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Verfahren und Anordnungen zum Einstellen
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einer Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät zur Messung einer
ionisierenden Strahlung Die Erfindungbetrifft ein Verfahren und Anordnungen zum
Einstellen einer ein Warnsignal auslösenden Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät
zur Messung einer ionisierenden Strahlung einer im Oberbegriff des Anspruches 1
angegebenen Art.
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Es sind Strahlungsmeßgeräte zur Messung einer ionisierenden Strahlung
bekannt, die die Dosis der auf sie einwirkenden ionisierenden Strahlung summieren
und beim rreichen eines bestimmten, im Gerät eingestellten Wertes der aufsummierten
Strahlungsdosis ein deutlich vernehmbares Warnsignal erzeugen. Derartige Strahlungsmeßgeräte
werden insbesondere von strahlungsexponierten Personen getragen.
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Diese Personen unterliegen Vorschriften, nach denen sie in einem bestimmten
Zeitraum höchstens einer vorgegebenen Dosismenge einer ionisierenden Strahlung ausgesetzt
sein dürfen. Die Warnschwelle der diese Personen überwachenden Strahlungsmeßgeräte
ist oft auf diesen Höchstwert der Strahlungsdosis eingestellt. Vielfach kommt es
jedoch vor, daß beispielsweise ein geringerer Zeitraum für eine strahlungsexponierte
Person überwacht werden soll und die strahlungsexponierte Person nur noch einer
wesentlich geringeren Strahlungsdosis ausgesetzt werden darf als die Strahlungsdosis,
bei dem in dem ihn überwachenden Gerät die darin eingestellte Warnschwelle erreicht
wird.
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Es ist zwar aus der DE-PS 20 29 160 ein Strahlungsmeßgerät zur Messung
einer ionisierenden Strahlung mit
einem digitalen Speicher als Dosisspeicher
bekannt, in den der Zählerstand des Dosispeichers auslesbar ist und die Warnschwelle
über eine Und-Schaltung am Ausgang des Dosisspeichers einstellbar ist. Die Anderung
der Warnschwelle in dem Strahlungsmeßgerät ist jedoch umständlich, da die Einstellung
der Warnschwelle für die das Meßgerät tragende Person unzugänglich sein muß und
somit die Warnschwelle erst nach öffnen des Gerätes durch Umstellen oder Umlöten
der Eingänge der Und-Schaltung durch eine befugte Stelle verändert werden kann.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Einstellen einer Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät der eingangs angegebenen
Art anzugeben, mittels dessen Maßnahmen eine Warnschwelle auf einen beliebiaen Dosiswert
eingestellt werden kann, ohne das Gehäuse des Strahlungsmeßgerätes zu öffnen und
ohne daß die das Gerät tragende Person die Warnschwelle ohne weiteres am Strahlungsmeßgerät
verändern kann.
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Diese Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen des
kennzeichnenden Teiles gelöst.
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Die Erfindung weist den Vorteil auf, daß für die Einstellung der Warnschwelle
keine mechanischen Maßnahmen an dem Strahlungsmeßgerät selbst vorzunehmen sind,
die einen zusätzlichen Raum und einen zusätzlichen Aufwand in dem Strahlungsmeßgerät
erfordern. Die elektronische Einstellung der Warnschwelle nach der Erfindung ist
auch leichter gegen eine unbefugte Veränderung zu schützen, da eine geeignete Impulsquelle
für die Einstellung der Warnschwelle der zu überwachenden Person im allgeraeir.en
nicht ohne weiteres zur Verfügung steht.
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Die das Verfahren weiter ausgestaltenden Maßnahmen des Anspruches
2 bringen den zusätzlichen Vorteil mit sich, daß eine optische Anzeige des Zählerstandes
des digitalen Zählers im Strahlungsmeßgerät durch die Einstellimpulse nicht gestört
wird.
