[go: up one dir, main page]

DE2844519A1 - Verfahren und anordnung zum ueberfuehren einer materialbahn von einer ersten auf eine zweite aufwickelwalze - Google Patents

Verfahren und anordnung zum ueberfuehren einer materialbahn von einer ersten auf eine zweite aufwickelwalze

Info

Publication number
DE2844519A1
DE2844519A1 DE19782844519 DE2844519A DE2844519A1 DE 2844519 A1 DE2844519 A1 DE 2844519A1 DE 19782844519 DE19782844519 DE 19782844519 DE 2844519 A DE2844519 A DE 2844519A DE 2844519 A1 DE2844519 A1 DE 2844519A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
material web
roller
take
web
winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19782844519
Other languages
English (en)
Other versions
DE2844519C2 (de
Inventor
Stig Patriksson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2844519A1 publication Critical patent/DE2844519A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2844519C2 publication Critical patent/DE2844519C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/22Changing the web roll in winding mechanisms or in connection with winding operations
    • B65H19/28Attaching the leading end of the web to the replacement web-roll core or spindle
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/22Changing the web roll in winding mechanisms or in connection with winding operations
    • B65H19/2238The web roll being driven by a winding mechanism of the nip or tangential drive type
    • B65H19/2253The web roll being driven by a winding mechanism of the nip or tangential drive type and the roll being displaced during the winding operation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/40Type of handling process
    • B65H2301/41Winding, unwinding
    • B65H2301/414Winding
    • B65H2301/41419Starting winding process
    • B65H2301/41425Starting winding process involving blowing means, e.g. air blast
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/40Type of handling process
    • B65H2301/41Winding, unwinding
    • B65H2301/417Handling or changing web rolls
    • B65H2301/418Changing web roll
    • B65H2301/4181Core or mandrel supply
    • B65H2301/41816Core or mandrel supply by core magazine within winding machine, i.e. horizontal or inclined ramp holding cores
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/40Type of handling process
    • B65H2301/41Winding, unwinding
    • B65H2301/417Handling or changing web rolls
    • B65H2301/418Changing web roll
    • B65H2301/4182Core or mandrel insertion, e.g. means for loading core or mandrel in winding position
    • B65H2301/41822Core or mandrel insertion, e.g. means for loading core or mandrel in winding position from above, i.e. by gravity
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2408/00Specific machines
    • B65H2408/20Specific machines for handling web(s)
    • B65H2408/23Winding machines
    • B65H2408/236Pope-winders with first winding on an arc of circle and secondary winding along rails

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Advancing Webs (AREA)

