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Stand der Technik
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Bei einem Auto-Rundfunkempfänger, der mit einem eingebautem Verkehrsfunkdecoder
zum Erkennen und Auswerten von Verkehrsfunksendern bzw. Verkehrsdurchsagen ausgestattet
ist, und einem getrennt davon eingebauten Sprechfunkgerät besteht die Möglichkeit,
das Sprechfunkgerät zu squelchen, d.h. mittels eines Squelchreglers bis zu einer
einstellbaren Schaltschwelle stummzuschalten und nebenher Rundfunksendungen zu empfangen.
Dabei ist bekannt, bei Auto-Rundfunkempfängern Vorrangschaltungen vorzusehen, mit
denen wichtige Verkehrsdurchsagen vorrangig empfangen werden. Illit einem Verkehrsfunkdecoder
ausgestattete Autoradios weisen in der Regel ein einziges Empfangsteil auf, es kann
aber auch ein zweites Empfangsteil zum ausschließlichen Empfang von Verkehrsfunksendern
vorgesehen sein.
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Seitdem von der Deutschen Bundespost Frequenzen für den sogenannten
Jedermannfunk bzw. CB-Funk (CB = Citizen Band) freigegeben sind, und dafür vorgesehene
Sprechfunkgeräte gebührenfrei betrieben werden dürfen, ist eine Vielzahl solcher
Sprechfunkgeräte auf den Markt erschienen.
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Neuerdings erscheinen Kombinationsgeräte auf dem Markt, d.h. Fahrzeuganlagen,
bei denen ein Auto-Rundfunkempfänger und ein Sprechfunkgerät in einem Gehäuse vereinigt
sind. Derartige Kombigeräte sind aus Gründen der Verkehrssicherheit zu empfehlen,
da ein separat unter dem Armaturenbrett eingebautes Sprechfunkgerät vor allem bei
Auffahrunfällen eine erhebliche Gefahrenquelle darstellt.
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I 'Bekannte Kombigeräte weisen den Nachteil auf, daß man bei ihnen
zu gleicher Zeit entweder nur das Sprechfunkgerät oder aber nur den Auto-Rundfunkempfänger
oder ein an ihm angeschlossenes Tonbandger:it betreiben kann, wobei nur im letzten
Fall gegebenenfalls wichtige
Verkehrsdurchsagen vorrangig empfangen
werden können.
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Aufgabe Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für ein Kombinationsgerät,
bestehend aus einem Autoradio und einem Sprechfunkgerät, eine Schaltungsanordnung
zu entwerfen, mit der es möglich ist, unabhängig davon, ob gerade ein Rundfunkprogramm
bzw. Tonbandmusik empfangen wird oder ob gerade das Sprechfunkgerät eingeschaltet
ist, eine von einem eingestellten Verkehrsfunksender ausgestrahlte Verkehrsdurchsage
vorrangig zu empfangen.
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Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1
angeführten Merkmale gelöst.
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Vorteile der Erfindung Die Erfindung bietet vor allem den Vorteil,
daß mit ihr eine Vorrangschaltung zum Empfang von wichtigen Verkehrsdurchsagen mit
minimalem Aufwand realisierbar ist.
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Die Erfindung trägt dazu bei, die Verkehrssicherheit zu erhöhen,
da auch während eines Sprechfunkbetriebs auf den Empfang wichtiger Verkehrsdurchsagen
nicht mehr verzichtet werden muß.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird mit
den Merkmalen des Anspruchs 2 erzielt. Anspruch 2 in Verbindung mit Anaspruch 1
beinhaltet eine Zweifach-Vorrangschaltung: Bei gewähltem Spechfunkbetrieb wird unterhalb
der eingestellten Ansprechschwelle eines Squelchreglers das allgemeine Rundfunkprogramm
bzw. Tonbandmusik empfangen, beim Auftreten von Funksprüchen oberhalb der An-! sprechschwelle
wird die NF-Leitung des Sprechfunkgeräts durchgeschaltet,
und beim
Erscheinen einer Verkehrsdurchsage wird unabhängig davon, ob vorher das allgemeine
Rundfunkprogramm oder ein Funkspruch empfangen wurde, die NF-Leitung für Verkehrsmeldungen
durchgeschaltet.
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Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
als Blockschaltbild dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
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Beschreibung Nachfolgend wird ein in der Zeichnung dargestelltes
Ausführungsbeispiel ausführlich beschrieben.
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Der NF-Signalweg eines Autoradios 1, das einen Verkehrsfunkdecoder
2 enthält, führt über eine Tonbandbuchse 3 an einen ersten Anschluß a eines steuerbaren
NF-Umschalters 4 und vom Ausgang des NF-Umschalters 4 über einen Lautstärkeregler
5 und ein NF-Teil 6 zu einem Lautsprecher 7.
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Der NF-Ausgang des Verkehrsfunkdecoders 2 ist mit einem zweiten Anschluß
b des NF-Umschalters 4 verbunden, während an einem dritten Anschluß c des NF-Umschalters
4 die NF-Leitung eines Sprechfunkigeräts 8 anliegt. Ein vierter Anschluß d des NF-Umschalters
4 liegt an Masse.
