DE2732011A1 - Reinigungsmittel fuer textile flaechen auf der basis von harnstoff-formaldehyd- harzschaum - Google Patents
Reinigungsmittel fuer textile flaechen auf der basis von harnstoff-formaldehyd- harzschaumInfo
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Description
Vorwerk 8c Co. 5600 Wuppertal 2, den 13. Juli 1977
Interfolding GmbH. ^
Reinigungsmittel für textile Flächen auf der Basis von Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum
Die Erfindung betrifft ein Reinigungsmittel für textile Flächen, insbesondere textile Bodenbeläge, welches im wesentlichen aus
einem pulverförmigen, porösen Trägermaterial besteht, wobei
dieses Trägermaterial aus einem aufgeschäumten sowie anschließend zerkleinerten Kunststoff besteht und mit Reinigungsmitteln
angereichert ist.
Derartige Reinigungsmittel sind bekannt, indem ein anorganisches Material pulverförmig und porös sowie wasserunlöslich
vorliegt, dessen Teilchen mit 80 bis 60 Gewichtsteilen einer wässerigen Lösung mit wasserlöslichen, niedermolekularen Alkoholen
und einer waschaktiven Substanz verbunden werden. Speziell wird hierfür als pulverförmiges, anorganisches Material
gemahlener Bimsstein, gemahlener Kalktuff, gemahlene Ziegel, gemahlener Schaumbeton oder Kieselgel verwendet. Bei dieser
vorgeschlagenen Lösung zeigt es sich als nachteilig, daß die Trägermaterialien nur eine begrenzte Aufnahmemöglichkeit für
die Wirkstofflösung haben. Weiterhin ist es nachteilig, daß bei der Verarbeitung dieses Materials Feinstäube entstehen,
die beim Entfernen des getrockneten Reinigungsmittels mittels eines handelsüblichen Staubsaugers die Filtertüten verstopfen
oder aber als Feinstaub an die Umgebung wieder abgegeben werden und damit die Umwelt beeinträchtigen. Ein weiterer Nachteil
bei derartigen Materialien liegt in der teils stark abrasiven Wirkung in bezug auf die textlien Flächengebilde. Darüber hinaus
ergibt sich bei den vorgeschlagenen Materialien anwendungstechnisch der Nachteil, daß das so erzeugte Reinigungsmittel
eine starke Verklebungs-r bzw. Verschmierungsneigung im zu behandelnden
textlien Flor zeigt. Außerdem sind die anorganischen Materialien aufgrund ihrer höheren spezifischen Gewichte
sehr schwer entfernbar. Weiterhin ist ein Verfahren zum Entfernen von Flecken in feuchtem Zustand von Texti!materialien
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Interholding GmbH. *- T"
bekannt, wobei ein Material mit hoher Saugfähigkeit aus einem
Harn-Zellularkunststoff mit einer Volumendichte von etwa 18 bis 20 kg/m3 verwendet wird. Dieses Material soll aus einem
zellförmigen Kunststoffblock mit einer hohen Saugfähigkeit und solch einer Sprödigkeit bestehen, daß sich Teilchen
des zellförmigen Kunststoffs nacheinander aus dem Block lösen, wenn er auf dem Textilmaterial gerieben wird.
Auch bei dieser Lösung zeigt es sich als nachteilig, daß bei Verwendung eines Materials aus Harn-Zellularkunststoff mit
einer Volumendichte von ca. 18-20 kg/m dieses Material für die Ganzflächenreinigung, unter Anwendung eines mechanischen
Gerätes zur Einarbeitung in den Teppichflor, zu leicht ist, da es durch die zu verwendende Mechanik zu feinem Pulver
verrieben wird.
Ein weiterer Nachteil bei dem beschriebenen Verfahren ist, daß es lediglich manuell angewendet werden kann und nur auf
einzelne Flecken ausgerichtet ist. Eine Ganzflächenreinigung wird mit diesem Verfahren also nicht ermöglicht.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungsmittel
zu schaffen, welches sich, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile, maschinell sehr gut zur Flächenreinigung
anwenden läßt. Weiterhin hat es zur Aufgabe, das dem aufgeschäumten und zerkleinerten Kunststoffschaum innehaftende
tensidhaltige Wasser in Verbindung mit einer starken Hilfskombination
zu einem wirkungsvollen Reinigungsmittel , insbesondere auf ebenen textlien Flächengebilden, zu verhelfen.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß es sich bei dem Trägermaterial
um einen plastifizierten Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum
mit einem Raumgewicht von 30 - 60 kg/m3 sowie einem Schüttgewicht von 50-150 g/l und um eine Korngröße von
0,1 - 6 mm in zerkleinertem Zustand handelt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung zeigt es sich günstig, daß das dem Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum innehaftende
tensidhaltige Wasser, welches mit einem Anteil von max. 80 Ge-
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Vorwerk & Co.
