DE2840932A1 - Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen behandlung von textilmaterialien unter hohem druck - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen behandlung von textilmaterialien unter hohem druckInfo
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Description
DlPL-PHYS. F. ENDLICH «khmering 20. September 1978 S/kn
MÜNCHEN 84 36 38
Dl PL.-PHYS. r. EN DLICH POSTFACH. O - BO34 GSRMERINQ
TELEX: S3 1730 PATE
. Meine Aktes S-4522
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Textiliaaterislien unter hohem Druck
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Textilmaterialien unter hohem Druck und eine Vorrichtung
zur Durchfuhrung des Verfahrens.
Die Üblichen Verfahren zur Behandlung eines Jangen Textilmaterials,
beispielsweise eines gewebten oder gestrickten Materials, um diesem
eine gute Texturierung oder eine annehmbare Weichheit zu verleihen, beinhalten ein kontinuierliches Dämpfungsverfahren, welches dadurch
ausgeführt wird, daß das zu behandelnde Textilmaterial kontinuierlich durch einen Dampfer-Trommelkörper hindurchgeführt wird, der
Einlaß- und Auslaßöffnungen für das Textilmaterial aufweist und der eine Wärme mit hoher Feuchtigkeit in seinem Inneren aufrechterhalten
kann; außerdem beinhalten die bekannten Verfahren ein Kochverfahren,
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welches dadurch ausgeführt wird, daß ein Flüssigkeitsbehälter mit einer BehandlungsflUssigkeit hoher Temperatur aufgefüllt wird und
daß wiederholt ein Textilmaterial in diese Flüssigkeit eingetaucht wird. Während des Dämpfungsverfahrens wird das zu behandelnde Textilmaterial
kontinuierlich in den Trommelkörper des Dämpfers eingeführt und es wird eine hygro-thermischo Behandlung des Textilraaterials
ausgeführt, während es innerhalb des Trommelkörpers durch eine Gruppe von mehreren Führungsrollen geführt wird, die innerhalb
des Trommelkörpers angeordnet sind; nach der hygro-thermischen Behandlung
wird das Textilmaterial kontinuierlich aus dem Dämpfer-TroramelkÖrper
herausgeführt, so daß das Textilmaterial auf kontinuierliche Weise behandelbar ist. Bei einem derartigen Verfahren
tendiert jedoch die Texturierung dazu, daß ihm eine Spannung verliehen wird, die dem Textilmaterial während seiner geführten Bewegung
im Inneren des Trommelkörpers des Dämpfers verliehen wird. Insbesondere bei einem dünnen oder gestrickten Textilmaterial
tendiert die Spannung dazu, daß das Material in der gestrickten Struktur Knitter bzw. Falten oder Deformationen aufweist. Während
des Kochverfahrens befindet sich eine Länge eines Textilmaterial,
die mehreren Rollen desselben entspricht, in einer Endlosform und wird in einen Flüssigkeitsbehälter eingetaucht, der innerhalb eines
Trommelkörpers angeordnet ist, der dicht abgeschlossen werden kann. Dann werden etwa 7 Tonnen Wasser, das mit einem gewünschten chemischen
Material gemischt ist, in den Flüssigkeitsbehälter gegeben. Die Temperatur des Trommelkörpers wird von Raumtemperatur auf eine
hohe Temperatur von etwa 130 C erhöht und das Material wird mit der Flüssigkeit etwa zwei bis drei Stunden unter hygro-thermischem
Zustand behandelt. Danach wird der Trommelkörper geöffnet und das behandelte Textilmaterial und die BehandlungsflUssigkeit werden
