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Anordnung an Armaturen, insbesondere an
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Absperrschiebern, zur Erhöhung der Arbeitssicherheit beim Nachpacken
der Dichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung an Großarmaturen zur
Erhöhung der Arbeitssicherheit beim Nachpacken der Dichtung, insbesondere an Absperrschiebern,
bei welchen die Dichtplatten oder der Keil im oder am Fuß der Schieberspindel gesichert
ein-und aufgehängt sind, wobei die Schieberspindel in einem Lagerbock geführt und
oberhalb des Gehäusedeckels mittels einer Stopfbuchspackung zur Führungsöffnung
im Gehäusedeckel abgedichtet ist.
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An Großarmaturen, Schwerarmaturen und insbesondere an Lbsperrschieber,
die für den Einsatz bei unterschiedlichen Anlagen und in verschiedenen Rohrleitungssystemen
vorgesehen sind, werden heute i.n der Praxis erhöhte Anforderungen an deren Funktionssicherheit
gestellt. Es ist bekannt, daß solche Armaturen die im Spindelbereich mit Stopfbuchspackungen
ausger\x'stet sind in Abständen oder beim Vorliegen besonderer Umstände neu nachgepackt
werden müssen. Hierbei wird bekanntlich -iie Stopfbuchsbrille gelöst und die eigentliche
Stopfbuchspackung, d.h. die Dichtungsringe, aus der Dichtungskammer bzw. dem Stopfbuchsgehäuse
werden herausgenommen. Anschließend müssen die neuen Dichtungsringe bzw. die Packung
eingesetzt werden und die Stopfbuchsbrille wird dann anschließend über ihre Spannschrauben
festgelegt und nachgezogen. Um bei diesem Vorgang die Arbeitssicherheit zu erhöhen,
wurde ein Absperrschieber entwickelt, bei welchem am gewindelosen und glatten Abschnitt
der Schieberspindel ein Rückanschlag fest allgebrach-t ist, der an seiner oberen
Anlagefläche Ringnuten besitzt, die in der Öffnungsstellung den Sch.lebers in entsprechend
ausgebildete Ringnuten an der Unterfläche des Gehäuses eingreifen und hier mit diesen
nach Art einer Labyrinthdich-tung wirken. Durch diese Ausbildung des Rückanschlages
in
Verbindung mit den Ringnuten an der Unterseite des Gehäusedeckels
wird die Labyrinthwirkung erzielt, d.h. der im Armaturengehäuse ggf. noch vorhandene
Druck wird zur Spindel zu reduziert und abgebaut, derart, daß die Packungsringe
gefahrloser ausgetauscht werden können. Bei dieser bekannten Ausbildung dieses Absperrschiebers
sind am Gehäuse der Stopfbuchspackung Augensehrauben lösbar und ausschwenkbar angeordnet,
die ihrerseits in Schlitzen und/oder Öffnungen der Stopfbuchsbrille eingeführt bzw.
eingeschwenkt werden können. Diese Maßnahme bewirkt ein leichteres und raschere
Lösen und Nachspannen der Stopfbuchsbrille und führt somit zur Verkürzung les notwendigen
Zeitaufwandes für das Nachpacken der Armatur, Diese Labyrinthdichtung in Verbindung
mit der besonderen Ausbildung der Stopfbuchsbrille hat sich in der Praxis bei Asperrschiebern
@estens bewährt.
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Nach den neuesten Sic?ierheitsvorschriften für Schwerarmaturen dürfen
nummehr Stopfbuchspackungen nicht mehr unter Druck entfernt und neu verpackt werden.
Die Leitungssysteme, das Armaturengehäuse un!l die Stopfbuchsen müssen drucklos
gemacht sein, bevor der @ Nachpackungsvorgang eingeleitet werden kann. Es ist bekannt,
daß clas Naclipacken be.i Schwerarmaturen und insbesondere bei Absperrschiebern
jeweils in der Öffnungsstellung erfolgt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schwerarmatur
und insbesondere einen Absperrschieber so auszulegen und zu schaffen, daß beim Nachpacken
der Stopfbuchspackung ein Höchstmaß .n Arbeitssicherheit gewährleistet ist und hierbei
in der Offenstellung die Betätigung der Schieberspindel blockiert wird.
