DE2843030C2 - - Google Patents
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
- G05B7/00—Arrangements for obtaining smooth engagement or disengagement of automatic control
- G05B7/04—Arrangements for obtaining smooth engagement or disengagement of automatic control fluidic
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Vorrichtungen, mit denen ein Überschwingen der Regelgröße über
den Soll-Wert vermieden wird, sind bekannt. So wird in der
DE-OS 18 12 266 eine Anfahrschaltung für einen Regler mit nach
gebender Rückführung beschrieben, bei der im Rückführungskreis
eine Summierstelle vorgesehen ist, der die Reglerausgangsgröße
sowie ein der Führungsgröße proportionaler Wert zugeführt ist.
Eine Vorrichtung, die ein Umschalten von einem Automatik-
Betrieb in einen Hand-Betrieb zuläßt, ist nicht vorgesehen.
In dem DE-Fachbuch "Messen und Regeln in der chemischen Technik",
Hengstenberg, Sturm, Winkler, 2. Auflage, Berlin 1964,
Springer-Verlag, wird auf S. 1196 die Möglichkeit erläutert,
bei einem Regler eine Drossel eines Verzögerungsgliedes mit
einem zuschaltbaren Umgang zu versehen. Der die Zuschaltung
bewirkende Umschalter ist so mit dem Umgang zu verbinden, daß
in einem Hand-Betrieb der Umgang geöffnet, also durchgängig und
damit die Zeitdrossel überbrückt ist, während in einem Auto
matik-Betrieb der Umgang geschlossen, also unterbrochen und
damit die Zeitdrossel wirksam ist. Auf diese Weise wird er
reicht, daß beim Umschalten vom Hand-Betrieb auf den Automatik-
Betrieb die Zeitdrossel von einer Nicht-Betriebsstellung in
eine Betriebsstellung gelangt und damit einen stoßfreien Über
gang vom Hand- in den Automatik-Betrieb gewährleistet.
In der DE-OS 23 00 477 wird eine Umschaltvorrichtung zur Um
schaltung eines pneumatischen Reglers vom Hand-Betrieb in den
Regelbetrieb beschrieben. Bei der bekannten Vorrichtung ist ein
Betriebsart-Umschalter vorgesehen, der einem Stellglied in der
Stellung "Regel-Betrieb" den Ausgangsdruck des Reglers und in
der Stellung "Hand-Betrieb" einen Hilfssteuerdruck zuführt,
wobei im Soll-Wert-Zweig für den Regelbetrieb ein einstellbarer
pneumatischer Widerstand und eine pneumatische Kapazität vor
gesehen ist. Der Soll-Wert-Druck wird über das aus dem Wider
stand der Kapazität bestehende System zugeführt. Eine
schnelle Änderung des Soll-Wert-Drucks wirkt sich daher nur
allmählich auf den Regler aus, was zur Folge hat, daß keine
plötzlichen Änderungen des Ausgangsdrucks des Reglers auf
treten.
Bei einer anderen Vorrichtung, die in der Bundesrepublik
Deutschland bekannt ist, sind im Handbetrieb der Ist-Wert oder
x-Balg über eine absperrbare Druckleitung mit dem Soll-Wert-
oder w-Balg miteinander verbunden, so daß stets die Regel
abweichung w - x = 0 gilt. Dadurch wird auch erreicht, daß
stets der als Stellgröße benutzte Ausgangsdruck yA des Reglers
gleich der von Hand eingestellten Stellgröße yH ist, und daß
jederzeit ein stoßfreies Umschalten möglich ist, weil durch die
Kupplung zwischen x- und w-Balg der Ausgangsdruck yA des
Reglers dem von Hand eingestellten Stellgrößendruck yH folgt.
Zum Umschalten von Hand- auf Automatik-Betrieb wird die Ver
bindung zwischen dem y- und dem w-Balg getrennt, wobei der
eingestellte Soll-Wert-Druck mit der durch die Zeit-Drossel im
w-Zweig bestimmten Zeitkonstanten wirksam wird. War im Zeit
punkt des Umschaltens keine Regelabweichung vorhanden
(w - x = 0), so erfolgt das Umschalten vollkommen stoßfrei. War
jedoch tatsächlich eine Regelabweichung vorhanden, und ist die
Zeitkonstante, mit der der Soll-Wert nach dem Umschalten auf
den Automatik-Betrieb wirksam wird, relativ klein, so kann sich
dies für die Regelung wie ein Umschaltstoß auswirken.
