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Hinweistafel, Türschild oder dergl.
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Die Erfindung betrifft eine Hinweistafel, ein Türschild oder eine
ähnliche Einrichtung, welche beispielsweise in Gängen von Verwaltungsgebäuden angebracht
und zum Hinweis der in den einzelnen Räumen untergebrachten Büros oder Dienststellen
dient.
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Die Erfindung umfaßt aber auch ein Türschild, welches beispielsweise
an den Türen der einzelnen Räume angebracht werden kann und entsprechende Hinweise
über das Büro, die Dienststelle oder die darin sich befindlichen Personen enthält.
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Es sind bereits Hinweistafeln bekanntgeworden, die aus einer
Magnetfläche
mit einer Folie aus gummi- oder kunststoffgebundenem Dauermagnetpulver bestehen,
die an der Rückseite eine ferromagnetische Rückschlußplatte aufweisen. Auf der Vorderfläche
der Dauermagnetfolie sind dann mittels kleiner Täfelchen, die eine ferromagnetische
Auflage haben, die die Hinweise bildenden Buchstaben, Symbole und Zahlen aufgebracht,
die magnetisch auf der Folie haften.
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Bei den bisher bekannten Hinweis tafeln der oben genannten Art besteht
jedoch der Nachteil, daß die mit einer ferromagnetischen Fläche versehenen Platten
oder Plättchen, die die Buchstaben, die Schrift, die Symbole oder die Zahlen aufweisen,
leicht von der Tafel durch Unbefugte entfernt werden können, wodurch die Hinweistafel
oder das Türschild mehr oder weniger wertlos wird.
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Außerdem war es mit den bisherigen Hinweistafeln und Türschildern
nicht möglich, ein Hinweisschild mit einem Aussehen zu schaffen, das einem üblichen
Edelstahlschild oder einem eloxierten Aiuminiumschild gleichkommt, die verhältnismäßig
teuer in der Herstellung sind.
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Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, eine
Hinweistafel oder ein Türschild der eingangs genannten Art 711 schaffen, welches
mit einfachen Mitteln nicht zerstört oder durch Diebstahl unbrauchbar gemacht werden
kann und welches ein Aussehen eines herkömmlichen Metallschildes aufweist. Außerdem
soll insbesondere ein an Türen befestigtes Tüschild durch die schroffen Bewegungen
der Tür beim Türzuschlagen nicht beschädigt werden.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird eie Hinweistafel, ein Türschild
oder dergl., bestehend aus einer Magnetfläche mit einer Folie aus gummi- oder kunstharzgebundenem
Dauermagnetpulver und einer ferromagnetischen Rückschlußplatte und auf der Magnetfläche
haftenden, mit ferromagnetischen Flächen versehenen
Täfelchen, vorgeschlagen,
welche dadurch gekennzeichnet ist, daß innerhalb eines die ferromagnetische Rückschlußplatte
vollständig umgebenden und ihre Fläche überstehenden Rahmens eine oder mehrere längliche
streifenförmige Dauermagnetfolien mit anisotroper Breitpolmagnetisierung aneinander
und an den Rändern des Rahmens dicht anliegend angeordnet sind, auf welchen über
die gesamte Länge eine entsprechende Anzahl von ferromagnetischen Plättchen mit
den streifenförmigen Dauermagnetfolien bündig abschließend magnetisch haftend aufgelegt
sind, die alle oder teilweise mit Buchstaben, Schriften, Zahlen oder Symbolen versehen
sind.
