DE2849409C2 - Rumpf für ein Gleitboot - Google Patents
Rumpf für ein GleitbootInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rumpf für ein Gleitboot, der eine zylindrisch-elliptische Form hat, mit einem
Cockpit, einem Propeller-Wasserantrieb, einer Steuereinrichtung und einer Gleitflächeneinrichtung.
Bei einem derartigen, aus der DE-Zeitung »Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt« Nr. 36 vom 5. September
1971, Seite 14 bekannten Rumpf für ein Gleitboot sind die Gleitflächen an Stützen am Rumpf angeordnet, so
daß der Rumpf bei der Gleitfahrt vollständig aus dem Wasser herausgehoben ist. Damit der Propellerwasserantrieb
auch bei der Gleitfahrt noch im Wasser eingetaucht bleibt, ist der Propeller an einer am
Rumpfheck vorgesehenen, nach unten gerichteten Stütze angeordnet. Beim bekannten Boot sind daher, um
den Propeller auch während der Gleitfahrt ständig mit dem Wasser in Eingriff zu halten, vom Rumpf
abstehende Stützen oder Träger notwendig. Auch die Gleitflächen, auf denen während der Gleitfahrt das Boot
gleitet, sind an derartigen zusätzlichen Stützen vorhanden.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, einen Rumpf für ein Gleitboot der eingangs genannten Art so
zu verbessern, daß ein ständiger Eingriff des Propellerantriebs in das Wasser während der Gleitfahrt erzielt
wird, ohne daß am Rumpf zusätzliche, von diesem abstehende Stützen und Träger, an denen die Gleitflächen
und der Propellerantrieb befestigt sind, benötigt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Rumpf der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung vorgesehen,
daß die Gleitflächeneinrichtung einen Teil des Kiels bildet, der innenseitig den Antrieb trägt und außenseitig
mit einer heiran angeformten Stufe versehen ist und daß beidseitig in Basislängsrichtung verlaufende, seitlich
offene Propellertunnel angeordnet sind.
Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Aus der GB-PS 12 64 840 ist zwar schon die Anordnung der Propeller in Tunneln beidseitig des Kiels
bei einem Gleitboot bekannt. Während aber bei der Erfindung während der Gleitfahrt praktisch der
gesamte Rumpf aus dem Wasser herausgehoben ist und das Boot nur auf der an den Kiel angeformten Stufe
gleitet, ist beim bekannten Gleitboot der Kiel und der Bootsrumpf so ausgebildet, daß während der Gleitfahrt
dieser nicht vollständig aus dem Wasser herausgehoben ist. Beim bekannten Gleitboot wird auch nur dann ein
Eingriff der Propeller in das Wasser gewährleistet, wenn
ein Teil des Rumpfes noch in das Wasser eingetaucht bleibt
Um den Rumpf gegen Stampf- oder Schlingerbewegungen zu stabilisieren, können zwei feste Stabilisatoren
jeweils nahe oberhalb der öffnungen der Propellertunnel angeordnet sein. Derartige feste Stabilisatoren sind
κι aus der FR-PS 21 45 095 bekannt
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert Diese zeigt in
F i g. 1 perspektivisch auseinandergezogen den Rumpf des Gleitbootes und einige Rumpfsegmente vor
dem endgültigen Zusammenbau;
Fig.2 in Seitenansicht den Rumpf und, dargestellt
mit gestrichelten Limen, die Anordnung des Antriebs und der Propeller sowie weiterer Betriebsteile;
F i g. 3 den Rumpf in Draufsicht,
F i g. 3 den Rumpf in Draufsicht,
F i g. 4 in der Ansicht von unten und
F i g. 5 im Querschnitt gemäß Linie V-V nach F i g. 2 sowie
Fig.e vergrößert das Detail VI gemäß Fig.5 zur
Darstellung der Rumpfsegmente.
Der Rumpf 1 des in der Zeichnung dargestellten Gleitbootes ist aus konstruktiv entsprechend aufeinander
abgestimmten Rumpfsegmenten 2 zu einer zylindrisch-eliiptischen
Form zusammengebaut Die Rumpfsegmente 2 sind jeweils in die gewünschte Krümmung,
Länge und Breite vorgeformt und weisen einstückig hieran angeformte Seitenflansche 3 sowie Endflansche 4
auf. Dasjenige Rumpfsegment 2, das einen Bugkegel 5 des Rumpfes 1 bildet, ist mittels Schweißen am Rumpf 1
befestigt, während ein Heckkegel 6 lösbar mittels Schraubbolzen am Rumpf 1 befestigt ist.
