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Walzenschrässaschine, deren Schrämwalzen von je einem Tragarm
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gehalten werden Die Erfindung betrifft eine Walzenschrämmaschine,
deren Schräswalzen von je einem Tragarm gehalten werden, der um eine zum Liegenden
parallele, quer zur Maschinenfahrtrichtung verlaufende Achse schwenkbar gelagert
und mit einem mit der Schriswalze getrieblich verbundenen Antriebsaggregat besetzt
sowie mit einem an einem Tragarmansatz angreifenden Schwenkzylinder versehen ist.
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Walzenschräauschinen dieser Gattung sind durch die deutsche Patentschrift
1 060 821 bekannt.
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Weiterhin gehören Walzenschrämmaschinen für mächtige Flöze zum Stand
der Technik, die an beiden Maschinenenden Schräswalzen aufweisen. Zwei um rechtwinklig
zur Maschinenlängsrichtung verlaufende waagerechte Achsen schwenkbar gelagerte Antriebsaggregate
tragen die Schrämwalzen und sind mit einer mit eigenem Antriebsmotor ausgestatteten,
zwischen ihnen liegenden Winde verbunden (os 24 25 828). Bei diesen Walzenschrämmaschinen
ist der Maschinenrahmen mit die Winde und deren Zusatzaggregate stirnseitig einschließenden
Stützböcken ausgerüstet, an denen je ein von Druckzylindern getragener Schwenkrahmen
um eine quer zur Maachinenlängarichtung verlaufende waagerechte Achse schwenkbar
gelagert ist..
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Das aus Antriebsmotor und Schräskopf bestehende Antriebsaggregat liegt
auf diesem Schwenkrahmen und löst mit seitlich in den Abbaustoß vorstehender, an
einem schwenkbar gelagerten Tragarm gelagerter Schrimwalze das Flöz. Wegen ihrer
Bauhöhe ist der Einsatzbereich solcher Walzenschräsmaschinen nur auf Flözmächtigkeiten
von mehr als 2,5 m beschränkt.
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Es gehört auch zum Stande der Technik, das innerhalb des Streckenquerschnittes
anstehende Mineral mit Hilfe einer über die Streblänge verfahrbaren, das Flöz lösenden
Walzenschrämsaschine hereinzugewinnen.
Die dazu benutzte Walzenschrämmaschine,
die bis in die Strecken hineinfahren kann, ist an beiden Enden mit je einem Tragarm
ausgestattet, an welchem die das Mineral lösende und innerhalb des Streckenquerschnittes
auch das Nebengestein sowohl am Hangenden als auch am Liegenden mitschneidende Schrãmwalze
gelagert ist (OS 20 32 996). Solche Walzenschräsmaschinen sind, damit ihre Schränrwalzen
bis an die Streckenfirst geführt werden können, entweder mit überlangen Tragarmen
ausgestattet oder aber haben durch entsprechende Bemessung ihres Rahmens eine verhältnismäßig
große und deshalb für den Einsatz in geringsächtigen Flözen nicht geeignete Bauhöhe.
Stattet man sie mit einem überlangen Tragarm aus, so reicht in der Regel die Kraft
eines Stellzylinders nicht, um die Schrämwalze mit der insbesondere beim Schneiden
von Nebengestein erforderlichen Anpreßkraft in ihre extreme Schwenkstellung zu führen.
Es ist dann stets ein zweiter Stellzylinder erforderlich, der vielfach an der Kohlenstoßseite
der Walzenachrãmaaschine angeordnet ist und hier an einem Tragarmansatz angreift.
Wegen ihrer den gleichen Schwenkbereich überdeckenden Hubwege können die beiden
Stellzylinder den Tragarm aber nicht bis in seine senkrechte Schwenklage führen,
wo die Schrämwalze ihre größte Arbeitahöhe hat, sondern ihn nur bis etwa 600 gegenüber
dem Liegenden neigen. Infolgedessen kann der durch die Tragarmlänge bestiute Aktionsradius
der Schräswalze wegen des begrenzten Zylinderhubes nur zum Teil genutzt werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Walzenschrlmmaschine die sich insbesondere
für den Einsatz in niedrigen Flözen eignet, so auszum bilden, daß sie mittels ihrer
von normalen Tragarmen gehaltenen Schrämwalzen in der Lage ist, eine oder beide
den Streb begrenzenden Strecken mitzuschneiden.