durch neues Textilmaterial und durch neue BehandlungsflUssigkeit •rsetzt, damit der gleiche Behandlungsprozeß wiederholt wird, wobei
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dann die Temperatur im Inneren des Tsommelkörpers wieder erhöht
wird. Auf diese Weise wird das Textilmaterial während des Koch- bzwo Siede«
Verfahrens in einem spannungsfreien Zustand behandlt, infolgedessen
das Material so behandelt werden kann, daß es eine gute Texturierung
aufweistο Bei diesem Verfahren wird jedoch ein großer Betrag an
Wärmeenergie und eine groß® Menge an chemischem Behandlungsmaterial
vergeudet. Darüber hinaus benötigt dieses Verfahren eine lange Zeitspanne und es sind zviei bis drei Stunden zur Behandlung mehrerer
Rollen von Textilmaterial erforderliche Zusätzlich zu diesen Nach=
teilen tendiert die Qualität eines Produktes, welches bei einem Vorgang des Kochverfahrens erhalten wird, dazu, gegenüber einem
anderen Produkt zu variieren, welches bei einem anderen Vorgang
dieses? Verfahrens erhalten wird*
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchen die vorstehend angegebenen Schwierigkeiten beseitigt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Hauptanspruchs gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ®x~
geben sich aus den Untersnsprücheno
Die Erfindung schafft insbesondere sin Verfahren und eine Vorrichtung, mit welchen ein Textilmaterial kontinuierlich in ©inen Trommelkörper
hineingeführt und aus dera Tramraelkörper herausgeführt
werden kann, wobei d@x Trommelkörpes die Fähigkeit hat, eine unter
hohem Druek stehende feueht© Wärme aufrechtzuerhalten,0 die Innen=
saite des Trommelkörpers ist in einen Abschnitt zur D«Jmpfungsb@~
Handlung und in ©inen Abschnitt zur Kochbehandlung unterteilt; das
2U behandelnde Textilmaterial wird zuerst einem Dämpfungsverfahren
ausgesetzt, yra beispielsweise das Fixieren eines Färbemittels und
Verfilzen su bewirken/ daroufhin wird das Textilmaterial einer
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Koch- bzw. Siedebehandlung unterworfen, um dem Textilmaterial Weichheit und eine gute Texturierung zu verleihen.
Die Erfindung schafft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Behandlung eines Textilmaterials, insbesondere eines dUnnen, gewebten Materials, eines gestrickten Materials oder eines
rohrförmig gestrickten Materials, welches mit Wärme hoher Feuchtigkeit behandelt wird, damit es eine gute Texturierung und eine annehmbare
Weichheit erhält.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird ein Textilmaterial kontinuierlich in einem Hochdruckdämpfer behandelt, in welchem eine Wärme mit hoher Feuchtigkeit
vorliegt. In dem ersten halben Abschnitt des Hochdruckdämpfers wird das Textilmaterial einer Dämpfungsbehandlung ausgesetzt, wobei
das Material in Zickzack-Form Über mehrere FUhrungsrollen bewegt wird; Rollen zur Spannungseinstellung sind vorgesehen, um dem Textilmaterial
einen geeigneten Spannungsgrad zu verleihen. Daraufhin wird in dem zweiten halben Abschnitt des Hochdruckdämpfers das
Textilmaterial einer Kochbehandlung ausgesetzt und zwar mittels Behältern für einen Flüssigkeitsfluß, die in Kombination mit den
FUhrungsrollen angeordnet sind, damit das Textilmaterial in einem gelockerte^ spannungsfreien Zustand bewegt wird. Die Kochbehandlung
wird mit einer Flüssigkeits-Recycling-Anordnung ausgeführt.
