DE2840762C3 - Steuersystem für Medikamentenvernebler - Google Patents
Steuersystem für MedikamentenverneblerInfo
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Description
Ja diese Beatmungsgeräte den Patienten nicht mit einer
lurch ein vorgegebenes Volumen fest eingestellten Gasmenge versorgen, sondern dem Patienten unabhängig
vom Volumen so lange Bealmungsgas zuführen, bis ein bestimmter Druck erreicht wird.
Würde man ähnlich wie bei druckbegrenzten Beatmungsgeräten auch bei volumenbegrenzten Beatmungsgeräten
den Vernebler ohne weitere Vorkehrungen an die Beatm jtigsleitung anschließen, so würde man
dadurch die Volumenbemessung, die durch das Beatmungsgerät vorgenommen wird, und an ihm eingestellt
ist, zunichte machen.
Durch das erfindunsgemäße Steuersystem wird der Vernebler an die Beatmungsleitung des Beatmungsgerät
angeschlossen, ohne daß dadurch das eingestellte Volumen verändert wird, weil jeweils ein Teil dieses
Volumens während der Ein- oder Ausatemphase in die Kammer abgezweigt und von dieser wieder der Bealmungsleitung
zugeführt wird. Durch die erfindungsgemäße Anordnung, die vorsieht, daß das Beatmungsgasgemisch
zur Vernebiung des Medikaments verwendet
wird, wird weiter erreicht, daß die Zusammensetzung
des Atemgases unabhängig vom Betrieb des Vernebiers ist.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 6 beschriebenen
Mittel vorgesehen.
Durch diese Ausführung wird erreicht, daß während dem Beatmungsvorgang dem Beatmungsgas eine einem
Einheitsvolumen entsprechende Gasmenge durch die pneumatisch gesteuerte Kammer entzogen wird, und
daß diese Gasmenge der Beatmungsleitung während desselben Bealmungsvorgangs über den Vernebler. d. h.
mit Medikamenten angereichert, wieder zugeführt wird.
Durch diese besondere Ausführung der Erfindung wird erreicht, daß nicht nur die Zusammensetzung des
Beatmungsgases vom Betrieb des Vernebiers unabhängig ist, sondern auch das am Ventilator eingestellte Volumen,
das hierbei gleich dem Beatmungsvolumen ist.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Verncblcr-Sieuersystems
nach der Erfindung in Benutzung mit einem medizinischen Ventilator des volumenbeschränkten
Typs, bei dem ein Anteil des Atemgases zeitweilig von dem System abgezogen und daraufhin durch
einen Vernebler in den Patienten-Beatmungskreis zurückgeführt wird;
F i g. 2 eine schematische Darstellung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ähnlich Fi g. 1, mit
zusätzlicher Steuereinrichtung zur Überwachung des Zcihiblaufcs für den Abzichvorgang eines Anteils des
Beatmungsgases und der Rückleitung des Gases mit Medikamentenzugabe zu dem Beatmungskreis während
der gleichen Einaimungszcil;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der in Fig. 2
angedeuteten zusätzlichen Steuereinrichtung und
F i g. 4 ein Diagramm des Druckablaufs über der Zeit
in der Schaltung nach F i g. 3.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausführung der Erfindung
wird das weiter unten beschriebene Vcrneblersystcm zur Zugabe von Medikamenten in das Bealmungsgas
für den Patienten in Verwendung mit einem medizinischen Ventilatot <C dargestellt, der von der in US-PS
38 31 595 beschriebenen Art, ein rein pneumatisch betriebener Ventilator sein uann. Ein vorbcslimmtes Gasvnhimen
wird durch diesen Venlilator über eine Bcalmungsleitung
12, eine Verbindung 16 dem Patientenadapter oder der Beatmungsröhre 14 zugeführt. Dieses
Beatmungsgas hat, je nach den Anforderungen einen vorbestimmten Sauerstoffgehalt Das Ventilatorsystem
besitzt in der angezeigten Weise eine Sauerstoffversorgung, durch die beispielsweise mit 3,45 bar unter Druck
gesetzter Sauerstoff zugeführt wird und stellt den Sauerstoffgehalt der Beatmungsluft entsprechend einer
vorgegebenen Einstellung ein.
