DE2849374C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung nach
dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus dem Artikel
"Audio disc scratch filter" von M. R. Sachs und J. M. Bullingham
aus "Electronics Letters" vom 09.12.1976, Heft 12, Nr. 25,
Seiten 656-657 bekannt.
In der bekannten Schaltungsanordnung wird das Auftreten einer
Störung infolge einer Beschädigung der Schallplatte in der
ersten Schwellenselektionsschaltung mit Hilfe eines Hochpaßfilters,
eines Pegelregelkreises und eines Detektors detektiert.
In manchen auf einer Schallplatte festgelegten Musikstellen,
in denen bestimmte Musikinstrumente vorherrschen, wie beispielsweise
Perkussions- und Blechblasinstrumente, kommen jedoch
impulsförmige Musiksignale vor, die den Störungen infolge von
Beschädigungen in der Schallplatte weitgehend entsprechen.
Diese impulsförmigen Musiksignale folgen während einer
derartigen Musikstelle in einem schnellen Rhythmus aufeinander
und werden in der ersten Schwellenselektionsschaltung vom Detektor
als schnelle kontinuierliche Folge von Störungen erkannt.
Dadurch kann die Entstörungsanordnung schnell hintereinander
erregt werden, was zu einer störenden Verformung des Ausgangssignals
der Schaltungsanordnung führen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung
zum Unterdrücken von durch Beschädigungen in einem Aufzeichnungsträger
verursachten impulsförmigen Störungen in einem Tonsignal
zu schaffen, die besser zwischen diesen impulsförmigen
Störungen und impulsförmigen Musiksignalen differenzieren
kann, so daß die Unterdrückungsanordnung weniger oft falsch
aktiviert wird.
Ausgehend von einer Schaltungsanordnung der eingangs genannten
Art wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs
angegebenen Maßnahmen gelöst.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Zeitintervalle
zwischen den impulsförmigen Musiksignalen während der
betreffenden Musikstellen im allgemeinen um einige Male kleiner
sind als diejenigen zwischen den einzeln auftretenden impulsförmigen
Störungen infolge von Beschädigungen in der Schallplatte.
Treten die impulsförmigen Signale der ersten Schwellenselektionsschaltung
mit einer hohen Impulsfrequenz auf, so
sind diese Signale im allgemeinen Musiksignale, treten sie
nur ab und zu auf, mit anderen Worten mit einer niedrigeren
Impulsfrequenz, so sind diese Signale im allgemeinen Störsignale,
die unterdrückt werden müssen.
In der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung wird dies ausgenutzt.
Die Gleichspannung des Wandlers stellt die Impulsfrequenz
der impulsförmigen Signale der ersten Schwellenselektionsschaltung
dar. Mit dieser Gleichspannung kann die Schwellenspannung
des Störungsdetektors oder die Amplitude der impulsförmigen
Signale derart geändert werden, daß nur die einzelnen
auftretenden Impulsförmigen Signale die Schwellenspannung
überschreiten können und dadurch den Störungsdetektor erregen.
Das Ausgangssignal des Störungsdetektors stellt dadurch
nur Störungen infolge von Beschädigungen in der Schallplatte dar.
Die Wahrnehmbarkeit der Störungsunterdrückungen nimmt mit
der Frequenz zu. Empfindungsuntersuchungen haben gezeigt,
daß diese Wahrnehmbarkeit belästigend wirkt, wenn Störungsunterdrückungen
während einer gewissen Zeit mit einer Frequenz
von 5 Hz oder höher erfolgen, d. h. mit Zeitintervallen von
weniger als 200 msec aufeinander folgen.
Weiter hat es sich herausgestellt, daß impulsförmige Signale,
die mit einer Anzahl von 5 oder mehr mit einer Impulswiederholungsfrequenz
über 5 Hz und insbesondere über 120 Hz auftreten,
fast nie durch Störungen, sondern gerade durch gewünschte
Musiksignale verursacht werden.
Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen wird der Störungsdetektor
aus einem wirksamen Zustand, in dem der Störungsdetektor
durch ein impulsförmiges Signal erregt werden kann,
durch eine schnelle Folge impulsförmiger Signale mit einer
Impulsfrequenz von 120 Hz oder höher, die von beispielsweise
Trompeten oder Perkussionsinstrumenten herrühren können,
innerhalb 15 msec mit Hilfe der Gleichspannung des Wandlers
auf eine maximale Unempfindlichkeit bzw. minimale Empfindlichkeit für impulsförmige Signale
gebracht. Das Verhältnis zwischen der Schwellenspannung
des Störungsdetektors und der Amplitude der impulsförmigen
Signale ist dabei derart eingestellt, daß normalerweise
auftretende Stör- und Musikimpulse die Schwellenspannung
nicht überschreiten können. Dann auftretende Störungen
erregen den Störungsdetektor nicht und werden dadurch nicht
unterdrückt. In der Praxis lassen sich solche Störungen
zwischen den impulsförmigen Musiksignalen kaum wahrnehmen.
Während derartiger Musikstellen können jedoch auch Störungen
auftreten, die eine derart große Amplitudenänderung herbeiführen,
daß die Schwellenspannung des Störungsdetektors
überschritten und dieser dadurch erregt wird. Derartige
große Störungen, die auch während der betreffenden Musikstelle
hörbar wären, werden im Gegensatz zu kleineren kaum
wahrnehmbaren Störungen unterdrückt.
Etwa 200 msec nach einer derartigen Musikstelle befindet
sich der Störungsdetektor wieder im wirksamen Zustand.
Ein dann auftretendes impulsförmiges Signal erregt den
Störungsdetektor und damit die Entstörungsanordnung und
wird dadurch unterdrückt.
