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"Verfahren zum Lösen eines Schmiedestückes aus einem Werk-
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zeug sowie Schabotte- oder Gegenschlaghammer, welcher mit einem Ausstoßer
zum Lösen eines Schmiedestückes versehen ist" Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Lösen eines Schmiedestückes aus der Gravur eines Werkzeuges oder eines Einsatzes
eines Werkzeuges eines Schabotte- oder Gegenschlaghammers und Anheben des Schmiedestückes
mittels eines Ausstoßers in eine Entnahmelage, dessen Ausstoßbewegung durch Beaufschlagung
mit einem Druckmittel erfolgt. Weiterhin erstreckt sich die Erfindung auf einen
Schabotte- oder Gegenschlaghammer, welcher mit einem Ausstoßer zum Lösen eines Schmiedestückes
aus der Gravur eines Werkzeuges oder eines Einsatzes eines Werkzeuges und Anheben
des Schmiedestückes in eine Entnahmelage ausgerüstet ist, dessen Ausstoßbewegung
durch Beaufschlagung mit einem Druckmittel erfolgt, wobei der Ausstoßer derart angeordnet
ist, daß dieser während des Schlagvorganges von den am Schlag direkt oder indirekt
beteiligten Bauteilen des Hammers getrennt ist.
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Es ist bei Schabottehämmern bekannt, in der Schabotte, in einem Einsatz
der Schabotte oder in einem Werkzeughalter Ausstoßer anzuordnen, welche über Leitungen
hydraulisch beaufschlagbar und durch das Driickmittel in ihre Ausstoßlagen bewegbar
sind. Diese bekannte Ausführung hat den Nachteil, daß die Ausstoßer durch ihre Anbringung
in der Schabotte bzw. im
Schabotteneinsatz den starken Erschütterungen
beim Schmieden ausgesetzt sind und dadurch schnell zu Störungen neigen und einen
erheblichen Wartungsaufwand erfordern.
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Bei Gegenschlaghämmern ist es bekannt, Ausstoßer zu verwenden, die
unabhängig vom Unterbären auf der Gruedplatte angebracht sind Ihre Ausstoßkraft
ist jedoch begrenzt durch das Bärgewicht bzw. durch die Gewichtsdlfferenz, wenn
Ober- und Unterbär miteinander gekuppelt sind Außerdem ist eine genaue Positionierung
des Werkstuckes im ausgestoßenen Zustand nur dann zu erreichen, wenn die Ruhelage
des Unter bären nach dem Schlag immer genau dieselbe ist.
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An Gegenschlaghämmern ist es weiterhin bekannt, Ausstoßer starr oder
federnd anzubauen, bei denen das letzte Stück des Rückhubes eines Bären zum Ausstoßen
benutzt wird. Bei dieser bekannten Ausführung erweist es sich als nachteilig, daß
beim normalen Schmieden der Bärhub soweit reduziert werden muß, daß der Ausstoßer
das Schmiedeteil nicht berührt.
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Erst beim Ausstoßen wird der volle Hub durchfahren. Weiterhin ist
durch die nicht genau zu steuernde Ausstoßgeschwindigkeit ein sauberes Positionieren
des Schmiedeteils zur Übergabe nicht möglich.
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Von diesem Stand der technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zum Lösen eines Schmiedestückes sowie einen Schabotte- odr
Gegenschlaghammer, welcher mit einem Ausstoß er zum Lösen eines Schmiedestückes
ausgerüstet ist, zu schaffen, bei welchen der Hub des Ausstoßers nicht nur in seiner
Höhe unabhängig von etwaigen Restbewegungen des Bären oder der Schabotte in seiner
Höhe einstellbar ist, sondern auch vergleichsweise große Ausstoßkräfte erzeugt werden
können, wobei darüber hinaus keinerlei Verbindung zwischen Bär bzw. Schabotte einerseits
und Ausstoßer andererseits während der Stoßwirkung des Schlages des Bären besteht.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dies dadurch erreicht,
daß mit Beendigung des Schlagvorganges und wenn der Bär oder die Schabotte des Hammers
im wesentlichen zur Ruhe gekommen ist, der Ausstoßer mit dem Bär bzw. der Schabotte
in Wirkverbindung gebracht wird, und dann die eigentliche Ausstoßbewegung eingeleitet
wird. Bei einem Schabotte- oder Gegenschlaghammer wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß der aus einem Ausstoßerkolben und einem Ausstoßerevtl.