ίο Mit dem Beatmungskreis 12 ist unmittelbar vor dem
Patientenadapter 14 ein Vernebler N für Medikamente verbunden, der direkt in die Beatmungsleitung 12 mündet,
und nicht, wie in den gebräuchlichen Einrichtungen in Reihe mit der Beatmungsleitung geschaltet ist. Vor
der Einmündung des Vernebiers Λ/ist in der Beatmungsleitung 12 ein konventioneller Filter Fund ein Befeuchter
H enthalten, so daß das mit Medikamenten versehene Beatmungsgas direkt dem Patienten zugeführt wird.
Zwischen dem Filter Fund dem Befeuchter H ist eine Leitung 72 mit der Beatmungsleitung 12 verbunden, die
zu einem Kolben-Balggerät 60 führt, vo.-<
dort führt eine Leitung 74 fort,die mit dem Vernebler /Vvt.bunden ist.
Der Patientenadapter 14 ist an einer Verbindungsstelle 16 mit einer Ausatemleitung 18 verbunden. D'ese
Leitung steht während des Ausatemvorgangs zur Umgebung inn offen und wird während des Einatmens
durch die Membran eines Auatemventils 20, vom bekannten Pilztyp, verschlossen. Der Ventilator 10 erzeugt
ein Drucksignal während des Einatemvorgangs entspre-
M chend dem eingestellten Einatem-Ausatem-Zyklus; dieses
Signal wird über die Leitung 24 an das Ventil 20 weitergeleitet, so daß die Ventilmembran während dieser
Zeit in die gestrichelt angedeutete Stellung 22 gedehnt wird und die Ausatemleitung 18 verschließt. Auf
diese Weise wird die Ausatemleitung 18 während der Einatmung verschlossen, so daß sichergestellt ist, daß
der Patient nur über die Beatmungsleitung 12 Beatmungsgas erhält.
Wenn das vom Ventilator stammende Drucksignal am Ende des Einatmungszeitraums unierbrochen wird
fällt iic Membran in die durchgezogen eingezeichnete
Stellung zusammen, und der Patient kann durch die Ausatemleitung 18 frei ausatmen. Dieses Ventilatordrucksignal,
hier »Ausatemventilsignal« genannt, steuert entweder direkt oder indirekt, je nadi der Acsführungsform
der Erfindung, den Betrieb des Neblers in der nachfolgend beschriebenen Weise. Nach Fig. 1 wirkt
das Ausatemventilsignal von Leitung 24 direkt durch die Leitung 26 und ein Umschaltventil 28 zur Steuerung
eines fluidisch-pneumatischen Steuerventils 30, welches wiederum Druckgas an das Kolben-Balggerät 60 weitergibt
oder absperrt, wenn das Steuersignal anliege oder nicht anliegt. Das Übergabeventil ist ein handelsübliches
Gerät, das beispielsweise von der Firma Clip· pard Instrument Laboratories vertrieben wird.
Zur erleichterten Darstellung ist das Steuecventil 30
in Fig. 1 schematisch als eine einfache Membrananordnung
dargestellt, die eine eine Druckgasquelle mit dem Kolben-Balggerät IiO verbindende Gasleitung durch-
bo schaltet bzw. sperrt. Das Ventilgehäuse 32 ist durch eine
flexible Tcilungsmembran 38 in zwei Kammern 34 und 36 unterteilt. Die Kammer 34 ist mi' der Leitung 26 für
das ankommende Signal verbunden. Ein Ventilelement 40 in der Kammer 36 besitzt einen Gasdurchlaß 42, der
b5 an seinen entgegengesetzt liegenden Enden offen ist
und isi so mit der Membran 38 verbunden, daß es sich mit dieser bewegt. In der abgesenkten Stellung der
Membran verbindet das Ventil die Sauerstoffdrucklei-
lung 48 und die Druekiibcrtragungsleitung 50 zum Kolben-Balggerät
60 dadurch miteinander, daß die mit diesen Leitungen verbundenen Röhren 44 bzw. 46 in Ausrichtung
mit dem inneren Durchgang 42 des Vcntilclcmcnts 40 kommen.
