf kann.stufenlos
möglich sein, wenn etwa eines der beiden Teile kreisbogenförmige Schlitze aufweist, die von Klemmschrauben
im anderen der beiden Teile durchsetzt werden. Statt der stufenlosen Verstellbarkeit kann aber auch eine
stufenweise Verstellbarkeit in der Art vorgesehen werden, daß der Pleuelkopf und der Flansch mittels jeweiliger
Verzahnungen in verschiedenen relativen Drehstellungen drehfest miteinander verbindbar sind. In ähnlicher Weise
könnte auch die Kurvenscheibe mit einer Innenverzahnung versehen sein und drehfest auf einen mit einer entsprechenden
Außenzahnung versehenen Bolzen auf der Antriebsscheibe aufgesetzt sein. Diese Verzahnungen könnten entsprechend
der gewünschten Feinheit der Verstellung ausgewählt werden.
Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch in einer Draufsicht die bekannte Vorschubvorrichtung,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
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- Io -
Fig. 3 schematisch einen Schnitt längs der Linie III-III
in Fig. 2, und
Fig. 4 schematisch eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV in Fig. 2.
In der Darstellung von Fig. 1 ist 1 eine Antriebsscheibe,
die auf einer nicht erkennbaren Welle sitzt und in der Regel synchron mit dem Antrieb der Maschine oder Vorrichtung,
der die Vorschubvorrichtung zugeordnet ist, angetrieben wird. Die zur Zeichenebene senkrecht verlaufende
Drehachse der Antriebsscheibe 1 ist mit 2 bezeichnet. Im Abstand der Exzentrizität E ist auf der
Scheibe 2 ein Exzenterbolzen 3 befestigt, auf den eine Kurvenscheibe 4 drehfest aufgesetzt ist. Ein Gleitstein
5 sitzt über der Kurvenscheibe 4 drehbar auf dem Exzenterbolzen 3 und wird von einer Scheibe 6 gehalten. Eine
Pleuelstange 7 verbindet zwei mit der Kurvenscheibe 4 im Eingriff stehende Rollen 8 und 9 mit einem Einzugsschlitten lo. Der Kopf 71 der Pleuelstange 7 nimmt den
Gleitstein 5 In einer Ausnehmung 12 derart auf, daß der Pleuelkopf 7' und mit ihm die Rollen 8 und 9 gegenüber
der Kurvenscheibe 4 in Richtung der Längsachse A-A der Pleuelstange 7 geradlinig verschiebbar geführt sind.
Sofern nicht eine der Rollen 8 und 9 elastisch am Pleuelkopf 71 befestigt ist, muß die Kurvenscheibe 4
als ein sogenanntes Gleichdick ausgebildet sein. Selbst wenn dies der Fall ist, ist aber die elastische Befestigung
einer der Rollen zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen zweckmäßig.
Wie im Hauptpatent ausführlich beschrieben, führt eine Drehung der Antriebsscheibe 1 dazu, daß sich die Kurvenscheibe
4 um die Drehachse 2 der Antriebsscheibe 1 dreht.
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Da die Steuerkurve der Kurvenscheibe 4 von der Kreisform
abweicht, ändert sich der Abstand e des in der Mitte zwischen den beiden Rollen 8 und 9 gelegenen
Punkts 13 des Pleuelkopfs 7* zur Achse 14 des Exzenterbolzens 3, die mit der Symmetrieachse der Kurvenscheibe
4 zusammenfällt, periodisch. Die Amplitude dieser periodischen Änderung des Abstands e hängt von der
Form der Steuerkurve der Kurvenscheibe 4 ab. Sie ist von der Exzentrizität E unabhängig.
Fig. 2 zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen schematischen Ansicht eine Ausführungsform der Erfindung. Die der
Fig. 1 entsprechenden Elemente sind in den Fig. 2 bis mit den entsprechenden, um loo erhöhten Bezugszeichen
bezeichnet. Die Antriebsscheibe lol ist gleichermaßen
wie die Antriebsscheibe 1 von Fig. 1 mit im wesentlichen konstanter Winkelgeschwindigkeit antreibbar. Die
Verbindung der Pleuelstange Io7 mit dem Einzugsschlitten ist in Fig. 2 nicht gezeigt. Es muß sich dabei im
übrigen auch nicht um die in Fig. 1 angedeutete direkte Verbindung handeln. Beispielsweise könnte die Pleuelstange
Io7 mit einem Zwischenhebel und dieser erst mit dem Einzugsschlitten verbunden sein. Der Pleuelkopf
Io7* ist ringförmig ausgebildet und mit dem Flansch eines Führungsteils loo verbunden. Das Führungsteil loo
besitzt eine Ausnehmung 112 zur Aufnahme eines in diesem Fall unter der Kurvenscheibe Io4 angeordneten Gleitsteins
Io5. Am Führungsteil loo sind die beiden Rollen Io8 und Io9 so befestigt, daß sie am Umfang der Kurvenscheibe
Io4 abrollen können. Die Verbindung zwischen dem Pleuelkopf Io7' und dem Führungsteil loo ist verstellbar
ausgeführt. Zu diesem Zweck greifen in Flanschteile loo' des Führungsteils loo Schrauben 115 ein, die
kreisbogenförmige Schlitze 116 im Pleuelkopf Io7' durch-
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setzen. Sind die Schrauben 115 festgezogen, dann sind
der Pleuelkopf Io7' und das Führungsteil loo drehfest
miteinander verklemmt. Werden die Schrauben 115 gelöst, dann können der Pleuelkopf Io7' und das Führungsteil
loo im Bereich der Schlitze 116 gegeneinander verdreht und an beliebiger anderer Stelle wieder miteinander verklemmt
werden.