Ira folgenden wird das Verfahren und die Vorrichtung zur Erläuterung
weiterer Merkmale anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig· 1 eine Schnittansicht wesentlicher Teile einer ersten Ausführungsform,
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Fig. 2 eine Schnittansicht wesentlicher Teile einer zweiten AusfUhrungsform,
und
Fig. 3 eine Aufsicht ausschließlich des Kochbehandlungsabschnitts der zweiten Ausführungsform»
In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung
eines TextiJnaterials unter hohem Druck dargestellt. Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsforra der Vorrichtung zur Behandlung eines flachen,
gewebten oder gestrickten Textilmaterial. Mit 1 ist der Trommelkörper
eines Dämpfers bezeichnet, der zur Behandlung des Textilmaterials mit feuchter Hitze unter hohem Druck vorgesehen ist. Der
Trommelkörper 1 ist mit einem Eingang und einem Ausgang für das Textilmaterial versehen. Am Eingang und Ausgang ist jeweils eine
Eingangs-Abdichtungseinheit 2 und eine Ausgangs-Abdichtungseinheit
3 vorgesehen, die den Zweck haben, die unter hohem Druck befindliche feuchte Hitze im Inneren des Trommelkörpers 1 aufrechtzuerhalten.
Derartige Dichtungs- oder Abdichtungseinheiten können verschiedener Art und verschiedener Typen sein und sind beispielsweise
in der US-PS 4 087 992 sowie dem GB-PS 1 501 600 erläutert.
Die bei der Erfindung anwendbare Dichtungseinheit kann aus diesen bekannten Dichtungseinheiten ausgewählt werden.
Mit 4 ist ein Dämpfungsbehandlungsabschnitt angegeben, der in dem ersten halben Abschnitt im Inneren des Trommelkörpers 1 des Dämpfers
vorgesehen ist. In dem Behandlungsabschnitt 4 sind mehrere Führungsrollen 5 auf solche Weise vorgesehen, daß das Textilmaterial in zickzackförmiger
Weise nach oben und nach unten bewegt wird, während Rollen 6 zur Spannungseinstellung derart vorgesehen sind, daß sie
dea Textilmaterial eine geringfügige Spannung verleihen, die fUr
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das Textilmaterial während seiner Bewegung im Inneren des Behandlungsabschnitts
4 erforderlich ist. In dem letzten halben Teil des Trommelkörpers ist ein Kochbehandlungsabschnitt vorgesehen,
der Behalter 8-, Z-, S3 für eine Flüssigkeitsströmung enthalt,
wobei diese Behalter in der angegebenen Reihenfolge an einer oberen Position, einer mittleren Position und einer unteren Position vorgesehen
sind; Rohre 9 zur FlüssigkeitsrUckfUhrung sind vorgesehen, um eine BehandlungsflUssigkeit dem oberen Behälter S1 zuzführen
und um die Flüssigkeit zum oberen Tank zurückzuführen, nachdem sie Über den oberen^ mittleren und unteren Behalter 8., 8O und
nacheinander hinweggeflossen ist; Spreizrollen 10 sind vorgesehen, um das Textilmaterial in einem ausgebreiteten Zustand in jeden
Flüssigkeitsbehälter zu führen. Ferner ist ein Behalter 11 für eine langsame Kühlung angeordnet, welcher sich im Inneren des
Trommelkörpers 1 und nahe der Abdichtungseinhoit 3 am Ausgang befindet. V/asser mit einer Temperatur von etwa 50 zum Zwecke
einer langsamen Kühlung wird dem Behalter 11 zugeführt, um das Textilmaterial allmählich abzukühlen, wenn es den Behälter 11
passiert. Der Aufbau des Behälters 11 in Verbindung mit der ausgangsseitig angeordneten Dichtungseinheit 3 ist in der japanischen
Patentanmeldung Sho 79685-77 angegeben. Ein Wasserbehälter 12 dient
zum Auswaschen des Textilmaterials mit Wasser, nachdem das Textilmaterial
aus dem Trommelkörper 1 herausgeführt wird. Zwischen dem Behälter 12 und der ausgangsseitigen Dichtungseinheit 3 ist ein
Abdeckglied 13 vorgesehen, das das Textilmaterial daran hindern soll, in Kontakt mit Luft zu kommen. Die in Fig. 1 dargestellte
Vorrichtung weist eine Pumpe 14 zur FlUssLgkeitsrückfUhrung, einen
Behälter 15 zur FlUssigkeitszufUhrung und eine Trocknungskammer zux Infrarotstrahltrocknung auf; mit 16 ist das Textilmaterial bezeichnet,
welches flache Gestalt hat; Preßrollen 25 sind vorgesehen, damit das Textilmaterial eine vorbestimmte FlUssigkeitsmenge enthält.