Der Verncbler /V selbst, der das Medikament oder die
Medikamentmischung enthält, kann ein Verncbler der Induktionsart sein; beispielsweise kann ein Signal von
Druckgas in eine Venturi-Düse od. dgl. gerichtet werden,
so daß damit ein Mitreißendes Medikaments in den
Luftstrahl induziert wird, in dem das Medikament vernebelt und mit dem Gas gemischt wird, wenn es den
Vernebler verläßt.
Das Kolben-Balggerät 60, das einen gegebenen Anteil des Beatmungsgases zeitweilig von dem Ventilators\stern
abzieht und daraufhin dem Beatmungsgas unter L:influß des Kolbendrucks durch den Verncbler der Beatmungsleitung
wieder zuführt, wird durch das Steuerventil 3ö direkt gesieuei i. Zu liicScrri Zweck umfaßt du'.
Gerät 60 ein Gehäuse oder einen Rahmen 62, in dem ein Zylinder 63 mit einem einfach betätigten, fcderrückgcführten
Kolben 64 angebracht ist und in dem sich ein dehnbarer und zusammendrückbarer Balg 66 befindet.
Das eine Ende 67 des Balges ist an dem Gehäuse oder Rahmen des Gerätes angebracht, während das entgegengesetzt
liegende Ende mit der Kolbenstange 68 des Kolbens 64 verbunden ist. Die Druckseite des Kolbens
ist mit einer von dem Steuerventil 30 herkommenden Druckleitung 70 verbunden, so daß der unter Druck
stehende Sauerstoff in ί 'gender Weise zum Antrieb des
Kolbens und zum Zusammendrücken des Balges benutzt werden kann.
Wenn in der Leitung 26 kein Drucksignal anliegt, z. B.
während des Ausatemvorgangs, befindet sich das Steuerventil 30 in seiner Sperrstellung wie dargestellt, und es
wird kein Druck zum Betrieb des Kolben-Balggeräts 60 übertragen Während ^ac f-ipaipmunrunnffi u/pnn fin«:
Ausatemventilsignal in der Leitung 26 anliegt und auf das Steuerventil 30 übertragen wird, wird dagegen unter
Druck stehendes Gas dem Kolben-Balggcrät 60 zugeführt.
Das Innere des Balges steht mit den Leitungen 72 und 74 in Verbindung., die das Zuführen des Gases zu dem
Balg bzw. das Austreiben des Gases in der nachfolgend beschriebenen Weise gestatten.
Der Kolben, der wie bereits erläutert, einen druckgesteuerten
Arbeitshub aufweist, ist mit einem Federaufbau 75 in dem Zylinder 63 so verbunden, daß die Feder
76 während des Druckarbeitshubes des Kolbens so gespannt wird, daß ihre gespeicherte Energie für den darauffolgenden
Rücksteühub ausreicht, um sowohl den Kolben als auch den Balg nach Abschalten des Gasdrucks
in Leitung 70 in die gezeichnete Ausgangsstellung zurückschieben. Um eine Einstellung des Gasvolumens
im Balg 66 in der gezeigten, voll ausgedehnten Lage zu ermöglichen, kann die Verbindung zwischen
Kolbenstange 68 und Balg 66 durch eine Kupplung 69 einstellbar gemacht werden.
Die zu dem Balg hin bzw. von ihm wegführenden Leitungen 72 bzw. 74 weisen Rückschlagventile 78 bzw.
80 auf und sind mit der Beatmungsleitung zwischen Filter Fund Befeuchter H bzw. mit dem Verncbler verbunden.
Auf diese Weise wird ein Nebenschluß der Beatmungsleitung zur Umgebung des Befeuchters H erzeugt,
der so wirkt, daß während der FederrücksteUung
des Kolbens 64 und damit gleichzeitig erfolgender Ausdehnung des Balges 66 Atemgas vom Ventilatorsystem
nhgenommen und durch das Ventil 78 in den Balg 66
gebracht wird; während <k-s diirckgcsteuerten Arbeilshubes
des Kolbens 64 wird der Balg 66 zusammengedrückt und das darin enthaltene Gas durch das Ventil 80
und den Vernebler N in der llcnlimingslcitung 12 ziir>
rückgeführt.