Die Rumpfsegmente 2 sind aus rostfreiem Stahl gebildet und jeweils bei 7, wie aus Fig.5 und 6
ersichtlich, in Längsrichtung und Querrichtung miteinander verschweißt. Die Seitenflansche 3 sind ebenfalls
miteinander verschweißt, wie bei 8 in F i g. 6 angedeutet. Die äußeren Schweißnähte 7 verlaufen bündig mit der
Außenfläche der Rumpfsegmente 2, während demgegenüber bei der beschriebenen Ausführungsform die
aufeinander abgestimmt ausgebildeten, einander benachbarten Flansche 3 bzw. 4 Innenrippen für den
Rumpf 1 bilden, die in Längsrichtung und Umfangsrichtung verlaufen.
Der Boden des Rumpfes 1 ist teilweise als Kiel 9 sowie außerdem in Form von zwei tunnelförmigen
so Segmenten 10 ausgebildet, die jeweils derart geformt
und angeordnet sind, daß sie an benachbarte Rumpfsegmente 2 und an den Kiel 9 angeschweißt werden
können. Jedes dieser tunnelförmigen Segmente to bildet einen Propellertunnel 11, der in Längsrichtung etwa
unterseitig, wie bei 12 in Fig.5 angedeutet, offen ist.
Aus noch zu erläuternden Gründen bildet der Kiel 9 eine Stufe 9a, an der er mit dem tunnelförmigen Segmenten
10 verbunden ist.
Nahe jedem Propellertunnel 11 und geringfügig oberhalb der Oberkante jeder öffnung 12 ist ein fester
Stabilisator 13 angeordnet, der entlang des Rumpfes 1 festgelegt ist. Diese festen Stabilisatoren 13 sind von
vorn nach achtern verjüngt ausgebildet und in ihren Abmessungen nach Wunsch gestaltet. Sie weisen die aus
b5 Fig. 2 ersichtliche allgemeine Ausbildung auf, sind
vorzugsweise vom Rumpf 1 weg nach außen und unten gekrümmt und dienen zur Stabilisierung des Rumpfes 1
gegen Roll- bzw. Stampf- oder Schlingerbewegungen.
In vier der Rumpfsegmente 2 sind oberhalb der festen
Stabilisatoren 13 — sowohl vor diesen als auch achtern in bezug auf diese — Lagerzapfen 14 oder andere
Lagertialterungen vorgesehen, die bewegliche Stabilisatoren
15 tragen. Diese sind derart ausgebildet und angeordnet, daß sie wahlweise und variabel bewegt
werden können, um den Rumpf 1 gegen Stampf- oder Schlingerbewegungen zu stabilisieren.
Nahe dem Bugkegel 5 sind ausgewählte Rumpfcegmente
2 derart ausgebildet daß eine Cockpitöffnung 16 mit einem diese umgebenden, nach oben ragenden
Umfangsflansch 16a geformt wird, über dem eine geeignete Abdeckhaube 17 bei 18 festgelegt werden
kann. An der Abdeckhaube 17 ist ein nach oben sich öffnendes Teil 19 angelenkt, das um eine Schwenkachse
20 in eine Öffnungsstellung nach oben verschwenkt werden kann.
Nahe dem Heckkegel 6 sind ausgewählte Rumpfsegmente 2 mit Durchgangsöffnungen 21 versehen, über
denen eine Höhenleitflossenanordnung 22 an den betreffenden Rumpfsegmenten 2 befestigt ist Diese
Höhenleitflossenanordnung 22 weist ein Ruder 23, Trimmblätter 24 und ein Lufteinlaßglied 25 auf.
Der Rumpf 1 trägt außerdem einen Antrieb, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein Motor 26 ist eine
Lufteinlaßleitung 27, die mit dem Lufteinlaßglied 25 und dem nicht dargestellten Lufteinlaßverteiler des Motors
26 verbunden ist eine Auslaßleitung 28, die über einen Auspufftopf bzw. Schalldämpfer 29 durch den Rumpf 1
hindurch nach außen zur Atmosphäre führt und Propeller 30, von denen jeweils einer in einem dir
Propellertunnel 11 angeordnet ist, für die beweglichen Stabilisatoren 15 sind nicht dargestellte konventionelle
Steuereinrichtungen vorgesehen.
Der Kiel 9 bildet innerhalb des Rumpfes 1 einen Träger für den nach Wunsch ausgewählten Motor 26.
Die Lufteinlaßleitung 27 ist mit dem Motor 26 über eine Filter- und Ablaßanordnung 34 verbunden, wodurch die
in den Einlaß 25 eintretende Luft gefiltert und das Wasser hiervon abgeleitet wird, bevor die Luft in die
Lufteinlaßleitung 27 eintritt. Wie insbesondere aus F i g. 2 ersichtlich, strömt das von der Luft abgeleitete
Wasser unter der Wirkung der Schwerkraft aus der Anordnung 34 über die Höhenleitflossenanordnung 22
nach außen und tritt aus der öffnung 35 aus.