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Mix dem vorstehend beschriebenen Aufbau arbeitet diese Ausführungsform der Erfindung auf folgende Weise, wenn sie für einen Färbpmceß
von Textilmaterial benützt wird: Die Temperatur im Inneren des Trommelkörpers 1 ist auf eine Temperatur zwischen 115 und
155 C eingestellt. Diese Temperatur ändert sich mit den Eigenschaften des Textilmaterials und mit den auszuführenden Behandlungsarten.
Vorzugsweise wird die Temperatur im Inneren des Trommelkörpers auf etwa 115 C zum Färben eines Nylon-Gewebematerials und bei etwo
155 C zum Färben von Polyester-Gewebematerial gehalten. Nachdem im Inneren des Dämpfers ein gewünschter Hitzezustand mit hoher
Feuchtigkeit erreicht wurde, wird die Pumpe 14 gestartet, um eine gewünschte Strömung von kochender Flüssigkeit durch das Innere jedes
der Behälter 8., 8« und 8« zu erreichen. Daraufhin kann ein Textilmaterial
bzw. eine Textilbahn 16, die durch einen Flüssigkeitsbehälter 17, welcher außerhalb des Trommelkörpers 1 angeordnet ist,
mit einer gewünschten FärbflUssigkeit imprägniert ist, durch die
Infrarotstrahl-Trocknungskammer 18 passieren, so daß das Textilmaterial
in solchem Umfang getrocknet wird, daß das Färbemittel, mit dem das Textilmaterial imprägniert ist, nicht an den Führungsrollen 19 anhaftet, sowie an den Dichtungsrollen, die innerhalb
der eingangsseitigen Dichtungseinheit 2 vorgesehen sind. Dann wird das Textilmaterial ins Innere des Trommelkörpers 1 geführt. Das
Textilmaterial, welches in den Trommelkörper eingeführt wurde, bewegt sich zickzackförmig mit einem bestimmten Grad an Spannung,
die durch die Führungsrollen 5 dem Textilmaterial verliehen werden, während es der Dämpfungsbohandlung ausgesetzt wird, damit
das Färbemittel am Textilmaterial fixiert wird und um außerdem einen bestimmten Grad an Verfilzung zu erhalten. Nachdem das Färbemittel
an dem Textilmaterial fixiert wurde, bewegt sich das Textilmaterial
in den Abschnitt 7 zur Kochbehandlung, in welchem das Textilmaterial in einom entspannten, zugspannungsfreien Zustand
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zusammen mit der Kochflüssigkeit bewegt wird bzw. strömt, da die
KochflUssigkeit von dem Behälter 8. zu dem Behälter 8- und dann
zu dem Behälter 8. strömt,
ο
ο
Gemäß dieser AusfUhrungsform kann das Textilmaterial so bearbeitet
werden, daß es eine zufriedenstellende Masse, bzw. ein zufriedenstellendes Volumen sowie eine zufriedenstellende Weichheit hat, da
das Textilmaterial nach der Fixierung und dem Trocknen des Färbstoffes durch den Dämpfbehandlungsabschnitt in einem entspannten
Zustand transportiert wird. Wenn das Textilmaterial ein dünnes, gewebtes Material oder ein gestricktes Material ist, kann die Texturierung und Weichheit des Textilmaterials, das durch die Dämpfbehandlung fixiert wurde, durch die Kochbehandlung reaktiviert
werden.
Wenn die Texturierung usw. des Textilmaterials auf diese Weise in
dem Trommelkörper 1 des Dämpfers reaktiviert wurden, wird das Textilmaterial allmählich auf etwa 50 C abgekühlt, unmittelbar
bevor es aus der ausgangsseitigen Dichtungseinheit herausgeführt wird, so daß Texturierung und Weichheit des Textilmaterials nicht
durch den Druck der Dichtungsrollen beeinträchtigt wird, der auf das Textilmaterial wirkt, bevor es sich zur Außenseite des Trommelkörper β bewegt.