Description

Stig PATRIKSSON, S-463 00 Lilla Edet, Schweden
Verfahren und Anordnung zum Überführen einer Materialbahn von einer ersten auf eine zweite Aufwicke !walze
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überführen einer vorwärtsbewegten Materialbahn von einer ersten Aufwickelwalze nach beendetem Aufwickeln der Materialbahn auf diese zu einer zweiten Aufwickelwalze, die nahe der vorwärtsbewegten Materialbahn in Bereitschaft gehalten wird, mittels Durchtrennens der Materialbahn in Bahnquerrichtung und Aufbringens des dadurch gebildeten Vorderendes der vorwärtsbewegten Materialbahn auf die zweite Aufwickelwalze zwecks Aufwickeins auf diese, die dabei mit einer der Geschwindigkeit der vorwärtsbewegten Materialbahn angepaßten Geschwindigkeit in Rotation gehalten wird.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Xn T" ^g: ndung mit verschiedenen Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren bahnförmiger Erzeugnisse ergibt sich normalerweise ein Arbeitsschritt, bei dem die vorwärtsbewegte
909816/0960
Materialbahn zur Bildung von Materialrollen auf Aufwickelwalzen gewickelt wird. Nach Beendigung des Aufwickelvorgangs zur Bildung einer Rolle wird die Materialbahn auf eine frische Aufwickelwalze überführt, während die fertige Rolle abgefordert wird, und die frische Aufwickelwalze wird normalerweise in die Position der vorherigen Aufwickelwalze gebracht, wobei die Materialbahn während dieses ganzen Vorgangs ohne Unterbrechung ihren Hochgeschwindigkeitsvorschub fortsetzt. Die Überführung der Materialbahn muß so schnell wie möglich stattfinden, um unnötigen und kostspieligen Materialverlust zu vermeiden; dieses Problem hat sich im Lauf der industriellen Entwicklung immer weiter verstärkt, da eine Tendenz zu immer höheren Bahngeschwindigkeiten besteht, um die Maschinenanlagen optimal zu nutzen. Perner ist es im Zusammenhang mit dem sparsamen Verbrauch von Rohstoffen und Energiequellen wichtig, den Materialverlust geringzuhalten. Außerdem wurde bisher keine befriedigende lösung des Problems gefunden, mehrlagige Materialbahnen an einer Aufwickelwalze zu befestigen, wobei sämtliche Materialbahnlagen gut festgelegt sein müssen.
Bei den herkömmlichen Verfahren zum Überführen von Papierbahnen von einer Aufwickelwalze auf eine andere wird bisher immer noch ein Bindemittel, z. B. Klebstoff, verwendet, der auf die Aufwickelwalze gestrichen wird, wonach die Papierbahn abgeschnitten wird. Das dadurch entstehende Vorderende wird gegen die Walze gebracht und auf ihrer Mantelfläche mittels des Klebstoffs befestigt, so daß die Materialbahn von der Aufwickelwalze mitgenommen wird. Dieses Verfahren erlaubt keine schnelle und unmittelbare Überführung der Materialbahn, wodurch Materialverlust auftritt, der selbst in kurzen Zeitintervallen sehr hoch sein kann aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Materialbahn, Aufgrund dieser hohen Geschwindigkeit der Materialbahn ergibt sich ein zusätzliches Problem, und zwar die Schwierigkeit, den Klebstoff auf der
909818/0960
Aufwickelwalze zu halten. Tatsächlich ergibt sich bei hohen Geschwindigkeiten der Materialbahn die Gefahr, daß der Klebstoff aufgrund der Fliehkraft weggeschleudert wird, obwohl die Walzen mit Papphülsen versehen sind, auf die der Klebstoff aufgebracht wird. Beim Aufwickeln von mehrlagigen Materialbahnen kann dieses Verfahren im übrigen nicht ohne große Schwierigkeiten angewandt werden.
Obwohl versucht wurde, die bei herkömmlichen Verfahren auftretenden Probleme zu lösen, wurde bis jetzt keine befriedigende Lösung gefunden. Es wurden Versuche mit Luftstrahlen durchgeführt, um das in Verbindung mit dem Abschneidvorgang gebildete Vorderende der Materialbahn um die Aufwickelwalze zu bewegen, aber bisher ist es nicht gelungen, dieses Vorgehen in wirksamer Weise zu kontrollieren, und es war auch nicht möglich, das Problem des Festlegens der Materialbahn auf der Aufwickelwalze zu lösen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Probleme und Schwierigkeiten zu beseitigen durch Schaffung eines Verfahrens und einer Anordnung zur sehr schnellen und zuverlässigen Überführung der Materialbahn, so daß sowohl bei ein- als auch bei mehrlagigen Materialbahnen nur sehr wenig oder gar kein Materialverlust auftritt.
Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die vorwärtsbewegte Materialbahn an einem Abschnitt gegriffen wird, wodurch das Durchtrennen in Bahnquerrichtung erfolgt, und daß ein Teil der Materialbahn an dem in sackähnlicher Form gegriffenen Abschnitt um die zweite Aufwickelwalze in deren Umlaufrichtung geführt wird, bis der Teil zwischen der vorwärtsbewegten Materialbahn und der zweiten Aufwickelwalze festgeklemmt ist, so daß er von der Aufwickelwalze zusammen mit einem durch das Querdurchtrennen
909816/0960
gebildeten Vorderende der Materialbahn mitgenommen wird, wobei das Vorderende aus seiner festgeklemmten Lage freigegeben wird.
Nach der Erfindung ist ferner eine Anordnung zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens angegeben.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Aufwickelmaschine mit
einer Anordnung nach der Erfindung; und Fig. 2 schematische Ansichten eines Mechanismus, der und 3 Teil der Anordnung nach der Erfindung ist und die Überführung der Materialbahn sicherstellt.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß die Materialbahn gegriffen und ein sack- oder beuteiförmiger Abschnitt gebildet wird, der um eine umlaufende Aufwickelwalze in Umlaufrichtung derselben gebracht wird, und daß nicht die Materialbahn durchgeschnitten und anschließend versucht wird, das so gebildete Yorderende der vorwärtsbewegten Materialbahn unter Kontrolle zu bringen und an der Aufwickelwalze zu befestigen. Der Greifvorgang bringt es mit sich, daß die Materialbahn durchtrennt wird, und wenn der sackförmige Abschnitt zwischen der Aufwickelwalze und der vorwärtsbewegten Materialbahn festgeklemmt ist, wird das festgeklemmte Vorderende der Materialbahn, das in Verbindung mit dem Trennvorgang entstanden ist, von der Aufwickelwalze mitgenommen.
Eine Ausführungsform der Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist in Pig. 1 dargestellt, die eine Aufwickelmaschine für eine Materialbahn, z. B. eine Papierbahn, zeigt. Die Aufwickelmaschine umfaßt ein Gestell 2, in dem eine obere und
909816/0960