Andererseits ist es gerade im Automatik-Betrieb vielfach er
wünscht, daß der Regelungsprozeß sehr schnell auf eine Änderung
des Soll-Wertes anspricht, um die Regelung veränderten Prozeß
bedingungen anpassen zu können, so daß die Zeitkonstante, mit
der sich der Soll-Wert auswirkt, nicht zu groß sein darf.
Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art zu schaffen, die stets auch bei
vorhandener Regelabweichung ein stoßfreies Umschalten vom Hand-
in den Automatik-Betrieb ermöglicht, und die im Automatik-
Betrieb trotzdem eine rasch wirksam werdende Änderung des
Soll-Wertes zuläßt.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1
gelöst. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Umweg
leitung mit einem zweiten Absperrorgan vorgesehen, mit dem die
einstellbare Zeitdrossel im Automatik-Betrieb über ein Verzö
gerungsrelais nach einstellbarer Verzögerungszeit überbrückt
wird.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die
folgende:
Nachdem die am Regler die "Regelabweichung" Null erzwingende
Verbindung zwischen dem Ist-Wert-Balg und dem Soll-Wert-Balg
durch das Umschalten von Hand- auf Automatik-Betrieb getrennt
worden ist, stellt sich im Soll-Wert-Balg mit der durch die
Zeitdrossel einstellbaren Zeitkonstanten der Soll-Wert- oder
w-Druck ein. Nach der einstellbaren Verzögerungszeit wird das
Absperrorgan der Umwegleitung geöffnet und durch die Zeit
drossel im w-Zweig überbrückt.
Durch diesen Aufbau und die geschilderte Wirkungsweise der
erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt man zumindest die
folgenden Vorteile:
Auch bei einer sehr schnell ansprechenden Regelung kann der
Soll-Wert-Druck mit einer verhältnismäßig großen Zeitkonstanten
in den Soll-Wert-Balg eingespeist werden, so daß der Regler bei
vorhandener Regelabweichung genügend Zeit hat, dieser zu
folgen. Die Verzögerungszeit des Verzögerungsrelais kann so
eingestellt werden, daß die Überbrückung der Zeitdrossel im
w-Zweig erst dann erfolgt, wenn der w-Druck im w-Balg voll oder
zum größten Teil aufgebaut ist, wonach erst wegen des nunmehr
geringen Strömungswiderstandes des w-Zweiges Änderungen des
Soll-Wertes oder noch vorhandener Regelabweichungen schnell
oder stoßartig wirksam werden können.
Die Zeitkonstante der Soll-Wert-Einstellung bei vorhandener
Regelabweichung und die Verzögerungszeit des Verzögerungsrelais
können also aneinander angepaßt werden, daß in jedem Falle ein
stoßfreies Umschalten auch bei vorhandener Regelabweichung
möglich ist. Ist die Umschaltung vollzogen, so spricht der
Regler mit seinem eigenen, prozeßangepaßten Zeitverhalten auf
Änderungen des Soll-Wertes an.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform mit einfachen konstruktiven Mitteln dadurch
realisiert, daß das zwischen dem w-Balg und dem x-Balg ange
ordnete erste Absperrorgan und das in der Umwegleitung des
w-Zweiges angeordnete zweite Absperrorgan als druckgesteuerte
Steuerventile ausgebildet sind, wobei der das zweite Steuer
ventil im gesperrten Zustand haltende Steuerdruck der Aus
gangsdruck eines pneumatischen Verzögerungsrelais, dessen
Eingangsdruck ein Druck-Ausgangssignal der Hand/Automatik-
Umschaltvorrichtung ist, das auch am Steuereingang des ersten
Steuerventils anlegt und dieses im Hand-Betrieb in seiner ge
öffneten Stellung hält.
Dieses Druck-Ausgangssignal, das direkt den Zustand des ersten
Steuerventils und über das Verzögerungsrelais den Zustand des
zweiten, in der Umwegleitung angeordneten Steuerventils be
stimmt, ist vorzugsweise ein im wesentlichen konstantes Druck-
Signal, bei dessen Abfall das erste Steuerventil praktisch
sofort schließt und damit die Verbindung zwischen dem x- und
w-Balg unterbricht, während das zweite Steuerventil nach dem
Abfall dieses Druck-Signales erst nach der am Verzögerungs-
Relais eingestellten Verzögerungszeit die Umwegleitung öffnet.