Da der Kochbehandlungsabschnitt ein kontinuierliches Passieren des
Textilmaterials gestattet, wobei die KochflUssigkeit zirkuliert,
kann in großem Umfang eine Einsparung bezüglich des Wasserhaushalts erfolgen und Energie für die Hitze eingespart werden, so daß der Behandlungsprozeß für das Textilmaterial kontinuierlich mit großem
wirtschaftlichem Vorteil ausgeführt werden kann.
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Die vielstufige Anordnung der Behälter für die Flüssigkeitsströmung
erhöht das Flottenverhältnis (bath ratio) des Textilmaterial, so daß eine gleichmäßige Kochbehandlung desselben gewährleistet
ist.
Die vorstehend beschriebene Ausführungsform wurde in Anwendung
bei einem Färbprozeß für ein Textilmaterial erläutert, jedoch ist diese Ausführungsform nicht auf diese Behandlung beschränkt.
Diese AusfUhrungsform ist auch auf andere Bearbeitungsmöglichkeiten
anwendbar, wie beispielsweise zum Spülen, Bleichen, zur Gewichtsreduzierung usw. gewährleistet, daß die Texti!materialien
eine gute massige bzw. voluminöse Eigenschaft und gute Weichheit durch diese Prozesse erhalten.
Fig. 2 und 3 zeigen ein Beispiel zur Behandlung eines rohrförmigen
Textilmaterials, welches in einer rohrförmigen Gestalt gestrickt ist,
als zweite Ausführungsform der Erfindung, Diese Ausführungsform enthält einen Kochbehandlungsabschnitt mit einer Behälteranordnung
für eine Flüssigkeitsströmung, die sich gegenüber der entsprechenden Anordnung des Beispiels I unterscheidet. Bei dieser Ausführungsform
wird ein rohr- oder schlauchförmiges Textilmaterial 26 in spiralförmiger Weise (vgl. Fig. 3) innerhalb des Kochbehandlungsabschnittes
bewegt, damit die Behandlungszeit durch die Flüssigkeitsströmung größer als beim Beispiel I ist. Der Kochbehandlungsabschnitt 7 weist
einen Behälter 8 auf, der eine Form in Durchgangsrichtung hat, die
aus etwa U-förmigen Seitenflächen resultiert; eine Vielzahl von Führungsrollen 24 ist in geneigter Anordnung über dem Behälter 8
gemäß Fig. 3 vorgesehen, um das schlauchförmig© Textilmaterial in spiralförmiger Weise sich bewegen zu lassen. Eine Ringführung 23
ist vorgesehen, um das schlauchförroige Textilmaterial 26 in den
Behälter 8 des Kochbehandlungsabschnittes 7 in einer seilähnlichen
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Form zuzuführen und es in dieser seilähnlichen Form spiralförmig
in dem Behälter 8 verlaufen zu lassen. Ein Luft-Ausflußrohr bzw.
Strahlrohr 20 ist derart vorgesehen, daß Luft in die Innenseite des schlauchförmigen Textilmaterials 26 zugeführt wird, nachdem es
aus dem Waschbehälter 12 herausgeführt ist, so daß das Textilmaterial
mit der Luft in schlauchfö'rmige Gestalt aufgeblasen wird.
Oberhalb des Strahlrohrs 20 ist ein Paar von Rollen 21 zum Spreizen bzw. Ausbreiten des Textilmaterials vorgesehen, welches das schlauchform!
ge Textilmaterial in eine flache Form drückt, um es in Richtung seiner Breite auszubreiten, über dem Spreizrollenpaar 21 befindet
sich ein Quetschrollenpaar 22. Der Übrige Aufbau dieser AusfUhrungsform entspricht der ersten AusfUhrungsform.