eine untere Antriebsrolle 3 bzw. 4 drehbar angeordnet sind. Die Antriebsrollen 3, 4 werden von einer Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt) getrieben, die z. B. mit der unteren Antriebsrolle 4 verbunden ist. Mehrere Riemen 6 verlaufen um die beiden Antriebsrollen und eine Riemenscheibe 5; die Riemen 6 sind über den Umfang der Antriebsrollen gleichmäßig verteilt, da sie mit einem Abstand angeordnet und in der Mantelfläche der Antriebsrollen in solcher Weise versenkt angeordnet sind, daß die Antriebsrollen zusammen mit den Riemen eine im wesentlichen glatte Oberfläche bilden. Eine Halteplatte 7 verläuft zwischen den beiden Antriebsrollen 3, 4 im wesentlichen in Tangentialrichtung auf einer Seite der Antriebsrollen und im wesentlichen über deren gesamte Breite; die Halteplatte 7 ist in solcher Weise ausgebildet, daß sie der Mantelfläche der Antriebsrollen entspricht, d. h. mit Vertiefungen zur Aufnahme der Treibriemen, so daß die Halteplatte mit den Treibriemen zusammen eine im wesentlichen glatte Oberfläche bildet. An jedem Ende der oberen Antriebsrolle 3 ist ein Beschleunigungsring 55 positioniert und verläuft etwas außerhalb des Umfangs der Antriebsrolle; er ist so angeordnet, daß er mit den Antriebsrollen 3 und 4 umläuft.
Eine Aufwickelrampe 8 springt von dem Gestell 2 vor, die dazu dienen soll, eine erste Aufwickelwalze 9 zu haltein. Diese Aufwickelwalze liegt in Drehverbindung an zwei Armen 10 an, die sich auf beiden Seiten der Aufwickelwalze 9 erstrecken. Die Walze ist so gehaltert, daß sie längs einer Stützfläche 11 verschiebbar ist, die bei dem Ausführungsbeispiel eine vorbestimmte gekrümmte Form hat. Diese Stützfläche 11 ist bevorzugt so gewählt, daß sie einen im wesentlichen konstanten Anlagedruck einer Mutter- oder Hauptrolle 12 gegen die untere Antriebsrolle 4 ausübt, wobei die Mutterrolle 12 während des Aufwickeins auf die Aufwickelwalze 9 gebildet wird. Durch diese Anordnung wird für die Mutterrolle eine gleichmäßige Festigkeit oder Härte erzielt, die dadurch einstellbar ist,
909816/0960
daß die Neigung der Aufwicke!rampe 8 geändert wird. Zu diesem Zweck ist die Aufwickelrampe 8 schwenkbar in bekannter Weise (nicht gezeigt) im Gestell angeordnet. Eine Abwickelrampe 13 ist mit den beiden Armen 10 gelenkig verbunden.
In seinem oberen Teil trägt das Gestell 2 ferner eine Zufuhrstation 14 mit einer Anzahl Aufwickelwalzen 15, die so angeordnet sind, daß sie auf einer schrägen Bahn 16 zu einer Positioniervorrichtung 17 rollen. Diese Vorrichtung 17 ist mit für sich bekannten Segmenten (nicht gezeigt) ausgebildet, die jeweils eine Aufwickelwalze 15 abwärtsfördern.
Ferner umfaßt die Aufwickelmaschine eine Vorrichtung zum Verschieben der Aufwickelwalzen von der Zufuhrstation 14 zu einer Überführungsstation 18, die noch im einzelnen erläutert wird, und von dort zu einer Aufwickelstation 19, die im wesentlichen die Aufwickelrampe 8 umfaßt. Bei dem Ausführungsbeispiel umfaßt die Verschiebevorrichtung eine im wesentlichen aus zwei Gabeln 21 bestehende Gabeleinheit 20, wobei an jedem Ende des Gestells 2 eine Gabel 21 vorgesehen ist und die Gabeln längs einem leitglied (nicht gezeigt) mittels parallel getriebener geschlossener Kettenschleifen 32 verschiebbar sind.
Ferner umfaßt die Maschine die Anordnung zum Überführen der Materialbahn von der ersten Aufwickelwalze 9 auf eine zweite Aufwickelwalze 23, die in der Gabeleinheit 20 an der Überführungsstation 18 liegt. Diese Überführungsanordnung ist im wesentlichen erstens zu dem Zweck ausgebildet, die vorwärtsbewegte Materialbahn 1 zu greifen, und dient zweitens dazu, einen Abschnitt 25 der Materialbahn in sackartiger Form um die zweite Aufwickelwalze 23 zu bringen. Eine Klappenmechanik 26 bildet einen Teil dieser Überführungsanordnung und weist eine Anzahl Klappen 27 auf, die ein Umschalten zwischen einer Ruhestellung (vgl. die Strichpunktlinie in Fig. 1) und einer Greifstellung (vgl. die Vollinie in Fig. 1)
909816/0980
ermöglichen. In der Ruhestellung sind die Klappen 27 so angeordnet, daß sie die Austrittsöffnungen 60 einer Anzahl Luftkanäle 28 (vgl. auch die Pig. 2 und 3) verschließen, die unmittelbar vor Lufteintrittsöffnungen 29 in der Halteplatte 7 angeordnet sind. Wie Pig. 1 schematisch zeigt, sind die Luftkanäle 28 so angeordnet, daß sie eine Batterie von Lufteinlässen 30 bilden, und dort ist ein Gebläse od. dgl. (nicht gezeigt) vorgesehen, um einen Luftstrom in den Kanälen 28 in Eichtung des Pfeils 31 zu erzeugen. Das Gebläse ist so angeordnet, daß es zu bestimmten Zeiten, und zwar im wesentlichen, wenn die Klappen 27 in ihrer Greifstellung sind, arbeitet.
Die Überführungsvorrichtung umfaßt ferner eine Überführungshaube 32, die im Außenende eines Tragarms 33 aufgehängt ist, der mittels eines Schwenkglieds 34 im Gestell 2 schwenkbar ist. Die Haube 32 ist so ausgebildet, daß sie zusammen mit der Tragplatte im wesentlichen die an der Überführungsstation 18 angeordnete Aufwickelwalze 23 umschließt, und sie kann in eine andere Stellung mittels einer Antriebseinheit rückgestellt werden, z. B. durch eine pneumatische KoIben-Zylinder-Einheit zum Schwenken des Tragarms 33 zwischen einer Ruhelage (vgl. die Strichpunktlinie) und einer Überführungslage an der Überführungsstation 18 nahe der Halteplatte 7 und der Materialbahn 1. Die Haube 32 ist so bemessen, daß zwischen der Aufwickelwalze 23 und der Wand 34 der Haube 32 ein Raum
36 gebildet ist, der unmittelbar vor den Öffnungen 29 liegt und sich anschließend allmählich zum entgegengesetzten Ende
37 hin verkleinert. Am unteren Randabschnitt der Haube 32 ist ein in Längsrichtung verlaufender Anschlag 38 angeordnet, der z. B, mit einer Reibungsfläche ausgebildet ist, die erwünschtenfalls etwas nachgiebig ist. Der Anschlag besteht z. B. aus Gummi, Kunststoff od. dgl. Er nimmt in der Überführungslage der Haube 32 eine solche Stellung ein, daß er für die in ihrer Greiflage befindlichen Klappen 27 einen Hemmanschlag
909816/0960
■bildet. Der Randabschnitt der Haube ist als Abreißkante 58 ausgebildet. Diese kann entweder gezahnt oder gerade ausgebildet sein.