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dorn und /einem Ausstoßerstift bestehende Ausstoßer an einem
nicht
am Schlag beteiligten Bauteil des Hammers befestigt ist, daß der Ausstoßerkolben
beim Ausstoßvorgang am Bär bzw.
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an der Schabotte anliegt und der Ausstoßerdorn bzw. -stift mit dem
Ausstoßerkolben direkt oder über ein Druckmittel in Wirkverbindung steht.
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Durch die Lehre nach der Erfindung wird der Ausstoßvorgang in zwei
Abschnitte unterteilt, und zwar einmal in das Heranfahren und Kuppeln des Ausstoßerkolbens
mit dem Werkzeug oder dem Bär bzw. der Schabotte, und zum anderen in das eigentliche
Ausstoßen. Dies ergibt die Möglichkeit, den Hub des Ausstoßers unabhängig von etwaigen
Restbewegungen des Bären bzw. der Schabotte in seiner Höhe einzustellen. Außerdem
können vergleichsweise große Ausstoßkräfte erzeugt werden, insbesondere dann, wenn
nicht nur eine kraftschlüssige, sondern auch eine formschlüssige Verbindung zwischen
Ausstoßerkolben einerseits und Werkzeug oder Bär bzw. Schabotte andererseits in
Richtung der Wirkung der Ausstoßerkraft hergestellt wird.
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Die Richtungder Ansstoßbewegung des Ausstoßerdornes bzw. -stiftes
kann senkrecht zur Bewegungsrichtung des Bären erfolgen. Es ist aber auch möglich,
daß die Richtung der Ausstoßbewegung des Ausstoßerdornes bzw. - stiftes in Bewegungsrichtung
ds Bären verläuft.
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Vorteilhaft ist der Ausstoßerkolben in einem seitlich am Ständer des
Hammers angebrachten Zylinder angeordnet und mit einer
Kolbenstange
ausgerüstet, welche eine Offnung in ir dem Bären bzw. der Schabotte zugewandten
Stirnwandung des Sylinders durchsetzt und sich in der einen Endlage des Ausstoßerkolbens
in eine quer zur Schlagrichtung des Bären verlaufende Ausnehmung des Werkzeuges
erstreckt und mit dem senkrecht im Werkzeug angeordneten Ausstoßerstift derart in
Wirkverb-lndung steht, daß dieser sich in seiner ausgefahrenen Endlage befindet.
Die einander zugeordneten Enden der Kolbenstange und des Ausstoße-rstiftes sind
mit einander angepaßten Schrägflächen versehen. Da der Ausstoßerkolben quer zur
Schlagrichtung des Bären arbeitet, wird die auf den Bären wirkende horizontale Kraftkomponente
des Ausstoßers von der Bärführung aufgenommen. Diese Art eines Ausstoßers ist vor
allem ort vorteilhaft, wo eine Anbringung auf der dem Werkzeug entgegengesetzten
Seite nicht möglich ist, z.B. an einem Oberbär mit großem Antriebskolben.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Eolbenstange des
Ausstoßerkolbens sich in eine in Schlagrichtung des Bären verlaufende Ausnehmung
des Bären bzw. der Schabotte erstrecken und als Zylinder für den Ausstoßerdorn ausgebildet
sein, welcher in seiner ausgefahrenen Endlage eine im Werkzeug vorhandene, in Schlagrichtung
des Bären verlaufende Bohrung od.dgl. durchsetzt. Die Beaufschlagung des Ausstoßerkolbens
mit Druckmittel erfolgt derart, daß diese eine Ausgleichbewegung
des
Ausstoßerkolbens erlaubt Vorteilhaft ist die Kolbenstange des Ausstoßerkolbens so
angeordnet, und an ihrem freien Ende so ausgebildet, daß diese in ihrer ausgefahrenen
Endlage mit dem Bären bzw. der Schabotte oder der Unterseite des Werkzeuges kraftschlüssig
verbunden ist. Diese Ausführungsform ermöglicht das Ausfahren des Ausstoßerkolbens,bis
dessen Kolbenstange kraftschlüssig am Bär bzw. am Gesenk anliegt. Danach wird der
Ausstoßerdorn durch Beaufschlagung mittels eines Druckmittels ausgefahren, so daß
das Schmiedestück ausgestoßen wird. Hierdurch wird erreicht, daß das Ausstoßen des
Schmiedestückes mit einer definierten Geschwindigkeit erfolgt.