Bei der in Fig. 2 und 3 gezeigten AusfUhrungsform wird das schlauchförmige
Textilmaterial einer Dämpfungsbehandlung ausgesetzt, damit ein Färbmittel durch den Dämpfungsbehandlungsabschnitt 4 am Textilmaterial
fixiert wird; daraufhin tritt das Textilmaterial in den Kochbehandlungsabschnitt in seilförmiger Gestalt ein, um wiederholt
in die kochende bzw. siedende Flüssigkeit in dem Behälter 8 in einem
lockeren und spannungsfreien Zustand eingetaucht zu werden, so daß eine gute massige bzw. voluminöse Eigenschaft, Weichheit, Texturierung
usw. dem Textilmaterial verliehen werden kann.
Das Textilmaterial, welches in dem Dämpfer-Trommelkörper mit einer
guten Texturierung usw. versehen wurde, wird auf etwa 50 C allmählich abgekühlt, unmittelbar bevor es aus der ausgangsseitigen
Dichtungseinheit herausgeführt wird, so daß die Texturierung und Weichheit des Textilmaterials nicht durch den Druck der Dichtungsrollen beeinträchtigt wird, der auf das Textilmaterial ausgeübt
wird, bevor e» zur Außenseite des Trommelkörpers gelangt.
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Da das Textilmaterial wiederholt in die siedende Flüsigkeit in dem
Kochbehandlungsabschnitt in seilförrniger Gestalt eingetaucht wird, kann die Kochbehandlung gleichmäßig und wirksam mit einem größeren
Flottenverhältnis (Bad-Verhältnis) auch dann ausgeführt werden,
wenn die Größe des Behälters 8 relativ klein isto Darüber hinaus kann in großem Umfang eine Einsparung bezüglich des Wasserhaushaltes
und der Wärmeenergie erreicht v/erden, so daß der Textilmaterial·=
Behandlungsprozeß kontinuierlich und mit großem wirtschaftlichem Vorteil bzw. Wirkungsgrad ausführbar ist.
Die vorstehende Ausfuhrungsform wurde in Bezug auf einen Färbprozeß
für ein schlauchförmiges Textilmaterial beschrieben . Diese AusfUh-=
rungsform ist nicht auf diese Anwendung begrenzt, läßt sich vielmehr
auch bei anderen Prozessen, beispielsweise zura Ausspülen,
Bleichen, für einen Gewichtreduzierungsprozeß usw. einsetzen, so daß Textilmaterialien mit guter voluminöser bzw. massiger Eigen=
schaft und guter Weichheit auch bei derartigen anderen Prozessen gewährleistet werden können.
Gemäß der beschriebenen Ausführungsforrn bläst das Strahlrohr 20
nach dem Auswaschen des schlauchförmigen Textilmaterial mit Wasser
Luft ins Innere des Textilmaterial^ um es aufzublasen. Das aufgeblasene
Textilmaterial wird dann durch die Spreizrollen 21 in einen flachen Zustand gebracht, um dadurch in Richtung seiner
Breite ausgebreitet zu werden, infolgedessen das Textilmaterial in einen nachfolgenden Prozeß ohn© irgendwelche Knittar oder Falten
übergeführt werden kann.