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Eine vorteilhafte Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach der
Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 3 angegeben. Mittels einer derartigen
Anordnung kann die Warnschwelle in einem dazu vorgesehenen Strahlungsmeßgerät in
einfachster Weise durch eine Vorwahl eingestellt werden.
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In den Ansprüchen 4 bis 6 sind vorteilhafte Ausgestaltungen einer
Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung angegeben. Insbesondere
mit-der Maßnahme nach Anspruch 5 wird in vorteilhafter Weise ein Anschluß eines
Ausgangssteckers des Strahlungsmeßgerätes eingespart, wodurch gegebenenfalls die
Verwendung eines einfacheren und kleineren Steckers in dem Strahlungsmeßgerät ermöglicht
wird.
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Die Merkmale des Anspruches 7 geben eine vorteilhafte Ausbildung eines
Strahlungsmeßgerätes an, die eine Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung auf
das Strahlumgsmeßgerät ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen ist es in vorteilhafter
Weise möglich, den Ausgangsanschluß für das Meßsignal gleichzeitig als Einstelleingang
zur Einstellung der Warnschwelle mit zu benutzen.
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Die Unteransprüche 8 und 9 geben vorteilhafte Ausgestaltungen des
im Anspruch 7 angegebenen Strahlungsmeßgerä tes an.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen Fig. 1 eine schematische Blockdarstellung
einer Anordnung zur Einstellung der Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät, Fig.
2 eine schematische Blockdarstellung einer weiteren Anordnung zur Einstellung der
Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät.
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In Figur 1 ist in einem Blockschaltbild schematisch eine Anordnung
zum Einstellen einer Warnschwelle in einem Strahlungsmeßgerät zur Messung einer
ionisierenden Strahlung dargestellt. Das Strahlungsmeßgerät 1, dessen Warnschwelle
auf einen beliebigen Dosiswert eingestellt werden soll, enthält eine Detektorvorrichtung
2, die über eine Entkopplungsschaltung 3 an den Zähleingang 4 eines digitalen Zählers
5 angeschlossen ist. An einem am digitalen Zähler 5 fest eingestellten Schwellwertausgang
6 ist eine Warnvorrichtung 7 angeschlossen, die an einem Lautsprecher 8 ein akustisches
Warnsignal erzeugt.
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In einem Feld einer ionisierenden Strahlung erzeugt die auf die Detektorvorrichtung
einwirkende ionisierende Strahlung im Strahlungsdetektor elektrische Impulse, deren
Anzahl im Einwirkungszeitraum der Strahlungsdosis am Meßort entspricht. Die im Strahlungsdetektor
erzeugten Zählimpulse werden in der Dctektorvorrichtung regeneriert und auf eine
für den als Dosispeicher ausgebildeten digitalen Zähler geeignete Impulsrate 9 untersetzt.
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Die Impulse dieser Impulsrate werden in den digitalen Zahler eingezahlt,
so daß der Zählerstand z D des digitalen Zählers jeweils die auf die Detektorvorrichtung
eingewirkte Strahlungsdosis D anzeigt. Dieser Zählerstand wird von einer an den
Ausleseausgang 10 des digitalen Zählers 5 angeschlossenen Digital-Analogwandlerschaltung
11 in einen dem Zählerstand des digitalen Zählers entsprechenden Gleichstrom umgewandelt,
der als Gleichstromsignal 12 an einem Ausgang 13 für eine Anzeige zur Verfügung
steht. Dieser Ausgang 13 steht gleichzeitig als Einstelleingang zum Einstellen einer
beliebigen Warnschwelle über eine Trennschaltung 14 und einen zweiten Eingang 15
der Entkopplungsschaltung 3 mit dem Zähleingang 4 des digitalen Zählers 5 in Verbindung.
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Zur Einstellung einer gewünschten Warnschwelle in dem Strahlungsmeßgerät
1 ist an dessen Ausgang 13 eine Anzeigevorrichtung 16 und ein Impulsgenerator 17
angeschlossen.