Demgemäß kann die Hand/Automatik-Umschaltvorrichtung als ein
einfaches Absperrventil ausgebildet sein, mit dem die von einer
Signal-Druckwelle zu dem Verzögerungs-Relais und zu dem ersten
Steuerventil führende Signal-Druckleitung absperrbar ist.
Günstig ist es, wenn Verzögerungszeiten des Verzögerungs-Relais
einstellbar sind, die erheblich größer sind als die im wesent
lichen durch den Strömungswiderstand der Zeitdrossel und das
Volumen des w-Balges bestimmte Zeitkonstante des w-Zweiges,
damit auch bei großen Regelabweichungen ein stoßfreies Umschal
ten von Hand- auf Automatik-Betrieb gewährleistet ist.
Vorteilhaft ist es, wenn, gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung das in der Umwegleitung angeordnete zweite Steuer
ventil als eine Steuerdrossel ausgebildet ist, deren Strömungs
widerstand im wesentlichen mit dem durch den Druckabfall am
Verzögerungsrelais bestimmten Zeitverhalten abnimmt. Bei dieser
Ausbildung des zweiten Absperrorgans nimmt der Strömungswider
stand der Umwegleitung und damit auch die Zeitkonstante, mit
der bei vorhandener Regelabweichung der Soll-Wert wirksam wird,
nach dem Umschalten zunehmend ab, womit sich auch bei anfäng
lich großen Regelabweichungen ein besonders rascher, stoßfreier
Übergang von Hand- auf dem Automatik-Betrieb erzielen läßt.
Günstig ist es auch, wenn die Einstellglieder der Zeitdrossel
des w-Zweiges, des Reglers und/oder des Verzögerungs-Relais zur
Anpassung an den zu regelnden Prozeß miteinander gekoppelt
sind, so daß durch Betätigung eines einzigen Einstellgliedes
ggf. alle der genannten, für die Prozeßanpassung der Regel
einrichtung wesentlichen Parameter einstellbar sind.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung in
Blockschaltbild dargestellten Ausführungsbeispiels, dessen
Ventilstellungen dem Hand-Betrieb entsprechen.
Ein pneumatischer Regler 1, der als Eingangsgröße für
ein nicht dargestelltes Stellglied ein Druck-Ausgangs
signal yA erzeugt, hat einen nicht näher dargestellten
Soll-Wert oder w-Balg und einen ebenfalls nicht näher
dargestellten Ist-Wert oder x-Balg, an deren Druck-Ein
gängen (2 und 3) für den Soll- oder w-Wert der Regelgröße und den
Ist- oder x-Wert der Regelgröße charakteristische Druck-
Eingangssignale anliegen. Der Regler 1 kann als Integral
(I)-Regler, als Proportional-Integral (PI)-Regler oder
auch als Proportional-Integral-Differential (PID)-Reg
ler ausgebildet sein, das heißt, als ein Regler, der in
der Lage ist, eine Regelabweichung von 0 zu erreichen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel soll der Reg
ler 1 ein Proportional-Regler sein, der durch eine
differenzierende Rückführung 4 ein PI-Verhalten hat.
Mittels einer Handsteuereinrichtung 6 ist im Handbetrieb
die Ausgangsgröße yH der Regeleinrichtung einstellbar.
Zum Umschalten der Regeleinrichtung von Hand- auf Automa
tikbetrieb ist eine Umschaltvorrichtung 7 vorhanden.
Ein Soll-Wert-Geber 8 erzeugt ein in seiner Größe einstell
bares Soll-Wert-Druckausgangssignal w, das über den
w-Zweig 9 dem Eingang 2 des w-Balges zugeführt ist.
Ein Ist-Wert-Geber 11 erzeugt ein Ist-Wert-Drucksignal x,
das über eine x-Leitung 12 dem Eingang 3 des x-Balges
zugeführt ist.
Der w-Zweig der Regeleinrichtung umfaßt eine erste Signal
leitung 13, in die eine Zeitdrossel 14 mit einstellbarem
Strömungswiderstand eingeschaltet ist, mittels welcher
die Zeitkonstante einstellbar ist, mit der sich der
Soll-Wert-Druck im w-Balg des Reglers 1 aufbaut.
