Die Erfindung betrifft: eine schraubenlose Anschlußklemme, insbesondere Schaltanlagen-Reihenklemme,
bestehend aus einem Isolierkörper mit Leitereinlässen, aus mindestens einer Anschlußkammer von U-förmigem
Querschnitt mit zwei den Leitereinlässen zugeordneten durch die U-Schenkel der Anschlußkammer
gebildeten Kontaktwänden, die elektrisch leitend und untereinander elektrisch verbunden sind, sowie aus
einer in der Anschlußkammer angeordneten Schenkelfeder, deren Schenkel sich in von den Lenereinlässen
abgewandter Richtung erstrecken und an den einander zugewandten Kontaktwänden anliegen.
to Bei schraubenlosen Anschlußklemmen des zuvor beschriebenen Aufbaus (vgL das DE-GM 19 81 866)
erfolgt der mechanische und elektrische Leiteranschluß dadurch, daß ein Leiter zwischen je eine Kontaktwand
und einen Schenkel der Schenkelfeder eingeschoben wird. Eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Herausziehen
ergibt sich daraus, daß die Schenkel der Schenkelfeder in von den Leitereinlässen abgewandter
Richtung, d. h. also in Leitereinführungsrichtung gegen die Kontaktwände konvergieren und sich beim Versuch,
den Leiter wieder herauszuziehen, wie Widerhaken verhalten. Damit ein Leiter aus der Anschlußklemme
gelöst werden kann, muß zunächst der entsprechende Schenkel der Schenkelfeder von der Kontaktwand
abgehoben werden, und zwar mit einem besonderen
Werkzeug, im einfachsten Fall mit einem Schraubendreher. Das ist nachteilig und insbesondere bei nebeneinander
aufgereihten Schaltanlagen-Reihenklemmen nicht ohne weiteres möglich, weil die Schenkel der Schenkelfeder
nicht oder nur schwer zugänglich sind.
Der Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, die zuvor beschriebene schraubenlose Anschlußklemme so
auszugestalten und weiterzubilden, daß einerseits aus dünne oder flexible Leiter in einfacher Weise in die
Anschlußkammer eingeführt und andererseits in die Anschlußkammer eingeführte Leiter in einfacher Weise
wieder aus der Anschlußklemme gelöst werden können. Die erfindungsgemäße schraubeniose Anschlußklemme,
bei der die zuvor aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Anschlußkammer
eine schwenkbar gelagerte Betätigungswippe angeordnet ist, die an den Schenkeln der Schenkelfeder bzw. an
seitlichen Vorsprüngen der Schenkel der Schenkelfeder angreifende Anschlagflächen aufweist, und daß die
Schenkel der Schenkelfeder einerseits und die Betätigungswippe andererseits um einen gemeinsamen
Drehpunkt schwenkbar sind. Dabei lassen sich die Anschlagflächen au/ verschiedene Weise verwirklichen,
beispielsweise durch Vorsprünge oder durch Ausnehmungen, in die seitliche Vorsprünge der Schenkel der
Schenkelfeder einfassen können. In jedem Fall ist dafür zu sorgen, daß die Schenkel der Schenkelfeder
normalerweise frei sind und sich ungehindert an die Kontaktwände bzw. an eingeführte Leiter anlegen
können, daß sie sich aber durch eine einfache Schwenkung der Betätigungswippe entgegen der
Federkraft der Schenkelfeder von der einen oder der anderen Kontaktwand bzw. von einem eingeführten
Leiter abheben lassen. Vorzugsweise begrenzen die Anschlagsflächen einen sektorförmigen Ausschnitt der
«J Betätigungswippe, in den die Schenkel der Schenkelfeder
unmittelbar oder über seitliche Vorsprünge einfassen; der Winkel des sektorförmigen Ausschnittes
der Betätigungswippe ist mindestens so groß wie der von den an den Kontaktwänden anliegenden Schenkeln
der Schenkelfedern eingeschlossene Winkel. Das Merkmal, daß die Schenkel der Schenkelfeder einerseits
und die Betätigungswippe andererseits um einen gemeinsamen Drehpunkt schwenkbar sind, läßt sich in
der Praxis selbstverständlich nur näherungsweise realisieren, und zwar schon deswegen, weil sich für die
Biegung der Schenkel der Schenkelfeder ein Drehpunkt nur näherungsweise angeben läßt Das Zusammenfallen
der Drehpunkte der Schenkel der Schenkelfeder einerseits und der Betätigungswippe andererseits führt
zu besonders günstigen kinematischen Verhältnissen. Die Beanspruchung der Schenkelfeder bei einer
Betätigung mittels der Betätigungswippe entspricht den normalen Beanspruchungen beim Einführen eines
Leiters; zusätzliche Biegebeanspruchungen treten praktisch nicht auf. Die Anschlagflächen der Betätigungswippe
führen gegenüber den Schenkeln der Schenkelfeder praktisch keine Gleitbewegung aus, sie wirken
vielmehr im wesentlichen senkrecht auf die Schenkel der Schenkelfeder ein. Dadurch wird Reibung zwischen
den Anschlagflächen der Betätigungswippe und den Schenkeln der Schenkelfeder vermieden.
