DE2733670A1 - Nadelschutz z.b. fuer eine blutentnahmenadel - Google Patents
Nadelschutz z.b. fuer eine blutentnahmenadelInfo
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Description
ο 2733B70
Möhlstraße 37 D 8000 München 80 Baxter Travenol Laboratories, Inc.
Tel.: 089/982085 87
Deerfield, 111., V.St.A. Felüx: 0529802 hnkld
. leleijramme: ellipsoid
'τ
Nadelschutz z.B. für eine Blutentnahmenadel
Die Erfindung betrifft einen Nadelschutz, insbesondere für eine Blutentnahmenadel, bestehend aus einer ersten, um eine
spitze Subkutannadel o.dgl. herum angeordneten ersten Hülle, die abnehmbar von einer Nabe getragen wird, welche auch die
Nadel trägt.
Die üblicherweise verwendeten Blutbeutel tragen eine Blutentnahmenadel,
die zur Erhaltung ihrer Sterilität mit einer Nabe verbunden ist. Eine abnehmbare Hülle bzw. ein Nadelschutz
ist auf die Nadel aufgesetzt und abnehmbar mit der Nabe verbunden.
Die im allgemeinen aus Gummi oder Kunststoff hergestellte Hülle kann durch Verdrehen abgenommen werden. Bei einer bisherigen
Ausführungsform (US-PS 3 523 530) ist die Hülle einstückig mit der Nabe ausgebildet und mit dieser durch einen
dünnen, zerbrechlichen Ring aus Kunststoff verbunden, durch den hindurch sich die Nadel von der Nabe in die Hülle er-
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Hz/Bl/ro
Hz/Bl/ro
streckt. Zum Entfernen der Hülle wird diese lediglich verdreht,
um den zerbrechlichen Kunststoffring aufzubrechen.
Ein ernstlicher Nachteil dieser Konstruktion besteht darin, daß sich beim Verdrehen der Hülle das zugespitzte Nadelende
in die Innenwandfläche der Hülle eingraben und dabei ein kleines Kunststoffstück herausschälen kann, das möglicherweise
im zugeschärften Ende der Hohlnadel oder an einer scharfen Kante zurückbleibt« Dies ist offensichtlich höchst
unerwünscht, weil das Kunststoffstück, wenn es unbemerkt
bleibt, in den Arm eines Blutspenders eingeführt werden kann0
Selbst wenn dieses Kunststoffstück bemerkt wird, muß es durch den Benutzer entfernt werden, wodurch die Sterilität der
Nadel gefährdet werden kann.
Ein weiterer Nachteil bei Nadeln von Blutbeuteln und dgl. besteht darin, daß bei vielen Konstruktionen das Blutkonservierungsmittel,
wie ACD oder CPD, über die Nadelspitze nach oben austreten und die Nadelaußenfläche benetzen kann. Dies
kann bei der Venenpunktur ein unangenehm brennendes Gefühl auf der Haut verursachen.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Ausschaltung der oben genannten Nachteile und Mängel durch Schaffung einer zuverlässigeren
Einstichnadel, an welcher keine Kunststoffspäne anhaften und bei welcher die Gefahr für ein Stumpfwerden der
Nadel aufgrund der Schabeberührung mit dem Nadelschutz bei
dessen Abnahme ausgeschaltet ist, wobei die Nadel so abgedichtet ist, daß ihre Außenfläche durch den Inhalt des Blutbeutels
nicht benetzt wird.
Die Erfindung ist selbstverständlich auch auf andere Nadelschutze
anwendbar, beispielsweise bei Infusionseinrichtungen und dgl,, die für andere Zwecke als die Blutentnahme eingesetzt
werden«
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?'/ '^670
Die genannte Aufgabe wird bei einem Nadelschutz der angegebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß innerhalb der
ersten Hülle um die Spitze der Nadel herum eine Innenhülle angeordnet ist, die ohne jede mechanische Verbindung mit der
ersten Hülle ist, so daß sich die Innenhülle beim Drehen der ersten bzw· äußeren Hülle für das Abnehmen derselben nicht
mit ihr mitdreht.
Mit der Erfindung wird also ein Nadelschutz geschaffen, der eine erste, um eine zugespitzte oder zugeschärfte Subkutanbzw·
Einstichnadel herum angeordnete Hülle aufweist, die abnehebar
von einer Nabe getragen wird, welche auch die Nadel trägt.