Die Zeitdrossel 14 ist mittels einer zweiten Signallei
tung 16 des w-Zweiges 9 überbrückbar, in die ein als
von einem Balg 17 betätigbarer Schalter 18 dargestelltes
Steuerventil 19 eingeschaltet ist, das im Hand-Betrieb
der Regeleinrichtung die zweite Signalleitung 16 sperrt.
Zwischen die Druck-Eingänge 2 und 3 des w-Balges und
des x-Balges ist ein ebenfalls als von einem Balg 21
gesteuerter Schalter 22 dargestelltes druckgesteuertes
Steuerventil 23 geschaltet, das im Hand-Betrieb geöffnet
ist, so daß der Regler stets die "Regelabweichung 0"
sieht, so daß sein Druck-Ausgangssignal yA gleich dem
von der Handsteuereinrichtung 6 abgegebenen Druck-Aus
gangssignal yH ist.
Eine Steuerdruckquelle 24 erzeugt an ihrem Ausgang ein
konstantes Steuer-Drucksignal s von etwa 1,4 bar, das
über eine Versorgungsleitung 27 die Hand-Steuereinrich
tung 6 speist, über eine Steuer-Druckleitung 28 dem
zwischen die Eingänge 2 und 3 des Reglers geschalteten
Steuerventil 23 zugeführt ist, und das als Eingangssi
gnal an einem Verzögerungs-Relais 29 mit einstellbarer
Verzögerungszeit anliegt, dessen Druck-Ausgangssignal
den Öffnungszustand des Steuerventils 19 der zweiten
Signalleitung oder Umwegleitung 16 des w-Zweiges 9
steuert.
Die Wirkungweise dieser Schaltung ist die folgende:
Im Handbetrieb ist der Schalter 26 der Hand/Automatik-
Umschaltvorrichtung 7 geschlossen, das Steuersignal s
speist die Handsteuereinrichtung 6 und beaufschlagt
das zwischen den w-Eingang 2 und den x-Eingang 3 des
Reglers geschaltete Absperrventil in Durchlaßrich
tung während das Ausgangssignal des Verzögerungs-Re
lais 29 das Absperrventil 19 der Umwegleitung 16 geöff
net hält. Das w-Drucksignal liegt über die Zeitdrossel
14 des w-Zweiges 9 am Eingang 2 des w-Balges des Reglers 1
und ebenso über das Absperrventil 23 das x-Signal des
Meß-Wert-Gebers 11, so daß der Regler 1 keine Regelab
weichung sieht.
Zum Umschalten auf Automatik-Betrieb wird der Schalter 26
der Hand-Automatik-Umschaltvorrichtung 7 geöffnet, wo
durch das Steuerventil 23 zwischen den Eingängen 2 und 3
des w- und des x-Balges gesperrt wird, so
daß sich bei vorhandener Regelabweichung (w - x ≠ 0)
nunmehr im w-Balg mit der durch die Zeitdrossel 14 des
w-Zweiges 9 eingestellten Zeitkonstanten der w-Druck
aufbaut. Das Steuerventil 19 bleibt nach dem Abfallen
des Steuer-Drucksignals s noch solange geschlossen, bis
nach der eingestellten Verzögerungszeit des Verzögerungs
relais 29 auch dessen Ausgangsdruck soweit abgefallen
ist, daß das Absperrventil 19 der Umwegleitung 16 öffnet,
wonach die Zeitdrossel 14 durch die Umwegleitung 16 mit
erheblich geringerem Strömungswiderstand überbrückt ist.
Die Regeleinrichtung reagiert jetzt mit erheblich gerin
gerer Zeitverzögerung auf Änderungen des Soll-Wertes w.
