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Pneumatische Bremaateuervorrichtung zur Spannungsregelung
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einer bandförmigen Ware Die Erfindung betrifft eine pneumatische
Bremssteuer«trichtung zur Spannungsregelung einer bandförmigen Ware, die von einer
Wickelrolle abgezogen und iiber eine Tänzerwalze geführt ist, wobei an der Tänzerwalze
ein einstellbarer Spannungsregler angebracht ist, der eine pneumatische Bremse betätigt.
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Es sind derartige Breinssteuervorrichtungen bekannt, die die Aufgabe
haben, die Zugspannung in der von einer Wikkelrolle abgezogenen bandförmigen Ware
konstant zu halten, wobei auf diese Wickelrolle eine pneumatische Bremse wirkt.
Als Steuerelement dient vor allen Dingen eine sogenannte Tänzerwalze oder auch Pendelwalze,
um die die Warenbahn herumgefhrt ist und deren Ausschläge für die Steuerung der
Bremse herangezogen werden. Bekannt ist hierbei, daß diese Tänzerwalze an einem
hin- und herschwingenden Pendel angebracht ist und jeweilige Endstellungen über
Impulsgeber abgenommen werden. Es werden hierbei Druckluft impulse von in etwa 6
bar über einen Luftbehälter auf die Pneumatikbremse gegeben. Diese Steuervorrichtung
weist beachtliche Nachteile auf. Ein solcher Nachteil besteht darin, daß diese beiden
Impulsgeber in einem bestimmten freien Spielraum gehalten werden müssen, wodurch
die Toleranz der Warenspannung vergrößert und damit die Warenbahnlänge und zum Beispiel
in einer Druckmaschine das Paßregister beeinträchtigt wird. Für verschiedene Warenmaterialien
muß dieser Abstand bzw. freie Spielraum verändert, d. h. neu eingestellt werden.
Bei einem Schnellstopp oder bei raschen Geschwindigkeitsänderungen in Verbindung
mit hohen Warenbahngeschwindigkeiten arbetet
eine derartige impulsgesteuerte
Bremsvorrichtung zu träge, so daß es zu einem Nachlauf der Wickelrolle kommt und
damit zu einem erheblichen Makulaturanfall.
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Ein weiterer wesentlicher Nachteil besteht darin, daß bei einem nicht
ganz exakt eingestellten Abstand der Impulsgeber, insbesondere wenn dieser Abstand
zu klein ist, es scher leicht zu einem Aufschaukeln des Brems-und Warenspannungsverhältnisses
kommen kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Brei:issteuervorrichtung
so auszubilden, daß sie völlig spielfrei arbeitet und auf minimale Wegänderungen
regiert.
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Diese aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß als Spannungsregler
ein pneumatischer Feinregler in Forn eines Druckminderventils mit einern an der
Tänzerwalze befestigten Kolben (Kolbenventil) oder Membrane (Ilembranventil) vorgesehen
ist, der mit einstellbaren Primardruck beaufschlagt ist.
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Die Erfindung bringt den wesentlichen Vorteil, daß die Einrichtung
völlig spielfrei arbeitet und sofort auf minimale Wegänderungen in Größenordnungen
von 0,1 mm der Tänzerwalze reagiert. Bei schnellen Geschwindigkeitsänderungen, nämlich
Beschleunigung der Maschine oder einem Schnellstopp, reagiert der Feinregler auch
über größere Drucltdistanzen, z. B. von 0 bis 10 bar oder von 6 bar auf O bar.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß an die pneumatische
Bremse und die Sekundärseite des Reglers als Puffer Druckbehälter und Drosselrückschlagventile
anclossen sind. Damit wird zusätzlich der Vorteil erreicht, daß etwaige Druckveränderungen
durch
unsauber gewickelte Warenrollen gepuffert und nicht schlagartig auf die Bremse weitergegeben
werden.
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Eine weitere vorteilhafte Ausfahrungsform sieht vor, dß ueber eine
weitere sekundärseitige Druckleitung die Bremse einschaltbar ist, wobei die andere
Sekundärleitung abgetrennt ist.
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hierbei ist es auch vorteilhaft, daß in der weiteren Druckleitung
ein pneumatisch betätigtes Schieberventil mit einem entgegengesetzt zur Bremse wirkenden
einstellbaren Drosselventil eingebaut ist. Hierdurch ergibt sich der weitere Vorteil,
daß beim Ausschalten der IIaschine eine Schnellbremsung herbeigeführt werden kann,
wobei der Druck ohne Verzögerung auf die Bremse wirkt. Ein Aufschaukeln der Brems
-Warenspannung wird hierbei verrniedon.