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Die Erfindung geht dazu von der eingangs beschriebenen Walzenschrammaschine
aus und schlägt vor, sie mit vor Kopf ihres Maschinenkörpers angeordneten Schwenkrahmen
auszustatten, deren dem Maschinenkörper zugewandtes Ende ua je eine quer zur Maachinenfahrtrichtung
liegende und zum Liegenden parallele Achse des Maschinenkörpers schwenkbar gelagert
ist, und die an ihrem dem
Maschinenkörper angewandten Ende einen
Schrämwalzentragarin um eine quer zur Maschinenfahrtrichtung und zum Liegenden parallel
verlaufende Achse schwenkbar halten sowie mit einem an dem Tragarmansatz angreifenden
Schwenkzylinder besetzt und mit einem sich am Maschinenkörper abstützenden Schwenkzyinder
verbunden sind.
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Selbst bei horizontaler Lage ihrer Schwenkrahmen hat eine so auagebildete
Walzenschrämmaschine eine Baulänge, die nicht größer als die der bisher bekannten
Walzenachräsmmaschinen ist. Besonders vorteilhaft ist aber der durch die Schwenkrahmen
erheblich vergröße: te Aktionsradius der beiden Tragarme, der es auch einer niedrig
bauenden Walzenschrämmaschine erlaubt, die Schrämwalzen bis zu 4 m und damit bis
zur Frist der herzustellenden Strecke anzuheben, ohne die Bauhöhe der Walzenschämmaschine
zu verändern.
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Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal haben die Schwenkrahmen eine
die Länge der Stellzylinder nicht wesentlich überschreitende Baulänge, und ihre
beiden Schwenkachsen sind in einer gemeinsaaen Ebene oberhalb der Stellzylinder
angeordnet, die bei horizontaler Rahmenlage parallel zum Liegenden verläuft und
sich im Bereich der oberen Kante des Maschinenkörpers befindet. Ein so ausgebildeter
Schwenkrahmen paßt sich in seiner Horizontallage der Bauhöhe der Walzenschrämmaschine
genau an und nutzt die durch seine Längenabmessungen vorgegebene Verstellmöglichkeit
bei entsprechender Zylinderanordnung vollständig aus.
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Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Walzenschrämmaschine im Bereich
der oberen Gehäusekante mit die Schwenkachse aufnehaenden stirnseitigen Gehäuseansätzen
ausgestattet ist, die wahlweise als Tragarmlager oder als Schwenkrahmenlager dienen,
und daß sie Mittel zur Arretierung der Schwenkrahmen in ihrer unteren Betriebsstellung
aufweist. Die Walzenschrämmaschine kann dann, falls sie nur für den Flözabbau bestimmt
ist und von der Möglichkeit, die Strecken mitzuschneiden, keinen Gebrauch macht,
auch mit an den Schwenkachsen ihres Maschinenkörpers unmittelbar angeordneten Tragarmen
arbeiten und beim Einsatz von Schwenkrahmen diese während der Gewinnungsfahrt mit
Hilfe der Arretierung fertlegen und dadurch die Stellzylinder entlasten.
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Es empfiehlt sich, den Schwenkrahmen eine der Maschinenbreite entsprechende
Breite zu geben und sie in der Ebene des Tragarmes und erforderlichenfalls in der
Rahmenmitte mit einer Ausnehmung zur Anordnung von Stellzylindern auszustatten.
Ferner sollten sie im Bereich ihres dem Maschinenkörper zugewandten Endes eine größere
Bauhöhe haben oder hier mit gegen das Liegende gerichteten Ansätzen ftlr die Lagerung
und/oder für den Angriff der Stellzylinder ausgerüstet sein, um einen möglichst
großen Hebelarm für den Angriff der Stellzylinder zu erzielen.
