DE2737322A1 - Formstein, insbesondere fuer den gartenbau - Google Patents
Formstein, insbesondere fuer den gartenbauInfo
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Description
- Formstein, insbesondere für den Gartenbau
- Die Erfindung betrifft einen Formstein, insbesondere für den Gartenbau, der mit anderen gleichartigen Formsteinen passend gestaltet ist, so dass durch Aneinander- oder Aufeinanderlegen mit derartigen Formsteinen verschiedenartige kleinere Bauwerke wie Böschungssiche zungen , Abschlussmauern, Einfassungen von Rabatten, Gartenstühle und -tische, Gestelle, wie Weinlagergestelle und dergl. mehr errichtet werden können.
- Es ist ein derartiger Formstein bekannt, der Doppel-T-Profil hat (CH-PS 546 320).
- Es ist auch schon ein Formstein zum Aufbau von Böschungssicherungen mit L-Profil bekannt (CH-PS 529 891), wobei der Zusammenhalt von nebeneinander in einer Reihe anzuordnenden Steinen durch Stangen hergestellt wird, die durch Oesen der aufgereihten Formsteine gesteckt werden.
- Das Innere des L-förmigen Formsteines nimmt dabei das abzustützende Erdreich auf. Die Höhe der Böschungssicherung ist hierbei auf die Höhe des einen L-Schenkels beschränkt, weil der bekannte Formstein nicht die Möglichkeit bietet, mehrere Lagen übereinander anzuordnen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Formstein der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, dass er für die Errichtung unterschiedlichster Bauwerke geeignet ist, und zwar auch solcher Bauwerke, die einer Beanspruchung einen gewissen Widerstand bieten, wie eine Böschungssicherung od. dgl.
- Zur Lösung dieser Aufgabe weist ein Formstein gemäss der Erfindung mindestens ein Paar zweier symmetrisch unter einem Winkel zueinander angeordneter Schenkel auf, die an einer von vier gleichlangen Anlageflächen jedes Schenkels miteinander verbunden sind.
- Grösste Gestaltungsvielfalt ergibt sich, wenn die beiden Schenkel einen rechten Winkel miteinander einschliessen.
- Eine grössere Stabilität lässt sich dadurch erzielen, dass der Formstein zwei Schenkelpaare aufweist, die miteinander über Anlageflächen an den freien Schenkelenden jedes Schenkelpaares verbunden sind, wenngleich hierbei die Gestaltungsvielfalt nicht so gross wie bei nur einem Schenkelpaar ist.
- Die Anlageflächen des Formsteines nach der Erfindung können Nockenmittel, wie eine Verzahnung, zum Verhindern einer Verschiebung in der Ebene der Anlageflächen aufweisen, wodurch der Zusammenhalt einer Mehrzahl von lose zusammengefügten Formsteinen erhöht werden kann. Um die Variationsbreite der Gestaltung dabei nicht zu beeinträchtigen, können die Nockenmittel paarweise punktsymmetrisch mit Ausnehmung und dazu passendem Vorsprung in jede Anlage fläche ausgebildet sein.
- Um den Zusammenhalt beispielsweise auch in überlappender Lage benachbarter Formsteine zu ermöglichen, können die Schenkel mit Haltevorrichtungen zum Halten insbesondere gegen Verschieben in ihrer Ebene von überlappend oder in Deckung angeordneten Formsteinen versehen sein, wobei die Vorrichtungen Vorsprünge auf der einen Seite und passende Ausnehmungen auf der anderen Seite der Schenkel aufweisen können.
- Eine bevorzugte Anwendung von Formsteinen wird insbesondere in der Errichtung einer Böschungsmauer gesehen, in der mindestens zwei Lagen von jeweils in einer Reihe aneinandergelegten Formsteinen zueinander in Längs-und Querrichtung versetzt übereinandergelegt und ggf.
- miteinander verbunden sind.