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Die erfindungsgemäße Hinweistafel bzw. das Türschild weit den großen
Vorteil auf, daß die Tafel oder das Schild in einfacher Weise aufgebaut werden kann,
wobei beispielsweise der Hausmeister oder die dafür zuständige Person eines Gebäudes
nur die Plättchen mit den entsprechenden Schriften oder Zahlen auf die Dauermagnetfolienstreifen
aufsetzen muß. Die so aufgebauten, mit den ferromagnetischen Plättchen versehenen
Streifen werden dann genau passend auf den ferromagnetischen Rückschluß mit dem
Rahmen eingesetzt, wo insbesondere durch die anisotrope Breitpolmanetisierung eine
derart große Haftung zwischen dem Plättchen, dem Dauermagnetstreifen und dem ferromagnetischen
Rückschluß entsteht, daß die Plättchen nur noch mit Gewalt, d.h. durch Zerstörung
des gesamten Schildes oder der Hinweistafel, entfernt werden können. Eine Wegnahme
der einzelnen, mit den Buchstaben, Symbolen oder Schriften versehenen Plättchen
ist nach dem Zusammensetzen des Schildes nicht mehr möglich. Das Schild weist ferner
noch den Vorteil auf, daß, wenn es an einer Tür befestigt ist, beim Zuschlagen der
Tür durch die außerordentlich hohe Haftkraft der gesamten Verbundanordnung die einzelnen
magnetisch haftenden Plättchen nicht mehr aus dem Rahmen herausgeschleudert oder
gerissen werden können.
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Um das Schild zu ändern, muß die mit der Anderung beauftragte Person
einen besonderen Magneten einsetzen, der auf die Streifen bzw. die Plättchen aufgesetzt
wird, wobei diese dann durch die magnetischen Kräfte des Hilfsmagneten von der Dauermagnet-Folie
ab(eæocIen werden können. Wenn nämlich die Plättchen selbst oder die Dauerma(snetfolie
vom ferromagnetischen Rückschluß entfernt sind, können die einzelnen aufgelegten
Plättchen sehr leicht wieder von ESand entfernt werden. Sitzen aber die Plättchen
zusammen mit der bündig abschließenden Dauermagnetfolie in der Rahmen innerhalb
der ferromagnetischen Weicheisenrückschlußplatte, dann sind keine Angriffspunkte
vorhanden, um die einzelnen Plättchen wieder von der Dauermagnetfolie zu ent-Iernen.
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Gemäß einer besonderen Ausgestaltung können die Oberflächen der mit
einer ferromagnetischen Fläche versehenen Plättchen beliebis aus.Iestaltet werden.
So kann eine schwarze Schrift auf weikem Grund oder auf Edelstahl aufgebracht werden.
Die Schrift kann geätzt, und die Blindplättchen können entsprechend austIebildet
werden, so daß nach dem Einlegen der Plättchen eine zusammenhängende Platte sichtbar
wird und die Fugen zwischen den einzelnen Plättchen nicht mehr erkennbar sind.
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Es ist auch möglich, die Plättchen zu eloxieren, zu prägen, zu brünieren
oder einer sonstigen Finishbehandlung zu unterwerfen.
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werner können auch mehrere Reihen von Plättchen auf jeweils einen
Streifen aufgelegt werden, nur ist erforderlich, daß die äußeren Plättchen mit dem
Streifen bündig abschließen und somit einmal in den Rahmen der ferromagnetischen
Rückschlußlatte passen und keine Angriffsflächen zum Entfernen bieten.
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Mit der erfindungsgemäßen Hinweistafel oder dem Türschild ist es möglich,
schnell und preiswert eine Tafel oder ein Schild
mit vorgefertigten
Buchstaben zu erstellen, das das Aussehen eines üblichen Edelmetallschildes aufweist,
das aber jederzeit durch einfache Handqriffe abgewandelt oder verändert werden kann.
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Anhand der Zeichnung soll am Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform
die Hinweistafel oder das Türschild gemäß der Erfindung näher erläutert werden.
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In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Hinweistafel
oder ein Türschild gemäß der Erfindung.
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Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt entsprechend der gestrichelt dargestellten
Linie A-B von Fig. 1.
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Fig. 3 zeigt eine Dauermanetfolie mit teilweise aufgelegten ferromagnetischen
Plättchen.
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Fig. 4 zeigt in perspektivischer Darstellung ein ferromagnetisches
Plättchen mit Teilaufriß.