Bei Verwendung der Schaltungsanordnung nach Anspruch 3
werden die impulsförmigen Signale der ersten Schwellenselektionsschaltung
zunächst im monostabilen Multivibrator
genormt und danach mit Hilfe des Kondensators addiert. Die
Normung bietet den Vorteil, daß die Impulsfrequenz-Gleichspannungsumwandlung
von der Form der impulsförmigen Signale
unabhängig ist. Bei den Genannten Werten für die Zeitkonstante
des monostabilen Multivibrators und der RC-Zeit des Kondensators
und des Aufladewiderstandes wird der Störungsdetektor
schnell genug auf eine maximale Unempfindlichkeit gebracht,
um eine unnötige längere Unterdrückung von Musiksignalen zu
vermeiden. Bei dem genannten Wert für die RC-Zeit des
Kondensators und des Aufladewiderstandes wird der Störungsdetektor
schnell genug auf eine maximale Unempfindlichkeit
gebracht, um eine unnötige längere Unterdrückung von Musiksignalen
zu vermeiden. Bei dem genannten Wert für die RC-Zeit
des Kondensators und des Entladewiderstandes wird der Störungsdetektor
schnell genug wieder in den wirksamen Zustand gebracht,
um belästigende wahrnehmbare Störungen unterdrücken
zu können.
Bei Anwendung der Maßnahme nach Anspruch 4 wird die Schwellenspannung
des Störungsdetektors mit der Gleichspannung des
Wandlers dadurch geändert, daß diese Gleichspannung der
Basis-Emittervorspannung des Transistors des Störungsdetektors
hinzugeführt wird. Dazu wird in der betreffenden Ausführungsform
die Gleichspannung der Basis dieses Transistors zugeführt.
Über die Verbindungsleitung werden abhängig von der Überbrückung
entweder die impulsförmigen Signale der ersten
Selektionsschaltung oder die genormten Impulse des monostabilen
Multivibrators ebenfalls der Basis zugeführt.
Dadurch, daß bei einer zunehmenden Impulsfrequenz die
Gleichspannung und damit die Basis-Emittervorspannung des
Transistors vergrößert wird, können die über die Verbindungsleitung
zugeführten impulsförmigen Musiksignale den Transistor
nicht in den leitenden Zustand bringen. Die impulsförmigen
Störungen vergrößern durch ihre niedrige Impulsfrequenz
die Gleichspannung dagegen fast nicht, so daß
diese den Transistor über die Verbindungsleitung in den
leitenden Zustand bringen.
Bei Anwendung der Maßnahme nach Anspruch 6 werden die impulsförmigen
Signale von den Amplitudenänderungen infolge der
Dynamik des Audiosignals getrennt. Bei der genannten Zeitkonstante
des RC-Regelnetzwerkes ist das Ausgangssignal
desselben eine akzeptable Darstellung der Dynamik des Audiosignals.
Dieses Ausgangssignal kann dazu verwendet werden,
die Schwellenspannung des Detektors oder die Amplitude
des gestörten Tonsignals derart zu ändern, daß nur impulsförmige
Signale die Schwellenspannung des Detektors überschreiten.
Das Ausgangssignal des Detektors stellt dadurch nur
impulsförmige Signale dar, die entweder gewünschte Musiksignale
oder unerwünschte Störungen sein können.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den Patentansprüchen
5, 7 und 8 angegeben.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung,
Fig. 1a eine bevorzugte Form eines Regelimpulses
zur Unterdrückung des Stereosignals beim Auftritt
einer Störung in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1,
Fig. 2 eine praktische Ausführungsform eines Gleichrichters
und eines Glättungsfilters, wie diese in der Schaltungsanordnung
nach Fig. 1 verwendet worden sind,
Fig. 3 eine praktische Ausführungsform eines Wandlers zum
Umwandeln einer Impulsfrequenz in eine Gleichspannung,
wie dieser in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1
verwendet worden ist,
Fig. 4 eine andere praktische Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung, in der das Tonsignal bei
jeder Störung während einer kurzen konstanten Zeitdauer
unterbrochen wird.
Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung mit
einem zwischen Eingangsklemmen 1 und 2 und Ausgangsklemmen 3
und 4 liegenden Signalverarbeitungsteil 9 und einem in einer
Vorwärts-Regelschleife aufgenommenen Regelsignalteil 10. Der
Signalverarbeitungsteil 9 enthält zwei gleiche parallele
Signalwege, wobei sich in jedem Signalweg eine Kaskadenschaltung
der mit den Eingangsklemmen 1 und 2 verbundenen
Vorverstärker 5 und 6 der Verzögerungsschaltungen 7 a und 7 b
und der mit den Ausgangsklemmen 3 und 4 verbundenen geregelten
Verstärker 8 a und 8 b befindet. Die Verzögerungsschaltungen 7 a
und 7 b und die geregelten Verstärker 8 a und 8 b bilden eine
Verzögerungseinheit 7 bzw. eine Entstöranordnung 8. Der Regelsignalteil
10 enthält Vorverstärker 13 und 14, die mit den
Eingangsklemmen 1 bzw. 2 verbunden sind, einen mit den Ausgängen
der Vorverstärker 13 und 14 verbundenen Differenzverstärker
29 sowie einen über die Widerstände 19 und 20
einer Signaladdierschaltung 21 ebenfalls mit diesen Ausgängen
verbundenen Summenverstärker 21′. Der Differenzverstärker 29
ist über einen Differentiator 53 mit einem Signaleingang 12
eines Dynamikkompressors 11 verbunden, der Summenverstärker
mit einem Regeleingang 15 desselben.
Ein Ausgang 33 des Dynamikkompressors 11 ist über die Verstärker
30 und 35 mit einem monostabilen Multivibrator 36
verbunden. Der Verstärker 30 hat dabei einen festen Spannungsschwellenwert.