Im einzelnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die erfindupgsgemäße schraubenlose Anschlußklemme auszugestalt.en
und weiterzubilden, was im folgenden mir beispielsweise erläutert wird.
Eine in bezug auf die Realisierung des Merkmals, wonach die Schenkel der Schenkelfeder einerseits und
die Betätigungswippe andererseits um einen gemeinsamen Drehpunkt schwenkbar sind, bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen schraubenlose Anschlußklemme ist dadurch gekennzeichnet, daß die mit
den Leitereinlässen versehene Wandung des Isolierkörpers an der der Anschlußkammer zugewandten
Innenseite zwischen den Leitereinlässen eine Lagerausnehmung und einen zugeordneten Lagerzapfen aufweist,
daß die Schenkelfeder zwischen der Lagerausnehmung und dem Lagerzapfen gelagert ist und den
Lagerzapfen umschlingt und daß die Betätigungswippe js
mittels eines Zapfens in einer Ausnehmung des Lagerzapfens gelagert ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen schraubenlosen Anschlußklemme, die im
Hinblick auf eine platzsparende Bauweise besonders vorteilhaft ist, ist die Betätigungswippe als flacher, die
Anschlußkammer seitlich abdeckender Schild ausgeführt und sind die Anschlagflächen durch Ausnehmungen
gebildet, in die seitliche Vorsprünge der Schenkel der Schenkelfeder einfassen können.
Eine besonders einfache Betätigung der Betätigungswippe ist bei der erfindungsgemäßen schraubenlosen
Anschlußklemme dann möglich, wenn der Isolierkörper zwischen den Leitereinlärsen angeordnete Ausbrüche
aufweist und die Betätigungswippe mehr oder weniger in
weit, jedenfalls aber mit daran angeformten Betätigungsrasten durch die Ausbrüche nach außen vorsteht.
Die Betätigung der Betätigungswippe erfolgt dabei in einfacher Weise durch einen Kraftangriff an den
Betätigungsrasten, z. B. mit Hilfe eines Schraubendrehers.
Im übrigen empfiehlt es sich, die Betätigungswippe mit einem elastisch biegsamen Fortsatz zu versehen, der
an der den Leitereinlässen gegenüberliegenden Wandung des Isolierkörpers zwischen Gehäusevorsprüngen
gehalten ist. Damit -.vird erreicht, daß die Betätigungswippe
stets in ihre Ruhelage zurückgestellt wird, so daß unter allen Umständen eine eindeutige und klar
erkennbare Ausgangsstellung der Betätigungswippe gewährleistet ist.
Schließlich empfiehlt ts sich noch, insbesondere dann, wenn die erfindungsgemäße schraubenlose Anschlußklemme
als Schaltanlagen-Reihenklemme ausgebildet ist, die Betätigungswippe an ihrer durch die Ausbrüche
des Isolierkörpers vorstehenden Außenseite mit einer die Zuordnung zu ihrer zugehörigen Anschlußklemme
kennzeichnenden Richtungsmarkierung zu versehen. Die - Richtungsmarkierung kann beispielsweise aus
einem zwischen den Betätigungsrasten angeordneten Vorsprung, einem Markierungspfeil od. dgl. bestehen
und erlaubt es jedenfalls, eindeutig die zu einer bestimmten Anschlußklemme gehörige Bstätigungswippe
zu finden und folglich alle Anschlußmaßnahmen schnell und zielsicher durchzuführen.
