DE2841684A1 - Presse, insbesondere steinpresse - Google Patents
Presse, insbesondere steinpresseInfo
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Description
LEINWEBER & ZIMMERMANN
PATENTANWÄLTE
Dipl.-Ing. H. Leinweber («μ-«)
Dipl.-Ing. Heinz Zimmermann Dipl.-Ing. A. Gf. v. Wengersky
2. Aufgang (Kustermann-Passage) Telefon (089) 2603989
Telex 528191 lepatd Telegr.-Adr. Leinpat München
den 25.September 1978
Bucher-Guyer AG Maschinenfabrik, 8166 liederweningen Zürich
(Schweiz)
Presse, insbesondere Steinpresse
Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse, insbesondere Steinpresse, mit einem Formtisch, auf dem ein Formrahmen,
der einen oder mehrere von seiner einen Stirnseite zu seiner anderen gegenüberliegenden Stirnseite durchgehende Formhohlräume
begrenzt, mit seiner einen Stirnseite befestigt ist und der eine Durchtrittsöffnung aufweist, über der die Formhohlräume
liegen, mit einem oder mehreren Presstempeln, die zur Durchführung eines PressVorganges mittels eines Presstisches
durch die Durchtrittsöffnung hindurch in die Formhohlräume einfahrbar sind und die an ihrem zur ihnen zugewandten Stirnseite
des Formrahmens weisenden Emde mit auswechselbaren Stempelplatten versehen sind.
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Bei derartigen Pressen, die insbesondere als Steinpressen zur Herstellung von feuerfesten Steinen verwendet werden,
besteht die Notwendigkeit, die an den Enden der Presstempel vorhandenen Stempelplatten häufig auszuwechseln. Diese Notwendigkeit
für ein Auswechseln der Stempelplatten ist einerseits durch die unterschiedlichen Formen und G-rössen der herzustellenden
Steine und andererseits durch die im Laufe des Betriebs auftretende Abnutzung der Stempelplatten bedingt. Das Auswechseln
der Stempelplatten bei einer Änderung der Form und/oder G-rösse der herzustellenden Steine oder bei fortgeschrittener Abnutzung
der Stempelplatten ist bei bekannten Pressen mühselig und zeitraubend und mit grossen Standzeiten der Presse verbunden, was
zu unproduktiven Kosten führt. Abgesehen von der zeitraubenden Arbeit sind ausserdem die Sicherheitsbedingungen an die Presse
stark erhöht, da die Arbeiten beim Auswechseln der Stempelplatten von einem AusführBnden dieser Arbeit in einer von Pressabfällen,
wie keramischem Sand, verschmutzten Umgebung unter dem Formtisch ausgeführt werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Presse der eingangs erwähnten Art unter Vermeidung der vorstehenden
Nachteile derart auszubilden, dass die Stempelplatten für ein schnelles Auswechseln leicht und sicher zugänglich sind.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass
sich die Presstempel auf einer Haltevorrichtung abstützen, die beim Pressvorgang fest auf dem Presstisch aufliegt und die einen
vom Pressvorgang unabhängigen Antrieb aufweist, durch den die Haltevorrichtung zum Auswechseln der Stempelplatten vom
Presstisch in der Richtung des Einfahrens des Presstempels in Formhohlräume soweit abhebbar ist, dass die Presstempel durch
die Formhohlräume hindurchragen, und ihre mit den Stempelplatten versehenen Enden frei- zugänglich über die entsprechende
Stirnseite des Formrahmens hinausragen.
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Da die Presstempel mit Hilfe der erfindungsgemässen Haltevorrichtung
zum Auswechseln der Stapelplatten so weit durch die Formhohlräume hindurchführbar sind, dass ihre mit den Stempelplatten
versehenen Enden frei herausragen, ist somit ein freier und sicherer Zugang geschaffen, was ein schnelles und
gefahrloses Auswechseln der Stempelplatten ermöglicht. Neben der dadurch bedingten Zeit- und Kostenersparnis sind auch alle
Mühen und Gefahren vermieden, die sich dadurch ergeben, dass ein Ausführender des Auswechselns der Stempelplatten in einer
von Pressabfällen, wie etwa keramischem Sand, verunreinigten Umgebung unterhalb des Formtisches tätig werden muss.
In vorteilhafter Weise ist der Antrieb der Haltevorrichtung ein ein Fluidum verwendender Antrieb, insbesondere ein hydraulischer
und/oder pneumatischer Antrieb. Eine besonders einfache Ausführungsform einer derartigen Presse, bei der der Antrieb
wenigstens einen hydraulischen oder pneumatischen Hubzylinder mit Hubkolben enthält, wird dadurch erhalten, dass der
Hubkolben nur in der Richtung des Einfahrens der Presstempel in die Formhohlräume antreibbar ist, während die Bewegung der
Haltevorrichtung in der umgekehrten Richtung durch den Einfluss der Schwerkraft ausführbar ist (einfachwirkender Hubzylinder).