Dementsprechend wird bei Beendigung des Aus alemventilsigiiiils in l.ciliing 26 am l'.nde der l'inatmungs/eil
der Gasdruck, der auf den Kolben 64 einwirkt, durch das Steuerventil 30 abgeschnitten, und die
in gespannte Feder 76 kann den Kolben bei gleich/eiliger
Ausdehnung des Balges zurückführen. Diese Ausdehnung
des Balges 66 zieht restliches Atemgas aus dem Sauerstoff-Steuersystem des Ventilators 10 ab. Das abgezogene
Atemgas verbleibt in dem Balg 66 während der gesamten Absehalt/cit des Steuerventils 30. d. h. bis
ein neuer Eina'emablauf beginnt: zu dieser Zeit liegt wieder ein Ausaicmvcntilsignal an Leitung 26 an und
schultet den Gasdruck durch das Steuerventil 30 auf den Kolben M. Wciiii der Kolben M »even
<Ιίι· Federkraft
2» den MaIg 66 zusammendrückt, wird der in dem Balg 66
enthaltene Gasanteil durch das Ventil 80 und den Vcr ncblcr N ausgedrückt und führt das Medikament in die
Bealmungsleitung 12 ein.
Bei dieser Anordnung wird das Beatmungsgas nur am Ende der !!inatiiiungszcil abgezogen und wird duii h
den Verncbler am Anfang der nächsten Einatenizeit zugeführt.
Dementsprechend verbleibt bei dieser Betriebsart der iuicrstoffantcil des Aicmgases bei dem an
dem Ventilator eingestellten Wert, das gesamte Atem-
jo gasvolumen wird jedoch um den bekannten /usäi/.lichen
Volumenteil des Balges erhöht.
Bei der bevorzugten Ausführungsfo'.m der Erfindung,
die in Fig. 2 dargestellt ist, sind Bcatmungsleitung 12,
Kolben-Balggcrät 60 und die Vernebleranordnung im
j5 wesentlichen gleich wie in Fig. I und sind mit den gleichen
Bczugszcichen bezeichnet. Das Ausaicmveniilsignal
in Leitung 26 wird jedoch durch einen sogenannten »Kinmalablauf«-(one-shot)-Schaltkreis 90 so abgewandelt
oder programmiert, daß das Steuerventil 30 auf besondere Weise gesteuert wird. Die Einmalablaufschallung
is* so ausgelegt, daß die Arbeitsweise des
Steuerventils 30 in der Weise abgeändert wird, daß das Kolben-Balggcrät 60 einen Anteil des normalen Bcatmungsvolumcns
von Bcamtungsgas direkt aus der Bcatmungsleitung 12 abzieht und während des gleichen Beatmungsvorgangs
durch den Verncbler N an die Bcatmungsleitung ^zurückliefen.
Eine Ausführungsform der pneumatischen Zeitstcucrungsschaltung ist schematisch in Fig. 3 dargestellt
Dieses System benutzt ein bekanntes fluidisches monostabiles Vibratorclemcnt (onc-shoi-FJemcnt) in einv
bekannten Ausführung. Die Ausatcmveniilsignalleitun^
26 ist mit einem Membranventil 92 verbunden, das bei
spielsweise ein Gehäuse 94 umfaßt, welches durch ein«
flexible Membran 96 in zwei Kammern, nämlich eint Signaldruckkammer 97 und eine Ventilkammer 98 mi
»Alemöffnungen« 100 zur Atmosphäre unterteilt ist Zwei pneumatische Leitungen 102 und 104 erstrecker
sich in die Ventilkammer 98 und sind an einer Verbin
bo dung 106 mit offenem Ende miteinander verbunden. Da: offene Ende der Verbindung bildet den Ventilsitz für dii
Membran 96 und liegt dem Mittelteil der Membran ge genüber. Wenn die Membran durch den Signaldruck it
der Kammer 97 in der dargestellten Weise nach recht:
öS ausgebogen wird, verschließt sie die Verbindungsöff
nung so, daß die Leitungen 102 und 104 einen Teil eine geschlossenen pneumatischen Schaltung bilden, wie in
folgenden beschrieben wird.
Die Drucksaucrstoffquellc für das gesamte System
wird auch für den Betrieb der Pncumatikschaltung 90 verwendet, und der Druck von beispielsweise 3,45 bar
wird durch eine Drossclslcllc 108 auf eiwa 200 mbar
herabgesetzt, der in der Versorgungsleitung MO herrscht.
