DE2730581A1 - Faserreaktive azofarbstoffe, deren herstellung und verwendung - Google Patents
Faserreaktive azofarbstoffe, deren herstellung und verwendungInfo
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Description
CIBA-GEiGY
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Case 1-10574/+
Deutschland
DR.BERG riPL.-ΙΝΊ. ST»PF
DiPL.-iNG. sc:'VAr:': [,::.: ;>.. s/.ücj.'-.iair
pa r'. ;·ί. /. ;ι\\ ·. r ε
0 MÖNCHEN 80 ■ MAU Et.K ι ,HCIiEHS TR. 45
Die vorliegende Erfindung betrifft faserreaktive Azofarbstoffe der Formel
ι λλ n
Xj-Ull-JJ—N=N-/ΥΛ (1) ,
worin die Gruppierung
X1-NH-D-N=N- (J)
ein Kest der Formel
HO3S Ο
N=N-
oder der Formel
709883/0833
einer der beiden Reste X, und X2 ein Fluor-s-triazinrest
und der andere ein Fluor(Chlor oder Brom)-s-triazinrest,
R ein Brlickenglied und η = O oder 1 ist.
Als Reste X, und X2 kommen insbesondere in Betracht,
ein 2,4-Difluor-s-triazin-6-yl-rest oder ein 2-Fluor-4-amino(hydroxy,
alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazin-6-yl-rest
bzw. ein 2,4-Difluor(chlor oder brom)-s-triazin-6-yl-rest
oder ein 2-Fluor(chlor oder brom)-4-amino(hydroxy,
alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazin-6-yl-rest.
Das Brlickenglied R kann beliebig sein; es kann z.B. ein kettenförmiger aliphatischer Rest, ein aromatischer
Rest oder auch ein heterocyclischer Rest sein, und es kann auch aus mehreren verschiedenen Resten, z.B.
aromatischen und heterocyclischen Resten, zusammengesetzt sein. Vorzugsweise ist R ein aromatischer Rest, der Über
ein Zwischenglied an die Atninogruppe der l-Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-
bzw. -4,6-disulfonsäure-Komponente in Formel (1) gebunden ist, z.B.
SO,H -CO-NH-<—>-SO3H
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SO,H
SO H
-C*N^C-NH-Il
H^N
SO3H
H<>SO, H
Cl
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75.11.3»«
OCH(CH5)2
-co-O
Das Brlickenglied R leitet sich somit vorzugsweise von einer Acylverbindung, z.B. einer Halogenacylverbindung,
ab, die noch eine freie Aminogruppe enthält, an die der externe Halogen-s-triazinrest X2 ankondensiert werden kann.
Insbesondere ist R ein m- oder p-Benzoylorest.
Falls nur einer der beiden Reste X, und Xj ein
Fluor-s-triazinrest und der andere ein Chlor- oder Broms-triazinrest
ist, kann entweder X, oder X2 der Fluor-striazinrest
sein,vorzugsweise ist in diesem Falle aber X, der Fluor-s-triazinrest.
Bevorzugt sind faserreaktive Azofarbstoffe der Formel (1), worin η = O ist, und X, und X^ gleiche Reste
sind.
Wichtige Untergruppen der faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (1) sind
a) faserreaktive Azofarbstoffe der Formel
a) faserreaktive Azofarbstoffe der Formel
HO-S 0
3
3
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75.11.329a
273058Ί
worin Y, und Y^ unabhängig voneinander je ein Fluoratom,
eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe, eine Hydroxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkoxy-,
Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ist; und b) faserreaktive Azofarbstoffe der Formel
O NH C^^C-Y2
3 V> HO ^W I
1 I Il
worin Y, und Y2 unabhängig voneinander je ein Fluoratom,
eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe, eine Hydroxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkoxy-, Aryloxy-,
Alkylthio- oder Arylthiogruppe ist.
Die Farbstoffe der Formel (1) sind faserreaktiv, da sie in den Fluor-s-triazin- und Fluor(chlor oder brom)-s-triazinresten
X-, und X^ abspaltbare Fluor- bzw. Chloroder
Bromatome enthalten.
Unter faserreaktiven Verbindungen sind solche zu verstehen, die mit den Hydroxygruppen der Cellulose oder
mit den Aminogruppen von natürlichen oder synthetischen Polyamiden unter Bildung kovalenter chemischer Bindungen
zu reagieren vermögen.
Die Herstellung der faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (1) ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine
Azoverbindung der Formel
OH HO NH-fR}—NH
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2 7 3 O b
worin D, R und n die unter Formel (1) angegebenen Bedeutungen haben, ein kupferabgebendes Mittel, sowie fUr die
Einführung der Reste X. und X2 geeignete Verbindungen zu
einem faserreaktiven Azofarbstoff der Formel (1) umsetzt.