In der Darstellung von Fig. 2 ist das Führungsteil loo gegenüber dem Pleuelkopf Io7' so verdreht, daß die
Längsachse der Ausnehmung 112 mit einer Linie B-B
zusammenfällt, die mit der Längsachse A-A der Pleuelstange
Io7 einen Winkel /5 einschließt. Da der Gleitstein Io5 ohnehin drehbar auf den Bolzen Io3 aufgesetzt
ist, richtet er sich bei einer Verstellung des Führungsteils loo automatisch aus.
Nicht nur das Führungsteil loo und damit die den Gleitstein Io5 aufnehmende Ausnehmung 112 sind bei
der erfindungsgemäßen Ausführungsform gemäß Fig. 2
gegenüber derjenigen von Fig. 1 verdreht. Die Kurvenscheibe Io4 besitzt ebenfalls im Vergleich zu
Fig. 1 relativ zur Antriebsscheibe lol eine andere
Drehstellung um ihre Symmetrieachse 114. Die Kurvenscheibe Io4 besitzt eine Bohrung 117, in der eine
Innenverzahnung ausgebildet ist. Wenigstens im Bereich der Kurvenscheibe weist der Exzenterbolzen Io3
eine entsprechende Außenverzahnung auf, so daß die Kurvenscheibe Io4 in verschiedenen Drehstellungen
drehfest auf den Exzenterbolzen Io3 aufgesetzt werden kann.
3ö Wenn sich bei einer Anordnung gemäß Fig. 2 die Antriebsscheibe
lol um ihre Drehachse 102 dreht, dann
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führt der Eingriff der Rollen I08 und Io9 mit der Kurvenscheibe
Io4 dazu, daß sich der Gleitstein Io5 in der
Ausnehmung 112 relativ zum Führungsteil loo längs der Linie B-B hin- und herbewegt. Diese Bewegung in Richtung
der Linie B-B läßt sich in zwei Komponenten zerlegen, von denen die eine in Richtung der Längsachse A-A der
Pleuelstange Io7 liegt und sich durch Multiplikation mit dem Faktor dos [3 ergibt. Die andere Komponente
liegt senkrecht zur Längsachse der Pleuelstange.Io7.
Letztere Bewegungskomponente liefert zu einer Bewegung der Pleuelstange Io7 in Richtung ihrer Längsachse A-A
keinen Beitrag, ein solcher ergibt°sich ausschließlich durch die erstgenannte Komponente.
Man erkennt leicht, daß bei im übrigen gleichen Verhältnissen
bei der Anordnung nach Fig. 1 einerseits und derjenigen nach Fig. 2 andererseits der Einfluß einer
zusätzlichen Wegkomponente aufgrund der Kurvenscheibe Io4 bei der Ausführung nach Fig. 2 um den Faktor cos β
gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 1 verringert ist.
Durch Verstellen des Führungsteils loo gegenüber dem Pleuelkopf Io7' einerseits und der Kurvenscheibe Io4
gegenüber dem Exzenterbolzen Io3 andererseits läßt sich bei der Anordnung nach Fig. 2 für den Winkel [3
jeder beliebige Wert zwischen 0° und 9o° einstellen.
Bei 0° ist die Amplitude der von der Kurvenscheibe herrührenden zusätzlichen Wegkomponente maximal,bei 9o°
ist sie 0. Auf diese Weise wird es leicht möglich, die Amplitude der zusätzlichen Wegkomponente ohne Austausch
der Kurvenscheibe an den jeweils eingestellten Wert der Exzentrizität E anzupassen. Die Verstellung
der Kurvenscheibe Io4 zusätzlich zur Verstellung des Bührungsteils loo ist notwendig, um für alle Einstel-
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lungen des Führungsteils loo die richtige Phasenbeziehung
zwischen der sinusförmigen Wegkurve und der zusätzlichen Wegkomponente sicherzustellen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Schnittansichten längs den Linien III-III bzw. IV-IV in Fig. 2 zur näheren Erläuterung
eines möglichen Aufbaus einer Ausführungsform
der Erfindung. In den Fig. 3 und 4 ist 118 eine die Antriebsscheibe lol tragende und antreibende Welle. In
der Antriebsscheibe lol ist in an sich bekannter Weise ein Schlitten 119 verschiebbar und feststellbar geführt.