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Damit die Standsicherheit der Walzenschrämuschine durch die Schwenkrahmen
nicht beeinträchtigt wird, kann der Maschinenkörper selbsttragend ausgebildet und
an beiden Bonden mit sich jeweils unterhalb des Tragarmansatzes auf der Maschinenfahrbahn
abatUtzenden Rahmenteilen benetzbar sein. Die Walzenschrämmaschine läßt sich dann,
je nachdem ob sie mit oder ohne Schwenkrahmen gefahren wird, mit Rahmenteilen ausstatten,
deren Roll- oder Gleitkufen sich nicht mehr unterhalb des Maschinenkörpers, sondern
in einer durch die Tragarmschwenkachse verlaufenden senkrechten Ebene vor dem Maschinenkörper
befinden.
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In den Abbildungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt und im folgenden Beschreibungsteil näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine für den Einsatz in mittleren Flözmächtigkeiten
geeignete Walzenschrämmaschine in Seitenansicht; Fig. 2 den Grundriß der Walzenschrämmaschine
nach Fig. 1; Fig. 3 eine für den Einsatz in niedrigen Flözen geeignete Walzenachrãsmaschine
in Seitenansicht; Fig. 4 den Grundriß der Walzenschrämmaschine nach Fig. 3 mit abgesenkter
vorderer Schräswalze; Fig. 5 den Schwenkrahmen als Einzelheit in Seitenansicht;
Fig. 6 den Schwenkrahmen im Grundriß; Fig. 7 eine Stirnansicht des Schwenkrahmens.
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Die auf dem Strebfördermittel 1 verfahrbare Walzenschräsmaschine 2
löst mit ihren Schrämwalzen 3 bzw. 4, die an Tragarmen 5 bzw. 6 gelagert sind, das
anstehende Flöz 7. Beide Tragarme 5 und 6 sind mit je einem Antriebsmotor 8 bzw.
9 ausgestattet, der auf der der Schrämwalze abgewandten Tragarmseite befestigt und
mit der zugehörigen Schrämwalze über ein im Innern der Tragarme befindliches nicht
dargestelltes Getriebe verbunden ist (Fig. 1 und 2). Er liegt mit seiner Rotationsachse
parallel zur Schwenkachse 10 der Tragarme 5 bzw. 6 und ist hier schlagwettersicher
in einem zylindriechen Gehäuse 11 untergebracht, dar sich mit seinem Auge 12 an
der Schwenkachse 10 abstützt. Unterhalb des Antriebsmotors 8,9 befindet sich ein
Tragarmansatz 13, an welchem der Stellzylinder 14 angreift. Gehalten werden die
beiden Tragarme 5 bzw. 6 von je einem Schwenkrahmen 15 bzw. 16. Letztere greifen
mit einem Ansatz 17 in den Raum zwischen Tragarmende und Auge 12 der Antriebsmotoren
8 bzw. 9 ein und halten das aus Schräswalze 3,4, Tragarm 5,6 und Antriebsmotor 8,9
bestehende Aggregat mit Hilfe der durch den Ansatz 17 verlaufenden Schwenkachse
10. Eine weitere Schwenkachse 18 stellt die Verbindung zwischen dem anderen Ende
des Schwenkrahmens 15,16 und den stirnseitigen Ansätzen 19 des Maschinenkörpers
21 her.
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Beide Schwenkachsen 10,18 liegen parallel zueinander oberhalb der
auf den Tragarm 5,6 bzw. auf den Schwenkrahmen 15,16 einwirkenden Stellzylinder
14,20 in einer gemeinsamen Ebene, die bei horizontaler Rahmenlage parallel zum Liegenden
verläuft. Die Ebene der nicht wesentlich länger als die Stellzylinder 14,20 bemessenen
Schwenkrahien 15,16 befindet sich im Bereich der oberen Kante des Maschinenkörpers
21, so daß die Bauhöhe der Walzenachrãsoaachine 2 durch die während der Gewinnungsfahrt
horizontal liegenden Schwenkrahmen nicht vergrößert wird. Die Schwenkrahmen 15,16
haben eine der Breite des Naschinenkörpers 21 entsprechende Breite und im Bereich
ihres dem Maschinenkörper zugewandten Endes ihre größte Bauhöhe, da sie hier mit
gegen das Liegende gerichteten Ansätzen 22 für die Lagerung und/oder für den Angriff
der Stellzylinder 14, 20 ausgestattet sind.