Insbesondere werden die faserreaktiven Azofarbstoffe
der Formel (1) in der Weise hergestellt, dass man eine Azoverbindung der Formel (7), worin D, R und η die unter
Formel (1) angegebenen Bedeutungen haben, ein kupferabgebendes Mittel, ein Aequivalent 2,4,6-Trifluor-s-triazin
oder eines 2,4-Difluor-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy,
alkylthio oder arylthio)-s-triazine und ein weiteres Aequivalent 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin
oder eines 2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino(hydroxy,
alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazins durch Kupferung und Acylierung zu einem faserreaktiven Azofarbstoff
der Formel (1) umsetzt, und, falls man als Acylierungsmittel 2,4,6-Trifluor-s-triazin bzw. 2,4,6-Trifluor(chlor
oder brom)-s-triazin verwendet, gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol,
einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Halogenatom
im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt. Kupferung
und Acylierung können in beliebiger Reihenfolge geschehen.
Die bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens zur
Herstellung der faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (1) ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der
Formal (7), worin D die angegebene Bedeutung hat und η = ist, ein kupferabgebendes Mittel, und 2 Aequivalente
2,4,6-Trifluor-s-triazin oder eines 2,4-Difluor-6-amino
(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-striazins durch Kupferung und Acylierung zu einem faserreaktiven
Azofarbstoff der Formel (1) umsetzt, und, falls man als Acylxerungsmittel 2,4,6-Trifluor-s-triazih bzw.
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75.11.339a
■*■
2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin verwendet,
gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung
oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Halogenatom im s-Triazinring durch
eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.
Die wichtigen faserreaktiven Azofarbstoffe der Formeln (5) und (6) werden hergestellt, indem man
a) eine Azoverbindung der Formel
HO S OH HO
in beliebiger Reihenfolge mit einem kupferabgebenden Mittel und mit 2 Aequivalenten 2,4,6-Trifluor-s-triazin umsetzt,
und dass man vor oder nach der Acylierung durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol,
einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Fluoratom
im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt; bzw.
b) eine Azoverbindung der Formel
OH HO
N=N ΛΛ (9)
HO,
in beliebiger Reihenfolge mit einem kupferabgebenden Mittel und mit 2 Aequivalenten 2,4,6-Trifluor-s-triazin umsetzt,
und dass man vor oder nach der Acylierung durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol,
einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphati-
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-*■
sehen oder aromatischen Thiolverbindung ein Fluoratom im
s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.
Die faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (5) können auch dadurch hergestellt werden, dass man Azoverbindungen
der Formel
HO,S HO
(10)
SO5H
HV ^30,H
mit einem Aequivalent 2,4,6-Trifluor-s-triazin oder eines
2,4-Difluor-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio
oder arylthio)-s-triazins und einem weiteren Aequivalent 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin oder eines
2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino(hydroxy, alkoxy,
aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazins acyliert,
und, falls man als Acylierungsmittel 2,4,6-Trifluor-striazin bzw. 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin
verwendet, gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Atain, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen
Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen
Thiolverbindung ein Halogenatom im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio-
oder Arylthiogruppe ersetzt, und anschliessend durch oxydative Kupferung den Farbstoff in den Kupferkomplex
überführt.
Die als Ausgangsstoffe zur Herstellung der faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (1) verwendeten
ο,ο'-Dihydroxyazoverbindungen der Formel (7) bzw. .(8) und
(9), und der o-Monohydroxyazoverbindungen der Formel (10) können auf folgende Weise hergestellt werden:
1) durch Diazotierung der 2-Amino-6-nitro-naphthalin-4,8-disülfonsäure,
Kupplung auf die N-Acetylverbindung der
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l-Amino-e-hydroxynaphthalin-Sjo- oder -4,6-disulfonsäure
(H- bzw. K-Säure), oxydative Kupferung der erhaltenen o-Monohydroxyazoverbindung und anschliessende Reduktion
der Nitrogruppe zur Arainogruppe und gleichzeitige Entkupferung und Verseifung der Acetylaminogruppe;
2) durch Diazotierung der Nitrodiazoxydsä'ure, Kupplung
auf die H- oder K-Säure und anschliessende Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppen
3) durch Diazotierung der 2-Amino-6-nitro(oder acetylamino)-naphthalin-4,8-disulfonsäure,
Kupplung auf die
H- oder K-Säure bzw. auf ihre N-Acetylderivate und anschliessende
UeberfUhrung der Nitrogruppe bzw. Acetylaminogruppe in die Aminogruppe durch Reduktion bzw.
Verseifung.
Die Diazotierung erfolgt in der Regel durch Einwirkung salpetriger Säure in wässerig-mineralsaurer
Lösung bei tiefer Temperatur, die Kupplung bei schwach sauren, neutralen bis schwach alkalischen p„-Werten.
Handelt es sich um Azoverbindungen der Formel (7), worin η = 1 ist, so muss der Rest -R-NH2 in die H- bzw.