Für die erfindungsgemäß vorgesehene Betätigungswippe ist es wichtig, daß sie es erlaubt, die beiden
Schenkel der Schenkelfeder unabhängig voneinander zu betätigen, so daß auch die beiden Anschlußstellen jeder
Anschlußkammer unabhängig voneinander bedient werden können. Im übrigen erlaubt die Betätigungswippe
es nicht nur. Leiter in einfacher Weise aus der Anschlußkummer zu lösen, sondern auch besonders
einfach, solche Leiter in die AnschluCrkammer einzuführen,
die sich aufgrund ihrer geringen Steifigkeit nicht ohne weiteres entgegen der Federkraft der Schenkelfeder
einführen lassen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung
näher erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen schraubenlosen Anschlußklemme als Durchgangsklemme,
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1,
Fig.3 zwei verschiedene Ausführungsformen von Anschlußkammern für die erfindungsgemäße schraubenlose
Anschlußklemme und
F i g. 4 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen schraubenlosen Anschlußklemme als Trennklemme.
Die in der F i g. 1 beispielsweise in der Ausführungsform als Schaltanlagen-Reihenklemme dargestellte
schraubenlose Anschlußklemme besteht zunächst aus einem Isolierkörper 1, in den durch Leitereinlässe 1
elektrische Leiter 3, beispielsweise in Form von endseitig abisoliertem Draht, Litze od. dgl. eingeführt
sind. Im Innern des Isolierkörpers 1 sind zwei Anschlußkammern 4 angeordnet, die je rwei Kcntaktwände
5 aufweisen, die jeweils einem Leitereinlaß 2 zugeordnet sind. Die Kontaktwände 5 sind für sich
elektrisch leitend und untereinander elektrisch leitend verbunden. Innerhalb jeder Anschlußkammer 4 ist eine
Schenkelfeder 6 angeordnet, deren Schenkel 7 sich in von den Leitereiniässen 2 abgewandter Richtung
erstrecken und an den Kontaktwänden 5 anliegen. Zui·
Herstellung eines elektrischen Anschlusses wird ein LeUer J durch einen Leitereinlaß 2 hindurch zwischen
eine Kontaklwand 5 und den daran anliegenden Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 eingeführt. Dabei wird
der Leiter 3 mit einer Kontaktkraft, die durch elastische Rückfederung des Schenkels 7 der Schenkelfeder 6
aufgebracht wird, g^gen die Kontaktwand 5 gedrückt. Zugleich ist der Leiter 3 durch den Schenkel 7 der
Schenkelfeder 6 gleichsam gegen die Kontaktwand 5 verkeilt, so daß er nur nach vorherigem Rückdrücken
des Schenkels 7 der Schenkelfeder 6 aus der Anschlußkammer 4 herausgezogen werden kann.
Die Anschlußkam/nern 4 sind im Querschnitt
U-förmig ausgebildet, wobei die die U-Schenkel bildenden Kontaktwände 5 jeder Anschlußkammer 4
zueinander parallel angeordnet sind. Die beiden innerhalb des Isolierkörpers 1 vorgesehenen Anschluß-
kammern 4 sind durch einen angeformten elektrisch leitenden Verbindungssteg 8 miteinander verbunden.
Zwei Ausführungsformen der Anschlußkammern 4 sind in der Fig.3 beispielsweise dargestellt. In beiden
Fällen weisen die Anschlußkammern 4 in einer zur Leitereinführungsrichtung senkrechten Ebene, also bei
Blickrichtung parallel zur Leitereinführungsrichtung, einen U-förmigen Grundriß auf, wobei folglich der die
Kontaktwände 5 verbindende U-Steg jeder Anschlußkammer 4 parallel zu einer durch die Leitereinführungsrichtungen
definierten Ebene liegt. Beim Ausführungsbeispiel gemäß der Fig.3a ist der Verbindungssteg 8
senkrecht zu einer durch die Leitereinführungsrichtungen der Anschlußkammern 4 definierten Ebene
angeordnet. Bei dem in der Fig. 3b dargestellten Auslührungsbeispiel liegt der Verbindungssteg 8 parallel
zu dieser Ebene, woraus ein im Querschnitt mäanderförmiger Aufbau resultiere.