Eine noch vorteilhaftere Ausführungsform ergibt sich jedoch dadurch, dass der Hubkolben in der Richtung des Einfahrens der
Presstempel in die Formhohlräume und auch in der umgekehrten Richtung antreibbar ist (doppelwirkenderHubzylinder). Dadurch
wird nach dem Auswechseln der Stempelplatten eine besonders schnelle und sichere Rückführung der Haltevorrichtung mit dem
Presstempel in die für den Pressvorgang erforderliche Lage, in der die Haltevorrichtung fest auf dem Presstisch aufliegt, erreicht.
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Ferner ist es vorteilhaft, dass die Haltevorrichtung eine lösbare Verriegelungsvorrichtung aufweist, durch die die Haltevorrichtung
während des Fressens fest mit dem Fresstisch verbindbar ist. Damit sind die Haltevorrichtung und die Fresstempel
gegen jede ungewollte Vertikalbewegung während des Fressvorgangs gesichert, was zur Sicherstellung der Formgenauigkeit der
herzustellenden Formgegenstände von Bedeutung ist.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung,
auf die bezüglich aller nicht im Text beschriebenen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Presse mit einer Haltevorrichtung für Presstempel, und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen mit einer Stempelplatte versehenen Presstempel.
In Fig. 1 weist eine durch eine hydraulisch betätigte Viersäulensteinpresse dargestellte Presse 10 vier senkrecht angeordnete
Säulen 11 auf. An den Säulen 11 ist in ihrem unteren Bereich ein längs der Säulen 11 verfahrbarer, hydraulisch betätigter
Presstisch 12 geführt und gelagert. Oberhalb des Presstisches 12 befindet sich ein ebenfalls an den Säulen 11 verfahrbar
geführter und gelagerter hydraulisch angetriebener Formtisch 13. Am oberen Ende der Säulen 11 ist ein die Säulen 11
verbindendes Joch 14 angeordnet, das durch Säulenmuttern gesichert ist.
Auf dem Formtisch 13 ist ein Formrahmen 15 mit seiner nach unten weisenden Stirnseite befestigt, welcher von seiner
unteren Stirnseite zu seiner oberen Stirnseite durchgehende
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Formhohlräume 16 begrenzt. Die Formhohlräume 16 liegen dabei über einer Durchtrittsöffnung 17 im Formtisch 13. Auf dem Presstisch
12 liegt eine durch eine Halteplatte gebildete Haltevorrichtung 18 auf, auf der sich zwei Presstempel 19 abstützen,
indem sie mittels an ihren unteren Enden vorgesehenen Flanschen 20 mit der Haltevorrichtung 18 verschraubt sind.
Die Haltevorrichtung 18 ist mit einer lösbaren Verriegelungsvorrichtung
versehen, die durch zwei jeweils seitlich der die Haltevorrichtung 18 bildenden Halteplatte angeordnete, fest
mit dem Presstisch 12 verbundene Nutenleisten 21 und zwei verschiebbare
Keile 22 gebildet ist. Im eingeschobenen Zustand der verschiebbaren Keile 22 greifen diese jeweils gleichzeitig in
eine Nut in der Nutenleiste 21 und eine entsprechende Nut in der Halteplatte ein, so dass die Haltevorrichtung 18 fest mit dem
Presstisch 12 verbunden ist.
Im Presstisch 12 versenkt und fest angeordnet befinden sich hydraulische Hubzylinder 23 mit Hubkolben, deren Kolbenstangen
24 an der Haltevorrichtung 18 angreifen. Die hydraulischen Hubzylinder 23 mit den Hubkolben sind durch eine mittels
eines Schieberventils 25 gesteuerte hydraulische Einrichtung doppelt beaufschlagt, so dass die Hubkolben in beide Eichtungen
hydraulisch antreibbar sind (doppelt wirkende Hubzylinder), wodurch ein Antrieb für die Haltevorrichtung hergestellt ist.
Der Presstisch 12 selbst ist durch einen zentralen Kolben 26 antreibbar. Hydraulische Aggregate hierfür sind hinter
einer Schutzverkleidung 27 in den Boden 28 versenkt.
Die Presstempel 19 sind an ihrem oberen, zur ihnen zugewandten Stirnseite des Formrahmens 15 weisenden Ende mit auswechselbaren
Stempelplatten 29 versehen. Wie in Fig. 2 in Ein-
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zelheiten dargestellt ist, weisen die Stempelplatten 29 nichtdurchgehende Gewindebohrungen auf. Am Umfang'der Prewstempel 19
sind im Bereich der die Stempelplatten 29 tragenden Enden der Presstempel 19 Ausnehmungen 30 vorgesehen, die zu den Gewindebohrungen
der Stempelplatten 29 passende Bohrungen (31) aufweisen, durch die Schrauben 32 hindurchgeführt und in die Bohrungen
der Stempelplatte 29 fest eingeschraubt sind.
Oberhalb der Presstempel 19 und in Gegenüberstellung zu ihnen sind in einem Abstand davon angeordnete stationäre Gegenstempel
33 am Joch 14 befestigt. In gleicher Weise wie die Pressstempel 19 weisen auch die Gegenstempel 33 Stempelplatten auf.
