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DE2841626C2 - Verfahren zum Entrußen von Öfen für die vollautomatische Gasaufkohlung - Google Patents

Verfahren zum Entrußen von Öfen für die vollautomatische Gasaufkohlung

Info

Publication number
DE2841626C2
DE2841626C2 DE19782841626 DE2841626A DE2841626C2 DE 2841626 C2 DE2841626 C2 DE 2841626C2 DE 19782841626 DE19782841626 DE 19782841626 DE 2841626 A DE2841626 A DE 2841626A DE 2841626 C2 DE2841626 C2 DE 2841626C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
air
sooting
furnaces
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19782841626
Other languages
English (en)
Other versions
DE2841626A1 (de
Inventor
Rüdiger Dr.-Ing. 4600 Dortmund Hoffmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EOn Ruhrgas AG
Original Assignee
BBC Brown Boveri AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC Brown Boveri AG Germany filed Critical BBC Brown Boveri AG Germany
Priority to DE19782841626 priority Critical patent/DE2841626C2/de
Publication of DE2841626A1 publication Critical patent/DE2841626A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2841626C2 publication Critical patent/DE2841626C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/74Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/06Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using gases
    • C23C8/08Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using gases only one element being applied
    • C23C8/20Carburising

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entrußen von öfen für die vollautomatische Gasaufkohlung von Werkstücken, wobei bei Temperaturen zwischen 600° und 9500C, vorzugsweise zwischen 750° und 850°C Luft in den Ofen geleitet und die im Ofen niedergeschlagene Kohlenstoffschicht weggebrannt wird.
In allen Anlagen zum Aufkohlen oder Karbonitrieren von Stahl fallen gelegentlich größere Mengen Ruß an. Da der Ruß sowohl die weitere Aufkohlung beeinträchtigen als auch Schäden an Bauteilen des Ofens hervorrufen kann, sollte er sobald wie möglich ausgebrannt werden. Es ist daher eine häufig geübte Praxis, am Wochenende die Ofentemperatur auf 850° bis 7500C zu senken, um dann durch die leicht geöffnete Ofentür eine hinreichende Menge Luft in den Ofen eintreten zu lassen. Diese manuell gesteuerte Entrußung hat den Nachteil, daß der Einsatz von Personal erforderlich ist und daß kein objektiver Anhaltspunkt dafür vorliegt, wann die Entrußung abgeschlossen ist. Die manuelle Entrußung ist von der Erfahrung des Bedienungspersonals abhängig.
Es ist bereits bekannt. Verbrennungsvorgänge vollautomatisch ablaufen zu lassen, indem die Abgase des Verbrennungsvorgangs analysiert werden So ist es beispielsweise bekannt, mit Hilfe einer sogenannten λ-Sonde den Sauerstoff-Partialdruck in den Auspuffgasen von Verbrennungsmotoren zu bestimmen und anhand des gemessenen Wertes das Mischungsverhältnis von Kraftstoff und Luft so zu regeln, daß sich im Abgas unter allen Betriebszuständen ein konstanter, eine geringe Schadstoffemission garantierender Sauer' stoffparlialdruck einstellt.
Lambda-Sonden werden außef zur Steuerung von Brennkraftmaschinen auch zur Steuerung Von Feuerungen in Öfen, zur Bestimmung des Sauefstöffgehältes von Flüssigkeiten und Schmelzen, zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in der Atemluft von Patienten, zur Steuerung von Aufkohlungsöfen, zur Messung des Sauerstoffpartialdrucks in Vakuum-Anlagen, zur Messung des Sauerstoffpartialdrucks in Schutzgasen, zur Steuerung von Brennöfen in der Keramik-Industrie, in der Gaschromatographie sowie zur Verfolgung von Schwaden- und Wirbelbildung sowie des Gasumsatzes in öfen, Turbinen und Gastriebwerken eingesetzt. Ein automatisches Verfahren zum Entrußen von öfen ist jedoch bisher nicht bekanntgeworden.
ίο Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein automatisches Entrußungsverfahren anzugeben, bei dem die kontrollierte Verbrennung des Rußes durch eine geeignete Meßeinrichtung überwacht und der Zeitpunkt der vollständigen Verbrennung hinreichend genau bestimmt werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die in den Ofen durch eine Messung einer Ofengaskomponente eingeleitete Luftmenge so gesteuert wird.^jß im Ofen Luftunterschuß herrscht und gleichzeitig die Ofentemperatur gegenüber der vorgewählten Entrußungstemperatur um höchstens 2000C ansteigt und daß der Entrußungsvorgang beim Auftreten eines Luftüberschußes im Ofen beendet wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird Entrußungsvorgang so gesteuert, daß der unerwünschte Ruß nicht im eigentlichen Sinne verbrannt, sondern langsam oxidiert wird. Zu diesem Zweck wird die Temperaturerhöhung auf etwa 500C begrenzt Durch diese Begrenzung wird sichergestellt, daß lokale Überhitzungen
größeren Ausmaßes im Ofen nicht auftreten. Die Begrenzung der Temperaturerhöhung wird durch Steuerung der eingeleiteten Luftmenge erreicht; bei zunehmender Temperatur wird die Luftzufuhr gedrosselt bzw. abgestellt, bei absinkender Temperatur wieder erhöht. Während des ganzen Entrußungsvorgangs herrscht in der Ofenatmosphäre jedoch Luftunterschuß, da der Sauerstoff der Luft für die Oxidation des Rußes verbraucht wird. Bei einer derartigen Steuerung ist das Auftreten von Luftüberschuß in der Ofenatmosphäre ein sicheres Indiz dafür, daß aller verfügbarer Kohlenstoff oxidiert und damit der Entrußungsvorgang abgeschlossen ist.
Vorzugsweise wird der Sauerstoffanteil in der Ofenatmosphäre mit einer Zirkoniumdioxid-Sauerstoffsonde gemessen. Eine derartige Meßsonde eignet sich besonders, da sie am Übergangspunkt zwischen Sauerstoffunterschuß und Sauerstoffüberschuß der Ofeiatmosphäre eine besonders große Empfindlichkeit besitzt und somit durch schnelle, größere Änderungen der Ausgangsspannung das Ende der Entrußung signalisiert. Bei Unterschreiten einer vorgegebenen So' denspannung im Bereich des Steilabfalles wird die Zugabe von Lu.'i abgestellt. Die Entrußung ist beendet.
Vorzugsweise wird beim Übergang vom Aufkohlen zum Entrußen die Zufuhr von Bekohlungsgas in den Ofen, wofür im allgemeinen Endogas verwendet wird, erst bei Absenkung der Ofen-Temperatur auf den Entrußungswert abgestellt. Bei Erreichen der Entrußungstemperatur wird die Ofenheizung wieder eingeschaltet, um einen v/eiteren Temperaturabfall zu vermeiden- Gleichzeitig wird über einen Durchflußmen* gerfmessef Luft an einer öder mehreren Stellen in den Oferi eingeleitet.
Der gerätetechnische Aufwand zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist äußerst gering, da Thermometer in Ofenanlagen regelmäßig und Sauer-Stoffsonden in modernen Anlagen zunehmend Vorhanden sind- Prinzipiell könnte der Sauerstoffpaftialdruck
3 4
indirekt auch Ober den CO- oder H2-Anteil in der Auftreten von LuftqberschuQ, d, h, bei Unterschreiten
Ofenatmosphäre bestimmt werden. Die Ausgangssigna- eines vorgegebenen Signalwertes an der Lambda-Son-
Ie der beiden Meßeinrichtungen werden in einer de der Entrußungsvorgang beendet und somit der Ofen
einfachen Funktionsschaltung dahingehend verknüpft, auf seinen bestimmungsgemäßen Betrieb umgeschaltet
daß mit Hilfe der Luftzufuhr die Temperaturerhöhung 5 wird,
unter vorzugsweise ca. 50° C bleibt und daß bei