Die Fig. 1 zeigt ebenso wie die Fig.3a, daß die Anschlußkammern 4 gegeneinander geneigt sind, so daß
die Leitereinführungsrichtungen zwar für jeweils eine Anschlußkammer 4 untereinander parallel, gegenüber
den Leitereinführungsrichtungen der anderen Anschlußkammer 4 aber um ca. 20° geneigt sind. Das führt
zu besonders günstigen Betätigungsverhältnissen und schafft außerdem an der Oberseite des Isolierkörpers 1
Platz für weitere Maßnahmen. So ist dargestellt, wie der - symmetrisch zwischen den Anschlußkammern 4 und
senkrecht zu der durch die Leitereinführungsrichtungen definierten Ebene liegende — Verbindungssteg 8 einen
Prüfanschluß 9 in Form einer Bohrung aufweist, die durch einen im Isolierkörper 1 vorgesehenen und dem
Prüfanschluß 9 zugeordneten Durchlaßkanal 10 für einen Prüfstecker od. dgl. zugänglich ist. Damit besteht
die Möglichkeit, ohne Änderung der Belegung der Anschlußklemme in einfacher Weise Messungen voryunehmen.
Außerdem sind an der Oberseite des Isolierkörpers 1 zwischen den Anschlußkammern 4
Klemmenmarkierungen in Form von Plaketten 11 vorgesehen, die mittels Stiften am Isolierkörper 1 w
befestigt sind. Der Isolierkörper 1 ist im übrigen im wesentlichen als an einer Seite offener Hohlkörper
ausgeführt, in den das einheitliche, aus den Anschlußkammern 4 und dem Verbindungssteg 8 bestehende
Gebilde eingesetzt ist. Zur Fixierung der Anschlußkammern 4 sind am Isolierkörper 1 Zentriervorsprünge 12
vorgesehen, die in entsprechende Zentrierausnehmungen 13 an den Anschlußkammern 4 einfassen. An den
oberen, mit den Leitereinlässen 2 versehenen Wandungen des Isolierkörpers 1, und zwar an der den so
Anschlußkammern 4 zugewandten Innenseite und symmetrisch zwischen den Leitereinlässen 2 und damit
symmetrisch zwischen den Kontaktwänden 5, ist jeweils eine Lagerausnehmung 14 für die Befestigung der
Schenkelfeder 6 vorgesehen. Innerhalb der Lagerausnehmung 14 ist ein Lagerzapfen 15 angeordnet, und die
Schenkelfeder 6 ist zwischen der Lagerausnehmung 14 und dem Lagerzapfen 15 gelagert, indem sie den
Lagerzapfen 15 umschlingt Diese Ausbildung hat zur Folge, daß der Lagerzapfen 15 gleichsam den
Drehpunkt der Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 darstellt.
Zum Abheben der Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 von den Kontaktwänden 5, beispielsweise zum Lösen
eines Leiters 3 aus der Anschlußkammer 4 sind Betätigungswippen 16 vorgesehen, von denen eine in
der F i g. 1 über der rechten Anschlußkammer 4 dargestellt ist. Man erkennt, daß die Betätigungswippe
16 als flacher, die Anschlußkammer 4 seitlich abdeckender Schild ausgeführt ist. In der Zeichnung ist nicht zu
erkennen, daß die Betätigungswippe 16 mittels eines Zapfens in einer Ausnehmung des zur Lagerung der
Schenkelfeder 6 vorgesehenen Lagerzapfens 15, also im Drehpunkt der Schenkel 7 der Schenkelfeder 6,
schwenkbar gelagert ist. Zum Angriff an den Schenkeln 7 der Schenkelfeder 6 weist die Betätigungswippe 16
Anschlagflächen 17 auf, die mit seitlichen Vorsprüngen 18 der Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 wechselwirken.
Die Anschlagflächen 17 sind durch eine sektorförmige Ausnehmung 19 der Betätigungswippe 16 gebildet.
Dabei ist der Winkel der sektorförmigen Ausnehmung größer gewählt als der Winkel, den die Schenkel 7 der
Schenkelfeder 6 einschließen, wenn sie ohne Leiter 3 direkt an den Kontaktwänden 5 anliegen. Im übrigen
erkennt man den symmetrischen Aufbau von Anschlußkammer 4 mit Kontaktwänden 5, Schenkelfeder 6 und
BciaiigüngSwippe J6, wobei mit ein und derselben
Betätigungswippe 16 beide Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 betätigbar sind.