- Die Erfindung ist im folgenden anhand von Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
- Es zeigen: Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf einen Formstein nach der Erfindung; Fig. 3 eine bevorzugte Ausführung der freien Anlageflächen des Formsteins nach den Fig. 1 und 2; Fig. 4 eine Ansicht eines mit den erfindungsgemässen Formsteinen errichteten Bauwerks; Fig. 5 bis 8 perspektivische Ansichten von anderen, mit den erfindungsgemässen Formsteinen hergestellten Bauwerken.
- Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Formstein, der insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist, hat zwei symmetrisch zu einer Symmetrieebene E angeordnete Schenkel 2,3. Diese Schenkel haben eine knochenartige, in der Mitte eingeschnürte Gestalt und an den Enden jeweils rechtwinklig zueinander stehende Anlageflächen 4,5 und 6,7 gleicher Länge a. Die beiden Schenkel 2,3 sind längs der in der Symmetrieebene E liegenden Anlagefläche 4 fest miteinander verbunden. Die Diagonalen S der beiden Schenkel 2,3 schliessen einen Winkel von 90° miteinander ein. Parallel zu diesen Anlageflächen laufen die Anlageflächen 6 an den anderen Enden der Schenkel, während die Anlageflächen 5,7 rechtwinklig dazu verlaufen.
- Durch den in den Figuren links gezeigten Schenkel 2 erstrecken sich quer zu den Schenkelseitenflächen 8,9 Bohrungen 10,11 hindurch, die einerseits auf der Symmetrielinie S jedes Schenkels und andererseits auf einer quer dazu verlaufenden Diagonalen D durch zwei an einem Ende gegenüberliegende Schenkelecken liegen. In das eine Ende jeder Bohrung 10,11 können Zapfen 12,13 so eingesetzt sein, dass sie nach einer Schenkelseite 9 vorspringen. Die Zapfen 12,13 wirken mit entsprechenden Bohrungen 10,11 benachbarter Formsteine in einem Bauwerk zum formschlüssigen Zusammenhalt gegen seitliches Verschieben der Formsteine gegeneinander zusammen. Ausserdem können die inneren Enden der Zapfen oder Bolzen 12,13 zum Halten von in die Schenkel 2,3 eingelagerten Armierungseisen 25 dienen.
- Eine Alternativlösung ist beim rechten Schenkel 3 in Fig. 1 und 2 gezeigt. Dort sind auf der einen Schenkel seite 8 am gleichen geometrischen Ort wie die Bohrungen 10, 11 Vorsprünge 14,15 und auf der entgegengesetzten Seite zur Aufnahme dieser Vorsprünge 14,15 passend gestaltete Ausnehmungen 16,17 in dem Formstein vorgesehen, durch die ebenfalls ein seitlicher Zusammenhalt nebeneinander bzw.
- aufeinander liegender Formsteine erzielt werden kann. Die beiden in Fig. 1 und 2 dargestellten Alternativen können auch gemeinsam in einer Ausführungsform verwirklicht sein.
- Wird eine von beiden Alternativen gewählt, so wird diese selbstverständlich ausschliesslich verwendet.
- Der Formstein nach Fig. 3 zeigt in vergrösserter Ansicht eine bevorzugte Ausführungsform der Gestaltung der Anlageflächen. Dargestellt sind den Anlageflächen 5 in Fig.
- 1 entsprechende Anlageflächen an einem unteren Formstein 1 sowie den Anlageflächen 6,7 des rechten Schenkels 3 in Fig.
- 1 entsprechende Anlageflächen. Der Einfachheit halber sind gleiche Bezugszeichen verwendet. Jede Anlagefläche ist identisch mit allen anderen gestaltet und weist punktsymmetrisch zum Mittelpunkt P der Fläche, der einen Abstand a/2 zur nächsten Ecke hat, eine gewölbte Ausnehmung 18 und einen entsprechend gewölbten Vorsprung 19 auf, die nach Art einer Verzahnung mit entsprechenden Vorsprüngen und Ausnehmungen 18,19 an einem der Schenkel zusammenwirken können.