Dieser herabgesetzte Uruck wird einem fluidischen
monosluo'len Multivibrator 112 zugeführt, der mit zwei
Ausgängen entweder zur Eingangslcitung 91 des Steuerventils 30 (F i g. 2) bzw. zu einer Atmosphären-Entlüftung
114 versehen ist. Die Hauptdruckleitung 110, die zu
dem monostabilen Multivibrator 112 führt, ist gleichfalls
an einer Verbindungsstelle 111 mit der durch das Membranventil
92 gesteuerten Leitung 102 verbunden, welche wiederum über das Ventil mit der Leitung 104 verbunden
ist, welche zu dem monostabilen Multivibrator 112 führt. Die Leitung 104 ist über eine Leitung 116 mit
einer Drossel 118 und von dort mit einer Zeitverzögerungskammcr
120 verbunden, deren Ausgang wiederum mit der anderen Seite des monostabilen Multivibrators
112 über eine Leitung 122 in Verbindung steht. Der fluidische monostabile Vibrator 112 ist ein sogenanntes
Wandstrahlelement, das auf dem »Koanda-Effekl« beruht.
Es folgt eine kurze Beschreibung der fiuidischen Schaltung mit monostabilem Multivibrator nach )■' i g. 3.
Wenn der Ventilator den Ausaiemvorgang steuert, liegt
ein Signal an der Ausgangslcitung 91 vom Multivibrator 112 an. das das Steuerventil 30 betätigt und den Balg 66
im /.uy.'immcngedrückicn Zustand hält. Wenn ein Einatcmvorgang
beginnt, erscheint ein Ausatemventil-Drucksignal vom Ventilator in Leitung 26, die zum
Membranventil 92 führt. Die Ventilmembran 96 wird durch den Druck nach Darstellung in F i g. 3 nach rechts
ausgebogen und verschließt die Ventilöffnung der Leitungsverbindung 106 und ergibt so eine Nebenschlußlcitung
von der Hauptdruckieitung iiO an der Verbindung
111 über die Leitungen 102 und 104 bis zum Strömungsstcuerbereich
113 des monostabilen Multivibrators 112. Die Zeitverzögerungskammer 120, die gleichfalls
mit diesem Kreis an der Verbindungsstelle 117 verbunden
ist, empfängt Gas durch die Leitung 116 und die DrosselstcUe 118 mit einer vorbestimmten Rate, die den
Druckaufbau in der Verzögerungskammer 120 begrenzt. Damit wird ein GasfluO aus dieser Kammer
durch die Leitung 122 zum Strömungssteuerbereich 113
für eine kurze Zeitlängc verzögert. Während dieses Druckaufbaus in der Verzögerungskammer herrscht
der Gasstrom von Leitung 104 in dem Sieuerbereich vor, so daß der Haupistrom aus Leitung 110 nach rechts,
d. h. zu der Atmosphärenlüftungslcitung 114 gelenkt
wird. Dementsprechend liegt zeitweilig am Beginn des Einatemvorgangs kein Drucksigna! an der Ausgangsleitung
91 an, die zum Übergabeventil 30 führt.
Dieses Ventil befindet sich damit in der nichtbetätigtcn
Abschaltstellung nach Fig.2, so daß der Arbeitsdruck für den Kolben 64 abgeschaltet ist und der Balg 66
sich ausdehnen und Gas aus der Beatmungslcitung 12 abziehen kann, während die gespannte Feder 76 den
Kolben 64 und damit den Balg 66 in die Anfangslagen zurückführt. So wird während des ersten Teils des Einatcmvorgangs
Gas aus der Beatmungsleitung 12 in den Balg 66 abgezogen.
Wenn der Druckunterschied der Leitungen 104 und 122, die sich im Steuerbercich des monosiabiien Multivibrators
112 gegenüberliegen, zu Null wird, d.h. wenn
die Leitungen im wesentlichen den gleichen Druck aufweisen, springt der monostabile Multivibrator wegen
seiner einseitigen Bevorzugung in seinem Strömungsverhalten so um, daß der Hauptstrom von Leitung 110
nach der linken Seite hin zum Ausgang 113a erfolgt, der
zur Leitung 91 und damit zum Steuerventil 30 führt.