Interholding GmbH.
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vichtsprozenten im Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum vollständig
homogen gespeichert ist, in Verbindung mit einer wässerigen Lösung aus 0,1 - 0,5 Gewichtsprozenten eines die Absaugbarkeit
fördernden Antistatikums und 0,1-2 Gewichtsprozenten eines flüchtigen Alkalis sowie 0,5-5 Gewichtsprozenten
einer die Wiederanschmutzung hemmenden Polymer-Tensid-Kombination,
das Reinigungsmittel ergibt, sowie, daß die Zusammensetzung der wässerigen Lösung auf das fertig konfektionierte
Produkt bezogen ist.
Damit das Reinigungsmittel den textlien Bodenbelag hygienisch einwandfrei behandelt und sich mittels eines herkömmlichen
Staubsaugers mühelos vom Belag entfernen läßt, ist es notwendig, daß dem Reinigungsmittel Hilfsstoffe, wie z.B. niedermolekulare Alkohole, Bakterizide, Duftstoffe oder ähnliches zugeschlagen sind und daß das Antistatikum die statische Aufladung beim Reinigen verhindert und die Bindung zwischen Reinigungsmittelrückständen und Textilfasern senkt.
Staubsaugers mühelos vom Belag entfernen läßt, ist es notwendig, daß dem Reinigungsmittel Hilfsstoffe, wie z.B. niedermolekulare Alkohole, Bakterizide, Duftstoffe oder ähnliches zugeschlagen sind und daß das Antistatikum die statische Aufladung beim Reinigen verhindert und die Bindung zwischen Reinigungsmittelrückständen und Textilfasern senkt.
Um die sogenannte Spachtelwirkung zu vermeiden, ist es angezeigt, daß die Polymer-Tensid-Kombination nicht schäumt und
die Wiederanschmutzung der Textilfasern vermindert.
die Wiederanschmutzung der Textilfasern vermindert.
Bei der nunmehr vorgeschlagenen Lösung ist es vorteilhaft,
daß das erfindungsgemäße Reinigungsmittel in der beanspruchten Zusammensetzung eine gleichmäßige Reinigungswirkung,
auch intensiv verschmutzter Stellen, ohne Hinterlassung von
gelösten Schmutzrückständen zeigt, da das hydrophile, kapillaraktive Schaumstoffgerüst des Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaumes enorm absorptiv auf die angelösten Schmutzpartikel
wirkt.
daß das erfindungsgemäße Reinigungsmittel in der beanspruchten Zusammensetzung eine gleichmäßige Reinigungswirkung,
auch intensiv verschmutzter Stellen, ohne Hinterlassung von
gelösten Schmutzrückständen zeigt, da das hydrophile, kapillaraktive Schaumstoffgerüst des Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaumes enorm absorptiv auf die angelösten Schmutzpartikel
wirkt.
Ein weiterer Vorteil bietet sich mit der Erfindung durch die große innere Oberfläche der Kunststoffpartikel und die davon
ausgehende Wirkung, indem die Trocknungszeiten eines solchen
Reinigungsmittels in Pulverform weit unter den bisherigen
Erfahrungswerten der sogenannten Pulverreinigung liegen. Das nach dem Trocknen verbleibende schmutzbeladene Trägermaterial (pulverförmiger Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum) des der
Erfahrungswerten der sogenannten Pulverreinigung liegen. Das nach dem Trocknen verbleibende schmutzbeladene Trägermaterial (pulverförmiger Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum) des der
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Vorwerk & Co.
Interholding GmbH.
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Erfindung zugrundeliegenden Reinigungsmittels läßt sich weiterhin vorteilhaft mit den in ihm haftenden Tensid- und
Schmutzrückständen problemlos und vollständig durch Absaugen mittels eines herkömmlichen Haushaltsstaubsaugers entfernen.
Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert werden:
Die maschinell mit einem ungewöhnlich hohen Raumgewicht erstellten
Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaumblöcke werden maschinell auf eine Korngröße von 0,1 - 6 mm zerkleinert. Hiernach
wird dieses Grundmaterial (Trägermaterial), welches ungetrocknet einen bis zu 80 %igen Anteil an tensidhaltigern
Wasser beinhaltet, mit einer Wirkstofflösung in Verbindung gebracht,
indem sich das Wirkstoffkonzentrat mit dem im Trägermaterial
enthaltenen, tensidhaltigen Wasser homogen vermischt,
wobei der pulverförmige Charakter des fertigen Reinigungsmittels erhalten bleibt.