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Diese Ausführung ist beschränkt auf die Erzeugung nicht allzu großer
Ausstoßkräfte, so z.B., wenn bei Gegenschlaghämmern der Unterbär durch Kupplungselemente
mit dem Oberbär verbunden ist und dadurch das Eigengewicht des Unterbären nahezu
ausgeglichen ist. Wenn daher die Ausstoßkräfte ein bestimmtes Maß überschreiten,
ist eine Verriegelung des Bären während des Ausstoßvorganges vorzusehen, z.B. durch
Festklemmen des Bären in seinen Führungen.
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Die Erzeugung beliebig großer Ausstoßkräfte wird nach einem Vorschlag
der Erfindung dadurch erreicht, daß die Eolbenstange des Ausstoßerkolbens mit Kupplungselementen
versehen ist, welche derart angeordnet und ausgebildet sind, daß diese beim
Verschieben
des Ausst-oßerdorn-s in seine ausgefahrene Endlage in form-schlüssig-e Verbindung
mit einer Ausbuchtung od.dgl. in der Ausnehmung des Bären bzw. der Schabotte gelangen.
Der AÜsstoßerddrn weist eine sich zu seinem freien Ende hin konisch veraungende
Absetzung auf, welche als Betätigungselement für eine Spreizbewegung der -Eupplungselemente
dient. Die Beaufschlagung des Ausstoßerdorns mit Druckmittel erfolgt nach Herstellung
einer kraftSchlüsslgen Verbindung zwischen der Kolbenstange des Ausstoßerkolbens
und dem Bär bzw. der Schabotte. Bei dieser Ausführungsfom wird eine formschlüssige
Ankupplung des Ausstoßerkolbens an den Bär bzw. die Schabotte vorgenommen, bevor
der eigentliche Ausstoßvorgang beginnt. Durch Ausfahren des Ausstoßerkolbens legt
sich dessen Kolbenstange stirnseitig in die Ausnehmung des Bären bzw. der Schabotte
ein, wobei durch das Ausfahren des Ausstoßerdorns die Kupplungselemente gespreizt
werden, so daß diese sich in die Ausbuchtung od.dgl. der Ausnehmung des Bären bzw.
der Schabotte erstrecken und somit eine formschlüssige Ankupplung hergestellt wird.
Auf ihrem weiteren Weg kann der Ausstoßerdorn ein Schmiedestück mit einer vergleichsweise
großen Kraft ausstoßen, da die Gegenkraft durch die Kupplung aufgenommen wird.
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Gemäß einem weiteren Vorschlage der Erfindung erstreckt der Ausstoßerkolben
sich in eine in Schlagrichtung des Bären verlaufende Ausnehmung des Bären bzw. der
Schabotte und ist als
Zylinder fur den Ausstoßerdorn ausgebildet,
wobei der Ausstoßerkolben mit einem Schwenktrieb in Wirkverbindung steht und im
Bereich seines vorragenden Endes mit einen oder mehreren Riegeln od.dgl. ausgerüstet
ist1 welcher bzw. welche derart ausgebildet und angeordnet ist bzw. sind, daß dieser
bzw diese beim Verschwenken des Ausstoßerkolbens in seine eine Rotationsendlage
in formschlüssige Verbindung der Ausbuchtung od.dgl. in der Ausnehmung des Bären
bzw. der Schabotte gelangt bzw. gelangen, während in der anderen Rotationsendlage
des Ausstoßerkolbens keine formschlüssige Verbindung besteht Der Ausstoßerkolben
ist an seiner dem Ausstoßerdorn abgewandten Seite als Zylinder für die Aufnahme
einer frei vorragenden, feststehenden Kolbenstange ausgebildet. Der Schwenktrieb
weist eine Zahnstange und eine dies hin- und herschiebende Zylinder-Kolben-Einheit
auf, wobei die Zahnstange seine Zahnung des Ausstoßerkolbens eingreift. Durch diese
Ausbildung wird eine bajonettartige Verriegelung zwischen den Ausstoßerkolben und
dem Bär bzw. der Schabotte hergestellt.