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Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines
in der Zeichnung dargestellten AusSührungsbeispiels näher erläutert.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bremssteuervorrichtung
in Form eines Blockschaltbildes dargestellt. Hierbei wird eine Warenbahn 12 von
einer Wickelrolle 13 abgezogen und in bekannter Weise über cie T;tnzerwalze 2 geführt,
wobei die Tänzerwalze 2 an einer einstellbaren Feder aufgehängt ist. Der eingestellte
Federwert entspricht dabei der gewünschten Warenspannung.
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Um die Warenspannung zu erzeugen, wird die Wickelrolle 13 mit hilfe
einer Bremse 8 abgebremst, wobei der Weg der Tänzerwalze 2 und damit Spannungsänderungen
iiber eine Regeleinrichtung auf die Bremse 8 übertragen werden.
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Kerns ttjck der erfindungsgemäßen Breis 5 teuervorrichtung ist ein
pneumatischer Feindruckregler 1, der wie ein Druckminderventil arbeitet, wobei sein
Betätigungsgestänge mit der Bewegung der Tänzerwalze 2 gekoppelt ist. Dieses Ventil
1 regelt somit unabhängig von dem, vor dem Ventil befindlichen Druck (Primärdruck
P), in Abhängigkeit von dem zurückgelegten Weg des Rollenhebels bzw. des Hubes der
Tänzerwalze 2,den Druck im Bremssystem (Sekundärdruck A). IIierbei wird in jeder
bestimmten Stellung der Tänzerwalze 2 der Sekundärdruck automatisch gehalten bzw.
reguliert, wobei dieser Sekundärdruck immer niedriger oder höchstens gleich dem
Frimärdruck ist. In der Nullstellung ist die Druckleitung P (Druckluftnetzanschluß
14) geschlossen und die Arbeitsleitung A mit der Entlüftung R verbunden. Durch Verändern
der Stellung der Tänzerwalze 2 strömt Luft von P nach A, und zwar so lange, bis
der Luftdruck in der Leitung bei A dem der Tänzerwalzenstellung entsprechenden Regelfederdruck
entspricht. Ist der Luftdruck gleich dem Regelfederdruck, dann nimmt das Ventil
1 eine gewisse Abschlußstellung ein. Wird die Lage der Tänzerwalze 2 verändert oder
sinlct; der Sekundärdruck A durch einen Verbraucher, wird automatisch der Druck
über das Ventil 1 sofort wieder hergestellt. Es erfolgt somit auf der Sekundärseite
unabhängig vom Frimärdruck eine Regelung des Selundärdruckes stufenlos drucksteigernd
oder druckmindernd.
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Die Sekundärseite A des Reglers 1 ist iiber eine erste Leitung 15
mit der Bremse 8 verbunden, wobei der Einfachheit halber die Leitung 15 auf ein,
von der weiteren Abzweigleitung 16 unabhängiges Bremssvstem wirkt. So wird ma11
beispielsweise das Bremosystem so auslegen, daß für
den normalen
Äbwickelvorgang nur eine geringe Bremse fläche zur Verfügung steht, während beispielsweise
für eine Schnellbremslmg wesentlich mehr Bremsfläche vorgeselten wird. Das System
mit der Leitung 15 dient zur Aufrechterhaltung der normalen Warenbahnspannung, wobei
in diese Leitung 15 Druckbehälter 4, 5, sowie Drosselrückschlagvenile 6, 7 eingebaut
sind. Damit kann die gewiinscht fferung eingestellt werden. Zwischen dem Behalter
4 und der Sekundärseite A ist in der Leitung 15 noch ein Magnetventil 3 angeordnet.
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Die andere Leitung 16, die mit dem anderer Teil des Bremssystems verbunden
ist, wird über ein Zweivegeventil 10 (Schieberventil mit Auf- und Zustellung), soie
ein einstellbares Drosselventil 11 mit Rücklaufsperre zur Bremse t3 geführt. Die
Steuerung des Ventils 10 erfolgt über ein Magnetventil 9, das an die Netzluftleitung
14 angeschlossen ist. Beim Ausschalten der Maschine werden gleichzeitig die beiden
Ventile 3 und 9 betätigt.
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Das Ventil 3 trennt die Leitung 15 von der Sekundärseite A des Reglers
1 ab, während das Ventil 9 den Durchgang durch das Ventil 10 öffnet, so daß der
Sekundärdruck schlagartig auf die Bremse 8 wirken kann. Um ein Aufsehaukeln der
Brems -Warens pannung zu vermeiden, ist in Rücklaufrichtung von der Bremse 8 zur
Sekundärseite A die einstellbare Drossel 11 wirksam, wobei das Rückschlagventil
gesperrt ist, während in entgegengesetzter Richtung der Luftdruck voll wirksam is't.
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L e e r s e i t e