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1. Ausführungaboiapiel nach der Figur 1 befindet sich der den Schwenkrahmen
15,16 betätigende Stellzylinder 20 vor des Maschinenkörper
21 innerhalb
der Rahmenmitte, wo er bei 23 mit seinem Stangenkopf gelenkig an einer Schwenkrahmenachse
angreift und sich um eine Achse 24 schwenkbar an des Ansatz 22 des Schwenkrahmens
abstützt. An derselben Achse 24 greift auch der Stellzylinder 14 an, der den Tragarm
5 bzw. 6 gegenüber dem Schwenkrahmen verstellt.Da die im oberen Bereich des Maschinenkörpers
21 angeordneten Gehäuseansätze 19 wahlweise als Tragaralager oder als Schwenkrahmenlager
dienen können, kann die in der Figur 1 dargestellte Walzenschrämmaschine 2 sowohl
mit als auch ohne Schwenkrahmen betrieben werden. Um beim Einsatz von Schwenkrahmen
die Standsicherheit der Walzenschräsmaschine nicht zu beeinträchtigen, ist der Maschinenkörper
21 auf ein Rahmen 25 angeordnet, dessen Gleit- bzw.
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Rollkufen 26 sich unterhalb der Tragarmschwonkachsen 10 befinden.
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Eine Arretierung 27 dient zum Festlegen der Schwenkrahmen 15,16, wenn
die Walzenschrämuschine 2 beispielsweise innerhalb des Strebes arbeitet, wo die
Tragarmschwenkung allein ausreicht, um die Schrämwalzen in die erforderliche Arbeitsposition
zu bringen.
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Während in des Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 die dargestellte
Walzenschrlaschine 2 über dem Strebfördermittel 1 liegt, befaßt sich das Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 3 und 4 mit einer Walzenschräsmaschine 2, deren Maschinenkörper
21 sich im wesentlichen neben dem Strebfördermittel im Gewinnungsfeld befindet.
Walzenschrämmaschinen dieser Baurt zeichnen sich durch eine besonders niedrige Bauhöhe
aus und eigenen sich deshalb für den Abbau geringmichtiger Flöze. Im Gegensatz zum
Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 sind bei diesen Walzenschrämmaschinen
die Antriebsmotoren 8,9 und mit ihnen die Gehäuse 11 in denen sie untergebracht
sind, auf der Tragarmseite angeordnet, auf der sich auch die Schrämwalzen 3 und
4 befinden.
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Sie liegen daher innerhalb des Gewinnungsfeldes, wo sie die Haufwerksabförderung
nicht stören. Die Stellzylinder 28 der Schwenkrahmen 15,16 sind bei dieser Maschine
neben dem eigentlichen Maschinenkörper 21 in einem besonderen Gehäuse 29 untergebracht,
um die Maschinenbauhöhe nicht zu vergrößern. Sie greifen in der Ebene der Stellzylinder
30 an, die auf die Tragarme 5,6 einwirken (Fig. 7), wobei der Stellzylinder 28 mit
seinem Stangenkopf am unteren Ende des Ansatzes 22 gelagert ist, an welchem sich
der Stellzylinder 30, der sich innerhalb einer Auanehsung 31 des
Schwenkrahmens
15,16 befindet, abstützt. Die Walzenschräsmaschine dieses Ausführungsbeispiels ist
mit Rahmenteilen 32 ausgerüstet, die den selbsttragenden Maschinenkörper 21 mittels
unterhalb der Tragaruchwenkachsen 10 befindlicher Rollkufen auf der abbaustoßzeitigen
Maschinenfahrbahn 33 des nicht dargestellten Strebfördermittels abstützen. Auch
diese Walzenschrãmmaachine kann mit oder ohne Schwenkrahmen 15,16 arbeiten
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e e r s e i t e