Das fertig konfektionierte Reinigungsmittel wird auf die zu reinigende textile Fläche aufgebracht, indem es beispielsweise
von Hand aufgestreut wird. Mittels eines handelsüblichen Bodenpflegegeräts mit einer speziellen Einarbeitungsmechanik in Form einer oszillierenden Bewegung, die speziell
auf das nach der Erfindung vorliegende Reinigungsmittel abgestimmt ist, wird das somit auf dem Boden befindliche Reinigungsmittel
in den Textilflor eingearbeitet.
Hierauf trennt sich die Wirkstofflösung aufgrund der mechanischen
Einwirkung vom Trägermaterial und wirkt auf den im Bodenbelag befindlichen Schmutz ein, indem dort der Schmutz
angelöst, abgelöst, dispergiert und emulgiert wird. Ist dies erfolgt, so wandert die schmutzbeladene Wirkstofflösung zurück
an den Träger, wo sie wieder absorbiert und gebunden wird. Dies geschieht nach Ausschalten der oben beschriebenen Reinigungsmechanik
und damit mit Beginn des Trocknungsprozesses, indem die physikalischen Eigenschaften des hydrophilen HFS-
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Schaumes die Aufnahme der schmutzbeladenen Tenside gewährleisten.
Von Wichtigkeit ist noch, daß, bedingt durch das Kornspektrum, die Oberfläche, insbesondere die innere, strukturbedingte
Oberfläche, eine größtmöglicheAbsorption garantiert.
Damit die vorgenannten Eigenschaften erzielt werden, muß ein offenzelliger Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum Verwendung
finden. Dieser HFS-Schaum wird nun so modifiziert, daß
bei einem höheren Raumgewicht, einem feineren Kornspektrum und einer Beaufschlagung mit Tensiden, Antistatika, Entschäumern,
flüchtigem Alkali, Duftstoffen etc. ein für die mechanische Einarbeitung in den Bodenbelag verwendbares Reinigungsmittel
entsteht.
Dabei ist es zwingend notwendig, daß das Kornspektrum den angegebenen
Werten entspricht, um auch eine mechanische Reinigungswirkung im Bodenbelag zu erzielen und die nachfolgende
Absaugbarkeit des ausgetrockneten, schmutzbeladenen Trägermaterials zu gewährleisten.
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Claims (6)
1) Reinigungsmittel für textile Flächen, insbesondere textile Bodenbeläge, welches im wesentlichen aus
einem pulverförmigen, porösen Trägermaterial besteht,
wobei dieses Trägermaterial aus einem aufgeschäumten sowie anschließend zerkleinerten Kunststoff
besteht und mit Reinigungsmitteln angereichert ist, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
dem Trägermaterial um einen plastifizieren Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum
mit einem Raumgewicht von 20 - 60 kg/m sowie einem Schüttgewicht von
50 - 150 g / 1 und um eine Korngröße von 0,1-6 mm in zerkleinertem Zustand handelt.
2) Reinigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Harnstoff-Formaldehyd-Harzschaum
innehaftende tensidhaltige Wasser, welches mit einem Anteil von max. 80 Gewichtsprozenten im
Harnstoff-Formaldehvd-Harzschaum vollständig homogen gespeichert ist, in Verbindung mit einer wässerigen
Lösung aus 0,1 - 0,5 Gewichtsprozenten eines die Absaugbarkeit fördernden Antistatikums und 0,1-2
Gewichtsprozenten eines flüchtigen Alkalis sowie 0,5-5 Gewichtsprozenten einer die Wiederanschmutzung
hemmenden Polvmer-Tensid-Kombination, das Reinigungsmittel ergibt.
3) Reinigungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung der wässerigen
Lösung auf das fertig konfektionierte Produkt bezogen ist.
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ORIGINAL INSPECTED
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Interholding GmbH.
Interholding GmbH.
4) Reinigungsmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Reinigungsmittel Hilfsstoffe, wie z.B. niedermolekulare Alkohole, Bakterizide, Duftstoffe
oder ähnliches zugeschlagen sind.
5) Reinigungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Antistatikum die statische Aufladung
beim Reinigen verhindert und die Bindung zwischen Reinigungsmittelrückständen und Textilfasern
senkt.
6) Reinigungsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymer-Tensid-Kombination nicht schäumt
und die Wiederanschmutzung der Textilfasern vermindert.
609885/0122
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