An den Auslaßenden des Schalldämpfers 29 ist der Auspuff in vier Auslaßleitungen 32, 33 unterteilt, wobei
von diesem zwei Auslaßleitungen 32 durch den oberen Teil des Rumpfes 1, jeweils eine an jeder Seite des
Heckflossenleitwerkes 22, verlaufen, während die zwei anderen Auslaßleitungen 33 sich durch den unteren Teil
des Rumpfes 1, jeweils eine an jeder Seite des Kiels 9, achtern in bezug auf die Propellertunnel 11, erstrecken.
Die Auslaßleitungen 32, 33 sind jeweils durch ein Klappenventil (Rückschlagventil) 36 abgedeckt wobei
sich dann, wenn das Gleitboot nach vorwärts oder nach achtern angetrieben wird, die jeweils entsprechenden
geeigneten Paare von Klappenventilen 36 schließen.
Die Propeller 30 sind mit minimalem Spiel im jeweiligen Propellertunnel 11 gelagert und die Propellerschaufeln
ragen durch die Öffnungen 12 der Propellertunnel U nach außen. Die Propeller 30 sind
gegenläufig rotierend ausgebildet und sie sind in Querrichtung durch den Kiel 9 voneinander getrennt
Beim Geschwindigkeits- bzw. Hochgeschwindigkeitsbetrieb gleitet das Gleitboot auf dem hinteren Ende des
Kiels 9, d. h. auf der Stufe 9a, wobei jedoch die Propellerschaufeln durch die Gehäuseöffnungen 12
hindurch immer in Eingriff mit dem Wasser bleiben.
Die Steuerungseinrichtung für die beweglichen Stabilisatoren 15 kann beispielsweise elektronisch oder
hydraulisch wirkend sein. Diese Steuereinrichtung kann kontinuierlich funktionieren bzw. arbeiten, um eine
konstante Lageänderung dieser Stabilisatoren 15 beizubehalten, und zwar insbesondere dann, wenn das
Boot mit hoher Geschwindigkeit oder in unruhigem Wasser fährt.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rumpf 1 mit einem Verhältnis von Länge zu maximalem
Durchmesser in der Größenordnung von 4 :1 ausgebildet. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Dicke der
den Rumpf 1 bildenden Rumpfsegmente 2 vom Kiel 9 bis zur vertikalen Mittellinie 37 des oberen Teiles des
Rumpfes 1 sich verändert. Dies bedeutet mit anderen Worten, daß die Dicke jedes den Umfang des Rumpfes 1
bildenden Rumpfsegmentes 2 allmählich von einem Maximum nahe des Kiels 9 bis zu einem Minimum nahe
der Mittellinie 37 abnimmt. Die Flansche 3, 4 jedes Rumpfsegmentes 2 weisen jedoch konstante Dicke auf.
Dies wird in bekannter Weise dadurch erreicht, daß mit den Flanschen 3 bzw. 4 Rippen bzw. entsprechende
Auskehlungsteile verschweißt oder auf andere Weise verbunden sind. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, ist der Kiel 9
in einem Winkel von etwa 4° vom Bug zum Heck geneigt. Dieser Neigungswinkel ändert sich jedoch in
Abhängigkeit von der dem Rumpf 1 zugedachten Zweckbestimmung.
Wie insbesondere aus F i g. 2 ersichtlich, stellt die vertikale Mittellinie bzw. Mittelebene auch die vertikale
Mittellinie bzw. Mittelebene der Abdeckhaube 17 dar; weiterhin stellt auch die vertikale Mittellinie des achtern
gelegenen Stabilisators 15 die vertikale Mittellinie des Höhenleitwerkes 22 dar, und es sind schließlich der Kiel
9 sowie der Motor 26 jeweils mittig — sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung gesehen — an
bzw. in dem Rumpf 1 angeordnet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Rumpf für ein Gleitboot, der eine zylindrisch-elliptische
Form hat, mit einem Cockpit, einem Propeller-Wasserantrieb, einer Steuereinrichtung
und einer Gleitflächeneinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächeneinrichtung
einen Teil des Kiels (9) bildet, der innenseitig den Antrieb (26) trägt und außenseitig mit einer hieran
angeformten Stufe (9a) versehen ist und daß beidseitig in Basislängsrichtung verlaufende, seitlich
bei (12) offene Propellertunnel (11) angeordnet sind.
2. Rumpf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei feste Stabilisatoren (13) jeweils nahe
oberhalb der öffnungen (12) der Propellertunnel (11)
angeordnet sind.
3. Rumpf nach Anspruch !, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kiel (9) in einem Winkel von etwa 4C vom Bug zum Heck geneigt ist
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