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Claims (1)
- Patentansprüche1· Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Textilraaterialien unter hohem Druck,dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfbehandlung in etwa dem ersten halben Abschnitt eines Hochdruckdämpfers ausgeführt wird, während das Textilmaterial sich in diesem Abschnitt bewegt, wobei gegebenenfalls das Textilmaterial einer geeigneten Spannung ausgesetzt wird, und daß anschließend eine Kochbehandlung in dem letzten halben Abschnitt des Hochdruckdämpfers ausgeführt wird, während das Textilmaterial in einem entspannten, spannungsfreien Zustand durch eine Anordnung mit strömender Flüssigkeit transportiert wird.2· Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von Textilmaterialien unter hohen Druck, mit einem Troramelkörper eines Hochdruckdämpfers, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelkörper (l) das Textilmaterial (16/ 26) kontinuierlich einführen und herausführen kann, wo-909813/1007bei der Trommelkörper auf einer hochfeuchten Hitze gehalten werden kann, daß der Trommelkörper einen Dämpfungsbehandlungsabschnitt (4) enthält, der in dem ersten halben Abschnitt des Trommelkörpers (l) angeordnet ist, daß der Dämpfungsbehandlungsabschnitt eine Vielzahl von Führungsrollen (5) aufweist, die derart angeordnet sind, daß das sich darauf bewegende Textilmaterial in zickzackförmiger Weise bewegt, daß der Dämpfungsbehandlungsabschnitt Rollen (ό) zur Spannungseinstellung aufweist, um dem Textilmaterial eine geeignete Spannung zu verleihen, während es in zickzackförmiger Weise Über die Führungsrollen bewegt wird, daß ein Kochbehandlungsabschnitt (7) vorgesehen ist, der in dem letzten halben Abschnitt des Hochdruckdärapfer-Trommelkörpers liegt, daß der Kochbehandlungsabschnitt mehrere Behälter (8., 8O, 8.) aufweist, die vertikal Übereinander in mehrstufiger Ausrichtung vorgesehen sind, so daß eine Flüssigkeitsströmung von einer oberen Stufe zu einer unteren Stufe für die Kochbehandlung vorliegt, so daß das Textilmaterial zusammen ■it der Flüssigkeitsströmung sich bewegt, und daß eine Flüssigkeit-Recycling-Einheit vorgesehen ist, weleha die Über den Behälter der untersten Stufe fließende Flüssigkeit zu dem Behälter der obersten Stufe zurückfuhrt.3. Vorrich tu«^ z">r kontinuierlichen Behandlung von Textiimaterialien unter hohem Druck, mit eisnsra Trommeikörper eines Hochdruekdämpfers, dadurch gekennzeichnet, daß dox Tx®mm®lk®sp@x (i) das Textilmaterial (l6j 26) kontinuierlich ©imführen und herausführen kann, wobei der Trommelkörper auf eines1 hocbesuchten Hitze gehalten werden kann, daß der Hochdruckdämpf©r-Tromaelk^rper (i) einen Dämpfungs« behandlungsabschnitt in dem @rsten halben Abschnitt des Trommelkröpers (l) enthält, daß der Dämpfungsbehandiungsabschnitt mehrere FUhrungsrollen (5) aufweist, die vorgesehen sind, um d@s Textil» ■aterial in zickzackförraiger Weis© beu@g@n zu lassen, daß der909813/1007Dämpfungsbehandlungsabschnitt (4) Rollen (6) zur Spannungseinstellung enthält, um dem Textilmaterial während seiner zickzackförmigen Bewegung entlang den FUhrungsrollen eine geeignete Spannung zu verleihen, daß der Kachbehandlungsabschnitt in dem letzten halben Abschnitt des Trommelkörpers angeordnet ist und einen Behälter (8) aufweist, der einen Durchgang mit etwa U-förmigen Seitenflächen bildet, daß im oberen Teil des Behälters des Kochbehandlungsabschnitts eine Vielzahl von FUhrungsrollen (24) vorgesehen sind, die im oberen Teil des Behälters (8) angeordnet sind, um das Textilmaterial wiederholt in die KochbehandlungsflUssigkeit des Behälters (8) einzutauchen, in_dem das Textilmaterial (26) in spiralförmiger Weise geführt wird, daß der Trommelkörper eine RingfUhrung (23) enthält, die zwischen dem Dämpfungsbehandlungsabschnitt und dem Kochbehandlungsabschnitt vorgesehen ist und derart angeordnet ist, um das Textilmaterial in seilähnlicher Gestalt zu den Kochbehandlungsabschnitt zu fuhren.909813/1007
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1978
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