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Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Schwerarmatur
und insbesondere von einem Absperrschieber der vorbeschriebenen Ausführung aus,
bei welchem der Rückanschlag an der Sciiicberspindel in Verbindung mit den Ringnuten
an der TJnterfläche des Gehäusedeckels eine Labyrinthdichtung bildet und sie verbessert
diesen Absperrschieber dadurch, daß im Lagerbock in horizontaler Ebene mittels Führungsbolzen
und Führungsbuchsen ein Arretierungsrohr als Schiebersicherung gelagert wird, welches
in seinem Fußbereich @ehrere, vorteilhaft zwei, schutzhaubenähnlichte Arretierungsmittel
für die Sechskantmuttern der Augenschrauben
der Stopfbuchsbrille
trägt und welches ferner ilber eine am Lagerbock seitlich angeflanschte Verschiebevorrichtung
verstellbar ist. Diese Verschiebevorrichtung ist gleichzeitig als mechanische Steuerung
eines der Stopfbuchspackung zugeordneten Zwangsentlüftungsventiles ausgebildet.
Gleichzeitig ist nn der Schieberspindel ein mit dem vorgenannten Arretierun.gsrohl
zusammenarbeitender Stellring fest angebracht, was z.B. über einen Bolr;en erfolgen
kann. Die am Lagerbock seitlich angeflanschten Verschiebeeinrichtung, die ihrerseits
auf das Arretierungsrohr wirkt, ist mit einem drehbaren Drehgriff ausgerüstet, welcher
seinerseits mit einem Verschiebebolzen verbunden ist. Drehgriff und Verschiebebolzen
stehen unter der Spannwirkung einer Druckfeder, die innerhalb einer Pührungsbuchse
im Gehäuse der Verschiebeeinrichtung gelagert ist. Erfindungsgemäß ist dieser Drehgriff
ferner mit einem hakenf#rmigen vorspringenden Schenkel ausgerüstet. Dieser Schenkel
ist an seinem freien Ende keilförmig gestaltet und diese Keilfläche bildet gleichseitig
die Stenerfläche für die Anlaufrolle des Zwangsentlüftungsventiles, welches mit
dem Packungsraum des Gehäuses der Stopfbuchspackung verbinden ist. Diese Verbindung
des Zwangsentlüftungsventiles erfolgt über ein Anschlußrohr, das wiederum im Stopfbuchsengehäuse
mit einem Verteilerring zusammenarbeitet. Der Verschiebebolzen der vorgenannten
Verschiebeeinricht tung ist mit seinem Wirkungsende in einer Buchse des Arretierungsrohres
geführt. Ein wesentliches Merkmal des an der Schieberspindel fest angebrachten Stellringes
besteht darin, daß er asnmetrisch an der Schieberspindel angeordnet ist oder mit
einer seltlich vorspringellden Anschlagnase versehen ist.
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Die Wirkungsweise und Handhabung der erfindungsgemäßen Anordnung erfolgt
bei einer Großarmatur oder insbesondere einem Abspexrschieber so, daß die Armatur
so weit in Offenstellung aufgefahren wird, bis der Rückanschlag der Spindel in die
Ringnuten des Gehäusedeckels eingreift. Der Drehgriff der Verschiebevorrichtung
wird leicht angezogen und mit einer Drehbewegung von etwa 900 entriegelt. üter eine
Schlitzführung und mit Hilfe der Druckfeder werden nun drei Wirkungsfunktionen eingeleitet.
Das Arretierungsrohr, welches im Lagerbock geführt ist und den Körper der Schleberspindei
umgreift, fährt unter den Stellring und arretiert die ausgefahren
Spindel.
Hierbei werden durch die seitliche Hubbewegung des Arretierungsrohres die am Rohrfuß
angebrachten beiden Schutzhauben ausgerückt und sie geben die Sechskantmuttern der
Stopfbuchsbrille bzw. der Augensehrauben zum Öffnen und Lösen frei# Als dritte Wirkungsfunktion
druck der Schenkel des Drehgriffes mit seine: @eilförmigen Anlauffläche auf die
Druckrolle des Entlastungsventiles bzw. Zwangsentlüftungsventiles und der Ventilstössel
wird nach unten geft;ihrt. Dadurch wird das Austrittsrohr freigegeben# der Stellring
in der Packungskammer der Stopfbuchse ist eingestellt und der Packungsraum der Stopfbuchspackung
kann somit drucklos gemacht werden.