Der monostabile Multivibrator 36 ist mit einem Wandler 37
verbunden, der eine Impulsfrequenz in eine Gleichspannung
umwandelt. Der Wandler 37 ist durch eine in eine Verbindungsleitung
17 aufgenommene Reihenschaltung aus einem Koppelkondensator
38 und einem Widerstand 39 überbrückt. Über
die Verbindungsleitung 17 ist der Ausgang 33 des Dynamikkompressors
11 mit einem Eingang 40 eines Störungsdetektors 32
verbunden. Der Wandler 37 ist ebenfalls mit dem Eingang 40
verbunden. Ein Ausgang 18 des Störungsdetektors 32 ist mit
einem Funktionsgenerator 34 verbunden. Ein Ausgang des Funktionsgenerators
34 ist mit einem Regeleingang 49 der Entstörungsanordnung
8 verbunden.
Die von einem nicht dargestellten Abtastelement, beispielsweise
von einem Plattenspieler, herrührenden linken und
rechten Tonsignale (L bzw. R) eines auf einer Schallplatte
festgelegten tonfrequenten Stereosignals werden den Eingangsklemmen
1 und 2 getrennt zugeführt. In dem Signalverarbeitungsteil
9 werden diese Tonsignale mit Hilfe der Vorverstärker 5
und 6 zunächst gleichmäßig verstärkt, danach in der Verzögerungsanordnung
7 um eine gleiche Zeitdauer verzögert und
zum Schluß in der Entstörungsanordnung 8 durch Signalunterdrückung
beim Auftritt beispielsweise einer durch eine Beschädigung
in der Schallplatte verursachte Störung entstört.
Das Regelsignal für derartige Signalunterdrückungen wird über
den Regeleingang 49 der Entstörungsanordnung 8 zugeführt.
Dieses Regelsignal wird vom Regelsignalteil 10 nach Detektion
einer Störung in den den Eingangsklemmen 1 und 2 zugeführten
Tonsignalen L und R geliefert.
Das gestörte Stereosignal weist außer Amplitudenänderungen
infolge der Dynamik auch überlagerte impulsförmige Amplitudenänderungen
auf, die von wesentlich kürzerer Dauer sind als
die erstgenannten Amplitudenänderungen. Diese können durch
Störungen infolge von beispielsweise Beschädigungen in der
Schallplatte verursacht sein und deswegen unerwünscht sein.
Sie können jedoch auch von Musikinstrumenten, wie beispielsweise
Trompeten oder Perkussionsinstrumenten herrühren. In
diesem Fall sind sie erwünscht. Die gewünschten oder unerwünschten
impulsförmigen Amplitudenänderungen werden nachstehend
als Musikimpulse bzw. Störimpulse bezeichnet.
Die Detektion der Störimpulse erfolgt in zwei Selektionsstufen.
In der ersten Selektionsstufe werden die impulsförmigen
Amplitudenänderungen, d. h. die Stör- und Musikimpulse von
den Amplitudenänderungen infolge der Dynamik getrennt. In
der zweiten Selektionsstufe werden die Störimpulse von den
Musikimpulsen getrennt. Dabei wird ausgenutzt, daß die Zeitintervalle
zwischen den Störimpulsen im allgemeinen viel
größer sind als diejenigen zwischen den Musikimpulsen.
Die erste Selektion läßt sich mit Hilfe eines schwellenbehafteten
Verstärkers verwirklichen, der nur diejenigen Signale
verstärkt, deren Amplitude eine bestimmte Schwellenspannung
überschreitet. Die Schwellenspannung kann man mit einer gewissen
Trägheit mit der Dynamik des Stereosignals mit ändern
lassen, so daß nur die überlagerten impulsförmigen Amplitudenänderungen
die Schwellenspannung überschreiten. Auch kann man
für die Schwellenspannung einen festen Wert wählen und das
gestörte Stereosignal mit einer gewissen Trägheit derart
komprimieren, daß nur die der Dynamik überlagerten Amplitudenänderungen
diesen festen Schwellenwert überschreiten.
Die in dieser Figur dargestellte Schaltungsanordnung benutzt
letzteres für die genannte erste Selektion. Dabei wird von
dem im Differenzverstärker 29 gebildeten Differenzsignal L-R
ausgegangen. Aus dem Artikel "Audio disc scratch filter"
von M. R. Sachs und J. M. Bullingham aus "Electronics Letters"
vom 9. Dezember 1976, Heft 12, Seiten 656 und 657 ist bekannt,
daß das Differenzsignal L-R eines von einer Schallplatte
herrührenden Stereosignals zur Detektion von Störungen infolge
von Beschädigungen in der betreffenden Schallplatte
geeignet ist.
Dieses Differenzsignal L-R wird in der betreffenden Schaltungsanordnung
zunächst im Differentiator 53 differenziert. Dadurch
werden die Musik- und Störimpulse gegenüber den Amplitudenänderungen
infolge der Dynamik des Stereosignals in der
Amplitude vergrößert. Der Differentiator weist dazu in einer
praktischen Ausführungsform eine Zeitkonstante entsprechend
0,14 msec auf.
Danach wird das Differenzsignal L-R in einem regelbaren Verstärker
16 a des Dynamikkompressors 11 komprimiert. Das zur
Kompression erforderliche Regelsignal soll eine Darstellung
der Dynamik des ungestörten Stereosignals sein. Eine akzeptable
Annäherung der Dynamik des ungestörten Stereosignals läßt
sich in dem Summensignal L+R finden, weil darin die Störimpulse
gegenüber den übrigen Musiksignalen viel kleiner sind
als in jedem der Signale L, R und L-R.
Das Summensignal L+R wird in der Signaladdierschaltung 21
gebildet und einem stark gegengekoppelten regelbaren Verstärker
16 b des Dynamikkompressors 11 zugeführt. Die Gegenkopplung
des regelbaren Verstärkers 16 b wird durch eine
zwischen einem Ausgang 22 und einer Regeleingangsklemme 28
liegende Kaskadenschaltung einer Verstärkerstufe 23, eines
Zweiweg-Gleichrichters 24 und eines als RC-Regelnetzwerk
wirksamen Glättungsfilters 25 gebildet. Die Zeitkonstante
des Glättungsfilters 25 ist derart groß gewählt worden,
daß die kurzen impulsförmigen Amplitudenänderungen, d. h.
die Stör- und Musikimpulse, nicht wirksam werden können.
