DE2733255C2 - Fördervorrichtung mit aufeinanderfolgenden Förderrollen - Google Patents
Fördervorrichtung mit aufeinanderfolgenden FörderrollenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine derartige Fördervorrichtung ist im DE-GM 73 986 beschrieben. Bei ihr sind die Förderrrollen
tragenden Wellen in von vertikalen Rahmenständern getragenen horizontalen gestreckten Traversen in
Förderrichtung aufeinanderfolgend in etwa bei der Wellenmitte gelagert. Auf den aus der Traverse nach
der einen Richtung überstehenden Wellenendabschnitten sind über Rutschkupplungen die Förderrrollen
gelagert, während nach der anderen Seite aus der Traverse überstehende Wellenendabschnitte jeweils ein
Kettenrad tragen. Über die Kettenräder laufen das obere und das untere Trum einer gemeinsamen
Antriebskette.
Bei dieser bekannten Fördervorrichtung versperren die horizontale Traverse und die Antriebskette einen
Zugang zu den auf den Förderrollen laufenden Werkstücken seitlich von unten her, außerdem ist ein
Versetzen der Förderrollen längs des Förderweges
nicht möglich.
Bei Kaschiermaschinen, mit denen ein Werkstück ummantelt werden kann, d. h. bei Ummantelungsmaschinen,
müssen in Förderrichtung der Werkstücke an verschiedenen Stellen Andrückrollen vorgesehen werden,
welche eine zuvor mit Klebstoff beschichtete Materialbahn an die Oberfläche des Werkstückes
anlegen und andrücken. Bei einem Werkstück mit rechteckigem Querschnitt sind dies z. B. eine Rolle zum
Andrücken der Materialbahn an die obere, breite Fläche des Werkstückes, Rollen zum Nachuntenklappen der
überstehenden Materialbahnabschnitte und zum Andrücken derselben an die Schmalseiten des Werkstükkes.
Rollen zum Umlegen der dann nach unten überstehenden Materialbahnabschnitte und zum Andrücken
derselben an die Unterseite des Werkstückes. Zuweilen müssen auf dem Förderweg auch noch
Schneid- oder Fräseinrichtungen zum Abtrennen überstehender Ränder der Materialbahn oder Heizgeblase
zum Erwärmen von Materialbahnabschnitten angeordnet werden. Die Stellen des Förderweges, an
denen diese verschiedenen Werkzeuge stehen, müssen im Hinblick auf das jeweils gefertigte Produkt
eingestellt werden.
Bekannte Spezialförderer für Ummantelungsmaschinen, bei denen aufeinanderfolgende Förderrollen
jeweils durch einen gesonderten Kettentrieb gekoppelt sind bzw. die Förderrollen von einer gemeinsamen
Spindel über Winkeltriebe her angetrieben sind, erlauben ebenso wie die eingangs beschriebene
Fördervorrichtung keine freie Verstellung der einzelnen Förderrollen in Förderrichtung.
Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Fördervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 so ausgebildet werden, daß bei ihr die für Ummantelungsmaschinen erforderliche gute allseitige
Zugänglichkeit des Werkstückes bei beliebig vorgebbaren Stellen des Förderweges erhalten wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1.