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Nach erfolgter Neuverpackung der Stopfbuchspackung wird der Drehgriff
der Versch?.ebevorrichtung wieder zurückgedreht, er rastet von der Auflage der Anlaufrolle
des Zwangsentlüftungsventiles aus und gleichzeitig rückt der Verschiebebolzen das
Arretierungsrohr in Querrichtung innerhalb des Lagerbockes, Dieses Ausrücken des
Arretierungsrohres erfolgt so weit, bis der Stellring der Spindel ungehindert in
das Arretierungsrohr einfahren kann. Bei diesem Querrücken des Arretierungsrohres
greifen nunmehr die beiden Schutzhaul'efl wieder über die Sechskantmuttern im Bereich
der Stopfbuchsbrille und verhindern, daß hier die Mutter gelöst und/oder ein Schraubenschlüssel
angesetzt werden kann.
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Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Schrauben der Stopfbuchse
im geschlossenen Zustand der Armatur nicht gelöst werden können.
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Durch diese Wei-teraur:bildung der Schwerarmatur, insbesondere des
Absperrschiebers, werden die Vorteile erreicht, daß ein Höchstmaß an. Arbeitssicherheit
erzielt wird, die Stopfbuchse nur im drucklosen Zustand nachgepackt werden können
und im geöffneten Zustand der Armatur eine absolut sichere Arretierung der Spindel
erzielt ist Bin Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in der anliegenden Zeichnung
dargestellt. In dieser ist ein senkrechter Schnitt durch einen Absperrschieber mit
der erfindungsgemäßen Sicherheitsanord~ nung wiedergegeben.
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Die Schieberspindel 3.1 trägt an ihrem unteren Ende einer. Spindelfuß
5 bekannter Ausführung. In diesem sind die Druckkugeln oder Kugelkalotten 12 als
Andrückmittel für die Dichtplatten gelagert.
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Diese Dichtplatten werden nach bekannter Art ;;n ihrem Außenrand an
oder in den Spurlatten 1.4 geführt, welche ihrerseits im Schiebergehäuse 1 angebracht
sind. An aer Schieberspindel 3.1 ist ferner der Rückanschlag 3.2 angebracht, welcher
an seiner oberen Fläche mit Ringnuten ausgerüstet ist. In der Zeichnung ist die
Schließstellung des Absperrschiebers dargestellt und seine Öffnungsstellung als
angenommen wiedergegeben. Es ist zu ersehen, daß der Rückanschlag 3.2 beim Auffahren
des Absperrschiebers in die Ringnuten an der Unterfläche des Gehäusedeckels 2 eingreift,
welcher seinerseits von dem Gehäuseflansch 2.1 getragen wird.
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Der Gehäuseflansch 2.1 und der Gehäusedeckel werden nac1l bekannter
Art über die Gewindebolzen 13 13 mit ihren Sechskantmuttern 14 gegeneinander verspannt.
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Der Kopf der Schieberspindel 3.1 ist über die Spindelmutter 6.1 in
einer Buchse 6 geführt, wobei diese Buchse 6 ihrersei ;s an dem Lagerbock 2.4 befestigt
is-t. Die Spindelmutter 6.1 i;;t ihrerseits über Axial-Rillenkugellager 6.2 gelagert
und sie w½rd nsch oben hin über ein Sicherungsblech 6.3 gehalten. Das Handrad 8,
welches zur Handbetätigung der Schieberspindel 3.1 dient, ist gegen ungewolltes
Lösen durch ein Sicherungsblech 9 in Verbindung mit den beiden Kontermuttern 9.1
gehalten und abgesichert.
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Nach der Erfindung ist nunmehr an ddr Schiebersp.indel 3.1 über einen
Bolzen 3.4 ein Stellring 3.3 unverrückbar angebracht. In der Darstellung der Zeichnung
ist dieser Stellring 3.3 i@ der Schließstellung des Absperrschiebers gezeigt und
die angenommene obere Stellung zeigt seine Lage im geöffneten Zustand des Schiebers.
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Über Führungsbuchsen und Führungsbolzen 29.4 ist im Lagerbock 2.4
in horizontaler Ebene bewegbar ein Arretierungsrohr 29,1 so angeordnet, daß es im
Lagerbock 2.q seitlich verschiebbar 15-,- und die Schieberspindel 3.1 umschließt.
Dieses Arretierungsrohr 29.1 wird durch eine Verschiebevorrichtung 28, die- eitlich
wn Lagerbock 2.4 angeflanscht ist, betätigt.