Die Mg. 2 und 3 zeigen die Klappenmechanik 26 mit den Klappen 27 in Ruhestellung (vgl. Pig. 2) bzw. in Greifstellung (vgl. Fig. 3). Die Klappen 27 werden um eine Welle 39 geschwenkt, die in einer geeignet gewählten Entfernung von der Halteplatte 7 verläuft, und die Welle 39 weist einen Betätigungsarm 4-0 auf, der zweckmäßigerweise einer Anzahl Klappen gemeinsam zugeordnet ist. Die Klappen können in eine Anzahl Klappengruppen unterteilt werden, wobei sie gruppenweise starr miteinander verbunden sind. Jede Klappengruppe hat z. B. zwei Betätigungsarme 40 mit einer zwischengeschalteten Betätigungsstange 4L Eine Zugfeder 42 ist jeder Klappengruppe zugeordnet und tendiert dazu, die Klappen 27 aus ihrer Ruhestellung nach Pig. 2 in ihre Greifstellung nach Pig. 3 zu bringen. In jeder Klappengruppe ist ferner eine Mechanik vorgesehen, die die Klappen aus der Greif- in die Ruhestellung zurückbringt. Bei dem Ausführungsbeispiel umfaßt diese Mechanik eine pneumatische KoIben-Zylinder-Einheit 43, die einen Rückholstift 44 umfaßt, der im Zusammenwirken mit den Betätigungsarmen 40 die Rückbewegung durchführt. Um jede unnötige Terlangsamung in der Umschaltbewegung aus der Ruhein die Greifstellung zu beseitigen, ist die KoIben-Zylinder-Einheit 43 so angeordnet, daß der Rückholstift 44 in seiner Ruhestellung nach Pig. 2 beiseitegeschoben gehalten wird. Perner umfaßt die Klappenmechanik eine Auslöseeinheit 45, die zwei zweiarmige Hebel 47 aufweist, die um eine Achse 46 schwenkbar und über ein Widerlager 48 miteinander verbunden sind; an dem Widerlager 48 liegt die Betätigungsstange 41 in der Ruhestellung der Klappenmechanik nach Pig. 2 an. Das Widerlager 48 verläuft im wesentlichen über die Breite der Materialbahn. Die Auslöseeinheit umfaßt ferner eine Übertotpunktfeder 49 und eine Zugfeder 50, die die Tendenz haben,
909816/0960
die zweiarmigen Hebel in ihrer Lage nach Fig. 2 zu halten. Weiter umfaßt die Auslöseeinheit 45 eine Steuerlcurvenplatte 51, die um eine Achse 52 drehbar ist und einen Steuerkörper 53 aufweist, der mit einer Handfläche des Hebels 47 zusammenwirkt. Die Steuerkurvenplatte 51 kann in bezug auf ihre Lage zwischen der Ruhestellung nach Fig. 2 und der Betätigungsstellung nach Fig. 3 verändert werden, und die Einstellung erfolgt mittels einer Steuereinheit, die hier aus einer z. B. pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheit 56 besteht. Der Steuerkörper 53 ist zweckmäßigerweise in bezug auf seine Länge oder Winkellage einstellbar. Die Ruhestellung des Widerlagers 48 entsprechend Fig. 2 ist mittels eines verschiebbaren Anschlags, z. B. einer Stellschraube 61, einstellbar. Die Lage des Widerlagers 48 ist für die Geschwindigkeit der Klappenmechanik wesentlich und muß so eingestellt sein, daß die Bewegungsbahn des Widerlagers in eine Stellung, in der es von der Betätigungsstange 41 wegbewegt wird, die kürzestmögliche ist.
Während des Aufwickeins der Materialbahn auf die Aufwickelwalze 9 auf der Aufwickelrampe 8 in der Aufwickelstation 19 zwecks Bildung einer Mutterrolle 12 wird die der Positioniervorriehtung 17 nächstliegende Aufwickelwalze 15 von der Zufuhrstation 14 aufgenommen, und die Aufwickelwalze 15 wird mittels der Positioniervorrichtung nach unten zu der Grabeleinheit 20 gebracht. In dieser Phase befindet sich die Gabeleinheit in ihrer aufwärts weisenden Stellung unterhalb der Vorrichtung 17 der Zufuhrstation 14· Dadurch wird die Aufwickelwalze 15 mit den umlaufenden Beschleunigungsringen 55 in Berührung gebracht, so daß sie bis zu der Geschwindigkeit der Materialbahn beschleunigt wird, während sie durch die Gabeleinheit 20 zu der Überführungsstation 18 bewegt wird. Während dieser Bewegung befindet sich die Aufwickelwalze 15 nicht in Berührung mit der Materialbahn 1, sondern erreicht
909816/0960
diese erst, wenn die Aufwickelwalze die Überführungsstation "beinahe erreicht hat, wobei dann die Geschwindigkeit der Materialbahn erreicht worden ist. Die Überführungshaube 32 wird dadurch aus ihrer Ruhestellung (Strichpunktlinien) abwärts in ihre Überführungsstellung (Vollinie) geschwenkt. Wenn das Aufwickeln der Materialbahn 1 auf die Aufwickelwalze 9 in der Aufwickelstation 19 unterbrochen werden soll, wenn also die Mutterrolle 12 eine erwünschte Größe erreicht hat, und die Überführung der Materialbahn 1 auf die in der Überführungsstation angeordnete Aufwickelwalze 23 erfolgen soll, finden folgende Vorgänge statt. Die Kolben-Zylinder-Einheit 56 wird eingeschaltet, so daß die Steuerkurvenplatte 51 aus der Stellung nach Pig. 2 in die Stellung nach Fig. 3 herumgeschwenkt wird. Die zweiarmigen Hebel 47 werden durch Einwirken des Steuerkörpers 53 auf den Randabschnitt 54 im Zusammenwirken mit der Übertotpunktfeder 42, wenn ihre Wirkungslinie die Achse 46 passiert hat, schnell in die Stellung nach Pig. 3 gekippt, so daß das Widerlager 48 von der Betätigungsstange 41 weggezogen wird. Infolgedessen werden die Klappen 27 unter tder Kraft der Zugfeder 42 aus ihrer Ruhestellung nach Mg. 2 herausgeschwenkt und schließen die Öffnung 60 der Luftkanäle 28 und gelangen in die Greifstellung nach Pig. 3. Dieses Umschalten erfolgt sehr schnell und für sämtliche Klappen 27 synchron.
Wenn die Klappen 27 in die Greifstellung nach Pig. 3 herumgeklappt sind, werden ihre freien Enden 57 durch die Lüftungsöffnungen 29 gebracht und gelangen in Kontakt mit der Materialbahn 1, die somit die Klappen in Richtung zum Anschlag 38 mitnimmt und die Klappen an diesem festlegt. Die Zugfeder 42 ist daher nur für den Beginn der Klappenbewegung notwendig. Dadurch wird die Materialbahn 1 abgebremst und unterhalb der Stelle, an der sie gegriffen wurde, d. h. unter dem Anschlag 38, mit einer starken Zugspannung beaufschlagt, während
909816/0980