Dadurch, daß man die die Förderrollen tragenden Wellen nicht mehr fest in einer Traverse des
Vorrichtungsrahmens lagert, vielmehr in Lagergehäusen vor. gesonderten Förderrolleneinheiten lagert, die
längs des Förderweges versetzt werden können und aus denen das Kettenrad mit einem Umfangsabschnitt
übersteht, so daß es mit dem dem Förderweg benachbarten Trum der Antriebskette in Eingriff
kommen kann, wird die Anordnung der Förderrollen an
so einem beliebigen Ort längs der durchlaufenden Antriebskette möglich. Die Förderrollen brauchen insbesondere
nicht in gleichem Abstand voneinander angeordnet zu werden. So kann überall dort eine
ausreichende Lücke zwischen aufeinanderfolgenden Förderrollen vorgesehen werden, wo Rollen zum
Andrücken oder Führen der zum Ummanteln verwendeten Materialbahn, Werkzeuge zum Bearbeiten der
Materialbahn oder Heizeinrichtungen aufgestellt werden sollen. Dabei ist die seitliche Zugänglichkeit des
Werkstückes auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Förderrollen gut, da das dem Förderweg zugewandte
Trum der Antriebskette im wesentlichen zwischen den in Förderrrichtung verlaufenden Wänden des Maschinenbettes
angeordnet ist. Durch diese Anordnung der Antriebskette wird zugleich erreicht, daß die letztere
weitgehend nach außen abgedeckt ist. Die die Antriebskette zwischen sich aufnehmenden Wände
dienen zugleich als Schienen zum Befestigen und
Ausrichten der die Förderrrollen tragenden Lagergehäuse
in beliebiger Stellung längs des Förderweges.
In der DE-AS 25 57 567 ist zwar eine Fördervorrichtung
beschrieben, bei welcher auf die Förderrollen tragende Wellen Kettenräder aufgesetzt sind, welche
mit ihrem unteren Umfangsabschnitt mit dem einen Trum einer Antriebskette kämmen. Bei dieser Fördervorrichtung
sind jedoch die Kettenräder und die Antriebskette zusammen in einem große transversale
Abmessung aufweisenden Längsholm des Vorrichtungsrahmens untergebracht, und dieser Längsholm behindert
den Ziigang zu den auf den Förderrolien laufenden
Werkstücken sowohl in seitlicher Richtung als auch schräg von unten. Außerdem sind die Förderrollenwellen
an fest vorgegebenen Stellen der Rahmenlängsholme in den letzteren gelagert Eine derartige Fördervorrichtung
eignet sich somit nicht zur Verwendung in einer Kaschiermaschine.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung ergibt sich daraus, daß die die Förderrollen
tragenden Wellen zu beiden Seiten des auf sie aufgesetzten Kettenrades in Wänden des Lagergehäuses
gelagert sind. Damit kann auf die Förderrollen auch ein großer Druck ausgeübt werden, ohne daß hierfür
groß dimensionierte Lager nötig sind. Dies ist deshalb wichtig, da die Förderrollen selbst auf freie Enden der
Wellen aufgesteckt sind und für gewisse Anwendungsfälle auf die Förderrollen noch weitere Förderrollen
freitragend aufgesteckt werden, wenn die zu fördernden Werkstücke besonders breit sind. Durch die Andrückrollen
der Kaschiermaschine, welche zum festen Andrücken der Materialbahn an das Werkstück dienen,
wird zudem auf die Förderrollen eine verhältnismäßig große Kraft ausgeübt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird ein besonders ruhiger Lauf der
Fördervorrichtung erhalten. Aus Kunststoff bestehende Führungsglieder für Antriebsketten sind zwar an und für
sich aus der DE-OS 20 50 419 bekannt; sie sind dort aber in Form schmaler Niederhalter vorgesehen, welche
zwischen die seitlichen Laschen der Kette eingreifen. Durch Vorsehen der Kunststoffunterlage erhält man
ferner in Förderrichtung gesehen gleichbleibende Laufbedingungen für die Antriebskette, ganz gleich, an
welchen Stellen des Förderweges Lagergehäuse mit Kettenrädern angeordnet sind.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird eine insgesamt breite Auflage für breite
Werkstücke erhalten, ohne daß bezüglich der Zugänglichkeit zum Werkstück Zugeständnisse gemacht
werden müßten.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 wird ein besonders ruhiger Lauf des durch die
Antriebskette und die von den Förderrollenwellen getragenen Kettenräder gebildeten Kettentrieben erreicht,
da jeweils mindestens eines der Einzelkettenräder voll im Eingriff mit der zugeordneten Einzelkette
steht. Die Verwendung von Zwillingsketten bei Fördervorrichtungen ist an sich aus dem DE-GM
70 42 248 bekannt, wobei dort aber auf eine Versetzung der Einzelketten und der Einzelkettenräder um eine
halbe Teilung nicht abgehoben ist. In der Tat ist bei dieser bekannten Fördervorrichtung ein streng synchro- μ
nes Weiterbewegen der Werkstücke gemäß der Bewegung der Antriebskette nicht angestrebt, vielmehr
sind wieder zusätzliche Rutschkupplungen vorgesehen, um die Bewegung der Förderrollen von der Bewegung
der Antriebskette beim Auftreten eines Staus zu entkoppeln. Bei Kaschiermaschinen ist es dagegen sehr
wichtig, daß die verschiedenen Förderrollen alle genau synchron und druckfrei angetrieben sind, da es sonst bei
dem Ummanteln zu einer Faltenbildung kommen kann.