K-Säure eingeführt werden. Dies geschieht vorzugsweise
durch Acylierung der 1-stündigen Aminogruppe der H- bzw. K-Säure mit entsprechenden Acylverbindungen, die noch eine
freie Aminogruppe oder eine in eine Aminogruppe UberfUhrbare
Gruppe enthalten. Als Beispiele fUr derartige Acylverbindungen seien genannt: p-Nitrobenzoylchlorid (anschliessend
reduziert), 2,4-Dichlor-6-(3'-amino-4'-sulfophenylamino)-s-triazin
und 2,4-Difluor-6-(4'-amino-2',5'-disulfophenylamino)-s-triazin.
Die Einführung des Restes -R-NH2 kann vor oder gegebenenfalls nach der Kupplung
erfolgen.
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Als Ausgangsstoffe zur Herstellung der faserreaktiven
Azofarbstoffe der Formel (1) seien weiterhin genannt: 2,4,6-Trifluor-s-triazin,
2,4,6-Trichlor-s-triazin,
2,4,6-Tribrom-s-triazin, .
2,4,6-Trichlor-s-triazin,
2,4,6-Tribrom-s-triazin, .
2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy,
alkylthio oder arylthio)-s-triazine, wobei der Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiosubstituent
z.B. der Rest eines der im folgenden genannten Amine, Alkohole, aromatischen Hydroxyverbindungen, aliphatischen
oder aromatischen Thiolverbindungen oder der Hydroxyrest des Wassers sein kann. Diese Verbindungen
können aber auch, wie oben beschrieben, nachträglich mit einem bereits an den Azofarbstoff gebundenen Dihalogen-striazinrest
kondensiert werden, zwecks Ersatz eines Halogenatoms in dem Dihalogen-s-triazinrest durch einen Amino-,
Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiosubstituenten.
Als Beispiele für die oben erwähnten Amino-, Hydroxy- und Thiolverbindungen seien genannt:
Ammoniak, Methylamin, D!Diethylamin, Aethylamin, Diethylamin,
Propylamin, Isopropylamin, Butylamin, Dibutylamin,
Isobutylamin, sek.-Butylamin, tert,-Butylamin, Hexylamin,
Methoxyäthylamin, Aethoxyäthylamin, Methoxypropylamin,
Chloräthylamin, Hydroxyäthylamin, Dihydroxyäthylaniin,
Hydroxypropylamin, Aminoäthansulfonsäure, ß-Sulfatoäthylamin,
Benzylamin, Cyclohexylamin, Anilin, o-, m- und p-Toluidin, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 2,6-, 3,4- und 3,5-Dimethylanilin,
o-, m- und p-Chloranilin, N-Methylanilin, N-Aethylanilin,
3- oder 4-Acetylaminoanilin, o-, m- und p-Nitroanilin,
o-, m- und p-Aminophenol, 2-Methyl-4-nitro-anilin, 2-Methyl-5-nitroanilin, 2,5-Dimethoxy-
anilin, 3-Methyl-4-nitro-anilin, 2-Nitro-4-methyl-anilin,
3-Nitro-4-methyl-anilin, o-, m-
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TS.11.3S9«
und p-Phenylendiamin, 3-Amino-4-methyl-anilin, 4-Amino-3-methyl-anilin,
2-Amino-4-methyl-anilin, ο-, m- und p-Anisidin, ο-, m- und p-Phenetidin, Naphthylamin-(1), Naphthylamin-(2),
1,4-Diaminonaphthalin, 1,5-Diaminonaphthalin,
2-Amino-l-hydroxy-naphthalin, 1-Amino-4-hydroxy-naphthalin,
l-Amino-8-hydroxy-naphthalin, l-Amino-2-hydroxy-naphthalin,
l-Amino-7-hydroxy-naphthalin, Orthanilsäure, Metanilsäure,
Sulfanilsäure, Anilin-2,4-disulfonsäure, Anilin-2,5-disulfonsäure,
Anthranilsäure, m- und p-Aminobenzoesäure, 2-AmInOtOlUoI^-sulf onsäure, 2-AmInOtOIuOl-S-SuIfOnSaUrC,
p-Aminosalicylsäure, l-Amino-4-carboxy-benzol-3-sulfonSciure,
l-Amino^-carboxy-benzol-S-sulfonsäure, l-Amino-5-carboxybenzol-2-sulfonsäure,
l-Naphthylamin-2-, -3-, -4-, -5-, -6-, -7- und -8-:sulfonsäure, 2-Naphthylamin-l-, -4-, -5-,
-6-, -7- und -8-: sul fön säure, l-Naphthylamin-2,4- , -2,5-,
-2,7-, -2,8-, -3,5-, -3,6-, -3,7-, -3,8-, -4,6-, -4,7-, -4,8- und -5,8-disulfonsäure, 2-Naphthylamin-l,5- -1,6-,
-1,7-, -3,6-, -3,7-, -4,7-, -4,8-, -5,7- und -6,8-disulfonsäure, l-Naphthylamin-2,4,6-, -2,4,7-, -2,5,7-, 3,5,7-,
-3,6,8- und -4,6,8-trisulfonsäure, 2-Naphthylamin-l,3,7-,
-1,5,7-, -3,5,7-, -3,6,7-, -3,6,8- und -4,6,8-trisulfonsäure, 2-, 3- und 4-Aminopyridin, 2-Aminobenzthiazol,