Erfindungsgemäß ist dabei innerhalb der ersten Hülle und um die Nadelspitze herum eine Innenhülle angeordnet, die mit
der ersten Hülle nicht mechanisch verbunden ist, so daß sie sich beim Drehen der ersten bzw. äußeren Hülle zum Abnehmen
derselben nicht mit dieser mitdreht. Eine Scheuerwirkung der Nadelspitze an der Innenfläche der InnenhüHe wird daher auch
beim Drehen und Biegen des Nadelschutzes für das Entfernen desselben verhindert. Gleichzeitig kann die Innenhülle als
Dichtung um das spitze Ende der Nadel herum dienen, so daß der Beutelinhalt nicht aus dem Innendurchgang bzw. Kanal der
Nadel an ihrem spitzen Ende austreten und die Nadel-Außenfläche benetzen kann. Das bei der Venenpunktür durch einen
ausgetretenen Beutelinhalt verursachte, brennende oder stechende Gefühl kann daher vermindert werden.
Typischerweise weist das Innenende der ersten Hülle eine Verengung solcher Größe auf, daß ein Durchtritt der Innenhülle
durch das Innenende der äußeren Hülle verhindert wird»
Außerdem kann die erste Hülle einen ihr Außenende verschliessenden
Stopfen tragen, während die Innenhülle ein geschlosse-
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nes Außenende besitzt« Zur Herabsetzung von Reibung können
Innenende des Stopfens und AuBenende der Innenhülle jeweils eine spezielle, unterschiedliche Fora besitzen, durch die
eine PunktberUhrung zwischen den beiden Teilen hergestellt wird« Beispielsweise kann das eine dieser Enden eine konkave
Kegelfora alt einem Winkel besitzen, der größer ist als derjenige des anderen Endes, das in diesen Fall eine konvexe
Kegelfora alt einen kleineren Kegelwinkel besitzen kann,
wie dies in der Zeichnung veranschaulicht ist·
Ia folgenden ist eine bevorzugte AusfUhrungsfora der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Blutbeutels, der eine Venenpunkturnadel
tür die Blutentnahme am Ende eines flexiblen, ait Blut verträglichen Schlauches trägt und bei dem
ein Nadelschutz gemäß der Erfindung vorgesehen ist,
Fig· 2 einen in stark vergrößertem Maßstab gehaltenen Längsschnitt
durch den erfindungsgemäßen Nadelschutz nebst
Nabe und
Fig. 3 eine in weiter vergrößertem Maßstab gehaltene Teil-Längsschnittansicht
eines Abschnitts von Fig. 2·
Geaäß Fig. 1 trägt ein Blutbeutel 10 von beispielsweise üblicher
Bauart einen Blutentnahaeschlauch 12, der alt dea Beutelinneren
in Verbindung steht und in einer Nadelnabe 14 endet, die aus Kunststoff geforat sein kann· Die Nabe 14 trägt eine
sie durchsetzende Nadel 16· Ia allgemeinen wird die Nabe 14 durch Spritzgießen ο.dgl. um die Nadel 16 herua angeforat.
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durch den gleichen Formvorgang geformte erste bzw. äußere
HUlIe 18 einstückig mit der Nabe 14 ausgebildet und mit dieser
durch einen dünnen, kreisförmigen, zerbrechlichen oder aufbrechbaren Ring bzw. Kragen 20 verbunden· Die HUlIe 18
trägt eine Anzahl von Rippen 22 zur Erleichterung des Erfassens der HUlIe 18 zum Entfernen durch Verdrehen und Abbiegen
zum Zerbrechen des dünnen Kunststoffkragens 20. Die
erste Hülle 18 ist zudem mit einem Stopfen 24 versehen, der auf an sich bekannte Weise in ihr eines Ende eingeschweißt
sein kann· Wahlweise kann die erste HUlIe 18 auf beliebige andere Weise am einen Ende verschlossen sein·
Innerhalb der ersten Hülle 18 ist eine die Spitze 26 der Nadel 16 umschließende Innenhülle 28 mit einem geschlossenen
Ende 30 angeordnet·
Ringförmige Quernuten 33 sind hauptsächlich zur Erleichterung des Formens der Innenhülle 28 vorgesehen, da diese Nuten ein
besseres Festhalten auf dem Kernstift gewährleisten·
Gemäß Fig. 3 besitzt das Innenende des Stopfens 24 eine konkave
Kegelform, die im Querschnitt einen stumpfen Winkel bildet» Das geschlossene Außenende 30 der Innenhülle 28 bildet
eine konvexe Kegelfläche 34, die im Querschnitt einen Winkel bildet, der kleiner ist als der stumpfe Querschnitt-Winkel
der Innenendfläche des Stopfens 24, so daß zwischen beiden Flächen eine PunktberUhrung bei 36 hergestellt wird·
Die Innenhülle 38 ist mit solchen Abmessungen ausgeführt, daß sie aufgrund ihres Innendurchmessers eine Abdichtberührung
mit der Nadel 16 herstellt, während sie aufgrund ihres Außendurchmessers einen vergleichsweise lockeren Schiebesitz mit
der Innenwandfläche der ersten Hülle 18 herstellt, so daß beim Drehen der ersten HUlIe 18 eine Schiebebewegung zwischen erster
Hülle 18 und InnenhUlle 28 und nicht zwischen letzterer und der Nadel 16 begünstigt wird·
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Wenn daher die erste Hülle 18 zum Aufbrechen des Kragens
20 für das Abnehmen der Hülle 18 von Hand gedreht wird, dreht sich die Innenhülle 28 nicht mit ihr mit. Der Kragen
20 kann daher zum Entfernen der Hülle 18 ohne Relativdrehung zwischen der Nadelspitze 26 und der Innenhülle 28 aufgebrochen
werden, weil die Drehung zwischen Innenhülle und erster Hülle 18 stattfindet· Auf diese Weise wird das Problem eines
Abschabens von Kunststoff an der Nadel-Spitze 26 ausgeschaltet«
Gleichzeitig stellt die Innenhülle 28 eine Abdichtung längs einer Fläche 38 der Nadel 16 her, um einen Austritt von
Flüssigkeit aus dem Inneren der Nadel über deren Ende zu ihrer Außenseite zu verhindern· Die Nadel kann daher unmittelbar
nach dem Abnehmen des Nadelschutzes an der Außenseite trocken sein, so daß das unangenehm stechende oder brennende
Gefühl bei der Venenpunktur vermieden wird.