sie gegen die Abreißkante 58 gebracht wird. Wenn die Klappen 27 aus ihrer Ruhestellung in die Greifstellung umgeschaltet werden, werden auch die Öffnungen 60 der Luftkanäle 28, die in der Klappenruhestellung geschlossen sind, freigegeben, und in Verbindung damit oder zweckmäßigerweise etwas vorher wird das Gebläse eingeschaltet, so daß ein in den Kanälen vorhandener Luftstrom sofort aus den Öffnungen 60 austreten und durch die Lufteinlaßöffnungen 29 der Halteplatte 7 zu der vorwärtsbewegten Materialbahn 1 strömen kann, die an dem Anschlag 38 festgelegt ist. Wie aus den Pig. I und 3 ersichtlich ist, wird hinter dem gegriffenen Bahnab.schnitt ein sackförmiger Teil 25 gebildet, der durch den Luftstrom in den Raum 36 der Haube 32 gedruckt und anschließend in Anlage sowohl an der Wand 35 der Haube 32 als auch an der Mantelfläche der in der Haube befindlichen Aufwickelwalze 23 gebracht wird. Nach dem Pestlegen der Materialbahn 1 wird diese an der Abreißkante 58 gleichzeitig mit der Bildung des sackförmigen Teils 25 abgerissen. Durch den Abreißvorgang wird ein Vorderende 59 gebildet, das im wesentlichen infolge des LuftStroms gehaltert wird, der die Materialbahn unter Druck gegen die Wand 35 der Haube 32 hält. Die Bildung des sackförmigen Teils in dem Zwischenraum 36 innerhalb der Haube 32 erfolgt nur mit der halben Yorschubgeschwindigkeit der Materialbahn 1, so daß die Beschleunigung der Bildung des sackförmigen Teils auf einem kontrollierbaren Wert gehalten wird und ein geeigneter Überdruck und damit eine Antriebskraft des Luftstroms unterhalten werden können, während der sackförmige Teil um die Aufwickelwalze 23 herum gebildet wird. Wenn der sackförmige Teil 25 durch das andere Ende 37 des Raums 36 herausbewegt worden ist und in Kontakt mit der von der oberen Antriebsrolle 3 vorwärtsbewegten Materialbahn 1 gelangt, wird der sackförmige Teil 25 zwischen der vorwärtsbewegten Materialbahn und der Aufwickelwalze 23 festgeklemmt, so daß in dem Abschnitt der Materialbahn, der an der Wand 35
909816/0960
der Haube 32 anliegt und von der Aufwickelwalze 23 mitgenommen wird, eine Zugkraft erzeugt wird. Dadurch wird die vorwärtsbewegte Materialbahn 1 durch Klemmwirkung an der Aufwickelwalze 23 befestigt, und dabei bildet der sackförmige Teil 25 der Materialbahn 1 einen doppeltgefalteten Abschnitt nächst der Mantelfläche der Aufwickelwalze.
Die Materialbahn 1 ist dadurch von der Aufwickelwalze 9, die an der Aufwickelstation 19 vorgesehen ist, auf eine frische Aufwickelwalze überführt worden, nämlich die an der Überführungsstation befindliche Aufwickelwalze 23, ohne daß Material verschwendet wurde oder die Maschine unterbrochen werden mußte. Aufgrund der Tatsache, daß der doppeltgefaltete innerste Abschnitt der Materialbahn eine vollständig glatte und gleichmäßige Unterlage bildet, treten auch keine Paltenbildungen auf, die normalerweise zur Folge haben, daß eine ziemlich große Anzahl Lagen der fertigen Rolle Ausschuß sind.
Während des erläuterten Überführungsschritts wird die fertige Mutterrolle 12 aus der Aufwickelstation 19 entfernt, indem sie von der Aufwickelrampe 8 auf die Äbwickelrampe 13 gerollt wird, wo sie dann weiterverwendet wird. Wenn die Überführung der Materialbahn 1 auf die Aufwickelwalze 23 an der Überführungsstation 18 beendet ist, wird der Luftstrom aus den Luftkanälen 28 dadurch unterbrochen, daß das Gebläse abgeschaltet wird,.und die Klappen 27 werden durch die Kolben-Zylinder-Einheit 43 zurückgebracht, so daß die Rückholstange 44 des Betätigungsarms 40 aus der Stellung nach ELg. 3 in die Stellung nach Fig. 2 bewegt wird. Dadurch wird die Steuerkurvenplatte 51 von der Kolben-Zylinder-Einheit 56 in die Stellung nach Pig. 2 zurückgebracht, so daß die zweiarmigen Hebel 47 unter der Kraft der Zugfeder 50 zurückgeschwenkt werden, wemn sich die Betätigungsstange 41 an dem Widerlager 48 vorbeibewegt hat. Die Haube 32 wird nach oben, in ihre Ruhestellung (vgl. Strichpunktlinien in Pig. 1) geschwenkt. Danach wird die Aufwickelwalze, die aufgrund ihres Kontakts mit den Riemen 6
SO 9 816/0960
in Rotation gehalten wird, nach unten zu der Aufwickelstation 19 bewegt, wobei sie kontinuierlich die Materialbahn 1 aufwickelt. Die Rotation der Aufwickelwalze an der Aufwickelstation 19 wird durch den Kontakt der auf der Aufwiekelwalze gebildeten Mutterrolle gegen die Mantelfläche der unteren Antriebsrolle und durch das Umlaufen der Riemen 6 in einer geschlossenen Schleife bewirkt. Wie bereits erwähnt, liegt dabei die Aufwickelwalze 9 auf den Armen 10 der Aufwickelrampe an und wird längs den gekrümmten Tragflächen 11 bewegt. Wenn die Mutterrolle eine solche Größe hat, daß der Ansatz der Aufwickelrolle aus den Gabeln 21 herausgeschoben wird, wird die Gabeleinheit 20 mittels ihrer Antriebseinheit rückwärts in ihre Aufnahmestellung unterhalb der Positioniervorrichtung 17 der Zufuhrstation 14 bewegt zur Aufnahme einer frischen Aufwickelwalze 15, die anschließend nach unten zur Aufwickelstation bewegt wird, während sie infolge ihres Kontakts mit den Beschleunigungsringen 55 beschleunigt wird; anschließend befindet sich diese Aufwickelwalze in Bereitschaf tss teilung für eine erneute Überführung der Materialbahn 1 auf diese Aufwickelwalze, wenn das Aufwickeln auf die an der Aufwickelstation angeordnete Aufwickelwalze beendet ist; alle diese Vorgänge erfolgen entsprechend den bereits erläuterten Arbeitsschritten.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel beschränkt. Z. B. kann der sackförmige Teil, nachdem die Materialbahn festgeklemmt wurde, auch durch andere Mittel anstelle durch einen Luftstrom beiseitebewegt werden, etwa durch einen Draht od. dgl, der in Längsrichtung der Walze gespannt verläuft und so angeordnet ist, daß er um die Aufwickelwalze an der Überführungsstation bewegt wird, so daß dabei die Überführungshaube 32 entfallen kann. Auch die Vorrichtung zum Greifen der Materialbahn kann anders ausgebildet sein; z. B. können die Klappen durch eine schnell vorspringende Klemm- oder Druckleiste ersetzt sein, und es können
909816/0960
28U519
andere Mittel rorgesehen sein, um den Luftstrom auf die Materiarbahn zu richten. Ferner ist es möglich, daß der Anschlag 38 relativ zu dem Gestell 2 ortsunTeränderlich festgelegt ist. Die erläuterte Aufwickelmaschine kann in eine Papiermaschine zur Papierherstellung oder eine Maschine zum Herstellen von Kunststoffolie oder zum Behandeln anderer Materialbahnen, die aufwickelbar sind, integriert sein. Obwohl dies nicht ausdrücklich gesagt wurde, weisen die Aufwickelwalzen normalerweise abnehmbare Papp- oder Stahlhülsen auf, an denen die Materialbahn festgelegt ist. Wie bereits erwähnt, kann die Materialbahn aus mehreren Lagen zusammengesetzt sein. In manchen Fällen kann die Abreißkante 58 entfallen oder keine scharfe Kante aufweisen, z. B. in Verbindung mit Materialbahnen, die in Querrichtung verlaufende Perforationen haben, die durch die Zugkraft aufgrund des Greifens der Materialbahn bersten wurden. Die Abreißstelle braucht also nicht mit der Greifstelle zusammenzufallen. Das Abreißen kann ebenso in einem von der Dehnbarkeit der Materialbahn abhängigen Moment erfolgen.
909816/0960