5-, 6- und 8-Aminochinolin, 2-Aminopyrimidin, Morpholin,
Piperidin, Piperazin, Wasser, Methanol, Aethanol, Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Isobutanol, sek.-Butanol, tert.-Butanol,
Hexanol, Cyclohexanol, ß-Methoxy-äthanol, ß-Aethoxy-äthanol, γ-Methoxy-propanol, γ-Aethoxy-propanol,
ß-Aethoxy-ß-äthoxy-äthanol, Glycolsäure, Phenol, o-, m-
und p-Chlorphenol, o-, m- und p-Nitrophenol, o-, m- und
p-Hydroxybenzoesäure, o-, m- und p-Phenolsulfonsäure,
Phenol-2,4-disulfonsäure, a-Naphthol, ß-Naphthol, 1-Hydroxynaphthalin-8-sulfonsäure,
2-Hydroxynaphthalin-l-sulfonsäure, l-Hydroxynaphthalin-5-sulfonsäure, l-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure,
l-Hydroxynaphthalin-6- oder -7-sulfonsäure,
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75.1l.3J3a
2-Hydroxynaphthalin-6-, -7- oder -8-sulfonsäure, 2-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure,
2-Hydroxynaphthalin-4,8- oder -6,8-disulfonsäure, l-Hydroxynaphthalin-3,6- oder -3,8-disulfonsäure,
1-Hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäure, 2-Hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure,
Methanthiol, Aethanthiol, Propanthiol, Isopropanthiol, n-Butanthiol,
Thioglycolsäure, Thioharnstoff, Thiophenol, α-Thionaphthol,
p-Thionaphthol.
Die Kondensationen der 2,4-Difluor-6-amino(hydroxy,
alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazine bzw. der 2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino(hydroxy, alkoxy,
aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazine mit den Azoverbindungen der Formeln (7), (8), (9) oder (10) sowie
des 2,4,6-Trifluor-s-triazins bzw. des 2,4,6-Trifluor(chlor
oder brom)-s-triazins mit den Azoverbindungen der Formeln (7), (8), (9) oder (10) und gegebenenfalls Aminen, Wasser,
Alkoholen, aromatischen Hydroxyverbindungen oder aliphatischen oder aromatischen Thiolvei-bindungen erfolgen vorzugsweise
in wässeriger Lösung oder Suspension, bei niedriger Temperatur und bei schwach säurem,neutralem bis schwach
alkalischem p„-Wert. Vorteilhaft wird der bei der Kondensation
freiwerdende Fluor-, Chlor- oder Bromwasserstoff laufend durch Zugabe wässeriger Alkalihydroxyde, -carbonate
oder -bicarbonate neutralisiert.
Als kupferabgebende Mittel kann man z.B. Salze verwenden, welche das Kupfer als Kation enthalten, wie z.B.
Kupfersulfat, Kupferacetat. In manchen Fällen ist die Verwendung komplexer Kupferverbindungen von Vorteil, z.B.
in Form von Kupfer-Ammin-Komplexen, wie Kupfertetramminsulfate aus Kupfersulfat und Ammoniak, Pyridin oder Monoathanolamin,
oder in Form von Verbindungen, welche das Kupfer komplex gebunden enthalten, z.B. komplexer Kupferverbindungen
der Alkalisalze aliphatischer Aminocarbonsäuren oder Hydroxycarbonsäuren, wie des Glykokolls, der
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75.11.329»
Milchsäure und vor allem der Weinsäure, wie Natriumkupfertartrat.
Die Behandlung mit dem kupferabgebenden Mittel kann nach an sich bekannten Methoden erfolgen, z.B. bei
Raumtemperatur, falls leicht metallisierbare Ausgangsverbindungen vorliegen oder durch Erwärmen auf Temperaturen
zwischen 50 und 1200C im offenen Gefäss, z.B. unter RUckflusskühlung
oder gegebenenfalls im geschlossenen Gefäss unter Druck, wobei die p„-Verhältnisse durch die Art des
gewählten Metallisierungsverfahrens gegeben sind; z.B. eine saure Kupferung mit Kupfersulfat, eine alkalische
Kupferung mit Kupfertetramminsulfat. GewUnschtenfalls
können bei der Metallisierung auch Lösungsmittel, wie z.B. Alkohol, Dimethylformamid usw. zugesetzt werden. Im Falle
der oxydativen Kupferung wird dem Reaktionsgemisch noch ein Oxydationsmittel, insbesondere Wasserstoffperoxyd,
zugefügt, und die Reaktion im übrigen in der beschriebenen
Weise durchgeführt.