Durch Änderung der Lage des Schlittens 119 kann die Exzentrizität E, das ist der Abstand zwischen der
Drehachse Io2 von Welle 118 und Antriebsscheibe lol und der Achse 114 des Exzenterbolzens Io3,gewählt
werden. Der Exzenterbolzen Io3 ist am Schlitten 119 befestigt, über dem Schlitten 119 ist der Gleitstein
Io5 drehbar auf deir. Exzenterbolzen Io3 aufgesetzt. Oberhalb
des Gleitsteins Io5 ist die Kurvenscheibe Io4 mittels
einer Verzahnung 12o drehfest auf den Exzenterbolzen Io3 aufgesteckt. Die Kurvenscheibe Io4 wird
mittels einer Scheibe 121 und einer Schraube 122 am Exzenterbolzen Io3 festgehalten. Eine Änderung der
relativen Lage der Kurvenscheibe Io4 zur Antriebsscheibe lol ist leicht dadurch möglich, daß die
Schraube 122 gelöst wird, daß die Kurvenscheibe Io4 vom Exzenterbolzen Io3 abgezogen und in einer anderen
Drehstellung um die Achse 114 wieder aufgesteckt wird. Aufgrund der Verzahnung lassen sich nur diskrete Drehstellungen
der Kurvenscheibe Io4 einstellen. Falls eine kontinuierliche Einstellung erwünscht ist, können entsprechend
andere Befestigungsarten gewählt werden.
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- Γ5 -
Der Pleuelkopf 1ο7· ist ringförmig ausgebildet und besitzt
eine Zentrierschulter 123, die Flanschteile loo' des Führungsteils loo hintergreift. Die vorgesehene
und schon erläuterte Befestigung des Führungsteils loo am Pleuelkopf Io7' erlaubt eine kontinuierliche gegenseitige
Verstellung. Stattdessen könnten auch diese beiden Teile mit einer jeweiligen Verzahnung ineinandergreifen.
Die Rollen Io8 und Io9 sind auf geeignete Weise um ihre
Achsen drehbar am Führungsteil loo befestigt. Zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen bei der Kurvenscheibe
kann eine der Rollen in einer elastischen Hülse 124 gelagert sein. Wird durch geeignete Vorspannmittel dafür
gesorgt, daß eine am Führungsteil loo befestigte Rolle
ständig mit der Kurvenscheibe Io4 im Eingriff steht, dann könnte statt zweier Rollen auch eine einzige verwendet
werden. In diesem Fall brauchte die Kurvenscheibe 4 nicht als Gleichdick ausgebildet zu werden.
In der voranstehenden Erläuterung ist die Richtung, in
der die Rollen Io8 und Io9 geradlinig gegenüber der Kurvenscheibe geführt werden, auf die Längsachse A-A
der Pleuelstange Io7 bezogen. Sie kann natürlich gleichermaßen auf die Bewegungsrichtung des Einzugsschlittens bezogen werden, zumal die Erfindung nicht
an eine Pleuelstange zur Übertragung der Bewegung von den als Kurvenfolger dienenden Rollen auf den Einzugsschlitten gebunden ist.
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Leerseite
Claims (9)
- PatentansprücheIo2oVorschubvorrichtung für den Materialeinzug für Maschinen oder Vorrichtungen mit einem Einzugsschlitten, der zwischen zwei Endstellungen hin- und herbeweglich ist, mit einer Antriebsscheibe, die mit im wesentlichen konstanter Winkelgeschwindigkeit antreibbar ist und exzentrisch eine Kurvenscheibe trägt, mit einem Kurvenfolger, der mit dem Einzugsschlitten in Antriebsverbindung steht und längs einer durch einen Symmetriepunkt der Kurvenscheibe gehenden Linie geradlinig verschiebbar geführt ist, derart, daß sich der Kurvenfolger bei einer Umdrehung der Antriebsscheibe sowohl um deren Drehachse als auch um die hierzu parallele Symmetrieachse der Kurvenscheibe dreht und dabei seinen Abstand zur Drehachse periodisch ändert, nach Patent ... (Patentanmeldung P 27 06 351.O-14), dadurch gekennzeichnet , daß die Kurvenscheibe (Io4) in verschiedenen Drehstellungen um ihre Symmetrieachse (114) auf der Antriebsscheibe (lol) befestigbar ist und daß die geradlinige Führung des Kurvenfolgers (Io8, Io9) auf verschiedene Richtungen (BB) relativ03 Q 0 2'2/(K 5 GORIGINAL INSPECTED-2- 2850344zur Bewegungsrichtung des Einzugsschlittens einstellbar ist.