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Wie sich aus der Zeichnunq ergibt, besteht das Ausführungsbeispiel
der Hinweistafel oder des Türschildes gemäß der Erfindung aus einer ferromagnetischen
Rückschlußplatte 1, beispielsweise aus Weicheisenblech, die von einer überstehenden
Umrandung 2 umgeben ist. Innerhalb der Umrandung 2 sind im dargestellten Beispiel
mehrere längliche streifenförmige Dauermagnetfolien 3 mit anisotroper Breitpolmagnetisierung
aneinander und an den Rändern des Rahmens dicht und fuqenlos eingelegt. Auf den
streifenförmigen Dauermagnetfolien sind mehrere mit einer ferromagnetischen Schicht
4 versehene Plättchen 5 aufgelegt, die mit den Rändern der Dauermagnetfolien 3 bündig
abschließen und die
gesamte Fläche ausfüllen. Auf den Plättchen
können sich beliebige Buchstaben 6 zur Bildung einer Schrift oder sonstige Zahlen,
Symbole usw. befinden. Wesentlich ist dabei, daß auch an den Stellen, wo keine Schrift
erscheint, sogenannte Blindplättchen 5 eingesetzt sind, damit die gesamte Fläche
innerhalb des Rahmens 2 vollständig und fugendicht von den Plättchen 5 bedeckt ist.
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Die Breite der streifenförmigen Dauermagnetfolien 3 ist beliebig und
kann beispielsweise zwischen 200 und 800 mm liegen, während die Höhle etwa zwischen
20 und 50 mm beträgt. Die Dauermagnetfolien weisen eine Stärke von etwa 0,75 mm
auf und sind anisotrop breitpoliq magnetisiert, wobei die Polbreite gegenüber den
bisher bekannten Engpolmagnetisierungen etwa 3 mm beträgt und der Polabstand etwa
1 bis 1,5 mm aufweist. Es hat sich gezeigt, daß bei Verwendung derartiger länglicher
streifenförmiger Dauermagnetfolien, die beispielsweise auf der Basis eines qummi-
oder kunstharzgebundenen Dauermagnetpulvers bestehen, mit anisotroper Breitpolmagnetisierung
Haftkräfte entstehen, die vier bis fünf mal höher sind als die Haftkräfte normaler
Dauermagnetfolien. Es wurden hierbei Haftkräfte von 200 bis 300 p/cm gemessen.
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In Verbindung mit der dichten Anordnung innerhalb des Rahmens 2 kann
also ein derart aufgebautes und zusammengesetztes Schild oder eine derartige Hinweistafel
nicht mehr ohne besondere Hilfsmittel oder ohne Zerstörung des Schildes auseinandergenommen
werden,bzw. es ist nicht möglich, durch Diebstahl einige der eingelegten Plättchen
5 zu entfernen. Auf der anderen Seite wirkt sich aber die Anordnung insbesondere
bei mechanischen Stößen an Türen von besonderem Vorteil aus, da selbst bei starkem
Zuschlagen der Türen die Plättchen 5 nicht aus dem Rahmen 2 herausgeschleudert werden
können.
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Durch die Plättchen 5 in etwa sechzehn verschiedenen Breiten
können
auch bei der Erstellung von Schriften 95 % der Spationierung abgedeckt werden.
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Zum Ändern des Schildes braucht nur jeweils auf einen Dauermagnetstreifen
ein Gesenmagnet aufgesetzt zu werden, wodurch die Verhältnisse der Haftkräfte aufgehoben
werden und wobei es möglich ist, die Folie 3 aus dem Rahmen zusammen mit den Plättchen
5 herauszuziehen. Sind die streifenförmigen Dauermagnetfolien 3 von der ferromaconetischen
Rückschluplatte 1 entfernt, dann können die Plättchen 5 in einfacher Weise von der
Folie 3 abgezogen werden.
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In Fig. 3 ist noch gestrichelt bei 7 dargestellt, daß die Plättchen
auch in mehreren Reihen auf der Folie angeordnet sein können, wobei es lediglich
wichtig ist, daß die äußeren Plättchen bündig mit dem Rand der Folie 3 abschlieBen.
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Dxe Plättchen 5 können, wie oben dargestellt, beliebige Oberflächen
und inishbehandlunqen erfahren, so daß Hinweistafeln oder Türschilder mit einem
Aussehen entsprechend demjenigen von Edelmetalltafeln oder -schildern hergestellt
werden können.
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L e e r s e i t e