Das dem Regeleingang 28 zugeführte Regelsignal stellt dazu
ziemlich genau die Dynamik des Stereosignals dar und regelt
bei einer zunehmenden bzw. abnehmenden Amplitude des Summensignals
die Verstärkung der beiden Verstärker 16 a und 16 b
auf eine geringere bzw. größere Verstärkung. Dadurch werden
die lauten sowie leisen Tonstellen in dem Differenzsignal L-R
auf fast denselben Amplitudenpegel geregelt. Weil in dem
Regelsignal die Stör- und Musikimpulse fast nicht auftreten,
werden diese in dem Differenzsignal L-R nicht weggeregelt
und bleiben folglich beibehalten.
Nach dieser Dynamikkompression wird das Differenzsignal L-R
einem als erste Schwellenselektionsschaltung wirksamen
schwellenbehafteten Verstärker 30 zugeführt, in dem
die genannte erste Selektion der Musik- und Störimpulse
aus dem Differenzsignal L-R erfolgt. Die Schwellenspannung
dieses schwellbehafteten Verstärkers 30 wird dazu derart
gewählt, daß nur Musik- und Störimpulse diese Schwellenspannung
überschreiten können. Diese errregen über einen
Verstärker 35 einen monostabilen Multivibrator 36.
Für die zweite Selektion, und zwar den Unterschied zwischen
den Stör- und Musikimpulsen, wird davon ausgegangen, daß im
allgemeinen Störimpulse vereinzelt und Musikimpulse in Reihen
von 5 Impulsen oder mehr mit einer Impulsfrequenz von etwa
120 Hz oder höher auftreten. Die Impulsfrequenz der Ausgangsimpulse
des monostabilen Multivibrators 36 enthält folglich
eine Information in bezug auf die Impulsart. Diese Impulsfrequenz wird im Wandler 37 in eine negative Gleichspannung
umgewandelt. In einer praktischen Ausführungsform weist der
Wandler 37 eine derartige Aufladezeitkonstante auf, daß die
Gleichspannung einen maximal negativen Wert erreicht bei
einer Impulsreihe von 5 oder mehr Impulsen innerhalb einer
Zeit von 20 msec und eine derartige Entladezeitkonstante,
daß die Gleichspannung beim Fehlen von Impulsen während
200 msec von dem maximalen Wert auf einen minimalen Wert
exponentiell abnimmt.
Ebenso wie die erste Selektion kann auch die zweite Selektion
mit Hilfe eines schwellenbehafteten Verstärkers verwirklicht
werden, der nur diejenigen Signale verstärkt, deren Amplitude
eine gewisse Schwellenspannung überschreitet. Für diese
Schwellenspannung läßt sich ein fester Wert wählen. In
diesem Fall kann man in einem regelbaren Verstärker mit
der Gleichspannung des Wandlers 37 als Regelsignal zunächst
die Störimpulse in dem Ausgangssignal des Dynamikkompressors 11
oder des monostabilen Multivibrators 36 gegenüber den in
diesem Ausgangssignal auftretenden Musikimpulsen wesentlich
vergrößern und danach diese Stör- und Musikimpulse dem Verstärker
mit der festen Schwelle zuführen. Dabei soll die
Schwellenspannung des Verstärkers auf einen Wert zwischen
dem Amplitudenwert der Störimpulse und dem der Musikimpulse
gewählt sein.
Man kann auch die Schwellenspannung mit der Gleichspannung
des Wandlers 37 variieren und die Stör- und Musikimpulse,
wie diese in dem Ausgangssignal des Dynamikkompressors 11
oder des monostabilen Multivibrators 36 auftreten, unmittelbar
von diesem Verstärker mit veränderlicher Schwelle zuführen.
Diese Selektionsmethode wird bei der vorliegenden
Schaltungsanordnung angewandt. Dabei wird die Gleichspannung
des Wandlers 37 über den Eingang 40 des Störungsdetektors 32
der Basis eines als Verstärker mit Schwelle wirksamen, in
den Störungsdetektor 32 aufgenommenen Transistors 41 zugeführt.
Dem Eingang 40 wird zugleich das Differenzsignal L-R
vom Ausgang des Dynamikkompressors 11 über die Verbindungsleitung
17 zugeführt. Der Transistor 41 liegt mit dem Emitter
an Masse, der Kollektor ist einerseits mit einem Kollektorwiderstand
42 und andererseits mit einem Ausgang 18 verbunden.
Die Schwellenspannung des Transistors 41 wird durch die
Basis-Emitter-Vorspannung bestimmt. Diese wird vergrößert,
wenn die Gleichspannung des Wandlers 37 in negativem Wert
zunimmt. Musikimpulse, die einerseits über die Verbindungsleitung
17 der Basis des Transistors 41 zugeführt werden,
verursachen andererseits eine derart negative Gleichspannung
am Ausgang des Wandlers 37, das sie den Transistor 41 nicht
in den leitenden Zustand bringen können. Störimpulse dagegen
verursachen fast keine negative Gleichspannung am Ausgang
des Wandlers 37, so daß sie über die Verbindungsleitung 17
den Transistor 41 in den leitenden Zustand bringen. Der Wandler
37 und der Störungsdetektor 32 sind auf diese Weise als zweite
Schwellenselektionsschaltung wirksam.
Störimpulse können jedoch auch während einer Reihe von Musikimpulsen
auftreten. Derartige Störimpulse bringen den Transistor 41
nicht in den leitenden Zustand und werden folglich als gewünschte
Musikimpulse wiedererkannt. In der Praxis sind diese
Störimpulse während derartiger Musiksignale kaum spürbar.