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Der Impulsgenerator 17 kann über eine elektrische Taste 18 an eine
Betriebsspannung Ug angeschlossen werden.
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Soll beispielsweise eine Warnschwelle bei der Strahlungsdosis Dw eingestellt
werden, der ein Zählerstand zW entspricht, muß im digitalen Zähler 5 mittels des
Impulsgenerators 17 ein Zählerstand ZDW O rf eingestellt werden, wobei z0 der Zählerstand
ist, bei dem der digitale Zähler an seinem Schwellwertausgang 6 ein Schwellwertsignal
erzeugt. Dazu wird der Impulsgenerator 17 durch Schließen der elektrischen Taste
18 an die Betriebsspannung angeschlossen, so daß der Impulsgenerator eine Reihe
von Einstellimpulsen 19 erzeugt. Diese Impulse gelangen über den Einstelleinoang
13 und die Schaltungen 14 und 3 in den digitalen Zähler 5, wobei
die
Anzeigevorrichtung 16 den Zählerstand beispielsweise direkt in Dosiseinheiten anzeigt.
Bei einer Anzeige, die dem Zählerstand z DW entspricht, wird die elektrische Taste
18 unterbrochen, so daß die Erzeugung der Impulsreihe 19 im Impulsgenerator 17 gestoppt
wird. Damit ist die gewünschte Warnschwelle in dem Strahlungsmeßgerät eingestellt
und das Strahlungsmeßgerät 1 wird von der Anzeigevorrichtung 16 und dem Impulsgenerator
getrennt und steht nunmehr mit der gewünschten Warnschwelle zur Messung der Strahlungsdosis
in einem ionisierenden Strahlungsfeld zur Verfügung.
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Sind das Gleichstromsignal 12 des Digital-Analogwandlers 11 und die
Impulse der Impulsreihe 19 des Impulsgenerators 17 gleichstrommäßig nicht gegenpolig
ausgebildet, so daß sie durch Gleichrichter voneinander getrennt werden können,
dann ist es vorteilhaft bzw. erforderlich, daß die Impulse der Impulsreihe 19 des
Impulsgenerators 17 wesentlich kürzer bemessen sind als die Pausen zwischen zwei
benachbarten Impulsen der Impulsreihe 19, damit die Anzeigevorrichtung 16 in ihrer
Anzeige durch die Impulse der Impulsreihe 19 nicht beeinträchtigt wird.
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Weisen dagegen das Gleichstromsignal 12 des Digital-Analogwandlers
11 und die Impulse der Impulsreihe 19 des Impulsgenerators 17 gleichstrommäßig die
gleiche Polung auf, dann ist es zweckmäßig, wenn die Anzeigevorrichtung 16 eine
Anordnung enthält, die aus dem an ihrem Eingang liegenden Signal einen Mittelwert
bildet. Dadurch werden an den Eingang der Anzeigevorrichtung gelangende Impulse,
beispielsweise des zur Einstellung erforderlichen Impulsgenerators 17, abgeleitet,
insbesondere wenn die Zeitkonstante der Mittelwertanordnung wesentlich größer ist
als die Impulsbreite der an den Anzeigeeingang gelangenden Impulse während des Einstellvorganges.