Die faserreaktiven Azofarbstoffe der Formel (1)
zeichnen sich durch eine hohe Reaktivität und hohen Fixiergrad aus.
Sie eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, wie Seide, Leder, Wolle,
Superpolyamidfasern und Superpolyurethanfasern, insbesondere aber cellulosehaltiger Materialien faseriger Struktur,
wie Leinen, Zellstoff, regenerierte Cellulose und vor allem Baumwolle. Sie eignen sich sowohl für das Ausziehverfahren
als auch zum Färben nach dem Foulardfärbeverfahren, wonach die Ware mit wässerigen und gegebenenfalls auch
salzhaltigen Farbstofflösungen imprägniert wird, und die Farbstoffe nach einer Alkalibehandlung oder in Gegenwart
von Alkali, gegebenenfalls unter Wärmeeinwirkung fixiert werden.
709883/0833
ZT
Sie eignen sich auch zum Druck, insbesondere auf Baumwolle, ebenso aber auch zum Bedrucken von stickstoffhaltigen
Fasern, z.B. von Wolle, Seide oder Wolle enthaltenden Mischgeweben.
Es empfiehlt sich, die Färbungen und Drucke einem gründlichen Spülen mit kaltem und heissem Wasser, gegebenenfalls
unter Zusatz eines dispergierend wirkenden und die Diffusion der nicht fixierten Anteile fördernden
Mittels zu unterwerfen.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden
angegeben.
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75.11.339a
Zu einer eiskalten, neutralen Lösung von 7,25 Teilen des Kupferkomplexes der Formel
HO, S O—Cu O KH
SO H
in 150 Teilen Wasser lässt man unter gutem Rühren im Laufe
von 5 bis 10 Minuten eine Lösung von 2,97 Teilen Cyanurfluorid in 5 Teilen Toluol zutropfen und hält das p„
des Reaktionsgemisches mit ln-Natriumhydroxydlösung zwischen 6 und 7. Nach erfolgter Acylierung gibt man
zur Suspension des Di-primären Kondensationsproduktes eine neutrale Lösung von 3,46 Teilen Metanilsäure in
20 Teilen Wasser, erwärmt auf 30 bis 35° und hält das p„
während der zweiten Kondensation mit In-Natronlauge
zwischen 7 und 8. Aus der entstandenen klaren Lösung wird der Farbstoff durch Zugabe von 10 Vol.% Kaliumchlorid ausgesalzen
und abfiltriert. Der so isolierte Farbstoff wird mit einer konz. wässerigen Lösung von 1 Teil Dinatriumhydrogenphosphat
vermischt und im Vakuum bei 50 getrocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle in reinen
blauen Tönen.
Aehnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn die in Kolonne I der folgenden Tabelle aufgeführten Kupferkomplexe
nach den Angaben von Beispiel 1 zunächst mit Cyanurfluorid und anschliessend mit den in Kolonne II genannten Aminen
umgesetzt werden.
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Il
HO S O
O NH,
Sulfanilsäure
SO,H
HO S O
O NH,
Ammoniak
o-Toluidin
SO3H
HO3S O
SO5H
O KHCONH
SO5H
Metanilsäure
SO3H
HO S 0 Cu 0 NH
SN.
N=N ΛΑ N^C^N
^C-NH-C >-NK
HO3S-
°3H Cl SO3H
Metanilsäure
SO3H
HO_S 0
3l
0 NH-
Sulfanilsäure
SO3H
709883/0633
ζ?