Die Störimpulse am Ausgang 18 des Störungsdetektors 32 erregen
einen monostabilen Multivibrator 43 des Funktionsgenerators 34.
Die einheitlichen rechteckigen Ausgangsimpulse dieses monostabilen
Multivibrators 43 werden in einem integrierenden
Netzwerk 50, das aus einer Reihenschaltung aus einem mit
dem monostabilen Multivibrator 43 verbundenen regelbaren
Widerstand 44 und einem durch eine Kapazität 46 überbrückten
Operationsverstärker 45 besteht, zu dreieckförmigen Impulsen
integriert. Die Flankensteilheit derselben wird durch die
Zeitkonstante des regelbaren Widerstandes und der Kapazität 46
bestimmt. Eine Begrenzung der Amplitude dieser dreieckförmigen
Impulse erfolgt in einer Begrenzerschaltung 51 des Funktionsgenerators
34, die durch eine Reihenschaltung aus Zener-
Dioden 47 und 48 gebildet ist. Der gemeinsame Verbindungspunkt
dieser Zener-Dioden ist mit einem Ausgang des integrierenden
Netzwerkes 50 sowie dem Regeleingang 49 der Entstörungsanordnung 8
verbunden. Die Form der Regelimpulse ist in Fig. 1a dargestellt,
wobei die Zeitdauer, in der die Strecken a, b und c durchlaufen
werden, in der Praxis 1 bis 2 msec betragen können. Eine maximale
Unterdrückung des Stereosignals erfolgt in der Entstörungsanordnung
8 während der Strecke b. Während der Strecken a bzw. c
findet eine Verringerung bzw. Vergrößerung der Verstärkung
des Stereosignals statt in den geregelten Verstärkern 8 a und
8 b der Entstörungsanordnung 8.
Die Dauer der in der Verzögerungseinheit 7 durchgeführten Verzögerung
muß mindestens der Zeitdauer entsprechen, die
zwischen der Detektion einer Störung auf dem Auftritt der
Strecke b in dem davon abgeleiteten Regelimpuls verstreicht.
In einer in der Praxis erprobten Schaltungsanordnung nach
Fig. 1 waren die Verstärker 5, 6, 13, 14, 21, 29, 35 und 45
mit Operationsverstärkern vom Typ TCA 680 ausgebildet, der
Verstärker 30 mit einem Transistor vom Typ BC 550 und die
monostabilen Multivibratoren 36 und 43 mit einem integrierten
Kreis vom Typ HEF 4528. Die Verzögerungseinheit 7 enthielt
einen integrierten, digitalen taktgesteuerten zweifachen
Ladungsübertragungsspeicher (einen Kettenspeicher) vom
Typ TDA 1022, mit dem unter Ansteuerung einer zwischen 85 kHz
und 170 kHz einstellbaren Taktfrequenz eine Signalverzögerung
pro Kanal zwischen 3 und 1,5 msec verwirklicht werden konnte.
Die Entstörungsanordnung 8 sowie die regelbaren Verstärker 16 a
und 16 b waren mit Hilfe eines integrierten doppelten regelbaren Verstärkers vom Typ TCA 730 verwirklicht worden. Der
Transistor 41 war vom Typ BC 550. Die Impulsbreite des monostabilen Multivibrators 36 wurde dabei auf 2 msec gewählt,
die des monostabilen Multivibrators 43 auf 5 msec.
Die Bemessung des integrierenden Netzwerkes 50 und der
Begrenzerschaltung 51 wurde derart gewählt, daß die Strecken a
und c des Regelimpulses, wie dieser in Fig. 1a dargestellt
ist, etwa 1,5 msec betrugen. Die Verzögerung der Verzögerungsschaltung
7 wurde ebenfalls auf 1,5 msec eingestellt.
Fig. 2 zeigt detailliert eine bevorzugte Ausführungsform
des Zweiweg-Gleichrichters 24 und des als RC-Regelnetzwerk
wirksamen Glättungsfilters 25, in dem die Elemente, die
den Elementen der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 entsprechen,
mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
Der Zweiweg-Gleichrichter 24 ist mit Operationsverstärkern 61
und 62 versehen, die mit ihrem nicht-invertierenden Eingang
über Anpassungswiderstände 63 bzw. 64 mit einer Eingangsklemme
31 verbunden sind. Die Operationsverstärker 61 und 62
sind beide von ihren Ausgängen zu den jeweiligen invertierenden
Eingängen über Dioden 65 bzw. 67 gegengekoppelt. Dabei sind
die Kathoden der Dioden 65 und 67 einerseits mit den genannten invertierenden Eingängen und andererseits über Widerstände
69 und 70 mit einem Eingang 71 des Glättungsfilters 25
verbunden. Die Ausgänge der Operationsverstärker 61 und 62
sind mit den Kathoden der Dioden 66 bzw. 68 verbunden, über
die sie mit dem Eingang 71 verbunden sind. Der nicht-invertierende
Eingang des Operationsverstärkers 62 liegt an einer
Bezugsspannung.
Das Glättungsfilter 25 enthält eine Reihenschaltung aus einem
Widerstand 26 und einem Glättungskondensator 27, der zwischen
dem Eingang 71 und Masse liegt. Die Verbindung zwischen dem
Widerstand 26 und dem Glättungskondensator 27 ist mit der
Regeleingangsklemme 28 verbunden.
Bei einer positiven Polarität des Signals an der Eingangsklemme
31 gegenüber der Bezugsspannung am nicht-invertierenden
Eingang des Operationsverstärkers 62 ist die Diode 65 leitend,
wodurch der Operationsverstärker 61 stark gegengekoppelt wird
und seine Verstärkung vernachlässigbar klein ist. Dieses
positive Signal erscheint verstärkt negativ am Ausgang des
Operationsverstärkers 61. Die Diode 67 sperrt und die Ausgangsspannung,
d. h. das invertierte positive Eingangssignal des
Signaleingangs 31, erscheint über die leitende Diode 68 am
Eingang 71 des Glättungsfilters 25. Die Diode 66 sperrt
ebenfalls, so daß die Ausgangsimpedanz des Operationsverstärkers
61 den Ausgang des Operationsverstärkers 62 nicht
belastet.