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Die in Figur 2 in einem Blockschema dargestellte Anordnung zur Einstellung
einer beliebigen Schaltschwelle in einem Strahlungsmeßgerät enthält neben dem Strahlungsmeßgerät
20 eine Nullstellvorrichtung 21 und einen Impulsgenerator 22 mit einer Wählvorrichtung
23. Die Detektorschaltung besteht bei diesem Strahlungsmeßgerät aus einem Strahlungsdetektor
24, einer den Strahlungsdetektor versorgenden Hochspannungsschaltung 25 und einer
Impulsformer-und -teilerschaltung 26 und ist an eine Diode 27 einer Entkopplungsschaltung
3 angeschlossen. Die Entkopplungsschaltung 3 ist als Oderschaltung mit den Dioden
27 und 28 ausgebildet, deren Ausgang an den Zähleingang 4 eines digitalen Zählers
30 angeschlossen ist. An einem fest eingestellten Schwellwertausgang 6 des digitalen
Zählers liegt eine Warnvorrichtung 31, die bei einem Schwellwertsignal an ihrem
Eingang in einem Lautsprecher 8 ein akustisches Warnsignal erzeugt. Ein ionisierendes
Strahlungsfeld erzeugt in dem Strahlungsdetektor 24 Zählimpulse 33, deren Zählrate
in der Teilerschaltung 26 im geeigneten Maß untersetzt wird. Die Impulse der untersetzten
Impulsreihe 9 gelangen über die Schaltung 3 an den Zähleingang 4 des digitalen Zählers
30 und werden in diesem Zähler summiert.
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Bei einem Zählerstand z0 entsteht am Schwellwertausgang 6 ein Schwellwertsignal,
das in der Warnvorrichtung 31 einen Warnton auslöst. An die Ausleseausgnge 10 des
digitalen Zählers 30 ist eine Digital-Analogwandlerschaltung 11 angeschlossen, die
über entsprechend bemessene Widerstände 34 mit jeweils einer Diode 35 in Reihenschaltung
einen den Zählerstand kennzeichnenden Strom bilden. Die Summe aller dieser Ströme
erzeugt in einem Summenwiderstand 36 ein Gleichspannungssignal 12, dessen Höhe den
Zählerstand zD und damit die auf das Strahlungsmeßgerät eingewirkte Strahlungsdosis
anzeigt. Die Strahlungsdosis, der das Meßgerät in einem ionisierenden Strahlungsfeld
ausgesetzt war, wird in dem digitalen Speicher 30 gespeichert und kann nach der
Messung jederzeit
am Ausgang 13 des Strahlungsmeßgerätes ausgelesen
werden, indem an diesem Ausgang 13 eine in der Zeichnung gestrichelt dargestellte
Anzeigevorrichtung 16 angeschlossen wird.
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Zr Einstellung einer gewünschten Warnschwelle wird an den Ausgang
13 des Strahlungsmeßgerätes der Impulsgenerator 22 angeschlossen und an dessen Wählvorrichtung
23 die Impulszahl z DW =z0 ZW an Einstellhandhaben 37 eingestellt. Zuvor wird an
einer Taste 38 der Nullstellvcrrichtung 21 ein Nullstellimpuls ausgelöst, der über
einen Nullstelleingang 39 des Strahlungsmeßger-ätes 20 an einen Nullstelleingang
40 des d gitalen Zählers 30 gelangt und dessen Zählerstand auf Null rückstellt.
Danach wird mittels eines Schalters 41 der Impulsgenerator 22 an eine Betriebsspannung
Um gelegt, so daß der Impulsgenerator eine Impulsreihe 19 mit der in der Wählvorrichtung
23 eingestellten Impulszahl erzeugt.
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Die Impulsreihe 19 gelangt an den Anzeigeausgang 13, an den der Impulsgenerator
22 angeschlossen ist und der für das Einstellverfahren als Einstelleingang des Strahlungsmeßgerätes
dient. Von dort gelangen die Impulse der Impulsreihe 19 über eine Trennschaltung
14, die als Differenzierglied ausgebildet ist und aus dem Widerstand 42 und dem
Kondensator 43 besteht< und über die Diode 28 an den Zähleingang 4 des digitalen
Zählers 30. Im digitalen Zähler (Dosisspeicher) 30 des Strahlungsmeßgerätes 20 ist
somit vor einer Messung in einem ionisierenden Strahlungsfeld bereits ein Zählerstand
zDW eingespeichert. In einem ionisierenden Strahlungsfeld kann dadurch das Strahlungsmeßgerät
20 bis zum Auslösen eines Warnsignals nur noch eine einem Zählerstand ZW entsprechende
Anzahl Impulse der untersetzten Zählrate summieren.
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