| I | NH2 | SO3H | Cu O NH2 | II | |
| Ο Ι |
—Cu O ι |
1X | -N=N1Y | ||
| HO 3S (~\ | HO-S 3Η £ |
Metanilsäure | |||
| P NH2 |
HO3S | O ΝΗΛ | |||
| HOoS | O- Cu | I j 2 | !O3H | ||
| nu3 p | "^j N=N j | Anilin | |||
| ^SO H H03S | |||||
| Il | o-Toluidin | ||||
| Il | N-Methylanilin | ||||
| Il | 2-Aminonaphthalin- 6-sulfonsäure |
||||
| M | 4-Aminosalicyl- säure |
||||
| Il | 2-Aminonaphthalin- 4,8-disulfonsäure |
||||
| • Ι | Methylamin | ||||
| Il | p-Aminobenzoesäure | ||||
| HO0S O- | |||||
| Metanilsäure | |||||
| H9N \ * SO |
709883/0833
| 0 Cu I |
It |
•0
I |
NH2 | I | II | |
| I |
HO S (~\ N=N ■(
O H°3S |
ti | Λ SOgH |
|||
| HOgS O Cu | I NH2 |
O Cu | Ammoniak | |||
| Ο0~Ν"Ν~Ί | HOgS (~J N=N-' O H03S NH2 |
|||||
| HN^f HOoS 2 SOgH |
ti | O | Λ SOgH |
2-Aminonaphthalin- 6-sulfonsMure |
||
| ti | It | |||||
| It | o-Toluidin | |||||
| NH0 1 ^ |
Sulfanilsäure | |||||
| -O I |
SOgH | Ammoniak | ||||
| it | ||||||
| Metanilsäure | ||||||
| Aethylamin | ||||||
| 2-Aminonaphthalin- 5-sulfonsäure |
||||||
| 4-Aminosalicyl- säure |
||||||
709883/0833
| I | II |
| Cl I SO-H J HO3S O Cu O NH-\ß—ΝΗ-Γ]τ~ΝΗ2 H2N j H03S S03H 3 SO3H |
Ammoniak |
709883/0833
-H-
Zu einer eiskalten, neutralen Lösung von 3,46 Teilen Orthanilsäure in 75 Teilen Wasser lässt man
unter gutem RUhren im Laufe von 5 bis IO Minuten eine
Lösung von 2,97 Teilen Cyanurfluorid in 5 Teilen Toluol
zutropfen und hält das p„ des Reaktionsgemisches mit
ln-Natriumhydroxydlösung zwischen 6 und 7. Nach erfolgter
Acylierung giesst man die Suspension des primären Kondensationsproduktes zu einer neutralen Lösung von 7,25 Teilen
des Cu-Komplexes der Formel
HO7S 0
und erwärmt das Reaktionsgemisch auf 30 bis 35°, wobei durch Zutropfen von ln-Natriumhydroxydlösung das p„
zwischen 7 und 8 gehalten wird. Der entstandene Reaktivfarbstoff wird anschliessend mit Kaliumchlorid ausgesalzen,
abfiltriert und mit einer konz. wässerigen Lösung von 1 Teil Dxnatriumhydrogenphosphat vermischt und im Vakuum
bei 50 getrocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle in reinen blauen Tönen.
Durch Acylierung der in Kolonne I der folgenden Tabelle aufgeführten Cu-Komplexe mit den Difluortriazinderivaten
der in Kolonne II aufgeführten Amine erhält man weitere Farbstoffe, die Baumwolle in den in Kolonne III
angegebenen Tönen färben.
709883/0833
75.11 329»
| I | Il | II | III | |
| HO, S | O Cu- ι |
Il | ||
| j Cu | 2-Amino-toluol-5-sulfonsäure | blau | ||
| γ HO-S' | ||||
| SO3H | 3O3H | |||
| CT | Anthranilsäure | Il | ||
| ' KO, S' 30 H |
Anilin-2,5-disulfonsäure | Il | ||
| HO, S C | ||||
| Jz | -O NK ι ι 2 |
Orthanilsäure | Il | |
| HO, S ( | λλΛ30 η | Anilin-2,5-disulfonsäure | Il | |
|
(I
< |
||||
| ?f2 | ||||
| io | ||||
| SO^H | ||||
| -O NHCO-C | ||||
| 3>-ΝΗ2 | ||||
CO OO OO
0 NH_
H03S-<_>
V-/ H
Cu-—0 NHCO
JLJL
Ν4-ΛΛ
NH2
NH;
Orthanilsäure
2-Aminonaphthalin-4,8-disulfonsäure
2-Aminotoluol-4-sulfoneäure
blau
HO3S 0 Cu 0 NH
H2N SO3H
0 Cu 0 NH
-Q-—CO
j
NH
NH
HO-S SO-H
2-Aminonaphthalin-1-sulfonsiiure
Anilin-2,4-disulfonsäure
Orthanilsiiure
Anilin-2,5-disulfonsäure
2-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure
blau
2 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes werden unter Zusatz von 0,5 Teilen m-nitrobenzolsulfonsaurem
Natrium in 100 Teilen Wasser gelost. Mit der erhaltenen Lösung wird ein Baumwollgewebe imprägniert,
sodass es um 75% seines Gewichtes zunimmt, und dann getrocknet.
Danach imprägniert man das Gewebe mit einer 20 warmen Lösung, die pro Liter 5 Gramm Natriumhydroxyd
und 300 Gramm natriumchlorid enthält, quetscht auf 75%
Gewichtszunahme ab, dampft die Färbung während 30 Sekunden
bei 100 bis 101°, spült, seift während einer Viertelstunde in einer 0,3%igen kochenden Lösung·eines ionenfreien
Waschmittels, spUlt und trocknet.
Fa'rbevorschri f t Il
2 Teile des gcnuiss Beispiel erhältlichen Farbstoffes
werden in 100 Teilen Wasser gelöst.