Die obere, mit den Leitereinlässen 2 versehene Wandung des Isolierkörpers 1 weist Ausbrüche 20 auf,
durch welche die Betätigungswippen 16 nach außen hervorragen, so daß sie — unter Kraftangriff an
ang;formten Betätigungsrasten 21 - in beiden Richtungen verschwenkt werden können. Die F i g. 2
zeigt auß.jJem, daß die Betätigungswippe 16 zwischen
den Be'lätigungsrasten 21 eine Richtungsmarkierung 22 in Form einer angeformten Spitze aufweist. Die
Richtungsmarkierung 22 weist auf die zu der Betätigungswippe 16 gehörige Anschiußkammer 4 und
ermöglicht dadurch eine einfache visuelle Zuordnung. Wie schließlich in der F i g. I zu erkennen ist, weist die
Betätigungswippe 16 einen schwanzförmigen Fortsatz 23 auf, der an der an Leitereinlässen 2 gegenüberliegenden
Wandung des Isolierkörpers 1 zwischen Gehäusevorspriingen 24 gehalten ist. Dieser Fortsatz 23 ist
elastisch biegsam: er erlaubt folglich die Schwenkung der Bet.ätigungswippe 16 und sichert zugleich aufgrund
seiner elastischen Rückfederung die Rückkehr der Betätigungswippe 16 in ihrer Mittellage.
In der Fig. 1 ist weiter zu erkennen, daß den Kontaktwänden 5 an ihre dem zugeordneten Leitereinlaß
2 angewandten Ende Fangnischen 25 zugeordnet sind. Die Fangnischen 25 sind im dargestellten
Ausführungsbeispiel durch einen entsprechenden, in die Anschiußkammer 4 und zwischen die Kontaktwände 5
hineinragenden Vorsprung 26 gebildet. Die Anschlußkammern 4 sind selbstverständlich so ausgebildet, daß
sie sich ohne Kollision mit den Vorsprüngen 26 in den Isolierkörper 1 einsetzen lassen. Die Fangnischen 25
verengen sich keilförmig in Leitereinführungsrichtung. Beim Anschließen wird ein Leiter 3 so weit wie möglich
zwischen die Kontaktwand 5 und den Schenkel 7 der Schenkelfeder 6 hindurch bis in die Fangnische 25
hineingeschoben, bis er - entsprechend seinem Durchmesser - zwischen den sich keilförmig verengenden
Begrenzungen der Fangnische 25 (im Ausführungsbeispiel also zwischen der Kontaktwand 5 und dem
Vorsprung 26) festgelegt ist Damit ist eine Beeinflussung dir Kontaktkraft durch außerhalb der Anschlußklemme
am Leiter 3 angreifende Biegekräfte praktisch ausgeschlossen. Das wird dadurch unterstützt, daß die
Leitemnlässe 2 umfangseitig jeweils einen geschlossenen Einführungskanal 27 aufweisen.
Vorstehend ist die erfindungsgemäße schraubenlose Anschlußklemme in der Ausführungsform als Durchgangsklemme
erläutert worden. Die Fig.4 zeigt eine
andere Ausführungsform, nämlich eine Trennklemme. Dazu ist in den Verbindungssteg 8 zwischen den
Anschlußkammern 4 eine Trenneinrichtung 28 eingefügt. Bei dem in der F i g. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Trenneinrichtung 28 so aufgebaut, daß
der Verbindungssteg 8 von beiden Seiten her in je einem feststehenden gabelförmigen Kontaktelement 29 endet
und die K.ontaktelemente 29 durch ein als Kontaktmesser
ausgebildetes bewegliches Schaltstück 30 elektrisch leitend verbindbar sind. Das Schaltstück 30 läßt sich
mittels einer Betätigungseinrichtung 31 in die beiderseitigen gabelförmigen Kontaktelemente 29 einführen
bzw. daraus entfernen. Hinsichtlich der übrigen Gestaltungsmerkmale stimmt diese Trennklemme mit
der zuvor erläuterten Durchgangsklemme überein.
Hierzu 3 Blatl Zeichnungen