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Der NF-Umschalter 4 wird von einer Logikschaltung 9 angesteuert, die
aus bekannten Bauteilen aufgebaut ist und deren Wirkungsweise unten beschrieben
wird. Die Logikschaltung 9 und ihre Verknüpfung mit der übrigen Schaltungsanordnung
wird teilweise durch Wirkungsangaben beschrieben, da die Mittel zur Erzielung dieser
Wirkungen jedem Fachmann
geläufig sind und auf vielfache Weise
zusammengeschaltet werden können. Der Logikschaltung 9 kann über einen ersten Eingang
A vom Verkehrsfunkdecoder 2 einer Steuerspannung zugeführt werden. Weiterhin ist
der Logikschaltung 9 über einen zweiten Eingang B eine Steuerspannung zuführbar,
die von einem Squelchregler 10 des Sprechfunkgeräts 8 abgreifbar ist. Ein dritter
Eingang C der Logikschaltung 9 ist über einen sogenannten Stand-by-Schalter II gegen
Masse geschaltet. Uber einen weiteren Eingang D ist der Logikschaltung 9 eine Information
über den mittels eines Bereichsschalters 12 eingeschalteten Bereich, z.B. Rundfunkempfang
oder Sprechfunkbetrieb, zuführbar.
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Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Schaltung beschrieben. Es werde
von einem Zustand ausgegangen, bei dem das Autoradio 1 mit dem Verkehrsfunkdecoder
2 und das Sprechfunkgerät 8 eingeschaltet sind und das Autoradio 1 mit dem Verkehrsfunkdecoder
2 auf einen Sender mit Verkehrsmeldungen abgestimmt ist.
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Es sollte darauf hingewiesen werden, daß der Verkehrsfunkdecoder 2
sowohl zur Auswertung der im Autoradio I einstellbaren Verkehrsfunksender vorgesehen
sein kann als auch in einem zweiten Empfängerteil zum ausschließlichen Empfang von
Verkehrsfunksendern untergebracht sein kann.
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Steht im beschriebenen Ausgangszustand der Bereichsschalter 12 auf
Rundfunkempfang, so is. unabhängig von der Stellung des Stand-by-Schalters 1I während
des Nichtvorhandenseins einer Verkehrsdurchsage der NF-Umschalter 4 über den ersten
Anschluß a durchgeschaltet, so daß entweder das Programm des eingestellten Rundfunksenders
oder das Programm eines gegebenenfalls an der Tonbandbuchse 3 angeschlossenen Tonbandgeräts
13 empfangen wird. Beim Auftreten einer Verkehrsmeldung wird der Logikschaltung
9 über den Eingang A von Verkehrsfunkdecod-r 2 eine Steuerspannung zugeführt, wodurch
der NF-Umschalter 4 in die Schaltstellung
b gebracht wird. Nach
Beendigung der Verkehrsdurchsage und somit nach dem Verschwinden der Steuerspannung
nimmt der NF-Umschalter 4 wieder den anfänglichen Schaltzustand a ein.
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Es werde nunmehr davon ausgegangen, daß der Bereichsschalter 12 auf
Sprechfunkbetrieb geschaltet und der Stand-by-Schalter 11 geschlossen wird. In diesem
Betriebszustand wirkt die Logikschaltung 9 bei geöffnetem Squelchregler 10, d.h.
beim Auftreten von Funksprüchen oberhalb der Ansprechschwelle des Squelchreglers
10 derart, daß über den NF-Umschalter 4 der NF-Signalweg des Sprechfunkgeräts durchgeschaltet
ist (Anschluß c).
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Wird der Squelchregler 10 im Sperrbereich, d.h. unterhalb der eingestellten
Ansprechschwelle betrieben, so sorgt eine dem Eingang B der Logikschaltung 9 zuführbare
Steuerspannung dafür, daß der NF-Umschalter 4 in die Verbindungsstellung zum ersten
Kontaktanschluß a schaltet, so daß ein eingestelltes Rundfunkprogramm oder Tonbandmusik
empfangen wird.
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In den beiden soeben beschriebenen Betriebszuständen erscheint beim
Auftreten einer Verkehrsmeldung am Eingang A der, Logikschaltung 9 wiederum eine
Steuerspannung vom Verkehrsfunkdecoder 2, wodurch erneut eine vorrangige Durchschaltung
des NF-Zweiges des Verkehrsfunkdecoders 2 für die Dauer der Verkehrsdurchsage erfolgt.
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Abschließend sind noch die Betriebszustände zu beschreiben, die sich
gegenüber den beiden letztgenannten dadurch unterscheiden, daß der Stand-by-Schalter
1I geöffnet wird. Eine Öffnung bewirkt eine Entkopplung von Autoradio 1 und Sprechfunkgerät
8, so daß in dieser Stellung und bei der gleichzeitigen Stellung des Bereichsschalters
12 auf Sprechfunkbetrieb die vorrangige Durchschaltung von Verkehrsdurchsagen
aufgehoben
ist. In diesem Betriebszustand ist bei geöffnetem Squelchregler 10 der NF-Signalweg
des Sprechfunkgeräts 8 über den NF-Umschalter 4 durchgeschaltet, während im Sperrbereich
des Squelchreglers 10 der NF-Umschalter 4 über den Anschluß d an Masse gelegt ist,
so daß eine Stummschaltung aller NF-Leitungen gegeben ist. Ein weiterer Anwendungsfall
für diese Stummschaltung liegt bei einer Stummabstimmung des Autoradios 1 vor.