- Dies verhindert das Verschieben von an ihren Anlageflächen aufeinander aufgelegten Formsteinen und verbessert dadurch den Zusammenhalt.
- Fig. 4 zeigt einen Teil eines aus Formsteinen gemäss Fig. 1 und 2 aufgebauten kleinen Bauwerkes wie einer durchbrochenen Mauer, wobei dann Fig. 4 als Seitenansicht aufzufassen ist, oder einer Blumenrabattengestaltung, wobei Fig. 4 als Draufsicht aufzufassen ist.
- Die beiden links unten übereinanderliegend dargestellten Formsteine 1 sind hierbei über einen zusätzlichen Bolzen 20, der sich durch miteinander fluchtende, in der Symmetrieebene 4 liegende Bohrungen 21 (Fig. 1 und 2) erstreckt, miteinander zu einem Kreuz verbunden. Das Kreuz könnte auch durch Aneinanderfügen zweier Formsteine 1 bei der Herstellung längs der Anlageflächen 5,5 einstückig ausgeführt werden. Auch könnte ein einen Hohlraum einschliessender Formsein durch Aneinanderfügen zweier Formsteine 1 an den Anlage flächen 7 bei der Herstellung geformt werden, - eine Konfiguration, wie sie in Fig. 7 gezeigt ist. Bei der Ausführung nach Fig. 4 werden die Mittel 10 bis 13 bzw. 14 bis 17 zum Halten von übereinanderliegenden Formsteinen gegen seitliche Verschiebung nicht ausgenützt. Dies verhält sich anders bei den AusfGhrungsbeispielen nach den Fig. 5 bis 8, wo jeweils zwei übereinander angeordnete Lagen I und II von Formsteinen dargestellt sind.
- Die gezeigten Formsteine können dabei im einzelnen, wie anhand der Fig. 1 bis 3 beschrieben, aufgebaut sein und weisen insbesondere Mittel 10 bis 13 bzw. 14 bis 17 zum Halten der beiden Lagen gegen seitliche Verschiebung auf.
- Auch können sie eine Verzahnung 18,19, wie sie anhand der Fig. 3 beschrieben und bei der Fig. 4 gezeigt ist, aufweisen, wenngleich der Einfachheit halber nur glatte Anlage flächen 5 bis 7 dargestellt sind.
- Bei dem Bauwerk nach Fig. 5 handelt es sich um eine Mauer mit einander vollkommen überdeckend liegenden Formsteinen 1. Jedoch sind in den beiden Lagen I und II die Formsteine um praktisch eine Schenkellänge verschoben, so dass dort, wo in der einen Lage eine Teilungsfuge mit lose aneinanderliegenden 6,7 ist, in der anderen Lage die Symmetrieebene E liegt.
- Das Bauwerk nach Fig. 6 stellt eine Säule mit kreuzförmig einander überdeckend gelegten Formsteinen 1 dar, wobei in jeder Lage I,II die Formsteine um 900 zueinander verschwenkt liegen. Hierdurch wird ebenfalls erreicht, dass in den übereinanderliegenden Lagen Teilfugen und Symmetrieebenen miteinander abwechseln.
- In Fig. 7 sind die Formsteine so übereinandergelegt, dass eine Hohlsäule gebildet wird, und zwar wiederum mit in den einzelnen Lagen I,II miteinander abwechselnden Teilfugen und Symmetrieebenen.
- Eine besonders wichtige Anwendung in Form einer Böschungsmauer zeigt die Fig. 8. Hier sind die Formsteine in der unteren Lage II ähnlich wie in der unteren Lage II nach Fig. 5 aneinandergelegt. In der oberen Lage sind die Formsteine jedoch mit einem seitlichen Versatz V nach hinten versetzt, z.B. gegen das Erdreich einer Böschung. Hierbei ist eine Befestigung der Formsteine der oberen Lage I an denjenigen der unteren Lage II dazu wichtig, den Druck des Erdreiches in der Böschung aufnehmen zu können. Diese Befestigung kann durch die anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Mittel 10 bis 13 bzw. 14 bis 17 geschehen. Mit den gleichen Mitteln kann auch der Halt der Foruisteine der untersten Lage II im Boden verbessert sein.