Nach dem Aufbrechen des Kragens 20 kann die erste Hülle 18 abgenommen werden. Da die Innenhülle 28 so bemessen ist, daß
sie mit der Nadel 16 einen festeren Kraftschluß herstellt als die erste oder äußere Hülle 18 mit der Innenhülle 28, kann
letztere beim manuellen Abziehen der ersten Hülle 18 von der Nadel zunächst nicht ebenfalls abgezogen werden· Sobald
jedoch das Innenende 40 der Innenhülle 28 mit einer Verengung
42 in der Bohrung der ersten Hülle 18 beim Abziehen derselben von der Nadel in Berührung gelangt, wird die Innenhülle
28 ebenfalls zwangsläufig von der Nadel abgezogen, so daß letztere für die Benutzung freigelegt wird.
Im Fall einer Nadel einer Dicke von 16 gauge (ca· 1,68 mm) kann beispielsweise der Radius der Innenbohrung der ersten
Hülle 18 in der Nähe ihres Außenendes 4,06 mm betragen· Die Bohrung der Hülle 18 kann sich nach innen, nämlich auf ihr
Innenende zu, zur Erleichterung des Formvorgangs unter einem Winkel von etwa 1° verjüngen· Innen- und Außendurchmesser der
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Innenhülle 28 können 1,68 am bzw» 3»05 mm betragen· Gewünschtenfalls
kann die Innenhülle 28 so bemessen sein, da0 sie sich bein Aufziehen auf die Nadel 16 etwas dehnt, während
ihr Außendurehmesser vorzugsweise um mindestens 0,25 am kleiner
ist als der Innendurchmesser der ersten HQlIe 18^ üb
einen lockeren Schiebesitz zwischen den Hüllen 18 und 28 herzustellen·
Die erfindungsgemäfi verwendeten Kunststoffteile können gewünschtenfalls
aus eines Polyvinylchlorid-Plaatieol ziemlich steifer Konsistenz hergestellt sein·
Selbstverständlich sind dem Fachmann verschiedene Änderungen
und Abwandlungen der vorstehend offenbarten AusfUhrungsform
der Erfindung möglich, ohne daß vom Rahmen der Erfindung abgewichen wird.
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Claims (2)
1. Nadelschutz, insbesondere für eine Blutentnahmenadel, bestehend
aus einer ersten, um eine spitze Subkutannadel o.dgl. herum angeordneten ersten Hülle, die abnehmbar von
einer Nabe getragen wird, welche auch die Nadel trägt, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der ersten Hülle
(18) um die Spitze (26) der Nadel (16) herum eine Innenhülle
(28) angeordnet ist, die ohne jede mechanische Verbindung mit der ersten Hülle ist, so daß sich die Innenhülle
(28) beim Drehen der ersten bzw. äußeren Hülle (18) für das Abnehmen derselben nicht mit ihr mitdreht.
2. Nadelschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Innenende der ersten Hülle (18) so stark verengt (bei 42) ist, daß ein Durchtritt der Innenhülle (28) durch dieses
Ende verhindert wird·
3· Nadelschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hülle einen ihr Außenende verschließenden
Stopfen (24) trägt, daß die Innenhülle ein geschlossenes Außenende (30) aufweist und daß das Innenende des Stopfens
und das Außenende der Innenhülle jeweils derart unterschiedliche Form besitzen, daß zwischen beiden Enden eine
Punktberührung hergestellt ist.
4· Nadelschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hülle materialeinheitlich mit der Nabe (14) mittels
eines dünnen, aufbrechbaren Halsteils (20) verbunden ist, der beim Drehen der ersten Hülle aufbrechbar ist.
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