Die Lösung gibt man zu 1900 Teilen kaltem Wasser, fligt 60 Teile Natriumchlorid zu und geht mit 100 Teilen
eines Baumwollgewebes in dieses Färbebad ein.
Man steigert die Temperatur auf 40°, wobei nach 30 Minuten 40 Teile kalzinierte Soda und nochmals
60 Teile Natriumchlorid zugegeben werden. Man hält die Temperatur 30 Minuten auf 40°, spUlt und seift dann die
Färbung während 15 Minuten in einer O,37«.igen kochenden
Lösung eines ionenfreien Waschmittels, spült und trocknet.
709883/0933
Ii 11 379«
Claims (1)
- 27 3 G b 8 ΊPatentansprüche 1. Faserreaktive Azofarbstoffe der FormelP Cu—O KH -fR-^-NH-X(D , HO3SAA^3O3Hworin die Gruppierung0-X1-NH-D-N=N- (2)ein Rest der Formeloder der Formel
HO, Ο
ιτ J 0 τη ^ 1 τ
soIUc J_ Ο
ιHO3S- ir lf -N=K 5Η -N=N (3)U) .X1-NHeiner der beiden Reste X und X ein Fluor-s-triazinrest und der andere ein Fluor(Chlor oder Brom)-s-triazinrest, R ein Brlickenglied und η = 0 oder 1 ist.70988370833ORIGINAL INSPECTED2. Faserreaktive Azofarbstoffe gemäss Anspruch 1, der Formel (1), worin D, R und η die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben, und einer der beiden Reste X, und X2 ein 2,4-Difluor-s-triazin-6-yl-rest oder ein 2-Fluor-4-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazin-6-yl-rest und der andere ein 2,4-Difluor(chlor oder brom)-s-triazin-6-yl-rest oder ein 2-Fluor(chlor oder brom)-4-amino (hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazin-6-yl-rest ist.7 09883/08333. Faserreaktive Azofarbstoffe gemäss Anspruch 1, worin η = O ist, und X, und X~ gleiche Reste sind.4. Faserreaktive Azofarbstoffe gemäss Anspruch 1, der FormelHO,S O Cu—O NH- ~ ν. xnI II 2 (χ)Y-worin Y, und Y2 unabhängig voneinander je ein Fluoratom, eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe, eine Hydroxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ist.5. Faserreaktive Azofarbstoffe gemäss Anspruch 1, der Formel0—Cu 0 NHCOY.I Il 2 Nj^ (6) ,VSO,H F ^1 ^ 1^(J IiH y*%c^ Iworin Y, und Y^ unabhängig voneinander je ein Fluoratom, eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe, eine Hydroxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ist.709883/08336. Der faserreaktive Azofarbstoff gemäss Anspruch 1, der FormelHO7S 0 Cu-O ITH--Ί I Il I-IIKT'TNH--γ hoSOxH N^CN SOxH3 ι 37. Der faserreaktive Azofarbstoff gemäss Anspruch 1, der Formel0—Cu 0 NHCOSO3HHO^ 3C UHIl8. Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven Azofarbstoff en der FormelO—Cu 0 NH (-R-) -NH-X-I iJL nX1-NH-I)-N=N-YY^ (1) ,HO Sworin die Gruppierung709883/0833o-X1-NH-D-N=IT- (2)ein Rest der FormelHO,S 0--H=N-(3)oder der FormelO-X1-NHeiner der beiden Reste X, und X ein Fluor-s-triazinrest und der andere ein Fluor(chlor oder brom)-s-triazinrest, R ein BrUckenglied und η = 0 oder 1 ist, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der FormelOH HO NH (-R-3 NH,η c(7)worin D, R und η die unter Formel (1) angegebenen Bedeutungen haben, ein kupferabgebendes Mittel, sowie für die Einführung der Reste X^ und X2 geeignete Verbindungen zu einem faserreaktiven Azofarbstoff der Formel (1) umsetzt.709883/08339. Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven Azofarbstoffen gemä'ss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der Formel (7), worin D, R und η die in Anspruch 8 angegebenen Bedeutungen haben, ein kupferabgebendes Mittel, ein Aequivalent 2,4,6-Trifluor-striazin oder eines 2,4-Difluor-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazins und ein weiteres Aequivalent 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-striazin oder eines 2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino (hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-striazins durch Kupferung und Acylierung zu einem faserreaktiven Azofarbstoff der Formel (1) umsetzt, und, falls man als Acylierungsmittel 2,4,6-Trifluor-s-triazin bzw. 