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Die Verschiebevorrichtung 28 besteht aus einer Führungsbuchse 28.1
in welcher der Verschiebebolzen 28.2 geführt ist. Das Ende 28.4 des Verschiebebolzen
28.2 grieft in einer Buchse 23 des Arretierungsrohres 29.1 sin. km Kopf ist der
Verschiebebolzen 28.2 mit einem Drehgriff 28.3 verbunden.
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Das Arretierungsrohr 29.1 ist an seinem Fußende mit mehreren, -vorteilhaft
zwei Schutzhauben 29.2 ausgerüstet, welche sich im geschlossenen Zustand des Absperrschiebers
sichernd über die Sechskantmuttern 16 der Augenschrauben 15 der Stopfbuchsbrille
10.2 legen. Unterhalb der Stopfbuchsbrille 2 befindet sich eine Buchse 10.1. An
diese schließen sich die Augenstege 2.5 an. Die Bolzen 18, die ihrerseits durch
die Splinte 19 abgesichert sind, halten die Augenschrauben 15. In dem Gehäuse der
Stopfbüchse 2.2 ist ein Verteilerring 30 und ein Grundring 31 gelagert. Durch diesen
Gruidring 31 qird die eigentliche Stopfbuchspackung 25 abgestützt. Das Gehäuse der
Stopfbuchse 2.2 ist über ein Austrittsrohr 2.8 mit dem Zwangsentlüftngsventil 27
verbunden.
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Dieses Zwangsentlüftungsventil 27 aht in bekannter Ausführung den
Ventilsitz 27.7 in welchem der Kopf des Ventilstössels 27.5 geführt ist. Dieser
ist über eine Stopfbuchspackung 27.14 abgedichtet. Ein weiteres Austrittsrohr 27.2
mit dem Austrittsflansch 27.3 sind am Körper des Zwangsentlüftungsventiles 27 angebracht.
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Mit 2,7 ist der Grundflansch, mit 27.15 die Stiftschraube und mit
27.16 die Sechskantmutter bezeichnet. Über des Gabelkopf 27.8 ist der Ventilstössel
27.5 nach oben geführt und dieser trägt an seinem Kopf die Anlaufrohre 27.11.
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Der Drehgriff 28.3 der Verschiebevorrichtung 28 trägt einen verlängerten
hakenartigen Schenkel, dessen freies Ende keilförmig bis Steuerfläche für die Anlaufrolle
27.11 gestaltet ist, In der Schließstellung des Absperrshiebers, wie sie in der
Zeichnung dargestellt ist, ist der Drehgriff 28.3 um 90° ausgeschwenkt, das Arretierungsrohr
29.1 befindet sich in der dargestellten, seitlichen Lage und der Stellring 3.1 ist
in seine unterste Stellung eingefahren. Die Schutzhauben 29.2. decken, wie dargestellt,
die
Sechskantschrauben 16 der Augenschrauben 15 ab und seinem sichern
diene.
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Wird nun der Absperrschieber in deine Öffnungsstellung aufgefahren,
so legt sich der Rückanschlag 3.2 in die Ringnuten an die Unterfläche des Gehäusedeckels
2 und der Stellring 3.3 befindet sich dann in der zu Oberst gezeichneten Einsatzstellung.
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Der Drehgriff 28.3 wird in die in der Zeichnung dargestellte Lage
gedreht und über eine Schitzführung und durch die Druckfeder rückt der Verschiebebolzen
28.2 das Arretierungsrohr 29.1 in der Bildebene so weit nach links, daß die Wandung
des Arretierungsrohres 29.1 mit seiner Oberkante den Stellring 3.3 unterfängt.
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Die Schieberspindel 3.1 kann somit nicht mehr eingefahren werden.
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Gleichzeitig rücken die Schutzhauben 29.2 von den Sechskantmuttern
16 in der Bildebene nach links ab und diese können nunmehr gelöst werden. Der keilförmigen
Schenkel des Drehgriffes 28.3 drückt auf die Anlaufrolle 27.11 und das Zwangsentlüftungsventil
27 tritt in Funktion und entspannt den Packungsraum der Stopfbuchspackung.
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Auf diese Weise wird einmal die Schieberspindel 3.1 in Öffnungsstellung
blockiert, die Stopfbuchspackung entlastet und ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit
erzielt.
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L e e r s e i t e