In der DE-PS 1 98 478 ist ferner eine Fördervorrichtung
beschrieben, bei welcher die Förderrollenwellen ebenfalls zwei Kettenräder tragen. Von diesen dient das
eine als drehmomentübertragendes Antriebsrad, während das zweite auf die Förderrollenwelle lose
aufgesetzt ist und für die Führung der Antriebskette von einem drehfest auf eine Förderrollenwelle aufgekeilten
Kettenrad zum entsprechenden Kettenrad der übernächsten Förderrolle dient.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Kaschiermaschine;
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teiles der Fördervorrichtung; und
F i g. 3 einen axialen Schnitt durch eine Förderrolleneinheit.
Bei der in F i g. 1 gezeigten Kaschiermaschine wird eine Materialbahn 2 von einer Vorratsrolle 4 abgezogen,
in einer Klebstoffauftragstation 6 mit Klebstoff beschichtet, in einem Tunnel 8 vorgetrocknet, und dann
auf einem unteren horizontalen Abschnitt des Förderweges auf ein Werkstück 10 aufgebracht. Auf diesem
Wegabschnitt ist das Werkstück von angetriebenen Förderrrolleneinheiten 12 getragen; längs dieses Wegabschnittes
sind an verschiedenen Stellen ferner Rollen zum Herumlegen der Materialbahn 2 um das Werkstück
10 angeordnet, die in F i g. 1 nur schematisch angedeutet sind.
F i g. 2 zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem unteren horizontalen Förderwegabschnitt mit zwei Förderrolleneinheiten
12 und einer dazwischen angeordneten Andrückrolle 14 zum Andrücken der Ränder der
Materialbahn an die Unterseite des Werkstückes 10. Die Andrückrolle 14 ist von einem einstellbaren Rollenhalter
16 getragen, der auf einer Befestigungsleiste 18 des Maschinenbetts an der erforderlichen Stelle befestigt
ist.
Die Förderrolleneinheiten 12 sind an ausgewählten Stellen des Förderweges auf senkrechten Wänden 20
des Maschinenbettes festgeschraubt. Hierzu weisen die Wände 20 in ihrer obenliegenden Fläche eine Vielzahl in
regelmäßigem Abstand angeordneter Gewindebohrungen 22 auf. Falls eine noch feinere Einstellbarkeit der
Längsstellung der Förderrolleneinheiten erforderlich ist, kann die Befestigung derselben auch über Klemmeinrichtungen
an einer völlig frei wählbaren Stelle des Förderweges erfolgen. Zwischen den Wänden 20
verlaufen zwei Ketten 24 und 26, durch eine Kunststoffunterlage 28 abgestützt. An diesen Ketten
kann in beliebiger Stellung des Förderweges die Antriebsbewegung für die Förderrolleneinheiten 12
abgegriffen werden.
Nunmehr wird unter Bezugnahme auf Fig.3 der Aufbau der Förderrolleneinheitcn 12 näher beschrieben.