Bei einer negativen Polarität des Signals am Eingang 31 gegenüber
der genannten Bezugsspannung sperrt die Diode 65 und
die Diode 66 ist leitend. Das Ausgangssignal des Operationsverstärkers 61, d. h. das negative Ausgangssignal der Eingangsklemme
31, erscheint verstärkt über die leitende Diode 66
am Eingang 71 des Glättungsfilters 25. Die Diode 67 ist
dabei im leitenden Zustand, so daß der Operationsverstärker 62
stark gegengekoppelt und die Verstärkung vernachlässigbar
klein ist. Die Diode 68 sperrt, so daß die Ausgangsimpedanz
des Operationsverstärkers 62 den Ausgang des Operationsverstärkers
61 nicht belastet.
Am Eingang 71 des Glättungsfilters 25 erscheint folglich
ein Signal, dessen Amplitude der Differenz der Bezugsspannung
am nicht-invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 62
und der Amplitude des zweiweggleichgerichteten Summensignals L+R
entspricht. Dieses Signal nimmt bei einer abnehmenden Amplitude
des Summensignals zu und umgekehrt. Das Signal wird im
Glättungsfilter 25 zum Regelsignal für den regelbaren Verstärker
16 b aufbereitet, wozu das Glättungsfilter eine Zeitkonstante
von etwa 3,3 msec aufweist. Bei einer derartigen
Zeitkonstante stellt das Regelsignal nur Amplitudenänderungen
infolge der Dynamik des Stereosignals und fast nicht die
Stör- und Musikimpulse dar.
In einer praktischen Ausführungsform waren der Operationsverstärker
61 und 62 integriert und vom Typ TCA 680, die
Dioden vom Typ BAX 13. Die Bezugsspannung betrug dabei 8 V.
Die Werte der Widerstände 63, 64, 69 und 70 betrugen 10 kΩ,
der Wert des Widerstandes 26 3,3 kΩ, während der Glättungskondensator 27 die Kapazität 1 µF aufwies.
Fig. 3 zeigt detailliert eine bevorzugte Ausführungsform
des Wandlers 37, der zwischen einem Ausgang 80 des monostabilen Multivibrators 36 und dem Eingang 40 des Störungsdetektors
32 liegt.
Der Wandler 37 enthält eine Reihenschaltung aus einem Koppelkondensator 81, einem Widerstand 83 und einer Diode 84,
deren Kathode mit dem Widerstand 83 verbunden ist. Die
Anode der Diode 84 liegt über ein paralleles RC-Glied,
das aus einem Kondensator 85 und einem Potentiometer 86
besteht, an Masse. Der Schleifer des Potentiometers 86 ist
über einen Anpassungswiderstand 37 mit dem Eingang 40 des
Störungsdetektors 32 verbunden. Die Verbindung zwischen dem
Koppelkondensator 81 und dem Widerstand 83 liegt über einen
Anpassungswiderstand 82 an Masse.
Die negativen Impulse am Ausgang 80 des monostabilen Multivibrators
36 laden über die für diese Impulse leitende Diode 84
den Kondensator 85 negativ auf. Dieser Kondensator 85 entlädt
sich über den Körper des Potentiometers 86, wobei die RC-
Zeit in einer praktischen Ausführungsform etwa 0,1 sec betrug.
Die Bemessung des RC-Gliedes war dabei derart gewählt worden,
daß bei einer Impulsreihe von 5 bis 6 Impulsen innerhalb
20 msec eine maximale negative Kondensatorspannung von etwa
-2,2 V erreicht wurde. An den Abgriff des Potentiometers 86
wird ein einstellbarer Teil der Kondensatorspannung ausgekoppelt
und über den Abtastungswiderstand 87 dem Eingang 40
des Störungsdetektors 39 als veränderliche Schwellenspannung
zugeführt. Die Stellung des Abgriffs wurde dabei derart
gewählt, daß die Schwellenspannung einen minimalen Wert
erreicht, wenn 200 msec lang keine Impulse aufgetreten sind.
Bei diesem minimalen Wert ist der Störungsdetektor für Impulse
maximal empfindlich.
In dieser praktischen Ausführungsform hatten die Kondensatoren
81 und 85 Kapazitätswerte von 22 µF und 1 µF.
Die Widerstände 82, 83 und 87 betrugen 39 kΩ, 5,1 kΩ
und 39 kΩ. Das Potentiometer 86 wies einen Maximalwert
von 100 kΩ auf. Die Diode 84 war dabei vom Typ BAX 13.
Fig. 4 zeigt eine andere praktische Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, in der diejenigen
Einzelteile, die denen der Schaltungsanordnung nach Fig. 1
entsprechen, mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
Dabei wird das zu entstörende Stereosignal beim Auftritt
von Störungen in der Entstörungsanordnung 8 unterbrochen.
Diese Entstörungsanordnung 8 enthält dazu eine integrierte
MOSFET-Schaltungsanordnung vom Typ SD 5000, von der die
MOSFETs 208 bzw. 208′ in einen elektronischen Schalter 8 a
bzw. 8 b und der MOSFET 211 in eine Steuerschaltung für
diesen elektronischen Schalter aufgenommen ist. Die Source-
Elektrode des MOSFETs 208 ist mit einem Ausgang der Verzögerungsschaltung
7 a und die Drain-Elektrode über einen
Widerstand 209 mit der Ausgangsklemme 3 verbunden. Die
Substratelektrode desselben ist mit einer Spannungsquelle V 4
und die Gate-Elektrode mit der Drain-Elektrode des MOSFETs 211
verbunden. Die Ausgangsklemme 3 liegt über einen Widerstand 210
an Masse. Der elektronische Schalter 8 b ist auf dieselbe Art
und Weise aufgebaut wie der elektronische Schalter 8 a.