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Entrußen von öfen für die vollautomatische Gasaufkohlung von Werkstücken, wobei bei Temperaturen zwischen 600° und 9500C, vorzugsweise zwischen 750" und 8500C Luft in den Ofen geleitet und die im Ofen niedergeschlagene Kohlenstoffschicht weggebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Ofen eingeleitete Luftmenge durch die Messung einer Ofengaskomponente so gesteuert wird, daß im Ofen Luftunterschuß herrscht und gleichzeitig die Ofentemperatur gegenüber der vorgewählten Entrußungstemperatur um höchstens 2000C steigt, und daß der Entrußungsvorgang beim Auftreten eines Luftüberschußes im Ofen beendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstieg der Ofentemperatur auf etwa 50° C begrenzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffanteil in der Ofenatmosphäre mit einer Zirkoniumdioxid-Sauerstoffsonde gemessen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von Bekohlungsgas in den Ofen erst bei Absenkung der Ofentemperatur auf den Entrußungswert abgestellt wird.
DE19782841626 1978-09-25 1978-09-25 Verfahren zum Entrußen von Öfen für die vollautomatische Gasaufkohlung Expired DE2841626C2 (de)

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CA1174461A (en) * 1980-08-15 1984-09-18 Robert J. Peartree Method for removing carbonaceous deposits from heat treating furnaces
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Owner name: RUHRGAS AG, 4300 ESSEN, DE

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