- Die Anordnung nach Fig. 8 führt dazu, dass Hohlräume 30 zwischen den Formsteinen der oberen Lage I und denjenigen der unteren Lage II gebildet werden. Diese Hohlräume können mit Erdreich gefüllt und bepflanzt sein.
- Es versteht sich, dass anstatt nur der zwei in den Fig. 5 bis 8 gezeigten Lagen I,II auch mehrere Lagen von Formsteinen übereinander angeordnet sein können. Es ist ferner ersichtlich, dass die gezeigten Beispiele nur einen kleinen Ausschnitt aus den vielen Gestaltungsmöglichkeiten mit den beschriebenen Formsteinen zeigen. Z.B. kann aus den beschriebenen Formsteinen ein Lagergestell für Flaschen, wie Weinflaschen, aufgestellt werden.
Claims (14)
- Patentansprüche Formstein, insbesondere für den Gartenbau, der mit anderen gleichartigen Formsteinen passend gestaltet ist, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar zweier symmetrisch unter einem Winkel zueinander angeordneter Schenkel (2,;), die an einer (4) von vier gleichlangen Anlageflächen (4 bis 7) jedes Schenkels miteinander verbunden sind.
- 2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel (2,3) einen rechten Winkel miteinander einschliessen.
- 3. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (4), über welche die Schenkel (2,3) verbunden sind, im wesentlichen in der gemeinsamen Symmetrieebene (E) der beiden Schenkel liegen.
- 4. Fonnstein nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel (2,3) eine weitere, im wesentlichen parallel zu der Symmetrieebene (E) liegende Anlagefläche (6) und zwei weitere im wesentlichen rechtwinklig dazu verlaufende Anlageflächen (5,7) aufweist.
- 5. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei im wesentlichen rechtwinklig zueinander stehende Anlageflächen (4,5,6,7) an jedem Schenkelende angeordnet sind.
- 6. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (5 bis 7) Nockenmittel (18,19) zum Verhindern einer Verschiebung in der Ebene der Anlageflächen aufweisen.
- 7. Formstein nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenmittel paarweise punktsymmetrisch mit Ausnehmung (18) und dazu passendem Vorsprung (19) an jeder Anlagefläche (5 bis 7) ausgebildet sind.
- 8. Formstein nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die lxockenmittel (18,19) von einer Verzahnung gebildet sir.d.
- 9. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2,3) mit Haltevorrichtungen (10 bis 13, 14 bis 17) zum Halten insbesondere gegen Verschieben in ihrer Ebene von überlappend oder in Deckung angeordneten Formsteinen versehen sind.
- 10. Formstein nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen Vorsprünge (12,13; 14,15) auf der einen Seite und passende Ausnehmungen (10,11;16,17) auf der anderen Seite der Schenkel umfassen.
- 11. Formstein nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge Zapfen oder Bolzen (12,13j umfassen, die in die Ausnehmungen bildende Löcher (10,11) eingesetzt sind.
- 12. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2,3) im Bereich ihrer Verbindung von einer Bohrung (21) zum Durchstecken von Verbindungsmitteln durchsetzt sind.
- 13. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schenkelpaare vorgesehen sind, die miteinander über Anlageflächen an den freien Schenkelenden jedes Schenkelpaares verbunden sind.
- 14. Anwendung von Formsteinen nach Anspruch 1 zur Errichtung einer Böschungsmauer, in der mindestens zwei Lagen von jeweils in einer Reihe aneinandergelegten Formsteinen zueinander in Längs- und Querrichtung versetzt übereinandergelegt und gegebenenfalls miteinander verbunden sind.
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