Beim Pressvorgang liegt die Haltevorrichtung 18 fest auf dem Presstisch 12 auf und die verschiebbaren Keile 22 sind zur
Sicherung gegen eine unbeabsichtigte Vertikalbewegung während des Pressvorgangs in die Nutenleiste 21 eingeschoben. Der Presstisch
12 und der Formtisch 13 befinden sich in einem solchen Abstand voneinander, dass die Stempelplatten 29 unter Bildung
eines Bodens für die Formhohlräume 16 den Formrahmen 15 in seinem
unteren Bereich abschliessen.
Nach dem Pressvorgang nimmt der Formtisch 13 die in Fig.
1 dargestellte Ausstosslage ein, bei der die Stempelplatten 29 der Presstempel 19 im wesentlichen mit der oberen Stirnseite
des Formrahmens 15 fluchten, so dass das Pressgut aus dem Formrahmen 15 ausgestossen ist.
Zum Auswechseln der Stempelplatten 29 der Presstempel 19 werden die verschiebbaren Keile 22 entfernt und die Haltevorrichtung
18 mit den sich darauf abstützenden Presstempeln 29, angetrieben durch die hydraulischen Hubzylinder 23, vom Presstisch
12 abgehoben, so dass die oberen Enden der Presstempel 19
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γ--
durch die Formhphlräume 16 hindurchragen und ihre mit den Stempelplatten
29 versehenen Enden frei zugänglich über die obere Stirnseite des Formrahmens 15 hinausragen. In dieser Lage, die
in Fig. 1 gestrichtelt dargestellt ist, sind die Stempelplatten 29 nun leicht auswechselbar und nach dem Auswechseln wird
die Haltevorrichtung 18 durch umgekehrte Beaufschlagung der Hubzylinder 23 über das Schieberventil 25 mit hydraulischer Kraft
wieder in die für den Pressvorgang geeignete Lage zurückgehoben, wonach die verschiebbaren Keile 22 zum Zwecke der Verriegelung
der Haltevorrichtung 18 mit dem Presstisch 12 wieder in die Nutenleisten 21 einschiebbar sind.
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Claims (7)
1. !Presse, insbesondere Steinpresse, mit einem Formtisch,
V.l. S
auf dem ein Formrahmen, der einen oder mehrere von seiner einen Stirnseite zu seiner anderen gegenüberliegenden Stirnseite durchgehende
Formhohl-träume begrenzt, mit seiner einen Stirnseite befestigt
ist und der eine Durchtrittsöffnung aufweist, über der die Formhohlräume liegen, mit einem oder mehreren Presstempeln,
die zur Durchführung eines Pressvorganges mittels eines Presstisches durch die Durchtrittsöffnung hindurch in die Formhohlräume
einfahrbar sind und die an ihrem zur ihnen zugewandten Stirnseite des Formrahmens weisenden Ende mit auswechselbaren
Stempelplatten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Presstempel (19) auf einer Haltevorrichtung (18) abstützen,
die beim Pressvorgang fest auf dem Presstisch (12) aufliegt und die einen vom Pressvorgang unabhängigen Antrieb (23 bis 25) aufweist,
durch den die Haltevorrichtung (18) zum Auswechseln der Stempelplatten (29) vom Presstisch (12) in der Richtung des Einfahrens
der Presstempel (19) in die Formhohlräume (16) soweit abhebbar ist, dass die Presstempel (19) durch die Formhohlräume
(16) hindurchragen, land ihre mit den Stempelplatten (29) versehenen
Enden frei zugänglich über die entsprechende Stirnseite des Formrahmens (15) hinausragen.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (23 bis 25) der Haltevorrichtung (18) ein ein Fluidum
verwendender Antrieb, insbesondere hydraulischer und/oder pneumatischer Antrieb,ist.
3. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (23 bis 25) der Haltevorrichtung (18) durch einen
Motor, insbesondere Elektromotor, gebildet ist.
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4. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (23 bis 25) der Haltevorrichtung (18) ein manueller
Antrieb ist, wie beispielsweise eine Handpumpe, ein Kurbelgetriebe, ein Zahnstangengetriebe oder eine Gewindeanordnung.
5. Presse nach Anspruch 2, bei der der Antrieb wenigstens einen hydraulischen oder pneumatischen Hubzylinder mit Hubkolben
enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubkolben nur in der Richtung des Einfahrens der Presstempel (19) in die Formhohlräume
(16) antreibbar ist, während die Bewegung der Haltevorrichtung (18) in der umgekehrten Richtung durch den Einfluss
der Scherkraft ausführbar ist (einfachwirkender Hubzylinder).
6. Presse nach Anspruch 2, bei der der Antrieb wenigstens einen hydraulischen oder pneumatischen Hubzylinder mit Hubkolben
enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubkolben in der Richtung des Einfahrens der Presstempel (19) in die Formhohlräume
(16) und auch in der umgekehrten Richtung antreibbar ist (doppelwirkender Hubzylinder).
7. Presse nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (18) eine lösbare
Verriegelungsvorrichtung (21, 22) aufweist, durch die die Haltevorrichtung (18) während des Pressvorganges fest mit dem Presstisch
(12) verbindbar ist.
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