■> Nach einem kurzen Zeitabschnitt im ersten Teil der Einatmungszcit läßt der Druckaufbau in der Verzögerungskammer 120 den Druck in der Ausgangsleitung 122 der Kammer so weit ansteigen, daß er wesentlich gleich dem Druck in Leitung 104 ist. Damit ist der
■> Nach einem kurzen Zeitabschnitt im ersten Teil der Einatmungszcit läßt der Druckaufbau in der Verzögerungskammer 120 den Druck in der Ausgangsleitung 122 der Kammer so weit ansteigen, daß er wesentlich gleich dem Druck in Leitung 104 ist. Damit ist der
ίο Druckunterschied Null, und der Gasstrom von Leitung
110 springt nach links und bleibt auf die Auslaßleitung 91 gerichtet, die zum Übergabeventil führt. Der sich
ergebende Druck in Leitung 91 schaltet das Steuerventil 30 so, daß der Gasdruckkreis 48, 50 zum Kolben-Balggerät
60 hergestellt wird. Der nun durch das unter Druck stehende Gas angetriebene Kolben 64 drückt
den Balg 66 so zusammen, daß das vorher von der Beatmungsleitung 12 abgezogene Gas durch das Rückschlagventil
80, die Leitung Si und den Vci nebler N in
die Beatmungslcitung 12 eingeführt wird. Dieser Ablauf, d. h. die Wiedereinführung des nun mit einem Medikament
vermischten abgezogenen Gases in die Beatmungsleitung findet während einer kurzen Zeit im ersten
Teil des Einatmungsvorgangs statt, wenn der KoI-ben 64 unter dem vollen Quellendruck das Gas durch
den Vernebler N in einem kurzen Hub ausdrückt. Der gesamte Ablauf des Gasabziehens und der Rückgabe
des mit Medikamenten versehenen Gases an die Beatmungsleitung 12 ist deshalb innerhalb der Zeitgrenzen
eines einzelnen Beatmungszyklus gelegen.
Während des Restes der Einatmungszeit und während der darauffolgenden Ausatemzeit wird der Balg 66
durch den Kolbendruck so im zusammengedrückten Zustand gehalten, daß er am Anfang des nächsten Ein-
J5 atemabschnittes zum Abziehen von Gas aus der Beatmungsleitung
12 bereit ist.
Der Druckabiauf über der Zeit ist graphisch in F i g. 4 dargstellt, wobei »Eingangssignal« den Druck des Ausatcmventilsignals
San dem Membranventil 92 bedeutet, und zwar liegt dieser Ventiidruck, wie gezeigt, während
der Einatemzeit an. Als »Ausgangssignal« ist das an Leitung 91 anliegende Ausgangssignal des monostabilen
Multivibrators 112 bezeichnet, und zwar ist der Zeitmaßstab
der gleiche wie bei »Eingangssignal«. Das zweite Signal liegt nur während einer vergleichsweise
kurzen Zeit Δι von beispielsweise 0,3 see an dem Kolben
64 an, und diese Zeit reicht aus, um den Kolben 64 in der bezeichneten Weise vollständig zurückzuziehen. Dann
wird wieder Druck angelegt und der Balg zusammengedrückt. Am Ende dieses Hubs wird der Balg 66 während
des gesamten Einatemvorgangs zusammengedrückt gehalten. Wenn das Ausatem-Ventilsignal am Beginn des
Ausiitemvorgangs aufhört, bleibt das von dem monostabilen
Multivibrator abgegebene Signal am Auslaß 113a und der Leitung 91 aufrechterhalten, und der Balg 66
bleibt unter Kolbendruck zusammengedrückt und wird bis zum Beginn des nächsten Ausatemventilsignals nicht
gelöst.