- 2. Vorschubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zur Führung des Kurvenfolgers (Io8, Io9) zwei geradlinig gegeneinander verschiebbare, ineinandergreifende Führungsteile (loo, Io5) vorgesehen sind, von denen das eine um die Symmetrieachse (114) drehbar an der Antriebsscheibe (lol) bzw. der Kurvenscheibe (Io4) gehalten ist, während das andere mit dem Kurvenfolger verbunden ist.
- 3. Vorschubvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das mit dem Kurvenfolger (Io8, Io9) verbundene Führungsteil (loo) einen Flansch (loo1) aufweist, der in verschiedenen relativen Drehstellungen an einem die Antriebsverbindung zwischen Kurvenfolger und Einzugsschlitten wenigstens teilweise herstellenden Verbindungsglied (Io7) befestigbar ist.
- 4. Vorschubvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gek. e η η ζ eichnet , daß der Flansch (loo) am ringförmig ausgebildeten Kopf (Io7') einer als Verbindungsglied dienenden Pleuelstange (Io7) befestigt ist.
- 5. Vorschubvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichne t,daß das eine Führungsteil ein in einer Ausnehmung (112) des anderen Führungsteils (loo) aufgenommener Gleitstein (Io5) ist.030022/0456
- 6. Vorschubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Kurvenscheibe (Io4) mit einer Innenverzahnung drehfest auf einem mit einer entsprechenden Außenverzahnung versehenen Bolzen (Io3) auf der Antriebsscheibe (lol) aufgesetzt ist.
- 7. Vorschubvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Kopf (Io7f) der Pleuelstange (Io7) und der Flansch (loo1) mittels jeweiliger Verzahnungen in verschiedenen relativen Drehstellungen drehfest miteinander verbindbar sind.
- 8. Vorschubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis ST, dadurch gekennzeichnet , daß die Drehstellung der Kurvenscheibe (Io4) relativ zur Antriebsscheibe (lol) und die Führung des Kurvenfolgers (Io8, Io9) kontinuierlich verstellbar sind.
- 9. Vorschubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Kurvenfolger aus zwei einander im wesentlichen diametral gegenüberliegenden, an dem einen Führungsteil (loo) befestigten Rollen (Io8, Io9) besteht.Q30Q22/045 6
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| DE2033940B (de) * | Otto Bihler KG, 8959 Trauchgau | Vorschubvorrichtung für Bandmaterial | ||
| DE538634C (de) * | 1931-01-20 | 1931-11-16 | Ernst Haase | Einrichtung an Material- Zufuehrungs-Vorrichtungen fuer Pressen, Stanzen, Scheren undsonstige Arbeitsmaschinen zur Erzeugung einer periodischen, durch die Antriebsbewegung zwanglaeufig herbeigefuehrten Steuerbewegung |
| DE663937C (de) * | 1937-02-25 | 1938-08-17 | Rudolf Stuebgen | Geradschubkurbeltrieb |
| DE2706351A1 (de) * | 1977-02-15 | 1978-08-17 | Otto Bihler | Vorschubvorrichtung fuer den materialeinzug fuer maschinen oder vorrichtungen |
Family Cites Families (1)
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| DE2033940A1 (de) * | 1970-07-08 | 1972-04-27 |
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1978
- 1978-11-24 DE DE2850944A patent/DE2850944C2/de not_active Expired
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1979
- 1979-11-06 GB GB7938401A patent/GB2035865B/en not_active Expired
- 1979-11-16 FR FR7928863A patent/FR2442087A2/fr active Granted
- 1979-11-23 IT IT7953753U patent/IT7953753V0/it unknown
- 1979-11-23 IT IT69267/79A patent/IT1119540B/it active
- 1979-11-23 BR BR7907624A patent/BR7907624A/pt unknown
Patent Citations (4)
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| DE3921997C1 (de) * | 1989-07-04 | 1990-08-16 | Otto Bihler Maschinenfabrik Gmbh & Co Kg, 8959 Halblech, De | |
| US5203486A (en) * | 1989-07-04 | 1993-04-20 | Otto Bihler Maschinenfabrik Gmbh & Co. Kg | Crank drive for a material feeder |
Also Published As
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| FR2442087B2 (de) | 1984-03-16 |
| BR7907624A (pt) | 1980-07-15 |
| GB2035865B (en) | 1982-07-28 |
| IT1119540B (it) | 1986-03-10 |
| IT7969267A0 (it) | 1979-11-23 |
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