Es versteht sich, daß das anhand einer pneumatischen
Schaltung erläuterte Prinzip der stoßfreien Umschaltung
durch verzögerte Einschaltung des Soll-Wertes auch
bei elektronischen Regeleinrichtungen auf einfache Weise
mit analog wirkenden Bauelementen verwirklicht werden
kann.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum stoßfreien Umschalten von Hand- auf
Automatik-Betrieb bei pneumatischen Regeleinrichtungen, mit
mindestens zu einem Anteil I-Verhalten aufweisenden pneu
matischen Regler, mit einem von dem für den Soll-Wert der
Regelgröße charakteristischen Ausgangsdruck eines Soll-Wert-
Gebers beaufschlagten Soll-Wert-Balg, mit einem von dem für den
Ist-Wert der Regelgröße charakteristischen Ausgangsdruck eines
Ist-Wert-Gebers beaufschlagten Ist-Wert-Balg und mit einer das
I-Verhalten des Reglers bestimmenden Einrichtung, wobei
zwischen dem Soll-Wert-Geber und dem Soll-Wert-Balg eine ein
stellbare Zeitdrossel vorgesehen ist, wobei im Hand-Betrieb, in
dem der als Stellgröße ausgenutzte Ausgangsdruck des Reglers
von Hand einstellbar ist, der Ausgangsdruck des Ist-Wert-
Gebers gleichzeitig auf den Ist-Wert- und den Soll-Wert-Balg
des Reglers geführt ist und wobei zur Umschaltung auf Auto
matik-Betrieb ein erstes Absperrorgan zur Unterbrechung der
Verbindung zwischen Ist-Wert-Balg und Soll-Wert-Balg vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umwegleitung (16) mit
einem zweiten Absperrorgan (19) vorgesehen ist, mit dem die
einstellbare Zeitdrossel (14) im Automatik-Betrieb über ein
Verzögerungsrelais (29) nach einstellbarer Verzögerungszeit
überbrückt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das zwischen dem Soll-Wert-Balg und dem Ist-Wert-Balg ange
ordnete erste Absperrorgan (23) und das in der Umwegleitung
(16) des Soll-Wert-Zweiges (9) angeordnete zweite Absperrorgan
(19) als druckgesteuerte Steuerventile ausgebildet sind, wobei
der das zweite Steuerventil (19) im gesperrtem Zustand haltende
Steuerdruck der Ausgangsdruck eines pneumatischen Verzögerungs
relais (29) ist, dessen Eingangsdruck ein Druck-Ausgangssignal
(s) der Hand/Automatik-Umschaltvorrichtung ist, das auch an dem
Steuereingang des ersten Steuerventils (23) angelegt und dieses
im Hand-Betrieb in seiner geöffneten Stellung hält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hand/Automatik-Umschaltvorrichtung (7) ein Absperr
ventil (26) umfaßt, mit dem die von einer Signal-Druckquelle
(24) zu dem Verzögerungsrelais (29) und zu dem ersten Steuer
ventil (23) führende Signal-Druckleitung absperrbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit des Verzöge
rungsrelais (29) erheblich größer ist als die im wesentlichen
durch den Strömungswiderstand der Zeitdrossel (14) und das
Volumen des w-Balges bestimmte Zeitkonstante des w-Zweiges (9)
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das in der Umwegleitung (16)
angeordnete Steuerventil als eine Steuerdrossel ausgebildet
ist, deren Strömungswiderstand im wesentlichen mit dem durch
den Druckabfall am Verzögerungsrelais (29) bestimmten Zeit
verhalten abnimmt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellglieder der Zeitdrossel
(14), des Reglers (1) und/oder des Verzögerungsrelais (29) zur
Anpassung an den zu regelnden Prozeß miteinander gekoppelt
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782843030 DE2843030A1 (de) | 1978-10-03 | 1978-10-03 | Vorrichtung zum stossfreien umschalten von hand- auf automatik-betrieb fuer pneumatische regeleinrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782843030 DE2843030A1 (de) | 1978-10-03 | 1978-10-03 | Vorrichtung zum stossfreien umschalten von hand- auf automatik-betrieb fuer pneumatische regeleinrichtungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2843030A1 DE2843030A1 (de) | 1980-04-17 |
| DE2843030C2 true DE2843030C2 (de) | 1989-04-06 |
Family
ID=6051232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782843030 Granted DE2843030A1 (de) | 1978-10-03 | 1978-10-03 | Vorrichtung zum stossfreien umschalten von hand- auf automatik-betrieb fuer pneumatische regeleinrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2843030A1 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE793075A (fr) * | 1972-01-06 | 1973-06-20 | Schlumberger Compteurs | Dispositif commutateur manuel-automatique pour regulateur pneumatique |
-
1978
- 1978-10-03 DE DE19782843030 patent/DE2843030A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2843030A1 (de) | 1980-04-17 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| D2 | Grant after examination | ||
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