Die Wirkungsweise des monostabilen Multivibrators kann wie folgt zusammengefaßt werden: Während der
Ausatmung, einer Zeit, in der kein Ausatemventilsignal in Leitung 26 vorhanden ist, findet der Durchlaß durch
den Multivibrator in normaler Weise längs des linken Durchtritts 113a in Leitung 91 statt, wodurch das Steuervcniil
30 in der EinschaksteUup.g gehalten wird, in der
es den Kolben 64 unter Druck häh und damit den Balg 66 zusammendrückt
Wenn die Einatmung beginnt, wird zunächst eine er-
ste Stufe eingeleitet, in der das Membranventil 92 auf das Ausatem-Ventilsignal hin den Fluß durch den Multivibrator
nach dem rechten Durchlaß 113£> und der F.ntlüftungsleitung
114 gehen lüßt. Dadurch wird für eine kurze Zeit das Signal vom Steuerventil 30 abgenommen,
das dabei abschaltet und den Gasdruck vom Kolben 64 abnimmt. Der Kolben 64 wird durch Federkraft zurückgeführt
und der Ba1»» 66 ausgedehnt, so daß Gas aus der
Beatmungsleitung 12 abgezogen wird. Am Ende der Gasabzugszeit at, wenn sich der Druck in der Zcitvcrzögerungskammer
120 aufgebaut h?t, kehrt der Durchfluß im Multivibrator zum Ausgang 113a und zur Leitung
91 zum Steuerventil 30 zurück. So wird das Steuerventil 30 wieder betätigt, der Kolben 64 führt seinen
Arbeitshub ab, und das abgezogene Gas wird aus dem Balg 66 in die Beatmungsleitung 12 eingedrückt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Claims (6)
- Patentansprüche:!.Steuersystem für Medikamenten-Vernebler mit einem pneumatisch betätigten medizinischen Ventilator des volumenbegrenzten Typs, "on dem eine Beatmungsleiiung zum Patienten führt und der ein Drucksignal abgibt, das den Anfang der Einatemzeit angibt, dadurch gekennzeichnet, daß eine dehnbare und zusammendrückbare Kammer (65) durch eine bei einer Ausdehnung der Kammer (65) Gas von der Beatmungsleitung (12) in die Kammer (65) abziehende erste Gasleitung (72) mit der vom Ventilator (10) zum Patienten führenden Beatmungsleitung (12) und eine zweite beim Zusammendrücken der Kammer (65) das zuvor abgezogene Gas ausstoßende Gasleitung (74) mit dem an die Beatmungsleitung (12) angeschlossenen Vernebler (N) verbunden ist und daß eine pneumatische Steuereinrichtung in Abhängigkeit von dem Drucksigna1 das Zusammenpressen der normalerweise ausgedehnten Kammer (65) steuert.
- 2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Steuereinrichtung ein Steuerventil (30) umfaßt, das beim Erscheinen des Drucksignals einen das Zusammenpressen der Kammer (65) bewirkenden Druck an diese anlegt.
- 3. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beatmungslcitung (12) eine Adapterröhre (14) für den Patienien enthält, und daß der Vernebler (fi) mit der Beatmungsleiiung (12) in enger Nachbarschaft zur Adapterröhrc (14) verbunden ist.
- 4. Steuersystem nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die dehnbare ».nd zusammendrückbare Kammer (65) durch einen wirksam mit einem Kolben (64) verbundenen Balg (66) gebildet ist. daß die Verbindungsleitungen vom Balg (66) zum Vernebler (N) und zur Beatmungsleitung (12) entgegengesetzt wirkende Rückschlagventile (78,80) enthalten, und daß die pneumatische Steuerungseinrichtung mit dem Kolben (64) in Wirkverbindung steht.
- 5. Steuersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (64) und der Balg (66) mit einem Federaufbau (75) zum Rückstellen des Kolbens (64) und zur Ausdehnung des Balges (66) bei vom Kolben (64) abgetrennten Gasdruck versehen sind.