In einem Lagergehäuse 30 ist eine Welle 32 unter Verwendung von Rollenlagern 34 zu beiden Seiten der
Ketten 24 und 26 gelagert. Auf der Welle 32 sind zwei Kc'tenräder 36 und 38 befestigt, und zwar so, daß sie in
Drehrichtung um einen halben Zahnabstand gegeneinander versetzt sind. Die Ketten 24 und 26 sind ebenfalls
um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt. Damit befindet sich immer eines der beiden Kettenräder 36
und 38 in vollem Eingriff in eine der Ketten 24 und 26. Hierdurch wird ein sehr ruhiger Lauf der Fördervorrichtung
erhalten.
Die freien Enden der Welle 32 sind mit Abflachungen 40 und mit einer Gewindebohrung 42 versehen. Auf
diese freien Enden sind wahlweise Förderrollen 44 drehfest aufsetzbar. In der Zeichnung ist zur Ummantelung
eines schmalen Werkstückes nur auf das rechts gelegene Ende der Welle 32 eine Förderrolle 44 mittels
eines Bolzens 46 aufgeschraubt. Sollen breitere Werkstücke ummantelt werden, so kann zunächst auf
die Förderrolle 44 eine weitere gleiche oder verschieden breite Förderrolle aufgesteckt werden, und bei der
Ummantelung noch breiterer Werkstücke wird dann
auch auf das linke Ende der Welle 32 eine Förderrolle aufgesetzt.
Aus der Zeichnung ist gut ersichtlich, daß
Aus der Zeichnung ist gut ersichtlich, daß
a) die Fördervorrichtung an den Stellen, an denen keine Förderrrolleneinheiten vorgesehen sind, im
wesentlichen im Maschinenbett versenkt angeordnet ist und einen freien allseitigen Zugang zum
Werkstück ermöglicht;
b) die größten Abmessungen der Förderrolleneinheiten im wesentlichen durch die Größe der
Förderrollen gegeben ist und unmittelbar neben den Förderrollen schon die Zugänglichkeit zum
Werkstück gegeben ist;
c) in beliebiger Stellung längs des Förderweges ein ruckfreier synchroner Abgriff der Antriebsbewegung
möglich ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Fördervorrichtung mit aufeinanderfolgenden Förderrollen, die jeweils auf ein freies Ende einer
fliegend in einem Trägerelement gelagerten Weile aufgesetzt sind, wobei zumindest der die zugeordnete
Förderrolle tragende Wellenabschnitt aus dem Lager nach außen übersteht, und mit einer
durchlaufenden Antriebskette, die mit jeweils mit einer der Wellen verbundenen Kettenrädern in
Eingriff steht, wobei der Durchmesser der Kettenräder kleiner ist als derjenige der Förderrollen,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Ummantelungsmaschine der vom Förderweg abgelegene
Abschnitt der Kettenräder (36, 38) mit dem dem Förderweg zugewandten Trum der Antriebskette (24, 26) in Eingriff steht und jeweils die Welle
(32) zu beiden Seiten des zugehörigen Kettenrades (36, 38) in Wänden eines das Kettenrad (36, 38)
aufnehmenden Lagergehäuses (30) einer gesondert versetzbaren Förderrolleneinheit (12) gelagert ist
und die Antriebskette (24, 26) zwischen in Förderrichtung verlaufenden Wänden (20) angeordnet ist
und diese Wände (20) mit Mitteln (22) zum lösbaren Befestigen der einzelnen Förderrolleneinheiten (12)
in unterschiedlicher Stellung längs des Förderweges versehen sind.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Förderweg zugewandte
Trum der Antriebskette (24, 26) auf einer Kunststoffunterlage (28) läuft.
3. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen (32) jeweils
zwei symmetrisch aus dem Lagergehäuse (30) überstehende Endabschnitte haben, auf welchen
jeweils eine Förderrolle (44) befestigbar ist.
4. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 — 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskette
(24, 26) eine Zwillingskeite ist, in der die Einzelketten um eine halbe Teilung gegeneinander
versetzt sind und die Kettenräder (36,38) Zwillingskettenräder sind, deren Einzelräder ebenfalls um
eine halbe Teilung versetzt sind.
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Family Applications (1)
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