Claims (7)

Ansprüche
1. Verfahren zum Überführen einer vorwartsbewegten Materialbahn von einer ersten Aufwickelwalze nach beendetem Aufwickeln der Materialbahn auf diese zu einer zweiten Aufwickelwalze, die nahe der vorwärtsbewegten Materialbahn in Bereitschaft gehalten wird, mittels Durchtrennens der Materialbahn in Bahnquerrichtung und Aufbringens des dadurch gebildeten Yorderendes der vorwärtsbewegten Materialbahn auf die zweite Aufwickelwalze zwecks Aufwickeins auf diese, die dabei mit einer der Geschwindigkeit der vorwartsbewegten Materialbahn angepaßten Geschwindigkeit in Rotation gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorwärtsbewegte Materialbahn an einem Abschnitt gegriffen wird, wodurch das Durchtrennen in Bahnquerrichtung erfolgt, und
daß ein Teil der Materialbahn an dem in sackähnlicher Form gegriffenen Abschnitt um die zweite Aufwickelwalze in deren Umlaufrichtung geführt wird, bis der Teil zwischen der vorwartsbewegten Materialbahn und der zweiten Aufwickelwalze festgeklemmt ist, so daß er von der Aufwickelwalze zusammen mit einem durch das Querdurchtrennen gebildeten Vorderende der Materialbahn mitgenommen wird, wobei das Vorderende aus seiner festgeklemmten Lage freigegeben wird.
O1OO-(1253-4O D)-Schö
909816/096Ö
ORIGINAL INSPECTED
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Greifen und Querdurchtrennen des Vorderendes der Materialbahn mittels Festlegens der Materialbahn an einem Anschlag, so daß die Materialbahn abgerissen wird, und Herumführen des Teils der Materialbahn nach dem Greifvorgang durch Beaufschlagen des Teils mit einem Luftstrom und Führen des Teils zu einem den Außenumfang der zweiten Aufwickelwalze umgebenden Raum, wodurch der genannte Teil der Materialbahn auf die Aufwickelwalze gebracht wird.
3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Antriebsvorrichtung, durch die sowohl die erste als auch die zweite Aufwickelwalze an einer Aufwickelstation bzw. an einer Überführungsstation in Rotation gehalten werden, und mit einer Einheit zum Verschieben der zweiten Aufwickelwalze von der Überführungsstation zu der Aufwickelstation,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überführungsmittel eine Vorrichtung (26, 38, 58) zum Greifen der Materialbahn (l) an einem Abschnitt derselben, wodurch ein Querdurchtrennen der Materialbahn (l) erfolgt, und eine Vorrichtung (27, 28, 29) zum Aufwickeln eines Teils (25) der Materialbahn (l) an dem gegriffenen Abschnitt auf die zweite Aufwickelwalze (23) in deren Umlaufrichtung, bis der genannte Teil zwischen der vorwärtsbewegten Materialbahn (l) und der zweiten Aufwickelwalze festgeklemmt ist, aufweisen.
4» Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zum Greifen der Materialbahn (l) eine Klappenmechanik (26), die die Materialbahn an einem Anschlag (38) festklemmt, und eine Abreißkante (58), die in Richtung des Vorwärtsvorschubs der Materialbahn - gesehen vor Erreichen des Anschlags - liegt, aufweist,
909816/0960
daß die Vorrichtung zum Aufwickeln der Materialbahn auf die zweite Aufwickelwalze (23) eine Einheit (27, 28, 29, 32) umfaßt, die einen Luftstrom auf den genannten Teil (25) der Materialbahn, der hinter dem gegriffenen Abschnitt liegt, richtet, und
daß eine Uberführungshaube (32) vorgesehen ist, die die zweite Aufwickelwalze teilweise umschließt und um diese einen Zwischenraum (36) bildet, in dem der genannte Teil (25) der Materialbahn in sackförmigem Zustand um die zweite Aufwickelwalze geführt wird.
5. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (38) und die Abreißkante (58) an einem Randabschnitt der Uberführungshaube (32) vorgesehen sind.
6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappenmechanik (26) eine Anzahl Klappen (27) umfaßt, die so angeordnet sind, daß sie aus einer Ruhestellung, in der eine Anzahl Luftkanäle"(28) für den Luftstrom geschlossen gehalten wird, in eine Greifstellung umschaltbar sind, in der die Luftkanäle (28) freigegeben werden und die Materialbahn (l) an dem Anschlag (38) festgelegt wird.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappenmechanik (26) eine Feder (42), die die Klappen (27) in ihre Greifstellung vorspannt, und ein Auslöseglied (45) aufweist, das umschaltbar ist zwischen einer Ruhestellung, in der die Klappen (27) in Ruhestellung gehal-'-on sind, und einer Stellung, in der das Auslöseglied (45) zur Seite bewegt ist, so daß die Umschaltung der Klappen in die Greifstellung erfolgt.
909816/0980
DE19782844519 1977-10-12 1978-10-12 Verfahren und anordnung zum ueberfuehren einer materialbahn von einer ersten auf eine zweite aufwickelwalze Granted DE2844519A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE7711462A SE420079B (sv) 1977-10-12 1977-10-12 Forfarande och anordning for overforing av en framlopande materialbana