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin verwendet, gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Halogenatom im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.10. Verfahren gemä'ss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der Formel (7), worin D die in Anspruch 8 angegebene Bedeutung hat und η = 0 ist, ein kupferabgebendes Mittel, und 2 Aequivalente 2,4,6-Trifluor s-triazin oder eines 2,4-Difluor-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazine durch Kupferung und Acylierung zu einem faserreaktiven Azofarbstoff der Formel (1) umsetzt, und, falls man als Acylierungsmittel % 2,4,6-Trifluor-s-triazin bzw. 2,4,6-Trifluor(chlor oder brom)-s-triazin verwendet, gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Halogenatom709883/083375.11.329aim s-Triazinring durch eine Ainino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.11. Verfahren gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der FormelHO NH2(8) SO Hin' beliebiger Reihenfolge mit einem kupferabgebenden Mittel umsetzt und mit 2 Aequivalenten 2,4,6-Trifluor-s-triazin acyliert, und/dass man vor oder nach der Acylierung durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Fluoratom im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy- , Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.12. Verfahren gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Azoverbindung der FormelOH HO NHin beliebiger Reihenfolge mit einem kupferabgebenden Mittel umsetzt und mit 2 Aequivalenten 2,4,6-Trifluor-s-triazin acyliert, unddass man vor oder nach der Acylierung durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Fluoratom im s-Tri-709883/0833azinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt.13. Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven Azofarbstoffen der Formel (5), dadurch gekennzeichnet, dass man Azoverbindungen der FormelHO3S HO HHmit einemAequivalent 2,4,6-Trifluor-s-triazin oder eines 2,4-Difluor-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazins und einem weiteren Aequivalent 2,4,6-Trifluor (chlor oder brom)-s-triazin oder eines 2,4-Difluor(chlor oder brom)-6-amino(hydroxy, alkoxy, aryloxy, alkylthio oder arylthio)-s-triazine acyliert, und, falls man als Acylierungsmittel 2,4,6-Trifluor-s-triazin bzw. 2,4,6-Trifluor (chlor oder brom)-s-triazin verwendet, gegebenenfalls durch Kondensation mit Ammoniak, einem Amin, Wasser, einem Alkohol, einer aromatischen Hydroxyverbindung oder einer aliphatischen oder aromatischen Thiolverbindung ein Halogenatom im s-Triazinring durch eine Amino-, Hydroxy-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiogruppe ersetzt, und anschliessend oxydativ kupfert.Verfahren gemäss Anspruch 8 oder 13 zur Herstellung des faserreaktiven Azofarbstoffes der Formel709883/0833HOvs o—Cu—o mi"*C" SO3HSO3H "^c'" SO HF 'dadurch gekennzeichnet, dass man den durch Kupferung der entsprechenden Azoverbindung erhaltenen Kupferkomplex der FormelHO, S 0 Cu 0 KIUmit 2 Aequivalenten Cyanurfluorid kondensiert und das erhaltene di-primäre Kondensationsprodukt mit 2 Aequivalenten MetanilsSure zu dem faserreaktiven Azofarbstoff der oben angegebenen Formel kondensiert.15. Verfahren gem'äss Anspruch 8, zur Herstellung des faserreaktiven Azofarbstoffes der FormelSO3H70Ö883/083375.11.3M»dadurch gekennzeichnet, dass man den durch Kupferung der entsprechenden Azoverbindung erhaltenen Kupferkomplex der FormelO Cu O-ι:M-M2liO-jiJ OW—xiKH2mit 2 Aequivalenten Cyanurfluorid kondensiert und das erhaltene di-primä"re Kondensationsprodukt mit 2 Aequivalenten Metanilsäure zu dem faserreaktiven Azofarbstoff der oben angegebenen Formel kondensiert.16. Die gemä'ss den Beispielen erhaltenen faserreaktiven Azofarbstoffe.17. Verfahren gemä'ss den gegebenen Beispielen.18. Die gemä'ss den Ansprüchen 8 bis 15 erhältlichen faserreaktiven Azofarbstoffe.19. Verfahren gemä'ss den Fä'rbe- bzw. Druckbeispielen.20. Verwendung der faserreaktiven Azofarbstoffe gemä'ss den Ansprüchen 1 bis 7 bzw. der gemäss den Ansprüchen 8 bis 15 erhaltenen faserreaktiven Azofarbstoffe zum Färben und Bedrucken.21. Verfahren zum Färben und Bedrucken unter Verwendung der faserreaktiven Azofarbstoffe gemäss Anspruch 1.22. Verfahren gemä'ss Anspruch 21zum Färben von Cellulosefasern.23. Färbe- und Druckpräparate, die faserreaktive Azofarbstoffe gemäss Ansprüchen 1 bis 7 enthalten.709883/083324. Das gem'dss den Ansprüchen 21 und 22erhaltene gefärbte oder bedruckte Textilmaterial.7098S3/0833
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| GB1564778A (en) | 1980-04-16 |
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| BE856579A (fr) | 1978-01-09 |
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Representative=s name: SCHWABE, H., DIPL.-ING. SANDMAIR, K., DIPL.-CHEM. |
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| 8130 | Withdrawal |