Der MOSFET 211 ist mit der Drain-Elektrode zugleich über
einen Widerstand 212 an eine Spannungsquelle V 2 gelegt und
liegt mit der Source-Elektrode über einen Widerstand 213
an einer Spannungsquelle V 3. Die Gate-Elektrode desselben
ist einerseits über eine Zener-Diode 215 mit dem Regeleingang
49 der Entstörungsanordnung 8 verbunden und andererseits
über einen Widerstand 214 mit der Source-Elektrode.
Die Source-Elektrode ist unmittelbar mit der Substratelektrode
verbunden. Der zum Schalten erforderliche Regelimpuls
ist rechteckig und läßt sich auf einfache Weise erzeugen.
Die Verzögerungszeit kann dadurch kurz sein, so daß
die Verzögerungsschaltungen 7 a und 7 b von einfacher Konstruktion
sein können und sich billig herstellen lassen.
Die Verzögerungsschaltung 7 a enthält eine mit dem Ausgang
des Vorverstärkers 5 verbundene Reihenschaltung aus einem
Kondensator 200 und einem Widerstand 201. Diese Reihenschaltung
ist mit einem LC-Leiternetzwerk verbunden, das
im Längszweig mit einer Reihenschaltung aus Induktivitäten 203
und 205 und in den mit Masse verbundenen Querzweigen mit
Kondensatoren 202, 204, 206 versehen ist. Parallel zum Kondensator
206 liegt ein Abschlußwiderstand 207. Die Verzögerungsschaltung
7 b entspricht der Verzögerungsschaltung 7 a. Jede
ergibt in einer praktischen Ausführungsform eine Verzögerungszeit
entsprechend 40 µsec und ihre Bandbreite beträgt 20 kHz.
Wegen der ziemlich kurzen Verzögerungszeit entsprechend 40 µsec
ist eine frühzeitige Detektion wichtig, um zu vermeiden, daß
ein Teil der durch eine Beschädigung herbeigeführten Störung
den Ausgang 3, 4 bereits erreicht, bevor eine Signalunterbrechung stattgefunden hat. Abhängig von der Polarität des
Differenzsignals L-R bzw. R-L fängt die durch die Beschädigung
verursachte Amplitudenänderung in diesem Differenzsignal
mit einer Amplitudenvergrößerung bzw. einer Amplitudenverringerung
oder umgekehrt an. Ein auf einen bestimmten Schwellenwert
eingestellter Detektor kann dadurch abhängig von dem
Anschluß der tonfrequenten Eingänge an dem nicht dargestellten
Abtastelement jede Störung jeweils zu spät als solche wiedererkennen.
Der Regelsignalteil 10 enthält deswegen einen mit den Ausgängen
der Vorverstärker 5 und 6 verbundenen Zweiweg-Gleichrichter 216, in dem das Differenzsignal gleichgerichtet wird.
Der Zweiweg-Gleichrichter 216 ist mit Hilfe einer integrierten
Schaltung vom Typ MC 1458 aufgebaut und mit einem
in einer integrierten Schaltungsanordnung ausgebildeten
Kompressor 11 vom Typ NE 570 verbunden. Der darin aufgenommene
Gleichrichter hat eine Zeitkonstante von etwa 2 msec.
Der Kompressor 11 ist über die Verbindungsleitung 17 mit
einem Störungsdetektor 32 verbunden, der an einen monostabilen Multivibrator 43 angeschlossen ist. Ein Ausgang
dieses monostabilen Multivibrators 43 ist mit dem Regeleingang
49 der Entstörungsanordnung 8 verbunden. Die Impulsbreite der Ausgangsimpulse dieses monostabilen Multivibrators
43 beträgt 3 msec, die Impulsamplitude etwa 14 V.
Die automatische Schwellenschaltung wird durch einen Verstärker
35 mit einer Schwellenschaltung in Verbindung mit
einem monostabilen Multivibrator 36 und einem Impulsindikator
37 gebildet. Dieser Impulsindikator 37 ist mit
einem Koppelkondensator 217 versehen, der über einen Widerstand
218 an Masse liegt und mit einem Widerstand 219 und
einer Diode 220 zum negativen Aufladen eines Kondensators 222
in Reihe geschaltet ist. Dieser Kondensator 222 wird über
einen dem Kondensator 222 parallel geschalteten Widerstand 221
entladen.
Die Spannung am Kondensator 222 ist ein Maß für die Frequenz
der Impulse im Ausgangssignal des Kompressors und bildet
eine Schwellenspannung für den Störungsdetektor 32. Eine
Folge von mindestens 5 bis 6 Impulsen innerhalb von 20 msec
läßt die Spannung am Kondensator 222 bis auf einen nahezu
maximalen negativen Wert von etwa -10,5 V sinken, wodurch
die folgenden Impulse nicht mehr zu einer Erregung der
Entstörungsanordnung führen können.
Für die Konstruktion des Störungsdetektors 32 und des Verstärkers
35 mit der Schwelle ist in der Praxis eine integrierte
Schaltungsanordnung vom Typ MC 1458 verwendet worden
und für die Konstruktion der monostabilen Multivibratoren 36
und 43 eine integrierte Schaltungsanordnung vom Typ HEF 4528.
Die Widerstände und Kondensatoren wiesen dabei die nachfolgenden
Werte auf:
Die Zener-Diode 215 ist vom Typ C18, die Zener-Diode 223 vom
Typ C10 und die Diode 220 ist vom Typ BAW 62. Die Speisespannung
V 2 beträgt: +15 V, V 3: -15 V und V 4: -10 V.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zum Unterdrücken von durch Beschädigungen
eines Aufzeichnungsträgers verursachten impulsförmigen
Störsignale in einem Tonsignal, mit einer zwischen einem
tonfrequenten Eingang (1, 2) und einem tonfrequenten Ausgang
(3, 4) im Signalweg liegenden Entstörungsanordnung (8) mit
einem Regeleingang (49), sowie mit einem zwischen dem tonfrequenten
Eingang (1, 2) und dem Regeleingang (49) liegenden
Regelsignal (10), der der Entstöranordnung (8) im Störfall
über den Regeleingang (49) ein Regelsignal zum Unterbrechen
des Signalweges zuführt, und der eine mit dem tonfrequenten
Eingang (1, 2) verbundene erste Schwellenselektionsschaltung
(30) zum Selektieren impulsförmiger Signale aus dem Tonsignal
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Regelsignalteil (10) nach
der ersten Schwellenselektionsschaltung (30) eine zweite
Schwellenselektionsschaltung (36, 37, 32) zum Selektieren
der impulsförmigen Störsignale aus den impulsförmigen Signalen
der ersten Selektionsschaltung (30) angeordnet ist, daß die
zweite Schwellenselektionsschaltung (36, 37, 32) mit einem
Wandler (37) zum Ableiten einer von der Frequenz der von
der ersten Schwellenselektionsschaltung selektierten impulsförmigen
Signale abhängigen Gleichspannung und einem mit diesem
in Reihe geschalteten Störungsdetektor (32) versehen ist, daß
die Gleichspannung des Wandlers (37) beim Auftreten von
relativ hochfrequenten impulsförmigen Signalen (Musiksignale)
einen bestimmten Arbeitspegel einnimmt und sich die Gleichspannung
beim Auftreten relativ niederfrequenter impulsförmiger
Signale (Störsignale) einem Ruhepegel nähert, daß
der Störungsdetektor (32) bei dem Ruhepegel die maximale
Empfindlichkeit zur Registrierung impulsförmiger Signale
aufweist und somit nur die von dem tonfrequenten Eingang (1, 2)
dem Störungsdetektor (32) zugeführten, relativ niederfrequenten,
impulsförmigen Signale (Störsignale) in einem nachfolgenden
Funktionsgenerator (34) registriert werden, und daß der
Funktionsgenerator (34) das Regelsignal zum Unterbrechen
des Signalweges erzeugt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gleichspannung des
Wandlers bei einer Impulsfrequenz von mindestens 120 Hz in
mindestens 15 msec von einem Ruhepegel auf einen Arbeitspegel
ändert und beim Ausbleiben von dieser Impulsfrequenz
während wenigstens nahezu 200 msec sich von dem Arbeitspegel
auf den Ruhepegel ändert.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schwellenselektionsschaltung
(36, 37, 32) einen zwischen der ersten Schwellenselektionsschaltung
(30) und dem Wandler (37) liegenden
monostabilen Multivibrator (36) enthält mit einer Zeitkonstante
von wenigstens nahezu 2 msec, daß der Wandler (37) einen
Kondensator (85) enthält, der über eine Reihenschaltung
aus einer Diode (84) und einem Aufladewiderstand (83) mit
dem monostabilen Multivibrator (36) verbunden ist, wobei
die RC-Zeitkonstante des Kondensators und des Aufladewiderstandes
wenigstens nahezu 5 msec beträgt, und daß der Kondensator
(85) durch einen Entladewiderstand (86) überbrückt
ist und mit diesem eine RC-Zeitkonstante von wenigstens
nahezu 100 msec aufweist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Wandlers (37)
mit der Basis eines Transistors (41) des Störungsdetektors
(32) verbunden ist, und daß die erste und zweite Schwellenselektionsschaltung
durch eine Verbindungsleitung (17)
überbrückt sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 zum Unterdrücken
impulsförmiger Störungen in einem Stereosignal infolge
von Beschädigungen einer Stereo-Schallplatte, wobei
der tonfrequente Eingang (1, 2) erste und zweite Eingangsklemmen
und der tonfrequente Ausgang (3, 4) erste und zweite
Ausgangsklemmen enthält und wobei der Regelsignalteil (10)
einen mit den beiden Eingangsklemmen verbundenen Differenzverstärker
(29) enthält, dessen Ausgang über einen Dynamikkompressor
(11) mit der ersten Schwellenselektionsschaltung (30)
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regelsignalteil (10)
zugleich einen Summenverstärker (21) enthält, der einerseits
mit den beiden Eingangsklemmen und andererseits mit einem
Regeleingang (15) des Dynamikkompressors (11) verbunden ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dynamikkompressor (11) einen
Pegelregelkreis (16 b, 25) aufweist und der Pegelregelkreis (16 b, 25)
ein RC-Regelnetzwerk (25) enthält mit einer Zeitkonstante
von wenigstens nahezu 3 msec zum Regeln der Dynamik des
Tonsignals.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellenspannung der ersten
Schwellenselektionsschaltung (30) einen konstanten Wert aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach den beiden Ansprüchen 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dynamikkompressor einen
ersten zwischen dem Ausgang des Differenzverstärkers (29)
und der ersten Schwellenselektionsschaltung (30) geschalteten
regelbaren Verstärker (16 a) und einen zweiten mit dem
Regeleingang (15) verbundenen regelbaren Verstärker (16 b)
enthält, der von einer Ausgangsklemme (22) zu einer Regeleingangsklemme
(28) über einen Zweiweggleichrichter (24)
und dem RC-Netzwerk (25) gegengekoppelt ist, wobei die Regeleingangsklemme
(28) des zweiten regelbaren Verstärkers (16 b)
mit einer Regeleingangsklemme des ersten regelbaren Verstärkers
(16 a) verbunden ist.
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Legal Events
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: G11B 20/02 |
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| D2 | Grant after examination | ||
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