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Bei großen Schmiedestücken kann es vorteilhaft sein, wenn das Werkzeug
mit mehreren Ausstoßern ausgerüstet ist, die an verschiedenen Stellen des Werkzeuges
bzw. Gesenks das Schmiedestück gleichzeitig ausstoßen. Hierdurch wird erreicht,
daßbei
einem etwaigen Klemmen des Schmiedestückes in der Gravur
größere Biegekräfte vermieden werden und nach dem Ausheben aus der Gravur eine gleichmäßige
und wiederholbare Übergabeposftion vorhanden ist.
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Es kann aber auch der Fall eintreten, daß das Schmiedestück beim Ausheben
aus der Gravur verkantet. In diesem Falle ist es vorteilhafter7 wenn bei Vorhandensein
mehrerer und Ausstoßer diese abwechselnd betätigt werden somit das Schmiedestück
jeweils um ein kleines Stück anheben.
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Ausfahrungsbeispiele der Erfindung sind an Hand der Zeichnungen näher
erläutertgund zwar zeigen diese: Pig. 1 in schematischer Darstellung eine geschnittene
Ansicht eines Teils des Hammers mit quer zur Schlagrichtung angeordnetem Ausstoßer,
Fig. 2 in schematischer Darstellung eine geschnittene Ansicht eines Teils des Hammers
mit in Schlagrichtung wirkendem Ausstoßer und kraftschlüssiger Verbindung zwischen
Ausstoßerkolben und Bär, Fig. 3 in schematischer Darstellung eine geschnittene Ansicht
eines Teils des Hammern mit in Schlagrichtung wirkendem Ausstoßer und formschlüssiger
Verbindung zwischen Ausstoßerkolben und Bär durch spreizbare Kupplungselemente,
Fig.
4 in schematischer Darstellung eine geschnittene Ansicht eines Teils des Hammers
mit in Schlagrichtung wirkendem Ausstoßer und formschlüssiger Verbindung zwischen
Ausstoßerkolben und Bär in Verriegelungslage des Ausstoßerkolbens mit dem Bär durch
Verschwenken des Ausstoßerkolbens, Fig. 5 die gleiche Darstellung wie in Fig. 4,
jedoch in entkoppelter Lage von Ausstoßerkolben und Bär, Fig. 6 in schematischer
Darstellung eine geschnittene Ansicht eines Teils des Hammers mit zwei in Schlagrichtung
wirkenden Ausstoßern und kraftschlüssigen Verbindungen zwischen Ausstoßerkolben
und Bär und Fig. 7 in schematischer Darstellung eine geschnittene Ansicht zweier
benachbarter Ausstoßer mit gemeinsamer Steuervorrichtung.
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Mit 1 ist die Grundplatte, mit 2 der Ständer und mit 3 der Bär bzw.
die Schabotte des Hammers bezeichnet.
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Der Ausstoßer besteht aus dem Ausstoßerkolben 4, ggf. mit einer Kolbenstange
5 und einem Ausstoßerdorn 6 bzw. einem Ausstoßerstift 7.
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Bei der Ausführung nach Fig. 1 ist am Ständer 2 des Hammers
seitlich
ein Zylinder 8 angebracht, in dem der Ausstoßerkolben 4 verschiebbar angeordnet
ist. Die Kolbenstange 5 des Ausstoßerkolbens 4 durchsetzt in der in Fig. 1 gezeigten
einen Endlage des Ausstoßerkolbens 4 die Öffnung 9, in der dem Bären 3 zugewandten
Stirnwandung 10 des Zylinders 2. Die Kolbenstange 5 erstreckt sich hierbei in eine
quer zur Schlagrichtung des Bären 3 verlaufende Ausnehmung 11 des Werkzeuges 12
-und steht hierbei mit dem Ausstoßstift 7 in Wirkverbindung, welcher in einer senkrechten
Bohrung 13 od.dgl. des Werkzeuges 12 vorgesehen ist. Die einander zugeordneten Enden
der Kolbenstange 5 und des Ausstoßstiftes 7 sind mit Schrägflächen 14 versehen.
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In Fig. 1 sind der Ausstoßerkolben 4 und die Kolbenstange 5 in ausgezogenen
Linien in ihren einen, nämlich den Ausstoßerstift 7 betätigenden Endlage, dargestellt,
während in strichpunktierten Linien die andere, d.h. die Ruhelage, gezeigt ist.
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An den Zylinder 2 ist das Steuerglied 15 angeschlossen, aus dem hydraulisches
Druckmittel über die Leitungen 16 entsprechend den Pfeilen 17 und umgekehrt zugeführt
wird.
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Durch die seitliche Anbringung des Ausstoßers an dem Ständer 2 des
Hammers werden die beim Schmieden entstehenden Erschütterungen
von
diesem ferngehalten. Nach Erreichen der Ruhelage des Bären 3 wird der Ausstoßerkolben
7 über das Steuerglied 15 und eine der Leitungen 16 beaufschlagt, so daß dieser
sich in die in Fig. 1 links eingezeichnete Endlage bewegt, in welcher seine Kolbenstange
5 über die Schrägflächen 14 den Ausstoßerstift 7 in seine Endlage ausführt, welche
für die linke Hälfte des Ausstoßerstiftes 7 gezeigt ist.
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In dieser ausgefahrenen Endlage wird das im Werkzeug 12 befindliche
Werkstück 18 angehoben und in die durch die Endlage des Ausstoßerstiftes 7 vorgegebene
Entnahmeposition gebracht.
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Nach erfolgtem Ausstoßen des Werkstückes 18 erfolgt eine Umsteuerung
der hydraulischen Beaufschlagung über das Steuerglied 15, so daß der Ausstoßerkolben
4 in seine andere Endlage zurückkehrt, wobei der Ausstoßerstift 7 unter der Wirkung
seiner Schwerkraft nach unten fällt, welche Bewegung auch durch die Feder 19 unterstützt
oder aber durch diese zwangsläufig herbeigeführt werden kann.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wirkt der Ausstoßer in Schlagrichtung
des Bären 3. Die Kolbenstange 5 des Ausstoßerkolbens 4 erstreckt sich in die in
Schlagrichtung des Bären 3-verlaufende Ausnehmung 11. Die Kolbenstange 5 ist als
Zylinder für den Ausstoßdorn 6 ausgebildet, welcher mit seinem verjüngten Teil die
senkrechte Bohrung 13 des Werkzeuges 12 durchsetzt.
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In der linken Hälfte der Fig. 2 ist der Ausstoßerkolben 4 in seiner
ausgefahrenen Endlage gezeigt, während in der rechten Hälfte die Ruhelage dargestellt
ist.
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Das Steuerglied 15 ist doppelt wirkend ausgebildet, und zwar erfolgt
die Beaufschlagung des Ausstoßerkolbens 4 über die Leitungen 16 mit pneumatischem
Druckmittel, während der Ausstoßerdorn 6 über die Leitungen 20 hydraulisch beaufschlagt
wird. Die Wirkungsweise ist derart, daß zunächst der Ausstoßerkolben 4 über die
Leitungen 16 pneumatisch beaufschlagt wird, bis die Stirnfläche seiner Kolbenstange
5 an der entsprechend ausgebildeten Stirnfläche 21 der Ausnehmung 11 des Bären 3
kraftschlüssig anliegt. Daraufhin wird der Ausstoßerdorn 6 betätigt, so daß dieser
eine Aufwärtsbewegung ausführt, welche zum Auswerfen des im Werkzeug 12 befindlichen
Schmiedestückes 18 führt. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Schmiedestück 18
mit einer definierten Geschwindigkeit ausgestoßen wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die sich in ihrer ausgefahrenen
Endlage in die Ausnehmung 11 des Bären 3 erstreckende Kolbenstange 5 des Ausstoßerkolbens
4 wiederum als Zylinder für den Ausstoßerdorn 6 ausgebildet. Der vordere Teil des
Ausstoßerdorns 6 weist eine sich konisch verjüngende Absetzung 22 auf, deren veräüngter
vorderer Teil sich durch die senkrechte Bohrung 13 in eine entsprechende Bohrung
des nicht weiter
dargestellten, sich auf dem Bären 3 befindlichen
Werkzeuges erstreckt.
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Die Kolbenstange 5 weist in ihrem oberen Teil Eupplungselemente 23
auf, die über nicht weiter dargestellte Pederelemente gehaten sind.
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Die Beaufschlagung sowohl des Ausstoßerkolbens 4 als auch des Ausstoßerdorns
6 erfolgt hydraulisch über das Steuerglied 15 und die Leitungen 16 und 20. Im linken
Teil der Fig. 3 sind der Ausstoßerkolben 4 und der Ausstoßerdorn 6 in ihren Ruhelagen
dargestellt, während im rechten Teil diese in ihren ausgefahrenen Endlagen gezeigt
sind.
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Die Steuerung geschieht in der Weise, daß zunächst der Ausstoßerkolben
4 hydraulisch angehoben wird, bis seine vordere Stirnfläche an der Stirnfläche 21
in der Ausnehmung 11 des Bären 3 anliegt. Nunmehr wird der Ausstoßerdorn 6 hydraulisch
beaufschlagt, so daß dieser eine Aufwärtsbewegung in Richtung auf das im nichtdargestellten
Werkzeug befindliche Werkstück ausführt. Durch die schrägverlaufende Absetzung 22
des AuBetoßerdorns 6 werden die mit entsprechenden Schrägflächen ausgerüsteten Kupplungselemente
23 gespreizt, so daß diese sich in der Ausbuchtung 24 der Ausnehmung 11 des Bären
3 formschlüssig verspannen. Auf dem weiteren Weg
des Ausstoßerdorns
6 kann dieser ein Schmiedestück mit einer ve¢eichsweise großen Kraft ausstoßen,
da die Gegenkraft durch die Kupplung aufgenommen wird.
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Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 und 5 ist eine Ausführungsform
gezeigt, bei welcher der Ausstoßerkolben 4 in seiner ausgefahrenen Endlage die dem
Bären 3 zugewandte Stirnwandung seines Zylinders 8 durchsetzt, wie Fig. 4 deutlich
macht. Der Ausstoßerkolben 4 erstreckt sich hierbei in die Ausnehmung 11 an der
Unterseite des Bären 3 und dient wiederum als Zylinder für den Ausstoßerdorn 6.
Dieser ist unterteilt ausgebildet, und zwar ist ein Zwischendorn 25 vorgesehen.
Der Ausstoßerstift 7 steht unter der Einwirkung der Feder 19, welche diesen in seine
Ausgangslage zurückbewegt.
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Der Ausstoßerkolben 4 ist mit einem Schwenktrieb 26 versehen, welcher
aus der Zahnstange 27 und einer diese betätigenden Zylinder-Kolben-Einheit 28 besteht.
Die Zahnstange 27 greift hierbei in eine Zahnung 29.des Ausstoßerkolbens 4 ein.
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Der Ausstoßerkolben 4 ist an seiner Oberseite mit zwei einander gegenüberliegenden,
vorragenden Riegeln 30 ausgerüstet, welche im verriegelten Zustand (Fig. 4) sich
in die Ausbuchtung
24 der Ausnehmung 11 an der Unterseite des
Bären 3 erstrecken und somit eine formschlüssige Verbindung durch Verriegelung bewirken.
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Der Ausstoßerkolben 4 ist mit einem Zylinderraum 33 versehen, in welchem
eine von der Stirnwand 31 des Zylinders 8 frei vorragende Kolbenstange 32 gleitet.
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Die Betätigung erfolgt in der Weise, daß über das Steuerglied 15 und
den feststehenden Kolben 32 der Zylinderraum des Ausstoßerkolbens 4 hydraulisch
beaufschlagt wird, so daß der Ausstoßerkolben sich aufwärts in die Ausnehmung 11
des Bären 3 bewegt, soweit, bis seine Stirnseite an der Stirnfläche 21 der Ausnehmung
11 des Bären 3 anliegt. Im Zylinderraum 33 entsteht nunmehr ein Druckaufbau. Dieser
Druckaufbau bewirkt über das mehrfach wirkende Steuerglied 15 eine Beaufschlagung
der Leitung 34 mit Hydraulikmittel, so daß der Kolben der Zylinder-Eolben-Einheit
28 des Schwenktriebes 26 verschoben wird und damit dessen Zahnstange 27, welche
über die Zahnung 29 eine Verschwenkbewegung des Ausstoßerkolbens 4 bewirkt, bei
welcher die an seinem vorderen Ende vorgesehenen Riegel 30 in die Ausbuchtung 24
der Ausnehmung 11 an der Unterseite des Bären 3 eingreifen, wie aus Fig. 4 ersichtlich
ist. Somit ist die Verriegelung hergestellt. In dieser Lage wird das hydraulische
Druckmittel durch die Überströmleitung 35, das Steuerglied 15 in die Leitung 16'
gefördert, wodurch der Ausstoßerdorn 6 beaufschlagt wird. Dadurch
bewegt
sich dieser in die in Fig. 4 gezeigte Entnahmelage, in welcher das Werkstück 18
aus der Gravur des Werkzeuges 12 ausgehoben ist. Sobald der Ausstoßerhub ausgeführt
ist, fließt das hydraulische Druckmittel aus der Rücklaufleitung 16' zurück, wodurch
eine Kontrolle über die Ausführung des Ausstoßerhubes gegeben ist. Die Leitung zum
Entriegeln auf der gegenüberliegenden Seite der Leitung 34 des Schwenktriebes 26
sowie die Überströmbohrung für die Entriegelung sind nicht weiter dargestellt.
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Diese werden nach Entnahme des Schmiedestückes 18 durch das Steuerungsglied
15 mit Drucköl beaufschlagt. Nach dem Entriegeln wird in die Leitungen 36 und 16
Hydraulikmittel gefördert, wodurch der Ausstoßerdorn 6 in seine in Fig. 6 dargestellte
Ausgangslage zurückgefahren wird. Dadurch kehren auch der Zwischendorn 25 und der
Ausstoßerstift 7 in ihre Ausgangslagen nach unten zurück, wobei der Ausstoßerstift
7 durch die Feder 19 in die untere Lage gegen Bär 3 gedrückt wird, während der Zwischendorn
25 auf dem Ausstoßerdorn 6 aufliegt, an welchem der Bär 3 vorbeigleitet.
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Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind im Bär 3 zwei senkrechte Bohrungen
13 vorgesehen, die vom Ausstoßerdorn 6 durchsetzt werden. Die Ausbildung des Ausstoßerdorns
6 und des Ausstoßerkolbens 4 ist die gleiche wie him Ausführungsbeispiel nach Fig.
4 und 5.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 sind zwei Ausstoßerkolben
4 räumlich nebeneinander ageordnet, denen nacheinander jeweils in einen bestimmten
Teilhub Hydrauliköl zugeführt wird. Das Steuerglied 15 besitzt zwei Steuerkolben
37,38. Durch die Leitung 39 fließt das zur Betätigung der Zylinder 8 bestimmte Hydrauliköl
zunächst vorbei am Steuerkolben 37 durch die Bohrung 40 zum Steuerkolben 38. Dieser
führt einen Hub nach rechts aus, wodurch die dabei verdrängte Ölmenge aus dem Raum
41 durch die Bohrung 42 vorbei am Steuerkolben 38, durch Leitung 43 zum Zylinder
8 des links dargestellten Ausstoßerkolbens 4 fließt, so daß dieser um ein bestimmtes
Stück angehoben wird. Durch den Hub des Steuerkolbens 37 nach rechts wird eine Verbindung
von Leitung 39 über die Bohrung 44 zur linken Stirnseite des Steuerkolbens 37 hergestellt,
wodurch dieser einen Hub nach rechts ausführt und das Hydrauliköl aus dem Raum 45
verdrängt. Dieses fließt durch die Bohrung 46 durch die Leitung 47 zum Zylinder
8 des rechts dargestellten Ausstoßerkolbens 4, wodurch dieser einen kurzen Hub ausführt
und um ein bestimmtes Maß angehoben wird. Durch den Hub des Steuerkolbens 38 nach
rechts wird eine Verbindung von Leitung 39 über Bohrung 40, Steuerkolben 38, Bohrung
42 zur rechten Stirnseite des Steuerkolbens 37 hergestellt. Dieser wird wieder nach
links in die dargestellte Lage verschoben und die auf der linken Seite vorhandene
Ölmenge fließt durch die Bohrung 48, ebenfallsiber Leitung 47 zum Zylinder 8 des
rechts dargestellten Ausstoßerkolbens
4, welcher einen kleinen
Hub ausführt. Durch den Hub des Steuerkolbens 38 nach links wird nun die letzte
Stellung erreicht, wodurch die Verbindung von Leitung 39 durch die Bohrung 46 zur
rechten Stirnseite des Steuerkolbens 38 hergestellt wird. Dieser wird wieder in
die dargestellte Position verschoben, wobei die Ölmenge an der linken Stirnseite
vorhanden ist und durch die Bohrung 44 zum Steuerkolben 37, durch Bohrung 49 und
Leitung 43 zum Zylinder 8 des links dargestellten Ausstoßerkolbens 4 gelangt und
dieser wieder einen kleinen Hub ausführt. Nunmehr beginnt der beschriebene Arbeitszyklus
von vorn.
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Dies bedeutet, daß die Ausstoßerkolben 4 abwechselnd hintereinander
kurze Hübe ausführen.