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2844519A1 true DE2844519A1 (de) 1979-04-19
DE2844519C2 DE2844519C2 (de) 1988-07-21

Family

ID=20332543

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19782844519 Granted DE2844519A1 (de) 1977-10-12 1978-10-12 Verfahren und anordnung zum ueberfuehren einer materialbahn von einer ersten auf eine zweite aufwickelwalze

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE2844519A1 (de)
GB (1) GB2009108B (de)
SE (1) SE420079B (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1986001186A1 (fr) * 1984-08-10 1986-02-27 Heinrich Schnell Dispositif d'enroulement d'articles en bandes
DE4415324A1 (de) * 1994-05-02 1995-11-09 Kleinewefers Gmbh Vorrichtung zum Aufwickeln einer kontinuierlich zulaufenden Bahn, insbesondere Papierbahn
EP0658504A3 (de) * 1993-12-16 1996-07-31 Valmet Paper Machinery Inc Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer Papier- oder Kartonbahn in einem Walzenaufwickler oder äquivalentem Apparat.
EP0957054A1 (de) * 1998-03-16 1999-11-17 Voith Sulzer Papiertechnik Patent GmbH Wickelmaschine und Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn
US6029927A (en) * 1997-03-13 2000-02-29 Voith Sulzer Papiermaschinen Gmbh Reeling machine and a process to reel a web