- 6. Steuersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Steuereinrichtung ein erstes Ventil (92) enthält, das durch das Drucksignal (S) gesteuert ist, daß sie ein zweites Steuerventil (30) zur Verbindung einer Druckgasquelle mit dem Kolben (64) zum Zusammendrücken des Balges (66) und eine Einmal-Ablauf-Pncumatikschaltung (90) enthält, welche eine Verbindung zwischen erstem und zweitem Ventil (92, 30) herstellt, wobei die einmal ablaufende Schaltung eine Einrichtung (120) zur Ablaufverzögerung für das zweite Steuerventil (30) enthält, um eine Ausdehnung des Balges (66) und ein Abziehen von Atemgas zu gestatten, daß das /weite Steuerventil (30) nach dem Ablauf eine Druckübergabe auf den Kolben bewirkt und ein Zusammendrücken des Kolbens und ein Ausdrücken des abgezogenen Gases zu tlcni Vernebler (N)h\n verursacht.Die Erfindung betrifft ein Steuersystem fur Mcdikamenten-Vernebler mit einem pneumatisch betätigten medizinischen Ventilator des volumenbegrenzten Typs, von dem eine Beatmungslcitung zum Patienten führt und der ein Drucksignal abgibt, das den Anfang der Einatemzeit angibt.Die Verwendung volumenbegrenzter medizinischer Ventileloren zur Versorgung eines Patienten mit Atemgas mit bestimmtem Sauerstoffgehalt und Atcmv >lumen wird beispielsweise in der US-PS 38 31 595 beschrieben. Bei der Verwendung solcher Ventilatoren ist es manchmal nötig, vorgeschriebene Medikamente oder Hcilungshilfsstoffe dem Atemgas zuzusetzen. Dabei ist es üblich, die Medizin oder Jen Heilungshilfsstoff miilcls eines elektrisch betriebenen Hilssteuersystcms. das einen Medikamenlenvernebler aufweist, beizugeben. Der Vcrnebler wird dabei mit dem Atemkreis verbunden und durch einen fortwährend laufenden motorgetriebenen Kompressor betrieben. Elektrische Systeme dieser Art haben jedoch bei der Verwendung mit den beschriebenen medizinischen Venlilatoren bedeutende Nachteile. So sollten elektrische Bestandteile oder elektrische Verbindungen, die bei Anwesenheit von Sauerstoff oder sauersioffangereicherten Gasen gefährlich sind, aus Sicherheitsgründen in einer solchen Ausrüstung nicht enthalten sein. Außerdem ist für die Hilfsausrüstung, die einen c'-ektrischen Motorkompressor umfaßt, eine Notstromquellc vorhanden, wodurch die Ausrüslung vergleichsweise teuer wird.M Bei einer bekannten Ausführung eines medizinischen Vcntilatorsystcms zur Eingabe von Medikamenten mit einem pneumatischen Vernebler wird eine kombinierte Befeuchter- und Medikamentcn-Verneblcreinheit direkt in Reihe in die Gasversorgungslciiung geschähet,Yj die zur Hauplverteiler- und Zumeßkammcr für den Atcmkrcis führt. Diese Anordnung der Mcdikamentcn-Verncblcreinheil in Strömungsrichtung von der Zumeßkammcr ist jedoch nicht zufriedenstellend, da sie Verunreinigungen infolge der Kondensation ότ mit Mcdikamcnicn angereicherten Feuchtigkeit in der Meßkammer während des Durchtritts des befcfchicten Gases in den Bcalmungskrcis verursacht, die Probleme schaffen. Es ist deshalb nach jeder Behandlung eines Patienten eine Sterilisation erforderlich, um die Kammer und andere Bestandteile zu reinigen.Daher sind derartige Mcdikamcntcnvcrneblersysicmc für medizinische Ventilatoren unzufricdenstcllcnd. besonders dann, wenn ein automatisches, verläßliches, sicheres und sauberes System für die Zugabe von Mcdikamenten an den Bcalmiingskrcis für einen Patienten erforderlich isl.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steuersystem für Medikamenten-Vernebler mit einem pneumatisch betätigten medizinischen Ventilator des volumenbegrenzten Typs, der ein Drucksignal abgibt, das den Anfang der Einatemzeit angibt, zu schaffen, das sicher und sauber arbeitet, das keinen Einfluß auf das festangestellte Volumen des medizinischen Ventilators hat und das gleichzeitig preiswert ist.ho Zur Lösung dieser Aufgabe sind die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs I beschriebenen Mittel vorgesehen.Eine Anordnung, die den Vernebler mil der Beatmungsleiiung verbindet, ist bei druckbegrcn/lcn Bcai-ft"> mungsgeräten bekannt, so /.. 15. beim Assistor MO der Firma Driigerwerke AG, Lübeck. Bei solchen druckbogrcn/lcn Bcatmungsgcrälcn isl eine Verbindung des Vcrncblcrs mil der Bcniniungsleiiung jedoch unkritisch.
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