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FI73945C (fi) * 1986-04-03 1987-12-10 Tampella Oy Ab Anordning foer foerflyttning av en upprullningsvals foer banformigt material fraon ett foerraod till en primaergaffel i en upprullningsanordning vid en pappersmaskin eller liknande.
DE19848815A1 (de) * 1998-10-22 2000-04-27 Voith Sulzer Papiertech Patent Wickelmaschine
EP1689661B1 (de) * 2003-12-05 2008-02-27 Fabio Perini S.p.A. Verfahren und maschine zur herstellung von rollen aus bahnmaterial
ITFI20030312A1 (it) * 2003-12-05 2005-06-06 Perini Fabio Spa Metodo e macchina per la produzione di rotoli di materiale nastriforme.
WO2015092078A1 (en) 2013-12-20 2015-06-25 Peromo Ltd An apparatus and method for web transfer with an airguide

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2528713A (en) * 1946-01-31 1950-11-07 Thomson William Robert Paper reeling method and apparatus
US2950873A (en) * 1957-02-26 1960-08-30 American Viscose Corp Mechanical roll changer
DE1265526B (de) * 1965-12-03 1968-04-04 Edet Internat N V Papierwickelmaschine
US3642221A (en) * 1967-02-02 1972-02-15 Agfa Gevaert Nv Web-winding apparatus
DE2423021A1 (de) * 1973-09-19 1975-04-30 Polygraph Leipzig Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen wickeln von bahnfoermigem gut auf wickeltraeger

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2528713A (en) * 1946-01-31 1950-11-07 Thomson William Robert Paper reeling method and apparatus
US2950873A (en) * 1957-02-26 1960-08-30 American Viscose Corp Mechanical roll changer
DE1265526B (de) * 1965-12-03 1968-04-04 Edet Internat N V Papierwickelmaschine
US3642221A (en) * 1967-02-02 1972-02-15 Agfa Gevaert Nv Web-winding apparatus
DE2423021A1 (de) * 1973-09-19 1975-04-30 Polygraph Leipzig Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen wickeln von bahnfoermigem gut auf wickeltraeger

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1986001186A1 (fr) * 1984-08-10 1986-02-27 Heinrich Schnell Dispositif d'enroulement d'articles en bandes
US4901934A (en) * 1984-08-10 1990-02-20 Heinrich Schnell Device for winding a continuous length of material
EP0658504A3 (de) * 1993-12-16 1996-07-31 Valmet Paper Machinery Inc Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer Papier- oder Kartonbahn in einem Walzenaufwickler oder äquivalentem Apparat.
DE4415324A1 (de) * 1994-05-02 1995-11-09 Kleinewefers Gmbh Vorrichtung zum Aufwickeln einer kontinuierlich zulaufenden Bahn, insbesondere Papierbahn
US6029927A (en) * 1997-03-13 2000-02-29 Voith Sulzer Papiermaschinen Gmbh Reeling machine and a process to reel a web
EP0957054A1 (de) * 1998-03-16 1999-11-17 Voith Sulzer Papiertechnik Patent GmbH Wickelmaschine und Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn

Also Published As

Publication number Publication date
SE420079B (sv) 1981-09-14
DE2844519C2 (de) 1988-07-21
GB2009108B (en) 1982-04-15
SE7711462L (sv) 1979-04-13
GB2009108A (en) 1979-06-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3217628C2 (de) Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Aufwickeln je eines Abschnittes von mehreren auf einander folgenden Abschnitten einer endlosen Material-Bahn
DE69112371T2 (de) Apparat und Verfahren zum Herstellen von Rollen.
DE69720214T2 (de) Anwickelvorrichtung für eine aufzuwickelnde materialbahn
DE2518373C2 (de) Einrichtung zum Vergleichmässigen der gegenseitigen Abstände von in einem Schuppenstrom aufeinanderfolgenden Druckprodukten
DE4010894C2 (de) Revolverkopfaufwickel-Vorrichtung zum Aufwickeln von Bahnmaterial, insbesondere von aus Kunststoffolien bestehenden, in Bandform zusammenhängenden Beuteln
DE3885895T2 (de) System und verfahren zum schneiden und aufwinden eines papierbandes.
DE69911714T2 (de) Beutel-Wickelmaschine und Verfahren dazu
DE2721883A1 (de) Verfahren zur uebertragung einer papierbahn in einer papiermaschine sowie vorrichtung zur ausfuehrung des verfahrens
EP0132727B1 (de) Vorrichtung zum automatischen Schneiden und Aufwickeln von Warenbahnen
AT393260B (de) Vorrichtung zum aufwickeln einer endlosen bahn, z. b. papier- oder kartonbahn, auf wickelwalzen
DE2724955C2 (de) Rollenwickelmaschine zur Bildung von Einzelwickeln
DE69821803T2 (de) Wickelmaschine und verfahren zum wechseln einer rolle
DE4107254C2 (de) Vorrichtung zum Verbinden von Materialbahnen
DE3330430A1 (de) Bahnanspleissapparat
DE3423987C2 (de)
AT406255B (de) Verfahren und vorrichtung zum wechseln von rollen bei papiermaschinen
DE2624802A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum stossverbinden von materialbahnen
DE2600522C2 (de)
DE3315495C2 (de) Vorrichtung zum Lagern von Papierbogen o.dgl.
DE2909736C3 (de) Verfahren und Doppeltragwalzenroller zum Aufrollen von endlos zugeführten Bahnen
EP0506896B1 (de) Tragwalzen-wickelmaschine
DE3630744C2 (de) Kontinuierlich arbeitende Umrollvorrichtung mit einer Andrückwalze
DE2844519C2 (de)
DE3308059C2 (de)
EP0313781B1 (de) Vorrichtung zum Herstellen von tragbaren, rohrförmigen Paketen aus Druckprodukten

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee